Beiträge von Greenfox

    Herzlich Willkommen hier im Forum :welcome:

    Zum Einen schließe ich mich Carolines Fragen an und außerdem würde mich Dein (ungefähres) Alter interessieren - denn dann könnte man die Aussage

    Das Problem mit dem Trinken habe ich bereits seid 2 Jahren ...

    besser einordnen. Solltest Du ca. 16 Jahre sein - dann sind die 2 Jahre schon heftig. Solltest Du aber um die 60 Jahre sein - hast Du vorher nicht getrunken? War da ein Auslöser?
    Du siehst, es interessiert mich.

    Kurz zu mir: Ich bin Mitte 50, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken. Und ich bin in der Selbsthilfe aktiv.

    Gruß
    Greenfox

    ... er hasst es wenn ich zu viel trinke. Aber er sagt auch immer, dass er ein Problem damit hätte wenn er mit mir kein Glas guten Wein mehr trinken könnte... Für mich wäre es eine grosse Hilfe wenn wir keinen Alkohol im Haus hätten.

    Ich habe ihn dann gebeten, mich auch zu unterstützen. Seine Antwort war, ich soll doch auf meine Kosten einen Tresor kaufen und den Alkohol da einschliessen :-[. Er hat auch keine Lust mit in die Suchtberatung zu kommen. Sieht so aus, als wäre ich da auf mich gestellt.

    Welche Liebe Deines Mannes ist wohl größer - die zu Dir oder die zum Wein?
    Eine solche Reaktion, wie Du sie beschreibst, ist nicht nur misslich, sondern kenne ich eigentlich (fast) nur von nassen Alkoholikern - "DU hast ein Problem - ich NICHT!".

    Schade eigentlich. Um so schöner, dass Du zumindest keinen Absturz mehr hattest.
    Dann geh eben alleine zur Suchtberatung, in eine SHG - tu etwas. FÜR DICH!

    Was Deinen Freundeskreis betrifft: Man will ja niemandem "ein Kind in den Bauch reden" - aber es ist wirklich schon manchmal komisch/Merkwürdig, welche Ergebnisse/Erkenntnisse man erhält, wenn man mal den Blickwinkel verändert. Und mal eben von der Warte eines Menschen schaut, der vom Alkohol weg will ...

    Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Licht!

    Dafür, dass Du erst/schon eine Woche auf dem Weg ohne Alkohol bist, spielst Du für meine Begriffe ziemlich mit dem Feuer:


    Ich war sogar kurz in meiner Stammkneipe und trank Tee.
    ...
    Nun habe ich eineinhalb alkoholfreie Biere getrunken, die noch im Kühlschrank waren. Ich weiß nicht, ob das gut für mich ist oder nicht. Das werde ich jetzt herausfinden. Ich hoffe, Becks alkoholfrei ist auch tatsächlich alkoholfrei. Und ich hoffe, dass der Geschmack mich nicht anfixt

    Mit dem alkoholfreien Bier hoffe ich ebenfalls wie Du, dass Du nicht über den Geschmack getriggert wirst (unabhängig davon, dass das "alkoholfreie" Bier eigentlich nur "alkoholarm" ist) - bei mir jedenfalls war dies der Fall. Es schmeckt ja mittlerweile tatsächlich wie Bier (kein Vergleich mehr zu früher) - aber es fehlt eben etwas. Die Wirkung. Also habe ich mir dann damals gesagt, ich lasse es einfach weg.
    Genauso der Kneipenbesuch - wozu?? Was will ich in einer Kneipe, die ich immer mit Bier und "Kompott" verbunden habe?? Schauen, ob ich nach 6 TAGEN schon so stabil bin ...??
    Abgesehen davon, dass ich das früher auch gekonnt hätte - in der Kneipe nur alkoholfrei zu trinken. Aber zu Hause hätte es mich dann arg getriggert.

    Ich bin der Meinung, solche "Tests" sollte man - wenn überhaupt - erst machen, wenn man stabil ist.
    Aber das musst Du für Dich entscheiden. Ich halte es jedenfalls für unnötig und gefährlich.

    Gruß
    Greenfox

    Ich stimme Rekonvaleszent zu: Das ist doch eine neue Lebensqualität!

