Beiträge von Erkenntnis

    Ein Glas, es lässt sich oft beliebig füllen,
    der Krug - sagt man - er geht zu Wasser bis er bricht.
    Die Sucht, sie lässt sich nicht so ohne weit'res stillen,
    die Nacht, sie duelliert das Sonnenlicht.

    Ich will nicht, dass es über mir zusammenbricht...

    Mist gebaut...

    Ich glaube ein kleines Stückchen Ehrlichkeit gehört dazu ...
    Seit Donnerstag hat mich die Einsamkeit überflutet - wieder einmal alleine im im Hotel, weil ich ein paar Tage frei nehmen musste -
    eigentlich kein Grund, aber ein Motiv um zur altgewordenen Gewohnheit zurückzukehren.
    Habe mich seit dem wieder "etwas" gehen lassen.
    Ich schreibe das hier nicht um Mitleid zu erfechten, sondern um zu bestätigen wie schnell es in die falsche Richtung, in die lieb gewordenen Gesellschaft gehen kann.
    An der Rezeption steht ein Getränkeautomat, und zur Calzone hab ich mir ein paar Bier bestellt.
    Das Scheißzeug steht ja auch überall herum..
    Gruß an alle die es besser machen.

    Hallo Hanna

    Ich bin 54 und habe mich entschlossen keinen Alkohol mehr zu trinken.
    Du bist 60 und kannst es auch.
    Wieviel Bier du täglich zu dir nimmst weiß ich nicht, aber wenn du schon sehr, sehr lange trinkst ist es vielleicht sinnvoller einen Arzt zu Rate zu ziehen.
    Voraussetzung ist natürlich dass du auch aufhören möchtest zu trinken.
    Denn wenn deine Leber schon Schaden genommen hat, wirst du dir keinen Gefallen tun, wenn du weitertrinkst. Aber das weißt du ja.
    Das Gefühl welches du beschreibst, dieses "kurze Glück" kenne ich.
    Wahrscheinlich kennen es alle hier. Nur ist es so, dass dieses kurze Glück leider auch das Leben verkürzt.
    Und das ist es nicht wert. Selbst wenn es wie in meinem Fall wohl nur noch "Schadensbegrenzung" ist, jedes Jahr was man zurückgewinnt bedeutet 365 mal
    aufwachen und sich auf einen neuen Tag freuen.
    Dein Problem ist vielleicht das allein zu Hause sein. Aber mit dem Alkohol bist du in schlechter Gesellschaft.
    Du musst dir Hilfe suchen wenn du es alleine nicht schaffst - es tut zwar gut mal darüber zu sprechen, verstanden zu werden - aber online kann dein Problem so nicht gelöst werden.

    Alles Gute dir
    Erkenntnis

    Hallo Koma82
    Bin eigentlich selber noch lange nicht so trocken dass ich Staub husten kann, deshalb kann ich dir nur im Rahmen meiner bescheidenen Erfahrungen antworten.
    Nach dem, was ich hier im Forum erlesen habe - und bei der Menge die du konsumierst - kann meiner Meinung nach nur ein Arzt helfen.
    Entschuldige meine Neugierde, aber "ein bis drei Flaschen" Vodka am Tag, wie kommt so eine ungleiche Menge zustande?
    Ich meine, wie oft werden es drei Flaschen? Und wie lange geht denn das schon?
    Frage die anderen hier im Forum wie und wo du am schnellsten medizinische Hilfe bekommst.

    jeden Tag sage ich mir nein morgen nicht aber es ändern schaffe ich nicht...

    [quote='Koma82','https://alkoholforum.de/forum/index.ph…40554#post40554']
    Wenn dir schon klar ist, dass du es nicht alleine schaffst, dann ab zum Arzt mit dir.
    Sonst gehst du vor die Hunde.

    LG
    Erkenntnis

    Hallo Daun
    Das kenne ich sehr gut.
    Fast jedes Mal, wenn ich über einen "längeren Zeitraum" - sagen wir mal so um die 10 Tage - ausgesetzt habe,
    träumte ich, dass ich entweder Alkohol trinke oder hingestellt bekam und ablehnte.
    Manchmal bemerkte ich im Unterbewusstsein dass ich schlafe, passiert mir öfter in unangenehmen Träumen, und dann habe ich nichts getrunken.
    Weil ich ja irgendwie den Traum steuern konnte.
    Klar, unsere Ängste oder Befürchtungen - egal in welche Richtung - bleiben gespeichert und werden im Schlaf abgerufen.
    Oder so.
    Denke ich jedenfalls.
    Und an was man vor dem Einschlafen denkt, könnte es auch liegen. Wie eben an das Buch in dem du gelesen hast.
    Wünsch dir gute Träume, Daun.

