Hallo Rainbow.
A. hilft mir aber bei Allem (außer kochen- ist nicht sein Ding)
Eine recht innige Beziehung zum Alkohol hast du da, nicht? :devilsmile:
Kommt mir ziemlich bekannt vor, denn ich hab ganz ähnlich gedacht, als ich hier aufschlug. wikende091
Das tückische an dieser „Beziehung“ ist nur, dass dein „Helfer“ dir sehr viel mehr nimmt, als du vielleicht schon ahnst.
Probleme den Tag SINNVOLL zu gestalten (Ihr habt ja gelesen das ich Rentner bin = kein
Zeitdruck)
Ich lebe mit meinem Partner in einem eigenen Haus.... habe also eigentlich genug zu tun.
Was du da beschreibst, klingt nach Antriebslosigkeit, einem häufigen Symptom von Depressionen. Konzentrationsschwierigkeiten gehören auch dazu und auch Vergesslichkeit.
Das tückische an der „Selbstmedikation“ mit Alkohol ist, dass sie - zumindest anfangs - positiv zu wirken scheint. Ich schreibe „scheint“, weil mir selbst erst, als ich abstinent geworden war, so richtig bewusst geworden ist, wie wenig positives mir der Alkohol wirklich gegeben hat und was er mir tatsächlich aber genommen bzw. vorenthalten hat.
Außerdem wirst du die Dosis deines „Helfers“ immer weiter erhöhen müssen, um überhaupt noch die Wirkung spüren zu können, die du dir davon erhofft hast. Bei mir ging das mit der Dosierung zunehmend nach hinten los, ich konnte genau den Pegel, den ich für die angenehmen Empfindungen und fürs Funktionieren brauchte, nicht hinkriegen. Es kippte bei mir schließlich immer wieder in Erschöpfung, Zerschlagenheit und mitunter in ganz üble Stimmungen.
Übrigens, wer nicht rechtzeitig die Kurve kriegt, dem bleibt irgendwann gar nichts anderes übrig, als trinken zu MÜSSEN, weil ohne Alkohol üble körperliche Symptome auftreten.
In unserer Linksammlung findest du einen kleinen Kurzfilm, der diese Entwicklung illustriert: Kurzfilm - „Nuggets“
Du schriebst, dass es enttäuschend für deinen Partner sei, den Notarzt rufen zu müssen. Bezieht sich das womöglich auf zu viel Alkohol bei dir?
Zum Beispiel habe ich kaum gesundheitliche Probleme nach dem trinken (liegt es an der Verhältnismäßigkeit)
Also keine Kopfschmerzen
Keine Übelkeit
Solche Entzugserscheinungen hatte ich übrigens auch nicht. Es ist nach meinen Erfahrungen jedoch trügerisch, das als Maßstab zu nehmen, noch auf der sicheren Seite zu sein.
Mein Mann hat, wenn er denn mal mitgezogen hat, mit den Mengen, die ich „problemlos“ vertrug, nicht mithalten können und er hatte am nächsten Tag tatsächlich Kopfschmerzen und Übelkeit. Als ich noch getrunken hab, hat mich das amüsiert, jetzt erst ist mir klar geworden, was das eigentlich bedeutete, dass es ihm schlecht ging, mir aber nicht.
Und der Übergang zur tatsächlich körperlichen Abhängigkeit geschieht schleichend…
Wenn du Depressionen hast, nimmst du vermutlich auch Medikamente…. Du magst es nicht an dir merken, aber tatsächlich wirken diese Medikamente nicht so gut unter Alkoholeinfluss.
Falls es dich interessiert, kann ich dir zu dem Thema gerne noch mehr erzählen. 
Für jetzt soll das erstmal reichen.
Viele Grüße
AmSee