Es geht anders und es fühlt sich gut an. Ich bin Schlag kaputt und mir tun die Knochen weh von der Gartenarbeit aber ich sehe was ich kann und das macht mich high
👍😉😜
Es geht anders und es fühlt sich gut an. Ich bin Schlag kaputt und mir tun die Knochen weh von der Gartenarbeit aber ich sehe was ich kann und das macht mich high
👍😉😜
Hallo Mops,
Heute habe ich gemerkt das meine Kräfte zurück kommen und hab viel erledigt was ich sonst aufgeschoben habe.
Diese Erfolgserlebnissen geben mir Kraft.
na, das hört sich doch gut an. 👍
Ich hab für mich gelernt, dass es einen riesengroßen Unterschied macht, ob ich meine Aufmerksamkeit auf das, was gut läuft, richte, oder auf das, was nicht gut läuft. Es beeinflusst meine Stimmung, wie ich mich fühle.
Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ich meine Stimmung beeinflussen kann, je nachdem, worauf ich meine Aufmerksamkeit richte.
Moin Mops,
der Besuch einer realen Selbsthilfegruppe bei dir vor Ort kann durchaus unterstützend sein. Gäbe es denn außer der Gruppe, die du bereits kennengelernt hast, noch andere Selbsthilfegruppen in deinem näheren und ggf. auch weiteren Umfeld, die du dir auch mal näher ansehen könntest?
Es gibt monologische Gruppen wie die AA, aber auch dialogische Gruppen.
Nur du selbst kannst entscheiden, ob das eine oder andere besser zu dir passt. Insgesamt gilt, dass das Gesamtpaket zu dir passen muss und nicht, dass du dich irgendwie an ein Paket anpassen musst. Ggf. kann sich auch eine etwas weitere Anreise von ein paar Kilometern mehr lohnen, wenn du dort das findest, was wirklich zu dir passt. Von daher würde ich dir empfehlen, dir noch weitere Gruppen anzuschauen, wenn dir das möglich ist.
Das ist echt viel wert, dass deine Familie hinter dir steht und dich nicht alleine lässt. 👍
Viele Grüße
AmSee
Ja. Darum bin ich hier. Weil ich mich nicht mehr belügen möchte. Ich will kein Opfer sein. Ich will ein Verantwortliches leben. Mich nicht mehr verstecken und selbst belügen. Endlich wieder Achtung vor mir selber haben.
Na, dann kann’s ja losgehen. ![]()
Stell dir vor, es ist schon heute Abend. Was wirst du bis dahin getan oder unternommen haben, um dich heute Abend gut oder zumindest ein bisschen zufrieden mit dir zu fühlen?
Musst du hier übrigens nicht beantworten.
Was das eigene Tempo betrifft, so ist das ein längerer Prozess, das überhaupt erst herauszufinden.
Mops,
so ist das nun mal mit dem Alkohol, man schlingert da allmählich hinein. Niemand säuft sich bewusst in die Sucht hinein, sondern das ist ein schleichender Prozess.
An statt zu wachsen bin ich immer mehr in mich rein gekrochen. Hab gemauert und meine Probleme in mich rein gefressen.
Damit bist du nicht allein. Was der Alkohol mir tatsächlich genommen oder vorenthalten hat, hab ich erst so nach und nach im Laufe meiner Abstinenz begriffen und sowohl körperlich als auch psychisch zu spüren bekommen. Und das, was ich zurückbekommen oder überhaupt erst neu bekommen habe, hat mich auf meinem neuen Weg bestätigt und bestärkt.
Es gibt gute wissenschaftliche Erklärungen dafür, warum das, was auch du erlebt hast, durch Alkoholmissbrauch geschieht. Das ist nichts, für das du dich schämen müsstest, denn das ist etwas, was sich deiner rationalen Kontrolle entzieht.
Froh bin ich das ich es jetzt Mal gemerkt habe. Das das alles eine riesen große Sackgasse ist. Eine wirklich schlimme Mühle.
Das darfst du auch sein. Du darfst froh und dir sogar dankbar sein, dass du’s jetzt gemerkt hast.
Behalte das für dich immer wieder im Hinterkopf, dass genau das eine riesengroße Sackgasse ist, das kann ein Schutz für sich sein, aber richte deinen Blick nach vorne und deine Aufmerksamkeit auf das, was dir wirklich gut tut und was du wirklich brauchst, und du wirst deinen Stolz wiederfinden.