    LG
    Erkenntnis

    Hast du endlich das Glück aus der Flasche vergessen?
    Warst ja lang auf der Suche, doch nun findest du dich.
    Hast du vor dieser Zeit denn nicht alles besessen?
    Bis das Hell guter Jahre einer Dunkelheit wich.

    Das Glück aus der Flasche wühlt in deinen Gedanken,
    unter seinem Gewicht weinen Kleeblätter Tau.
    Tau, in dem all die schönen Gefühle ertranken
    und es zog dich hinab in sein ewiges Grau.

    Verleugnet, verdrängt hast du alle Gefahren,
    nach dem Kuss mit der Flasche blieb deine Hand leer.
    Willkommen im Leben nach all diesen Jahren;
    das Glück aus der Flasche - nein - du willst es nicht mehr!

    Erkenntnis

    Hallo Yanis
    Na das freut mich!

    Ja, ich fühle mich um Welten besser, zwar noch nicht wie auf Wolke sieben - aber da bekommt man eh schwer einen Landeplatz.
    Mein Wille hat noch keinen Kratzer bekommen - und irgendwie habe ich das sichere Gefühl, dass du mindestens genauso gut drauf bist.
    Ich wünsche auch dir eine weitere gesunde Woche - wir lesen uns.

    LG
    Erkenntnis

    Alles gut, Susanne, ich sehe deine Ratschläge als Hilfestellung.
    Und ich suche ja auch den Austausch mit allen die es schon geschafft haben, oder noch daran arbeiten.
    Aber lieber nur online, da lese ich auch viel heraus, ich habe mich hier schon durch einige Seiten gelesen und Parallelen gefunden.

    Hab einen schönen Abend
    Erkenntnis

    Hallo Traumwandlerin
    Auch von mir ein Herzliches Hallo.
    Da ich erst seit ein paar Tagen hier eingetroffen bin, kann ich dir keine Ratschläge bieten, aber manchmal tut es schon gut verstanden zu werden.
    Ich könnte mir vorstellen, dass dein Körper den Alkohol nicht mehr erträgt, dass er durch das Schwitzen versucht ihn auszustoßen.
    So wie manchmal Allergien aus heiterem Himmel auftreten und der Körper gegenreagiert.
    Aber dein Arzt wird dir nach den Untersuchungen die richtige Diagnose stellen.
    Auch wenn es - was ich für dich hoffe - kein körperlicher Schaden ist, so nimm es als die beste Gelegenheit und lass dir helfen vom Alkohol loszukommen.
    Hier gibt es viele die es schon geschafft haben, und dir gute Hinweise, Empfehlungen und Hilfestellungen geben werden.

    Alles Gute dir
    Erkenntnis

    Hallo Susanne68
    Danke für deine gutgemeinten Vorschläge welche ich aus deinen Rückblicken lese.
    Es ist so wie du schreibst; jederzeit aufhören können - aber auch jedes Mal wieder anfangen.
    Ich habe ja auch schon oft aufgehört, aber nie mit so einer festen Überzeugung wie jetzt. Und ich hätte oft genug schwerwiegende Gründe gehabt.
    Alles in allen war ich eigentlich mit größeren Pausen ganz zufrieden.
    Es ist nicht so dass es mir jetzt so viel schlechter geht als vielleicht vor zehn Jahren, es ist auch kein Katastrophenbericht einer Vorsorgeuntersuchung,
    es ist meine radikale Entscheidung, welche mich selbst etwas überrascht.
    Ich glaube dass man die Augenblicke im Leben nutzen muss. Ich meine solche Augenblicke, die sich auftun wie verborgene Türen ...

    LG
    Erkenntnis

    Hallo Britt
    noch kurz zu deinen letzten Fragen, jetzt habe ich wieder eine Tastatur vor mir.
    Warum soll es diesmal klappen - die Zeit ist reif, alles spricht dafür. Und nein, ich habe keinen Plan, nur meinen Willen.
    Fachliche Hilfe - ich respektiere jeden der diesen Weg wählt - möchte ich nicht.
    Ich werde in den nächsten Wochen eine Mauer um mich ziehen. Das fällt mir nicht schwer, ich bin zum Einzelgänger geworden.
    Und in einem Schneckenhaus gibt es keinen Hinterausgang ... ;)
    Nochmal vielen Dank für deine Hilfestellung!

