Meine „kleine Ausrede“ war, dass ich wegen der Medikamente, die ich nehmen muss, keinen Alkohol trinke. Das war nicht mal gelogen, sondern vollkommen zutreffend. Es offenbarte „nur“ nicht die ganze Wahrheit, warum ich keinen Alkohol mehr trinke.
Beiträge von AmSee13
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Natürlich hätte ich vorsorglich ablehnen müssen. Aber da ich, wie erwähnt, schon oft lange Pausen vom Alkohol bewusst machen konnte, sah ich darin nicht wirklich eine Gefahr. Aber ihr habt vollkommen Recht! Das Risiko sollte ich nicht mehr eingehen…
Honk spricht von „Grundsatzentscheidung“. Rekonvaleszent hat hier mal den Begriff „geheimer Trinkvorbehalt“ eingebracht, den er als Aspekt bei Rückfällen beobachten konnte.
Ich zitiere mal den entsprechenden Teil seines Beitrags:Dann noch ein weiterer Aspekt, den ich bei Rückfälligen beobachten konnte.
Haben sie sich innerlich wirklich vom Alk verabschiedet oder stand ihr Wunsch letztlich unter einem späteren Trinkvorbehalt, dass irgendwann doch noch mal ein "normaler" Konsum möglich sei? Wenn sich dieser Trinkgedanke im Hirn befindet (weil er dort schon immer konserviert wurde oder später wieder, warum auch immer, erneut aufflackerte), wird es verdammt schwer.
Du hattest im Kopf, dass du schon oft lange Pausen bewusst vom Alkohol machen konntest. Lässt du dir mit den Gedanken daran nicht einen „geheimen Trinkvorbehalt“ offen? Ist deine „Grundsatzentscheidung“ schon voll und ganz gefallen?
Ich selbst habe auch Pausen vom Alkohol machen können, deswegen habe ich mich früher ja auch sicher gefühlt, noch kein Problem mit dem Alkohol entwickelt zu haben. Auch hing ich ebenfalls nie über der Kloschüssel (sowas war mir zuletzt vor über 20 Jahren passiert). Dass ich trotzdem schon längst ein Problem entwickelt hatte, wurde mir erst so richtig bewusst, als ich mich meinem Trinkverhalten, meinen Gründen zu trinken und den Folgen meines Trinkens stellte.
Aufgehört habe ich in der Zeit, als die Corona-Pandemie gerade erst losging, so kam es nicht zu Parties oder Treffen mit einem Umfeld, in dem ich üblicherweise mitgetrunken habe. Als das im Sommer ´21 wieder losging, glaubte ich mich stabil abstinent und fühlte mich sicher in der Konfrontation.Den Freitagabend beim gemeinsamen Grillen mit unseren Nachbarn hatte ich meines Erachtens gut überstanden, auch wenn ich mich ein bisschen dafür bedauerte, nicht mehr so mitfeiern zu dürfen, wie ich das sonst kannte. Doch ich hatte mich ja entschieden und wollte daran nichts ändern.
Es folgten darauf noch eine Konfrontation am Samstag und eine Konfrontation am Sonntag, als ich meinen Mann und eine Freundin zu einer Veranstaltung fuhr, an der ich sonst auch teilgenommen hätte, und die beiden sich im Auto begeistert über die Getränkeflat auf jener Veranstaltung unterhielten und wie sie den Abend richtig zu feiern gedächten.
Das alles zusammen war offenbar zu viel Konfrontation für mich. Als ich die beiden abgeliefert hatte, kriegte ich überwältigenden Saufdruck, was mich fast völlig überforderte. Allein hätte ich das vermutlich nicht überstanden, zu meinem Glück fand ich Hilfe bei anderen Selbstbetroffenen.
Ich war selbst ziemlich überrascht und schockiert von diesem Erlebnis, glaubte ich doch, mich bewusst für die Abstinenz entschieden zu haben und sogar zufrieden abstinent zu sein.
