Kann mich den Worten von Rekonvaleszent nur anschließen.
Beiträge von AmSee13
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Auch den Möbelpackern sind Leute, die Bücher lesen, zuwider.
Aber sie haben wenigstens einen guten Grund dafür.
Gabriel Laub
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Danke dir, Rekonvaleszent!

Grüße AmSee
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Ich sehe in deiner subjektiven Erfahrung keinen Zusammenhang zu meinen
kleinen historischen Abriss. Es gab bis in die Achtziger hinein meines Wissens
keine LZT`s.
Was hat das dann mit dir zu tun?
Ich sehe den Zusammenhang schon:
Du hattest eine Frage gestellt und etwas, was sich wie eine persönliche Einschätzung liest, geäußert:
Eine Besonderheit fällt mir auf.
Die Langzeittherapie hat es zu dieser Zeit noch nicht gegeben. Ist sie nötig? Sechs bis acht Wochen sind genug! Vllt eine anderes Thema!
Auf diese deine persönliche Einschätzung hat Greenfox mit seiner eigenen Erfahrung geantwortet.
Auch für mich ist nicht erkennbar, inwiefern deine Frage und die Einschätzung lediglich Teil eines historischen Abrisses wären.
Eine Frage: Bis du dir sicher, dass es zwischen 1971 bis 1988 keine LZTs gegeben hat? Ich meine mich nämlich zu erinnern, dass mein Vater genau innerhalb dieses Zeitraums öfter mal länger als nur sechs bis acht Wochen weg war…. Natürlich könnte ich mich bezüglich der Dauer seiner diversen Aufenthalte in entsprechenden Einrichtungen irren, nachprüfen kann ich‘s auch nicht mehr, aber „genug“ war diese Zeit bei ihm - für mich jedenfalls deuten seine zahlreichen Rückfälle darauf hin - offenbar nicht….

Grüße
AmSee
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Bei Dir kann ich leider nicht immer unterscheiden, ob Du es ernst meinst oder als Überhöhung oder ... ich weiss nicht.
Ich muss gestehen, MIR geht das ganz ähnlich….
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Hallo Bassmann,
nun endlich komme ich dazu, einige wenige meiner eigenen Gedanken bei der Lektüre deines Beitrags zu teilen.
Jüngst haben wir hier im Forum über das diskutiert, was nach der „Euphorie“ kommt…
Und doch passierte auch nach dem Abklingen der Euphorie immer wieder Neues. Und das tut es auch jetzt noch. Ich gehe Wege, die ich zuvor nicht ging, tue Dinge, die ich bis dahin nicht tat, und ich stelle fest, dass ich mutiger und auch unabhängiger von der Meinung Anderer wurde und noch immer werde.
Ich glaube, nein ich bin davon überzeugt, dass ich diese Entwicklung niemals als Süchtiger hätte machen können.
So ähnlich ist es mir auch ergangen, wobei ich selbst mich gar nicht mehr an diese „Euphorie“ erinnern kann. - An dieses Gefühl, befreit zu sein, und diese Befreiung wertschätzend zu leben hab ich mich schon so gewöhnt.
-Auch für mich haben sich, als ich und da ich die Augen für neue Wege öffnen konnte, Möglichkeiten eröffnet, die ich nie kennen- und schätzen gelernt hätte, wenn ich mit dem Trinken weitergemacht hätte.
Auch die Sache mit dem Mut und der Unabhängigkeit hab ich kennenlernen dürfen.
ZitatEins noch: Ich habe mich nie als Opfer des Alkohols, sondern als Täter gesehen;
Interessant formuliert.

Wenn ich darüber so nachdenke, so habe ich mich auch nie als Opfer des Alkohols gesehen. Ich wollte trinken und hab das auch stets als meine eigene Entscheidung betrachtet.
Bei der Diskussion, die wir hier geführt haben, ging es MIR allerdings nicht um eine Opferperspektive. Ich hab mich in Bezug auf Alkohol nie als Opfer gefühlt, weil ich nie aufgehört habe, mich für MEIN Leben und für das, was ICH tue, verantwortlich zu fühlen.
Und dieser Verantwortung bin ich dann ja auch nachgekommen, als sich allmählich immer deutlicher abzeichnete, wohin mich mein Alkoholmissbrauch führte…
Beste Grüße
AmSee
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Ja, auch von mir an dieser Stelle nochmals vielen Dank, Alex.

