Es ist ein absoluter Irrglaube zu meinen,ein Alkohiker müsste täglich trinken...das war bei mir nie so. Ich war aber sehr Exzessiv in meinem Konsum,wenn dann richtig...alles oder nichts.
Das Verheimlichen ist wie du erkannt hast kein gutes Zeichen...die konsumierte Menge herunter spielen,sich Rechtfertigen etc...
Hast du mal versucht sie direkt auf deine Beobachtungen und Sorgen anzusprechen? Mit Vorwürfen kommst du nicht weit aber ein neutrales Gespräch könnte dir helfen...
Beiträge von Rina
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Hallo Outdoor,
Willkommen im Forum!
Für mich liest es sich leider auch so,als ob sie auf gutem Weg in eine Abhängigkeit ist, falls dies nicht schon Fakt ist.
Ich war auch mal in dem Stadium,wo ich zwar selber wusste dass ich zuviel trinke,es aber auf keinen Fall anderen gegenüber zugegeben hätte. Aus dem einfachen Grund weil ich nichts daran ändern wollte.
Sie wird dir sämtliche Argumente gegen ein Alkoholproblem und v.a. Abhängigkeit aufzählen,die auch bei mir so passten:
Trinke nicht täglich, habe geregeltes Leben,super Job, mache viel Sport,lebe gesund...lasse mich halt gerne ab und zu gehen um dem Stress zu entfliehen...etc.Obwohl dem auch bei mir so war wusste ich für mich selber,dass ich Alkoholabhängig war,aber wenn ich das so geäussert hätte,hätte das konkrete Aktionen verlangt. Ich war aber lange nicht bereit dafür...bis zum Schritt zur Selbshilfe und Akzeptanz musste ich noch lange leiden und halt mit der Zeit auch immer mehr trinken...
Wenn sie ihren Konsum nicht ändern will kannst du sie nicht dazu überzeugen. Vielleicht wird sie eine Zeit lang etwas aufpassen und zurück stecken,auf Dauer wird’s aber nichts wenn sie es für sich selber nicht so will. Du kannst in der Tat wirklich nur für dich schauen,dir vielleicht Beratung holen,Abstand nehmen oder es akzeptieren.
Ich würde dir raten mit dem Thema nicht alleine zu bleiben...die Alkoholkrankheit ist eine komplexe Krankheit,schwierig für die Betroffenen selbst und ebenso für die Angehörigen. Informieren hilft immer und teile dich hier mit wenn’s dir Zuviel wird.
Schwierig zu sagen in welchem Stadium sich deine Freundin befindet aber jeder hat mal klein angefangen...von alleine wird’s eigentlich nie einfach so besser,wie beim Rauchen muss man aktiv werden wenn sich was ändern soll.Lg Rina
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Hallo,
Ich kann mich dem Geschriebenen von Susanne nur anschließen... ich glaube ich habe auch ewig lange an diesem Ziel 1-2 Gläser festgehalten mit der reinen Absicht bei Gelegenheit richtig auszuholen! Es war so ein Alibi...denn wenn ich dann abstürzte war das ja irgendwie im Rahmen.. à la „kann ja jedem gemässigtem Konsumenten mal passieren „...Es „passierte bei mir nur nicht einfach mal so und dann Schwamm drüber, nein ich plante die Abstürze regelrecht,sehnte Gelenheiten nur so herbei. DAS steckte wirklich hinter dem Wunsch ab und zu mal zwei Gläschen zu heben...Ich wusste in meinem tiefen Inneren immer,dass 2 Gläschen schlimmer sind als null Gläschen,denn wenn der Anstoss mal gegeben wurde,den Saufdruck aufzuhalten war höllisch schwierig...unmöglich zu 99% der Fälle.
Ich wollte dir mit meiner Ansicht dazu nur einen Denkanstoss geben...sei ehrlich zu dir selber und du findest Antworten. Und du musst eben nicht akzeptieren keinen Marathon rennen zu können, bei langem Training kannst du es schaffen. Durch langes Trink-Training bei 1-2 Bier ab und zu ist das sehr fraglich ob es irgendwann mal hinhaut...und wenn doch,wie fühlst du dich damit? Zufrieden? Super gut,Ziel erreicht? Oder frustriert dich jedesmal wenn s anfing lustig zu werden aufhören zu müssen?