Danach hab ich das Erlebnis für mich aufgearbeitet und mit ein paar Gedanken aufgeräumt.Und zu letzt noch, gibt dem Prozess mal Zeit. Wenn Du dich grundlegend entscheidest, dann auch Dein Leben nüchtern angehst - es warten nüchtern verdammt viele tolle Abenteuer - das kann ich Dir versprechen, wird sich die Perspektive nach und nach verschieben und es wird sowohl leichter, als auch ab einem Punkt zur Selbstverständlichkeit
Und das ist auch ziemlich cool, denn, wie intensiv nüchtern sein kann, hat niemand erzählt. Dagegen ist besoffen sein ein Scheiss.Das kann ich aus meinen eigenen Erfahrungen bestätigen, auch wenn ich selbst das etwas bescheidener ausgedrückt hätte, weil, wie das Leben nun einmal so spielt, nicht immer alles eitel Sonnenschein ist. 😄
Liebe GrüßeAmSee
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Hallo Ciara,
Hallo zusammen, wollte mal kurz berichten über die Party am Samstag. Es hat tatsächlich ohne Alkohol funktioniert. Ganz so lustig wie die anderen Anwesenden fand ich die Party zwar nicht, aber ich habe mich als Beobachter ganz gut gemacht, denke ich…
das freut mich natürlich für dich, dass nun auch du die ersten Erfahrungen sammelst, dass man Party auch ohne Alkohol machen kann. Das kann man nämlich richtig gut. 😉
Doch gerade in der ersten Zeit des neuen abstinenten Lebens ist der im Umgang mit Menschen, die selbstverständlich Alkohol konsumieren und auf Parties üblicherweise gar nicht mal so wenig, ne Sache, auf die man sich entweder aus Selbstfürsorge gar nicht einlässt oder auf jeden Fall nicht unbedarft und unvorbereitet.
Es gibt Selbstbetroffene, die von Anfang an den Weg der Konfrontation gehen. Das sind, wie ich das in den vergangenen Jahren mitbekommen habe, aber eher solche, die aufgrund eigener entsprechender schlimmer Erfahrungen im Umgang mit Alkohol an einen Punkt gelangt sind, an dem es für sie hieß, entweder zu sterben oder zu überleben.Ich selbst zum Beispiel stand nicht an einem solchen Punkt, mir war „nur“ bewusst geworden, wo ich mit meiner Trinkerei bereits stand und wohin es noch mit mir kommen würde, wenn ich nicht die Reißleine zog. Ich hab lieber die Reißleine gezogen. Das bedeutete aber nicht, dass ich den Weg der Konfrontation gehen konnte. Ich bin aus Selbstfürsorge zunächst den Weg der Vermeidung gegangen. Zu diesem Weg wird auch immer wieder geraten und auch ich rate anderen Selbstbetroffenen, die hier im Forum aufschlagen, dazu.
Ja, und gestern musste ich einen Fingerhut voll Alkohol zu mir nehmen, weil mir eine Flasche Schnaps geschenkt wurde und ich diesen unbedingt wegen der Schenkerin probieren musste! Ist aber alles gut gegangen.
Ich hab mich, als ich das gelesen habe, gefragt, warum du nicht „nein“ gesagt hast, sondern dich dazu hast zwingen lassen.
Ich hätte mich definitiv nicht zwingen lassen, sondern hätte freundlich, aber bestimmt abgelehnt.
Was hättest du denn gemacht, wenn‘s nicht „gut gegangen“ wäre? Wäre es das wert gewesen, um der Schenkerin ihren (vermutlich völlig ahnungslosen) Willen zu lassen?
Dass Gedanken an Alkohol nach so was wieder näher kommen, passiert in der Regel.
Ich habe hier und auch anderswo von Selbstbetroffenen gelesen, die zeitlich verzögert selbst nach „einem bisschen Alkohol“ einen Rückfall hatten, aus dem sie erst Monate oder sogar erst Jahre später wieder herauskamen. Wegen solcher Erfahrungsberichte nehme ich das ganze sehr ernst und betrachte sie als Warnung für mich selbst. - Wie so ein Rückfall abläuft, kenne ich selbst nur allzu gut beim Rauchen…
Ich kann nur unterstreichen, was Paddy dir schon geschrieben hat: Gar nichts musst du!
In deinem eigenen Interesse solltest du aber lernen „Nein“ zu sagen. Das gehört auch zur Selbstfürsorge.
Liebe GrüßeAmSee
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Hallo Ciara,
ich denke auch, dass es hier und da einige ähnliche Erfahrungen gibt.
