Beiträge von drybabe1987

    Hallo
    ich habe mich gerade hier registriert weil ich mir Austausch und Unterstützung wünsche.
    Zu mir ich bin weiblich, keine Kinder ledig werde im Februar 34 und bin Alkoholikerin. Um diese Einsicht zu bekommen hat es jetzt 4Jahre gedauert :-X
    Aber besser spät als nie.
    Suchtgeschichte: Das erste Mal betrunken mit 14 auf einer Party. Danach folgten regelmäßige Abstürze in der Discozeit mit vielen Peinlichkeiten und später auch Filmrissen. Es folgte eine 4 Jährige toxische Beziehung wo der Alkoholkonsum noch mehr ausartete. Ich war unglücklich und habe den Alkohol benutzt um meine Gefühle zu betäuben. Zu diesem Zeitpunkt trank ich aber noch nicht für mich alleine sondern nur in Gesellschaft.
    2016 nach der Trennung von meinem Ex fing es an das ich für mich alleine trank. Gründe fand ich immer : Belohnung nach nem langen Arbeitstag am Samstag (Einzelhandel), um das Wochenende einzuläuten, Frust wegzuspülen, bei einem Brunch, auf Parties. Ihr kennt das sicher alle.
    Es kam wie es kommen musste aus einer Flasche Wein "nur" am Wochenende wurden iwann 2 Flaschen, dann iwann Freitag und Samstag 2 Flaschen. Iwann fing ich auch in der Woche an zu konsumieren aber erstmal "nur" wenn ich Spätschicht hatte. Das blieb natürlich nicht dabei. Ich saß sehr oft mit Promille am Steuer wenn ich in die Frühschicht musste. Zum Glück ist nie was passiert und ich habe meinen Führerschein noch.
    Es pendelte sich bei durchschnittlich 2 Flaschen Wein jeden 2 Abend ein es gab aber auch schon öfters 3 Flaschen. Im Urlaub wurde natürlich jeden Abend gesoffen :o. Das Ende vom Lied war das ich natürlich iwann mein Job verlor, weil ich verkatert öfters nicht aus dem Bett kam. Das kam sehr gelegen um schonungslos weiter zu saufen das ganze letzte Jahr. Trinkpausen habe ich öfters mal eingelegt. 2018 schaffte ich es 6 Monate ohne, 2019 insgesamt 5Monate und 2020 komme ich auch so auf 5 Monate. Der Entschluss das Dilemma zu beenden kam erst diesen Samstag da "gönnte" ich mir meine letzten zwei Flaschen Wein. Also heute Tag 2 der Trockenheit.
    Ich weiß kalter Entzug kann gefährlich sein aber bis auf mehr Schweiß und schlechten Schlaf hatte ich nie iwelche Entzugserscheinungen.
    Der Plan ist nun die Tage einen Termin bei der Suchtberatung zu machen und wenn es Corona zulässt auch bald eine reale Selbsthilfegruppe aufzusuchen, da ich es alleine einfach nicht dauerhaft schaffe.