Beiträge von Greenfox

    Das mit der Vorgeschichte kann man sehen, wie man will. In irgendwie hat jeder Abhängige eine Vorgeschichte: Entweder wurde das Suchtmittel als Mittel zum Zweck eingesetzt (Entspannung, "Bekämpfung" von Depressionen, Verstärken von Stimmungen oder, oder, oder ...)oder - so wie Titus schreibt - über die Gewöhnung. Und wenn man dann mal das "gewohnte Feierabendbier" weglassen will ... Ooops, dann geht es einem plötzlich sch...lecht.

    Ob das etwas mit Genetik zu tun hat nixweiss0 Da gibt es so viele Leute, die dafür sprechen wie Leute, die dagegen sprechen.
    Abgesehen davon wäre es ja eine wunderbare Ausrede: "Was wollt ihr: Ich MUSS doch saufen - bei DEN Genen ..." >:(
    Und soll es auch an den Genen liegen, ob man den Ausstieg schafft oder nicht?
    Unwissenschaftlich gesehen sage ICH: Nein - es kann JEDER schaffen!

    Ich glaube nicht, dass es automatisch zum "Totalabsturz" kommt, wenn jemand nach langer Abstinenz wieder trinkt. Bei den meisten (trockenen) Alkoholikern wird es sicher so sein, mutmaße ich mal mutig, aber nicht automatisch bei jedem.

    Automatisch wird es bestimmt nicht bei jedem so sein. Nur leider ist die Quote doch beängstigend hoch :-[

    Sorry, Micha, aber DU NERVST (mich)! Musst Du immer alles zerquatschen? Dann mach ein eigenes Forum dafür auf. >:(
    Kein Wunder, wenn Du keine Freunde hast - Du weisst einfach nicht, wann es gut ist!

    Wow - so viel Gedöhns um der Welt mitzuteilen, dass Du nicht zu dem Kreis gehörst, den ich ansprach:

    für die, )die es interessiert

    Oder hältst Du uns mal wieder für zu doof, sich eine eigene Meinung zu bilden - BEVOR zu sehen war, was zu sehen sein wird??

    Mal wieder ein TV-Tipp (für die, die es interessiert):

    In der kommenden Woche hat 3Sat als Thema "Abhängigkeit". Am 22.06.2017 heisst es im Abendprogramm z.Bsp.:

    - 20:15 Uhr: "Die Anti-Sucht-Pille"

    Alkoholsucht wird meist mit psychotherapeutischen Maßnahmen bekämpft. Den Patienten fällt es dennoch sehr schwer, den Alkoholkonsum zu kontrollieren. Könnte ein Medikament dabei helfen?

    Selbst nach einer stationären Therapie werden etwa 50 Prozent der Patienten innerhalb von ein bis zwei Jahren rückfällig. Eine Anti-Sucht-Pille, die das Verlangen nach dem Rauschmittel Alkohol eindämmt, wäre eine Revolution und ein Segen für Betroffene und ihre Familien.

    Es gibt gewaltige Fortschritte in der Erforschung von Sucht und Suchtbehandlung, doch die meisten Menschen wissen nichts davon - auch viele Ärzte nicht. Sie verschreiben teure und zeitintensive Verhaltenstherapien, die statistisch gesehen nur bei der Hälfte der Suchtpatienten zu dauerhaftem Erfolg führen. Seit einiger Zeit machen neue Medikamente, die in das Belohnungssystem des Gehirns - den Dopamin-Haushalt - eingreifen, Alkoholikern Hoffnung. Das Prinzip: Diese Medikamente sollen dem Verlangen nach Alkohol entgegenwirken, weil sich die erhoffte Entspannung oder das Hochgefühl nach dem Alkoholgenuss nicht mehr einstellen.

    Doch an der Zulassung von neuen Medikamenten zur Suchtbehandlung scheint niemand wirklich Interesse zu haben. Vielleicht geht es dabei auch um Geld: Ein Patient bringt einer Therapieeinrichtung 120 Euro am Tag. Medikamente sind da deutlich günstiger.

    Filmautorin Maureen Palmer dokumentiert die Lebens- und Leidensgeschichte von Mike Pond, einem Psychotherapeuten und Alkoholiker, der seit fünf Jahren trocken ist. Pond kennt Alkoholabhängigkeit mindestens genauso gut wie viele seiner Patienten. Zwei Jahrzehnte lang hat er als Psychotherapeut Menschen geholfen, mit ihrem Suchtverhalten umzugehen - bis die Sucht ihn beinahe selbst besiegte. Er plädiert dafür, das Suchtverhalten von Alkoholikern endlich als das zu betrachten, was es laut Hirnforschung ist: ein medizinisches Problem.

    Der Film zeigt den neuesten Stand der Forschung zum Thema Drogenabhängigkeit und welche Behandlungsformen es gibt, die hilfreicher sind als das spirituelle Zwölf-Schritte-Programm der Anonymen Alkoholiker oder gut gemeinte Ratschläge wie "einfach keinen Alkohol mehr zu trinken".

    - 21:00 Uhr "scobel - Volksdroge Alkohol"

    In Deutschland sind derzeit knapp zwei Millionen Menschen alkoholabhängig, ein Drittel mehr als im Jahr 2006. Bis heute gibt die Volkskrankheit Alkoholismus Forschern Rätsel auf.

    Sind neue Medikamente ein Weg - oder kontrolliertes Trinken? Welche Ansätze verfolgt die Psychotherapie? Und was muss die Politik tun? Gäste der Sendung sind Gundula Barsch, Soziologin, Falk Kiefer, Psychiater und Joachim Körkel, Psychologe und Suchtforscher.

    Bis heute gibt die Volkskrankheit Alkoholismus der neurologischen Forschung Rätsel auf. Klar ist: Einer Sucht liegt immer ein ganzes Bündel von Ursachen zugrunde, das von Medizin, Politik und Gesellschaft oft zu einseitig und deshalb erfolglos bekämpft wird: zu neurologischen Aspekten kommen Einflüsse wie Genetik, die Wirkungsweise der jeweiligen Substanz, Umweltfaktoren wie die starke kulturelle Verankerung des Alkoholkonsums im Alltag, Biografie und Persönlichkeit und nicht zuletzt die widersprüchliche Drogenpolitik und die Interessen einer globalisierten Alkohol-Industrie.

    Neben neuen Entwicklungen in der Pharmakologie, zum Beispiel der Anti-Alkoholismus-Pille "Baclofen", die kritisch zu betrachten ist, steht im Zentrum eines effektiven und zukunftsweisenden Umgangs mit Suchtkrankheiten womöglich die Erkenntnis darüber, wofür Sucht oft der zentrale Platzhalter im Leben des Kranken ist: für tragfähige soziale Beziehungen.

    Sind neue Medikamente eine wirksames Gegenmittel, oder führt kontrolliertes Trinken aus der Abhängigkeit? Welche Ansätze verfolgt die Psychotherapie? Und was kann und muss die Politik tun? Darüber diskutiert Gert Scobel mit seinen Gästen.

    Gundula Barsch: Die Soziologin, Sozialarbeitswissenschaftlerin und Drogenforscherin an der Hochschule Merseburg hat sich zum Thema Trinksitten in der DDR habilitiert. Ein wichtiger Ansatz im Umgang mit Abhängigkeit ist ihr Konzept der "Drogenmündigkeit".

    Falk Kiefer: Psychiater, Psychotherapeut und Ärztlicher Direktor der Klinik für Abhängiges Verhalten und Suchtmedizin am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und Professor für Suchtforschung an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

    Joachim Körkel: Psychologe und Suchtforscher, lehrt an der Evangelischen Hochschule in Nürnberg. Er hat das Therapiekonzept des "Kontrollierten Trinkens" in Deutschland etabliert.

    Zunächst einmal HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Hat jemand von Euch Erfahrungen mit solchen Situationen und kann mir praktische Tipps geben, wie ich den Alkoholkonsum reduzierern oder beenden kann?

    Yepp!
    Kurz zu mir: ich bin männlich, Ü50, geschieden, 2 Kinder - und seit 9 Jahren (nach mehreren Anläufen) trocken. Und damit auch sehr zufrieden.

    Gut, dass Du Dich mit Deinem Alkoholkonsum befasst. Denn Deine morgentlichen "Kämpfe", die Du beschreibst, sind Entzugserscheinungen.
    Ich kann Dir nur empfehlen, mal zu einer Suchtberatung zu gehen (die arbeiten anonym) und Dich über Deine Möglichkeiten beraten zu lassen.
    Hilfe hierbei findest Du u.a. auch in unserer Linksammlung, wo Du auch Links für die Suche nach Suchtberatungen in Deiner Umgebung findest.

    Zum Thema "Alkoholkonsum reduzieren" kann ich Dir keine Tipps geben, da es bei mir nicht funktioniert hat. Jedenfalls nicht auf längere Dauer.
    Zum Thema "Beenden" - mein Weg war: mit Hausarzt sprechen, Entgiftung, Selbsthilfegruppe (SHG), Langzeittherapie (LZT).

    Nicht jeder "braucht" eine LZT. Wenn Du Dich hier durchschmökerst, wirst Du diverse Wege finden.

    Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg für DEINEN Weg - egal, welchen Du wählst.

    Gruß
    Greenfox

    PS: Aaltje - klingt nach Hohem Norden nixweiss0

    Ich hab heute Nacht kaum geschlafen, war sehr unruhig. Heute Morgen haben meine Hände gezittert. Und ich habe geschwitzt, obwohl mir gar nicht warm war. Nach dem Duschen war es nicht viel besser.

    Das sind Entzugserscheinungen. Unruhe, Händezittern und Schwitzen sind noch Entzugserscheinungen der "harmloseren" Art ...
    Und deswegen ist das

    Ich trinke jetzt schon wieder. Ich muß mich beruhigen.

    - auch wenn es sich jetzt vielleicht komisch anhört - das einzig Richtige! Denn ein kalter Entzug kann durchaus sehr viel schwerwiegendere Entzugserscheinungen (Krampfanfälle z.Bsp.) hervorrufen.

    Ich habe es damals vor meiner (hoffentlich) letzten Entgiftung in Absprache mit meiner damaligen Frau so gehandhabt, dass ich bis zum Termin täglich ein SixPack getrunken habe. Das war zwar weit unter meinem "üblichen" Level, hat mir aber Entzugserscheinungen erspart und mich ruhig gehalten. Und während der Entgiftung war ich dann froh, in einer Klinik zu sein - war heftig :o Alleine zu Hause hätte ich es nicht durchgezogen ...

    Also mach Dir jetzt erstmal keinen Kopf, weil Du wieder trinkst. Versuch, es auf einem niedrigeren Niveau zu halten und sprich dann mit der Ärztin über eine Entgiftung. Vielleicht hat sie bis dahin ja schon etwas in petto.

    Gruß
    Greenfox

    Kann mich Betty und Sara nur anschließen.
    Auch wenn es drastisch klingt, aber: Mach Tabula rasa! Geh zur Ärztin, besprich das Thema, auch in Bezug auf eine Entgiftung. Ich weiss nicht, wie schnell es bei Euch mit einem Platz klappen würde. Bei uns in Berlin dauert es manchmal 3-4 Wochen ... Zur Suchtberatung kann man normalerweise einfach so hingehen, es kann aber durchaus aauch sein, dass Du einen Termin bekommst - es geht nunmal nicht immer sofort.
    Die Ärztin kann Dich unter Umständen auch erstmal krankschreiben bis zur Entgiftung.
    Und was die Arbeit anbelangt - vielleicht ist es besser, wenn Du Dich erstmal wirklich um Deine Gesundheit kümmerst.

    Bei mir klappt es schon länger nicht mehr mit dem Essen. Es wird immer unregelmäßiger und weniger. Hab viel abgenommen. Ich weiß nicht, ob das am Alkohol liegt. Vielleicht hab ich ja auch irgendwas anderes und bin deshalb so durch den Wind.

    Okay - ich bin kein Arzt und eine Ferndiagnose ist schlecht möglich. Aber meine eigene Erfahrung (mit mir) und auch die vielen Schilderungen anderer - sowohl in meiner Selbsthilfegruppe als auch auf den Entgiftungsstationen, wo ich spreche - sagen mir, dass zu 95% der Alkohol die Ursache ist. Durch den Alkohol werden die Magenschleimhäute und die Speiseröhre angegriffen.

    Sprich mit der Ärztin. Aber EHRLICH, ohne Beschönigungen ("Ich trinke täglich 3-4 Bier." obwohl es reell tatsächlich 9-10 Bier sind - zum Beispiel!!).

    Ich drück die Daumen!

    Gruß
    Greenfox

    Die Ärztin ist mir schon mal sympathisch - die solltest Du Dir (als Ärztin!) warmhalten.
    Und Du solltest mit ihr wirklich mal über eine Entgiftung sprechen. Wie Betty schon angesprochen hat (und ich vermute es ebenfalls), weiß/ahnt Dein Chef sowieso schon mehr, als Dir lieb sein dürfte.
    Es kann also nur besser werden.
    Da war sie wieder - die Empfehlung, eine Suchtberatung aufzusuchen. Titus: Schaden kann es nicht, da mal hinzugehen! Abgesehen davon, dass es dort anonym ist und die der Schweigepflicht unterliegen. Und bei der Ärztin ist es ja schon "gesprudelt" - vermute mal, Du hast Dich danach auch etwas erleichtert gefühlt (auch wenn es sich komisch angenehm unangenehm/unangenehm angenehm angefühlt hat).

    Ach, eins noch: So ein Gesundheits-Check kann eventuell ergeben, dass z.Bsp. die Leberwerte noch im Normbereich sind. Dann kanst Du nur von Glück reden, solltest es aber nicht als Ausrede nutzen "Ist ja also doch nicht so schlimm!".

    Gruß
    Greenfox

    Da kann ich mich Betty nur anschließen: In einer Suchtberatung hast Du einen direkten und realen Gesprächspartner, der Dir sagen kann, was Du tun kannst. Und in der Linksammlung findest Du z.Bsp. auch Unterstützung bei der Suche nach einer Suchtberatung in Deiner Nähe (hatte ich Dir auch schon direkt verlinkt). Und/oder eine reale [u=https://alkoholforum.de//index.php?topic=229.0]Selbsthilfegruppe[/u] - da hast Du ebenfalls reale Gesprächspartner, die Dir sagen können, wie sie es gemacht/geschafft haben.

    Nur von einem rate ich Dir ab: Dich am Wochenende kalt zu entziehen! Kalter Entzug kann sehr schnell gefährlich werden! Und da nützt es auch nix, sich vorzunehmen, gleich zum Arzt zu gehen, wenn es "unangenehm" wird - dann ist es oft schon zu spät und man kann gar nichts mehr machen oder wohin gehen.
    Am Besten, Du sprichst mit Deinem Hausarzt EHRLICH über Dein Alkoholproblem und machst erstmal einen Entzug (ich meine keine Therapie!!) in einer Klinik. Nach bzw. während des Entzugs kannst Du Dir dann mit Hilfe der Therapeuten überlegen, wie Du dann weiter vorgehen willst.

    Meine Erfahrung: Sich alleine trockenzulegen/aus dem Sumpf zu ziehen ist zumindest schwieriger als mit Hilfe. Mich hat es an die Story von Münchhausen erinnert - und doch habe ich es damals (erfolglos) probiert.
    [u=https://alkoholforum.de//index.php?topic=664.0]Die ersten Schritte[/u] sind (fast) immer die schwersten. Aber wenn man erstmal Fahrt aufgenommen hat ...

    Ich habe Angst vor dem Druck, der dann entsteht. Wenn einer sagt, mach dies, mach das und Fristen setzt und so funktioniert bei mir gar nichts mehr. ... Ich erinnere mich noch gut an Situationen, in denen ich unbedingt nüchtern bleiben sollte und dann ging das voll nach hinten los. ...
    Immer, wenn Druck entsteht, geht gar nichts mehr. So ist das auch an Arbeitstagen. Da ist es viel schlimmer mit dem Saufen als an den Wochenenden.
    Und wenn ich an Suchtberatung denke, dann bedeutet das für mich Druck. Allein schon bei dem Gedanken greife ich zur Flasche.

    Für mich war es damals ähnlich. "Der Druck" war für mich eine willkommene Ausrede, um trinken zu können. Sonst hätte ich "den Druck" ja nicht aushalten können ...

    Abgesehen davon: Wenn Dir jemand z.Bsp. in der Suchtberatung sagt, was Du tun kannst, um vom Alk wegzukommen, dann tut er das, weil DU es willst - warum sonst hast Du Dich sonst hier angemeldet und überlegst Dir die nächsten Schritte? Es sagt Dir doch niemand, was Du tun SOLLST - außer Dir selber!

    Ich wünsch Dir jedenfalls viel Erfolg dabei, herauszufinden, was Du willst: Dein Leben wieder selbst zu bestimmen und zu gestalten - oder vom Alkohol bestimmen zu lassen und das ganze Leben danach ausrichten ...

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum.

    Auch ich bin Ü50, berufstätig - und MUSSTE vor meiner hoffentlich letzten Entgiftung vor 9 Jahren trinken. Ich hatte kein Problem mit Alkohol. Nur ohne.
    Mittlerweile habe ich aber erfahren, dass ich nicht trinken MUSS, nicht trinken WILL und vor allem nicht trinken BRAUCHE.
    Und ich bin glücklich damit - ich vermisse absolut nichts!

    Hier wird Dir keiner sagen, dass der Ausstieg leicht und problemlos ist. Nur, dass er MÖGLICH ist. Man muss nur den ersten Schritt tun - und weitere folgen lassen.
    Bassmann hat Dir ja schon unsere Linksammlung verlinkt ;) Hier findest Du viele weiterführende Hilfsangebote, u.a. Suchtberatungsstellen und ambulante Therapie-Einrichtungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz - je nachdem, wo Du wohnst.