    Nur eins irritiert MICH:

    Ich vertrage kaum noch Kaffee (mein Maß ist um mehr als das Doppelte geschrumpft)

    Was MICH betrifft - und diese Beobachtungen habe nicht nur ich gemacht -, ist mein Kaffee-Konsum (und der meiner Mitpatienten) mit der Entgiftung und danach exorbitant gestiegen. Der hat sich erst nach 2-3 Jahren wieder gelegt.
    Naja - ist halt jeder Mensch anders.

    Ich wünsche Dir noch einen schönen :sun: Sonntag!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Licht!

    Tja, wie ist es bei mir gelaufen? Am Besten wäre es, Du schaust mal hier in meine Vorstellung rein. Die ist ziemlich umfangreich, aber da steht alles drin - meine Höhen und Tiefen und meine Strategien etc. Und hier habe ich mal meine Gedanken niedergeschrieben, warum ich SHG für wichtig und sinnvoll halte.

    Mittlerweile habe ich in wenigen Wochen mein 10jähriges "Jubiläum". Und ich hoffe, es kommen noch viele hinzu. Auch wenn es mir anfangs nicht gerade leicht viel - mittlerweile ist es für mich normal. Alkohol gehört nicht mehr zu meinem Leben.
    Was nicht heisst, das ich es auf die leichte Schulter nehme. Alleine schon, dass ich mich hier im Forum rumtreibe, regelmäßig meine SHG besuche und diese bis vor Kurzem geleitet habe, mich in der Selbsthilfe engagiere und auch in Entgiftungsstationen meinen Selbsthilfeverein vorstelle, viele Gespräche führe - all das hilft mir, nie zu vergessen, dass ich mit Alkohol nicht umgehen kann (habe ich ja auch schon mit katastrophalen Ergebnissen ausprobiert).

    Da ich diesen Entzug bereits seit Jahren mehrfach die Woche durchgemacht habe (was für eine Hölle?!)

    Was für einen "Entzug" kann man denn bitteschön "mehrfach die Woche" durchmachen?? nixweiss0 Du hast wahrscheinlich immer wieder mal versucht, für ein/zwei Tage nichts zu trinken - aber dass war dann kein Entzug, sondern einfach nur Entzugserscheinungen ...

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Thomas!

    Zunächst einmal: HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:
    Und 44. zu Deinem Entschluß!

    Nur wie kommst Du auf die hehren Worte:

    ich habe Anfang April das letzte mal in meinem Leben Alkohol getrunken.

    Stirbst Du nächste Woche, dass Du so genau weisst, Du wirst "in Deinem Leben" nie wieder Alkohol trinken??

    Ich bin Ü50, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken. Und ich weiss NICHT, ob ich in meinem Leben nie wieder Alkohol trinken werde. Zwar habe ich es vor und tue Alles dafür - aber WISSEN tue ich es nicht (Und ich möchte schon noch ein paar Jährchen leben ;) ).

    Nichtsdestotrotz werde ich mal in Deinen Blog reinschauen - vielleicht kriege ich ja so eine bessere Vorstellung von Dir ... Denn leider war Deine Vorstellung nicht sehr ergiebig, abgesehen von der Werbung für Deinen Blog :(

    Gruß
    Greenfox

    Ich kann es nicht in Worte fassen was da in mir los ist. Vermutlich brauche ich das auch nicht zu beschreiben?

    Korrekt! Zumindest ich weiss, was Du meinst. Aber ich denke, die meisten Betroffenen hier im Forum wissen es ebenfalls.

    Aber ich habe einen Schritt gewagt. Unglaublich schwer war das. Ich habe mich jemandem geöffnet und um Hilfe gebeten.

    44. Super, großartig! Du wirst sehen, mit jemandem an Deiner Seite, der um Dein "Problem" weiss, ist es leichter. die nächsten Schritte zu gehen!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Licht (toller Nick!),

    und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, Ü50, Alkoholiker, seit einigen Jahren trocken und außerdem in der Selbsthilfe aktiv.

    Das Du gerade einen kalten Entzug durchziehst schwitz. Dazu würde Dir vermutlich niemand hier geraten haben, denn das ist ziemlich gefährlich. Ich weiß nicht, ob Du Dich über das Thema "kalter Entzug" und seine Risiken schon mal informiert hast - auf jeden Fall solltest Du einen Arzt konsultieren.

    Denn ich habe keine Zeit grade zum Arzt zu gehen, dafür ist mein Arbeitstag zu dicht?


