Ich auch. Am liebsten knusprig vom Grill oder kleingeschntten im Eintopf.
Es sind nur Witze. Ich kenne Österreicher und Blondinen, mit denen ich gut klarkomme. ![]()
Ich auch. Am liebsten knusprig vom Grill oder kleingeschntten im Eintopf.
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Im Übrigen. Mir gings nicht mal schlecht, wenn ich diesen Saufdruck hatte, mir fehlte nur dieses "geile Gefühl des Anflutens", wenn der Alkohol in die Blutbahn schiesst (und das es in voller Intensität natürlich nur gibt, wenn Du zwischendrin auf Null kommst), das war für mich mit nichts zu ersetzen, genau das war ja die Belohnung. Und wenn ich mal angefangen hatte, musste es natürlich mehr werden, damit das Fluten weiter gehen konnte, und ab einem gewissen Pegel verlor ich dann sowieso die Kontrolle und halb besoffen wäre eh rausgeschmissenes Geld gewesen. Kam ja dann auch schon nicht mehr drauf an..
Verzicht, Belohnung, Verzicht, Belohnung, und wenn sie nicht gestorben sind...
Vielleicht findest Du Dich darin ja auch ein Stück wieder..
Es fing an dass ich dachte: "habe hart gearbeitet jetzt kannst du dir ein feierabendbier gönnen das wetter pasdt dazu usw"
ich denke, da liegt der Hund begraben. Warum ist das Feierabendbier überhaupt eine Belohnung, wenn man aus Erfahrung weiß, in welchem Elend es endet?
Bei mir war es immer so, wenn ich "Saufdruck" hatte, dann habe ich immer nur an die ersten Schlucke gedacht, bei denen es besser würde. Dass ich danach weitertrinke habe ich in dem Moment ausgeblendet oder es war mir egal, Hauptsache erst mal den Druck weg. Ich konnte da gar nicht dran denken, wie es ausgeht, der Druck war zu stark.
Daran änderten bei mir auch Beschäftigungen wie Dein Kickboxen (oder reden) auf Dauer nichts. Erst als ich mir das ganze Elend schon vorher, vor dem ersten Schluck, wirklich zu Gemüte geführt habe und wirklich Angst um mich selbst hatte, wie besch.. es mir geht, wenn ich trinke und dass das mit Belohnung aber auch rein gar nichts zu tun hat, konnte ich aufhören. Und das kam eigentlich nur durch die Erfahrungen, weil ich oft genug aufgewacht bin und es mir wirklich elend ging und ich mich selbst dafür gehasst habe.
Vielleicht brauchst Du einfach noch ein paar Runden, bis Du wirklich die Schauze voll hast. Bis jetzt bist Du ja noch am kämpfen und würdest eigentlich lieber trinken, so wie ich das sehe. Klar willst du das irgendwie kontrollieren und nicht komplett abstürzen, aber wenn der Druck wirklich kommt, hast Du dem nichts entgegen zu setzen. Und ich denke, auch beim Kickboxen wird der Moment kommen, wo Du Dir einen Schluck verdient hast, wenn Du Deine im Prinzip positive Einstellung zum Trinken (Belohnung) nicht ändern kannst und solange Du das als Verzicht erlebst - egal was Du hier erzählst, sondern alleine im stillen Kämmerlein.
Du kannst als trockener Alkoholiker alles kriegen, was Nicht-Alkoholiker auch kriegen können. Du wirst genau so älter und so weiter. Viren interessieren sich nicht dafür ob Du trinkst.
Klar, ich gucke auch auf meine Fitness. Ich bin körperbehindert und bin das erst nach mehreren Jahren Trockenheit geworden. Wenn ich noch trinken würde, dann würde ich mich wohl viel weniger um meine Gesundheit kümmern, insofern macht das schon einen Unterschied. Aber Grippe und Erkältungen kriege ich trotzdem. Und Pech kannst Du immer haben. Meine Gesamtverfassung ist trotzdem besser, als wenn ich noch trnken würde.