Dement waren in meiner Familie ihren jeweils letzten Lebensjahren meine Mutter, deren Mutter und deren Großmutter. Häusliche Pflege war bei allen dreien nicht möglich, deshalb waren sie jeweils im Heim untergebracht. Meine Mutter war allerdings aufgrund eines Schlaganfalls, der sie auf der linken Körperseite völlig lähmte, nicht mehr so mobil und konnte zuletzt auch ihren elektrischen Rollstuhl nicht mehr bedienen.
Sowohl meine Omi als auch meine Uromi sind öfter weggelaufen und mussten gesucht werden.
Ich kann mir vorstellen, dass das für dich gestern der totale Stress war. Da kam ja mal wieder mehreres zusammen für dich.
Was hast du denn unternommen, um dich im Nachhinein etwas zu entspannen, dir die nötige Erholung zurückzuholen und wieder etwas mehr in die Balance zu kommen?
Ich selbst hätte mir wohl ein Wannenbad mit entsprechend wohltuendem Duft gegönnt, mich danach wahrscheinlich mit einem guten Buch oder einem guten Hörbuch eingekuschelt.
Andere hätten möglicherweise Sport gemacht, um Stress abzubauen.
Liebe GrüßeAmSee
P.S.: Guck mal in deine PN. -
Mich entsetzt bei der Plastikflut, dass es Duschgels mit Plastikpartikeln als Peeling gibt. Mir ist wirklich schleierhaft wofür man das braucht. Auch in Zahncremes wird das eingesetzt. Und ich glaube den meisten Menschen, die diese Produkte verwenden ist das noch nicht einmal bewusst.
Ich kann nicht mal sagen, wie viele Jahre das inzwischen schon her ist, dass ich über diese Thematik einen Beitrag im Fernsehen gesehen habe… Hab mich damals auch schon gefragt, was dieses Mikroplastik in den verschiedensten Produkten überhaupt soll und warum dagegen nichts unternommen wird.
Über Recycling bzw. Probleme des Recyclings, über die unterschiedlichen Kunststoffe und Verbundstoffe hatte ich vor inzwischen über 30 Jahren mit meinem Onkel schon ein sehr aufschlussreiches Gespräch. Ich habe damals schon nicht verstanden, warum das, was man darüber wusste, zu keinen entsprechenden Konsequenzen geführt hat, sondern alles weiter so lief, wie es nicht laufen sollte….Müllvermeidung, Plastikvermeidung, Nachhaltigkeit und so weiter ist mir schon seit Jahrzehnten ein Anliegen, das ich beim Einkaufen und meiner Haushaltsführung so konsequent wie möglich umzusetzen versucht habe. Nach Möglichkeit stelle ich auch vieles selbst her. Inspiration und Anleitungen dazu habe ich zum Beispiel auf den Webseiten von https://www.smarticular.net, von deren Verlag ich inzwischen auch dieses oder jenes Buch habe, gefunden.
Die erste gemeinsame Anschaffung in der noch jungen Beziehung zu meinem jetzigen Mann war ein Joghurtbereiter. 😅 Den nutzen wir seit inzwischen über 30 Jahren.
Frischkäse stellen wir seit einer Weile selbst aus Milch (Pfandflasche), etwas Zitrone, Sahne (Pfandflasche) her. -
wenn also keine zwangsläufige Handlung aus dem Bewusstsein resultiert. Na dann haben wir beide, werte AmSee13 , völlig andere Vorstellungen von diesem Bewusstsein.
Wenn’s dir darum geht, dass in diesem Zusammenhang gesamtgesellschaftlich und politisch zu wenig getan wird, bin ich bei dir.
Nicht bei dir bin ich wie gesagt bei der Behauptung, dass Bewusstseinsaufbau gezielt verhindert würde.
Dass einigen hier das Thema schon längst am Herzen liegt und daraus entsprechendes Handeln erfolgt ist, klang bereits häufiger z.B. in Stilles Wasser s, in Sparkassen_Helga s und auch meinen Beiträgen an.
Inwiefern du selbst konkret ins Handeln gekommen bist, war deinen Beiträgen bislang nicht entnehmen. Wäre vielleicht mal interessant, wenn du davon erzählst… -
Ja, ich würde am liebsten mit nichts zu tun haben… musste jetzt die Danksagung in die Zeitung setzen und bald müssen die verdorrten Kränze und Gestecke vom Grab geräumt werden… gestern hat der Steinmetz angerufen usw. das kostet sooo viel Kraft!