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Es ist vollbracht!
Herzlich Willkommen „auf der anderen Seite“!

Das alte Forum konnte von einem neuen Betreiber, von Alex, übernommen werden.
Die Software des alten Forums war jedoch dermaßen veraltet, dass es so, wie es war, nicht erhalten werden konnte….
Und so war Alex die letzten Tage überaus fleißig und hat eine grandiose Leistung vollbracht. Wer ein bisschen was von IT versteht, dürfte eine Ahnung haben, was für eine Leistung das gewesen ist.
Auch Greenfox und ich waren wahrlich nicht untätig, denn es gab durch den Umzug sehr vieles zu klären, und die Zusammenarbeit mit Alex hätte nicht besser laufen können.
Zu dem neuen Anstrich unseres Forums mussten auch zwei neue Texte her. Ihr findet den einen als Willkommenstext auf der Startseite und den anderen unter den Forenregeln. Letztere bedurften einer Überarbeitung. Bei der Formulierung war uns unter anderem wichtig, dass alles zu dem passt, wie wir, Greenfox und ich, unser Forum wahrnehmen und was wir in unserem Forum für wichtig halten.
Was die IT-Technik betrifft, ist unser Forum jetzt auf dem neuesten Stand. Alex kümmert sich als unser Admin um die technischen Angelegenheiten. Greenfox und ich machen das, was wir bislang auch gemacht haben, und zwar als Moderatoren.
Schaut euch in Ruhe um und kommt erstmal gut hier an.
Wir lesen uns!?
Beste Grüße
AmSee
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Was andere Menschen von dir denken, ist nicht dein Problem.
Paulo Coelho
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Meine Erfahrungen mit Schlagworten wie "Niedrigschwelliges Angebot" oder "Kontrolliertes Trinken" und weiteren, haben mir immer wieder gezeigt das es in dem Gesellschaftsmodell in dem wir leben dieses Vokabular in vielen Fälle benutzt wird um den "ewigen Klienten" zu binden und nicht um einen Weg der Heilung zu beschreiten.Den Eindruck habe ich nicht nur in diesem Bereich….
Hierzu nimmt Nathalie Stüben ziemlich ausführlich auf ihrer Website Stellung.
Das, was sich dort an Informationen finden lässt, bestätigt meinen Eindruck. Das, was ICH unter einer professionellen, fundierten Ausbildung im Bereich Alkoholismus verstehe, hat sie offenbar nicht vorzuweisen.
Dass die Herstellung des Produkts, das sie verkauft, zeitaufwändig gewesen ist und noch immer ist, und dass es auch finanziert werden muss, ist mir schon klar, aber das war nicht das, worauf sich meine Frage bezog.Ich will nicht in Zweifel ziehen, dass Frau Stübens Produkt Menschen hilft. Das liegt durchaus im Bereich des Möglichen, dass genau dieses Produkt Menschen anspricht und ihnen eine wertvolle Hilfe ist. Die Erfolge, die offenbar erzielt werden, sprechen schließlich auch für sich. Und, wie immer wieder u.a. von mir betont, gibt es DEN EINEN WEG nicht, der tatsächlich für ALLE funktioniert. Warum also sollte dieser (angeblich unkonventionelle) Weg nicht auch auch helfen können. nixweiss0
Warum ICH diesem Produkt skeptisch gegenüber stehe, warum für MICH ein „Geschmäckle“ bleibt, muss ich nicht näher erläutern, oder?
Grüße
AmSee -
Ich seh das genauso. Vllt aber ohne oder nur sehr wenig Beigeschmack. Durch meine Vergangenheit
ist das Interesse einfach wach was sich da so auf dem "Markt" tut. Ich kenne da noch weitere Videos
und da tauchen einige Leutchen aus den verschiedensten Branchen auf und ich habe da den Eindruck
die machen sich eifrig Gedanken wie sie von diesen "Geschäftsmodell profitieren können.
Neu sind solche Aktivitäten nicht.Auch wenn mir das mit Wilson bislang nicht bekannt war - Danke übrigens für den Hinweis - , so wundert es mich nicht, dass solche Aktivitäten nicht neu sind. Geld lässt sich mindestens schon seit dem römischen Kaiser Vespasian, der zum Füllen der leeren Staatskassen eine spezielle Latrinensteuer auf öffentlichen Toiletten erhob, mit allem verdienen (pecunia non olet - Geld stinkt nicht).