Zum Teil bin ich, solange ich getrunken habe, sowieso viel "brutaler" mit mir selbst umgegangen, da habe ich dem Körper halt gezeigt, wer "Herr im Hause" ist und da habe ich Krankheitszeichen zum Teil einfach ignoriert. Wenn ich mehr auf mich achte, merke ich das logischerweise auch eher. Und Alkohol ist eh ein Betäubungsmittel, Erkältung, einige Schnäpse drauf, merkst Du nichts mehr und kannst tanzen gehen (solange das eben noch geht).
Was ist eine Blondine zwischen zwei Österreichern?
...Nicht die Dümmste...
Ich war auch schon mal ein paar Jahre in der Suchthilfe unterwegs und deswegen tangiert mich das wohl nicht mehr so, wenn jemand Rückfälle hat. Mir ist einfach klar, dass meine (und jedermanns) Einflussmöglichkeiten da sehr begrenzt sind und wenn mich das belasten würde, würde das auch nichts daran ändern. Also habe ich mir angewöhnt, mir meine Laune davon nicht verderben zu lassen.
Was ich aber bislang bei Vielen beobachtet habe:
Das Nüchternsein wird anstrengend...
ERST kommt die Lust aufs Trinken,
DANN lässt man die Sachen schleifen (könnte einen ja vom Trinken abhalten),
ALS NÄCHSTES wird getrunken (der Druck nuss ja irgenwie weg) und
AM ENDE (für dieses Mal) wenns von Trinken wieder schlecht geht, versucht man es wieder mit Entzug und Hilfe.
Irgednwie kommt es eher selten vor, dass sich jemand vor dem anstehenden Rückfall wirklich Hilfe sucht...
Manche Leute können/brauchen das hundert Mal und öfter. Alles schon gesehen. Einige bleiben dabei auf der Strecke, manche schaffen es am Ende doch noch, deswegen stirbt die Hoffnung zu letzt. Das gehört zum Geschäft.
Das ist eher Rauschtrinker, so wie ich es auch war. Vielleicht nicht so extrem wie bei mir, aber ich hatte auch kaum Entzug, konnte aber auch nicht ohne. Ich habe auch fast nur abends getrunken, ein paar Tage in der Woche, nicht jeden Tag, aber fast immer bis zum Umfallen. Trotzdem konnte ich morgens meinem Tagsablauf nachgehen, wenn auch mit Mühe.
Quartalstrinker (ich kenne ein paar) trinken nach nüchternen Phasen mehrere Tage bis Wochen durch und haben dann durchaus zum Teil ganz fürchterlichen körperlichen Entzug.
Bei den Quartaltsrinkern, die ich kenne, sind die nüchternen Phasen wie die Trinkphasen viel länger als sie bei mir waren, Quartal heisst ja im Prinzip auch "vier mal im Jahr". Und die fangen, wenn sie trinken, schon morgens mit dem Schnaps an. Nach zwei Wochen reichts dann erst mal wieder, wie ich das beobachtet habe.
Gibt vieles, kommt auch auf die Geschäfte bei Dir vor Ort an, was es gibt.
Wenn ich was Besonderes will, dann Granatapfelsaft oder Holunderdirektsaft direkt vom Erzeuger, sortenreine Trauben-und Apfelsäfte von Leuten, die ich kenne etc.. Nehme ich auch zum Kochen, wenn die Säure passt.
Als Anregung kannst Du ja mal bei google "direktsaft sortenrein bio" eingeben und Dich durch die Ergebnisse lesen. Ansonsten änderst Du die Suche mal nach Deinen Vorlieben, gibt ja auch die verschiedensten Tees oder Zubereitungen. Je nach Geschmack noch mit Wasser...im Laufe der Jahre wirst du dann findig und experimentierfrudig. Es gibt ganz verückte Sachen, auf die ich früher nie gekommen wäre und die es zum Teil auch erst seit neuerer Zeit gibt.
