Beiträge von Greenfox

    Die Gruppe von Nachbarn ist m.M. nach noch krasser drauf als ich. Vor allem von der Häufigkeit. Jedoch stecke ich mehr weg als einige, aber weniger als noch andere. Die schlafen dann irgendwo in der Ecke, während ich noch tanze.

    Die ersten Schritte sind getan - gut 44.

    Aber ich kann Dir nur raten, Dich und Dein Verhalten nicht mit Anderen zu vergleichen. Es gibt keine guten und keine schlechten Alkoholiker. Und natürlich gab es auch in meinem Leben immer jede Menge Leute, die viiiiel mehr gesoffen haben wie ich.
    Mag sein - aber ICH habe mich beschissen gefühlt, ICH habe Scheibenhonig gebaut, ICH war derjenige, welcher. Nicht die Anderen. Zumindest haben die keine Violine gespielt.

    Ich hoffe, Du verstehst, was ich meine ...

    Gruß
    Greenfox

    Meine Frage an Euch? Soll ich mich an das Jugendamt wenden? Ich möchte so wenig wie nötig mit ihm kommunizieren.

    Na aber sowas von JA! Hier geht das Kindeswohl vor die Interessen von Deinem Ex!

    Ein wenig kann ich nachvollziehen, dass er sich in seinem Rausch selbstbemitleidet und als Opfer sieht und versucht, Dich runterzumachen, um sich zu erhöhen - ich hatte früher auch manchmal solche gedanklichen (!!) Anwandlungen, habe es aber dann doch noch gesehen, dass nur ich alleine mit meinem Suff alles kaputt mache.

    Aber das Wohl der Kinder geht ja wohl vor. Also wende Dich an das Jugendamt. Da geht es um so wichtige Dinge wie Sorge- und Umgangsrecht und auch um Unterhalt. Und die sollten hier klar geregelt werden. Denn wenn man sich hierüber nicht miteinander vernünftig austauschen und einigen kann ... Mit meiner Ex bin ich ja nun wahrlich nicht mehr gut - aber was die Kinder anbelangt, haben wir uns klar einigen können (wobei gesetzliche Richtlinien auch eine Hilfe sind/sein können) und fahren auch sehr gut damit.

    Auch aus meiner beruflichen Perspektive C:-) kann ich Dir nur raten, hier für eine klare, unmißverständliche Linie zu sorgen. Mit Hilfe des Jugendamtes! Denn wenn klare Beschlüsse existieren, kannst Du im Notfall auch klare Hilfe von den Behörden (z.Bsp. Polizei) erwarten und bekommen. Denn wenn z.Bsp. beide das Umgangs- und Sorgerecht haben ... stellt sich die Polizei nur sehr ungern dazwischen. Es sei denn natürlich, das Kindeswohl ist offensichtlich gefährdet (er ist stark betrunken/berauscht o.ä.).

    Du siehst, meine Meinung zu Deiner FRage ist klar: JA!

    Gruß
    Greenfox

    Zunächst einmal: HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Mit der von Dir geschilderten Problematik bist Du hier durchaus richtig.

    Ich bin m/Ü50, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.

    Und der Weg zu einer Suchtberatung ist schon mal gut. Die können Dir in etwa sagen, wo Du stehst und welche Möglichkeiten Du hast. Hierbei eine Beratung in Deiner Nähe zu finden kann Dir u.a. unsere Linksammlung helfen. Dort findest Du u.a. auch die Hauptseite der Landesstellen für Suchtfragen.

    Den Arbeitgeber informieren ... würde ich erst machen, wenn eine größere Maßnahme (z.Bsp. Therapie, Entgiftung o.ä.) ansteht - oder Du auch am Tage nicht mehr ohne kannst.

    Und was heisst

    Einen Arzt finde ich hier nicht. Alle keine Kapazitäten.

    Hast Du keinen Hausarzt? Der wäre erstmal die richtige Anlaufstelle. Er/sie kann Dich auch erstmal durch-checken.

    Auf jeden Fall finde ich gut, dass Du Dir Gedanken machst und etwas unternehmen willst. Weiter so - es lohnt sich 44.

    Gruß
    Greenfox

    Das kommt davon, wenn man rechtzeitig den Absprung schafft 44. Einer Gefahr, die man erkannt und der man "ins Auge geblickt" hat, kann man leichter begegnen.

    Und wenn Du doch wieder Alkohol trinken willst, wirst Du sicher/hoffentlich einen anderen, wachsameren Blick auf Deinen Konsum haben.

    Gruß
    Greenfox

    Zunächst einmal, Zweiradler: WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Dein anonymes Outing hier ist ein erster Schritt. Aber Du solltest diesem einen Schritt weitere folgen lassen, damit daraus auch eine Reise wird. Eine Reise in ein Leben ohne Selbstvorwürfe, Selbstzweifel und Selbstkasteiung.

    Ich bin Ü50, Alkoholiker - und seit ein paar Jahren trocken. Und das habe ich leider nicht im ersten Anlauf geschafft und auch nicht alleine.

    Von daher kann ich mich nur Dietmar anschließen: Du musst nicht nur nach Hilfe rufen, sondern sie auch suchen - und ANNEHMEN!
    Denn "HILFE!" und "Zum Arzt gehen - oder sonstwen ansprechen? Undenkbar!" widersprechen sich aber so was von!

    Vor allem weil das "Problem" morgen ja nichtmehr existiert ... bis zum nächsten Rausch.

    Das ist der typische Selbstbetrug par exellence - sogar mit mitgelieferter Pointe!

    Nur vor dem Bildschirm sitzen, flennen und sich selbst bemitleiden ändert nix. Aufstehen, losgehen, Hilfe suchen und annehmen.

    Wer nicht selber handelt, wird (vom Leben) behandelt!

    Das mag hart klingen, aber vielleicht bist Du ja einer, der nur einen Tritt in den Allerwertesten braucht/versteht - und dann alle Rekorde bricht ;)

    Also: tu etwas!

    Unsere Linksammlung könnte Dir dabei eventuell helfen.

    Gruß
    Greenfox

    Ich freue mich, wieder von Dir zu lesen. Vor allem, dass es Dir den Umständen entsprechend gut geht und Du eine SHG gefunden hast, wo Du Dich regelmäßig austauschen und Kraft tanken kannst.

    Aber auch, dass Deine Frau bis jetzt trocken, quasi "schockgetrocknet" ist.

    ... der Schock bei meiner Frau war entsprechend groß. Sie blieb trocken bis jetzt, was aber keine Garantie für die Zukunft darstellt.

    Eine Garantie gibt es nie und nirgends. Man kann nur etwas dafür tun, dass es möglichst nicht zu einem Rückfall kommt.
    Manche können "alle Jubel-Jahre" ein gläschen ab (wie Bassmann z.Bsp.), andere können dies absolut nicht (wie ich). Und Deine Frau scheint in die 2. Kategorie zu fallen - Sellerie, Tel Aviv, C'est la vie ... oder wie das heisst.

    Du scheinst Dich arrangiert zu haben. Achte auf Dich! Hilf ihr, trocken zu bleiben, geniess die Zeit - aber wenn sie doch wieder "zuschlagen" sollte: Achte auf DICH!

    LG
    Greenfox

    Grüß Dich und HERZLICH WILLKOMMEN!

    Ich bin m/Ü50, Alkoholiker und seit mehreren Jahren trocken. Kann Dir also nicht wirklich helfen/Ratschläge geben.
    Aber hier gibt es bestimmt jemanden, der Dir helfen kann.

    Warst Du schon mal bei einer Suchtberatungsstelle? Auch dort gibt es Rat.
    Ich habe nur noch eine Frage: Wie alt bist Du (ungefähr)? Ich frage nur, weil es sich fast so liest, als ob Du noch sehr jung bist/sein könntest ...

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Jenny!

    Herzlich Willkommen hier im Forum :welcome:

    Ich bin m/Ü50, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken. Auch mir fiel es anfangs nicht leicht und ich hatte Rückfälle - bis ich mich nach meiner letzten Entgiftung bei mir nach einer passenden Selbsthilfegruppe (SHG) suchte und sie auch fand. Okay - ich wohne in Berlin und hier herrscht kein Mangel an den unterschiedlichsten SHG, es hätte also mit dem Deibel zugehen müssen, wenn ich keine gefunden hätte. In ländlichen Gegenden ist das schon "etwas" schwieriger.

    Jedenfalls fühlte ich mich dann auch nicht mehr allein, sah, dass es Anderen genauso bzw. ähnlich erging/ergangen ist wie mir und konnte von ihren Erfahrungen profitieren.
    Und ich "arbeitete" zunächst mit kleinen Zeiträumen - nämlich immer von einem SHG-Termin zum nächsten. War ein schönes Gefühl (für mich selbst!), sagen zu können: Die letzten Tage habe ich nicht getrunken!

    Ansonsten ist es wichtig, dass Du - so wie es auch schon die Anderen hier schrieben - etwas suchst, mit dem Du die Zeit, die Du früher mit dem Alkohol ausgefüllt hast, sinnvoll und befriedigend ausfüllst. Das kann lesen, Sport, Weiterbildung, Handarbeit ... was auch immer sein.
    Und auch das informieren über unser Problem halte ich für gut.
    Hier kann ich Dir, wie Rekonvaleszent, das Buch "ALK - Fast ein medizinisches Fachbuch" von Simon Borowiak empfehlen. Vor allem deshalb, weil Borowiak selbst Betroffener ist und man ihm seine Arbeit als Autor für die Satire-Zeitschrift "Titanic" beim Lesen anmerkt: es ist sehr unterhaltsam geschrieben, ohne erhobenen Zeigefinger o.ä..

    Halt die Ohren steif, bleib am Ball! Es lohnt sich!
    Und halte Dir nicht nur die Gesundheit etc vor Augen, sondern auch, was Dein Papa dazu sagen, darüber denken würde, wenn Du wieder trinken würdest. Vielleicht wäre das ja auch eine weitere Motivation nixweiss0

    Gruß
    Greenfox

    Hallo Burzl!

    Was soll ich noch groß schreiben? Meine Vorschreiber haben ja schon alles gesagt. Also kann ich Dich nur beglückwünschen, dass Du Dich wieder berappelt hast 44.

    leider habe ich es in den letzten Monaten verabsäumt hier herein zu gehen und zu schreiben,es war auch Scham dabei

    Die Erfahrung haben schon Viele gemacht. Bei mir hat die Scham 4 JAHRE angehalten, bis ich endlich die Reissleine gezogen habe.

    Du stehst wieder und gehst vorwärts - das ist die Hauptsache!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Salim und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum!

    Im Oktober 2017 werde ich wieder in die Klinik eingewiesen. Beim letzten mal hatte mir der behandelnde Arzt eine ungefähre Lebenserwartung von ca. 4 Jahren attestiert. Ich weiß echt nicht mehr weiter.

    Ich hoffe, Du wirst dort nicht gegen Deinen Willen eingewiesen. Denn nur wenn DU willst, also wenn Du WILLST, kannst Du auch etwas ändern. Und das solltest Du wirklich, denn wenn Du schon morgens 1 Flasche trinken MUSST, dann könnten die 4 prognostizierten Jahre eng werden.

    Warst Du schon mal bei einer Suchtberatungsstelle?? Dort wirst Du anonym beraten, welche Möglichkeiten Du hast, um nach der Entgiftung auch trocken zu bleiben. Es gibt verschiedene Therapie-Formen und -Möglichkeiten (z.Bsp. mit anschließender Adaption).
    Such Dir Hilfe (auch schon vor der Entgiftung) - und nimm sie auch in Anspruch! Denn sich alleine aus dem Supf zu ziehen ... hat zumindest bei mir nicht funktioniert.

    Ansonsten lies Dich hier ein - hier findest Du auch eine Menge Tipps, die auf persönlichen Erfahrungen beruhen.

    Gruß
    Greenfox

    Erst einmal HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich bin Ü50, m, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.

    Meine Mutter redet mittlerweile davon ihn zu verlassen...
    ...
    Was wäre eine logische Konsequenz? Ich weiß gerade nicht so richtig wie ich mich verhalten sollte...

    Wenn ich als Außenstehender sage: "Nicht nur vom Verlassen reden - machen!" dann klingt das hart. Aber auf Grund meiner eigenen Erfahrungen und der vielen Gespräche mit anderen Betroffenen und Angehörigen und auch nach dem, was ich hier im Forum erfahren habe, halte ich dies die Beste "Alternative". Für ALLE!
    Denn wenn Du und Deine Mutter nicht immer wieder bangen müsst "Hat er - oder hat er nicht?", dann könnt Ihr endlich wieder zur Ruhe kommen und Euch um EURE Probleme kümmern - nicht um IHN.
    Und für Deinen Vater wäre es (Vielleicht!) der Schuss vor den Bug, den er braucht.

    Ich kann Dir nur raten, selbst einmal eine Suchtberatung aufzusuchen und Dir dort Hilfe zu holen. Nicht nur die Betroffenen brauchen (meist) Hilfe beim Ausstieg - auch die Angehörigen haben Hilfe bei der Bewältigung der Probleme (beim Umgang/Leben mit Betroffenen) nötig.

    Zunächst einmal wünsche ich Dir (und Deiner Mutter) viel Kraft!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich - männlich, Ü50, Alkoholiker, seit einigen Jahren trocken - freue mich, dass Du den Schritt gemacht hast und etwas FÜR Dein Leben unternommen hast.

    Vom Co-Abhängigen zum Co-Abhängigen ... da bist Du leider nicht der/die ( nixweiss0 ) Erste. In meiner SHG sprechen wir des Öfteren über das Thema "Von der Abhängigkeit in die Abhängigkeit" ... ich nenn es jetzt mal so. Ob es bei Dir so war, weiß ich nicht, aber bei uns gibt es mehrere, denen es so erging: Pflege von Angehörigen (meist Eltern) neben gleichzeitiger "Belastung durch Arbeit, eigene Familie und Kinder - immer mehr Stress - man sieht keine Möglichkeit, auszusteigen, NEIN zu sagen - gelegentlicher Griff zur Flasche, zu Medikamenten, um sich zu entspannen - ständiger Griff ... neue Abhängigkeit.

    Bei mir kam es nicht aus dieser Spirale. Bei mir war es, denke ich, vielmehr die Gewöhnung über viele Jahre. Es gehörte einfach immer und überall dazu :-[
    Aber zum Glück habe ich mich auch vor etlichen Jahren aufgerafft und den Ausstieg geschafft :)

    Ich drücke Dir jedenfalls ganz feste die Daumen!

    Gruß
    Greenfox

    Gastronomie - kann ein ziemlich heisses Pflaster sein. Habe ich schon von mehreren Betroffenen gehört, die dort gearbeitet haben ... Solange man dort "nur" angestellt ist ... Aber ich kannte einen, dem gehörte ein Weingut :o Zwickmühle! Würde mich mal interessieren, was aus ihm geworden ist nixweiss0

    Ich drück Dir jedenfalls die Daumen! Für mich hören sich Deine Pläne schon mal gut an!

    Gruß
    Greenfox

    Eigentlich mag ich ja mehr die realen Bücher zum Anfassen und Umblättern. Aber da ich im Urlaub sehr lange Autofahrten zu bewältigen hatte, habe ich mich diesmal für ein Hörbuch entschieden:

    "Ich bin dann mal weg - Meine Reise auf dem Jakobsweg" von Hape Kerkeling

    Was den Pilgern auf dem spanischen Jakobsweg zugemutet wird, ist schon allerhand. Überfüllte karge Beherbungsstätten, schlecht ausgezeichnete Wege, teilweise lebensgefährliche Abschnitte parallel zu einer vielbefahrenen Schnellstraße. Kein Wunder, dass der eine oder andere Pilger sein Leben lassen musste.

    Mit einem 11 Kilo schweren Rucksack macht sich Hape Kerkeling im Sommer 2001 auf den Weg von Saint-Jean-Pied-de-Port über die Pyrenäen nach Santiago de Compostela. Als gewandert gilt der Jakobsweg, wenn mindestens die letzten 100 Kilometer zu Fuß oder 200 Kilometer per Fahrrad nach Santiago zurückgelegt werden. Doch auf so eine "Mogelpackung" lässt er sich nicht ein und beginnt auf französischer Seite. Mit Recht fragt sich der Autor zu Beginn der Reise, was ihn eigentlich dazu getrieben haben mag, den langen, beschwerlichen Weg auf sich zu nehmen.Kerkelings Pilgerreise fand 2001 statt. Eine "entspannte Zähigkeit" und Bodenhaftung ist ihm geblieben, wie er in einem Interview gesagt hat. Es ist die Suche nach dem Sinn des Lebens, die ihn umtreibt und jeden Tag aufs Neue den nächsten Abschnitt in Angriff nehmen lässt. Geht es mal in den durchnässten Wanderschuhen nicht weiter, sind seine Flip Flops geeignetes Schuhwerk. Ganz nebenbei lernt er wahre Freunde kennen und rettet so manchen Vierbeiner vor dem sicheren Hitzetod.

    Man merkt Kerkeling seinen Beruf als Entertainer und Komiker an. Flüssig und amüsant sind private und auch die Erlebnisse auf der Wanderung geschickt mit einander verwoben. Es entsteht ein lesenswertes Tagebuch einer teilweise sehr beschwerlichen Wanderung. Mögen auch die "Erkenntnisse des Tages" nicht neu sein, sind sie doch ein individueller Blick des Autoren auf die ihn umgebende Natur, die Pilger und seine Gedankenwelt. Nicht nur auf dem Jakobsweg gilt für ihn: Der Weg ist das Ziel.

    Ich muss sagen: Ich war begeistert! Die Fahrt/en sind wie im Fluge vergangen und irgendwie war ich "enttäuscht", dass Hape den Weg so "schnell" gemeistert hatte ...
    Denn das Buch ist nicht nur hervorragend geschrieben - dieses Buch wird auch noch vom "Meister persönlich" auf seine unnachahmliche Weise gelesen :blumen3:
    Auf diese Weise kam es bei mir direkt an und ich hatte das Gefühl, dabei gewesen zu sein. Und auch seine Gedanken zu Gott, der Welt und den Menschen kamen super rüber.

    Nach meiner Rückkehr habe ich dieses Buch in meiner Gruppe natürlich auch empfohlen und 2 Leute sagten, sie hätten es bereits gelesen. Wobei "gelesen" nicht zugetroffen habe - sie hätten es "verschlungen" und könnten es ebenfalls nur empfehlen.

    Noch ein kleiner Tipp: Wer auf Youtube das Stichwort "Hörbuch" eingibt, landet u.a. hier ;)

    Erst einmal Hallo und :welcome: hier im Forum!
    Schön, dass Du hergefunden hast, weil Du nach Deienr Entgiftung etwas ändern möchtest in Deinem Leben, damit es auch die letzte ihrer Art bleibt.

    Kurz zu mir: Ich bin Ü50, Betroffener/Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.

    Und wenn ich schreibe "seit einigen Jahren trocken" heisst das nicht, dass es auf Anhieb funktioniert hat. Denn ich habe nach der ersten Entgiftung auch gehofft, dass es die letzte bleibt. Da ich aber nicht weiter unternommen habe und eigentlich alles beim Alten blieb, habe ich dann früher oder später - auch nach den folgenden 3 Entgiftungen - wieder getrunken. Erst dann hat es "Klick" gemacht und ich habe mir Hilfe und Unterstützung bei Therapeuten und SHG gesucht.

    Und das nimmst Du ja jetzt schon in Angriff 44.

    Die Beschwerden, die Du hier schilderst, solltest Du lieber einem Arzt schildern. Denn zum Einen könnte diese Entzugssymtome sein - was nach 2 Wochen Entgiftung allerdings eher unwahrscheinlich ist. Zum Anderen kann man auch ohne Alkohol krank werden ;) Also geh lieber zum Arzt.

