Beiträge von Greenfox

    Aber gerade in der heutigen, aufgeklärten Zeit ... – da ist es eine Schande, wenn man nichts dagegen tut.

    Aber nur aus der Sicht von Menschen, die es geschafft haben. Ich kann mich noch gut an die Zeit erinnern, als ich noch in dem Sumpf steckte - zuerst wollte ich garnicht (sooooo schlimm war es doch nicht) und dann konnte ich nicht. Ich brauchte ein paar Anläufe.

    Ich würde mir nicht anmaßen, Menschen, die in der Sucht feststecken und (noch) nichts dagegen unternehmen - vielleicht, weil sie keinen Ausweg sehen oder auch nicht "können" - deswegen als "Schande" zu bezeichnen.
    Traurig - das ist es.

    Auch von mir ein ganz herzliches WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich bin 55, ebenfalls Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.

    Den Ausführungen von Gerchla kann ich mich nur 100%ig anschließen: Nicht Dein "Freund" :sorry: steht im Mittelpunkt - sondern DU!

    Manchmal hat Co-Abhängigkeit ein klein wenig mit Masochismus zu tun - denn wenn man sich Deine Geschichte (stellvertretend für viele andere Geschichten) anschaut, dann fragt man sich doch: WARUM tut sich jemand das an?? nixweiss0
    Du unterwirfst Dich völlig SEINEN Wünschen, Bedürfnissen, Anforderungen. Und wo bleibst DU, DEINE Wünsche, Bedürfnisse?

    Als selbst Betroffener machen mich Geschichten wie die Deine immer wieder betroffen (Wortspiel ;) ), wie wir mit unseren Angehörigen/Freunden umgehen/umgegangen sind. ;(

    Du wirst bestimmt hören/lesen, dass Du Dich in Deinem ureigensten Interesse von Deinem "Freund" trennen solltest, wenn Du nicht selber kaputt und/oder mit ihm untergehen willst. Dir also einen richtigen Rettungsring suchen - oder einen Beton-Rettungsring.
    Das wäre zumindest MEINE Empfehlung!

    Viel Kraft und einen guten Austausch hier im Forum wünscht

    Greenfox

    Das überrascht mich jetzt sehr. Immerhin bieten auch alle anderen Suchtselbsthilfeorganisationen (Kreuzbund, Blaues Kreuz, Freundeskreise, usw.) schon lange Angehörigengruppen oder auch gemischte Gruppen an.

    Diese Angebote richten sich - ebenso wie bei "meinem" Verein - auch an Angehörige, d.h., diese werden so "nebenbei" betreut.
    Auch bei uns, in meiner Gruppe, sind Angehörige, Freunde und Interessierte gern gesehen und herzlich Willkommen. Allerdings richtet sich unser Hilfsangebot HAUPTSÄCHLICH an Betroffene. Und m.E. bedürfen gerade Angehörige intensiverer Betreuung, auch wenn der Besuch unserer Gruppe/n bestimmt nicht "schadet" ;)

    DAS meinte ich mit meiner Äußerung ...

    Hallo, Selma und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    ich bin kein Arzt und kann schon alleine deswegen keine Auskünfte zu deinen Fragen geben.

    Dem kann ich mich nur anschließen. Allerdings ist mir bei Deiner Schilderung etwas auf-/eingefallen: den süßlich riechenden Atem.
    Das habe ich schon mal irgendwo gehört - in Zusammenhang mit Diabetis. Guckst Du hier.

    Würde ich unbedingt abklären lassen. Denn auch dieses Taumeln, Tiefschlaf, Antriebslosigkeit kenne ich z.Bsp. von meiner Großmutter und ihrer Diabetis her.
    Allerdings würde es mich auch wundern, wenn die Ärzte das noch nicht kontrolliert haben sollten - aber: Wer weiß nixweiss0

    Gruß
    Greenfox


    Greenfox :
    Freut mich aber das du wieder ein gutes Verhältnis zu deiner Mutter hast.
    Hast du den Kontakt zu deinem Vater denn komplett abgebrochen?