Bei Wilson erkenne ich wenigstens noch, dass das Geld für auf Alkoholismus spezialisierte Krankenhäuser und damit auch für Fachpersonal verwendet werden sollte. So etwas ist nun einmal sehr teuer und ohne Finanzierung nicht zu realisieren. Interessant finde ich, wie Rockefeller reagiert hat und warum er Wilson nur eine bescheidene Summe zur Verfügung gestellt hat.
Wen finanziert Frau Stüben denn mit ihren Online-Kursen? Fachpersonal? Eine eigene professionelle, überaus fundierte Ausbildung im Bereich Alkoholismus? nixweiss0
Und das sorgt bei mir für diesen Beigeschmack.
Wobei hinter der Gebühr durchaus auch eine gewisse Psychologie stecken könnte. Man bedenke die Einstellung „Was nix kostet, ist auch nix.“ und dass Menschen eher bei der Stange bleiben, wenn sie ihr sauer verdientes Geld investiert haben….
Wie gesagt, wenn’s tatsächlich jemandem hilft….
Grüße
AmSee -
Die Welt verändert sich, in der Tat und, wie es scheint, in den letzten Jahrzehnten rasanter als jemals zuvor.
Diese Nathalie Stüben scheint den einen oder anderen anzusprechen, vielleicht auch zu erreichen. Wenn’s tatsächlich jemandem hilft, kann man diesen doch nur beglückwünschen.
Nicht ohne Grund weise nicht nur ich in diesem Forum immer wieder darauf hin, dass es DEN EINEN WEG nicht gibt und dass jeder für sich selbst herausfinden muss, was wirklich zu ihm passt und was nicht.
Meins ist diese Nathalie Stüben nicht. Dieses Video hat für mich so „ein Geschmäckle“. Wenn‘s nur darum ginge, die eigene Geschichte zu erzählen, um zu inspirieren… Doch letztlich kommt es für mich nicht anders als ein Werbevideo zu ihren social media Plattformen daher, wo sie wiederum Werbung für ihre kostenpflichtigen Online-Kurse macht.
Sie ist eine dieser „Influenzer“. Für MICH hat das ganze Marketing, das sie um sich aufgebaut hat, keinen besonders guten Beigeschmack.
Doch, wie schon gesagt, wenn’s tatsächlich jemandem hilft….
Grüße
AmSee -
Zufällig bin ich auf den Beitrag eines ehemaligen Nutzers in seinem Faden “Was mir geholfen hat, nicht mehr zu trinken“
gestoßen und musste dabei an den Austausch hier in deinem Faden denken.Vielleicht ist das die „Strategie“, die du meinst, vielleicht findest du dich in den Ausführungen dieses Nutzers wieder…..
Meine „Strategie“ ist davon übrigens gar nicht sooooo weit weg. Diese Begrifflichkeiten sind für mich allerdings inzwischen nicht mehr wichtig. Ich bin gerne nüchtern.
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Liebe CehDeh,
schön, mal wieder von dir zu lesen und dass du dich riesig über deine Abstinenz freuen kannst und deinen Weg entdeckst.

Ich hab, wie du in deiner ersten Zeit hier bemerkt haben dürftest, auch nicht immer Zeit oder mir fehlt einfach die Energie, hier zu schreiben. Und ich weiß, dass das anderen ähnlich geht.
Meld dich einfach, wenn du wieder Zeit und Lust dazu hast.
Lass dich nicht zu sehr stressen.

Viele liebe Grüße
AmSee -
Und übrigens auch höchst gefährlich, wenn jemand gerade am kippen ist, würde so eine Aussage direkt dazu führen können, Suchtdruck auszulösen, und zwar nicht zu knapp.Hoppla, DAS ist eine typische Argumentation „nasser“ Alkoholiker. Man nennt das Schuldverlagerung.
Verantwortlich für seinen Suchtdruck und für ein eventuelles Nachgeben ist der Alkoholiker selbst.
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Ihr habt es echt alle mit dem Wort. Aber wie man damit umgeht, wie man es für sich selber definiert und interpretiert, da scheint es nur eine Sichtweise zu geben, und die teile ich nicht. Werde ich auch künftig nicht.
Wow. Ich hab nicht den Eindruck, dass du verstanden hast oder auch nur eine Ahnung, wie ICH das definiere…
Wie „nett“ in eine Schublade gesteckt zu werden, in die ich gar nicht gehöre….
Pauschalisierungen scheinen zumindest im Moment echt deins zu sein…. -
Hallo NieTho,
nur so als Hinweis: Es ist in den ersten Monaten nicht unüblich, dass man besonders empfindlich ist und leicht einen Angriff vermutet, wo gar keiner ist. Du magst dich gerade gelassen fühlen, aber deine Antwort deutet auf diese gewisse Empfindlichkeit hin.Ich habe Susannes Beitrag gestern Abend übrigens nicht als Angriff an dich aufgefasst. Sie spiegelt dir ihre Wahrnehmung. Das kannst du zum Anlass, nachzudenken, nachzufühlen, ob da was dran ist, nehmen oder es lassen.
Nun noch dazu:
Bei dieser Aussage geht mir nämlich direkt der Hut hoch. Und er ist auch fachlich einfach nur falsch, dass mal am Rande. Es sei denn, aber auch da ist die Aussage nicht richtig, wir unterscheiden zwischen Typ I und Typ II Diabetikern.
Da dir bei meiner Aussage offenbar der Hut hoch geht, dürfte dir entgangen sein, was ich mit diesem Beispiel eigentlich zum Ausdruck bringen wollte, wie eng ich am Wortlaut der ursprünglichen Fragestellungen geblieben bin, um etwas zu veranschaulichen. Und dir scheint - weil dich der Begriff „krank“ triggert? - wohl auch entgangen zu sein, wie ich mit den Begriffen „gesund“ und „krank“ gerungen habe.
Akzeptiere ich meine Krankheit und lebe ich damit, oder nicht.Genau darum geht‘s! Und hier gebrauchst du übrigens selbst gerade den Begriff „Krankheit“, in dem das Wörtchen „krank“ drinsteckt.
Bist du vertraut mit dem sogenannten „Vier-Ohren-Modell“ nach Schulz vonThun?
Klopf das, was du gelesen hast, mal nach den anderen Ohren bzw. Seiten einer Nachricht ab.Gruß
AmSee -
Wow, ist das heute spannend und interessant hier! 44.
Dissoziation…. Jo, bin ich vertraut mit. Kenne ich in verschiedensten Ausprägungen… Auch den Selbsthass, den - so viel weiß ich inzwischen - eher ein verinnerlichtes Introjekt schürt oder hervorruft. Es ist das, was meinen sogenannten „Inneren Kritiker“/ „Inneren Antreiber“ ausmacht. Es ist ein (bis vor nicht allzu langer Zeit überaus dominanter) Teil meines Selbst.
Ich weiss gar nicht, ob Du so brutal zu Dir überhaupt sein willst.Man kann auf verschiedene Weisen äußerst brutal sein…. Und ich (oder vielmehr mein Introjekt) war äußerst brutal mit mir, immer wieder….
Du erinnerst mich da aber an eine Situation, in der ich mich erfolgreich gegenüber diesem Introjekt zur Wehr setzen konnte und diesen Teil von mir für eine Weile zum Schweigen bringen und insgesamt auf ein angemesseneres Maß degradieren konnte…
Und jetzt, da ich daran denke, wird mir einmal mehr bewusst, was für eine Stärkung dieses „Ich“ im Laufe der Therapie erhalten hat…
Die ganze Diskussion heute macht MIR aber auch einmal mehr bewusst, dass es richtig und wichtig für MICH ist, die ganze Angelegenheit auch in Bezug auf den Alkohol nicht zu leicht zu nehmen.
Vielleicht fällt Dir das aufhören zu leicht?Nicht wirklich. Wann immer ich rückfällig geworden war, habe ich lange gebraucht, um wieder aufhören zu können. Auch der Gedanke an das erneute Versagen hat mir oft die Energie genommen.
Das Aufhören an sich war jedes Mal anders, da war von „Ich dreh total durch“, Schlafstörungen, rasenden Kopfschmerzen, bis „mehr oder minder easy“ alles dabei. -
Manche Drogen sind in bekannter Umgebung ungiftiger als in fremder Umgebung, auch was die tödliche Dosis angeht, wusstest Du das?Nee, wusste ich nicht, find‘s aber interessant, davon zu hören.
Wird mir für heute aber etwas zu viel.Weißt ja, jeder hier, wie er mag und gerade kann.
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Wie nennt sich das heute? Belastungstrauma?Das dürfte sich bei dir eher um ein „Entwicklungstrauma“ handeln. Bin aber keine Fachfrau. nixweiss0