Beiträge von Greenfox

    Ich hatte auch überlegt ob ich mal zu einer SHG gehen soll. Noch warte ich aber glaube ich eine Weile ab, halte mir die Option aber auf jeden Fall offen und versuche erstmal in den nächsten Monaten mithilfe eurer Tipps und meiner Freundin, die mich unterstützt, nichts zu trinken.

    Sorry, auch wenn Du es bestimmt nicht so meinst, aber solche Äußerungen (da bist Du nicht der Einzige) hören sich fast an wie "Ich versuch es erst mal homöopatisch, bevor ich amputieren lasse!"

    SHGn sind nicht giftig, ansteckend, tödlich oder sonstwie schädlich!! Auch wenn es vielleicht bei dem Einen oder Anderen nix nützt oder nicht hilft (Okay: Ich bin Befürworter, dann war es vielleicht nur die falsche Gruppe), aber: Es kann nicht schaden!!

    Nichtsdestotrotz wünsche ich Dir Durchhaltevermögen und viel Erfolg bei der Umsetzung!

    Alles Gute, allseits ein geruhsames, friedliches Weihnachtsfest und einen guten, gesunden Rutsch!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Chrissi!

    Auch ich finde die Idee mit dem Brief sehr gut.
    Auch ich habe damit gute Erfahrungen gemacht. Zum Einen habe ich meinen Abschiedsbrief an den Alkohol geschrieben. Hier findest Du eine kleine Auswahl ... Aber auch als ich mal ziemliche Probleme mit meinen Eltern hatte, habe ich alle meine Gedanken mal in einem Brief zusammengefasst - hier kann man seine Gedanken geordnet rüberbringen, ohne überbordende Emotionen (kommt natürlich auf den Schreibstil an ;) ). Und ganz wichtig: Man wird nicht dauernd durch irgendwelche Einwürfe/Widersprüche unterbrochen.

    Ich wünsche Dir - und auch allen anderen Forumseln - ein geruhsames, friedliches Weihnachtsfest und einen guten, gesunden Rutsch!!

    Gruß
    Greenfox

    In Einem muss ich Günther zustimmen: Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!
    Und gerade zur Weihnachts-/Silvesterzeit ist es wichtig, Risikominimierung zu betreiben.

    Aber "Risikominimierung" heisst nicht, sich einzumauern und von der gesamten Umwelt abzuschotten! Es heisst für mich viel mehr, zum Einen für mich zu entscheiden, was kann ich tun und was nicht, ohne mich zu gefährden und mir zum Anderen Strategien zurechtzulegen für Situationen, wo ich mir selbst nicht über den Weg trauen würde.

    Günther, was ich bei Dir lese ist nach meinem Empfinden MEILENWEIT von einer zufriedenen Abstinenz entfernt:


    Vorab, man sollte Demut vor unserer Krankheit zeigen und allen Gefahrenquellen aus dem Weg gehen. Ich persönlich lebe seit mehreren Wochen vollkommen autark, und es tut mir gut. Ich habe mich von meinem Freundeskreis getrennt und ich habe mit meiner Familie abgeschlossen.

    Einkäufe erledige ich über das Internet.

    Da kommt bei mir die Frage auf, wann der dritte Affe ("Nichts sagen") hervorkommt. Die Zeilen lesen sich so, als wenn Du Dich eingemauert hast.

    Allen Gefahren kann man (in der Realität) nicht aus dem Weg gehen - aber man kann sich rüsten, Strategien zurechtlegen - siehe oben.
    Meinen Freundeskreis habe ich - sofern er das nicht schon von selbst getan hat - sortiert und nur die wirklichen Freunde behalten. Und meine Familie habe ich mit einbezogen. Und wenn mir bestimmte Familienangehörige nicht guttun würden, würde ich den Kontakt halt auf ein Minimum beschränken (Strategie!). Ist bei mir aber zum Glück nicht der Fall.

    Ich feiere Weihnachten und Silvester in einem alkoholfreien Umfeld - Heilig Abend bin ich auf Arbeit, am 1. Feiertag bin ich bei meinen Eltern (die trinken keinen Alkohol) und am 2. Feiuertag kommt die gesamte Familie zu mir ( :o ). Und alle wissen, dass es bei mir keine alkoholischen Getränke gibt. Und Silvester feiere ich - wie schon des Öfteren - mit meinem Selbsthilfeverein. Da habe ich mittlerweile gute Freunde und es wird auch ohne Alkohol bis in die Puppen gefeiert - für mich früher unvorstellbar, wie soetwas ohne Alk funktionieren soll. Heute halte ich ohne Alk länger durch und erinnere mich sogar heute noch an das Silvester vor z.Bsp. 6 Jahren ;)

    Gruß
    Greenfox

    Herzlich Willkommen zurück ;)

    Na, das liest sich doch gut. Nun wünsche ich für Dich beim Weihnachtsmann, dass sich Deine Pläne auch umsetzen lassen.


    Mein Mann und ich haben uns für eine Wander Woche in den Ötztaler Alpen angemeldet,
    die Gruppe wo wir mit wandern wollen besteht aus 16 abstinent lebenden Menschen.
    Wenn das nicht mal für uns wie ein sechser im Lotto ist.

    Aber wenn es schon so super los geht ... 44.

    Gruß
    Greenfox


    Das durch zuhalten ist wirklich sehr sehr schwer.
    Jetzt kommen demnächst runde Geburtstage und Weihnachten und Silvester...

    Und dann noch die ganzen Montage, Dienstage, Mittwochs, Donnerstage ... und andere Ausreden - äh: Gründe.

    Dass Du Dir noch nicht sicher bist, ob Du dauerhaft abstinent leben möchtest - ist doch okay.
    Aber versuch mal, TATSÄCHLICHE Gründe zu finden, warum JA oder NEIN. Und auch dafür, warum Dir das Durchhalten "wirklich sehr sehr schwer" fällt.

    Im Übrigen kann ich Dir versichern, dass man z.Bsp. Silvester ganz hervorragend ohne Alkohol feiern kann. Und man kann sich später sogar noch an Alles erinnern 44.
    Dieses Jahr wird es mein 9. Silvester in Folge ohne Alk - ich spreche also aus eigener Erfahrung.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und auch von mir HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum!

    Gerchla hat ja einen sehr guten Vorschlag gemacht.
    Und die Weihnachtszeit kannst Du ja als Fastenzeit betrachten.

    Der scheinbar einzige Weg auf Alkohol zu verzichten ist, wenn ich mich nicht mit Freunden treffe oder schon gar nicht abends am Wochenende rausgehe.
    Aber man kann sich ja auch nicht völlig isolieren...

    Diese Ausrede habe ich früher auch gebraucht und höre sie heute des Öfteren.
    Nur: Du solltest Dir mal überlegen, ob Freunde Dich unbedingt zu etwas überreden würden, was Du nicht willst!?

    Wenn man sich aus einer Sucht befreien möchte oder erst gar nicht in eine solche rutschen will, dann reicht es nicht aus, nur das Suchtmittel - also bei uns den Alkohol - wegzulassen. Man muss auch sich selbst und seine Angewohnheiten unter die Lupe nehmen und etwas ändern. Dazu gehört auch, für sich selbst zu entscheiden, wer seine wirklichen Freunde sind und wer nur "Saufkumpane".

    Als ich damals bekanntgab, dass ich keinen Alkohol mehr trinken will, versuchten mich einige "Freunde" auch erst zu überreden, doch "wenigstens etwas" zu trinken. Und da es bei mir (zu Hause) keinen Alkohol mehr gab, kamen sie dann nicht mehr. Tolle Freunde ...

    Andere kamen erst recht, redeten mir gut zu, wenn ich etwas down war, unterstützten mich. Wahre Freunde ...

    Ansonsten sollte man sich für den (ernsthaften) Ausstieg auch Strategien zurechtlegen:

    Was mache/sage ich, wenn ...

    ... man mich trotz Ablehnung zum Trinken auffordert?
    ... ich mich auf einer Feier nicht mehr wohl fühle (evtl. weil viele Leute viel trinken)?
    ... ich nicht irgendwo hin gehen möchte (Feier o.a. Veranstaltung)?
    ... ich trotz meines Vorhabens den Wunsch verspüre, etwas zu trinken?
    ...