Moin Mops,
Selbstfürsorge musste ich auch erst lernen, Schrittchen für Schrittchen, und ebenso auch, überhaupt erst mein eigenes Tempo zu finden und dann auch dazu zu stehen.
Das ist wie eine Reise und kann zu einem echten Abenteuer werden.
Hallo Mops,
ja, hier kannst du über deine Sucht sprechen, wem von uns hier ist das nicht vertraut.
Wie Brant dir eingangs schon schrieb: Die ersten wichtigen Schritte hast du gemacht.
Deine weiteren Schritte werden sich so nach und nach ergeben. Du wirst im Laufe der Zeit für dich feststellen können, was dir wirklich gut tut und was dir eben nicht gut tut.
Was ich dir für den Anfang raten kann, ist, überfordere dich nicht, sondern finde dein eigenes Tempo. Du musst nicht jetzt schon alles ansprechen und alles aushalten, du darfst dich durchaus auch zurückziehen, wenn dir mal etwas zu viel wird. Das nennt sich Selbstfürsorge.
Viele Grüße
AmSee
Hallo und herzlich Willkommen, Mops,
Danke für deine kurze Selbstvorstellung.
Ich kann mich Brants Worten nur anschließen.
Ich schalte dich gleich für den öffentlichen Bereich frei und schiebe deine Vorstellung in den entsprechenden Bereich, damit du dich dort weiter austauschen kannst.
Ich wünsche dir ein gutes Ankommen hier und einen hilfreichen Austausch. Wann immer du Fragen hast oder den einen oder anderen Gedanken loswerden möchtest, nur heraus damit. Vielleicht können wir dir mit unseren Erfahrungen Hilfe zur Selbsthilfe geben.
Viele Grüße
AmSee (als Moderatorin)
Stilles Wasser Danke dir für den Link zu dem Video. Die Erklärungen darin finde ich höchst aufschlussreich. Die Innere Leere, von der Michael Schröter spricht, und das Sich-Definieren-über-die-Gegenstände ist auch mir nicht gänzlich unbekannt….
Von manchen Dingen konnte ich mich früher nicht trennen, weil sich das wie Entwurzelung anfühlte. Ohne Wurzeln fällt ein Baum üblicherweise um….
Hallo Brant,
Eigentlich wollte ich schauen ob ich ein paar Gedanken zu Buddha, Jesus und positiven nachhaltigen Erfahrungswerten für den inneren Bereich finden kann. Das hat sich dann aufgelöst.
das hat ja auch Zeit und die Gedanken kommen wieder, wenn’s sich so ergibt. So jedenfalls meine eigenen Erfahrungen auch mit solchen Themen.
Die Bilder von der übersäten Wohnung, die Lebensmittel, ich sag da lieber mal nichts, der kaputte Gross TV auf dem Bett im Schlafzimmer, der nicht mehr begehbare Balkon. Das war einfach zu schockierend.
Ich hab so etwas auch schon mal gesehen… Ja, schockierend.
Doch es hat, wie in so vielen Bereichen, seine tieferen Gründe, warum es da hin kommt, und ist Teil einer länger dauernden Entwicklung.
Dir und auch mir dürfte so etwas aufgrund unserer eigenen Lebenserfahrung und all dessen, was wir im Leben schon gesehen haben, kaum fremd sein. Das befähigt uns, es nachvollziehen zu können, und zu Mitgefühl.
Ich weiss das er Unterstützung vom Bruder, der Nichte usw da wäre nur der Impuls, wie heisst der Threadtitel hier gleich "Das kann weg!" muss von Ihm kommen. Ich warte da mal ab. Wenn nicht ist es halt so.
Das sehe ich genau so wie du. Der Impuls muss von ihm kommen.
LG AmSee
Hallo Brant,
Danke dir wieder ein Mal für das Teilen deiner Gedanken. Wie’s der Zufall will, ist das ein Thema, das mich auch in diesen Tagen mal wieder beschäftigt. Und es ist ein Thema, das mich immer wieder beschäftigt.
Als ich wegen meiner Depressionen in der Klinik war, war mir unter anderem eine Sache ganz wichtig: Ordnung.
Wichtig war mir das schon früher gewesen, auch ich hab das so von zuhause mitbekommen, aber einhalten konnte ich das in meinem mich völlig überforderndenen Alltag nicht. Es gab stets so viel für mich zu tun, dass ich mit dem Ordnen nicht hinterher kam, sondern das immer wieder auf später verschieben musste.
In der Klinik hingegen, als mein gesamtes Umfeld auf ein Bett, einen Nachtschrank, einen Stuhl , einen Kleiderschrank, mein bisschen Kleidung und ein paar nötige Habseligkeiten reduziert war, da wurde mir die äußere Ordnung zu einer Art von Halt.
