Beiträge von AmSee13

    Hallo Ela,
    willkommen hier im Forum!
    Ich bin w, Ende 40, selbst zwar nicht mit einem Alkoholiker zusammen und auch nie gewesen, aber mein Vater war Alkoholiker, ich kenne Co-Abhängigkeit, Folgen für die eigene Psyche und ich habe nur zu deutlich miterlebt, was mit meiner Mutter geschehen ist.
    Du hast dir unendlich viel gefallen lassen und zu deinem Glück endlich die Reißleine ziehen können. Dazu kann ich dir nur gratulieren.

    Natürlich kann man deinen Partner sehr bedauern, dass er diese fürchterliche Krankheit hat, aber er ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Du hast nach meinem Eindruck alles getan, was du konntest, und sehr viel mehr und fast bis zur Selbstaufgabe. Übrigens etwas, was leider häufig Angehörigen von aktiven Alkoholikern geschieht.
    Gut, dass du endlich für dich erkannt hast, dass es so für dich nicht weitergehen kann. Vergiss nicht, dass du, sofern du keine Kinder hast, für die du auch noch Verantwortung trägst, in erster Linie für dich Verantwortung trägst. Es geht hier schließlich um DEIN Leben.


    Du fragst, was du noch besser tun kannst, um aus dieser Co-Abhängigkeit herauszukommen. Den ersten Schritt hast du gemacht. Nun kannst du dich weiterhin fragen, was du für dich tun kannst. Was würde dir jetzt gut tun? - Ich meine natürlich gesunde Handlungen und Tätigkeiten.
    Du könntest dir kleine Projekte vornehmen, auf die du eigentlich schon immer Lust hattest.
    Du hast eine eigene neue Wohnung? - Mach sie so richtig zu deiner.
    Wenn es dir gut tut, zu reden, empfehle ich dir eine Selbsthilfegruppe für Angehörige aufzusuchen bzw. mit einer solchen Kontakt aufzunehmen. Es kann außerordentlich hilfreich sein, mit Menschen zusammenzukommen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben, weil die einen manchmal schon verstehen, ohne, dass man etwas sagen muss.
    Ansonsten kann ich dir nur empfehlen, dich durch die Threads der „Angehörigen“ hier zu lesen. Dort wirst du eine Reihe von Gedanken finden, die dich weiterbringen können.

    Viele Grüße
    AmSee

    Hallo Orangina,
    das liest sich hoffnungsvoll für dich.
    Je mehr du über dich erzählst, umso mehr finde ich mich selbst in dem wieder, was du geschrieben hast.
    Ich hab für mich schon länger befürchtet, ein Problem mit dem Alkohol zu haben, aber irgendwie hab ich mich dann immer wieder beruhigt und das Ganze verdrängt. Ich hab online diese Selbsttests gemacht, recherchiert, woran man einen Alkoholiker erkennt, das für mich immer ausschließen können, zwischendurch verzichtet usw. Vor einer guten Woche setzte sich in meinem Kopf der Gedanke fest, dass ich nun doch ernsthaft ein Problem haben könnte. Da ich mit einem Forum für ehemalige Raucher bzw. solche, die es werden wollen, sehr gute Erfahrungen gemacht hatte, suchte ich nach einem entsprechenden Forum für Alkoholiker, fand dieses, meldete mich an und stellte mich vor. Vielleicht hast du mein Thema schon gelesen?
    Im Laufe einer Woche durch die Auseinandersetzung mit den Nachrichten derer, die mir antworteten, durch Anwenden dessen, was ich vom Rauchausstieg kannte, und durch die Lektüre zweier guter Bücher zu diesem Thema, veränderte sich endlich etwas in meinem Kopf.
    Meine Hintertürchen habe ich nach und nach zu gemacht. Ich bin nicht so weit gegangen, wie Gerchla, d.h. meiner angeheirateten Familie habe ich (noch?) nichts gesagt, aber mein Mann, mein Arzt und dieses Forum wissen Bescheid.
    Dieses „Heute trinke ich nicht.“ kenne ich aus dem Raucherforum und dort habe nicht nur ich es erfolgreich angewandt. Ich weiß auch, dass ich gleich das erste Glas stehen lassen bzw. ablehnen muss, denn ich weiß, was passiert, wenn ich dieses erste Glas trinke.
    Ein Hintertürchen habe ich mir noch offen gelassen, ich kann für mich noch nicht sagen, dass ich nie mehr trinken werde, aber ich bin gewarnt und mir ist u.a. auch durch das, was Gerchla über seine Erfahrung erzählt hat, sehr viel bewusster geworden, auf was ich mich einlasse, wenn ich ein Glas Wein o.ä. trinke. Beim Rauchen habe ich diese Erfahrung mehr als ein Mal gemacht und, bis ich dann wieder aussteigen konnte, hab ich ne Weile gebraucht. Rauchen werde ich gewiss nie wieder, der Schalter ist bei mir endlich endgültig umgelegt. Die Lust auf ein Glas Wein o.ä. ist mir zur Zeit gründlich vergangen und ich habe vor, mir das, was ich hier im Forum lese, immer wieder eine Warnung sein zu lassen.

    Hallo Greenfox,
    ich muss dir an dieser Stelle mal sagen, dass ich dein Engagement hier im Forum aufrichtig bewundere und ich in der Regel - es gibt nur ganz wenige Ausnahmen und du weißt ja selbst, wie die zustande kommen (Pass gut auf dich auf, das ist nämlich gaaaaanz schön viel, was du da leistest... mehr muss ich dazu nicht sagen, du wirst wissen, was ich meine....) - richtig gut finde. Ich mag auch deine z.T. kernige Art. - So, dass musste ich einfach mal loswerden und es musste hier im öffentlichen Bereich sein!

    Danke für deine Nachricht! Ich sehe das auch so wie du. Ich kenne das, dass man sich angesichts der Erfolgsgeschichten anderer so klein fühlt und dass man sich irgendwie nicht zugehörig fühlt, weil man nicht solche Stories erzählen kann wie andere. Zum Beispiel solche, dass man kein richtiger Alkoholiker ist, wenn man nicht so richtig abgestürzt ist.
    Gerade durch meine Depressionserkrankung habe ich sehr, sehr viel dazugelernt und mir geht’s mit dem Genannten heute anders. Ich brauche für mich selbst nicht mehr den Vergleich mit anderen, um mich dann klein oder groß zu fühlen. Ich denke mir oft: „Bei mir ist das so und bei dir eben so. Na und? Es spielt keine Rolle, denn ich muss mein eigenes Leben auf die Reihe kriegen, so, wie es eben gerade ist, und ich hab damit schon genug zu tun.“

    Ja, der Zusammenhang zwischen Depression und Alkohol. Ein bisschen kenne ich mich mit dem Thema aus. Das hat die Bewältigung meiner Erkrankung so mit sich gebracht. Merkwürdig - inzwischen ist mir auch klar, warum - ist, dass ich dieses Wissen theoretisch zwar im Kopf hatte, aber ich das einfach nicht an mich rangelassen hab. Ich hab das einfach verdrängt.

    So, wie ich die Zusammenhänge kenne, ist durch die Abstinenz eine Besserung meiner Depression zu erwarten. Das wird etwas dauern, aber es wird passieren, weil sich die Biochemie in meinem Gehirn verändert.
    Bei mir ist die Depression nicht Alkohol bedingt. Die war schon vorher da. Ich hab aber in den letzten Monaten vermehrt zum Alkohol gegriffen, damit ich sie eine kleine Weile vergessen kann. Das ist mir übrigens erst letzte Woche so richtig klar geworden. Bis vor zweieinhalb Jahren hoffte ich noch, dass ich von der Depression vollständig genesen könnte, aber dann schlug die MS zu und beim darauffolgenden Schub so richtig, was monatelang zu Schmerzen im ganzen Körper führte und die Depression kehrte so richtig und mit voller Macht zurück. Nun ist sie chronisch und wird mir den Rest meines Lebens erhalten bleiben. Nützt nix, iss so, weiter geht’s.

    Ich bin froh, dass ich mich hier angemeldet und meine Gedanken und Sorgen hier geteilt habe. Für mich war diese Auseinandersetzung mit diesem Gegenüber absolut notwendig und gut.
    Und ich habe mich auch deswegen öffentlich so geöffnet, weil es für dem einen oder anderen, der an einem ähnlichen Punkt seines Alkoholmissbrauchs ist, wie ich es war, möglicherweise weiterhelfen kann. Es wäre schön, wenn‘s nicht immer bis zum völligen Zusammenbruch führen muss, bis man erkennt, dass man etwas ändern muss.

    Viele Grüße

    Guten Morgen, Rina,
    zumindest ist es schon mal gut, dass du gestern nicht getrunken hast. Du hast es gestern geschafft, du kannst es auch heute wieder schaffen.
    Ja, manchmal muss der Druck raus und es hilft sich anderen mitzuteilen.
    Ich weiß nicht, wie das bei deinem Therapeuten ist, ich vermute, dass die Sitzungen bei so einem ziemlich intensiv sind und besser vor Ort durchgeführt werden. Mit meinem Therapeuten, der aber auch in einer Klinik arbeitet, hat die letzte Sitzung am Telefon stattgefunden, wenn es aber notwendig wäre, könnte ich auch zu ihm kommen und wir führen unser Gespräch Aug in Auge. Mit den entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen werden deine Sitzungen gewiss stattfinden können, zum Arzt kann man ja auch gehen. Du wirst es sicher wissen, wenn du Kontakt mit ihm aufgenommen hat.
    Was du über gestern erzählst: Für mich hört sich das so an, dass sich da richtig Gefühle angestaut haben und weil du sie nicht ausleben konntest, sich so richtig Druck aufgebaut hat. Ist ja bei deiner Situation eigentlich auch kein Wunder.
    Ich kenne das so, wenn der Druck unerträglich stark ist, dann ist mir fast jedes Mittel recht, damit er aufhört. Früher habe ich in solchen Situationen stark geraucht. Das half kurzfristig ein kleines Bisschen und deshalb bin ich vom Rauchen lange stark abhängig gewesen. Alkohol habe ich in solchen Situationen eher vermieden. Letztens war eine Situation, in der der Druck so unerträglich war, schlimmer konnt‘s nicht mehr werden, da habe ich natürlich ganz stark ans Rauchen gedacht. Wäre ich allein gewesen, hätte ich’s wahrscheinlich auch gemacht. Stattdessen habe ich aber in mich hineingehorcht und analysiert, was da in mir für Gefühle toben und den Druck auslösen. Als mir klar wurde, dass es zwei gewissermaßen gegensätzliche Gefühle waren und ich das primäre Gefühl herausfand und gemäß dem, was es erforderte, handelte, lies der Druck nach. Dass ich das so hingekriegt habe, hat auch später noch positive Auswirkungen gehabt.
    Warum der Suchtdruck gestern so stark geworden ist, ist dir klar, oder?

    Was gäbe es denn, was du heute, jetzt für dich tun könntest?

    Viele Grüße

    Hallo Orangina,
    herzlich Willkommen hier im Forum. :welcome:
    Ich bin selbst erst seit Kurzem dabei und manches von dem, was du über dich schreibst, kommt mir sehr bekannt vor, deshalb antworte ich dir auf deine Vorstellung.
    Den ersten wichtigen Schritt hast du gemacht. Du hast dir selbst eingestanden, dass du einen problematischen Umgang mit Alkohol hast.
    Wie du schreibst, hast du‘s schon mal mit kontrolliertem Trinken versucht, aber gemerkt, dass das irgendwie nicht funktioniert. Auch das kommt mir bekannt vor.
    Einen problematischen Umgang mit Alkohol sieht man vielen nicht an. Auch mir würdest du das nicht ansehen. Es spielt eigentlich auch keine Rolle, dass man es dir (noch) nicht ansieht. Dir selbst ist aufgefallen, dass da etwas nicht richtig ist, und dazu kann ich dich nur beglückwünschen.
    Bist du vertraut mit den verschiedenen Trinker-Typen? Typ Alpha, Beta, Gamma usw.? Wo würdest du dich einsortieren?
    Du schreibst, du willst es ohne Klinik schaffen. Bedeutet das, dass du noch rechtzeitig die Kurve kriegen willst?
    Dein Konsum hört sich so an, wie meiner bis vor einer Woche war, und du schreibst, dass du verzichten kannst. Für mich hört sich das nicht so an, dass du schon so weit bist, einen Entzug in der Klinik machen zu müssen. Noch also kannst du, ohne große körperliche Entzugserscheinungen durchmachen zu müssen, aufhören. Oder habe ich da etwas missverstanden? Ab einem gewissen Grad an körperlicher Abhängigkeit kann es nämlich lebensgefährlich werden, so einen Entzug allein durchzuführen.
    Ich selbst hab mich hier viel eingelesen und ich lese zur Zeit auch zwei der hier auf der Literaturliste empfohlenen Bücher. Vielleicht ist das ja auch etwas für dich. Die Auseinandersetzung mit den anderen hier hat mir sehr geholfen, mir über mich selbst und über meinen Alkoholmissbrauch klar zu werden. Mein Bedürfnis nach einem Glas Wein ist erstmal verschwunden. Ich gehe übrigens kleine Schritte, in dem ich mir sage täglich sage: „Heute trinke ich nicht.“
    Viele Grüße


    @ AmSee
    Danke, Muss ich mir auch mal überlegen. Gefühle benennen, zulassen und deuten. Ich kann das nur sehr schlecht, aber ich verstehe die Idee dahinter.

    Das ist gut.
    Ja, Gefühle benennen konnte ich früher auch nicht. Hab damals sogar gegoogelt, was es so für Gefühle gibt.
    Übrigens möglicherweise für dich interessant: Wenn zwei Gefühle in Dir wüten, die eine gegensätzliche
    Handlung erfordern, wie z.B. Wut und Scham, dann kann die Spannung in Dir so richtig abgehen, weil‘s auf den ersten Blick keine Lösung gibt. Wenn du wütend bist, möchtest du ganz groß machen, auf Angriff gehen, wenn du dich zugleich schämst, möchtest du dich ganz klein machen und möglicherweise um „Hab mich doch lieb.“ betteln. Du siehst, beides zugleich geht nicht. In dem Fall musst du für dic/ herausfinden, was das primäre Gefühl ist, und diesem nachgehen.

    Susanne hat dir schon ein paar gute Tipps gegeben bzw. Fragen, die du dir stellen könntest.
    Ergänzen möchte ich noch: Versuch mal das oder die Gefühle, das bzw. die dich gerade bewegen zu benennen. Und dann: Wo genau nimmst du diese wahr? Zu welcher Handlung fordert dich dieses Gefühl gerade heraus. Ist diese Handlung sinnvoll? Kurz und langfristig? Wenn du zum Beispiel Angst fühlst, möchtest du fliehen oder möchtest du angreifen?
    Gibt es etwa, mit dem du starken Druck abbauen kannst, z.B. einen Igelball zum Kneten für die Hand oder was zum Schmecken, wie Chillies oder Sternanis?
    Triff eine bewusste Entscheidung, was dir jetzt auf gesundem Weg - also kein Alk o.ä. - helfen könnte.

    Hallo Cedric,
    auf seine Psyche, d.h. sein Vorhaben, sich Hilfe zu suchen, würde ich ihn an deiner Stelle zunächst einmal nicht ansprechen. Darüber hat er ja offenbar nicht mit dir gesprochen und möglicherweise empfände er es als Vertrauensbruch seiner Freundin, von der du die Infos hast, ihm gegenüber. Das wäre eher etwas, was seine Freundin ihm gegenüber ansprechen könnte. Vielleicht kannst du sie ja ins Boot holen und etwas coachen, wie sie in Ich-Botschaften mit ihrem Freund sprechen konnte.

    Du weißt also grundsätzlich aus dem Unterricht über Ich-Botschaften Bescheid. Formuliere doch mal in Ich-Botschaften deine Beobachtungen und deine Befürchtungen. Du könntest diese hier vorstellen und Rückmeldung erhalten, ob die Formulierung geeignet ist. Du hast in deiner Vorstellung doch schon einige deiner Beobachtungen geschildert.

    Es könnte sein, dass er dir, wenn du ihn ansprichst und bei ihm ankommt, dass du dir ernsthaft Sorgen um dich macht, von sich aus davon erzählt, dass er sich Hilfe suchen wollte. Dann ergibt sich möglicherweise ein gutes Gespräch darüber, was ihn bislang davon abgehalten hat. In dem Fall könntest du ihm deine Hilfe anbieten.


    Viele Grüße

    Liebe Susanne,
    du hast sooo viel geschrieben, auf das ich sooo viel antworten könnte und eigentlich auch möchte. Ob ich das heute noch hinkriege? Schau‘n mer mal.

    Fangen wir mit dem „besoffenen Geschwätz“ an. Oh ja, das kenne ich auch, und es liegt mir überhaupt nicht, hat mir noch nie gelegen. Zu meinem Glück hat sich schon vor einer Weile mein Freundeskreis verändert und es dürfte kein Problem sein, bei meinen Freunden nüchtern zu bleiben und trotzdem einen lustigen Abend o.ä. zu verleben. So betrachtet, bräuchte ich eine Selbsthilfegruppe nicht, um Menschen kennenzulernen, die nüchtern sind und bleiben.
    Was du über deine Gedanken und Erfahrungen mit Selbsthilfegruppen schreibst, so könnte mir das ziemlich genau so ergehen. Wie ich schon schrieb, hab ich mit Selbsthilfegruppen für Alkoholiker noch keine Erfahrungen, aber ich kenne das, was du beschreibst, von anderen Selbsthilfegruppen und aus anderen Zusammenhängen ziemlich gut. Ich gehörte regelmäßig zu den Vorturnern, zwar wäre ich auch am liebsten still geblieben, aber dieses Sch.....öne Verantwortungsgefühl für andere, das bei mir enorm ausgeprägt ist, sorgte regelmäßig dafür. Selbstfürsorge habe ich erst in den letzten Jahren kennen- und schätzen gelernt.
    Ich werde mich aber womöglich trotzdem mal zu einer oder mehreren SHG vor Ort begeben, um diese Möglichkeit und damit verbundene Chance nicht unversucht zu lassen, wenn ich denn Bedarf danach verspüren sollte bzw. mein Leidensdruck so groß werden sollte, dass ich mich schließlich gezwungen sehe, über meinen Schatten zu springen.
    Was meine sozialen Ängste betrifft, meine Freunde wissen Bescheid, wenn’s mal nicht geht, dann geht’s eben nicht. Ansonsten arbeite ich stetig daran, damit umzugehen.
    Ich kann recht häufig das Haus nicht verlassen und telefonieren kann ich meist auch nicht, aber Schreiben kann ich in der Regel recht gut und deshalb ist dieses Forum ganz gut für mich. Zwar gibt’s auch Zeiten, in denen ich auch nicht schreiben kann, aber das Gute ist ja, dass ich mir jederzeit eine Auszeit nehmen kann, wenn’s nicht geht. Durch den virtuellen Kontakt im Forum für Nicht-mehr-Raucher habe ich Menschen kennengelernt, die ich unheimlich gern mal persönlich treffen möchte. Wenn sich irgendwann mal die Möglichkeit dazu ergibt und es gibt - zur Zeit natürlich leider nicht - ab und zu Treffen in irgendeinem Teil Deutschlands, werde ich sie wahrnehmen.
    Was ich über mich bzw. meine Krankheit schreibe, mag für einen Ausstehenden fürchterlich klingen, aber so empfinde ich das von Innen nicht. Ich bin eh ein introvertierter Mensch und konnte mich schon immer gut allein beschäftigen. Und an meinen Problemen arbeite ich in der Regel recht konstruktiv und erfolgreich. Meine Erkrankungen sind chronisch, daran wird sich nichts mehr ändern, trotzdem lasse ich den Kopf nicht hängen. In Ostfriesland sagt man so schön, „Nützt ja nix.“ und genau so ist es.

    Susanne, ich bewundere, was du mit deinem Eigen-Sein, deiner Sturrheit und deiner Energie geschafft hast. Ich mag solche Erfolgsgeschichten, denn sie inspirieren mich, machen mir Mut. Ich habe übrigens nicht das Gefühl, dass du mein Thema kaperst. Gewiss aber wäre das, was du zu erzählen hast und was ich zu erzählen habe, eher ein Thema nur zwischen uns beiden. Meinst du nicht auch?
    Gegen den Strom schwimmen - Lächel! - oh, auch das kommt mir irgendwie sehr, sehr bekannt vor.....
    Du fragst, was für mich eine Erfolgsgeschichte wäre. Mmmmh, das ist schwierig zu beantworten. So Vieles geht bei mir inzwischen nicht mehr, weshalb ich mir eigentlich keine großen Ziele mehr vornehme. Ich guck so von Tag zu Tag, was gerade möglich ist, nehme mir kleine Ziele vor. Und stets von Neuem versuche ich meine Grenzen zu erweitern.
    Mmmmh...
    Ein Ziel ist zum Beispiel, ohne Kochwein Spaß am Kochen zu haben. Heute hab ich dieses Ziel erreicht.
    Traumhaft wäre für mich, wenn meine Erkrankungen sich wieder etwas bessern.
    Meinst du sowas mit Erfolgsgeschichten?

    Liebe Grüße, bis....


    Wenn Du aber eine Sozialphobie (?) hast

    Nein, eine Sozialphobie habe ich zum Glück nicht, nur das, was schwere Depressionen recht häufig so mit sich bringen. Iss halt so, kann man mit leben lernen. Unbekannte Situationen versuche ich zu entschärfen, in dem ich sie mir weniger unbekannt und etwas positiver besetzt mache.

    Hallo Susanne, Gerchla, Daun2020, Dagny und Greenfox!
    Hallo auch ihr stillen Mitleser!
    Ich bin euch, die ihr mir geschrieben habt, sehr, sehr dankbar, dass ihr euch Zeit für mich genommen habt! Der Austausch mit euch, eure Erfahrungen und Gedanken, haben mich nicht gerade wenig weitergebracht. Ich hatte mich schon früher mit diesem Thema beschäftigt, aber ich war da irgendwie nicht weitergekommen. Irgendwie hat mich das, was ich in Erfahrung gebracht hatte oder über das ich selbst so nachgedacht hatte, innerlich nicht erreicht. Ich bin mir sicher, dass diesmal auch eine Rolle spielt, ein Gegenüber wie euch zu haben.
    Ob ich schon Alkoholikerin oder „nur“ stark Gefährdete bin, spielt für mich nun kaum eine Rolle mehr. So oder so habe ich für mich erkannt, dass mein Alkoholkonsum nicht so weitergehen darf, dass ich dringend etwas ändern muss. Mir ist in dieser relativ kurzen Zeit seit meiner Anmeldung ziemlich deutlich geworden, dass ich den Alkohol in der Regel wegen seiner Wirkung getrunken habe. - Er ließ mich meine beiden schweren Krankheiten regelmäßig eine kleine Weile vergessen, er machte das Leben irgendwie leichter und unbeschwert. - Verständlich, dass ich diesen „leichten“ Weg gegangen bin. Wohin mich dieser Weg aber auf Dauer führen würde, sehe ich inzwischen ziemlich deutlich vor mir. Und deshalb ist es jetzt Zeit etwas zu ändern.
    Ob ich nie wieder Alkohol trinken werde, vermag ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu sagen, ich sehe aber nun sehr (!!!) viel deutlicher, worauf ich mich einlasse, wenn ich es tue. Im Moment ist mir jedenfalls die Lust auf Alkohol gründlich vergangen.
    Dass ich so schnell zu so wesentlichen Erkenntnissen gekommen bin, habe ich u.a. euch zu verdanken. Deshalb hier mein ausdrückliches DANKE.

    Ich habe in den letzten Tagen auch viel in den Büchern, Daniel Schreiber, „Nüchtern“ und Catherine Gray, „Vom unerwarteten Vergnügen, nüchtern zu sein: Frei und glücklich - ein Leben ohne Alkohol“ gelesen. Beides für mich außerordentlich hilfreiche Lektüre, Danke an Greenfox für die Literaturliste.

    Ich hab mich heute auch gegenüber meinem Doc geoutet. So sorge ich noch mehr dafür, mich nicht mehr verstecken zu können, sondern die Sache auch tatsächlich anzugehen.

    Übrigens, ich bin jetzt eine Woche lang trocken, wie man so sagt, und habe in der letzten Nacht, auch wenn ich wie üblich mehrfach wachgeworden bin, deutlich besser geschlafen als sonst. Ein erster auffälliger, motivierender Vorteil. 44.

    Viele Grüße

    Hallo Susanne,
    hab gaaaaaanz lieben Dank für das, was du mir schreibst! :blumen2:
    Ich hatte heute morgen so einen schönen Text verfasst, in dem ich mich u.a. auch bei dir bedanke, aber dann habe ich hier einen Fehler gemacht, weil ich nachträglich ein Zitat einfügen wollte und mir das Ganze auf Vorschau angucken wollte, und alles war weg. :wall: Ich leg nachher nochmal los, weil mir das, was ich sagen will, wichtig ist, und es auch für ein paar der stillen Mitleser hilfreich für ihre eigene Auseinandersetzung mit dem Thema sein könnte.
    Auf das, was du mir geschrieben hast, antworte ich dann später auch ausführlicher. Eins schon mal vorweg: Du scheinst mir vom Typ her ähnlich zu sein. Das mit der Alleinunterhaltung kommt mir irgendwie bekannt vor... 8)
    Hut ab, dass du gestern so viele Kilometer geschafft hast! Davon kann ich- zumindest zur Zeit - nur träumen. Ich schaffe zur Zeit so maximal 6 Kilometer, gestern war allerdings schon die Treppe bei uns im Haus ein kleine Herausforderung... Ächz.... Wird schon, ich lass mich nicht unterkriegen. Es gibt schlechte, aber eben auch gute Tage.
    Viele Grüße und bis später.

    Hallo Cedric,
    zunächst einmal muss ich dir meinen vollen Respekt aussprechen, dass du wegen deines Kumpels Hilfe suchst.
    Was du über ihn schreibst, klingt definitiv nicht mehr harmlos.
    Du fragst, ob du ihn mal darauf ansprechen sollst. - Wenn ihr tatsächlich eine gute Bindung habt, könnte das hilfreich sein. Allerdings rate ich dir, es zu tun, wenn er gerade nüchtern ist. Unter Alkoholeinfluss sieht man nämlich die Dinge häufig etwas anders, vielleicht kennst du das auch bei dir. (?) Es mag sein, dass er abstreitet, ein Problem zu haben, und dass er‘s dir sogar übel nimmt. Für Menschen mit einem aktiven Alkoholproblem ist das leider keine Seltenheit. Andererseits aber musst du dich fragen, ob du’s für dich aushalten kannst, deinem Kumpel dabei zuzusehen, wie er sich kaputt macht.
    Wenn du ihn ansprichst, kann es sehr hilfreich sein, in Ich-Botschaften zu sprechen, wie z.B. „Ich habe beobachtet....“ , „Ich mache mir Sorgen...“. Du-Botschaften können nämlich ziemlich kontraproduktiv sein, der Angesprochene kann sich ziemlich leicht angegriffen fühlen.

    Ob es hilfreich wäre, die Eltern anzusprechen, vermag ich mit den paar Informationen nicht zu sagen. Möglicherweise würde dein Kumpel das auch als Vertrauensbruch ansehen, was eventuell nicht förderlich wäre. Es kommt möglicherweise auch darauf an, wie gut das Verhältnis zu deinem Kumpel und zu den Eltern deines Kumpels ist.

    Was du sonst tun kannst: Du könntest Kontakt zu einer psychologischen Beratungsstelle aufnehmen. Dort sitzen professionelle Berater, die dir helfen können, deinen Weg im Umgang mit dem Problem deines Kumpels zu finden. Die haben möglicherweise auch weiterführende Adressen für dich.
    Es gibt auch die Möglichkeit einer Online-Beratung bei der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung e.V. (bke) und dort den Bereich bke-Jugendberatung. Die ist vielleicht noch eher was für dich, da sie anonym ist. Scheu dich nicht, dir dort Hilfe zu suchen, denn dort sitzen wie gesagt professionelle Berater.

    Alles Gute dir!

    Hallo Greenfox,
    ich hab erstmal etwas gebraucht, um deine Nachricht zu verdauen. Erst als ich sie vorhin nochmals gelesen habe, verlor sie für mich etwas ihre Schärfe.
    Mit einer Selbsthilfegruppe für Alkoholiker habe ich persönlich in der Tat noch keine Erfahrung. Vor 35 Jahren war ich mal bei einem A-Anon-Meeting, weil‘s dort keins für Teens gab. Ich saß da allein mit einem ehemaligen Alkoholiker, da sonst keine Angehörigen von Alkoholikern gekommen waren. Er war sehr freundlich, aber helfen konnte er mir gar nicht. Unser Gespräch kreiste auch nur um mein Unglück. Wie ich mit der Krankheit meines Vaters umgehen könnte, also irgendeine Art Lösungsansatz gab’s für mich nicht. Vor fünf Jahren war ich mal eine Weile in einer Gruppe mit Depressiven. Da kreisten die Gespräche eigentlich nur um aktuelle Probleme, zwar wurden Lösungen angesprochen, aber diese Gruppe empfand ich größtenteils als belastend für mich. Vor zwei Jahren war ich mal in einer Gruppe für MS-Kranke. Die zog mich eher noch mehr runter, deshalb bin ich da recht bald weggeblieben.

    Ich hatte deinen Post zu Selbsthilfegruppen gelesen und daraufhin nach Selbsthilfegruppen hier vor Ort gegoogelt, um eine zu finden, deren Programm oder Vorstellung mich am ehesten ansprechen würde. Du erzählst zum Beispiel von monologischen und dialogischen Gruppen. Ich bin zwar gläubig, aber das Programm der AA schreckt mich irgendwie ab. Das klingt so fürchterlich evangelikal und mit Evangelikalen hab ich vor vielen Jahren so meine Schwierigkeiten bekommen. Das 12 Punkte Programm schreckt mich in seiner Formulierung einfach ab. Zum Kreuzbund mag ich nicht gehen, weil ich meine Schwierigkeiten mit der katholischen Kirche hatte.

    Es geht es nicht darum, dass ich nicht zuhören will oder mich nicht „nass“ machen will. Natürlich können die Geschichten, wie einer schließlich den Weg zum Trockenwerden fand, hilfreich sein. Ich lese mich ja auch gerade durch solche Geschichten, aber... oh Mann, wie soll ich das besser ausdrücken... mich interessiert, wie man glücklich und erfolgreich ein Leben ohne Alkohol führt. Mein schlimmste Erfahrung war die Gruppe mit den Depressiven....

    Ich hatte gehofft, dass man - auch und gerade du - mir etwas die Angst nehmen könnt, zu einer Selbsthilfegruppe zu gehen. Einfach so irgendwo aufschlagen, kann ich nicht. Ich hab schon eine ganze Weile schwere Depressionen und es fällt mir zum Teil schwer bis unmöglich, überhaupt das Haus zu verlassen. Wenn ich einen Termin vor mir habe, muss ich mich innerlich darauf vorbereiten und das hab ich eben auf meine Art versucht.

    Viele Grüße


    Sehe es einfach mal Sportlich.Lieber Kleine Schritte,sonst,wenn du Grosse Schritte machst kannst du eher Fallen :P

    Hallo Hans,
    hab ganz lieben Dank dafür, dass und was du mir geschrieben hast! Ich fühle mich von dir ernstgenommen und gleichzeitig neugierig gemacht auf das, was mich da so erwarten könnte. Das Serien-Beispiel finde ich gut, es hat mich Lächeln lassen, wie du das beschreibst, und es hat mir etwas Furcht genommen. Danke dir!
    Eigentlich möchte ich gar kein Hauptdarsteller sein. Das hat mit negativen Erfahrungen in Kindheit und Jugend zu tun. - Am liebsten wäre ich immer unsichtbar geblieben, denn wer nicht gesehen wird, den kann man auch nicht quälen. Gleichzeitig musste ich manchmal sichtbar werden, um andere zu beschützen, weil/ wenn das sonst niemand tat. Dass es wohltuend sein kann, auch mal Hauptdarsteller zu sein, habe ich inzwischen allerdings auch mal kennenlernen dürfen.

    Kleine Schritte. Genau, wie du sagst!

    Liebe Grüße

    Hallo Millie77,
    es ist eine knifflige und schwierige Situation ohne Zweifel und zwar für alle Beteiligten.
    Mir fällt da noch ein, dass es für dich vielleicht sinnvoll wäre, zu einer psychologischen Beratungsstelle zu gehen. Da dort professionelle Berater sind, können die dir vielleicht weitere Möglichkeiten aufzeigen. Und selbst wenn die keine weiterführenden Adressen für dich haben, können sie dir vielleicht helfen, Wie du psychisch besser mit dieser Situation umgehen kannst.

    Verstehe ich das richtig, dass deine Mutter auch gesetzlich die Betreuung für deinen Vater übernommen hat? Wenn das so ist, könntest du prüfen lassen - soweit ich weiß über das entsprechende Gericht - , ob sie ihrer Aufgabe überhaupt noch nachkommt bzw. nachkommen kann.

    Wenn du dich in Bezug auf deinen Vater etwas eingelesen hast, empfehle ich dir auch, dich auch in die Thematik „Alkoholismus“ einzulesen. Es ist nicht untypisch für Alkoholiker, dass sie Situationen falsch einschätzen, sich nicht helfen lassen wollen und auch aggressiv werden, wenn man sie auf ihr Problem anspricht. Vielleicht hilft dir die Lektüre, deine Mutter besser zu verstehen und dabei, mit deinen Gefühlen ihr gegenüber besser klar zu kommen.

    Ich wünsche dir viel Kraft für diese Zeit und das du für dich und deine Familie den Weg findest, mit dem du und auch deine Familie besser leben könnt.

    Viele Grüße

    Ich habe mich in den letzten Tagen sehr viel mit den Themen „Alkohol“, „Alkoholmissbrauch“ und „Alkoholismus“ beschäftigt und ich bin nach wie vor ziemlich nachdenklich.
    Ich habe hier einige Lebensgeschichten gelesen und sie berühren mich nicht wenig. Ich war noch nie dort, wo einige hier waren, aber ich erinnere mich gut, wie das bei meinem Vater war. Er dient mir immer als Warnung, aber ich war und bin doch so ganz anders als er.... Dass auch andere Wege als seiner in den Alkoholismus führen, ist mir hier bei der Lektüre deutlich geworden. Mir geht’s diesmal aber auch anders als sonst, es ist, als erreichte mich dies Thema wirklich in meinem Innern. Und mir ist klar geworden, dass, auch wenn ich noch längst nicht dort bin, wo andere hingekommen sind, ich im Begriff bin/war, so richtig abhängig zu werden. Meine Vorstellungsfrage ist damit beantwortet. Es ist an der Zeit!
    Ich trinke auch heute keinen Tropfen. Heute ist damit mein 6. Tag ohne. Ob ich Weihnachten eine Ausnahme machen werde, wird sich zeigen. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Jetzt gerade, heute, ist mir das nicht wichtig. Mich interessiert eher, wie ich auf gesundem Weg das erreichen könnte, was mir sonst der Alkohol gegeben hat.
    Ich habe in einer Doku gestern gehört, dass, wer Alkohol konsumiert, am ehesten den GABA-Neurotransmitter ansprechen möchte. Was ich dazu gelesen habe, würde das jedenfalls echt gut bei mir passen. Ein Medikament oder künstliches Präparat würde ich deswegen (noch) nicht zu mir nehmen, ich traue der Pharmaindustrie nicht so recht, aber mich interessiert, wie ich diesen Neurotransmitter auf natürliche Weise ansprechen könnte.
    Ich hatte gehofft, dass einige meiner Symptome auf Entzugserscheinungen zurückzuführen wäre, sind sie aber wohl nicht. Freitagabend stand ich etwas neben mir, ich konnte mich kaum richtig auf das konzentrieren, was ich gerade tat, es fühlte sich unangenehm wattig an, gestern fühlte ich mich den ganzen Tag erschöpft, geriet bei den kleinsten Anstrengungen außer Puste und hatte Schweißausbrüche und auch heute geht’s mir nicht viel besser. Freitag war mein 4. Tag ohne Alkohol, es ist also unwahrscheinlich, dass das noch Entzugserscheinungen waren. Die Symptome sind mir nicht neu, die habe ich schon eine Weile, nun kann ich wenigstens ausschließen, dass es vom Alk kommt. Morgen mache ich mal einen Termin beim Arzt ab, um das abklären zu lassen. Jetzt kann ich ja auch hingehen, ohne mich schämen zu müssen, dass die Symptome auf Alkoholmissbrauch zurückzuführen wären.

    Ich wünschte mir, hier wäre etwas mehr los. Das fehlt mir hier.

    Gestern Abend habe ich nach Selbsthilfegruppen bei mir vor Ort gegoogelt. So richtig sprach mich keine an. Das klingt interessant, was einige hier darüber erzählen, wie sie zu ihren SHGs gekommen sind, aber meine Hemmschwelle, von mir aus Kontakt aufzunehmen, ist noch riesengroß, abgesehen davon, dass zur Zeit wahrscheinlich auch bei uns keine persönlichen Treffen mehr stattfinden werden. Es gibt wohl Online-Angebote, aber irgendwie traue ich mich nicht da dran. Und dann möchte mich eigentlich auch nicht ständig mit Geschichten von Abstürzen beschäftigen, sondern ich möchte inspiriert werden, wie’s ohne Alkohol gut läuft. Ich möchte nicht ständig nach hinten sehen, sondern nach vorne.

    Bin gespannt, was ihr zu dem, was ich geschrieben habe, antwortet.

    Viele Grüße