Beiträge von Susanne68

    Ich weiss es nicht mehr, ich glaube, das Editieren geht erst, wenn Du als Vollmitglied freigeschaltet bist. Ich bin hier aber kein Administrator, jedenfalls kommt das wohl meist wenn Du eine Reihe Beiträge geschrieben hast.

    Und was auf Deinem Weg so alles passieren kann..jeder ist zwar anders, aber es gibt eine Reihe Gesetzmäßigkeiten der Entwicklung des Alkoholismus genauso wie des Ausstiegs, die auf die Meisten mehr oder weniger zutreffen. Also es gibt sicherlich nicht nur einen Weg, wie man das angehen kann, aber die Möglichkeiten sind überschaubar. Trotzdem muss natürlich jeder seine Erfahrungen machen und erst mal rausfinden, wo er überhaupt steht.

    Lies Dich vielleicht wirklich erst mal durch, es gibt hier auch Linksammlungen und Buchempfehlungen, und bei manchen Geschichten kriegst Du vielleicht auch selbst ein Gefühl, was überhaupt klappen kann und was nicht, wobei es immer wieder auch Überraschungen gibt.

    Hallo,

    Du schreibst da von dem Plan für die nächsten Wochen.
    Was hast Du vor, wo solls denn hingehen?

    Bevor ich Dich hier zutexte, was weisst Du denn schon alles, z.B. wegen Deinem Vater? Möglicherweise kennst Du Dich ja dann schon aus?
    Möchtest Du nur erzählen oder brauchst Du was?

    Hier sind einige Leute, aber alles Freizeit, und die meisten sind ziemlich schreibfaul, da kanns dauern, bis jemand antwortet. Also nicht gleich verzweifeln. Dafür gibt es hier eine Menge Erfahrungsberichte, kannst ja mal stöbern.

    Gruß Susanne

    Man sollte aber auch wissen, dass einen bei diesen Diagnosen diverse Versicherungen nicht mehr nehmen, deswegen sollte man sich das zwei mal überlegen. Berufsunfähigkeitsversicherung kannst Du da beispielsweise vergessen, ausser es hätte sich in den letzten Jahren was daran geändert. Ich hatte ja mit meinem Hausarzt übers Trinken schon mal gesprochen, und musste den wegen dieser Versicherung von der Schweigepflicht entbinden, und da guckst Du blöd.

    Ich hab grad noch mal geguckt, wenn Du das schon früher abgeschlossen hast, kannst Du Glück haben, aber wenn Du so frisch trocken Dein Leben neu ordnen willst und dann auch ne Berufsunfähigkeitsversicherung abschliessen willst, was Dir bis dahin ja vielleicht egal war, ist die Tür zu, von wegen Rückfallkrankheit und unsicherer Zukunftsprognose, und eine Versicherung geht da nun mal nach den harten Wahrscheinlichkeiten.

    Ich erzähl mal noch was von meiner Tante.

    Da geht es nicht direkt um Alkohol, aber ihr verstorbener Ehemann war auch Alkoholiker und sie Coabhängig. Jetzt ist sie jedenfalls schwer depressiv und verbarrikadiert sich seit 10 Jahren in ihrer Wohnung. Wenn ihre beiden Kinder nichts zu essen vorbei brächten, würde sie nur noch aus Konserven leben.

    Ich hab sie schon lange nicht mehr gesehen, aber anscheinend jammert sie ziemlich rum wie schlecht es ihr geht. Aber sie war vor vielen Jahren mal in Behandlung, hat anscheinend nicht gleich geholfen und seit dem weigert sie sich, etwas dagegen zu tun. Lieber jammert sie halt rum. Und man hat schon mehrfach versucht, sie in Behandlung zu bringen, sie sagt zum Arzt, dass sie das nicht will und dann muss er sie wieder gehen lassen.
    Jedenfalls ist sie auch nur noch eine Belastung und ihr Sohn wartet nur noch drauf, dass sie endlich stirbt, weil das die einzige (Er-) Lösung wäre.

    Wenn jemand nicht wlll, stehst Du machtlos daneben. Und es kommt überhaupt nicht darauf an, ob Du das verstehst oder auch nicht. Das ändert alles nichts. Du kannst es nur akzeptieren oder daran verzweifeln.

    Das ist meinerseits das letzte, was ich dazu schreibe, denn ich kanns auch nicht ändern. Weder das, was Deine Mutter tut, noch das, was Du so alles probierst. Du musst auch selbst wissen, was Du tust, und wenn Du das so willst, musst Du halt auch mit den Konsequenzen leben, dass Du eventuell nicht mehr weisst wo Dir der Kopf steht. Ich bin jedenfalls raus.