Als ich aus der Klinik entlassen wurde, sprang mich zuhause so gut wie alles an. Viel zu viele Reize! Ich war völlig überfordert. Wir räumten am nächsten Tag für mich einen Raum nahezu komplett leer. Nur ein Bett, ein Nachtschrank und eine Kommode blieben darin stehen. Dort konnte ich es aushalten und allmählich wieder zuhause ankommen.
Da waren die ganzen "das hat ja mal alles was gekostet" bis hin zum "das kann man ja irgendwann mal noch gebrauchen".
Das kenne ich selbst nur allzu gut, damit bin ich aufgewachsen, davon bin ich geprägt. Das, sowie die Notzeiten, die ich selbst erlebt habe, als wir kein Geld für Essen und Kleidung hatten und meine Möbel in den paar Jugendzimmermöbeln meiner Mutter und dem, was sich sonst kostenlos finden ließ, bestanden.
Und es sitzen irgendwie auch die Kriegserfahrungen meiner Großeltern in mir drin, die fliehen mussten und mit Nichts völlig neu anfangen mussten.
Nun erst, da sich mein eigenes Inneres Chaos mehr und mehr auflöst und ich endlich wirklich zu mir gefunden habe, kann ich mich zunehmend von dem ganzen Kram, den ich selbst nicht wirklich brauchen kann und brauchen will, lösen.
Heute morgen betrachtete ich meine Wohnung mit ganz anderen Augen. Dankbar nicht im Chaos wühlen zu müssen und griffbereit das bei Hand zu haben das ich halt gerade benötige.
Ich kenne das, was du da beschreibst. Ich bin noch auf dem Weg dorthin, aber ich bin zuversichtlich, dieses Ziel zu erreichen.
Liebe Grüße
AmSee
Stilles Wasser , Danke für‘s Einstellen. Hab‘s gerade eben in die Liste eingefügt.
Hallo Mojo und alle anderen, die diesen Thread mit ihren Gedanken und Erfahrungen bereichert haben.
Ich mag auch gern ein paar meiner eigenen Gedanken und Erfahrungen dazu teilen.
Und auch ich selbst habe mir diese Frage innerlich schon sehr oft gestellt. Warum ist es an einem bestimmten Punkt auf einmal möglich aus einer Sucht auszusteigen, und, warum war/ist es mir vorher nicht möglich gewesen?
Ich kann nicht sagen oder erklären, warum das bei mir so ist, aber diese Frage, die sich dir innerlich schon sehr oft gestellt hat, stellt sich mir nicht.
Irgendwo hier im Forum hab ich mal den Spruch gelesen, „Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden.“ Ich hab in den vergangenen Jahren für mich lernen dürfen, wie viel Weisheit in diesem Spruch Sören Kierkegaards drinsteckt.
Es ist für mein jetziges Leben nicht wichtig, warum es mir nicht eher möglich gewesen ist, aus meiner Alkoholabhängigkeit auszusteigen. Wichtig ist für mein jetziges Leben nur, dass dieser bestimmte Punkt gekommen ist und was das für mein jetziges Leben bedeutet.
Was hat Dich lange Zeit daran gehindert auszusteigen?
„Vorwärts gelebt“ betrachtet, habe ich nicht bemerkt, dass mich am Aussteigen etwas gehindert hätte. Ich hab ja gar nicht sehen wollen, dass ich mit dem Alkohol ein Problem hatte, aus dem ich zu meinem eigenen Wohl besser aussteigen sollte. Ich wollte Alkohol trinken, versprach mir davon Genuss, Lebensfreude, Lebensqualität usw.
Was war entscheidend dafür, dass es Dir dann schließlich doch gelungen ist?
„Rückwärts betrachtet“ war für mich mehreres entscheidend, dass es mir schließlich doch gelungen ist. Entscheidend war dabei für mich aber gewiss, dass ich hier in diesem Forum, als ich vor über dreieinhalb Jahren mit meinen Fragen hier aufschlug, eben nicht auf eine „versteinerte Dogmatik“ gestoßen bin. Es hat zu dem Zeitpunkt einfach alles gepasst: Ich war soweit, zu erkennen, dass ich ein Problem habe, und ich geriet an die zu mir passenden Gesprächspartner. Und das, was ich über deren abstinentes Leben erfuhr, wirkte auf mich tatsächlich erstrebenswert. Und im Laufe meiner Abstinenz zeigte sich für mich dann, was ich im Laufe meines neuen nüchternen Leben hinzu- bzw. zurückgewann. Das kam nicht alles von selbst, so manches musste ich mir auch erst mühevoll erarbeiten, aber wenn ich beim Alkohol geblieben wäre, hätte ich das gar nicht erst versucht. Und ich wäre wohl beim Alkohol geblieben, wenn ich nicht die Kontrolle über meinen Konsum zunehmend und schließlich für mich kaum mehr übersehbar verloren hätte.