Auf Dauer dadurch, dass Du den Grund dafür, dass der Alkohol überhaupt eine Versuchung für Dich ist, beseitigst.
es gibt da in der Suchtforschung den Begriff der genetischen Disposition. Das besagt unter anderem, dass Leute mit einer bestimmten genetischen Ausstattung die Wirkung des Alkohols als angenehmer emfinden als andere, die diese Gene nicht haben. Zusätzlich leiden solche Leute zum Teil auch weniger unter den Folgen wie z.B. Kater, die sie schon von Anfang an von weiterem Konsum abhalten würden. Japaner z.B. vertragen den Alkohol ja sehr viel schlechter als Europäer und können deswegen meist gar nicht so viel trinken, dass sie abhängig werden, aber auch innerhalb gibt es da Abstufungen bzw. eher fließende Übergänge.
Dazu kommt, das diese genetische Ausstattung in Trinkerfamilien natürlich gehäuft vorkommt und sich das dazugehörige Verhalten natürlich durch Nachahmung auch durch die Generationen zieht - Stichwort Familienkrankheit - und diese Kombination kann dazu führen, dass einem ein Leben ohne Alkohol ziemlich leer und sinnlos vorkommen kann. Es ist nicht nur die Gewohnheit, es entstehen auch keine positiven Gefühle und die innere Einstellung dazu entwickelt sich auch an diesem Gefühlserleben, das nur mit Krücke funktioniert.
Ich müsst jetzt einen längeren Text schreiben, um das genau auseinanderzufieseln, aber dazu gibts ja auch Literatur, wo das ausgearbeitet ist.
Ich habe z.B. mein Leben nicht sehr grundsätzlich geändert (manches natürlich schon, aber das habe ich davor auch schon immer wieder mal gemacht). Ich denke, bei mir waren einfach dadurch, dass ich sehr früh mit dem Konsum angefangen habe, die Neurotransmitter derartig verändert, dass ich ohne Alkohol/Drogen kaum Lebensfreude empfinden konnte. Ich mache heute nämlich grundsätzlich gar nicht so viel anders, aber heute kann ich das nüchtern geniessen, wofür ich früher den Stoff brauchte. Genau die gleichen Aktionen, die früher erst durchs Trinken toll wurden, geniesse ich heute stocknüchtern. Und ich denke, erst dadurch, dass ich mir den - lange funktionierenden - Ausweg aus meiner emotionalen Misere "kaputt gesoffen hatte", entstand bei mir die Bereitschaft zum "Marsch durch die Wüste", der meinen Körper dazu gezwungen hat, sich andere Wege zum inneren Gleichgewicht zu suchen.
Warum ich das schreibe ist, das kannst Du willentlich zum Teil gar nicht so einfach verändern, da musst Du im Zweifelsfall einfach durch. Mir fiel gar nichts ein, was mich zufrieden machen würde, das war im Prinzip ein Rumgebastel bis es halt irgendwann gepasst hat. Es war ein Auf und Ab, das sich auch nüchtern meiner Kontrolle lange entzog. Du bist darauf angewiesen, daran zu glauben, dass es besser wird, wie es bei Anderen eben auch besser geworden ist. Aber auch dafür ist ein Erfahrungaustausch gut. Denn selbst wenn Du nichts änderst (von blödsinnigen Aktionen mal abgesehen), schon alleine die Zeit des Nüchternseins, der Abstand zum Trinken, hilft. Weniger Stress für den Körper, weniger Selbstvorwürfe weil Du am Abend zuvor mal wieder voll warst, schon alleine das ist eine ungeheure Erleichterung, die Platz für Selbstheilungskräfte schafft. Und natürlich hilft es dabei, zu wissen, das Trinken ganz gewiss nichts helfen würde, selbst wenn Du nüchtern mit Deinem Leben trotzdem unzufrieden bist, denn das hast Du (ich) ja oft genug ausprobiert. Ich habe mich damit getröstet, dass Leute ohne Alkoholproblem ja auch nicht immer glücklich sind, also habe ich mich von diesem Anspruch selbst auch verabschiedet, und mit der Zeit wurde es ja doch immer besser.