Ja, das kenne ich…. Das, was vorher alles war, hat schon soooo viel Kraft gekostet und dieser Teil ist ein weiterer Kraftakt….
Der Brauch mit dem Sterbebildchen ist mir bei den diversen Beerdigungen, die ich besucht habe oder mitgestaltet habe, noch nicht begegnet. Danke für deine Erläuterung.
Ich selbst kenne nur die Trauerkarten, die man zur Information und zur Danksagung herumschickt, aber da waren meiner Erinnerung nach keine Bilder des/ der Verstorbenen drauf; sowie die Liederzettel zur Begleitung der Trauerfeier, auf denen sich der Trauerspruch, der Ablauf der Trauerfeier und die ausgewählten Lieder befinden.Ich habe das für meine Mama selbst gestaltet mit einem ihrer Lieblingsgebete und einem schönen Foto von ihr und der Mutter Gottes darauf

Ich kann mir gut vorstellen, was dir die Gestaltung dieses Kärtchens bedeutet hat. Ich weiß nämlich, was es mir bedeutet hat, den Liederzettel, den ich zur Begleitung durch die Trauerfeier meiner Mutter vorbereitet habe, zu gestalten.😊
Ich wünsche dir die nötige Kraft, um auch diesen letzten Kraftakt, der nun noch vor dir liegt, bewältigen zu können.
Liebe Grüße
AmSee
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Jo, Paddy , so schnell kann’s manchmal auch gehen. 👍😄
Na, dann wünsche ich dir, dass das klappt und auch zu dir passt.
Ich kenne mich mit sowas gar nicht aus, dass der Sozialarbeiter aber sogar zu dir nach Hause kommt, hört sich für mich gar nicht übel an, sondern im Gegenteil nach etwas Sinnvollem, wenn der Hintergrund der ist, die Unterstützung/ Therapie auf dich und deine Lebenssituation zuzuschneiden bzw. daran anzupassen.
Also nix mit Nullachtfuffzehn, sondern mehr individuell.
Wenn du uns berichten magst, wie sowas läuft, gerne. 😉
Liebe GrüßeAmSee
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Hallo Paddy,
Ich würde gerne eine ambulante Therapie beginnen, aber es ist anscheinend unmöglich, einen Therapeuten zu finden. Dabei zu suche ich schon in einem größeren Umkreis, trotzdem gibt es kaum Rückmeldung oder fast nur Aufnahmestopps für Neupatienten.
ich kann dir da nur raten, gaaaanz viel Geduld und Hartnäckigkeit zu haben. Ich war vor geraumer Zeit in einem anderen Zusammenhang auch auf der Suche nach einem Therapeuten. Ich habe da ebenfalls in einem größeren Umkreis gesucht und war schließlich kurz davor aufzugeben, weil ich nur Absagen bekam. Und dann fand ich schließlich doch einen, das war der 14., den ich anrief. Ich musste dann zwar noch etwas warten, bis er wirklich für mich Zeit hatte, und nachdem der Antrag auf Verlängerung durch war, musste ich wieder etwa ein halbes Jahr warten, aber ich bin heilfroh, dass ich nicht aufgegeben habe.
Und ich verspüre nach wie vor keinen Saufdruck, Situationen, vor denen ich vor der Entgiftung etwas Angst hatte, triggern mich überhaupt nicht. Manchmal frage ich mich, ob das nicht alles zu leicht geht und achte sehr darauf, nicht leichtsinnig zu werden.
Nicht jeder spürt automatisch Saufdruck und du hast dich, wie ich das so von dir mitbekommen habe, eingehend vorbereitet und dir - modern ausgedrückt - ein entsprechendes Mindset zugelegt.
Es zeugt auch von Achtsamkeit, dass du im Blick hast, nicht leichtsinnig zu werden.
Das freut mich sehr für dich, dass „das neue Normal“ so gut bei dir läuft. Möge es weiter so gehen.
Viele GrüßeAmSee
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Hallo Ciara,
das kann ich sogar nachvollziehen, dass du da unter Druck gekommen bist. Ich hab eine ähnliche Situation auch schon erlebt und mich dabei ziemlich überfordert gefühlt. Bei mir war’s da nicht CT sondern MRT und nicht HNO sondern Neurologiepraxis.