Alles gute dir und bleib auf jeden Fall dran!!
Rina
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Ich verstehe dich nur zu gut und kann wirklich nachvollziehen wie du dich fühlst! Obwohl ich ja auf der Abhängigenseite stehe...ich glaub es ginge mir so wie dir,mit der Nähe,der Abneigung, dem Anfassen...Ich kann dich nur in deinem Vorhaben bestärken,pass auf dich auf und hole dir Hilfe. Du musst mit diesem Balast nicht alleine sein. Reden hilft...
Viel Kraft und Ruhe,geh es langsam an,du bist die wichtigste Person in deinem Leben,sorge zu dir!!
Rina
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Hallo Schwänchen,
Willkommen auch von mir!
Ich möchte dir nur den Tipp geben,das Gespräch möglichst emotionals-neutral und Vorwurfslos anzugehen. Dein Mann hat eingesehen,dass er ein Problem hat,das ist schon mal sehr gut und kann eine Basis für eine konstruktive,lösungsorientierte Diskussion sein.
Ich verstehe,dass deinerseits Enttäuschung und Wut dominieren,nur bringt das weder ihn noch dich weiter. Dein Mann trinkt nicht,weil er absichtlich versucht dich zu hintergehen oder dich verar***en will,sondern weil er alkoholkrank ist und nicht anders kann. Vorwürfe brachten mich früher nur dazu,noch mehr zu trinken,war eh schon alles dahin...Hoffe ihr findet einen Weg,der euch weiter bringt!!
Rina
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Hallo pokmul
Wie geht es dir denn heute?
Den allermeisten gelingt der Ausstieg aus der Sucht nicht beim ersten Versuch...auch nicht beim 2. oder 3...Niemand behaupten dass es einfach ist!! Ich musste viele Male hinfallen,mich zu einem Neustart aufraffen und zum Teil meine Strategie korrigieren.
Ich bin auch erst seit einigen Monaten trocken,noch weit entfernt von einem „jetzt habe ich es geschafft „ Gedanken!
Das mit der realen SHG ist so eine Sache,ich schliesse mich Rekon und Green an...ohne ist es für die meisten schwierig. Für mich war es unmöglich. Ich muss life die Geschichten und Erfahrungen anderer Betroffener hören,damit ich diese Krankheit verstehen kann. Und da habe ich auch verstanden,dass ich nicht alleine bin,es geht ganz vielen so wie mir. Einige sind seit Jahrzehnten trocken,andere kommen seit Jahrzehnten zur Gruppe werden aber trotzdem noch rückfällig. Es gibt keine Heilungsgarantie...was aber all diesen Menschen gleiche ist,es geht ihnen mit der Gruppe allen besser. Keiner fällt tiefer...als ich es noch alleine versuchte war dies der Fall...die Abwärtsspirale schien unaufhaltsam.
Ich habe festgestellt,dass wenn ich trocken leben will,ich mein Leben von Grund auf anderst gestalten muss. Habe alte „Trinkfreunde“ fallen lassen, endlose Apéro und BBQ Nachmittage mit Freunden durch Aktivitäten und Ausflüge mit den Kindern ersetzt,Sonntagmorgen nicht verkatert im Bett sondern beim Frühsport,Aktiv-Urlaub statt Strand-Cocktail-Urlaub...etc. Einfach nur nicht-trinken hat bei mir nicht zum Erfolg geführt.
Und ja,abgesehen davon habe ich für mich die Entscheidung getroffen sämtliche Hilfsangebote die es gibt zu nutzen...auf jeden Fall habe ich alles ausprobiert,bin nicht überall hängen geblieben aber alles getestet.
Es liegt halt schon sehr viel an dir,wieviel Energie und Willen du in dein abstinentes Leben stecken willst. Es kann trotz aller Massnahmen immernoch scheitern,die Chancen auf Genesung stehen aber besser,wenn man sich aktiv und mit Hilfe darum kümmert.
Bleibe dabei und schreibe wie es dir geht,wo du stehst, Einsamkeit ist ein ganz übler Gegner auf der Suche nach Trockenheit!
Alles Liebe dir und viel Kraft,es lohnt sich!!
Rina
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Super Femme, freue mich sehr über diese Zeilen!!!
Mach weiter so!! -
Susanne, du hast es auf den Punkt gebracht.
Ich denke auch,das wichtigste ist dass SIE was zu trinken haben,ob ich trinke oder nicht fällt wahrscheinlich gar nicht auf...Ich werde einfach paar Biere und süssen Wein im Keller haben,falls die Aufforderung was „anständiges „ zu servieren kommt...und die kommt ganz sicher. Man kann mir dann die schlechte Gastgeberinnen-Karte nicht zuspielen und wieso mein Mann und ich nichts trinken kann 1000 Gründe haben,das stimmt!! Muss ich mir unbedingt merken,das mit der Gegenfrage...wieso sollte man giftige Substanz zu sich nehmen wenn’s gesunde Alternativen gibt?
Es geht mir mit diesem Besuch jetzt besser,nachdem ich verschiedene Ansichten dazu gelesen habe und mir das mal von der Seele schreiben konnte. Ich kann Dinge ganz gut dramatisieren,da ist es gut neutrale Perspektiven zu sehen...
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Vielen Dank für eure Gedanken und Anregungen!
Also meine Schwiegereltern sind sich meiner Krankheit nicht im Klaren,ich habe das Thema nur mal angedeutet um sozusagen die Reaktion zu testen. Und da der Test auf dieses totale Unverständnis traf habe ich es sein lassen . Mein Mann meinte auch es würde alles einfacher machen wenn ich Klartext reden würde, das will ich aber nicht. Es sind Leute,die ich nicht mag,zu denen ich kein Vertrauen habe und ich will sie möglichst weit weg von meiner privaten Gefühlswelt haben. Und sie würden es nicht verstehen...ich habe echt keine Lust mit denen über sowas zu debattieren.
Natürlich „bezahle“ ich einen gewissen Preis für diese Entscheidung...das ist mir schon klar. Aber ich sehe sie allerhöchstens 2x im Jahr,es geht mir dabei nur darum deren Anwesenheit unbeschadet zu überstehen...
Es fehlt mir bei der ganzen Angelegenheit eindeutig an Selbstvertrauen,das habe ich beim Lesen eurer Texte festgestellt. Ich bin nun mal noch nicht so weit jedem gegenüber zu meiner Abhängigkeit zu stehen und auf deren Meinung zu pfeifen. Und ja,wie gesagt,das Verhältnis ist anstrengend genug,es braucht nicht noch mehr Diskussionsstoff...in den Augen meiner Schwiegermutter bin ich so schon nicht gut genug für ihren Sohn,sie muss nicht alles wissen.
Vielleicht kommt mit der Zeit und der wachsenden Abstinenz auch das Selbstvertrauen...
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Brit,
willst du dich wirklich von deinem Mann trennen und nur die Angst hält dich davon ab? Ich denke ja auch das Träume irgendwas aus dem Unterbewusstsein widerspiegelnSusanne
Meine Familie wohnt im hohen Norden ja,da ist es aber kein Problem weil sie mich unterstützen und niemals Kommentare über einen Alkoholmangel bei mir machen würden. Sie wissen auch Bescheid und respektieren das.
Die Familie meines Mannes kommt aus Süd-Europa,da wo weniger exzessiv dafür aber täglich getrunken wird und Alkoholkonsum zum „Kulturgut „ und „guten Ton“ gezählt wird...Die Schwiegereltern über mein Problem aufzuklären habe ich mal im kleinen Ansatz versucht und die Reaktion getestet: => Absolutes Unverständnis und totale Ignoranz gegenüber der Krankheit, es wurde sehr abfällig über Alkis hergezogen...und dies obwohl sie beide im Gesundheitswesen tätig waren (Arzt). Das heisst aber eben noch lange nichts...Stimmt natürlich schon, es könnte mir auch völlig egal sein wenn noch der letzte Anschein von guter Beziehung zu Nichte geht,wären da nicht die Kinder. Meinetwegen könnte ich auf dieses sehr anstrengende Theater und Schauspiel gerne verzichten,es sind aber halt nun mal die Grosseltern meiner Kinder.
Vielleicht mache ich mir aber auch viel zu viele Gedanken im Vornherein...bin sehr gut darin immer das schlimmste zu befürchten und unendlich Panik zu schieben. Das hindert mich oft am vorankommen und verbaut sämtliche positiven Herangehensweisen im Vorfeld. Vielleicht kommt es ja ganz anders...
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Nun ja,wir hatten diese Situation schon mal...damals hat mein Mann genau das getan, angekündigt dass es keinen Alkohol gibt. Obwohl er die Entscheidung gegenüber seiner Familie auf sich nahm fielen die negativen Reaktionen und blöden Kommentare auf mich zurück (ich empfange sie schlecht, gebe mir keinerlei Mühe,bin geizig,hab überhaupt kein „Art de vivre“, bin misérable Gastgeberin etc etc...)...Wie gesagt, das Verhältnis zwischen uns ist nicht gut. Ich will das nicht noch einmal Tagelang hören müssen,deshalb ist es für mich einfacher auf Alkoholika auszuweichen den ich nixht mag,in der Hoffnung dass es aushaltbarer ist.
Da wir weit weg wohnen kommen sie per Flugzeug,An-und Abreise sind daher fix festgelegt und Dauer bei uns etwa 5 Tage (mindestens).
Sch*** Schwiegereltern echt...wenn s nach mir ginge müssten sie gar nie kommen. -
Guten Morgen,
Ihr habt Recht,habe versucht das vermehrte Aufkommen von Suchtdruck zu analysieren...
Es hängt ev mit den Besuchen meiner Schwiegerfamilie zusammen .Die haben sich alle in den kommenden Wochen angemeldet... Bei denen ist Alkohol wichtig, nicht in Quantität aber in Qualität,er gehört zu JEDEM Essen dazu! Am Wochenende auch mit Aperitif,Wein und Champagner und Digestifs...das zieht sich ganz schön in die Länge und ist (für mich!!) schwierig auszuhalten. Dazu kommt noch, dass ich mich nicht gut mit dieser Familie verstehe,habe immer ziemlich viel getrunken um den Besuch so betrunken wie möglich aber nicht zu auffällig über die Runden zu bekommen.
Wir haben mit meinem Mann vereinbart nur solche Getränke anzubieten, die ich eh noch nie mochte,d.h. Bier und Süsswein.Und auch nicht zu jeder Mahlzeit. Unschön wird es trotzdem. Einfach nichts anzubieten käme äusserst schlecht an und v.a. Ich müsste wieder unter gehässigen Kommentaren leiden.
Kann wirklich sein dass mich das schon jetzt mehr belastet als mir bewusst ist...Meine Schwiegermutter ist halt einfach ein Biest,selbst mit Alk noch unausstehlich...
Hab noch etwas Zeit mir Strategien zurecht zu legen...
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Danke für eure Antworten, gut zu wissen,dass solche Träume wohl zum Verarbeitungsprozess dazu gehören! Eigentlich sogar gut so,es geht in die richtige Richtung...mich erschrecken diese Träume etwas,weil das geträumte so lebensnah und realistisch ist. Bin dann immer erleichtert festzustellen,dass es nur ein Traum war. Einmal war es jedoch so realistisch dass ich meinen Mann fragen musste,ob wir gestern wirklich nüchtern waren...ich konnte mir selbst fast nicht trauen!
Nachtrauern tu ich dem geträumten nie,es ist eher Abschreckung pur! -
Dieses Selbstvertrauen hat dir auf deinem Weg bestimmt sehr geholfen! Ich hab schon ohne kein gutes,dann noch als Alki...konnte lange nicht zu mir stehen. Falscher Stolz hat mich lange daran gehindert mir Hilfe zu suchen,geschweige denn mich zu outen!!
Ich wünsche dass es bei Sandra nicht auch so ist,es verlängert unnötig die Leidensdauer... -
Ich kenne mich damit zu wenig aus frage mich aber grundsätzlich ob die Motivation der Posterin überhaupt zu diesem Schritt reicht. Ich urteile nicht,stellte mir lediglich die Frage beim Lesen...Es ist schon verwunderlich wie man sich als nasser Alki Tag ein Tag aus seinen Alkohol besorgt und dabei viel viel weniger um Anonymität besorgt ist als dann,wenn man das Problem erkannt hat und Lösungen sucht!
Als ich voll in der Sucht war kümmerte es mich wenig ob die Angestellten im Supermarkt meinen erhöhten Konsum irgendwie zur Kenntnis nahmen,die Nachbarn meine Fahne rochen,Freunde besorgt meinen Absturz mitansahen...und verstecken liess sich das bei mir nicht mehr,Anonymität gleich 0! Aber als es dann uns Hilfe holen ging machte ich das so heimlich wie möglich...Aber das gehört wahrscheinlich zur Sucht, auch diese Barriere musste ich überwinden. Es hat halt noch mehr Zeit gekostet.
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Hallo Sandra,
Willkommen im Forum!
Ich lebe im Ausland und hier wo ich wohne ist so eine voll-anonyme gedeckte,verschleierte Entgiftung nicht machbar,ausser man macht das mit einem Arzt „schwarz“ irgendwo im dunklen Kämmerlein wo dann auch die Medikamente um 10 Ecken besorgt werden müssten...welcher seriöse Arzt für sowas seine Lizenz aufs Spiel setzten würde ist mir schleierhaft. Aber geht in Deutschland vielleicht,keine Ahnung. Da Ärzte eh der Schweigepflicht unterliegen verstehe ich dein Anliegen auch nicht wirklich...bist dadurch ja eh geschützt.
Ich glaube ehrlich gesagt,dass du noch nicht so weit bist...wenn man wirklich aufhören will zu saufen sind einem solche Nebensächlichkeiten sch*** egal.Ich hoffe natürlich sehr für dich und deine Familie,deinen 6-jährigen Sohn,dass du bald damit aufhören kannst,sprich willst.
Aber falls du so weiter machst oder nicht hat auf mein Leben null Einfluss,Wünsche dir alles gute und hoffe du findest die richtigen Antworten für dich.
Rina
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Hallo,
Mal ne kleine Frage in die Runde: Hattet oder habt ihr vielleicht immer noch manchmal Träume vom Alkohol? In den letzten paar Wochen habe ich mehrmals geträumt ich hätte getrunken. Es geht mich deshalb nicht schlecht oder hab auch keinen Suchtdruck deswegen, ich wollte nur wissen, ob vielleicht jemand Erfahrungen und Erklärungen dazu hat? Geht das irgendwann vorbei?
Ich nehme mal an es ist etwas, mein Unbewusstes arbeitet und versucht mit der Sucht klar zu kommen?Ich bin heute 8 Monate trocken (freu :D), merke aber immer wieder, wie sehr Alkohol noch präsent ist in meinen Gedanken, im Unterbewusstsein. Manchmal kommt bei ganz unerwarteten Situationen plötzlicher Suchtdruck hoch, der zwar schnell vergeht, mich aber noch oft überrascht. Das war ganz am Anfang der Abstinenz viel weniger der Fall als jetzt...wie sind eure Erfahrungen dazu?
Allen einen schönen Sonntag :sun:
Rina
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Holà Ilka,
Glückwunsch zum 1.Monat ohne Alkohol,freue mich für dich!
Ich will dir nur ein paar Zeilen zur Vorsicht da lassen,ohne dir den positiven Elan aus den Segeln nehmen zu wollen!
