Beiträge von AmSee13


    Aber dann wäre ich reduziert auf Radio und ab und zu Smartphone. Na, mal sehen ;)

    In dem Fall kann ich dir Hörspiele und Hörbücher empfehlen. Hab ich ne ganze Weile mal gemacht, als ich keinen Fernseher mehr haben wollte. Hab mir Material aus der Stadtbibliothek ausgeliehen.

    Wirst du aber ohne Fernseher nicht deinen „Tatort“ vermissen. ;)

    Angenehmen Montag wünscht
    AmSee


    So stellt sich also die Frage: Renne ich zur Zeit (mal wieder) einem Traum hinterher, den mir (und vielen Anderen) die Industrie verkaufen will? Denn historisch gesehen ist "Liebe" eine relativ neue Sache zwischen Frau und Mann. Und wenn ich mit feministischen Augen draufschaue, ojee... Biologisch betrachtet ist es auch ziemlicher Unsinn (also in meinem Alter), lächel...

    Na, du kannst Fragen stellen. ;)
    Ich bezweifle, dass es ein Traum ist, den dir/ uns nur die Industrie verkaufen will.
    Und ehrlich, was interessiert uns heute, wie das historisch mal war, als Verbindungen zum Zweck und nach Stand eingegangen wurden.

    Nimm‘s doch einfach mal locker. Iss doch irgendwie auch schön, sich zu verlieben. ;D
    Und flirten hat auch was, oder nicht? ;)

    Liebe Grüße

    Hallo ichso,


    Und auch "alles hat seine Zeit" ist ein wichtiger Aspekt. Denn gerade dadurch kann ich erkennen, dass z.B. Trauer eben auch so lange sein "darf", wie es für mich richtig/nötig ist und beinhaltet gleichzeitig in meinem Kopf die Endlichkeit dieses Gefühls oder auch anderer Gefühle. Nichts ist so beständig wie die Veränderung ;)

    so ähnlich sehe ich das auch. Hast du echt gut in Worte gefasst.

    Hallo ichso,
    ich freue mich gerade für dich, dass du das hier fühlen kannst:


    Und ich bin gerade dankbar. Für ganz viel. Dass ich hier schreiben kann. Dass ich laufen kann. Dass ich eine Enkelin habe. Die mich scheint's ganz gern hin und wieder besucht ;) Dass die Sonne scheint. Dass es nachher im Mehrgenerationenhaus Kaffeeklatsch gibt. So Sachen. Bunt statt grau. Oder Gott bewahre, bunt statt braun ;)

    Ich habe für mich erfahren dürfen, wie sehr mich dieses Gefühl von Dankbarkeit trägt.
    Hab irgendwo mal gelesen, wie wichtig dieses Gefühl für Resilienz ist, und ich achte seither darauf und fördere es bei mir.

    Was das Thema „Liebe und so‘n Sch...“ betrifft.
    Ich hab anderswo schon davon geschrieben, dass der Spruch „Alles hat seine Zeit“ sich in meinem Leben schon mehrfach bewahrheitet hat und ich inzwischen darauf vertraue, dass es so ist bzw. kommt.
    Darin eingeschlossen sind für mich natürlich auch die traurigen Momente und die Momente, vor denen ich Angst hab.
    Entscheidend ist für mich dabei die Erkenntnis geworden, dass sich beständig alles verändert, nichts von Dauer ist, und es darauf ankommt, wie ich selbst damit umgehe und meinen eigenen Bedürfnissen gerecht werde. Diesbezüglich habe ich eine Menge über mich hinzulernen dürfen und Wege gefunden, für mich zu sorgen. Das fühlt sich unheimlich gut an und gibt mir ein verlorenen gegangenes Gefühl von Vertrauen zu mir selbst zurück.

    Bezüglich „Liebe“: Ich kann gut nachvollziehen, dass du geglaubt hast und gelebt hast, dass allein bleiben für dich eine gute Option ist.
    Doch, wie du bemerkt hast, hat sich da etwas bei dir verändert. Und auch wenn der Typ jetzt nicht geeignet war, so heißt das ja nicht, dass du dich wieder in das Alleinbleiben zurückziehen solltest.

    Ich seh das übrigens etwas differenzierter als die Suchtkrankenhilfe. Mit einem „nassen“ Alkoholiker oder sonst wie gerade abhängigen Typen, einem Menschen mit diesem gewissen „hungrigen“, traurigen Blick würde auch ich gewiss keine Beziehung eingehen. Doch da gibt’s ja auch noch Menschen wie uns beide zum Beispiel, die sich auf einen anderen, gesünderen Weg gemacht haben, die dazugelernt haben, gelernt haben, ernsthaft für sich zu sorgen. Warum sollte man mit solchen Menschen keine Beziehung eingehen dürfen? Weil potentiell die Gefahr besteht, dass sie rückfällig werden?