    Wenn es schief geht, brauchst Du keinen Arzt mehr - und um die Arbeit brauchst Du Dir dann auch keinen Kopp mehr zu machen.

    Vielleicht ist ja auch die viele Arbeit ... nun, vielleicht nicht DER, aber EIN Grund für Deine Suchtproblematik(en)?!?

    Auch das verniedlichen, verharmlosen (Bierchen, nur Bier, gelegentlich Wein) ist nicht sehr hilfreich - HIER kannst Du mal für Dich Deinen reinen Alkoholkonsum ausrechnen.

    Nun kurz zu Deinen Fragen:

    Die ganzen Entzugserscheinungen, die sowohl hier als auch anderswo im Netz aufgezählt sind, sind nicht abschließend und auch nicht zwingend "erforderlich". Das heisst, manche haben nur einige dieser Erscheinungen - selten alle und manchmal auch andere. Ich persönlich kenne aus eigenem Erleben auch "nur" Schwitzen, Unruhe, extremen Tremor, Unkonzentriertheit, Erbrechen, Trockenkotzen, Gleichgewichtsstörungen ... mehr fällt mir momentan nicht ein. Aber ich bin auch saufroh, nicht noch andere "Nettigkeiten" wie Krampfanfälle o.ä. erlebt zu haben.

    Ähnlich ist es mit den Suchttypen: das sind keine starren Dogmen, sondern nur grobe theoretische Einteilungen, deren Grenzen in der Realität fließend sind, die ineinander greifen, nicht so eindeutig wie auf dem Papier sind. Und wenn Deine Leberwerte und der Blutdruck (noch) okay sind - sei froh! Auch das sind nur Anhaltspunkte.
    Im Übrigen sind meine Leberwerte momentan Scheiße - und ich trinke nun schon seit Jahren definitiv nichts mehr. Hat also nicht viel zu sagen.

    Ich finde diese Krankheitskategorien/Bezeichnungen manchmal schlimm und so entgültig. Da regt sich der Widerstand.


    Ja, es KLINGT endgültig und schlimm - ist aber nicht in Stein gemeisselt. Wenn es bei Dir nicht so schlimm und/oder anders ist, dann sei froh - es könnte auch viiiieeel schlimmer sein.

    Und natürlich kannst Du den Entzug auch ohne Arzt schaffen - ist nur echt nicht empfehlenswert. Hauptsache Du sorgst dafür, immer reichlich Wasser und Tee zu trinken zu haben.

    Ob Du süchtig bist oder (noch) nicht - ist das für Dich wichtig??
    Du hast für Dich gemerkt, dass Dir selbst Dein Trinkverhalten nicht gefällt, dass es Dich stört, dass Du Schwierigkeiten hast, sie abzustellen/zu ändern, dass es Dir nicht gut geht damit. Was interessiert Dich dann, ob andere sagen, Du seist süchtig/nicht süchtig?
    Bleib bei Dir und tu DIR was Gutes. Und wenn es Dir gut und richtig erscheint, mit dem Trinken aufzuhören - dann tu es! Und da es verdammt schwer werden wird/werden könnte, nimm jede Hilfe in Anspruch, die Du kriegen kannst!

    Und wenn Dir die Suchtberatung nicht das Gelbe vom Ei war - dann such Dir anderswo Hilfe. Eine reale SHG zum Beispiel.

    ... auch, wenn ihr keine Antworten wisst, finde ich es toll, etwas von mir geschrieben zu haben, was sonst keiner in der Form von mir weiß. Vielen Dank fürs "Zuhören".


    Auch dort wird Dir zugehört, von Menschen, die genau wissen, wovon Du sprichst, weil sie es selbst erlebt haben. Und Du kriegst sofort Antworten, Antwortmöglichkeiten, Lösungsansätze ...

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Kraft und Erfolg bei Deinem Suchtausstieg - und uns allen einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox


    weißt du Dietmar, was mein Hauptproblem ist? Mit mir nicht gut umzugehen, zuviel schlucken, mich nicht zu wehren, nicht daran glauben dass ich ein liebenswerter Mensch bin.
    Und ich sitze hier und denke wie kann das sein, dass dann immer irgendwer anders bedürftig ist? Wie kann ich das ignorieren. Wo ist da die Grenze.Und vielleicht ist es besser zusaufen statt immer das Gefühl zu haben, von Alles schlucken. ... DAS ist mein Problem

    Hast Du schon mal den Begriff "gesunder Egoismus" gehört? Daran solltest Du arbeiten.

    Ich habe dazu mal dieses hier gelesen:

    Die Meisten von uns sind schon einmal geflogen. Vor dem Flug erklären die Stewardessen die Sicherheitsregeln.
    Und eine besagt: Bei Druckabfall solle man sich zuerst (!) die aus der Decke fallende Sauerstoffmaske überstülpen und erst dann schauen, ob die Nachbarn Hilfe brauchen.
    Warum egoistisch sein und zuerst an sich denken? Nun, wer am Ersticken ist, hat keine Kraft, anderen zu helfen. Erst wenn es uns gut geht, haben wir die Kraft, für andere da zu sein.

    Und DAS habe ich für mich verinnerlicht, da ich es für mich als sehr richtig und wichtig erkannt habe.

    Was ist Dir zu hoch? Dass Satzzeichen wie ein Komma den Sinn eines Satzes erheblich ändern können?

    Das berühmteste Beispiel lautet: "Hängen nicht laufen lassen!" Wo setzt Du hier das Komma? Was ist gemeint?

    Abgesehen davon habe ich Dich schon verstanden und die Frage sollte ein Scherz sein ...

    Alles klar 44.

    Übrigens, welche Variante stimmt?

    1. "und ja, es überfordert mich aber garnicht, kümmern war auch keine Option."
    oder
    2. "und ja, es überfordert mich, aber garnicht kümmern war auch keine Option."

    Ich tippe mal auf die 2. Variante ... :)

    Hallo, Daisy!

    Habe mir Gedanken über Dein Problem gemacht.

    Einerseits solltest Du Dich momentan nicht groß um andere Leute kümmern, sondern zunächst einmal ganz bei Dir bleiben. Denn so ein Suchtausstieg ist schon nicht einfach, da kann man einfach nicht auch noch anderen helfen.
    Andererseits sehe ich anhand Deiner Schilderung auch, dass Deine Freundin dringend Hilfe braucht, sich aber nicht selbst kümmern kann.

    Vielleicht geht es ja so: Zunächst einmal solltest Du mit Deiner Freundin sprechen und Dir sozusagen ihr "Okay" holen, dass Du etwas für sie anleiern darfst - denn sonst wäre es ja eine Einmischung in ihre Entscheidungen, quasi eine Entmündigung. Und dann würde ich die Situation Deiner Freundin in einer Suchtberatung schildern. Hierbei ist es m.E. egal, ob bei Dir am Ort oder am Wohnort Deiner Freundin, den die Beratungen sind miteinander vernetzt. Dann kann sich vielleicht jemand von der Suchtberatung mit ihr in Verbindung setzen und das Problem und weitere Vorgehen mit IHR persönlich absprechen.
    Denn dann hast Du Deiner Freundin zwar geholfen, musst Dich aber nicht zu sehr involvieren. Soetwas kann man u.U. machen, wenn man selbst nicht nur trocken, sondern auch stabil ist.

    Ich hoffe, ich konnte Dir meine Gedanken verständlich und nachvollziehbar rüberbringen ???

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir mein allerherzlichstes Beileid!

    Ich wünsche Dir ebenfalls ganz viel Kraft, um das Alles zu verarbeiten und bald in ein normales Leben zurückkehren zu können und kann mich meinen Vorschreibern nur anschließen. :tml:

    Aber vielleicht tröstet es ja ein wenig, dass Ihr nicht mehr in der ständigen Ungewissheit leben müsst, wann das nächste Unglück passiert ...

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, tweety!

    Zunächst einbmal HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: m, Ü50, Alkoholiker, seit einigen Jahren trocken und in der Selbsthilfe aktiv.

    Ich will einfach nicht mehr. Es schmeckt mir nicht, aber mein Geist schreit danach. Ich merke wie mein Körper NEIN sagt und ich weiss das auch. Der Druck innerlich zerreisst mich....

    Gut ist schon mal, dass Du Dich hier "geoutet" hast. Aber dies ist nur der erste Schritt.
    Aus eigener Erfahrung weiss ich, wie schwer es ist, den Ausstieg aus der Sucht zu schaffen. Und sowohl bei mir als auch den meisten anderen Betroffenen war es unmöglich, sich "an den eigenen Haaren aus dem Sumpf zu ziehen".
    Hilfsangebote sind da - man muss sie nur annehmen. Guckst Du u.a. hier: Ich will mit dem Trinken aufhören. Was tun? Wer hilft mir? oder unsere Linksammlung.