Kein Problem, ich bin da relativ schmerzfrei und ich habe vor allem in der Anfangszeit auch alles mögliche von links nach rechts und umgekehrt und im Kreise gedacht. Finde ich also ganz normal. Nur hat sich halt bei mir auf Dauer nicht alles als realistisch herausgestellt und mir war meine Trockenheit immerhin wichtig genug, dass ich dafür sogar manchmal über meinen Schatten gesprungen bin. Denn wenn ich wieder gesoffen hätte, hätte ich ja auch schlecht ausgesehen und darüber hinaus sowieso verloren, was meine Ansprüche an mich angeht. Also, was ich besoffen konnte - mich blamieren - kann ich im Zweifelsfall nüchtern auch, ohne dass es mich groß juckt, oder so. Sprich ich nehme mich auch nicht gerade bierernst.
Ich meine weniger Selbstkontrolle als Selbst-Bewusstsein. Nicht die ständige mit Willenskraft untermauerte Kontrolle über seine Nüchternheit, sondern eine klare Entscheidung dafür, aus einem sich geänderten, weiterentwickelten Bewusstsein heraus.
ich bin mir im Nachhinein und aus 18 Jahren Entfernung zu meinem letzen Schluck nicht sicher, ob das weiterentwickeltes Bewusstsein oder doch nicht nur die Summe der schlechten Erfahrungen war, die meinen Glauben, dass Trinken das Leben schöner macht, Lügen straften und nach vielen Versuchen, das anfangs lockere Gefühl wieder zu erlangen, mich dann doch letzendlich überzeugten, das es besser für mich war, es ganz zu lassen, nachdem ich mich lange mit Händen und Füßen gegen diese Einsicht gesträubt hatte ![]()
Vielleicht ist das auch Beides das Gleiche, zwei Seiten der selben Medaille...
Tendiert der nüchterne Menschen in Denken, Verhalten und Wesen nicht mehr zum bewusst agierenden Menschen und der betrunkene, lallende und sich einnässende Mensch nicht mehr in Richtung eines unbewusst und rein instinktiv handelnden Tieres?
Adolf Hitler war Antialkoholiker und auch sonst auf der Welt werden üble Grausamkeiten in Gegenden verübt, wo der Alkohol verpönt ist.
Die Denke, dass Nüchterne die besseren Menschen sind, ist ein bisschen zu einfach.
Dieser Selbstanspruch kann einen auch beim Trockenwerden überfordern, ich hab schon öfter beobachtet, das Leute die nüchtern alles anders und besonders gut machen wollten, gescheitert sind und ihre Denke entweder revidiert oder eben wieder getrunken haben. Zum Teil hat das für mich was mit der Selbstverachtung durch die Sucht und dem Aufpolieren des Selbstbewusstseins zu tun, macht aber nicht wirklich glücklich.
Ich möchte übrigens auch alle meine Seiten nüchtern leben, nicht nur die sozial erwünschten oder die, die mich gut dastehen lassen. Und dazu gehört, das ich mich manchmal zu meiner Unzulänglichkeit bekenne, wenigstens vor mir selbst. Perfektionismus steht einem bei der zufriedenen Trockenheit manchmal ganz schön im Weg, was ich aber auch nur deswegen weiss, weil ich auch so übermotiviert angefangen habe. Bisschen runterkommen und mich realistisch zu sehen hat mir nicht geschadet.
Um den Alkohol zu überwinden, ist es erforderlich mehr Mensch zu sein und weniger Tier!
wenn das bei Dir so ist, dann mag das so sein. Für mich war es erfoderlich, mehr Katze als Mensch zu sein und auch nüchtern einfach mal zu genießen :). Mit mehr Selbstkontrolle wurde ich jedenfalls nicht nüchtern, sondern verkrampft, und das ist auf Dauer für einen Menschen wie mich ein guter Grund, um wieder zu trinken..
