Beiträge von Greenfox

    Auch von mir ein :welcome: zurück im Forum und auch Respekt, dass Du den doch großen Schritt der Trennung geschafft hast 44.
    Jetzt "brauchst" Du nicht noch an/für andere denken und kannst Dich ganz alleine um DICH kümmern.
    Und das andere "alleine" ist zum Einen nur eine Frage der Gewöhnung, zum Anderen eine Frage des Umgangs damit. Ich habe seit einem Jahr auch die Scheidung hinter mir und natürlich war es nach der Trennung erstmal ein besch...eidenes Gefühl, nach so vielen Jahren wieder alleine zu wohnen, "alleine" zu sein und die Kinder nur alle 2 Wochen zu sehen. Mittlerweile habe ich mich aber auch an diesen Zustand "gewöhnt" und mache Sachen, die ich vorher nicht gemacht habe bzw hätte machen können: mal wieder in ein schönes Klassik- oder Orgel-Konzert gehen oder auch einfach nur mal den Sonntag vergammeln ;D

    Schön, dass Du wieder zur SHG gehst - auch wenn diese nur einmal pro Woche ist. Aber Du scheinst Dich dort "wohl" zu fühlen. Und vielleicht ergeben sich ja dort Kontakte für gemeinsame Freizeitgestaltungen (das ist jetzt ohne Hintergedanken gemeint).

    Gruß
    Greenfox

    Meinst Du nicht, stationär wäre besser?? So wie Du es beschreibst, hat es für Dich doch ein ganz schönes Gefährdungspotential. So ist jedenfalls mein EIndruck.

    Was ist das eigentlich - eine Entgiftung (ca. 7 Tage) oder eine Entwöhnung (ca. 3 Monate)??

    Allerdings sagt mein Mann, dass er das nicht hat und es ihm überhaupt nicht schwer fällt ....

    Sorry - aber das hätte ich damals auch gesagt! Schon allein aus dem Grund, weil ich a) es nicht besser wusste und b) nur sehr ungern bis garnicht zugegeben hätte, ein (Alkohol-)Problem zu haben, mit dem ich nicht klarkomme.
    HEUTE weiß ich, dass es Entzugserscheinungen waren. Damals war ich einfach nur "genervt und gestresst" (was ja nicht ganz falsch war).

    Erst einmal HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:
    Und 44. dafür, dass Du etwas unternimmst!


    Ich habe mich entschlossen einen Entzug in der Tagesklinik Hannover zu machen. Heute ein Vorstellungsgespräch vereinbart.
    ...
    Das frühe Aufstehen und die Zugfahrt und die 8 Stunden Kinikaufenthalt machen mir sorgen und so lange wegsein von zuhause ...

    Das mit den 8 Stunden Klinikaufenthalt verstehe ich nicht ganz - meintest Du vielleicht 8 TAGE?

    Von wem hast Du wofür diese Pillen? Hast Du mit Deinem Hausarzt über eine Entgiftung gesprochen? Und wann sollst/willst Du denn in die Klinik - heute?

    Und nur mal rein interessenhalber:

    Melissengeist 80%, morgens in den Kaffee, mittags in den heissen Kakao, in Sportflachen und in alle übrigen Getränke zum Verdünnen

    Wieviel hast Du denn von dem Zeug täglich so vernichtet? ???

    Gruß
    Greenfox

    Erst einmal ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Hat jemand von euch so etwas in der Art erlebt? Kann es am fehlenden Alkohol liegen?

    Als ich vor meinem endgültigen Ausstieg aus der Sucht mehrfach versuchte, meinen Alkoholkonsum herunterzuschrauben und gen Null zu senken, ging es mir ähnlich. Ich war extrem nervös und reizbar. Erst wenn ich wieder getrunken hatte, wurde ich ruhiger.
    Heute weiß ich, dass dies ebenfalls eine Erscheinung des Entzugs ist - guckst Du u.a. hier.

    Solange er versucht, sich selbst, alleine zu "therapieren" und all seine Kraft darauf verwendet nicht/weniger zu trinken, wird er weiter so reizbar sein. Das ist meine auf eigener Erfahrung (sowohl selbst als auch aus Erzählungen von Gruppenfreunden) beruhende "Diagnose".