    Und wenn Du für Dich schon erkannt hast, dass Du nicht "gemäßigt"/kontrolliert/in vernünftigen Rahmen trinken kannst ...

    Ich habe mir schon oft fest vorgenommen nicht zu trinken. Aber kaum bin ich mit meinen Freunden zusammen, schon kann ich mich nicht mehr kontrollieren und betrinke mich bis ich völlig voll bin. Es bleibt nie bei einem oder zwei Bieren - das ist schon seit 15 Jahren so ...

    ... dann solltest Du wirklich über den kompletten Ausstieg nachdenken.

    Gruß
    Greenfox


    Gerade jetzt bin ich doch öfters mal froh, in meiner eigenen Bude zu sein und RUHE
    zu geniessen.

    Kann ich sehr gut nachvollziehen.
    Für mich war es anfangs auch sehr ungewohnt, plötzlich wieder alleine zu wohnen - heute geniesse ich es.
    Und da ich in einer Großstadt wohne, ist es auch kein Problem, mal nicht alleine zu sein ;D

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Gudrun, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum!

    Du hast m.E. nie aufgehört mit dem Trinken! Du hast nur Pausen eingelegt.

    Was Deine diffusen Schmerzen angeht, kann ich Dir nur dringend raten, darüber mit Deinem Arzt zu sprechen - und zwar nicht losgelöst von Deinem Alkoholproblem, sondern BEIDES ZUGLEICH!
    Ich glaube auch, dass Deine Schmerzen nicht durch den Alkohol beseitigt werden - Du blendest sie nur aus!

    Viele haben gesagt, dass sie nach der "Trockenlegung" diese oder jene Schmerzen/Beschwerden bekommen haben. Das Problem dabei ist, dass sie übersehen, dass die Betäubung durch den Alkohol weggefallen ist und sie sämtliche gesundheitlichen und sonstige Probleme des Lebens ungefiltert und mit klarem Kopf wahrnehmen. Die sind nur nicht neu - sie waren auch schon vorher da. Man hat sie sich nur "weg-/klein-/schöngesoffen".

    Ein Besuch bei einer Suchtberatung und/oder einer SHG kann auch nicht schaden. Denn: Nur den Alkohol weglassen bringt in den seltensten Fällen etwas!!

    Auch wenn das bis jetzt geschriebene vielleicht hart klingt: Ich wünsche Dir für Deinen Ausstieg alles Gute, viel Erfolg und Durchhaltevermögen!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Libelle!

    Leider kann ich nicht mehr viel schreiben, da Gerchla schneller war ;)

    Bei mir war es nicht Frankreich oder Südafrika, sondern Russland (Wodka, Selbstgebrannter :o ). Ansonsten - genau dasselbe.

    Was ich noch herauslese ist, dass Du nicht trinken DARFST.
    Ich bin froh, dass die Zeiten, in denen ich trinken MUSSTE, vorbei sind. Ich bin froh, mein Leben wieder selbst bestimmen zu können und es nicht nach dem Alkohol ausrichten zu müssen.

    Natürlich ging es bei mir auch nicht von jetzt auf gleich, dass ich so empfand. Aber ich sah immer mehr, was ich ohne Alkohol gewinne - und mit ihm wieder verlieren würde ...

    Naja, vielleicht kommt diese Einsicht/Sicht auf diese Dinge ja auch noch. Ich wünsche es Dir jedenfalls!

    Gruß
    Greenfox

    Ich habe immer gedacht das er von uns als Familie genervt ist, und um Abstand zu gewinnen, trinkt er. Dann wieder seine Worte, das wir ihm als Familie total wichtig sind ( er doch aber alles tut damit wir uns immer weiter von ihm entfernen ). Der nächste Grund könnte vielleicht eine negative Erfahrung sein, im Berufsleben vielleicht. Aber auch die positiven Erlebnisse werden "gefeiert". Wir haben gar keine Handhabe mehr, wie wir seinen Tag steuern können, damit er mal NICHT TRINKT. Und es ist eine ganz gemeine Spirale nach unten, denn, wenn er trinkt, bzw. weil er trinkt, machen meine Tochter und ich schon viele Sachen ohne ihn. Und dann denke ich, genau WEIL wir was ohne ihn machen, nimmt er es zum Anlass um trinken zu können.

    Nein, er trinkt nicht wegen Euch, wegen dem, was Ihr tut oder auch nicht tut - er trinkt, weil er süchtig/abhängig ist. So blöd sich das auch anhört, aber ihr habt nichts oder nur wenig damit zu tun.
    Was ihm wahrscheinlich fehlt, dass er den richtigen Motivationsschub bekommt, um den Suchtausstieg ernsthaft in Angriff zu nehmen (siehe Dietmars Schilderung).
    Und das könnte durchaus der berühmte Tritt in den Hintern in Form von "Auszug/Trennung durchziehen" sein.

    Wie gesagt: KÖNNTE ...

    Trotzdem wünsche ich Dir/Euch ein schönes Wochenende!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Maja!

    Auch von mir (m, Ü50, Alkoholiker, seit einigen Jahren trocken) ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich habe jetzt beschlossen mich endgültig von ihm zu trennen, und in eine andere Stadt zu ziehen, mit meiner Tochter. Und schon kommen die schlechten Gefühle, was ich ihm wohl damit antue. Denn ich bereite es im geheimen vor. Er weiß von nichts.

    Stimmt doch nicht:

    Ich habe ihm schonmal angedroht, wenn sich nichts ändert, sind wir weg, ohne Vorwarnung.

    Gerchla hat es ja schon geschrieben: Dein Mann wird das Blaue vom Himmel lügen, um einerseits Dich zu halten, aber auch um weitertrinken zu können.
    Wobei er vermutlich auch selbst an seine Versprechen glaubt - bis der innere Druck wieder da ist. Zumindest bei mir war es so.

    Also musst Du Deine "Drohung" auch durchziehen, zeigen, dass es auch Konsequenzen hat! Denn dann steht er wirklich vor der Alternative: Frau und Kinder - oder weiter saufen.
    Wobei die aus Deiner Sicht logische Entscheidung nicht getroffen werden muss. Oft genug war die Sucht stärker.

    Er ist für sich selbst verantwortlich - so wie Du für Dich UND Deine/Eure Tochter (Töchter). Also muss er die Konsequenzen auch selbst tragen.
    Was natürlich nicht heissen soll, dass Du den Kontakt mit ihm auch abbrichst. Wenn er denn ernsthaft (und nicht nur verbal) etwas gegen die Sucht unternimmt ...

    ... und er hat das Bild gezeigt das er daran arbeitet, das es wieder gut wird.

    ... und sich nicht nur kurzzeitig zusammenreisst und Potemkinsche Dörfer errichtet (schöne Fassade - nichts dahinter).

    Meine damalige Frau hat zu mir gehalten - weil ich mich bemühte, ernsthaft bemühte: Entgiftung, Therapie, eine Zeit der Trockenheit, Rückfall, wieder Entgiftung, Therapie, SHG und -Voila - bis heute trocken (Entgiftungen und Therapien habe ICH angeleiert). Und mir hat es sehr geholfen, dass sie zu mir gestanden hat.
    Und wenn sie sich damals getrennt hätte, dann würde ich es aus heutiger Sicht auch verstehen ;) (Wobei: Ich hätte es auch damals verstanden.) Denn es ginge hauptsächlich um das Wohl unserer Kinder.

    Meine Kinder habe ich über alles geliebt (tue ich natürlich immer noch ;) ) und selbst diese Liebe vermochte es nicht mich vom Trinken abzuhalten.

    Yepp - war bei mir auch so.

    Also: Zieh es durch!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Angemon!

    Ich finde es immer wieder mal unangenehm, "recht gehabt zu haben" ... Auch wenn ich dazu hier nichts schrieb, aber ... irgendwie kam Vieles etwas naiv und blauäugig bei mir an.
    Z. Bsp. dass Du noch zu jung für eine SHG wärst und sowieso nicht dafür zu haben.
    Und dann kam der "Klassiker":

    Da ich sagen muss das es wirklich gut war im letzten Monat. Konnte mit Freunden auf Party in den Club gehen und habe nichts getrunken.
    Ich merkte, das der Druck Alkohol zu mir zu nehmen dadurch immer größer gewachsen ist.

    Es kam, wie es kommen musste.

    Ich stimme Gerchla 100%ig zu: wenn man gerade erst den Ausstand probt und, wie Du selbst schreibst, noch "Frischling" ist, dann sollte man soetwas noch unterlassen. Erst wenn man gefestigt ist, sich Strategien überlegt und diese auch verinnerlicht hat - dann kann man wieder anfangen, mit dem Feuer zu spielen.
    Ich bin die erste Zeit zu keiner Feier - egal, ob beruflich oder privat - gegangen. Und dann habe ich es ruhig angehen lassen. Erst waren es 1-2 Stunden, u.U. auch mal weniger. Dann wurde es langsam mehr und wenn es gut läuft (das heisst, wenn es mir SPASS macht), dann kann ich durchaus auch mal 9-10 Stunden feiern. So z.Bsp. letztes Silvester.
    Aber: Meine Strategie war und ist, dass ich a) allen meinen Bekannten, Verwandten und Kollegen gleich zu Beginn reines Wasser über mich eingeschenkt habe und b) jederzeit gehen kann, wenn es mir zu viel wird. Letzteres heisst, dass ich nicht auf Jemanden angewiesen bin wie bei einer Fahrgemeinschaft o.ä.. Und wenn ich ohne Auto bin achte ich darauf, dass ich auf jeden Fall und zu jeder Zeit auch mit den Öffentlichen nach Hause komme. Wenn ich also von einer Feier verschwinde, brauche ich mich nicht bei den Leuten verabschieden und eventuell erklären, wieso, weshalb, warum ich nun schon gehe ...

    Auch in Bezug auf die SHG stimme ich Gerchla zu. Ich leite ja nun seit ein paar Jahren selbst eine SHG und kann Dir sagen, dass jeder kommen kann, ohne einen Termin zu machen. Auch bei uns kann man sich erst einmal "in die Ecke" setzen und zuhören, sich das Geschehen anschauen, ohne etwas sagen zu müssen. Okay, wenigstens den Namen sollte man sagen. Und wenn man dann bereit ist, dann kann man sich einbringen und erzählen. Bei Manchen ist dies schon am ersten Tag, die Anderen eben erst später.

    Mach Dich mal schlau, welche Gruppen es bei Dir gibt, wo und wann die tagen - und dann schau Dir mehrere an. Denn es ist vollkommen unwichtig, wie die Gruppe/der Verein heisst: AA, "Guttempler", "Blaues Kreuz" oder "Verein für alkoholfreies Leben", "Die trockenen Pampelmusen" oder nixweiss0
    Das Wichtigste und Entscheidende ist, dass Du Dich dort mit den Leuten wohl fühlst, dass die Chemie stimmt. Zumal es ja auch die unterschiedlichsten Formen von SHG gibt: Monolog, Dialog, angeleitete Gruppen, reine Betroffenen-Gruppen ...

    Vielleicht schaust Du ja mal hier oder hier rein - dann brauchst Du nicht auf den Termin bei der Suchtberatung warten. Denn eine SHG kann man auch ohne Genehmigung/Empfehlung von einer Suchtberatung aufsuchen ;)

    Gruß
    Greenfox


    Meine Psychologin bei der ich auch die ambulante Therapie gemacht habe, empfiehlt mir dringend
    keine Kombinationstherapie zu machen(zwei Monate Klinik, 6 Monate hinterher ambulant) sondern
    4 Monate Langzeitherapie in einer Klinik meiner Wahl zu machen.

    ...

    4 Monate Langzeitherapie ist wohl am intensivsten und effektivsten ihrer Meinung nach.

    Sehe ich aus meiner Erfahrung auch so. Habe damals erst eine ambulante Therapie gemacht, bin dann aber auf die stationäre Therapie umgeschwenkt.
    Und das war auch gut so.


    Ich bewege mich gerade auf ungewohntem Terrain. Früher wäre es für mich eine Horrorvorstellung
    gewesen, 4 Monate in eine Alkoholfachklinik zu gehen.
    Heute, jetzt und hier sage ich warum eingentlich nicht????

    Meine Therapie damals sollte ursprünglich 12 Wochen, also 3 Monate dauern.
    Vorher völlig unvorstellbar für mich - und doch habe ich mir noch 4 Wochen "Nachschlag" geholt, war also insgesamt 16 Wochen in der Klinik ...


    Mein Arbeitgeber und meine Familie stehen hinter mir. Beste Vorraussetzungen die Langzeitherapie anzutreten
    und anzunehmen, wenn ich sie bewilligt bekomme. So sehe ich das. Was meint Ihr ;)

    44. Zugreifen!

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir ein HERLICHES WILLKOMMEN hier im Forum und ebenfalls die Frage nach Deinen Intentionen.
    Was bewegt Dich dazu, Dich hier anzumelden - welche Hilfe erwartest Du? Erwartest Du überhaupt Hilfe? Oder möchtest Du nur einen Austausch?


    Es freut mich , wenn ihr mir eure fünf wichtigsten Fragen mitteilt. Zum Beispiel:
    ...
    "Wie habe ich auf einer Party ohne Alkohol Spaß?"

    Für jemanden, der nach eigenen Angaben seit letztem Jahr keinen Alkohol mehr getrunken hat, eine - wie ICH finde -etwas befremdliche Frage ...

    Ansonsten kannst Du Antworten auf die Frage, wie man vom Alk wegkommt, in den Geschichten der User hier finden. Aber auch, indem Du in unsere Linksammlung schaust oder auch hier.

    Gruß
    Greenfox

    Wie dünn das Vertrauen in mich nur noch ist. Ich denke ich habe da eine ganze Menge verspielt.

    Das kann ich nachvollziehen. Aber - um Dich wieder etwas aufzubauen: Du hast auch schon eine Menge geschafft!

    Denn zum Einen hast Du für Dich selbst etwas erkannt, was viel Kraft braucht - nämlich dass Du Hilfe brauchst. UND Du bist inzwischen aktiv geworden und hast Dich nicht nur zu einer LZT entschlossen, sondern auch schon alles auf den Weg gebracht. 44.

    Die Zeit bis dahin kannst Du mit Hilfe einer SHG überbrücken - bzw. mit der Suche nach einer für Dich passenden.

    Du kannst stolz auf das bisher Erreichte sein. Alles Weitere wird sich finden.

    Jede große Reise beginnt mit einem ersten Schritt!

    Gruß
    Greenfox

    Allerdings muss ich dazu auch hingehen. Und zwar regelmässig. Und genau das habe ich wochen und
    monatelang versäumt bis ich natürlich wieder angefangen habe zu saufen.

    Das ist sozusagen der Klassiker - das höre ich immer wieder von Leuten, die gerade in einer Entgiftung sind oder frisch in unsere Gruppe kommen.
    Und selbst habe ich das auch fabriziert :-[

    Du siehst - nicht nur Dir ist es so ergangen ...

    Gruß
    Greenfox


    Die 22 Jahre Abstinenz sind nicht weg, der große Vorteil ist das ich das trockene Leben ja sehr gut kenne, es waren die besten Jahre in meinem Leben.
    Sie hängen vor meiner Nase ich brauche nur zu zu greifen.

    Diese Einstellung finde ich SEEEHR gut 44. Wie oft höre ich von Leuten, die einen Rückfall haben/hatten "Ach, jetzt ist alles hin und ich muss wieder von vorne anfangen".
    Meine Meinung ist wie Deine: Man hat es doch schon einmal geschafft und gute Erfahrungen gemacht - und auf die kann man zurückgreifen.

    Da ich es damals nicht ohne Klinik geschafft habe, kann ich Dich nur bestärken, diesen Schritt zu gehen:

    Mein Gefühl sagt mir, dass ich es tun würde.

    Übrigens: Hier bei uns in Berlin wären nicht mehr wie 7 Tage drin :(

    Und es wäre 2 Wochen Auszeit für Dich, in denen Du Dich nicht mit Deinem Mann "herumplagen" und Dich um den täglichen häuslichen Kram kümmern musst ...

    Mein Rat also: Tu es!

    Gruß
    Greenfox