Dass dir spontan die Tränen gekommen sind, kann ich ebenfalls nachvollziehen, auch wenn bei mir bei sowas nicht Tränen gekommen sind, sondern Panikempfindungen.
So schlimm das gestern auch für dich war, so kannst du diese Situation zum Anlass nehmen, etwas für dich dazu zu lernen und entsprechend für dich vorzusorgen.
Ist das bei dir auch so, dass dich mehrere Termine hintereinander total stressen bzw. unter Druck setzen? Bei mir ist das so, deshalb vermeide ich das nach Möglichkeit und verteile solche Termine u.U. auf mehrere Tage. Und ich habe meinen Mann ins Boot geholt, der mir, wenn ich nicht beim Arzt anrufen kann oder etwas abholen kann - das ist mir krankheitsbedingt manchmal einfach nicht möglich -, das abnimmt.
Rückblickend könntest du dir vor Augen führen, ob es tatsächlich sinnvoll und gut für dich gewesen wäre, Alkohol zu trinken und ggf. Rückfall zu erleiden, nur wegen der Nachlässigkeit dieser HNO-Praxis. Hätte das irgendwas für dich besser gemacht? - Das kann hilfreich sein, um den verführerischen Gedanken, dass Trinken als Selbstmedikation in Frage käme, entgegenzuwirken und ihnen das Verführerische zu nehmen. Stell‘s dir wie ein Training vor, dir diese Verbindung „Alkohol = gut/ geeignet zur Selbstmedikation“ abzugewöhnen.
Und schließlich kannst du dich nach Möglichkeiten umschauen, was statt zu trinken tun könntest. Es gibt da zum Beispiel Atemübungen, Körperübungen und sogenannte Skills https://alkoholforum.de/article/1-alkoholiker-glossar-abk%C3%BCrzungen, um mit Situationen starker innerer Anspannung adäquat umgehen zu können. Ich selbst hab mir im Laufe der Zeit dies und das als hilfreich kennengelernt und wende es ggf. an.
Ich find‘s gut, dass du trotzdem zum CT-Termin gegangen bist. Wenn man bedenkt, wie teuer so eine Untersuchung ist (in der Radiologie, wo ich regelmäßig zur Kontrolle hin muss, laufen die Geräte fast rund um die Uhr und einmal, als es in unserer Stadt Stromausfall gab, war das für diese Praxis fast eine Katastrophe, ohne eine entsprechende Versicherung wäre das die Praxis teuer zu stehen gekommen.) und dass ein kurzfristiger Terminausfall nicht durch einen anderen Patienten kompensiert werden kann, war die Wahrscheinlichkeit, dass sie dich abweisen, gar nicht sooooooo hoch. Eine Überweisung hattest du ja grundsätzlich schon, auch wenn die vom letzten Quartal war, und meines Wissens nach hätte eine für dieses Quartal gültige Überweisung ggf. auch nachgereicht werden können. Es war ja auch nicht dein Versäumnis, sondern das Versäumnis der HNO-Praxis.Wie du mit deiner Trauer umgehst, finde ich sehr gut. Ich habe das Sterbebildchen von meiner Mama und ihren Rosenkranz auf meinem Nachtschränkchen und rede auch oft mit ihr.
Ich habe das auch erst lernen müssen, mit meiner Trauer umzugehen. Am liebsten möchte man ja davor davonlaufen, weil‘s so weh tut, aber hilfreich ist das eher nicht….
Darf ich dich fragen, was ein „Sterbebildchen“ ist? Ist das so ein Bild, wie man es bei Trauerfeiern neben dem Sarg oder der Urne aufstellt, oder ist das ein Bild von einem Sterbenden oder bereits Toten? Ich kenne diesen Begriff nicht.
Ich finde das gut, welchen Weg du für dich gefunden hast. Das Bild kannst du dir ansehen und mit ihm sprechen und den Rosenkranz kannst du anfassen. Beides erzeugt Nähe, wo uns die Nähe doch sonst soooo sehr fehlt. Für mich ist meine Mama nicht ganz weg, sondern irgendwie doch noch anders da, auch wenn sie körperlich nicht mehr da ist. Auf jeden Fall hat sie einen festen Platz in meinem Herzen und in meinen Erinnerungen und ich bin ihr auch dankbar für das, was sie für mich getan hat und wie oft sie für mich da war, wenn ich sie brauchte. Eine solche Dankbarkeit trägt übrigens auch durch die Trauer.