    Vielleicht sollte er sich Hilfe bei einer Suchtberatung und/oder einem Suchttherapeuten suchen/holen. Es gibt auch Medikamente, die diese Symptome lindern können - aber das muss ein Therapeut entscheiden. Hier findest Du Hilfe bei der Suche nach Suchtberatungsstellen in Deiner Umgebung.

    Ich wünsch Dir/Euch erstmal alles erdenklich Gute!

    Gruß
    Greenfox

    Fragst Du Freund Google und kriegst diese Antwort zu Methanol:

    Zitat

    Methanol ist giftig und seine Aufnahme kann zu Erblindung, in höheren Dosen auch zum Tod führen.

    Methanol (für sich genommen) ist also nicht konsumierbar, wird bei der Herstellung verschiedener Produkte jedoch eingesetzt und benötigt bzw. ist Bestandteil. So auch bei Aspartam:

    Zitat

    Aspartam kann sich in seine Einzelkomponenten (L-Asparaginsäure, L-Phenylalanin und Methanol) zersetzen oder zu einem 2,5-Dioxopiperazin („Diketopiperazin“) cyclisieren, was beim Kochen und Backen geschieht und wodurch es die Süßkraft verliert.

    Wow - hochwissenschaftliche Beiträge. Chemie ist nicht gerade mein Parade-Gebiet ... Ich wusste nur, dass Methanol giftig ist ...

    Hallo, sweethoney, und auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Im Großen und Ganzen kann ich mich Gerchla nur anschließen: Die Sucht geht/entwickelt sich weiter. Schon jetzt ist ihm der Alkohol wichtiger als Du.
    Eins möchte ich noch ergänzen:

    es gibt Tage da trinkt er auch nur 3 bier am tag aber es gibt auch tage da sind es über den tag verteilt locker 11 oder mehr. ... er trinkt nur bier und keine harten sachen.

    Das ist eine beliebte "Ausrede", man trinke ja NUR Bier bzw. Wein ...
    Rechnet man aber nach, dann entspricht die Alkoholmenge von 10 Bier (0,5 l á 5 Vol-%) der einer Flasche Schnaps (0,7 l á 38 Vol-%)!! Das heisst, Dein Partner trinkt (fast) jeden Tag eine Flasche Schnaps!

    Du bist nicht für ihn und sein Handeln verantwortlich - nur für DEIN Wohlergehen! Also achte auf DICH - nicht auf ihn.


    Mein Partner hat ein Problem mit Aklohol !!!!!

    Wenn ich ihn jetzt verlassen würde dann wäre er am ende und das will ich auch von mir aus nicht ...

    Ich wünsche Dir alles Gute - und hier einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Er sagt, dass er den Alkoholkonsum ja gut im Griff hätte, immerhin hat er ja vor drei Wochen eine Abstinenzpause von 3 Monaten gehabt.

    Es hätte mich gewundert, wenn diese Aussage NICHT gekommen wäre. Jeder Alkoholiker gibt - nach außen hin - an, sein Problem ... äh, Alkoholkonsum im Griff zu haben.
    Selbstbetrug ist normal und ändert sich erst, wenn derjenige ERNSTHAFT etwas gegen seine Sucht unternehmen will/unternimmt.

    Er sagt, dass er ja aufhören möchte, und dass Rückfälle völlig normal seien. Er findet es traurig, dass ich so ungeduldig bin und verständnislos, weil er ja die Existenzängste hat, und dass man doch in der Partnerschaft dazu da sei, für den anderen da zu sein.

    Schuldzuweisung an andere - ebenfalls völlig normal. Es gibt kaum einen Alkoholiker, der die Schuld für sein eigenes "Versagen", für seine Sucht den anderen in die Schuhe schiebt.
    Bis ... er/sie ernsthaft ...

    Also ich finde, dass er sich das sehr einfach macht und quasi einen Freifahrtschein fürs Trinken sucht.

    Richtig erkannt! Bei sooo einem Verhalten - da MUSS man ja trinken! Und natürlich weil Montag/Dienstag/Mittwoch/Donnerstag/Freitag/Samstag/Sonntag/Morgens/Mittags/Abends/hell/dunkell/Sonnenschein/Regen ... (beliebig erweiterbar) ist - alles wichtige Gründe, um zu trinken.

    Ich habe früher auch meist Gründe gefunden, warum ich trinken MUSSTE.

