Beiträge von AmSee13


    In den ersten Monaten meiner Abstinenz waren mein Blick und mein Denken irgendwie noch zu alkoholfixiert und ich hatte den gleichen Standpunkt wie Du. Ging ich in ein Lokal, suchten meine Augen förmlich nach dem Suchtmittel.

    Hallo Rekonvaleszent,
    Danke für deine Gedanken, ich nehme dazu gerne einen Austausch auf.

    Vielleicht habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt oder nicht genug Informationen dazu geliefert. Ich selbst empfinde es nicht so, dass ich alkoholfixiert wäre, ich wage zu behaupten, dass ich ebenfalls eher beiläufig wahrnehme, wenn in einem Lokal oder ähnlichem Alkohol konsumiert wird. Wahrscheinlich nehme ich es aber noch nicht ganz so beiläufig wahr wie du.

    Für mich selbst ist inzwischen selbstverständlich geworden, keinen Alkohol zu trinken und er fehlt mir in meinem Leben auch überhaupt nicht.

    Doch natürlich hat mich in diesem vergangenen Jahr mein Erstaunen darüber und auch eine gewisse Freude, dass sich mein Denken bezüglich Alkohol und Alkoholkonsum so sehr verändert hat, begleitet.

    Nun bin ich ja nicht nur in diesem Forum unterwegs, sondern auch in einem anderen. Und so nehme ich das, was Alkoholkonsum so beim Alkoholiker selbst und bei seiner Familie anrichten kann, besonders intensiv wahr und so manches erinnert mich dabei auch an meine eigene Geschichte.

    In jenem anderen Forum wird denen, die frisch trocken geworden sind, sehr angeraten, allen möglichen Konfrontationen mit Alkohol aus dem Weg zu gehen. Das habe ich so zwar nicht getan, wohl aber genau darauf geachtet, was solche Konfrontationen mit mir machen. Im Prinzip sollen wir ja achtsam mit uns umgehen und uns in „Trockenarbeit“ üben, um Rückfall-Prophylaxe zu betreiben.

    Insofern spielt Alkohol noch eine große Rolle in meinem Leben, wenngleich eine ganz andere als zu Zeiten, in denen ich noch getrunken habe.
    Und mit diesem Hintergrund hat mich meine Wahrnehmung im Sommer begleitet.

    Ist das nun Alkoholfixierung, wie du sie verstehst, oder ist’s einfach nur Kenntnisnahme dessen, was um mich herum geschieht?

    Nachdenklich hat‘s mich gemacht, zweifellos. Vermisst hab ich selbst nichts. Bei mir selbst fühlte ich eher Erleichterung und eine gewisse Freude darüber, dass sich mein Denken geändert hat und für mich selbst Alkohol überhaupt nicht mehr dazugehört. Mit Blick auf die ganzen Schattenseiten des Alkoholismus fühlte ich Bedauern, dass Alkoholkonsum in unserer Gesellschaft offenbar so selbstverständlich ist.

    Letztens ist ein Kumpel aus meiner ehemaligen Clique in Folge von Alkoholmissbrauch ums Leben gekommen. Er wurde nur Mitte 40.

    Grüße
    AmSee

    Hallo Orangina,
    nach deiner letzten Antwort an mich kann ich tatsächlich sehr viel besser nachvollziehen, was du meinst.

    Ich bin dann nochmals auf diese Website gegangen, um die Quellenangaben zu suchen, von denen du gesprochen hast. Da habe ich dann festgestellt, dass ich gar nicht bemerkt hatte, dass der Text noch weitergeht, ich hatte den Link zum „Weiterlesen“ überhaupt nicht bemerkt und die einleitende Zusammenfassung für den ganzen Artikel gehalten.

    Nun kann ich auch besser nachvollziehen, was du meinst, wenn du fragst, welchen Quellen man trauen kann.

    Ich selbst bin ebenfalls mit so mancher politischen Entscheidung unzufrieden und manche politische Entscheidung oder Maßnahme kann ich so auch nachvollziehen.

    Andersdenkende versuche ich zu verstehen, sofern der Dialog sachlich geführt wird. Mit jenem Impfgegner-Freund war, wie sich herausstellte, kein sachlicher Dialog möglich. Ebensowenig kann mein Mann mit gewissen Kollegen einen sachlichen Dialog führen.

    Wenn jemand Angst vor der Impfung hat, kann ich das nachvollziehen, darüber kann man ja reden. Sich über die Gründe für diese Ängste austauschen und das Für und Wider abwägen.
    Mit gewissen Impf-Gegnern scheint aber keine sachliche Auseinandersetzung möglich zu sein. Ich hab das bei meinem Impfgegner-Freund so erlebt und mein Mann erlebt es bei dem einen oder anderen Kollegen. Da werden Inhalte als Tatsachen hingestellt, die sich bei näherem Hinsehen überhaupt nicht halten lassen, da wird total krudes Zeug angeführt, worüber mein Mann und ich nur den Kopf schütteln können.

    Susanne danke ich für ihre Ausführungen. In manchen ihrer Gedanken finde ich meine eigene Ansicht wieder.


    Zum Schluss schreibst du ,dass die vierte Welle den unverantwortlichen Ungeimpften zu verdanken ist.
    Das ist zumindest meine Interpretation deiner Zeilen.

    Da missverstehst du mich etwas. Verantwortlich für diese vierte Welle sind gewiss mehrere Faktoren, doch ich gehe stark von einer Mitverantwortung der Ungeimpften aus, da die Zahlen diesbezüglich stark darauf hindeuten.

    Viele Grüße
    AmSee

    FrankUndFrei , ich kann gut nachvollziehen, was du schreibst.
    Schön wär’s gewesen, wenn das mit dem Testen und dem Abstand-Halten überall in Deutschland funktioniert hätte...
    Hat es leider nicht, aus mehreren Gründen. Es wurde fast nirgends nach einem Nachweis gefragt, was gewiss auch zu einer gewissen Sorglosigkeit und Nachlässigkeit geführt hat, nicht genug Menschen haben sich so umsichtig verhalten, wie du das zum Beispiel vor deiner Impfung getan hast, Sicherheitsabstände wurden zu häufig nicht eingehalten und so weiter...


    Du redest von "Manipulation " und wenig vertrauenswürdigen Informationen.
    Inwieweit ist die Tagesschau "vertrauenswürdig"?
    Kann aus den "normalen" Medien alles ungefragt entnommen werden?
    Ich sage :Nein.
    Deswegen ziehe ich auch andere Quellen heran.

    Das ist so eine Argumentation, die ich bei meinem Impfgegner-Freund auch so beobachtet habe...
    Ich habe lediglich gefragt, ob sich die im Artikel genannten Daten verifizieren lassen.
    Die Frage wird nicht beantwortet.

    Stattdessen wird argumentiert, inwiefern die „Tagesschau“ vertrauenswürdig ist.

    Zitat


    Selbst Virologen sagen ,dass 2 G sinnlos ist und Drosten sagt ,es ist KEINE Pandemie der Geimpften.
    Welchen Quellen kann man vertrauen?

    Mir ist nicht ganz klar, worauf du mit dieser Argumentation abzielst. Willst du damit begründen, dass Impfen sinnlos ist?
    Drosten kritisiert doch lediglich die verbreitete Ansicht, dass von Geimpften gar keine Gefahr mehr ausgehen kann. Er stellt aber nicht in Frage, dass von Geimpften weniger Gefahr ausgeht.
    Worauf willst du hinaus mit „Welchen Quellen kann man trauen?“

    Zitat


    Auch die Wissenschaftler haben unterschiedliche Ansichten und Belege.
    Kommt halt immer darauf an ,welchen man glauben will.

    Hier möchte ich warnen. Die einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen haben je nach dem, was ihr Untersuchungs- und Fachgebiet ist, eine ganz bestimmte Herangehensweise und in der Wissenschaft werden durchaus auch unterschiedliche Ergebnisse diskutiert. Untersuchungsergebnisse müssen von anderen Wissenschaftlern nachvollziehbar und von einer breiten Fachwelt anerkannt werden, um als allgemeine Lehrmeinung zu gelten.
    Gewiss gibt es immer mal wieder Wissenschaftler, die eine andere Auffassung vertreten und damit auch an die Öffentlichkeit gehen, aber das, was sie dann vertreten, entspricht nicht unbedingt der allgemeinen Lehrmeinung.

    Der Laie kann das eine oder andere nicht durchschauen, schließlich steckt er nicht in der wissenschaftlichen Arbeit und im wissenschaftlichen Disput drin. So, wie du es nahelegst, scheint für dich Wissenschaft eine Glaubensangelegenheit zu sein, bei der es mehr oder minder dem Zufall überlassen ist, wem man nun mehr „glaubt“.
    Ich würde dem widersprechen.
    Übrigens geht „glauben“ für mich mehr in den Bereich der Religion und passt nicht im Zusammenhang mit Wissenschaft (Natur-, Geistes-, Politik-Wirtschaft usw. und Theologie).

    Sorry, wenn ich klugscheißerisch rüberkomme, denn darum geht es mir definitiv nicht.

    Zitat


    Wie ist es zu vertreten, dass einige Tausend ihren Beruf aufgeben ,weil es eine Impfpflicht geben wird?
    Das nur mal als Gegenfrage zu dem ,was du als unverantwortlich hingestellt hast (die bösen gefährlichen Ungeimpften).

    Und da komme ich an einen Punkt, den ich nicht verstehe. Warum lassen die sich nicht impfen, wenn sie’s gesundheitlich grundsätzlich könnten?
    Früher gab es einige Impfungen, die wir alle mitgemacht haben, da wurde gar nicht großartig drum diskutiert. Und diese Impfungen haben zur Ausrottung oder zumindest Eindämmung einiger gefährlicher Krankheiten geführt. Warum ist das heute so ein Problem, sich impfen zu lassen, wenn’s doch um den eigenen Schutz und um den Schutz der Allgemeinheit geht?

    Und ich wiederhole es nochmals: Es in der Eigenverantwortung des Einzelnen zu lassen, hat dahin geführt, wo wir jetzt stehen. Zu einer vierten Welle, deren Auswirkungen gar nicht absehbar sind.

    Grüße
    AmSee

    Ich kenne diese Website nicht und kann so auf einen Blick nicht einordnen, inwiefern da den Regeln des Pressekodex gefolgt wird oder ob es sich um eine jener Seiten handelt, die eine ganz bestimmte Sichtweise z.T. auf manipulative Weise forcieren und deren Informationen wenig vertrauenswürdig sind.

    Lassen sich die im Artikel genannten Daten verifizieren? Gibt es belastbare Belege dafür?

    Ein Freund von mir, selbst Impfgegner, hat mir, als ich ihn darum gebeten habe, mir mitzuteilen, auf welcher Basis seine Ansicht beruht, Artikel von gewissen Websites geschickt. Ich hab deren Informationen teilweise zu überprüfen versucht, nach belastbaren Belegen gesucht. Ohne Erfolg.
    Er glaubt, dass das investigativer Journalismus sei, und ließ sich von seinem Vertrauen in jene Informationen nicht abbringen.
    Mir dagegen geht’s da eher wie Susanne, für mich muss eine Information belastbar und (wissenschaftlich) belegbar sein.


    Und selbst wenn es so ist, dass zu wenig Pflegepersonal vorhanden ist,
    und wenn es sinnvoll ist, dass ältere Menschen eine „Booster“-Impfung erhalten sollten,
    und wenn auch Geimpfte das Virus grundsätzlich weitergeben könnten (die Wahrscheinlichkeit dafür ist bei Geimpften offenbar signifikant geringer),

    rechtfertigt das dann, andere und sich selbst zu gefährden, besonders wenn man im Pflegebereich arbeitet und damit Verantwortung für sich und andere trägt?

    Ein Impfung kann offenbar zu einer deutlichen Verringerung des Risikos führen.
    Bislang war es so, dass niemand sich impfen lassen musste, und auf die Verantwortung des einzeln vertraut wurde. Wo das hingeführt hat, sehen wir: Die vierte Welle rollt gerade so richtig heran, was dazu führt, dass wieder viele Menschen sterben, Intensivstationen überfüllt sind und uns allen wieder massive Einschränkungen bevorstehen.

    Natürlich kann man anderer Meinung sein, nicht ohne Grund haben wir das Recht auf Meinungsfreiheit, aber wie ist das zu bewerten, wenn jene andere Meinung dazu führt, dass das Leben anderer gefährdet wird?

    Grüße
    AmSee

    Moin in die Runde,
    das ist schon interessant und auch aufschlussreich, wie sich der Austausch hier erhitzt. Ich habe ein paar Gedanken dazu.

    FrankundFrei hat meines Erachtens nicht gänzlich Unrecht, mit dem, was er schreibt.

    Er bezieht sich auf unvernünftiges Handeln von Geimpften beispielsweise im Karneval.

    Und er weist nicht zu Unrecht darauf hin, dass bei uns auch Menschen, die sich selbst durch ihre Lebensweise gefährden (z.B. Raucher, Alkoholiker, Motorradfahrer usw.), wenn sie krank werden, selbstverständlich ärztliche Behandlung erhalten.

    Es ist gewiss auch nicht von der Hand zu weisen, dass neben dem Impfstatus auch der allgemeine Gesundheitszustand einen wesentlichen Faktor darstellt, ob jemand auf der Intensivstation landet oder nicht.

    Dem letzten Argument möchte ich allerdings entgegenhalten, dass, wie es ich den öffentlich-rechtlichen Medien entnehmen konnte, das Corona-Virus bisweilen auch Menschen zu intensiv-medizinischen Notfällen macht, deren allgemeiner Gesundheitszustand vor der Erkrankung mit diesem Virus nichts zu Wünschen übrig ließ.

    Die von FrankundFrei genannten Personengruppen mögen zwar eher auf der Intensivstation landen und somit aufgrund ihres ungesunden, unvernünftigen Lebenswandels einem Platz „blockieren“, aber ich möchte darauf hinweisen, dass diese Beispiele nicht zu einer solchen Überlastung führen, wie es derzeit angesichts der Pandemie zu beobachten ist und was - der Gedanke liegt nahe - durch eine Impfung hätte vermieden werden können.

    Die Impfung gibt leider, anders als es ursprünglich mal hieß, keine Gewähr, andere gar nicht mehr anzustecken. Erkrankung an diesem Virus ist offenbar weiterhin möglich und auch, dass andere angesteckt werden. Ich möchte aber darauf hinweisen, dass mit ihr jedoch im Falle eines sogenannten Impfdurchbruchs offensichtlich die Chance auf einen milderen Verlauf steigt und die Wahrscheinlichkeit, andere anzustecken, geringer zu sein soll.

    Auffällig ist, dass in den Regionen, in denen die Zahlen der Ungeimpften hoch sind, die Inzidenz-Werte durch die Decke gehen. Das lässt auf einen Zusammenhang zwischen Impfschutz und Erkrankung bzw. Ausbreitung schließen. Und ich denke in diesem Zusammenhang auch an Versammlungen von Impfgegnern, die ohne Mund-Nase-Schutz ohne Sicherheitsabstand zusammenstehen.

    Es gibt Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können, und diese zählen nun einmal zu den Ungeimpften hinzu, das darf gewiss nicht außer Acht gelassen werden.

    Wir kommen alle nicht umhin, verantwortungsvoll mit dieser Pandemie umzugehen, Geimpfte, Menschen, die sich nicht impfen lassen können, Impfgegner. Und das bedeutet, gewisse Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten, wie Mund-Nase-Schutz tragen und zwar wie vorgesehen, Sicherheitsabstand halten, Hände-Schütteln usw. vermeiden, sich ggf. testen zu lassen und so weiter. Und das Einhalten solcher Sicherheitsmaßnahmen erwarte ich von allen.

    Worauf ich wirklich mittlerweile mit Unverständnis reagiere, sind diese Impfgegner, deren teils krude Argumentationen und deren teilweise absolut unvernünftiges Handeln ich mitverantwortlich für die derzeitige vierte Welle mache. Und DAS ist es, was mich zynisch und bitter werden lässt.

    Wenn ich Britt letztens richtig verstanden habe, hat sie in ihrem Beruf besonders mit dieser letztgenannten Gruppe zu tun. Etwas, was ihr offenbar sehr nahe geht.

    Brit hier ist meines Erachtens ein Beispiel dafür zu finden, warum du das nicht so nahe an dich heranzulassen solltest. Was FrankundFrei angeführt hat, war nicht unsachlich.....

    Viele Grüße
    AmSee

    Hallo Greenfox,
    ja, hast du falsch interpretiert. ;D

    Wie schon ausgeführt, ich teile deine Ansicht.


    Sollte ich Dich falsch interpretiert haben, dann tut es mir leid und ich entschuldige mich.

    Kein Problem. Kann mir gut vorstellen, dass das bei Manchem ein Thema ist....

    Grüße
    AmSee :)


    Wieso? 8) :engel:

    ;) ... muss ich das erklären? 8)

    ......................


    .... den Nachrichten habe ich zum Beispiel entnehmen müssen, dass auf der Intensivstation des Traunsteiner Krankenhauses (Stand: 15. November 2021) von den 17 Coronafällen 13 Fälle ungeimpft sind. Sämtliche Herz-Lungen-Maschinen seien belegt.

    Ich nehme das mit Bitternis, Zynismus, Unverständnis gegenüber Impfgegnern, Empörung, Bedauern und so weiter zur Kenntnis.

    Und wenn ich mir dann noch vorstelle, ich selbst oder jemand aus meiner Familie oder von meinen Freunden oder von meinen lieben Nachbarn - alle geimpft! - erleidet einen Herzinfarkt oder etwas anderes, zu dessen Behandlung der Anschluss an eine solche Herz-Lungen-Maschine notwendig wäre, aber leider für uns keine mehr frei ist oder aber grundsätzlich kein Platz auf der Intensivstation mehr frei ist...


    Es gibt viele Sätze, die man sich vorhalten kann, z.Bsp. "Man hat's nicht leicht - aber leicht hat's einen!", um solche Vögel für sich selbst ein wenig ins Lächerliche zu ziehen und um über sie und ihre Dummheit grinsen zu können.

    Hoppala, hab echt (ein wenig boshaft) lachen müssen, als ich das gelesen habe...

    Greenfox, Greenfox, was bist du doch für ein Böser! :devilsmile:


    Ja, fast Jede/r hat sich mal gefragt, warum man nicht schon vieeeeeeel früher aufgehört hat.

    Hallo Greenfox,
    ich bin grad noch mal meinen Text durchgegangen, um zu gucken, wo du das gefunden hast.
    Konnt‘s nicht finden... nixweiss0

    Nee, die Frage stelle ich mir gar nicht. Da geht’s mir so wie dir.
    Ich zitiere mal deinen ganzen Beitrag diesbezüglich, denn der hätte so in etwa auch von mir kommen können. ;)

    Zitat


    Ich für mich habe festgestellt, dass die Frage müßig ist. Die Vergangenheit kann ich nicht ändern.
    Außerdem hat sie mir die Erfahrungen beschert, die mich zu dem gemacht haben, der ich heute bin.

    Heisst, hätte ich früher nicht so viel getrunken und wäre ich nicht abhängig geworden - wer wäre ich dann heute?? Hätte ich tatsächlich den Ehrgeiz entwickelt, den ich heute habe? Oder mehr - oder weniger? Oder hätte mich vielleicht ein Asteroid erschlagen? Laber-Rhabarber ... Diese Fragen kann sich mein anderes Selbst in einem Parallel-Universum stellen, wo ich eine andere Entscheidung getroffen habe als in diesem ... (Kleine Anspielung auf die "Welt hinter dem Spiegel" aus "Star Trek" ;) )

    Ich habe festgestellt, dass es mir so gefällt, wie es jetzt ist - dass ich keinen Alkohol trinke und mir damit absolut nichts fehlt - und demzufolge tue ich alles dafür, dass es so bleibt: ich achte auf mich, erinnere mich an mein "Problem" und auch die (möglichen) Auslöser ...
    Natürlich erinnere ich mich auch, wie es früher war - und freue mich wie Bolle, dass es heute nicht mehr so ist. Sich selbst auf die Schulter klopfen ist durchaus in Ordnung.

    Zitat


    Übrigens: Auch dem Partner/der Partnerin zu sagen, dass man bestimmte Veränderungen wahrgenommen hat und sich darüber freut, soll positiv ankommen - habe ich mir sagen lassen ;D

    Hab ich dem doch läääängst schon gesagt.... ;D
    Und ja: Es ist durchaus positiv angekommen. 44.


    Das erhöht die Chancen, dass mein Wunsch


    Wirklichkeit werden könnte :D

    Hegen wir beide etwa den gleichen Wunsch? ;D

    Viele Grüße
    AmSee

    Ich hab mal wieder Lust auf ein Lebenszeichen in meinem Faden hier. :)

    Das Leben ohne Alkohol gefällt mir ausnehmend gut. Ab und zu denke ich noch an die Situationen, in denen mir das Trinken von Sekt, Wein oder Glühwein so selbstverständlich und angemessen schien, und kann es mitunter kaum fassen, wie sehr sich mein Denken diesbezüglich geändert hat.

    Ich erinnere mich, wie müde und erschöpft mich das Trinken immer gemacht hat und wie es mich frustriert hat, dass ich nicht einfach rechtzeitig aufhören konnte, bevor es zu viel wurde.

    Ich erinnere mich, wie ich immer wieder diese Tests gemacht habe, um mich zu versichern, dass ich noch im grünen Bereich lag und weiter Alkohol konsumieren durfte. Angst hatte ich, auch dort zu landen, wo mein Vater gelandet war.

    Was hab ich mir doch von dem „Genuss“ versprochen!
    Ich erinnere mich, wie Susanne mir antwortete: „So wie Du das trinken hier anpreist, werde ich sicher keine Anstrengungen unternehmen, Dich vom Gegenteil zu überzeugen.“

    Heute, nachdem ich so viele andere Erfahrungsberichte gelesen habe, mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und beschäftigt habe, kann ich sehr gut nachvollziehen, was sie damals gemeint hat.

    Ich bin froh und dankbar, dass es bei mir Klick gemacht hat und dass sich das Leben ohne Alkohol als so zufriedenstellend herausgestellt hat.
    Er fehlt mir kein bisschen, der Alkohol.

    Was für eine merkwürdige Geschichte!

    Heute frage ich mich, warum das Trinken in unserer Gesellschaft soooo selbstverständlich ist. Klar weiß ich, wo das ursprünglich herkommt, aber ich frage mich, warum es genau so geworden ist, wie es bei uns nun ist.

    Keine Feiergesellschaft, kein gesellschaftliches Event denkbar ohne Alkohol. Filme, in denen kein Alkohol konsumiert wird, lassen sich fast an einer Hand abzählen. Gehe ich im Sommer durch die Fußgängerzonen, sehe ich Alkohol auf den Tischen im Außenbereich. Gehe ich ins Restaurant sehe ich Wein oder Bier auf den Tischen der anderen Gäste stehen. Und und und.

    Diese Regel, dass für eine Frau ein Glas am Tag, für Männer zwei Gläser unbedenklich und sogar gesundheitsförderlich sei, ist mir noch im Kopf. „Was für ein Unsinn!“, denke ich heute, da mir bewusst ist, dass Alkohol eigentlich ein Nervengift ist.

    Und wer dann die vielen Schattenseiten des Alkoholkonsums kennenlernt und da gibt es soooo viele traurige Erfahrungsberichte, fragt sich, warum da nicht gesamtgesellschaftlich ein Umdenken stattfinden kann. Mit Zigaretten hat‘s doch auch geklappt.....

    Nun, es ist, wie es ist. Ich bin froh und dankbar, die Kurve gekriegt zu haben und ich arbeite weiterhin daran, dass es auch so bleibt.

    Mit großer Freude darf ich erleben, dass auch bei meinem Mann ein Umdenken stattgefunden hat. Trank er anfangs nur solidarisch mit mir keinen Alkohol, wenn ich dabei war, verzichtet er heute weitestgehend sogar dann auf Alkohol, wenn er in entsprechender Gesellschaft ist. Vor einer Weile hat er sich noch Gedanken gemacht, sich auszuschließen, wenn er in bestimmten Gesellschaften ist, und deshalb nicht auf Alkohol verzichten zu wollen.

    Inzwischen fragt er sich, warum er sich den Alkohol denn überhaupt antun solle und bemerkt an sich, wie gut es ihm tut, nicht getrunken zu haben, obwohl‘s bei ihm sonst wirklich nur ein bis zwei Bier waren.

    Letztens hat er seiner Familie, die bei uns anlässlich meines Geburtstages zu Gast war, mitgeteilt, dass wir bei uns keinen Alkohol mehr ausschenken und dass wir auch keinen mehr im Haus haben. - Das stimmte nicht ganz, da wären noch ein oder zwei Flaschen gewesen. Geschenke, die er im vergangenen Jahr bekommen hat. - Könnt ihr nachvollziehen, wie mich das gefreut hat, als er seiner Familie das gesagt hat?

    Sie wissen zwar, dass und warum ich nicht trinke, aber bislang war für sie selbstverständlich, bei Zusammenkünften das eine oder andere Gläschen zu konsumieren.

    Echt, Leute, ich kann’s mitunter kaum fassen, was sich da bei mir und uns verändert hat, und ich bin sehr, sehr dankbar für diese Veränderung.

    Viele Grüße
    AmSee

    Liebe Britt,


    Ich kann mich diesen "Verirrten" nicht so einfach entziehen. Sie begegnen mir jeden Tag!

    du hast mein aufrichtiges Mitgefühl.
    Ich bedaure mitunter sehr, was Menschen in deinem Beruf leisten müssen, und ich habe Hochachtung für das, was Ihr da leistet.

    Pass auf dich auf und sorge für dich! Und damit meine ich durchaus, dass du alle dir zur Verfügung stehenden Register ziehst, das nicht zu nah an dich herankommen zu lassen.
    Warum ich das für wichtig halte, ist hoffentlich deutlich geworden.

    Liebe Grüße
    AmSee

    Hallo Britt,
    findest du‘s nicht auch spannend und interessant, was dabei herauskommt, über den Ausdruck „es widert mich an“ zu reflektieren?