    Erkenntnis

    Hallo Britt
    Danke der Nachfrage, es geht schon. Laufe noch etwas neben der Kappe, aber ich komme schon wieder in die Spur. Muss nur aufpassen, (bin auf Arbeit). Aber gegen Abstürze kann ich mich sichern. Wenn es doch immer so einen Gurt gäbe im Leben. Ja, bin nüchtern geblieben. Und auch auf deine andere Frage ein Ja. Das ich Alkoholiker bin. Ich habe immer gemeint, ich bin einer von denen die das jederzeit ausbremsen können. Reduzieren. Gelang aber immer nur auf kurze Zeit. Ja, der Entzug ist diesmal etwas heftiger. Liegt aber daran, dass ich wieder Schnaps getrunken hatte. Zu den anderen Fragen später, Pause ist um und auf dem Handy schreiben ist für mich eine Qual. LG Erkenntnis

    Hallo Mira
    O ja, das ist ein gutes Argument für den Klick.
    Die vergangene Zeit ist ja nun vergangen - aber man kann auch noch seine Zukunft verlieren.
    So wie du schreibst; das Leben ist endlich. Und wir wollen doch noch etwas bleiben.
    Ich stell mir manchmal vor, was ist wenn man nach so einem Vollrausch nicht mehr aufwacht.
    Was für ein Bild zurückbleibt, wenn andere vor deinem Bett stehen man vielleicht noch die Schuhe an den Füßen hat und ringsherum die Flaschen liegen.
    Da hör ich schon wieder; Klick...

    LG Erkenntnis

    Hallo Britt, danke für deine Zeilen.

    Mir ging es gestern so beschissen, dass es mir unmöglich war einzukaufen. Die zwei Flaschen Schnaps von Mi/Do haben mich noch etwas durchgeschüttelt.
    Also musste heute der Lieferservice her. Seit langer Zeit habe ich nicht zuerst bei den Getränken nachgeschaut, um dann irgendetwas essbares hinzuzufügen.
    Und es hat auch auf einmal alles in eine kleine Tüte gepasst. Sonst musste ich eigentlich immer mit einer Stofftasche an die Türe..
    Der Weg zur letzte Stufe wird wohl aus vielen kleinen Zwischenzielen - so wie dieses eben geschriebene - bestehen.
    Heute Nacht wird es vielleicht noch einmal unbequem im Bett, aber morgen ist ein neuer Tag.
    Ja, du hast schon recht Britt, eine wahrlich hohe Stufe.. Aber erreichbar. Schritt für Schritt. Anders kann ich es mir nicht vorstellen.

    LG Erkenntnis

    Der berühmte Klick im Kopf, dieser Aufschrei im Hirn welcher einen mental so richtig durchrüttelt - ist es vielleicht eine letzte Abwehrreaktion des eigenen Körpers,
    ein letzter Schuss vor dem Bug? Ich meine, man hat ja schon genug Warnsignale überfahren. Wissentlich.
    Woher kommt dann auf einmal dieser Respekt vor einer gelb/roten Ampel.
    Ich fühle mich so, als hatte ich 35 Jahre vergessen auf Empfang zu schalten.
    Vielleicht haben ja auch verschiedene Faktoren miteinander eine Rolle gespielt.
    Die richtige Zeit, die richtige Stimmung und das bekannte Gefühl neben sich aufzuwachen.
    Vielleicht hab ich ja auch nur zu viel Kaffee getrunken ... ;)

    LG
    Erkenntnis

    Hallo Daun
    das mit dem Video ist sicher hilfreich - ebenso deine Bilder von der Thommener Höhe.
    Weil man solche Videos wie solche Einrichtungen - mit der richtigen Einstellung dazu - nicht vergessen sollte.
    Ich habe Fotos auf meinem Handy gespeichert. Habe es schon mal erwähnt; "der Morgen danach" ..
    Wenn ich da meine vom Alkohol verzerrte Visage sehe, und mir vorstelle wie es mal ist wenn die Gesichtszüge nicht wieder eingleisen, wird mir ganz anders.
    Das sind so kleine Brücken, die man sich bauen kann.
    Aber einen Therapeuten aufsuchen, nein da habe ich einen Bremsklotz im Gleis.
    Ich habe von Ärzten, ohne alle über einen Kamm zu scheren, keine gute Meinung. Zu viel Routine im Spiel. Komm ich vielleicht noch einmal drauf zurück.
    Tja, was macht man nun mit dem angerissenen Abend? Abreißen.
    Gedankenbilder auf die Reise schicken, grübeln, ablenken. Und Literweise Kaffee reinschütten...

    LG
    Erkenntnis