Hallo Greenfox und Susanne, Danke für eure Rückmeldungen !
Manchmal wünnschte ich mir die Zeit voraus drehen zu können, und bereits eine gefestigte Trockenheit wie ihr beiden zu haben. Stehe noch so am Anfang und auf wackeligen Beinen. In dieser Hinsicht arbeitet wohl die Zeit die vergeht für uns, es ist jetzt auch schon einfacher als vor einigen Monaten.
Susanne
« Trocken habe ich mir diese Möglichkeiten anders geschaffen, den inneren Rückzugsraum zum Beispiel durch Meditation. «
Genau das habe ich schon von vielen erfolgreichen Abstinenzlern gehört ! Ich habe dazu irgendwie keinen Zugang, ich müsste mich da wirklich von jemandem einführen lassen. Interessant und ein Versuch Wert wäre es bestimmt.
Mit meinem Traumatherapeuten arbeite ich auch auf einer emotionalen Ebene, also keine klassische Gesprächstherapie, es ist ein anderer Ansatz und bringt mich wirklich weiter.
« Heute kann ich nüchtern lustiger sein als ich es betrunken wohl jemals war, wahrscheinlich bin ich auch für andere Leute angenehmer, denn wenn ich so richtig betrunken war, habe ich ja eine Menge Blödsinn erzählt, und es gibt hinterher kein böses Erwachen ».
Ja das böse Erwachen…Es ist mit der Zeit immer schlimmer geworden, ich wurde im Suff immer sehr agressiv, Blackouts waren die Regel und der Morgen danach mit zitternder Stimme auf Info-suche um herauszufinden was ich alles geboten habe. Gott… :-[
Dass ich mal nüchtern feiern kann hoffe ich sehr, kann ich mir aber heute noch nicht vorstellen. Will es auch nicht ausprobieren, noch zu riskant.
Greenfox
« Negative Erlebnisse jedweder Art sind Schei...benhonig, ich weiß. Und sie können wunderbar immer und jederzeit als Ausrede herhalten. »
Am Anfang war halt der Alkohol wirklich eine Art Rettung, ein gutes Mittel sich nicht dem Schrecken stellen zu müssen. Später hielt das Trauma tatsächlich manchmal als Entschuldigung hin, nicht mir selbst gegenüber sondern anderen gegenüber. Ich habe mir in dieser Hinsicht aber nie wirklich was vorgemacht, denn ich wusste sehr schnell dass ich auch ohne Missbrauch Alkoholabhängig geworden wäre. Ich bin davon überzeugt sogar, denn der erste Rausch hatte bei mir etwas ausgelöst, dass ich nicht mehr kontrollieren konnte, ich wollte nur mehr davon, möglichst schnell und viel. Ich glaube das Erlebte hat einfach die Dinge beschleunigt, den Prozess der Abhängigkeit sofort auf höheres Level gebracht…ich kannte ja auch nie einen moderaten Konsum…wozu auch, ich wollte ja betrunken sein, von Anfang an !
Der übelste Zustand war wohl das Halb-betrunken sein…wenn ich nicht weiter trinken konnte es aber wollte. Schrecklich zu was ich da alles in der Lage war, wäre Meilen gegangen für Alkohol.
Ich hätte übrigens auch sehr gut in andere Drogen abstürzen können, sowie es Susanne beschrieb. Alleine die Angst hielt mich davon ab. Zum Glück.
« Und siehe da - zumindest bei mir hat es geholfen: ich kann wieder über die Probleme reden, ohne in Tränen aus- und zusammenzubrechen und ohne zur Flasche greifen zu "müssen". »
Genau das wird auch für mich eintreffen, ich bin mir da ziemlich sicher. Jedenfalls werde ich alles dafür tun !
:sun: Rina