Hallo, Katerle, und auch von mir nachträglich ein HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum!
Auch wenn ich bisher nichts schrieb - ich habe mitgelesen.
Kurz zu mir: männlicher Berliner, Ü50, Alkoholiker, seit einigen Jahren trocken.
Und zum Thema SHG
Meine Informationen zur SHG begrenzen sich aus dem, was ich aus dem Internet zu dieser einen SHG lesen konnte. Da hieß es
„… Man sitzt auf Sesseln um einen niedrigen Tisch in einem hellen und gemütlichen Raum. Es gibt verschiedene Sorten von Erfrischungsgetränken. Zu Beginn stellt sich jeder Anwesende mit seinem Vornamen vor, sagt, ob er Alkoholiker oder Angehöriger ist und wie er sich gerade fühlt. … Der Abend endet, indem jeder Teilnehmer ein Feedback über den Abend gibt…„
Und diesen Ablauf stelle ich mir für mich persönlich wirklich, wirklich sehr schwer vor. Vielleicht schaue ich mir da noch einmal Alternativen an.
kann ich Dir wirklich nur raten, Alternativen anzuschauen. Aber im realen Leben! Denn irgendwelche Beschreibungen im Internet sind das Eine - das persönliche Erleben etwas völlig anderes.
Natürlich ist es in dieser Beziehung schade, dass Du auf dem Dorf wohnst. Denn es ist natürlich besser, wenn man mehrere Gruppen zur Auswahl hat. Schließlich gibt es ja die unterschiedlichsten Gruppenformen - Monolog-, Dialog-Gruppen, angeleitete Gruppen, reine Betroffenen-Gruppen etc.
Zum Thema SHG habe ich mich mal hier ausführlich "ausgelassen".
Die Schilderung ... hört sich für mich erstmal schlimmer an, als es vermutlich ist. Wahrscheinlich, weil ich nun schon fast 10 Jahre Gruppenerfahrung habe.
Wenn Du mal hingehst und es Dir live anschaust, kannst Du Dir ja, falls es wirklich so schrecklich steif zugeht, immernoch eine andere Gruppe suchen ...
Zu einem anderen Thema wollte ich auch ebventuell etwas schreiben - hat sich aber inzwischen erledigt 
Gestern habe ich es trotzdem zu einem Miniouting geschafft (ein Anfang ist getan). Ich habe bald Geburtstag und meine jüngste Tochter (24) ... Der Aufhänger war gut und wir redeten lange über meine Befürchtung, Alkoholikerin zu sein. Sie bestätigte aus ihrer Sicht meinen katastrophalen Umgang mit Alkohol (soviel dazu, dass das Umfeld nichts mitbekommt).
Und - war dieses Gespräch (wie ich glaube) befreiend? Für Euch beide? Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es unheimlich hilfreich und erleichternd sein kann, sich den ganzen Ballast mal von der Seele zu reden. Das kann mit einem Angehörigen sein oder in einer SHG. Wobei es MIR in der Gruppe leichter fiel - man trifft sich, redet, kotzt sich u.U. aus und geht wieder auseinander. Aber das muss jeder für sich entscheiden.
So, das soll erst mal reichen.
Gruß
Greenfox