    „etwas/jemand widert mich an“ ist für mich nicht gleichzusetzen mit „Wut/wütend sein.“

    Vorsicht, ich setze diese Begriffe nicht gleich! Ich habe lediglich geäußert, dass die Formulierung „anwidern“ bei mir den Gedanken an Wut nahelegt.

    Wenn ich z.B. meinem Mann gegenüber (was ich nicht tue) die Formulierung „Du widerst mich an.“ verwenden würde, dann spräche bei mir daraus Wut und Abscheu.
    Ob ich selbst den Begriff „anwidern“ im Zusammenhang mit z.B. Alkohol verwenden würde? Mmmmh. Ich denke durchaus daran, was er in meinem Leben angerichtet hat und was er im Leben vieler anderer Menschen angerichtet hat, mittlerweile bezweifle ich auch, ob er überhaupt schmeckt, aber „anwidern“ tut er mich nicht.

    Zitat


    Wut ist ein natürliches Gefühl, das zum Leben dazu gehört.

    Dem stimme ich zu. Zu lange Zeit habe ich dieses Gefühl weggedrängt, unterdrückt, mir nicht zugestehen wollen, weil ich entsprechend erzogen worden war. Heute weiß ich, wozu sie da ist, dass sie mitunter durchaus ihre Berechtigung hat und somit zum Leben dazu gehört.

    Zitat


    „Wütend sein“ ist gesund.

    Dem stimme ich nicht so ohne Weiteres zu. Als ich mich näher mit den sogenannten „Inneren Anteilen“ beschäftigt habe, wurden mir die zwei Seiten der „Wut“ und damit des „Wütend seins“ bewusst. Wut kann dich schützen und somit ein Helfer sein. Sie kann dich und andere aber auch zerstören, wenn ihre eigentliche Aufgabe aus dem Blick gerät. Ihre Zerstörungskraft habe ich an mir selbst und an anderen persönlich erlebt. Insofern kann ich dir nicht ohne Weiteres zustimmen, dass es gesund sei, wütend zu sein.

    Zitat


    Unterdrückte (Wut-) Gefühle haben mich krank gemacht

    Mich auch...

    Versteh mich bitte richtig: Ich fordere nicht dazu auf, deinen Unmut bzgl. jener Demagogen zu unterdrücken. Ich frage dich (freundlich besorgt), was es mit dir macht, dass du deren „Bullshit“ und was er gesamtgesellschaftlich bewirkt, so nah an dich heranlässt.

    Viele Grüße
    AmSee


    Aber wo darf sie denn hin? Die Wut. Die, wie ich gerade zur Zeit relativ stark empfinde, ein durchaus berechtigtes Gefühl ist. Aus welchen Gründen auch immer.

    "Weichspülen" ist in meinem Kopf gerade keine gute Option. "Werkzeuge" greifen nicht gut zur Zeit. Weder privat noch (in meiner Wahrnehmung) in der Gesellschaft.

    Wohin also damit? Besser mal rauslassen (OHNE Andere zu schädigen!) oder immer weiter runterschlucken/verdrängen, bis man/frau entgleist?

    Wenn es hilft, dass sie weniger wird, wenn’s hier einfach mal formuliert wird, meiner Ansicht nach völlig ok.

    Die Frage ist: Wird sie weniger? Hilft es, das hier zu formulieren? - Wenn ja, völlig ok.

    Ich habe in meiner Antwort aber etwas anderes im Blick gehabt.....

    Und noch so ein Gedanke: Wie ist das zu einzuschätzen, wenn mein nicht ganz unberechtigter Unmut, hier geäußert, dazu führt, dass die allgemeine Stimmung noch aufgeladener wird? Spielt das den Demagogen womöglich noch weiter in die Hände?

    Liebe Grüße
    AmSee


    Populisten-Bullshit zersetzt Demokratie.

    Ich nehme durchaus die Gefahr wahr, die davon ausgeht.

    Missversteh mich bitte nicht, egal ist es mir nicht.
    Doch ich lasse das nicht so nah an mich heran, dass ich selbst, ich persönlich, ich in meinem ganz eigenen Hier und Jetzt, von etwas, das ICH nicht ändern kann, über Gebühr belastet oder sogar wütend gemacht werde.

    Wenn ICH mich wütend werde - deine Wortwahl „anwidern“ legt bei mir selbst den Gedanken an Wut nahe - bessert sich nichts und zu einer sachlichen, ruhigen Auseinandersetzung bin ich dann auch nicht mehr fähig. Wenn ICH wütend bin, dann wirkt sich das bei mir auch auf andere Bereiche aus.