    Zwar mögen deine Synapsen auf gewisse Typen von Menschen ansprechbarer reagieren als auf andere, aber die Erfahrung, die du diesmal gemacht hast, spricht doch dafür, dass du dazugelernt hast.
    Du bist offen für Möglichkeiten geworden, sonst wärst du nicht in einer Dating-Plattform gelandet.
    Vielleicht ergibt sich irgendwann für dich, dass dir jemand über den Weg läuft, der auch etwas bunter ist, aber seinen gesunden Weg gefunden hat? Den Blick dafür dürftest du haben, meinst du nicht?
    Alles hat seine Zeit....

    Liebe ichso,
    erst einmal möchte ich dir sagen: Danke fürs Teilen.

    Ich frage mich gerade, ob du eine Bestätigung möchtest, das du wirklich gut auf dich geachtet und für dich gesorgt hast. Denn das hast du.

    Wie du das schilderst, ging das bei ihm mit den Emotionen ja sehr, sehr schnell. Nun sind wir beide, jedenfalls hast du etwas in diese Richtung erzählt, ziemlich bunte Menschen mit einem wahren Blumenstrauß an Emotionen, aber die Erfahrung hat uns inzwischen gelehrt, wie wir damit umgehen können und wo etwas irgendwie nicht recht passt.

    Klar beschäftigt dich das, denn da spielt ja auch jede Menge hinein, Emotionen und viele eigene Erfahrungen.

    Du hast ihm deinen Eindruck seiner Situation kurz geschildert und er bestätigt sogar deinen Eindruck.
    Auf so einer Basis, wie er sie derzeit hat, kann keine gute Beziehung aufgebaut werden und du kannst dich letztlich nur rausziehen. Und das hast du erkannt, für dich gesorgt und sachlich kommuniziert.

    Was er nun daraus macht und ob er das zum Anlass nimmt, nun doch Hilfe anzunehmen, liegt in seiner Verantwortung. Zur Zeit scheint er, das macht seine Antwort ja deutlich, nicht bereit dafür zu sein.

    Liebe Grüße
    AmSee

    Das hört sich doch gut an bei dir.
    Ich gehe davon aus, dass du den Beipackzettel gelesen hast, und dich von deiner Ärztin entsprechend begleiten lässt.* Von bestimmten Medikamenten (opioid-haltige Medikamente und solchen, die Alkohol enthalten) solltest du dich in Zukunft fernhalten und auch die jeweiligen Ärzte darüber informieren. Das dient deiner eigenen Sicherheit.

    Darf ich dich fragen, wie du derzeit sonst für dich sorgst?

    Grüße
    AmSee

    *Das schreibe ich, da dies hier im öffentlich Teil des Forums steht und von jedermann gelesen werden kann. Von Selbstversuchen ohne ärztliche Begleitung ist dringend abzuraten!

    Guten Morgen, Anja,
    vielen Dank für deine Geschichte, sei versichert, ein „Roman“ war es noch nicht, da hast du noch nicht meine „Romane“ gelesen.

    Guten Morgen, Anja,
    herzlich Willkommen in dieser Online-Selbsthilfegruppe.

    @Orangina13 hat dir schon geantwortet, nun will auch ich dir noch antworten.

    Du schreibst, dass du glaubst, ein Problem mit Alkohol zu haben, magst du ein bisschen mehr erzählen, wie du auf den Gedanken kommst?

    Vielleicht können wir darüber in einen näheren Austausch treten und dir mit unseren Erfahrungen, unserem Wissen und unseren Gedanken dazu antworten.

    Als ich mich vor 10 Monaten hier gemeldet habe, war mir bewusst geworden, dass ich ein Problem mit Alkohol habe, ich bin übrigens in deinem Alter, und suchte von anderen, von den ich glaubte, dass sie sich mit dem Problem auskennen, Antworten.
    Durch den Austausch hier und durch sehr, sehr viel lesen der Erfahrungsberichte anderer hier und weiterer Literatur - schau mal in unsere Linksammlung - habe ich erkannt, wo ich tatsächlich stehe und dass es für mich keine Alternative mehr gibt zu völligen Abstinenz. Auch ich erkannte mich in manchem wieder, was andere hier über sich erzählten.

    Inzwischen bin ich tatsächlich zufrieden abstinent, etwas, was ich mir vor über 10 Monaten überhaupt nicht vorstellen konnte.