Viele Grüße
AmSee
Hallo Stefanie,
erstmal auch von mir Gratulation zu den ersten 101 Tagen in Freiheit.
Den ersten Urlaub, die ersten Familienfeiern hast du also schon erfolgreich durchlebt. War‘s leicht für dich oder hat’s irgendwo etwas gehakt?
Wann immer du irgendwelche Fragen oder Gedanken hast, darfst du sie hier gerne teilen. Möglicherweise ergibt sich daraus der eine oder andere Tipp, den wir aus unseren Erfahrungsschatz mit dir teilen können.
Für mich war das anfangs kein Durchhalten, aber natürlich hat mich hier und da mal was angesprungen.
Ich hab in meinem ersten Jahr irre viel zu dem Thema gelesen und durchs Schreiben hier im Forum meine Gedanken, Fragen und Erfahrungen sortiert. Mir hat das sehr geholfen.
Viele Grüße
AmSee
Ich hab so eine Ahnung, warum einige den Fokus so sehr auf „krank“ legen und wiederum für andere eine so große Bedeutung hat, „geheilt“ zu sein.
Für mich und mein Leben spielt weder das eine noch das andere eine besondere Bedeutung.
In dem, was Stüben da erzählt, finde ich mein eigenes Wissen und meine eigenen Erfahrungen durchaus wieder.
Ich bin überaus glücklich und zufrieden, wie mein Leben jetzt ist, ich muss keine Vorsichtsmaßnahmen mehr ergreifen, weil ich gar nicht anders leben möchte als jetzt.
Ich weiß, sie ist noch da, doch bediene, benutze sie nicht mehr, d.h. nun ist ein Leben ohne Alkohol für mich normal, alltäglich.
Paul trifft mit seinen Worten ziemlich genau das, wie ich das wahrnehme.
Muss ja offenbar jeder für sich selbst herausfinden, was ihm persönlich da wirklich weiterhilft. Was ich gut finde, ist, dass Stüben das anfangs genau so formuliert.
Ich musste selbst, ich für mich, meinen Weg finden und nicht versuchen, den Weg der Anderen imitieren zu wollen.
Damit bist du wahrlich nicht allein. Deswegen betonen wir hier im Forum ja immer mal wieder, dass es DEN EINEN Weg, der grundsätzlich für alle gilt, nicht gibt.
Für mich war der offene Austausch hier hilfreich und für mich war auch hilfreich, von unterschiedlichen Erfahrungen zu lesen. Was bei anderen funktioniert hat und wo‘s ggf. schwierig war.
Hallo und herzlich Willkommen, Stefanie. 🙋♀️
Danke für deine Vorstellung, ich schalte dich gleich für den öffentlichen Bereich frei, damit du dich dort austauschen kannst, und verschiebe deine Vorstellung in das entsprechende Unterforum.
Ein gutes Ankommen wünsche ich dir hier.
Viele Grüße
AmSee (als Moderatorin)
Hallo Brant,
auch ich möchte dir für das Einstellen deiner Gedanken und dein Teilen hier danken.
Auch wenn ich einen anderen Weg gegangen bin als du, kann ich so manches, was du schreibst, nachvollziehen.
Ich komme von unterwegs allerdings kaum dazu, mich dazu zu äußern. Will das nachholen, wenn ich wieder zurück bin.
Was mich sehr für dich freut, ist, dass du das überlebt hast. Selbstverständlich ist das wahrlich nicht.
Liebe Grüße
AmSee
Moin Honk,
Nur aber, eines wurmt mich ein bisschen, und dazu habe ich eine Frage an Euch: Würdet ihr mit offenen Karten spielen und offiziell ankündigen, dass ihr euch beruflich ggf. neu orientieren würdet oder würdet ihr es heimlich machen?
Was sagt dir denn dein sogenanntes „Bauchgefühl“, deine Intuition?
Ich habe für mich gelernt, dass meine Intuition ein ganz, ganz wertvoller Kompass ist.