    Ich hoffe sehr, dass er meinem Wunsch nachkommt und geht, ohne dass es peinlich wird.

    Richte Dich darauf ein, dass das NICHT passieren wird :( Um so erfreulicher wäre es, wenn es doch passiert. Aber erfahrungsgemäß ... eher nicht.

    Übrigens: Betty hat Dir da einen guten Tipp bezüglich der rechtlichen Situation (Wohnung) und der Polizei gegeben (bin selbst Polizist und kenne das Prozedere zur Genüge). Wenn er also Dich und/oder die Kinder angeht (und wenn es "nur" verbal durch anbrüllen o.ä. ist), zögere nicht, die 110 zu rufen!
    Wenn es gar nicht erst zu solch einer Situation kommt, ist es natürlich am Besten.

    Gruß
    Greenfox

    Und was mich auch immer wieder aufs Neue stört, ist deine Unsicherheit, also das ständige Wiederholen, dass deine letzte Entgiftung hoffentlich deine letzte sein wird.

    Ich habe nunmal keine Glaskugel und behaupte nicht, in die Zukunft sehen zu können.
    Und leider kenne ich auch genug Leute, die auch nach 15, 20, 25 Jahren einen Rückfall/Absturz hatten ...

    Ein Ziel vor Augen haben, aber keine taktischen Maßnahmen zu treffen ist genauso wenig erfolgversprechend wie taktische Maßnahmen ohne Ziel!

    Hallo, Sonne78, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum! :welcome:

    Ich kann mich Betty und Rekonvaleszent nur anschließen!
    Je länger Du die "Spielchen" Deines Partners mitmachst, um so mehr läufst Du Gefahr, in die Co-Abhängigkeit zu geraten - und Dein Leben sowie das Deiner Kinder zu versauen.

    Abgesehen davon heisst Trennung ja nicht unbedingt, jemanden fallen zu lassen. Du kannst ihm ja sagen: "So nicht mehr! Solltest Du aber ernsthaft etwas gegen Deine Alkoholsucht (und das Kiffen?) unternehmen, werde ich Dir dabei helfen."

    Ich finde es sehr gut, dass Du Dich auch an eine Suchtberatung gewandt hast.
    Na klar ist es für (Ehe-)Partner immer schwer: man kriegt immer wieder (vom trinkenden Partner) zu hören, man sei doch überhaupt nur Schuld daran, dass er/sie trinkt und sucht die Schuld auch bei sich selbst.
    Dem ist aber absolut nicht so! Nur der-/diejenige ist selber "Schuld" und trägt alleine die Verantwortung dafür, daran etwas zu ändern oder nicht!

    Du hast das Richtige gemacht!
    "Jeder ist seines eigenen Glückes Schmied!" Da ist viel Wahrheit.

    Gruß
    Greenfox

    Dem stimme ich natürlich auch voll zu!
    Allerdings ist diese Sicht auf das zukünftige Positive nicht das Einzige bei einem Suchtmittelausstieg. Man muss sich auch klar darüber sein, dass es nicht einfach sein wird, dieses "gelobte Land" zu erreichen, dass es (mehr oder weniger) schwer sein wird, man etwas dafür tun muss ...

    Und deswegen habe ich manchmal so meine Probleme mit Deinen Argumentationen, wenn Du Dich (in meinen Augen) eben nur darauf beschränkst, dass man nur das Positive sehen muß, um den Ausstieg zu schaffen. Dies ist m.E. nur EIN wichtiger Teil des Ganzen:

    Ich will nüchtern/trocken/clean werden, weil
    - ich dann morgens nicht mehr dauernd kotzen muss
    - meine Familie/Freunde/Kollegen nicht mehr belügen muss
    - ich dann völlig entspannt Auto fahren kann, ohne ständig aufpassen zu müssen ...
    ... beliebig ergänzbar ...

    Aber dafür muß ich auch etwas tun, nämlich
    - meine Gewohnheiten ändern
    - etc ...

    DAS meine ich damit, wenn ich schreibe, dass es sich bei Dir immer so leicht liest.

    Im Übrigen gibt es ja auch hier eim Forum einen Thread, der sich mit der positiven Seite des Ausstiegs beschäftigt (leider ist er irgendwie eingeschlafen): Die exzellenten Vorzüge der Abstinenz

    Gruß
    Greenfox

    Ich finde, diese späte Einsicht hat mich zu dem gemacht, der ich heute bin.
    Klar fragt man sich manchmal "Warum nicht früher?" Aber es ist/war halt so und lässt sich nicht ändern.