    Viele Grüße
    AmSee

    Hallo Alleinerziehender Vater,
    das klingt nach guten Voraussetzungen.
    Ich weiß nicht, ob dir hier jemand speziell auf dieses Medikament Auskunft geben kann, von den Aktiven hier vermutlich keiner.

    Ich wünsche dir jedenfalls, dass du gut durch die Zeit kommst, bis du in die stationäre Therapie einsteigen kannst.

    Eine Ärztin, der du vertraust und die sich in dieser Thematik tatsächlich auskennt, ist dabei gewiss eine sehr gute und hilfreiche Unterstützung.

    Das Thema „Alkoholismus“ ist ein weites Feld und du wirst so‘ne und solche Alkoholiker finden.
    Entscheidend ist, nach meiner eigenen Erfahrung, wie du an die Sache herangehst, wie du für dich sorgst und dass du dich jemandem, der sich tatsächlich auskennt und erfahren ist, anvertraust und dabei keine „eigenen“ Wege gehst.

    Das dürfte auch den Umgang mit diesem Medikament betreffen.

    Ich hab dir von meinem Vater erzählt, weil dieser stets auf eigene Faust etwas unternommen hat, was regelmäßig schief gegangen ist. Für mich ist sein Beispiel eine Warnung. Er hat sich jenes Medikament (nicht deines!) und ein anderes immer mal wieder über einen befreundeten Arzt verschafft, seine eigene Dosierung gewählt, dazu trotzdem Alkohol getrunken und stets die Kontrolle verloren. Es war für mich als Kind grauenvoll, dass immer und wieder mitansehen zu müssen.
    Er ist seiner Sucht letztlich auch nicht entkommen, obwohl er regelmäßig in einer Klinik war und Therapien gemacht hat, sondern noch relativ jung daran zugrunde gegangen.

    Hast du inzwischen eine geeignete Therapie-Einrichtung finden können und vielleicht sogar schon einen ungefähren Termin?
    Falls du irgendwelche Fragen an uns hast, nur heraus damit.

    Viele Grüße
    AmSee


    Bei mir ist ist auch gerade etwas die Luft raus.

    Moin ichso,
    wie ich Susanne schon geschrieben hatte, ich vertraue inzwischen darauf, dass einfach Alles irgendwie seine Zeit hat.
    Ich denke nicht, dass hier (und je nach den Umständen auch anderswo) auf Biegen und Brechen etwas unternommen oder aufrechterhalten werden muss, wenn’s gerade nicht passt, nicht „fließt“.

    Ich schreibe inzwischen eigentlich nur noch, wenn’s gerade „fließt“, wenn bei mir sozusagen die Worte einfach da sind und mir danach ist. Alles andere habe ich als Krampf kennengelernt, der mir überhaupt nicht gut getan hat. Da bei mir mit Druck auf mich selbst nichts mehr zu erreichen ist und ich, wenn ich es doch versuche, in eine Art innere Verkrampfung und Erstarrung verfalle, versuche ich tunlichst solchen „Druck“ zu vermeiden. Und siehe da, es „fließt“ öfter mal ganz von selbst.

    Mein Auto hat übrigens auch einen Namen. Grins. Viel Vergnügen mit dem neuen Auto und beim Umräumen.

    Kann ich total nachvollziehen, was du schreibst.

    Kenne diese Aufs und Abs selbst ganz gut, auch wenn die sich bei mir etwas anders äußern als bei dir.
    Und ich weiß auch, dass Manches Jahre dauert....

    Brauchst also mir gegenüber kein „Sorry“, ich denke, ich weiß, was du meinst...

    Ist doch angenehm, dass es im Moment so ist, wie es grad ist. Genießen wir das einfach und gut iss...

    Ich meinte damit eigentlich, dass wir alle, die wir uns hier in diesem Faden derzeit miteinander austauschen, uns im Laufe der letzten Monate verändert haben.
    Wir sind nach meinem Eindruck entspannter, gelassener, offener (?)

    .....und vielleicht auch ein kleines Bisschen weiser geworden.

    Hallo Alleinerziehener Vater,
    ich hab mit diesem Medikament keine Erfahrungen, aber meine Erfahrungen mit Selbstmedikation meines alkoholabhängigen Vaters.
    Ich nenne das Medikament bewusst jetzt nicht, aber es ist eines, das selbst stark abhängig macht und in Kombi mit Alkohol fatal ist.

    Von Selbstmedikation würde ich dir grundsätzlich abraten.