Mit Bewusstheit mag das am Anfang zu tun haben, aber mein Ziel war es, dass ich mit der gleichen Selbstverständlichkeit nüchtern lebe wie ich vorher selbstverständlich getrunken habe. Da musste ich ja auch nicht drüber nachdenken, es war ein Selbstläufer, und genau das wollte ich nüchtern auch haben. Der Begriff Lebenseinstellung triffts ganz gut, da muss ich ja auch nicht täglich drüber nachdenken.
Aber es steigert die Lebensqualität, wenn man den Grund kennt, sich damit intensiv auseinander setzt, und sich dementsprechend verändert.Klar, ist viel mehr Arbeit, als der wöchentliche Besuch der SHG Treffen....
Ich brauchte eher einen Grund zum Aufhören als einen Grund zum Trinken.
Trinken war für mich das natürlichste der Welt. Als ich noch ein Kind war, haben alle Erwachsenen, die ich kannte, getrunken, und ich empfand die Wirkung, wenn ich mal "durfte", auch als angenehm. Von daher war es für mich immer klar, dass ich auch trinken werde, sobald ich die Gelegenheit dazu habe (wenn ich mal groß bin, saufe ich auch). Auch mein ganzer späterer Freundes-und Bekanntenkreis war dementsprechend zusammengesetzt, dass wirklich jeder getrunken hat. Ja, und Drogen habe ich natürlich auch genommen.
Ich fand umgekehrt Leute, die nicht so viel getrunken haben, als "komisch, langweilig und irgendwie krank". "Normalbürger" waren für mich, damals, eher untere Schublade, von denen wollte ich mich lange abgrenzen. Die ersten vermeintlichen Trinkgründe musste ich mir aus den Fingern saugen, als ich wegen meiner Sauferei schon fast von Anderen deswegen bedrängt wurde, als ich ins Berufsleben einstieg. Da hab ich mir halt was zurechtgebogen, um diejenigen zufriedenzustellen, was mir aber auch nur halbwegs gelang.
Später war ich durch die ewige Nachfragerei dann auch davon überzeugt, dass es doch tiefere Gründe geben müsste. Aber ich habe einen dieser Gründe nach dem Anderen abgearbeitet, und ich habe trotzdem weiter getrunken. Das war es also nicht.
Der Punkt war wirklich der, ich brauchte keine Gründe, um zu trinken, es gefiel mir un des war meine Normalität. Ich empfand es nicht als Ersatz, sondern es gab für mich kaum ein besseres Gefühl als berauscht zu sein. Natürlich habe ich später auch Probleme weggesoffen, aber ich glaube, die meisten Probleme bekam und hatte ich nur genau deswegen, WEIL ich getrunken habe. Ich brauchte vielmehr Gründe zum Aufhören, denn die hatte ich lange wirklich nicht.
Ich musste mich erst da hin saufen, wo das Aufhören dann Sinn für mich machte. Vorher habe ich gar nicht verstanden, wie man auf die Idee kommen konnte, damit aufzuhören.
Die Suche nach den Gründen war für mich ein Umweg, der mich daran hinderte, meine Sucht zu erkennen. Denn solange ich Gründe suchte und fand, war es ja scheinbar vernünftig, deswegen zu trinken, und keine blanke Sucht.
Als Anregung, natürlich ist das nicht bei allen gleich. Nur wenn man schon drüber nachdenkt, dann sollte man es von allen Seiten betrachten.
Um unseren Freund nicht zu verprellen muss ich sie mit einladen
ich finde, umgekehrt gilt doch aber auch, des Euer Freund mit seiner Freundin ein ernstes Wort reden sollte, um Euch nicht zu verprellen. Freundschaften beruhen auf Gegenseitigkeit und so wie Du das beschreibst ist das ja eine ziemlich einseitige Angelegenheit. Gäste, die sich bei mir benehmen wie die Wildsau wissen ziemlich bald wo die Tür ist.
Wie habt ihr es geschafft, den Versuchungen zu widerstehen?
