Ich schreibs fast ungern, weil es so nach Großkotz klingt, aber ich habe momentan das Gefühl, tasächlich das große Los gezogen zu haben.Ich bin dauerkrank geschrieben, um zum Erhalt meiner Gesundheit genau das zu tun, was ich mein ganzes Leben lang schon am liebsten tue.
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Passt zum Thema Serendipidität, denke ich. Ich habe gelesen, dass da auch Frustrationstoleranz sehr hilfreich ist...die habe ich seit einigen Jahren. Ich habe mich nicht runterziehen lassen. Zur Zeit bin ich praktisch wunschlos glücklich...hätte früher nie gedacht, dass ich das mal behaupten - und selbst glauben - würde.
Wer nicht mehr von dir gelesen hat oder dich nicht besser kennt, könnte dich durchaus für einen Großkotz halten oder glauben, dass deine Dauer-Krankschreibung fragwürdig sei. ![]()
Dabei passt deine Geschichte tatsächlich zum Thema, denn dass du dich zur Zeit „praktisch wunschlos glücklich“ fühlst, ist gar nicht mal so selbstverständlich, wie jemand, der hier nur flüchtig drüber liest, vermuten würde….
Bei der Haltung, um die es im Zusammenhang mit „Serendipität“ geht, geht es nicht nur darum, „einfach das Beste aus dem zu machen, was du kannst“. Damit hat es auch zu tun, aber es geht mehr um eine grundsätzliche Offenheit für Möglichkeiten und Chancen, wobei man zum Teil noch nicht einmal weiß, ob die „das Beste“ sind. - Und deshalb habe ich Paul widersprochen. -
Da stehst du (dieses „Du“ bezieht sich nicht auf dich, Susanne, sondern es ist das unpersönliche „Du“ im Sinne von „man“) mitunter völlig unerwartet vor einer verschlossenen Tür, alles, was du dir erhofft oder so vom Leben erwartet hast, ist unmöglich geworden. Doch statt zu verzweifeln und immer wieder gegen die verschlossene Tür anzurennen, bleibst du oder wirst du offen für andere Möglichkeiten/ Chancen/ Wege und findest dadurch etwas ganz anderes, was dich glücklich oder zufrieden machen kann.
| Wenn dir ein Weg verschlossen ist und du glaubst, in deinem Leben nicht vorwärtszukommen, dann dreh dich um und sieh, welche Weite sich vor dir öffnet. Niemals im Leben wird dir so viel versperrt sein, dass nicht noch unendlich mehr Möglichkeiten auf dich warten. Clara Maria Bagus, „Vom Mann der auszog, um den Frühling zu suchen“ |
So, wie ICH dich kennengelernt habe, pflegst du diese Offenheit für Möglichkeiten und Chancen. Und in deinem Fall hat dann auch noch so einiges zu deinen grundsätzlichen Interessen gepasst. ![]()
Im Moment kann ich grad nicht mit dir mithalten, auch wenn ich mitunter ein ähnliches Glück verspüre trotz (oder wegen
) krankheitsbedingter Frührente das tun zu dürfen, was ich gerne tue, und/ oder neue Möglichkeiten zu entdecken. Mir hat die wöchentliche Spritze dieses Mal mal wieder etwas mehr zugesetzt und zusätzlich plagt mich seit Montagabend auch noch Migräne… ![]()
Grüße
AmSee