    Ich empfehle dir, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Warst du schon beim Arzt und hast mit ihm über dieses Medikament gesprochen?

    Viele Grüße
    AmSee


    Auf der anderen Seite , hätten wir dann diesen Spaß heute?

    Vielleicht, vielleicht auch nicht.
    Hat ja auch ne Weile gebraucht, bis wir da hin gekommen sind.

    Zitat


    Na ja, das, was ich gerade mache, ist wohl auch so eine Art "In Liebe loslassen"

    Wenn’s dafür die Zeit ist, dann ist das so. Und ich meine, es ist dann auch ok so.
    Hauptsache, es fühlt sich irgendwie gut und stimmig an.

    Nein, entscheiden musst du heute gar nichts. Es wird sich gewiss etwas ergeben, so oder so, und das passt dann hoffentlich auch.
    Der Spruch „Alles hat seine Zeit.“ hat sich in meinem Leben immer wieder bewahrheitet und ich habe schon vor einer Weile angefangen, einfach darauf zu vertrauen.

    Grüße
    AmSee


    Ich mach mir doch solche Sorgen um dich -Text von meiner Mutter hat bewirkt, dass ich ihr nie etwas von mir erzählt habe. Also konnte sich nie etwas wie Vertrauen entwickeln. Ich schottete mich ab ,auch weil ihre Drama-Reaktionen mich zusätzlich belasteten,so dass ich mich weiter zurückzog und :
    Es drehte sich immer nur um ihre Befindlichkeiten, nie um meine.
    Sie war auch nicht in der Lage ,sich mir zuzuwenden.

    Es ist auch schlüssig ,warum ich so ein Problem mit Bedürfnis erkennen und umsetzen habe.

    Wow, echt starke Themen hier! Find ich gut, interessant und hilfreich, den Austausch darüber.

    Wenn deine Mutter und dein Bruder eine solche Todessehnsucht in sich tragen, ist es ja auch kaum möglich, sich denen auch noch mit den eigenen Sorgen und Problemen anzuvertrauen.

    Für einen außenstehenden Angehörigen, aber auch Freunde ist so etwas schwer zu ertragen. Natürlich schwingt dann im Umgang miteinander immer eine gewisse Angst mit. Und man gerät auch in die Rolle des ständigen Beobachtens, wie der andere heute gerade drauf sein mag. Und man fühlt sich zugleich so hilflos und in einer Art Ohnmacht gefangen. Ein ziemlich ungesunder Zustand.

    Wie soll man denn damit umgehen, wenn der andere so eine Todessehnsucht hat? - Ein schwieriges Thema und definitiv eine große Herausforderung!

    Wichtig ist, denke ich, dass man aus dem Gefühl der Verantwortung herauskommt, die Verantwortung abgibt und zugleich lernt, bei sich zu sein.
    Möglichkeiten und Perspektiven tun sich da, da weiß ich aus eigener Erfahrung, durchaus einige auf.

    Was deine Mutter betrifft, so hast du da, denke ich, instinktiv die richtige Entscheidung getroffen. Die Frage ist, wie du jetzt, da du es weißt, und da dir eigentlich etwas fehlt, für dich sorgen kannst.
    Sich mit Menschen auszutauschen, die dich verstehen können oder zumindest nachvollziehen können, was mit dir ist, halte ich da durchaus für hilfreich.

    Liebe Grüße
    AmSee


    Hallo Orangina :)

    an eine Familienaufstellung habe ich mich erst getraut, seit ich 2014 meine jetzige Thera (weltbeste) fand. Für mich war das sehr reinigend und befreiend, aber auch hartes Brot. Habe es dadurch geschafft, Teile meiner Familie endgültig hinter mir zu lassen. Und das Wichtigste für mich dabei: Ohne schlechtes Gewissen.

    Seitdem lebe ich nach der Maxime: Friends are gods apologize for family.

    Und das ist eine gute Überleitung zu deinem "in andere Hände geben". Seit meinem Alkoholentzug bin ich ja auch mit Jesus (bitte englisch lesen, lächel...) befreundet. Der hat mir in meinem Kopf ja schon mehrfach den Hintern gerettet. Und wenn ich manchmal (wird immer seltener) so im Grübel- und/oder Angstmodus stecke, bitte ich den, dass er das mal für den Moment regelt. Vor allem, wenn ich mir Sorgen um die Kinder mache. Sehr entlastend. Denn diese Ängste teile ich meinen Kindern auch nur spärlich mit. Meine Mutter hat das "Ich mache mir solche Sorgen um dich"-Instrument ewig als Kontroll-Instrument benutzt. Alter Falter, dass war richtig Mist!

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