    Suchtberatungen sind anonym, den Menschen in Selbsthilfegruppen ging/geht es ähnlich wie Dir, auch der Hausarzt sollte weiterhelfen können (indem er Dir z.Bsp. die nächste Suchtebratung oder Entgiftungsmöglichkeit nennt).

    Ich wünsche Dir die Kraft, nach dem ersten Schritt nun auch den zweiten zu tun - und auch die daraus folgenden.
    Du stehst mit dem Rücken haarscharf am Abgrund: bleibst Du stehen, reisst es Dich endgültig hinab.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Fabio, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, Ü50, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.

    Schön, dass Du Dir bereits in Deinen jungen Jahren Gedanken über Deinen Umgang mit dem Alkohol machst. Habe ich damals leider nicht getan :(

    Denn bei mir fing es ähnlich wie bei Dir an: Unter der Woche fast kein Alkohol, dafür aber am WE übertrieben. Und das hat sich im Laufe der Jahre gesteigert - zunächst wurde dann auch in der Woche "ab und zu" mal "etwas" getrunken, bis es dann regelmäßig wurde. Und irgendwann dann täglich.
    Und als mir dies dann bewusst wurde, habe ich natürlich auch versucht, mich etwas runterzuschrauben und

    die Kontrolle beim Trinken

    wiederzuerlangen.

    Allerdings wurde mir diese "Kontrolle" zu anstrengend und dann war 16 Uhr doch schon fast 18 Uhr und 6 Bier sind ja fast 4 Bier und wenn ich heute mal 10 Bier trinke, dann eben morgen keins (Warum eigentlich?? War doch nur ne Ausnahme!) ... Also habe ich es wieder sein lassen und ganz entspannt mein Pensum reingeknallt.

    Okay, soweit ist es bei Dir noch nicht (ganz). Versuch doch einfach mal, einen Monat komplett auf Alkohol zu verzichten - dann wirst Du merken, ob Du schon in eine Abhängigkeit gerutscht bist.

    Wenn nicht (es Dir also keine Probleme bereitet) - gut.
    Außerdem solltest Du Dir überlegen, WARUM Du Dir am Wochenende die Birne vollknallst. Bist Du in einer Clique, die es "uncool" findet, das WE nüchtern zu verbringen und jeden mobbt, der nicht mitsäuft? Oder warum sonst tust Du das? Vielleicht hilft es, sich andere, richtige Freunde zu suchen und/oder sich ein Hobby zuzulegen, um die Freizeit am WE sinnvoll zu verbringen ...

    Ich will damit nichts gegen Deinen Bekannten-/Freundeskreis sagen! Aber oft spielt dieser eine wichtige Rolle ...
    Das sollen nur Denkanstöße gewesen sein!

    Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass Du tatsächlich auf den Weg eines normalen, moderaten Konsums findest und noch nicht in die Abhängigkeit gerutscht bist!

    Gruß
    Greenfox

    War auch heute bei den AA, fühlte mich dort aber nicht wirklich wohl, ..., aber ich schaue mir Montag noch mal eine andere SHG an.

    44.

    Ich sage in meinen Krankenhausvorstellungen auch immer, dass sich die Leute mehrere SHG anschauen sollen, da jede von den Menschen her und der Art und Weise anders ist. Und man sich ja dort schließlich wohlfühlen soll. Wenn das natürlich gleich auf die erste SHG zutrifft, kann man es natürlich auch bei dieser belassen ;)

    Zu den Tabletten kann ich nix sagen. Aber ich finde es manchmal komisch: man hat Angst vor irgendwelchen Medikamenten, weil die ja vielleicht abhängig machen könnten o.ä. - aber den Alkohol schüttet man sich in die Birne bzw. hat man sich in die Birne geschüttet :o Dass man nach der Trockenlegung auf soetwas achtet/achten sollte, ist ja irgendwie logisch, aber vorher ...
    Jedenfalls ging es mir so und ich habe es auch so von vielen Anderen gehört.

    Auf jeden Fall bist Du auf einem guten Weg - weiter so 44.

    Gruß
    Greenfox