    Einen Tipp möchte ich Dir allerdings noch geben:
    Wenn Du einen Arzt aufsuchst/aufsuchen musst - egal, welchen: erzähl ihm von Deiner Alkoholproblematik!! Denn dann kann er Dir Medikamente verschreiben/verabreichen, die nicht alkoholhaltig sind. Und/oder bei eventuell notwendigen Betäubungen/Anästhesien die Dosis entsprechend anpassen, da "unsereiner" eine andere Toleranzschwelle hat als Nicht-Alkoholabhängige.

    Ansonsten lies Dich hier erst einmal ein und sortiere Dich!

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich bin Betroffener/Alkoholiker, m, 50+ und seit ein paar Jahren trocken.
    Nur mal eine Frage: Smilla = m/w? Vermute mal weiblich, aber bei den Nicknames weiß man ja nie ...

    Gut, dass Du Dir mal eine reale SHG anschauen möchtest. Aber hoffentlich weisst Du, dass es viele verschiedene Arten von SHG gibt: Monolog, Dialog, angeleitete, reine Betroffenen-Gruppen etc.
    Sollte sie Dir nicht zusagen, schließe bitte nicht von einer auf andere/alle - schau Dir dann vielmehr noch andere an. Aber vielleicht funzt es ja gleich.

    Ich persönlich bin ein großer Befürworter von SHG - nicht nur, weil ich mittlerweile selber einer solchen vorsitze. Aber es hilft doch ungemein, sich mit realen Menschen im Gespräch auszutauschen.
    Und zu Beginn hat es mir persönlich auch sehr geholfen, in der Gruppe sagen zu können "Diese Woche habe ich nicht getrunken!" :) Ein gutes Gefühl (fand ich).

    Kannst ja mal berichten, wie es gelaufen ist.
    Und bevor Du reingehst und Dir "die Düse geht": Die Leute beissen nicht ;)

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum auch von mir :welcome:

    Kurz zu mir, damit Du weißt mit wem Du es zu tun hast: männlich, Mitte 40, Alkoholiker und mittlerweile schon einige Jahre trocken.

    Dem kann ich mich nur anschließen - außer, dass ich Mitte 50 bin ;)

    Aber auch sonst kann ich mich gerchla und Bassmann nur anschließen (konkrete Pläne, Arzt, SHG etc.).

    Also möchte ich Dich nicht noch mehr zu testen. Ließ Sich in Ruhe hier ein und schau ansonsten auch Mal in unsere Linksammlung :)

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN auch von mir :welcome:

    Auch ich bin wie Gerchla Betroffener (sprich: Alkoholiker) und seit ein paar Jahren trocken.

    In ein paar Minuten werde ich mal wieder in ein Krankenhaus auf eine Entziehungsstation fahren und dort mit den Patienten sprechen. Das mache ich nun auch schon ein paar Jahre.
    Und auf Grund meiner eigenen Erfahrungen und den vielen geführten Gesprächen kann ich Dir nur sagen, dass Du genau das Richtige tust.

    Im Prinzip müsste mein Stiefvater wirklich ihre Sachen packen und sie damit vor die Tür setzen. Und diesen Schritt zu gehen, kostet enorm viel Überwindung.

    Ja, das kann ich sehr gut nachvollziehen. Aber es gibt nunmal nur 3 Möglichkeiten, die dann wiederum weitere Möglichkeiten eröffnen:

    1. Deine Mutter will nichts unternehmen/sich helfen lassen und Dein Stiefvater setzt sie vor die Tür, um nicht von ihr mit in den "Abgrund" gezogen zu werden.
    2. ---- """" ---- und Dein Stiefvater setzt sie nicht vor die Tür und wird co-abhängig.
    3. (unwahrscheinlich) Deine Mutter erkennt für sich selbst den Ernst der Lage und unternimmt etwas (z.Bsp. Entgiftung, Suchtberatung ...) - und ihr könnt sie dabei unterstützen.

    Ich glaube die Alkoholiker hier werden Dir alle das Gleiche schreiben: ...

    Erwischt! Also: bevor ich das tue, wünsche ich Dir lieber viel Kraft!

    Gruß
    Greenfox