Hast du den Eindruck, dass sich irgendetwas ändern würde, wenn man dort wüsste, dass man dich verlieren wird? Haben die dort überhaupt Kapazitäten frei, um irgendwas zum Positiven für dich zu verändern?
Viele Grüße
AmSee
Dann wünsche ich dir erstmal, dass du gut durch den Rest des Tages kommst.
aber wenn ich einmal an dem Punkt bin, dass ich gekocht habe, und mich mit meinem Teller vor den Fernseher setzen kann, dann bin ich durch mit der Vesuchung , und bin froh, dass ich den Tag so geschafft habe.
Damit hast du schon mal einen wertvollen Ansatz bzw. schon eine erste hilfreiche Selbstfürsorge-Strategie. 👍
Wir lesen uns.
Viele Grüße
AmSee
Guten Morgen, Moonlight,
Ausgangspunkt ist meines Erachtens, wie gesagt, dass du das nicht mehr willst, und den Punkt hast du im Grunde erreicht.
Ich halte das für immens wichtig, dass man sich dessen klar ist, denn das ist auch etwas, was man für sich und seine Genesung nutzen kann.
Du schreibst, dass nach einer Weile so ein Rumpelstilzchen in dir munter wird, das dein Vorhaben torpediert.
und dann wird da in mir wer munter, der wie Rumpelstilzchen mit dem Fuß aufstampft , und kann diese Richtung nicht ertragen .... und der macht es mir schwer , mich endgültig zu entscheiden.
ich weiß, dass es vorher nichts bringt, ich spüre wie halbherzig ich die Sache immer wieder angehe, und immer wieder sage ich mir, so wird das nichts liebe ....... , Du musst eine klare Entscheidung treffen ..... aber da ist Angst, und Wut, nein erst Wut, dann Angst .... Angst was wichtiges zu verlieren, Angst, mich selbst zu entäuschen weil ich es dann vielleicht eh nicht schaffe ( kommt vielleicht auch durch die vielen Versprechen meiner Mutter damals die sie nie einhalten konnte) , Angst mich nicht mehr verstecken zu können, nicht mehr flüchten ( obwohl ich doch schon weiß, welche anderen Möglichkeiten es gibt) ...... ja, in diese Richtung geht es
Hilfreich dürfte es sein, sich dem näher zuzuwenden. Ich teile mal meine Gedanken dazu.
Ich selbst bin Selbstbetroffene in Bezug auf die Themen Depressionen, Angststörung und Entwicklungstrauma und deswegen auch schon eine ganze Weile in Behandlung.
In dem Zusammenhang bin ich auch mit verschiedenen psychologischen Modellen vertraut geworden, in meiner Therapie geht es immer mal wieder um die sogenannten Inneren Persönlichkeitsanteile und wie ich mit diesen am besten umgehen kann.
Du schreibst, dass du in Therapie (Trauma) bist, daher gehe ich davon aus, dass ihr dort auch etwas in dieser Richtung thematisiert.
Für mich klingt das ganz danach, dass da ein Innerer Anteil von dir, ein Anteil, der verletzt ist, der nicht fühlen möchte, der Angst hat usw. zwischendurch die „Führung“ übernimmt. So ähnlich kenne ich das nämlich von mir. Wenn solche Anteile in mir „die Führung“ übernommen haben, ging’s in mir stets hoch her. Inzwischen ist bei mir diesbezüglich ziemlich Ruhe eingekehrt, habe ich gelernt, wie ich ggf. für mich sorgen kann.
Im Laufe der Therapie habe ich verschiedene Strategien kennengelernt, wie ich für mich und wie ich für meine verletzten Inneren Anteile sorgen kann.
Du bzw. dieser Innere Anteil von dir kennt die Wirkung von Alkohol, ist mit dieser Lösungsstrategie best vertraut. Andere Anteile von dir wollen diese Lösungsstrategie nicht mehr, aber wie sich das bei dir anhört, hast du bislang noch nicht gelernt, wie du anders mit ihm umgehen könntest. Da gibt’s scheinbar noch keine andere Strategie, seinen Bedürfnissen auf „gesunde“ Weise zu begegnen. Dass der sich wehrt, weil er das Gefühl hat, dass du ihm etwas, was er zum Überleben braucht, wegnehmen willst, scheint mir verständlich und dass er ziemlich wütend, Rumpelstilzchen-mäßig wird, auch.
Wie du diesbezüglich für dich bzw. diesen verletzten Anteil sorgen kannst, dürfte Thema für die Therapie sein.
Mut machen kann ich dir, dass es Möglichkeiten gibt.
Viele Grüße
AmSee