hey gerchla,
erstmal ein großes wow. ich danke dir für deine ausführliche antwort und finde gar nicht, dass du zu harte worte gewählt hast. ich fühle mich gerade ein bisschen luftig in der brust, weil deine worte so gut tun. zum einen die erfahrungen zu hören, die ich so eben selbst nicht nachvollziehen kann und mir wünsche zu verstehen - von meinem vater aber nicht einfordere (einfordern will?) und die du so freimütig teilst. danke!
das mit der co-abhängigkeit ist ein gutes stichwort, das werde ich mir mal genauer anschauen. du hast das alles sehr gut erkannt und zusammengefasst, ich denke er ist ein funktionierender alkoholiker. er hat einen job verloren wegen einer fahne, die man auf arbeit roch, hat allerdings ziemlich schnell einen neuen gefunden (da ist er erstaunlich wendig und kümmert sich immer sehr darum). und auch das mit dem "netter" alkoholiker bin ich bei dir. auch wenn er nicht schlägt oder pöbelt, schadet er natürlich mit dem alkoholkonsum und den daraus folgenden verhaltensweisen.
ich glaube, ich muss das für mich klären, abschließen, auflösen. und wie ich das mache weiß ich (noch) nicht. ich möchte es so gern, aber es sind eben widersprüchliche gefühle in mir.
es tut auch so gut zu hören, dass ich nicht für die leben meiner familienmitglieder zuständig/verantwortlich bin. ich weiß das eigentlich, aber ich habe das gefühl ich finde die mitte nicht zwischen der stimme die sagt "du bist nicht verantwortlich, grenz dich ab" - die häufig in ein extrem abdriftet und die andere die sagt "du kannst helfen also tu es". aber nun ja darauf hast du auch schon weise worte geantwortet.
alles gute auch für dich
hjerti