    Das sind Zwecklügen und vielleicht ist sie auch eine Dramaqueen. Ob sie es selber glaubt, weiss ich nicht, ich stecke ja nicht drin, Verdrängung ist aber ein recht verbreitetes Phänomen bei Trinkern. Ich habe jedenfalls ewige Zeiten geglaubt, dass ich nur trinke, weil ich das will und weil es das Leben schöner macht, auch als es sich langsam aber sicher anders entwickelt hat und vielleicht noch nie ganz gestimmt hat. Wenn Du säufst, kann die Welt halt so aussehen. Und um zu trinken, wird gelogen, dass sich die Balken biegen, sonst müsste man ja eventuell was dagegen tun oder den Konflikt ausfechten und das will man ja nicht. Insofern bist Du natürlich der Feind, der ihr das wegnehmen will, und zu dem muss man nicht ehrlich sein.

    Jeder muss seine Erfahrungen selbst machen. Ich war mal fast ein ganzes Jahr lang auf sehr niedrigem Level unterwegs, also nicht komplett ohne, aber schon sehr beherrscht, nachdem ich nen größeren Absturz mit Notarzt und so hatte. Aber ich bildete mir ein, dass ich es wieder unter Kontrolle kriege und irgendwann gabs nach einem großen Erfolg halt was zu feiern...endlich mal wieder volle Kanne usw. usf. und dann gings noch mal 5 Monate und ich hätte mich ohrfeigen können.

    Was mir Andere erzählt haben, habe ich noch nie geglaubt. Bei mir war schon immer alles anders. Ich brauchte das genauso wie ein paar andere Grenzerfahrungen, damit es mir selbst dann zu blöd wurde und ich die Schnauze dann richtig voll hatte. Vielleicht hätte ich davor schon aufhören können, denn es fehlte mir eine Zeitlang fast gar nicht, aber ich wäre wohl nie ganz davon überzeugt gewesen, dass es besser für mich war.

    Ich denke, das kann man keinem vermitteln, der es noch nicht selbst erlebt hat.

    Insofern, ausprobieren. Das merkst Du dann schon, und wenn es klappt, ist ja gut, wenn nicht, die richtigen Schlüsse ziehen.

    Hallo chillymilly

    Ich kenne weder Dich noch Deine Mutter, von daher ist es schwierig für mich, aus der Ferne wirklich abzuschätzen, was Ihr beide für Menschen wärt, wenn ihr vor mir stehen würdet.

    Ich schreib da mal ein paar Punkte aus meiner Sicht. Du musst es ja nicht so sehen wie ich, entscheidest ja sowieso Du was Du daraus machst.

    Alkoholiker, also auch ich und vermutlich auch Deine Mutter, sind gut darin, zu leiden und selbstmitleidig zu sein. Für Alkoholiker ist das allerdings normalerweise kein Grund, etwas daran zu ändern, sondern eine Rechtfertigung fürs Trinken. Bei mir war das längere Zeit so, wenn jemand nachgebohrt hat, warum ich so bin und nicht anders, dann hab ich halt alle möglichen Gründe aufgeführt, bis ich irgendwann keine Lust mehr dazu hatte und gesagt habe, ich bin halt so, kannst Du damit leben oder es lassen...ich wusste, dass ich nicht aufhören will und es machte keinen Sinn mehr für mich, da jemandem was vorzumachen. Später hatte ich sogar alle Probleme gelöst und trotzdem weiter getrunken, das nennt sich halt Sucht. Und oft schafft die Sucht ja erst die Probleme, nur zieht man nicht die Konsequenzen draus, weils zu mühselig wäre und man sowieso nicht glaubt, dass Aufhören was helfen würde oder dass das Elend überhaupt erst vom trinken kommt. Dass Alkoholiker alle wegen Problemen trinken, ist ja auch so ein Klischee, betrifft aber nur einen Teil, genauso wie nicht jeder Alkoholiker als Penner auf den Parkbank lebt.

    Ich kann das, was Du schreibst, mühelos so interpretieren, dass Deine Mutter bei Dir um Verständnis für ihr Trinken wirbt und bei Dir die Knöpfe zu drücken versucht, damit Du funktionierst und für sie springst, ohne dass sie etwas ändern muss. Das ist jedenfalls das, was oft passiert. Und ich traue Dir mit Leichtigkeit zu, dass Du auch so funktionierst, tut mir leid, sehe ich so.

    Geredet wird viel, wenn der Tag lang ist, bei einem Alkoholiker mindestens so viel wie bei anderen Leuten. In den meisten Fällen merkt man ziemlich schnell, wenn ein Alkoholiker wirklich was tut. Das, was Du beschreibst, sehe ich eher als taktieren, Spielchen die sie mit Dir treibt, und Du, weil Du Dich an die Hoffnung klammerst, spielst mit. Sie erzählt Dir, was Du hören und glauben willst.

    Ich hab mal drüber nachgedacht, ob es bei mir eine Möglichkeit gegeben hätte, so mit mir zu reden, dass ich irgendwann aufgehört hätte. Ich denke, die Möglichkeit gab es nicht. So lange ich trinken wollte, habe ich niemanden an mich rangelassen - ich meine, geredet habe ich schon, viel sogar, aber geändert habe ich deswegen trotzdem nichts. Ich sah keinen Sinn darin, aufzuhören. Und andere Leute habe ich nicht an mein Leben rangelassen, ich fand, das geht andere einfach nichts an, wie ich lebe. Wenn jemand wollte, dass ich aufhöre - dem sein Problem, nicht meines.

    Bei meinem Vater wusste ich, dass er als Alkoholiker ähnlich tickt wie ich, und ich habe gar nicht erst probiert, ihn davon zu überzeugen, dass er aufhören soll. Ich habe mich im Wesentlichen nur über andere Themen mit ihm unterhalten, da waren wir zwar in Kontakt, aber wir hatten keine Probleme mehr miteinander. Es musste halt einigermaßen nüchtern sein, wenn er mit mir reden wollte, weil er betrunken ziemlich beleidigend wurde und ich mir das nicht anhören wollte und das wusste er, ansonsten habe ich ihn einfach sein Ding machen lassen. Wenn ich versucht hätte, ihn irgendwie zu manipulieren oder ihn zu irgendwas zu bewegen, was er nicht wollte, wäre bei ihm genauso Feuer unterm Dach gewesen wie bei mir, wenn das bei mir jemand versuchte.
    Ich wusste, er wollte trinken, er hat es auch gesagt, also habe ich ihn so gelassen. Mich hat das da schon gar nicht mehr gestört.
    Dazu kann ich auch zu gut nachvollziehen, dass es für einen Trinker absolut sinnlos erscheinen kann, damit aufzuhören, da er sich vom Aufhören kein besseres Leben erwartet. Also warum sollte er sich dafür anstrengen? - und ohne was zu tun, gehts halt meistens nicht.

    Das ist jetzt nur mal eine mögliche Sichtweise so als Input, weil Du ja auch fragst.

    Gruß Susanne

    @Katharina

    Ich hab das jetzt mal noch mal gelesen.

    Also, Du bist wütend auf eine Sucht, Sucht nervt Dich total, und Alkohol schmeckt Dir überhaupt nicht, Orangensaft schmeckt Dir besser (alles Deine Aussagen)

    Gleichzeitig lässt Du Dich auf eine Diskussion über Edelsauferei und kontrolliertes Trinken ein. Was bringt Dir das, wenns Dir eh nicht schmeckt und Du wütend darauf bist?

    Und drittens hast Du ADS und Schwierigkeiten, der Diskussion überhaupt zu folgen, da Du Dich nicht konzentrieren kannst (wie studierst Du da eigentlich?). Der Diskussion, die Du angefangen hast...warum?

    Diskutier doch nicht lange rum, sondern höre einfach mit dem trinken auf, kann Dir doch nur gut tun.
    Erstes Glas stehen lassen, dann gibts kein zweites, basta.


    Scheinbar muss man auch nach vielen Jahren immer noch "auf der Hut" sein, auch wenn ich mir das nicht vorstellen kann.

    Ich bin viele Jahre trocken. Ich würde es nicht "auf der Hut sein" nennen. Ich glaube, es würde mir auffallen, wenn ich gerne trinken würde. Solange mir nichts auffällt, kümmerts mich nicht.

    Wichtiger ist es, glaube ich, für mich, das Gefühl zu haben, dass ich lebe. Das halte ich bei mir für den besten Schutz.

    Gruß Susanne

    Ich bin da schon dabei, dass ich mich auch damit beschäftigt habe, in welchen Situationen ich zur Flasche gegriffen habe. Nun ja, als ich so einen Suchtbericht schreiben musste, war so ziemlich jede Situation mal dabei. Ich konnte bei jeder Gelegenheit trinken, es aber auch bei jeder Gelegenheit manchmal bleiben lassen, insofern habe ich daraus nur abgelesen, dass Alkohol insgesamt einen hohen Stellenwert in meinem Leben hatte.

    Wie das bei mir angefangen hat, familiäre Nachahmung und dass das bei mir einfach gewirkt hat, dazu ein paar andere Faktoren und ich deswegen dabei geblieben bin, ist aber nur das Eine. Das hab ich ja auch schon reichlich beschrieben.

    Als ich aufgehört habe, war der Hauptfaktor, dass ich nach erfolgreicher Stressbewältigung regelmässig in ein Loch gefallen bin und eine innere Leere verspürt habe. Ich hatte Einzelgespräche in der Suchtberatung mit einem Psychologen, wo wir das genau rausgearbeitet haben, was genau in diesem Moment passiert. Im Prinzip war es auch die halbe Miete, wenn ich diesen Moment der inneren Leere anders überwunden habe, dann war der Tag gerettet.
    Also im Prinzip sah ich in dem Moment nicht mehr viel Sinn darin, dem nachzugehen, wie es dazu gekommen war. Ich hatte ein Problem im hier und heute, das ich lösen musste.

    Diese ganze Unzufriedenheit, mit der ich später, schon trocken, nochmal zu kämpfen hatte, hatte sicher damit zu tun, dass ich manches nicht richtig bewältigt hatte, und auch damit, dass ich in den vielen Jahren meiner Karriere auch manches ziemlich verbockt hatte, mit dem ich mich nun mehr oder weniger abfinden musste. Aber was da jetzt genau Ei uns was Henne war, also was zuerst da war und damit als Ursache gelten konnte, war für mich nie ganz eindeutig.

    Ist das nicht nur so lange relevant, wie man noch nicht süchtig ist und der Suchtdruck einen noch nicht zwingt, Gründe zum Trinken zu finden (was meiner Ansicht nach mit Rechtfertigungsdruck zu tun hat, sich selbst oder Anderen gegenüber), weil man es ohne schlicht nicht mehr aushält? Und was ist mit dem Automatismus, eines geht noch, weils grad einfacher ist, mit den Folgen beschäftigen wir uns später - also trinken, ohne überhaupt drüber nachzudenken?

    Die Suchtforschung sagt ja auch, es ist ein multifaktorielles Geschehen, liegt an genetischen und persönlichen Veranlagungen, dem persönlichen sozialen Umfeld und der Art, wie man das erlebt (zwei Kinder, die gleich erzogen werden, können das ganz unterschiedlich wahrnehmen und sich ganz unterschiedlich entwickeln), Erlebnissen und nicht zuletzt daran, dass Alkohol überall und leicht verfügbar ist. Typische Suchtpersönlichleiten wurden dagegen nicht gefunden, es kann jeden erwischen, hat auch mit der Droge Alkohol selbst zu tun.

    Bei mir in der Famile war das viele Jahre Normalität, das keiner mehr was mit dem Anderen zu tun haben wollte, deswegen sehe ich das vermutlich relativ locker. Und es ging auch nur deswegen wieder zusammen, weil jeder Beteiligte davon abgerückt ist, jemand Anderen ändern zu wollen.

    Nun ja, bei den Links, die ich Dir geschickt habe, gehts im Wesentlichen drum, dass Angehörige von Abhängigen Gesprächstechniken lernen, bei denen es weniger eskaliert und die Gespräche vielleicht eher auf den Süchtigen motivierend wirken, sein Verhalten zu überdenken.
    Zum Zweiten gehts drum, wie Angehörige trotz der Problematik dafür sorgen können, dass es ihnen selbst dabei besser geht, wenn sie schon an der Gesamtsituation vielleicht nichts ändern können.

    An ganz anderer Stelle habe ich schon mal gelernt, dass Helfer, die sich selbst nicht helfen können, schlechte Helfer sind. Und gutgelaunte Menschen sind bessere Motivatoren als Leute, die ein "Problem mit dem Problem" haben.

    Also im Prinzip gehts bei der Geschichte drum, dass man Angehörige, weil sie so dicht am Problem dran sind, schon gerne nutzen möchte, um das anzugehen, dass man die Angehörigen dazu aber erst befähigen muss, weil das halt ein schwieriges Thema ist. Und trotzdem gibts natürlich keine Garantien, dass es klappt, und es ist richtig Arbeit.

    Ich dachte nur, vielleicht wärs was für Dich, weil Du ja gerne alles tun würdest. Das wären ja die besten Vorraussetzungen.

    Unter "Problem" meine ich im Übrigen nicht irgendwas Abstraktes wie moralische oder gesundheitliche Befürchtungen, sondern "gefühltes Leiden" - wem tuts mehr weh? Wer fühlt den stärkeren Schmerz? Wer von Euch beiden könnte länger mit dem Problem leben, ohne was dran zu ändern?
    Könntest Du, falls Du derjenige wärst, der mehr drunter leidet, Dir selbst helfen? Oder geht das nur über den Umweg, dass sie was macht? Wäre sie da evtl. nicht die Stärkere von Euch beiden?

    Da gehts übrigens nicht um ein Verhör oder darum, dass Du was eingestehst. Sind bloss Denkanstöße, was Du damit machst, überlasse ich dir. Kannst auch drüberlesen.


    Ich versuche ständig zu erklären...

    Warum eigentlich? Bist Du Rechenschaft schuldig?
    Ich hab früher Bedingungen gestellt, denn wenn sie Kontakt wollen, müssen sie ja mir entgegenkommen. Also, erste Bedingung, Gespräche finden nur mit einem nüchternen Gegenüber statt. Zweite Bedingung, wer mit mir reden will, macht mich nicht schräg an. Usw.
    Solche Vorwürfe hätte ich mir gar nicht erst angehört, da hätte ich das Gespräch abgebrochen.

    Später dann, als mein Vater älter wurde, hab ich das auch so gemacht wie Gerchla. Wie wichtig ist das eigentlich noch, wenn jemand stirbt? Muss ich eigentlich alles persönlich nehmen oder beeinträchtigt mich das wirklich?

    Habs grad noch mal überflogen. Zwei Punkte sind mir dabei noch aufgefallen, die ich noch ansprechen möchte


    Vielen Dank an Dich und Susanne für die Links. Das Problem ist das meine Frau ihre Sucht weder eingesteht noch "irgendwohin mit mir mitgehen" will wo offen über sowas gesprochen wird.

    hast Du die Artikel hinter den Links gelesen? Es geht dabei nicht drum, dass Deine Frau irgendwas eingesteht oder irgendwo (mit oder ohne Dich) hingehen soll.

    Zitat von Hubby45


    Meine Frau hat ein ernstes Problem und sie erlaubt mir nicht zu helfen.

    Wer von Euch beiden hat im jetzigen Augenblick das größere Problem mit ihrem Trinken? Kann es nicht sein, das sie trinkt und Du das größere Problem damit hast?

    Vielleicht liest Du das ja noch.

    Hallo,

    Du kannst die Rettung /einen Notarzt rufen, wenn Du glaubst, dass es gefährlich wird. Da bist Du wegen möglicher Unterlassung von Hilfeleistung aus dem Schneider und der Notarzt stellt auch fest, ob akute Selbstgefährdung vorliegt.
    Wenns Dein Mann noch halbwegs rafft, muss er allerdings nicht gegen seinen Willen mit, und ansonsten kann er sich nach wenigen Tagen auch selbst wieder entlassen.

    Einen Versuch wäre es trotzdem auch deswegen wert, weil es Deinem Mann ja vielleicht den nötigen Tritt in den Hintern geben könnte. Aber so wie Du schreibst, dass er nicht aufhören will, und nach seinen Erfahrungen mit den Entgiftungen, glaube ich das ehrlich gesagt nicht. Da glaube ich eher, das er einfach nichts mehr davon hören will. Er wird dann aus meiner Sicht wahrscheinlich weitermachen, jeden Monat mal richtig abstürzen oder auch öfter und länger, so wie jetzt gerade.

    Zum Aufhören zwingen kann ihn keiner und was er will, scheint er ja ziemlich genau zu wissen.
    Ist die gemeinsame Firma wirklich noch ein Argument, wenn er so viel trinkt? Und warum kannst Du nicht ausziehen, bist Du angekettet? Oder hast Du genauso wenig Lust auf eine Änderung wie Dein Mann? Ist das so, wie es ist, immer noch das kleinere Übel und weniger schlimm als das, was kommen könnte?

    Gruß Susanne

    Es mag Dir völlig geisteskrank erscheinen, wars ja irgendwo auch, aber es hatte eine innere Logik. Und Du kannst Dir nicht ansatzweise vorstellen, wie viel Energie und Hirnschmalz ich darauf verwendet habe, um meinen Alkoholkonsum sicherzustellen und vor allem, das allerwichtigste, dafür zu sorgen, dass ich niemals damit aufhören muss.

    Amen.