Beiträge von AmSee13

    Ich schreibs fast ungern, weil es so nach Großkotz klingt, aber ich habe momentan das Gefühl, tasächlich das große Los gezogen zu haben.Ich bin dauerkrank geschrieben, um zum Erhalt meiner Gesundheit genau das zu tun, was ich mein ganzes Leben lang schon am liebsten tue.

    …

    Passt zum Thema Serendipidität, denke ich. Ich habe gelesen, dass da auch Frustrationstoleranz sehr hilfreich ist...die habe ich seit einigen Jahren. Ich habe mich nicht runterziehen lassen. Zur Zeit bin ich praktisch wunschlos glücklich...hätte früher nie gedacht, dass ich das mal behaupten - und selbst glauben - würde.

    Wer nicht mehr von dir gelesen hat oder dich nicht besser kennt, könnte dich durchaus für einen Großkotz halten oder glauben, dass deine Dauer-Krankschreibung fragwürdig sei. ;)

    Dabei passt deine Geschichte tatsächlich zum Thema, denn dass du dich zur Zeit „praktisch wunschlos glücklich“ fühlst, ist gar nicht mal so selbstverständlich, wie jemand, der hier nur flüchtig drüber liest, vermuten würde….

    Bei der Haltung, um die es im Zusammenhang mit „Serendipität“ geht, geht es nicht nur darum, „einfach das Beste aus dem zu machen, was du kannst“. Damit hat es auch zu tun, aber es geht mehr um eine grundsätzliche Offenheit für Möglichkeiten und Chancen, wobei man zum Teil noch nicht einmal weiß, ob die „das Beste“ sind. - Und deshalb habe ich Paul widersprochen. -

    Da stehst du (dieses „Du“ bezieht sich nicht auf dich, Susanne, sondern es ist das unpersönliche „Du“ im Sinne von „man“) mitunter völlig unerwartet vor einer verschlossenen Tür, alles, was du dir erhofft oder so vom Leben erwartet hast, ist unmöglich geworden. Doch statt zu verzweifeln und immer wieder gegen die verschlossene Tür anzurennen, bleibst du oder wirst du offen für andere Möglichkeiten/ Chancen/ Wege und findest dadurch etwas ganz anderes, was dich glücklich oder zufrieden machen kann.


    Wenn dir ein Weg verschlossen ist und du glaubst, in deinem Leben nicht vorwärtszukommen, dann dreh dich um und sieh, welche Weite sich vor dir öffnet. Niemals im Leben wird dir so viel versperrt sein, dass nicht noch unendlich mehr Möglichkeiten auf dich warten.

    Clara Maria Bagus, „Vom Mann der auszog, um den Frühling zu suchen“


    So, wie ICH dich kennengelernt habe, pflegst du diese Offenheit für Möglichkeiten und Chancen. Und in deinem Fall hat dann auch noch so einiges zu deinen grundsätzlichen Interessen gepasst. :thumbup:


    Im Moment kann ich grad nicht mit dir mithalten, auch wenn ich mitunter ein ähnliches Glück verspüre trotz (oder wegen :/ ) krankheitsbedingter Frührente das tun zu dürfen, was ich gerne tue, und/ oder neue Möglichkeiten zu entdecken. Mir hat die wöchentliche Spritze dieses Mal mal wieder etwas mehr zugesetzt und zusätzlich plagt mich seit Montagabend auch noch Migräne… ?(

    Grüße

    AmSee

    In dem 44-minütigen Video-Podcast der NDR-Sendung „Alkohol: Erfolgreiche Frauen und die Sucht“ vom 30.01.2023 äußern sich mit der Schauspielerin Mimi Fiedler, der Geschäftsfrau Sandra Fricke, der Journalistin Nathalie Stüben und der dreifachen Mutter Gaby Guzek vier Frauen, die beruflich erfolgreich sind und mitten im Leben stehen, zu ihrer Alkoholabhängigkeit.

    Nähere Beschreibung der Sendung unter:

    NDR: 45 Min Alkohol: Erfolgreiche Frauen und die Sucht

    Wer Serendipität für eine neue Erkennrnis hält und Neues daraus ziehen kann, möge es bitte tun.

    Meine Oma sagte es Mal ganz einfach:

    'Mach' das Beste draus.'

    Wer sagt denn, dass es sich da um eine „neue Erkenntnis“ handelt?

    Wer sich näher mit diesem Begriff beschäftigt, dürfte feststellen, dass dieses Phänomen an sich nicht neu ist und dass der englische Begriff dafür (serendipity) bereits Anfang 1754 von einem britischen Schriftsteller namens Horace Walepole erfunden worden ist…

    Und er/ sie könnte dann aber auch feststellen, dass diese gewisse Innere Haltung noch etwas mehr beinhaltet, als jene von Pauls Oma geäußerte Weisheit….

    „Neu“ ist, dass dieser Begriff gerade in Mode zu kommen scheint.

    Ich bin letztens auf diesen Begriff gestoßen: Serendipität

    Dieser Begriff scheint gerade in Mode zu kommen für eine gewisse Innere Haltung, unerwartete Momente im Leben als Chancen zu erkennen, sie zu nutzen, sich somit neue Möglichkeiten zu erschließen und damit dem eigenen Glück aktiv auf die Sprünge zu helfen oder das eigene Glück zumindest zu bezirzen.

    Mit diesem Begriff wird das Phänomen bezeichnet, zu Glück/ einer Erkenntnis/ einer Problemlösung zu gelangen oder dieses/diese zu finden, ohne explizit danach gesucht zu haben.

    Vielleicht ist das etwas, was für den einen oder die andere hier im Forum im Sinne der Selbsthilfe interessant ist.

    Wer sich näher darüber informieren möchte:

    Spektrum: Serendipität - wie wir dem Glück auf die Sprünge helfen

    Spiegel: Serendipität: Wie wir für mehr positive Zufälle sorgen

    SWR2 Tandem: Serendipität – Christian Busch erforscht den Zufall und wie man ihn nutzen kann (Podcast)

    Grüße

    AmSee

    Veränderungen sind immer extrem nervig für mich, hier aber ja nicht vermeidbar.

    Glaub mir, das sind sie nicht nur für dich…. ;)

    Ich denke, ich kann nachvollziehen, was du meinst. Was du schilderst, ist MIR (und auch anderen Nutzern hier) nicht ganz unbekannt.

    Im Team haben wir uns im Rahmen unserer Möglichkeiten bemüht, diese gewisse schlichte Eleganz unseres alten Forums zu erhalten. Das Ergebnis siehst du hier.


    Falls du konkrete Verbesserungsvorschläge haben solltest, wie gesagt.

    Ansonsten gutes Ankommen hier.

    Grüße

    AmSe

    Hallo -Paul-.

    Ist es möglich, in den persönlichen Einstellungen das Interface zu ändern in irgendwas 'Einfaches, und weniger... Chaotisches... Erschlagendes? In vielen Foren geht das.

    Diese Strukturierung ist ziemlich unübersichtlich, da finde ich mich nicht zurecht. Auf Dauer ist mir das zu verwirrend.

    Mögliche Änderungsvorschläge nehmen wir gerne auf. Ob das dann möglich ist, besprechen wir intern im Team.

    Könntest bitte konkretisieren, inwiefern du das Interface für „chaotisch“ und „erschlagend“ sowie die „Strukturierung“ für „ziemlich unübersichtlich“ hältst?

    Und hättest du zweitens einen konkreten Vorschlag für eine „Vereinfachung“?

    In den persönlichen Einstellungen etwas verändern kann ansonsten erst ein „Vollmitglied“.

    Grüße

    AmSee

    Ich sehe in deiner subjektiven Erfahrung keinen Zusammenhang zu meinen

    kleinen historischen Abriss. Es gab bis in die Achtziger hinein meines Wissens

    keine LZT`s.

    Was hat das dann mit dir zu tun?

    Ich sehe den Zusammenhang schon:

    Du hattest eine Frage gestellt und etwas, was sich wie eine persönliche Einschätzung liest, geäußert:

    Eine Besonderheit fällt mir auf.

    Die Langzeittherapie hat es zu dieser Zeit noch nicht gegeben. Ist sie nötig? Sechs bis acht Wochen sind genug! Vllt eine anderes Thema!

    Auf diese deine persönliche Einschätzung hat Greenfox mit seiner eigenen Erfahrung geantwortet.

    Auch für mich ist nicht erkennbar, inwiefern deine Frage und die Einschätzung lediglich Teil eines historischen Abrisses wären.


    Eine Frage: Bis du dir sicher, dass es zwischen 1971 bis 1988 keine LZTs gegeben hat? Ich meine mich nämlich zu erinnern, dass mein Vater genau innerhalb dieses Zeitraums öfter mal länger als nur sechs bis acht Wochen weg war…. Natürlich könnte ich mich bezüglich der Dauer seiner diversen Aufenthalte in entsprechenden Einrichtungen irren, nachprüfen kann ich‘s auch nicht mehr, aber „genug“ war diese Zeit bei ihm - für mich jedenfalls deuten seine zahlreichen Rückfälle darauf hin - offenbar nicht…. :/

    Grüße

    AmSee

    Hallo Bassmann,

    nun endlich komme ich dazu, einige wenige meiner eigenen Gedanken bei der Lektüre deines Beitrags zu teilen.

    Jüngst haben wir hier im Forum über das diskutiert, was nach der „Euphorie“ kommt…

    Und doch passierte auch nach dem Abklingen der Euphorie immer wieder Neues. Und das tut es auch jetzt noch. Ich gehe Wege, die ich zuvor nicht ging, tue Dinge, die ich bis dahin nicht tat, und ich stelle fest, dass ich mutiger und auch unabhängiger von der Meinung Anderer wurde und noch immer werde.

    Ich glaube, nein ich bin davon überzeugt, dass ich diese Entwicklung niemals als Süchtiger hätte machen können.

    So ähnlich ist es mir auch ergangen, wobei ich selbst mich gar nicht mehr an diese „Euphorie“ erinnern kann. - An dieses Gefühl, befreit zu sein, und diese Befreiung wertschätzend zu leben hab ich mich schon so gewöhnt. :) -

    Auch für mich haben sich, als ich und da ich die Augen für neue Wege öffnen konnte, Möglichkeiten eröffnet, die ich nie kennen- und schätzen gelernt hätte, wenn ich mit dem Trinken weitergemacht hätte.

    Auch die Sache mit dem Mut und der Unabhängigkeit hab ich kennenlernen dürfen.

    Zitat

    Eins noch: Ich habe mich nie als Opfer des Alkohols, sondern als Täter gesehen;

    Interessant formuliert. :/

    Wenn ich darüber so nachdenke, so habe ich mich auch nie als Opfer des Alkohols gesehen. Ich wollte trinken und hab das auch stets als meine eigene Entscheidung betrachtet.

    Bei der Diskussion, die wir hier geführt haben, ging es MIR allerdings nicht um eine Opferperspektive. Ich hab mich in Bezug auf Alkohol nie als Opfer gefühlt, weil ich nie aufgehört habe, mich für MEIN Leben und für das, was ICH tue, verantwortlich zu fühlen.

    Und dieser Verantwortung bin ich dann ja auch nachgekommen, als sich allmählich immer deutlicher abzeichnete, wohin mich mein Alkoholmissbrauch führte…

    Beste Grüße

    AmSee

    Es ist vollbracht!

    Herzlich Willkommen „auf der anderen Seite“! ;)


    Das alte Forum konnte von einem neuen Betreiber, von Alex, übernommen werden.

    Die Software des alten Forums war jedoch dermaßen veraltet, dass es so, wie es war, nicht erhalten werden konnte….

    Und so war Alex die letzten Tage überaus fleißig und hat eine grandiose Leistung vollbracht. Wer ein bisschen was von IT versteht, dürfte eine Ahnung haben, was für eine Leistung das gewesen ist.

    Auch Greenfox und ich waren wahrlich nicht untätig, denn es gab durch den Umzug sehr vieles zu klären, und die Zusammenarbeit mit Alex hätte nicht besser laufen können.

    Zu dem neuen Anstrich unseres Forums mussten auch zwei neue Texte her. Ihr findet den einen als Willkommenstext auf der Startseite und den anderen unter den Forenregeln. Letztere bedurften einer Überarbeitung. Bei der Formulierung war uns unter anderem wichtig, dass alles zu dem passt, wie wir, Greenfox und ich, unser Forum wahrnehmen und was wir in unserem Forum für wichtig halten.

    Was die IT-Technik betrifft, ist unser Forum jetzt auf dem neuesten Stand. Alex kümmert sich als unser Admin um die technischen Angelegenheiten. Greenfox und ich machen das, was wir bislang auch gemacht haben, und zwar als Moderatoren.

    Schaut euch in Ruhe um und kommt erstmal gut hier an.

    Wir lesen uns!?

    Beste Grüße

    AmSee