Ich habe durch die Jahre in der SHG und durch eigene Erfahrung oft von dieser anfänglichen „rosa Wolke“ gehört. Vielen geht es in den ersten paar Wochen der Abstinenz so gut,dass sie vergessen abhängig zu sein...mach bitte nicht den Fehler die Macht der Krankheit zu unterschätzen. Dein Suchtgedächtniss arbeitet immer weiter irgendwann wieder an Alkohol zu kommen,wenn man d’annuité einem vollgefüllten Kühlschrank da steht sind das super Bedingungen für einen reibungslosen Rückfall...das muss nicht jetzt passieren,kann dich aber in ein paar Wochen überraschen,dann wenn der erste Höhenflug des alkfreien Lebens zu verblassen anfängt...
ich für meinen Teil weiss,dass ich ohne SHG irgendwann vergesse,dass es bei Alkoholismus um eine lebenslange fortschreitende Krankheit handelt. Dass ich auf mich aufpassen muss,riskante Situationen meide und mein Leben Grundauffassung anders leben will,dazu gehört mehr als einfach nur den Wein durch O-Saft zu ersetzen.
Hoffentlich musst du nicht die selben Erfahrungen machen wie ich,wir sind schliesslich alle unterschiedlich.
Schönen Urlaub auf alle Fälle,geniesse es!Rina
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Hallo Diliv,
Wow.. Nachdem Lesen deiner Geschichte, fehlen mir gerade etwas die Worte. Kann dir auch nicht wirklich was dazu schreiben, aber ich kann mich Susanne's und Greenfox' Meinung da nur anschliessen...Wenn es meine Hochzeit wäre, würde ich sie mal auf unbestimmte Zeit verschieben. Einfach, weil ich mir eine Zukunft als Ehefrau eines nassen Alkoholikers auf keinen Fall antun wollte, eine Familie gründen, Kinder bekommen etc.? Das sind keine schönen Aussichten.
Ich schreibe dir das, weil ich meinem Partner als Alkoholikerin auch so einiges zugemutet habe, wir hatten schwierige Jahre zusammen. Er war dem Ende nahe, sowas verdient einfach niemand. Als nasse Alkoholikerin war ich nicht zuverlässig, er konnte mich nicht glauben, es gab sehr oft Streit, wir drehten uns ständig im Kreis der gegenseitigen Vorwürfe...ich war einfach auch nicht ich selber, zu sehr vom Alkohol bestimmt. Er war meine Priorität, nicht meine Familie, so ist das, wenn man Alkoholkrank und mitten in der Sucht steckt.
Seit 1,5 Jahren geht es mir viel besser, weil ich aktiv daran bin mich um meine Genesung zu kümmern. Meiner ganzen Familie geht es besser, meine Abstinenz ist heute meine Priorität, weil ich weiss was passiert wenn ich wieder trinke. Alles fällt zusammen...
Ich rate dir wirklich ganz ehrlich dich nicht in so eine Geschichte vertraglich zu binden (Ehe), es eilt ja nicht, ihr könnt ja auch in einem, zwei, drei Jahren heiraten wenn das dann noch dein Wunsch ist. Bis dahin weisst du es aber mit Bestimmtheit.
Alles gute für dich,
Rina -
Hallo Femme,
Ich finde das sind wirklich gute Neuigkeiten, ausser dass du dich halt etwas gedulden musst...
Ich verstehe, das ist frustrierend aber lass dir von dieser Mini-Hürde nicht den Wind aus den Segeln nehmen! Es geht voran, du hast nun auch wirklich Zeit dich auf den Entzug und v.a. das Leben danach mental vorzubereiten. Der körperliche Entzug ist ja nur der Anfang, du kannst aber jetzt schon beginnen vielleicht mal bei einer SHG vorbei zu schauen oder eine Form von Gesprächstherapie zu starten...die 3 Wochen kannst du also aktiv nutzen! Ich würde die Zeit nach dem Entzug gut planen, damit du nicht in alte Muster verfällst.
Bleib positif Femme, kommt doch alles gut! Wir wollen halt zu oft immer alles sofort...verstehe das nur zu gut!
LG
Rina