Liebe GrüßeAmSee
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Na, wenn das so ist, wird sich ja in den nächsten Jahren etwas ändern, bei so viel Aufklärung
Ich habe dir lediglich widersprochen, dass ein Bewusstseinsaufbau gezielt verhindert würde.
Wenn du da mehr herauslesen willst…. 🤷♀️Am Ende verweist du selbst auf einen Beitrag, den es nicht geben dürfte, wenn bei uns tatsächlich gezielt ein Bewusstseinsaufbau verhindert würde.
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Wahrnehmung und Bewusstsein, also Zuammenhänge (Ursache und Wirkung) begreifen/verstehen über das Empfinden hinaus, sind doch völlig unterschiedliche Dinge.
Kann es sein, dass wir mal wieder aneinander vorbeireden?
Ich habe in diesem Zusammenhang den Eindruck von Wortklauberei…
Kurz und gut, ich habe nicht den Eindruck, dass bei uns hier in Deutschland Bewusstseinsaufbau gezielt verhindert würde. Im Gegenteil ist entsprechende Aufklärung über das, worüber du da sprichst, regelmäßig in den Medien. Ich erkenne darin durchaus das Bemühen, entsprechendes Bewusstsein aufzubauen.
Dass trotzdem von diversen Konzernen sogenanntes „Greenwashing“ betrieben wird, steht auf einem anderen Blatt. Doch auch darüber findet in den Medien regelmäßig Information und Aufklärung statt. -
So lang sich Gewinne erzielen lassen und der Mensch so bequem bleibt, wie er nun mal ist bzw. wurde, wird sich kaum etwas ändern, weder bei Zigarettenstummeln, noch beim sonstigen Konsum.
Ich persönlich finde diese Pauschalisierung unglücklich und wenig förderlich.
Mancher Mensch, der seine Kippen einfach so in die Natur wirft, mag möglicherweise so bequem sein, weil ihm gar nicht bewusst ist, welche Folgen das hat. Vielleicht hat er‘s nicht besser gelernt.🤷♀️
Insofern könnte eine solche Nachricht, wie die obige von Stilles Wasser eingestellte, auch eine Chance zur Sensibilisierung für die Problematik sein.
In dem Zusammenhang fällt mir ein, wie ich selbst dafür sensibilisiert wurde, den Kot, den unser Hund auf der Straße hinterließ, zu entfernen. Das war damals, als ich noch Jugendliche war, für mich ein sehr unangenehmes Erlebnis, weil die Begegnung mit dem, der mich darauf ansprach, ziemlich unangenehm war. Im Nachhinein ist es mir sogar peinlich, dass mir selbst das nicht von Anfang an bewusst war, ja ich von meiner Familie nicht von vornherein entsprechend erzogen worden war. Hundekot auf den Wegen war damals sozusagen etwas normales…Mit Kippenstummeln und Kaugummi verhielt sich das damals ähnlich…
Wenn‘s bei einer Sensibilisierung bedurfte…. Verhält sich das bei anderen vielleicht auch so?
Bewusstseinsaufbau wird gezielt verhindert
Das nehme ich anders wahr….Ich frage mich, woran Du eine solche Aussage festmachst. Klingt für mich wie eine der Äußerungen aus entsprechenden Blasen…
AmSee (als Vollmitglied) -
Da der Thread RE: Nikotin News eigentlich nur für News, um mal über den Tellerrand zu schauen, gedacht ist, habe ich Paul s Beitrag auf Stilles Wasser s letzte News zum Anlass genommen, einen neuen Thread mit dem obigen Titel zu eröffnen und die beiden Beiträge hierher zu verschieben.
Freundliche GrüßeAmSee (als Moderatorin)
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Alles anzeigen
26.11.2024
Müllproblem Mikroplastik
Zigarettenkippen schaden Umwelt mehr als gedacht
Zigarettenstummel sind laut WHO das häufigste Abfallprodukt. Zwei Drittel
der weltweit gerauchten Zigaretten landen in der Natur, wo sie massive
Schäden für die Tier- und Pflanzenwelt anrichten.
tagesschau.deIch habe diesen Beitrag versehentlich mit in den neuen Thread RE: Nikotin News - Gesellschaftskritik - Diskussion verschoben. Da ich das nicht rückgängig machen kann, taucht er hier leider nur noch als Zitat auf.
Freundliche GrüßeAmSee (als Moderatorin)
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Hallo Ciara,
wie geht es dir inzwischen?
Solche Zeiten, wie du sie am Freitag bewältigt hast, sind zweifellos schwierig. Ich kenne das auch und ich hab sie mir früher mit Alkohol leichter zu machen versucht. Ich hab geglaubt, dass es das besser macht. Hat es aber nicht.
Ich wünschte mir auch, dass meine Mama noch da wäre, aber das ist leider nicht möglich. Ihre Zeit zu gehen war schließlich gekommen.
Ich habe nach Möglichkeiten, Wegen gesucht, um „richtig“ darüber trauern zu können, dass sie nicht mehr da ist und dass sie mir fehlt.
Zum einen war mir bewusst, dass das wichtig für mich ist und dass ich dem Raum und Zeit geben muss, zum anderen sehe ich darin auch ein Zeichen der Würdigung und Wertschätzung meiner Mutter. Sie (und auch andere) ist es wert, dass ich um sie trauere.Wann immer mir danach ist, rede ich mit ihr, manchmal zünde ich auch eine Kerze in einer Laterne an, die ich von ihr habe, setze mich davor und denke besonders an sie. Am Anfang hab ich dann noch ein Bild von ihr zur Hand genommen, das brauche ich inzwischen aber nicht mehr.
Bei Geburtsfeiern zum Beispiel lege ich in der Regel ein bestimmtes Geschirr auf, das ich von ihr geerbt habe, und denke mir, dass sie auf diese Weise noch dabei ist. Und ich trage auch ein Schmuckstück, das sie mir geschenkt hat.
Liebe GrüßeAmSee
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Hi Tom,
ich find‘s auch schön, von dir zu hören. 300 Kilometer hast du schon! Alle Achtung!
Da, wo ich an diesem Wochenende bin, liegt gerade Schnee und es ist soooo kalt. Brrrr….😅 Und schon am Nachmittag wird’s bei uns wieder dunkel.Eine völlig andere Welt als bei dir da unten, wo offenbar noch angenehme warme Temperaturen herrschen. Danke dir für das kleine Fenster in deine derzeitige Welt.

Liebe Grüße
AmSee
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Alex07 , das hast du lieb gesagt und ich fühle mich auch geschmeichelt, aber ich denke, dass das, was Paul interessiert, Kosten von sowas und Zeitaufwand betrifft. Korrigiere mich bitte, Paul, wenn ich das missverstanden habe.
Soweit mir aus einem anderen Zusammenhang bekannt ist, ist sowas nicht gerade billig und verlangt durchaus etwas Zeit von Seiten eines IT-Fachmanns.DAS gehört aber wohl eher nicht in den öffentlichen Bereich, oder? 😉
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Anmerkung: Da eine hier zustande gekommene Diskussion meines Erachtens das eigentliche Interesse dieses Threads sprengte, habe ich mir erlaubt die entsprechenden Beiträge in den Thread RE: Warum schmecken wir Alkohol in Lebensmitteln, obwohl gar keiner vorhanden zu verschieben.
Freundliche GrüßeAmSee (als Moderatorin)
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Hallo Paul,
Trinkt man reines oder mit Wasser verdünntes Ethanol wird man bestimmt feststellen, dass man da ganz schön lange suchen muss, um überhaupt einen Geschmack zu finden.
das wage ich zu bezweifeln, kann’s oder mag’s aber auch nicht im Selbstversuch beweisen. 😅
Eine Bekannte von mir hat ihren Limoncello immer mit Alccol puro, den sie sich aus Italien mitgebracht hat, angesetzt. Schmeckte abgesehen von dem Zitronenaroma stets sprittig, nur halt nicht wie mit Korn angesetzte Liköre auch noch nach Korn.
Doch nochmals, so wie ich das verstanden habe, geht‘s in diesem Thread hier doch letztlich um eine Sammlung von Lebensmitteln, die zwar keinen Alkohol enthalten, wegen ihres Geschmacks aber trotzdem triggern könnten.Was dich interessiert, ist zwar durchaus interessant und bedenkenswert, aber gehört das hier rein oder ist das nicht vielmehr eher ein weiteres Thema? 🤷♀️