Ich komme aus einem trinkenden Elternhaus und habe lange, mit unterschiedlichen Phasen, getrunken. Es war für mich auch selbstverständlich, da ich kaum etwas Anderes kannte und ich es anfangs auch oft genossen habe.
So lange ich trinken wollte, habe ich die Folgen des Trinkens ausgeblendet und nur auf die vermeintlich schönen Seiten geguckt. Hab mir halt was vorgemacht wie sehr viele Trinker.
Nachdem es "klick" gemacht hatte (der Entschluss aufzuhören kam bei mir relativ plötzlich), war es komplett anders herum, mir stachen nur noch die Nachteile des Trinkens ins Auge. Angefangen mit dem von Dir erwähnten Kater, bei mir summierte sich das über die Jahre ganz schön, als ich meine Aufmerksamkeit mal auf diese Seite der Sauferei gerichtet hatte.
Zusätzlich war ich es gewöhnt, "Versuchungen" zumindest ein Zeitlang zu widerstehen, da ich mich in den letzten Jahren meiner "Karriere" angestrengt habe, nicht täglich zu trinken, um nicht vollkommen abzustürzen (ich kannte einige abschreckende Beispiele, denen ich es nicht nachmachen wollte, aber aufzuhören kam für mich nicht in Frage). Das war manchmal ziemlich anstrengend, da ich ja gerne getrunken hätte, aber es war gewissermassen auch ein Training, das ich nutzen konnte, als ich dann ganz aufgehört habe. Kurzzeitige Anwandlungen konnte ich aussitzen, da ich wusste, dass ich das aushalten konnte.
Gruß Susanne
Du wirst Deinen Mann gut kennen und ich traue Dir selbstverständlich zu, dass Du ganz genau weißt, wie er es gemeint hat.
Mein Partner neigte 15 jahre zu dem Glauben, dass er wusste, was ich meinte. Obwohl ich ihm immer gesagt habe, das er gefälligst fragen soll, bevor er etwas "annimmt". Einer der größten Irrtümer überhaupt, dass man jemanden "kennt". Die meisten Leute sind nachweislich nicht mal in der Lage, sich selbst richtig zu kennen.
Er hat sich mit schöner Regelmässigkeit geirrt...irrt sich heute noch "Du hast doch aber gesagt"..nein, habe ich nicht. Wörtlich habe ich etwas ganz anderes gesagt und ich habe es auch nicht so gemeint, wie er es interpretiert hat.
Bei uns war dieses Komunikationsmodell ein Fall für die Paartherapie...knapp daneben kann nämlich auch ganz gewaltig verfehlt sein.
Das wird sich auch nicht ändern, führt aber nach wie vor zu Auseinandersetzungen, wenn man mal wieder dachte, das der Andere dachte.... Zum Teil führt es dazu, dass wir uns dann 2 Stunden damit auseinandersetzen, was auch sein Gutes hat. Und ich komme mit meinem Partner seit 30 Jahren aus und wir verstehen uns im Normalfall ziemlich gut, falls das jetzt die Frage wäre.
Just my 2 cents.
Gruß Susanne
Es ist leicht, bei schönem Wetter trocken zu bleiben.
Diese Arbeit hat keine Eile. Sie ist auch morgen noch da, wenn sie heute nicht erledigt wird.
"Warum hat sich Deine Frau denn scheiden lassen?"
"Ach, das war nur wegen einem Wort"
"Was, nur wegen einem Wort? Was hast Du denn für ein schlimmes Wort gesagt?"
"Naja, ich hab nur "Du" gesagt"
"Hä, und deswegen lässt sie sich scheiden? Was war da denn so schlimm daran?"
"Hab ich auch nicht ganz verstanden. Sie sagte halt, dass wir schon lange keinen guten Sex mehr hatten. Und da sagte ich "Du" und da war sie beleidigt"
"Warum rennen Sie denn immer mit dem Kopf gegen die Wand?"
"Es ist sooo schön, wenn der Schmerz nachlässt"