    Wenn wir wütend werden, dann haben diese gewissen Demagogen letztlich das erreicht, was sie wollen. Sie schüren Wut und wütende Menschen lassen sich leichter lenken als gelassene, ruhige, besonnene Menschen.

    Ich bin davon überzeugt, dass es diesen gewissen Demagogen um nichts anderes geht.

    Den Gefallen will ich ihnen aber nicht tun.


    Es geht doch nicht darum, was „man“ darf, sondern darum, was sinnvoll ist…

    Sehe das ganz ähnlich wie du, aber warum regt dich das so sehr auf, was diese Populisten machen, dass es dich „anwidert“? Was macht es mit dir, dass du das so nah an dich ranlässt?

    Ich finde diese Spaltung, die offenbar durch unser Land geht, ganz fürchterlich, aber ich lasse das nicht zu nah an mich heran. Ich kann nichts daran ändern, nur mich selbst weiterhin in Gelassenheit zu üben und mir wünschen, dass der eine oder andere doch noch zu mehr Einsicht, um nicht zu sagen Weisheit, gelangt.

    In dem Zusammenhang bin ich übrigens gegen die Anschnallpflicht. :devilsmile:

    Ich werde jetzt bei meinem Auto die Anschnallgurte abmontieren:

    - Es gibt so eine gute Unfallchirurgie heute, an einem Unfall muss niemand mehr sterben.

    - Gurte schützen gar nicht wirklich. Beweis: Es gibt immer noch Verkehrstote, auch Angeschnallte. Der ursächliche Zusammenhang zwischen Anschnallen und Überleben konnte nicht belegt werden.

    - Gurte sind gefährlich, denn man kann sich darin verheddern, und bei einem Unfall macht er blaue Flecken.

    - Es soll Leute geben, die von ihren Anschnallgurten erdrosselt wurden.

    - Auch Leute, die an einer Demenz oder Krebs erkranken, waren vorher alle angeschnallt gewesen. Spätfolgen?

    - Ich kenne einen, der einen Unfall auch ohne Gurt überlebt hat. Das ist sowieso viel natürlicher und stärkt die Gesundheit.

    - Einige Kinder weinen immer, wenn sie angeschnallt werden. Das ist kaum zu ertragen und überhaupt unmenschlich.

    - Es ist die Autoindustrie, die Gurte verkaufen will.

    - Wer einen Unfall unangeschnallt überlebt, fährt nachher viel sicherer als jemand, der sich anschnallt.

    - Anschnallen ist eine vorbeugende Maßnahme bei Leuten, die überhaupt keine Unfälle haben. Und es ist damit eine Einschränkung gesunder Leute. Das ist Freiheitsberaubung und Körperverletzung.

    - Ich habe ja an sich gar nichts gegen das Anschnallen, aber eine Anschnallpflicht ist Bevormundung. Ich bin für individuelle Anschnallentscheidung.

    Anmerkung: Inhalt war ursprünglich ein Netzfund ohne Quellenangabe, hab mir erlaubt, ein paar Veränderungen vorzunehmen.

    Na weil so manche Autokorrektur kein Auge trocken lässt….
    → → .... dass deine „hochzeitliche Aufgabe“ auch hier im Forum eine Rolle spielt.....

    :blumen2:

    Uups... das hab ich gar nicht gesehen... Oh diese fürchterliche Autokorrektur! laugh2

    Da will man ernst und sachlich sein und dann kommt sowas dabei heraus....

    Prima aber, wenn’s zur Entspannung der Atmosphäre beiträgt. Auch ich muss darüber... :lach:

    Liebe Grüße
    AmSee

    Liebe Britt,
    nochmals: Provozieren will und wollte ich dich nicht.

    Ich hab lediglich einen Versuch gestartet zu vermitteln, als ich darauf hinwies, dass dein unkommentierter Hinweis auf das „Vier-Ohren-Modell“ auf mich provozierend gewirkt hätte, wenn er an mich gerichtet gewesen wäre.

    Und da du selbst von dir geschrieben hast, dass du Schwierigkeiten mit dem Umswitschen hast, kam ich auf die Frage, die ich dir gestellt hatte.

    Warum ich dir jetzt „deinen Tag gemacht habe“ und dich zum Lachen gebracht habe, verstehe ich übrigens gerade nicht. Was ist denn daran so lustig? nixweiss0

    Freue mich natürlich, wenn meine Gedanken doch bei dir erwünscht sind. :blumen2:

    Viele Grüße
    AmSee