    Betty, dass Du nicht bis zum "Versteckspiel" gekommen bist - aus meiner Sicht hast Du nix verpasst. Eben: "Wenn es nicht so dramatisch wäre, dann könnte man fast herzlich darüber lachen."
    Bei diesen Reminiszenzen ist uns ja auch das Lachen manchmal im Gesicht gefroren bzw. im Hals stecken geblieben. Da gibt es so viele SStorys, die kann man gar nicht alle sich merken und aufschreiben.

    Und das ist auch etwas, das ich und viele Andere erleben, die neu in eine/unsere SHG kommen und das hören, für sich erfahren: Ich war nicht der Einzige, der sich so idiotisch verhalten hat. Obwohl die Geschichten alle unterschiedlich sind - im Grunde ähneln sie sich doch. Leider.

    Ein Gutes hatte dieses Verhalten: Ich kann Dir heute noch genau sagen, wo im Umkreis von 5 km Glascontainer stehen ;)

    Gruß
    Greenfox

    Gestern sind wir in "meiner" SHG mal wieder auf das Thema "Damals war's" gekommen. Darauf, was man seit dem Ausstieg aus der Suchtspirale sich nicht mehr antut/antun muss, was man in der nassen Saufzeit so verzapft hat und später nicht mehr wusst. Und darauf, welch logistische "Meister-"Leistungen man doch vollbracht hat.

    Zum Beispiel die bekannte Logistik bei Versorgen mit Stoff und dem Entsorgen der Flaschen - sollte nach Möglichkeit ja keiner mitbekommen, welche Mengen man so holte bzw. wegbrachte.
    Oder das Anlegen der Verstecke ... Wow - hier kamen die dollsten Verstecke und Storys hervor.

    Eigentlich könnte man über einige Storys und Versteckideen herzhaft lachen ... wenn uns das Lachen nicht im Hals stecken geblieben wäre.
    Man, wofür haben wir unsere Energien verschwendet ...

    - aus dem Fenster der Parterre-Wohnung klettern, um Nachschub zu besorgen, zurückklettern - und dann die große Frage: War die Frau zwischenzeitlich nun im Wohnzimmer oder nicht?
    - die Wohnung auf dem Kopf stellen nach den versteckten Vorräten - die man aber nicht findet, weil die Frau sie gefunden und entsorgt hat ...
    - Flaschen auf dem Grundstück des Gartennachbarn verstecken, weil man da ja des Öfteren zum Schwatz ist - und der sich dann wundert über den Fund beim Misthaufenumsetzen ...
    - mitten in der Nacht im Schlafanzug in den Keller schleichen, um von dort Nachschub zu holen - und dann vor der Wohnungstür feststellen, dass man zwar den Keller- aber nicht den Wohnungsschlüssel mitgenommen hat ...

    Und wir haben festgestellt, dass wir es doch ohne diesen Drang/Zwang zu saufen viel besser und entspannter haben. Wir brauchen uns keinen Kopp mehr machen wo wir wann wie Nachschub herbekommen. Oder wie wir am unauffälligsten die ganzen leeren Pullen entsorgen können. Oder irgendwelche Ausreden, warum wir nicht ... können, erfinden.
    Oder ...

    Fazit: Das Leben ist doch "ohne" so viel einfacher! :D

    Greenfox

    Hallo, Aaltje!
    Das hört sich ja bis jetzt gut an.

    Du schreibst, dass es Dir tagsüber deutlich besser geht, Du Dich besser fühlst - Dich aber abends "am Riemen reissen" musst, um nur in "homöopathischen Mengen" zu trinken. Heisst das, dass Du abends eigentlich mehr trinken willst? Warum? Um Dich zu belohnen, beruhigen, herunterzuholen ...?
    Weiter schreibst Du, dass Du es abends noch nicht ohne Alkohol geschafft bzw. probiert hast. Dann probier es doch mal. Ganz ohne ist echt einfacher, als sich selbst bremsen zu müssen 44.

    Schönes Wochenende!

    Greenfox

    Ja - hier gibt es 2 Rubriken mit Fernseh-Tipps: hatte es schon mal hier gepostet: