Made my day. Das hab ich als Kind immer geguckt.
Ich liebe es :blumen3:
Made my day. Das hab ich als Kind immer geguckt.
Ich liebe es :blumen3:
Danke Euch für die Blumen ![]()
Auf jeden Fall kann man mit Dir reden und mir würden vermutlich noch mehr positive Eigenschaften einfallen.
Ich will Dir deine Wahrnehmungen nicht absprechen, es gibt schwierige Leute. Mit meinen Eltern war es auch lange nicht einfach, ich fahre allerdings gerade so was wie die Ernte ein, fast unverhofft. Bin positiv überrascht.
Und ich kann Andere auch nicht gegen ihren Willen ändern, sondern muss das in der Regel akzeptieren, dass sie so sind, wie sie sind. Und umgekehrt die mich natürlich auch, denn ich ändere mich ja auch nicht wegen irgendwem. Leben und leben lassen ist auch so ein Ding.
Ich hab lange drüber nachgedacht, was der Gelassenheitsspruch
"die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden"
für mich bedeutet.
Ein Teil ist, wenn ich mich über andere ärgere oder etwas von denen will, was sie mir nicht geben wollen - oder auch nicht können, und ich aber weiss, dass die sich nicht ändern, dann ist das Ergebnis nur, dass es mir an die Nerven geht. Und wenn ich Pech habe, sogar nur an meine Nerven, weil es meinem Gegenüber vielleicht sogar komplett egal ist, was ich will. Oder der überhaupt nicht in der Lage ist, das zu tun, was ich mir einbilde etc pipapo.
Unter dem Strich opfere ich meine Laune, um nichts zu bewirken, wenn ich Pech habe. Bin ich dazu bereit? Nein. Ich kanns nur nicht immer auf Knopfdruck ausschalten, sondern muss mich um meine Laune bemühen. Da ist der Weg das Ziel, denn es klappt nicht immer. Aber auch das ist einfahc so, beim nächsten Mal versuche ich, es besser zu machen.
Wenn der Andere nichts ändert, ganz egal, warum auch immer, und ich mit der Situation nicht leben will, dann muss eben ich etwas ändern, zur Not mich selbst, wenn es nicht anders geht. Das ist die Quintessenz dieses Ganzen. Sonst bleibe ich tatsächlich das Opfer der Situation.
Und es fühlt sich erst mal wie eine Kapitulation an, aber Selbstliebe heisst auch, das ich mich über solche Leute oder auch Zustände möglichst wenig ärgere. Dass ich das akzeptiere und trotzdem mein Ding mache. Dazu muss ich sagen, ich bin früher schonungslos mit dem Kopf durch die Wand gegangen. Aber eben auch schonungslos zu mir selbst. Und ich hatte aber auch den Ruf, dass ich nur mache, was ich will. Damit habe ich zwar auch manchmal etwas erreicht, aber zu einem hohen Preis. Ich habe lange daran gearbeitet, smarter zu werden.
(manchmal bewirke ich aber doch was, und das muss ich natürlich auch merken)
Auf der anderen Seite habe ich mal ein sehr intelligentes Buch gelesen "Die Neurobiologie des Glücks", wo unter anderem ziemlich schlüssig ausgelegt wurde, dass es einen selbst weniger belastet, wenn man sich in den Anderen hineinversetzt, anstatt ihn nur zu bekämpfen. Und auch da geht es aber um Akzeptanz des Gegebenen.
Das hindert mich wohlgemerkt nicht daran, "Nein" zu irgendwelchen Ansinnen zu sagen.
Ausserdem hat auch Meditation usw. alles messbare Auswirkungen, wenn man es richtig und eine längere Zeit macht.
Und das Ganze wirkt alles nicht von heute auf morgen, und ab und zu finde ich es auch durchaus mal befreiend, mit der Faust auf den Tisch zu hauen. Aber im Laufe der Jahre hat sich da doch spürbar was geändert, und mir kam das viel schwieriger vor, mich da zu verändern, als nur mal blank das Glas stehen zu lassen.
Man kann und sollte vielleicht sogar sich selbst schon mal kritisch hinterfragen, sonst rennt man ja blind in der Gegend herum. Zumindest ich mache das so. Aber es bringt wenig, sich selbst fertig zu machen. Oft hat es - bei den meisten - durchaus nachvollziehbare Gründe, warum jemand so ist. Das zu verstehen hilft sogar, dabei zu unterscheiden, wo sich Einsatz bzw. auch Aufregung rentiert und wo nicht.
Sodele jetzedle.
Weils mir grad so einfällt.
Jemanden zur Weißglut zu bringen, oder
das Sorgenkind zu werden,
sich umzubringen,
Alki mit Rückfällen,
Dein Bruder?
...
sind alles Möglichkeiten, das "gesehen werden" zu erzwingen. Eventuell unter Einsatz des eigenen Lebens.
Das funktioniert aber nicht immer bei Leuten, die generell wenig Interesse an Anderen haben, und es beinhaltet das Risiko, dass sich andere in das eigene Leben einmischen wollen, weil als Nervensäge wird man gesehen, aber manche würden eine dann gerne abstellen.
Und ausserdem, wenns z.B um Kindesmissbrauch geht, werden die Kinder ja auch gesehen, aber noch mal ganz anders.
Die andere Möglichkeit ist natürlich, dass man gerne irgendwie anerkannt werden möchte. Der einfachste Weg dahin ist der, sich erst mal selbst anzuerkennen. Wenn mans nicht braucht, kriegt man es am ehesten, so meine Erfahrung. Dieses Loch der fehlenden Selbstanerkennung ist übrigens von aussen kaum zu füllen, ein Fass ohne Boden. Und eventuell extrem fordernd für das Gegenüber. Und eine eigene Art der Abhängigkeit.
Übrigens, neulich erst gelesen, meistens sind es Narzissten, die anderen Leuten Narzissmus unterstellen. Weil ihnen selbst nämlich die Befriedigung ihres eigenen Narzissmus von den anderen Narzissten vorenthalten wird. Ich glaube, so wars etwa.
Im Übrigen ist auch das eine Zuschreibung, die nun wiederum den Anderen kleiner machen soll, auch keine Augenhöhe. Es ist ja keine fundierte Diagnose erst mal. Die ist nämlich gar nicht so einfach. Aber verständlich aus der Verletzung heraus.
Ausserdem sind die Übergänge von Selbstliebe zum Narzissmus derartig fliessend, dass man um ein bisschen Narzissmus selbst nicht drum rum kommt, wenn man sich selbst mögen will. An sich ist das in weiten Bereichen ganz normal.
Und Eltern dürfen, auch wenn sie Eltern sind, auch Egoisten sein. Aus meiner Sicht und aus der des Gesetzgebers werden Kinder irgendwann erwachsen, dann dürfen auch die Eltern wieder leben, wie sie wollen. Das soll ja keine lebenslange Strafe sein, mal Kinder gehabt zu haben. Ich glaube nicht, dass es Lebensaufgabe der Eltern ist, ihre Kinder zeitlebens moralisch aufzubauen. Irgendwann sollten die ja mal selbst laufen können, auch im übertragenen Sinn.
Ich war nie bei AA, aber der Satz "Wir machten ein furchtlose Inventur in unserem Inneren" brachte mich mal zum Nachdenken. Keine Selbstvorwürfe, kein ich selbst klein machen, aber auch keine Selbstbeweihräucherung, sondern einfach nur ganz nüchtern betrachten, wie man selbst ist, und dann genau mit dem arbeiten, was man ist. Nicht damit, was man gerne wäre, sondern damit, was man ist. Mit allen schönen und hässlichen Seiten, aber realistisch. Das reicht normalerweise völlig. Andere kochen auch nur mit Wasser. Und wenn der Finger auf die anderen zeigt, zeigen drei Finger auf mich zurück. Und furchtlos heisst, keine Angst vor den eigenen Macken.
OK, Du hast diese Punkte, die Du an Dir selbst bekrittelst. Du magst Dein eigenes inneres Kind nicht. Deine "Schwächen". Wie kannst Du Dich mit Dir selbst aussöhnen? Dann bist Du nämlich Dein eigener Elter, bis jetzt siehst Du Dich ja selbst nicht mal. Du bist noch beim Wunschkonzert.
Vielleicht hab ich jetzt die Grenze überschritten, dann entschuldige ich mich dafür und ziehe das zurück. Aber vielleicht bringts Dir was, deswegen schicke ich es ab.
Gruß Susanne
Meine Eltern sind beide sehr narzisstisch veranlagt und ein Gespräch auf Augenhöhe ist nicht oder selten möglich.
Ich bin dort das ewige Kind so zumindest werde ich behandelt...
weiss nicht genau, warum mir dabei nun genau das einfällt.
Aber so lange ich bedürftige Anteile hatte, und das ist der Wunsch nach Augenhöhe, war ich irgendwie ein Kind.
Die Augenhöhe schaffe ich selbst.
Die gesetzliche Verpflichtung existiert nicht , aber in meinem Kopf exitiert die "moralische" Verpflichtung.
wie sieht diese Verpflichtung genau aus?
Bei mir ist das so, dass ich manche Dinge einfach tue, weil ich will, dass die Welt für mich ganz persönlich ein Stück weit schöner wird.
Klar ist das mit einem gewissen Risiko verbunden, denn es klappt ja nicht immer. Was ja auch für zwischenmenschliche Beziehungen gilt, kann schief gehen. Aber wer nichts wagt, gewinnt auch nichts, oder so ähnlich.
Moralische Verpflichtung und drücken davor liest sich ein wenig wie Opferhaltung, als ob Du da nichts selbst zu entscheiden hättest.
Ich bin ja auch so erzogen worden, christliche Nächstenliebe und so. Schuldgefühle, wenn man jemandem weh tut. Und dagegen Selbstbehauptung und das ganze Zeugs.
Letztendlich gibt es aber auch noch gewisse Dinge, wo ich als erwachsener Mensch überlege, in was für einer Welt ich leben will. Wenn ich nichts muss, sondern mir ein schönes Leben vorstelle. Und ich bin ja auch so, ich hab ein paar Bücher zur Glücksforschung gelesen, das ist eine ganz normale psychologische Forschungsrichtung. Aus dem her versuche ich, manches richtig zu machen, obwohl ich ja auch schwierig bin. Zum Teil liegt es daran, dass ich akzeptiert habe, dass ich teilweise aber schon derartig durchschnittlich bin, dass ich drauf gehen kann, was bei anderen funktioniert, funktioniert auch bei mir. Das fing zum Teil sogar damit an, dass ich akzeptiert habe, dass meine ganzen intellektuellen individuellen Saufgründe auch nur ganz banale Sucht waren, und dass ich genau so elendiglich daran verrecken würde wie alle anderen Suchtis. Und dass ich genau so zuerst von Emotionen und Konditionierung gesteuert bin wie Hinz und Kunz.
Man kann das auch ein bisschen anders sehen. Was ich gerne gebe und gut entbehren kann und will, das gebe ich, den Rest behalte ich für mich. Und ich staune immer wieder, was ich alles dafür kriege. Das bewahrt mich auch ein bisschen davor, mich ausgenutzt zu fühlen. Denn ich könnte ja auch "Nein" sagen, ich weiss, das der Andere selbst für sein Leben verantwortlich ist.
Ich bin in mancher Beziehung so ziemlich der egozentrischste Mensch, den ich kenne. Allerdings kenne ich aber auch niemanden so gut wie mich.
Manchmal ist alles da und man hat sämtliche Ressourcen, man muss nur den Blickwinkel darauf verändern.
Ganz nebenbei, wenn jemand Suchthelfer werden will, dann geht es immer ein Stück weit darum, wo die eigene tiefere Motivation dafür liegt.
Man muss sich da selbst hinterfragen, denn es gibt da immer auch egoistische Komponenten, die man seinem Gegenüber nicht zum Vorwurf machen sollte. Denn was einen dabei enttäuscht, dass es schwierig ist, oft fruchtlos, hängt mit den eigenen Erwartungen zusammen.
Übrigens wäre das vielleicht eine Möglichkeit, den Umgang damit zu lernen. Deswegen musst Du nicht gleich Gruppenleiterin werden, es ist auch sonst interessant.
Bisschen schwieriges Thema. Hat auch was mit der Frage der persönlichen Weiterentwicklung zu tun.
Ich schick das mal jetzt ab.
Gruß Susanne
Guten Morgen, Woddy,
ich kenne die Gedankengänge, dass ich morgens lieber tot aufgewacht wäre. Wäre einfacher gewesen, als aufzuhören.
Zumindest schien es mir so.
Und dann führte das irgendwann zu dem Gedanken, wenn ich schon so drauf bin, dass ich bereit wäre, dafür zu sterben, dann brauche ich auch keine Angst vor dem Aufhören mehr zu haben.
Schlafmangel ist echt eine harte Sache. Aber wenns "nur" vom Entzug ist, dann ist das auch irgendwann vorbei. Nachlegen hilft zwar einen Moment, ansonsten ist es aber nur eine Verlängerung deines eigene Leidens.
Und nach dem Entzug bestünde die Chance, dass die Antidepressiva auch anschlagen.
Führe Dir das vor Augen, was tatsächlich helfen könnte. Und was Du dabei zu gewinnen hast.
Und werde härter. Oder besser gesagt, konsequent.
Und Du bist deutlich über 18, lange volljährig, denke ich, und bei aller Deiner Rebellion bist Du natürlich selbst dein härtester Gegner.
Denn niemand zwingt Dich, was zu nehmen, nur du selbst.
Dann rebellier doch mal gegen Deinen inneren Schweinehund. Oder bring ihm bei, dass auch der innere Schweinehund, wenn er will dass es ihm besser geht, was ändern und aushalten muss.
Stell Dir eine Situation vor, in der Du um Dein Leben kämpfen würdest. Passt ja auch. Und da hätte der Rebell eine vernünftige Aufgabe.
Der körperliche und psychische Entzug ist eine Hürde, die von Dir überwunden werden muss. Sonst kommst Du nie dort hin, wo Du hinwillst.
Meine -zugegeben drastischen- Worte waren ausschließlich an VJ gedacht.
Dass du darauf so reagierst wie ein tödlich verwundetes Tier und mich dermaßen persönlich angehen musst, sagt nichts über mich, aber viel über dich aus.Der letzte Post von VJ bestätigt mMn meine Einschätzung, traurig, sehr traurig, aber wahr....
für ein tödlich verwundetes Tier bin ich noch ziemlich lebendig. Da überschätzt Du wohl Deine Wirkung ein bisschen.
Ich hab nur auch eine Meinung, gelle.
Was definitiv nicht zu vernachlässigen ist, ist diese Schlaflosigkeit.
Ich hab eine neurologische Erkrankung, wegen der ich manchmal monatelang kaum schlafen kann. Spastische Krämpfe sobald ich ins Bett gehe und so Zeugs. Manische Zustände, das ist wie auf Speed. Letztes Jahr hat mich das so überfordert, dass ich am Ende 3 Wochen in der Klinik war. Und ich war auch absolut neben mir, obwohl ich mit Alkohol schon lange nichts mehr am Hut habe.
Und ich kann auch austeilen, ich stecke dafür dann auch ein, und letztlich gibt es aber immer ein paar Leute, die mir wenig übel nehmen.
Im Grund hat das für mich aber auch eine recht umfangreiche Bedeutung, was Sucht für eine Krankheit ist. Dazu gehört zum einen, dass man teilweise etwas tut, was man nicht will, und anderseits hatte ich auch eine absolute Kotzlaune.
Abgrenzen ist für mich OK, auch sagen, wo es langgeht (oder könnte da sehr unterschiedlich), ist OK, aber ich persönlich bin der Meinung, ein Selbsthilfeforum muss das aushalten, dass es da ziemlich eigene Typen gibt. Und grade die, die es eigentlich wollen, sind gelegentlich die wütensten, auch auf sich selbst. Ich glaub, die Vorwürfe macht er sich schon selbst. Voll mit Frust bis oben hin. Kommt in dem Geschäft vor.
Und wenn ich nicht recht habe, habe ich halt nicht recht, das würde mich persönlich aber nicht umbringen. Vielleicht säufst Du ja tatsächlich weiter, das bringt dann aber Dich um und nicht mich. Aber für die Chance bin ich immer.
Daher warne ich davor, dass sich hier jemand auf dich einlässt.
das entscheide ich immer noch selbst, wie weit ich mich darauf einlasse.
Mit Dir gabs hier am Anfang was, da hab ich Dir ne einfache Frage gestellt und Du warst mindestens genau so pampig.
Und mit Dir habe ICH im Wesentlichen auch fertig. Wie war das doch mit der Chemie?
Du hast doch behauptet, dass Du ne psychotherapeutische Zusatzausbildung hast. Schon mal was von therapeutischem Abstand gehört? Bis jetzt bist Du absolut unprofessionell.
Oder warst Du da
Qualifizierte Entgiftungen hatte ich insgesamt 5 über einen Zeitraum von 6 Jahren.
auch nur am Rumnölen und erkennst Dich selbst in ihm?
Krieg Dich mal wieder ein, Hochwürden, ich hab schon viele erlebt, die es erst nach mehreren Anläufen geschafft haben. Und mir tut das ja nicht weh, was er macht. Dir vielleicht? Muss man Deine Ratschläge befolgen, sonst gibts Haue? Und ich glaube ihm, dass er am kämpfen ist.
Zugleich aber merke ich ,dass ich gefühlt eine Coabhängigkeit wahrnehmen kann ,insofern, dass ich Angst vor Verantwortung übernehmen muss irgendwann, wenn es mein Bruder nicht mehr kann und ich dies nicht tun will ,weil in mir ein großer Widerstand existiert.
Und genau das lässt mich unfrei fühlen.
Ich weiß nicht ,ob ich das verständlich rüber bringen konnte.
Liebe Orangina,
ich will Dir nur dazu kurz was dalassen.
Als ich meinen Vater gegen sein Lebensende hin betreut habe, war das absolut freiwillig.
Ich hatte einiges mit Krankenhäusern, Pflegediensten, Notar zu tun und mit das erste, was mir gesagt wurde, war:
Es gibt keine gesetzliche Verpflichtung, sich um seine Angehörigen zu kümmern. Das müsste derjenige selbst tun, so lange er noch im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte, vulgo geschäftsfähig ist.
Du musst zwar fianziell einspringen, wenn Du mehr als 100.000 € im Jahr verdienst und Dein Angehöriger mittellos ist (bei Geschwistern kanns noch mal anders sein, frag Google), aber Du musst Dich nicht kümmern, wenn Du das nicht möchtest. Und ganz sicher musst du Dich nicht mehr kümmern, als Du Dir zutraust.
Dafür gibt es Pflegedienste, Krankenhäuser, diverse Einrichtungen z.B. betreutes Wohnen. Und es gibt gesetzliche Betreuer, die müssen sich dann kümmern. Dass das auch nicht immer ideal ist, steht auf einem anderen Blatt, aber dann hätte Dein Bruder sich halt schon früher ändern müssen.
Wenn Du das machst, dann nur, weil es Dir selbst damit besser geht. Müssen tust Du gar nichts.
Wenn sich da jemand 30 Jahre selbst nicht drum kümmert, dann muss sich da niemand den Hintern aufreissen.
Gruß Susanne
Frage mich bitte nicht warum ich nicht schon längst gegangen bin. Es fällt mir so unglaublich schwer und ich kann nicht mal sagen warum.
Da gibt es Untersuchungen, dass der Wechsel von Hoffnung und Enttäuschung sehr stark bindet. Ein Nicht-stoffgebundene Sucht. Dein Freund ist Deine Droge.
Es ist letztlich genau so schwer, wie vom Alkohol oder von Drogen zu lassen. Wer es zuerst nicht mehr aushält, ändert was dran.
Stelle ich mich vielleicht tatsächlich zu sehr an??? Ich zweifle mittlerweile sehr an mir und frage mich ob ich vielleicht nicht doch das Problem bin.
Hallo Tine,
ich möchte das mal so ausdrücken:
Was Du erlebst, ist im Grund das ganz normale Elend in Beziehungen mit Alkoholikern. Also das wird vermutlich schon so sein, wie Du das erlebst.
Und: ihn wirst Du nicht ändern, das kann noch viele Jahre so oder noch schlimmer weiter gehen. So lange er von sich aus nicht unbedingt aufhören will...aber davon scheint er ja meilenweit entfernt zu sein.
Trotzdem bist Du natürlich auch ein Teil des Problems, denn es ist normalen Leute ja auch nicht vernünftig zu erklären, warum Du das überhaupt schon drei Jahre so mitmachst und Dich nicht längst getrennt hast.
Da hat Dich die Liebe wohl blind gemacht und jetzt bist Du die Gefangene Deiner eigenen Begierden. Sonst würdest Du nämlich gehen.
Gruß Susanne
Woddy,
Es gibt da so nen Spruch.
"Betrunkene können mich nicht beleidigen".
Meinetwegen bist Du auch wegen Entzug scheisse drauf, mir ist das egal. Dein Problem, nicht meines.
Du kannst Dich aber selbst in den Arsch treten, denn Du hast Dich ja auch selbst dahin gebracht, dass Du nun neben Dir stehst. Wer saufen kann, kann auch leiden.
Zu Deiner Frage:
Ich habe immer auf die harte Tour aufgehört. Ohne Hilfsmittel.
Wenn man davon absieht, dass ich nach den Drogen im Lauf der Zeit mehr getrunken und nach dem Trinken noch mehr geraucht habe.
Aber irgendwann war Ende der Fahnenstange, da gab es gar keine Ersatzdrogen mehr.
Ich denke, das ist eine Frage der Einstellungssache. Am Anfang meines absolut drogenfreien Lebens war ich bereit, zu leiden, weil ich eingesehen hatte, dass der Weg für mich da lang geht, wo es weh tut. Weil es sonst nämlich nie aufhört. Ein mal musste ich nun mal auf die andere Seite. Aber als ich dann endlich dort war, wollte ich da auch bleiben.
Ich will dazu zwei Gedankengänge aufschreiben.
Der erste: wenn ich wieder anfange, weil es ohne meine Krücken schlimm ist, und es mich erst mal erleichtert, mir was einzupfeifen, ist es danach um so schlimmer.
Der zweite: wenn ich mir den Entzug erleichtere, ebne ich persönlich, so wie ich ticke, für mich den Weg zum Rückfall. Weil, war ja gar nicht so schlimm, kann man öfter machen. Es muss so beschissen sein, das ichs mir mindestens zwei mal überlege, ob es sich wegen irgendwelchen Leiden rentiert, wieder anzufangen.
Ich hab mir gesagt, und wenn es 5 Jahre hart ist, dann ist mir das trotzdem egal, denn es bleiben dann immer noch 30 oder 40 Jahre, in denen ich das längst hinter mir habe. Und das halte ich aus. Egal, was kommt. Punkt. Rückfall ist für mich keine Option.
Wenn Du den Rückfall nicht gebaut hättest, wärst Du heute schon ein paar Tage länger weg von den verschiedenen Drogen und dem Ende des Entzugs näher. So musst Du halt erst mal wieder die Rechnung dafür bezahlen.
Hat es Dir irgendwas gebracht, dass Du wieder was eingepfiffen und gesoffen hast? Hat es wenigstens geschmeckt? Oder war es nur der Griff ins Klo?
Bei mir wäre das halt so gewesen, 10 Minuten hätte es mich erleichtert, höchstens, und dann wäre es schlimmer gewesen als vorher. Ich hab mir dass so verständlich gemacht. Und wenn ich genau drüber nachdenke, dann ist aufhören viel einfacher, als weiter zu saufen oder irgendwas Anderes.. Mit viel weniger Leiden verbunden, es nur einmal, aber dafür richtig zu machen.
Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens.
Ich werde jetzt 62.
Von ca. 16 bis 24 habe ich alles genommen, was auf dem Schwarzmarkt zu kriegen war. Bis ich keinen anderen Ausweg mehr sah, als mich umbringen zu wollen. Ich war ein paar Tage im Koma und das wars dann erst mal. Spätestens seit da krieg ich aber auch nicht gleich das flattern, wenns irgendwo riskant wird.
Dann hab ich das gelassen, aber Alkohol, das war ja harmlos, das war ja das für die braven Bürger. Hab ich nicht ernst genommen.
Du hast recht, ich hab damals auch schon gesoffen, und alle Junkies, die ich kannte, haben am liebsten Schnaps gesoffen. Alles anderere haut einfach zu wenig rein.
Es gibt gar nicht so wenige ehemalige Junkies, die dann am Alk verrecken.
Na jedenfalls ich, ich hab die anderen Drogen gelassen, und dann hab ich erst mal halbwegs normal weiter getrunken. Ich kannte auch Alkis, ich wusste, dass man aufpassen muss. Damals hat mir schon mal einer während seiner eigenen Entwöhnungbehandlung erzählt, dass man nicht jeden Tag trinken darf, das wäre das gefährlichste. Zum Spiegeltrinken habe ich aber auch nie geneigt, ich habe nur das Anfluten genossen.
Aber ab und zu absolut breit sein, das musste einfach sein. Mein Partner erzählt mir heute noch, ich hab beim Kochen einen Literflasche Whisky geleert, und man hat mir absolut nichts angemerkt. Nach dem Essen gings weiter.
Und dann wurde eben der Alk zum Hauptproblem, ich hab dann oft schon auf dem Heimweg von der Arbeit erst mal 5 Flachmänner in einer halben Stunde gekippt, und das war erst der Anfang. Und mit 40, knapp 41, dachte ich mir, ich hab jetzt ein halbes Leben mit Drogen und Alkohol verbracht, das reicht. Und ich war dann sehr gründlich, denn ich hab auch noch 50 Kippen am Tag geraucht und konnte nicht mal mehr nachts aufs Klo, ohne mir eine anzuzünden. Ich hab dann alles gelassen.
Erst mal war ich happy, dass ich doch relativ leicht aufhören konnte, aber dann war es nochmal ein paar Jahre ziemlich schwierig, denn irgendwie hatte ich mit dem ganzen Zeug auch immer meine schlechte Laune bekämpft und dann hatte ich eben nichts mehr. Und dann fing die Arbeit an mir selbst erst an.
Und ich hab leider schon einige gekannt, die es nicht überlebt haben. Und eigentlich, wenn ich ehrlich bin, kann ich nicht sehr viel raten, entweder, Du hast es drauf, oder eben nicht. Ich kann nur sagen, ich bin froh, dass ich den Weg gegangen bin.
So’n Dilirium und Krampfanfälle, die eben auftreten KÖNNEN - und das weiß man leider vorher nicht - sind alles andere als auf die leichte Schulter zu nehmen, weil man dabei entweder hopsgehen kann oder dauerhafte Gehirnschäden davon tragen kann. Nebenbei bemerkt.
Ich unterschätze das keineswegs.
Ich kenn jemanden, der hat sich in einem Krampfanfall die Zunge abgebissen.
Bei einem anderen kam mitten in einem Forenpost die Nachricht seiner Frau, dass er einen KrampfAnfall hatte, mit dem Kopf durch die gläserne Tischplatte flog und dann war Schluss.
Ich kanns nicht ändern und das muss jeder selbst wissen. Es wird sowieso noch viel öfter gemacht, als man das überhaupt mitkriegt.
(übrigens auch diese Saufgelage im Krankenhaus. Es gibt Leute, die bestechen eine Putzfrau, selbst schon gesehen)
Ich hatte wegen meinen Trinkpausen jede Woche kalten Entzug, anderseits war wegen diesen Pausen die körperliche Abhängigkeit nicht sehr ausgeprägt. ich hatte übrigens mal mit nem Arzt geredet. Der hielt die Wahrscheinlichkeit, dass mir was passiert, auch nicht für sehr hoch.
Und weitersaufen oder Gifteln ist mindestens genau so riskant. Also wenn jemand schon grade den Drive hat, würde ich den nicht bremsen wollen.
Tja, und der Punkt ist tatsächlich der, dass man eben durch muss. Hätte man sich früher überlegen müssen, sagte der Staatsanwalt. Da hilft kein Jammern und keine Klagen.
Oder man giftelt weiter, aber davon wirds halt auch nicht besser.
Ich muss gleich los, nur noch kurz:
An dem, was war, kannst Du nichts mehr ändern. Ich hätte mich auch mal in den Arsch beissen können, weil ich nach längerer Trinkpause wieder angefangen hatte...aber da wollte ich noch nicht aufhören und dann hatte ich halt den Salat.
Die unangenehmen Feelings beim Aufhören - und zwar, egal bei was, ob das Alk, Drogen, oder Rauchen ist - konnte zumindest mir niemand abnehmen. Ich hab das in etwa so gesehen, lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende. Irgednwann ist man damit durch, und um so früher, je eher man mit dem Aufhören anfängt.
Machs besser.
mit nicht ganz so kompetenten Ärzten und Co in Berührung gekommen, aber die Wahrscheinlichkeit, auf diesem Weg ein paar Risiken weniger einzugehen, habe ich durchaus im Blick.
Auch wenn sie kompetent sind, müssen sie trotzdem damit leben, wenn der Patient selbst entscheidet, was er macht und mit sich machen lässt.
Freiheit bedeutet natürlich auch Selbstverantwortung.
Ich hab mich auch (bei meiner Behinderung und zuletzt wegen der Manie) gegen eine Operation und gegen eine bestimmte Medikamention entschieden, will erst mal gucken, wie weit ich ohne komme. Könnte man immer noch revidieren, wenn es jemals notwendig sein sollte. Und grade bei der OP sagen heute meine Ärzte, war wohl gut, das ich so entschieden habe. Auch - oder gerade - ein guter Arzt weiss, dass er nicht alles weiss.
Und grade bei der Behinderung gilt ja auch, ich gebe nichts auf, was man/ich irgendwie bewältigen kann. Selbst, wenn es erst mal hart ist. Man lernt seine Grenzen nur kennen, wenn man bis dran und sogar einen Tick drüber geht.
So ähnlich bin ich auch trocken geworden, ich wollte nüchtern unbedingt alles können, was ich trinkend auch konnte. Konsequent "kein Verzicht". Manches habe ich dann nur geändert, weil es eben uninteressant wurde.
Und ich kann extrem stur sein, wenn ich was wil. Deswegen war ich früher beratungsresistent, so lange ich saufen wollte, deswegen war ich aber auch nicht verführbar, als ich aufgehört habe. Da war er plötzlich ein Vorteil, dass ich sowieso nie gemacht habe, was Andere wollten. Und weil man mir schon mein ganzes Leben gesagt hatte, dass ich anders bin als andere, bin ich auch davon ausgegangen, dass ich mich selbst wohl am Besten kenne.
Zum Teil denke ich, man muss die Leute einfach mal machen lassen. Zumindest, wenn sie informiert sind.
Will nur kurz was anmerken
glaube mir einfach, dass der Weg, den du zu gehen scheinst, tückisch ist und übel ausgehen kann
Jeder Weg kann übel ausgehen. Ist ja nicht so, dass es mit Anderen zusammen hundertprozentig funzen würde. Nur ne etwas andere Wahrscheinlichkeit. Kann man aber so entscheiden.
Ich bin bewusst Risiken eingegangen, ich war ja auch in keiner Entgiftung, obwohl ich da schon wusste, was passieren kann.
Und so, wie ich mich kenne, würde ich das auch im Fall eines Rückfalls vermutlich wieder so machen.
Vom Gefühl her würde ich sogar sagen, das ist ein guter Grund, keinen Rückfall zu haben. Und ich persönlich glaube sogar, die Möglichkeit, immer in eine Entgiftung zu gehen, macht es manchen Leuten ein bisschen zu einfach, die Verantwortung für ihr Leben auzugeben.
Ich war auch in keiner Gruppe, obwohl mir viele gesagt haben, das wäre zu gefährlich. Dafür war es aber "Mein Weg" und keiner, auf dem ich nur ausgetretenen Spuren gefolgt bin. Und mir ist das wichtig.
Ich gehe auch Bergsteigen, obwohl ich weiss, dass ein Risiko dabei ist. Ein gewisses Risiko trägt dazu bei, dass ich mich lebendig fühle.
Ich bin so gestrickt, ich passe besser auf mich auf, wenn ich weiss, dass was passieren kann. Wenns zu sicher wird, dann wird es langweilig. No Risk, no Fun. Ich bin so.
Hier in der Gegend sagt man, im Bett sterben die Leute. Das drückt aus, auch wenn Du jedes Risiko vermeidest, stirbst Du trotzdem irgendwann. Also sorge Dich nicht, lebe (Watzlawik). Da ist schon was dran.
Musste ich jetzt irgendwie loswerden.