    Also: Augen auf und durch! Es ist machbar - und vor allem: es lohnt sich!

    Gruß
    Greenfox

    Es bringt mir einfach nichts solange das Forum von einem gefallsüchtigen Nichtalkoholiker dominiert wird und die Leitung auf mich wie paralysiert wirkt. Unfähig eine offene Bilanz, eine frische Brise des Forums anzustreben oder vorzunehmen.

    Nur mal so zur Erinnerung: Wir sind hier alles Betroffene und (meines Wissens) keine gelernten Therapeuten. Es gibt hier keine "Leitung", sondern nur Betroffene/User, die sich bereit erklärt haben, ein paar Aufgaben zu übernehmen.
    Des Weiteren soll es hier keine Zensur und/oder Bevormundung darüber geben, wer hier was schreibt/schreiben darf bzw in welche eine Diskussion zu gehen hat.
    Und da es Dich ärgert, dass hier ein Nicht-Alkoholiker schreibt - "Alkoholforum - Für Betroffene, Angehörige und Interessierte"

    Nicht jedem gefällt jede Meinungsäußerung - muß es ja auch nicht.

    Ich wünsche Dir nur das Beste. Wie Jedem.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Maileen!

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Auch mir kam Deine Vorstellung (Hab alles im Griff, ein Gläschen kann ja nicht schaden ... freier Fall) äußerst bekannt vor :o
    Vor nunmehr 9 Jahren hatte ich meinen (hoffentlich) letzten Entzug. Und von daher kann ich Betty's Hinweis auf ärztliche Unterstützung nur dringend unterstreichen - ein kalter Entzug kann gefährlich bis tödlich sein.

    Ich war noch nicht beim Arzt. Dass es gefährlich sein kann weiss ich, aber ich möchte es erstmal so versuchen, hab mir aber vorgenommen sofort zum Arzt zu gehen falls ich mich in irgend einer Weise seltsam fühle.

    Das "seltsam fühlen" kann schon zu spät sein.
    Aber okay - Deine Entscheidung.

    Ansonsten empfehle ich Dir unsere Linksammlung. Hier findest Du auch weiterführende Links, die Dir helfen könnten. Z.Bsp. bei der Suche nach Suchtberatungsstellen, Selbsthilfegruppen, Informationen etc.

    Bei dem letzten Rest dachte ich, Mann, machst du das richtige?

    Definitiv: JA!
    Das Leben ohne Alkohol und/oder andere Suchtmittel kann wunderschön sein! Natürlich gibt es auch weiterhin alle möglichen (und unmöglichen) Probleme und Krankheiten und doofe Menschen und ...
    Aber ohne zugekleistertes/benebeltes Gehirn lässt sich alles besser meistern.
    Aber ich denke, das hast Du ja schon mal erlebt.

    Schön, dass Du den ersten Schritt getan hast 44. Denn selbst die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt.

    Und wenn Du Fragen hast - raus damit! Hier findest Du die Profis (nämlich uns Betroffene), die verschiedene Wege gehen/gegangen sind!

    Auf einen guten Austausch!

    Greenfox

    Sehr interessant - Danke für's einstellen 44.

    Besonders interessant fand ich Folgendes:

    Zitat

    ... Dies könnte überhaupt der springende Punkt bei Co-Abhängigkeit sein.
    Wir lernen dies bereits in der Schule, Familie oder sogar in der Kirche. Man lehrt uns, zu denken, was wir denken sollen, zu fühlen, was wir fühlen sollen, zu handeln, wie wir handeln sollen und zu wissen, was wir wissen sollen.
    Dies ist das beste Co-Abhängigkeitstraining. Wir lernen, dass der Bezugspunkt für unser Denken, Fühlen und Wissen außerhalb unseres Selbst liegt. Wir machen unsere Gefühle von anderen abhängig. „Ich fühle mich nur gut, wenn du bei mir bist“. „Ich bin nur mit meinem Mann, meiner Frau, meinem Auto, meinem Haus wertvoll“. „Ich fühle mich nur durch dies oder das gut“ usw.
    All dies ist Co-Abhängigkeit. Sie sind nach außen orientiert.
    Um sich abgrenzen zu können, müssen wir lernen unser eigenes Selbst wahrzunehmen.
    Wir müssen den Teil in uns finden, der unabhängig vom Außen ist. Dazu müssen wir wissen, was wir innerlich wollen, wie wir denken und fühlen. Wenn wir in Einklang mit uns selbst sind, dann können glückliche Beziehungen geführt werden, mit uns selbst und mit anderen.