    Ooops - nicht, dass da was in den falschen Hals kommt: Mit meinem Vater hatte ich nie Probleme! Und die Probleme mit meiner Mutter hatten absolut nix mit Alk zu tun. Bei ihr waren aber Ratschläge immer eher wie RatSCHLÄGE: Wehe, Du befolgst sie nicht!
    Ich habe dann einfach auf Durchzug gestellt. Und als es zu arg wurde und sie sich (wie eine klischeehafte Schwiegermutter) auch in meine Ehe eingemischt hat, habe ich mal in Form eines klärenden Briefes "auf den Tisch gehauen". Und nu is wieder gut :D

    Wünsche noch ein schönes Wochenende :sun:

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Laura, und auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Auch ich bin Alkoholiker, seit einigen Jahren trocken und in der Selbsthilfe für Betroffene aktiv.

    Mir kommt Deine Geschichte auch sehr vertraut :-[ vor: sowohl aus diversen Gesprächen als auch hier aus dem Forum.

    Leider gibt es zwar sehr viele (Selbst)Hilfeangebote für uns Betroffene, aber für Angehörige ist mir tatsächlich nur Al-Anon bzw. Alateen (für Jugendliche) bekannt.
    Aber schau doch auch mal in unsere Linksammlung - vielleicht findest Du dort ja auch noch für Dich interessante und hilfreiche Links.

    Aus meiner Sicht (eines Betroffenen) war der Schritt des Kontaktabbruchs zu Deiner Mutter - auch wenn es hart klingt und ist - der einzig Richtige! Denn sie ist für ihr Leben selbst verantwortlich - so wie Du für Deines! Denn wenn Du Dich weiter an sie "hängst" und ihr (vergeblich) versuchst zu helfen, wird sie Dich ebenfalls "mit in den Abgrund" ziehen und Dein/Euer Leben zerstören.

    So eine Selbsthilfegruppe für Angehörige oder - wenn es in Deiner Nähe keine geben sollte - der Austausch in einem Forum wie unserem ist/kann ebenso wie für uns Betroffene eine große Hilfe sein: Man merkt, dass man selbst nicht der Einzige mit diesen/solchen Problemen ist, man erhält auf Grund der Erfahrungsberichte anderer mögliche Lösungsansätze für bestimmte Probleme ... aber auch Zuspruch, Trost. Denn natürlich werden sich nicht alle Probleme problemlos lösen lassen. Manche auch gar nicht.

    Ihre einzige Reaktion war, sie geht nach Hause. (Um zu saufen - AHHhHH das macht mich sooo wütend!!!!!)

    Sorry - aber das ist nunmal die Krankheit, die Sucht.

    In erster Linie musst Du für Dich sorgen. Und wenn DANN noch etwas Kraft übrig ist, kannst Du auch versuchen, anderen zu helfen. Dies aber nur, wenn die Hilfe auch angebracht ist. Denn wenn z.Bsp. Deine Mutter die Hilfe gar nicht will (sondern nur weitersaufen will) - dann wären/sind Deine Anstrengungen gleich erfolgreich, wie Sonnenlicht in Eimern in einen dunklen Keller bringen zu wollen.

    Und was Deinen Vater angeht: Ich hatte in meiner Jugend ein ähnliches Problem (allerdings nicht wegen Alk) und habe schnell gemerkt, dass ich ZWEI Ohren habe - Eingang und Ausgang. "Ja, Du hast recht - und ich meine Ruhe!" Mittlerweile habe ich zu meiner Mutter wieder ein sehr gutes Verhältnis ;)

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir ganz viel Kraft - und hier einen guten, fruchtbaren Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Als Ergänzung wegen den Zitaten: Nicht wundern - nur in Deinem geschriebenen Text siehst Du die eckigen Klammern [ quote]Testtext[/quote]. Erst wenn Du den Text abschickst ist das Zitat als solches zu sehen

    Zitat

    Testtext

    Und als Ergänzung zu

    Ich bin jetzt schon einige Jahre hier und ich kam hier an, als ich schon eine gute lange Zeit trocken war. Also nicht als akut Ratsuchender. Trotzdem hat mir dieses Forum hier, obwohl ich nicht in akuter Not war, sehr sehr viel gegeben und gebracht. Durch das viele lesen und später auch schreiben bekam und bekomme ich immer wieder Denkanstösse, die mich in der Entwicklung meiner Persönlichkeit voran bringen. Und dabei geht es bei mir jetzt schon lange nicht mehr darum, dass ich nichts mehr trinke. Das ist mittlerweile normal für mich. Aber ich will mich ja weiter entwickeln und persönlich voran kommen. Auch dafür finde ich dieses Forum und die Erfahrungen die hier ausgetauscht werden sehr wertvoll.

    Ist bei mir genau dasselbe 44.

    Wir waren am Samstag Abend eingeladen und ich hatte den Mut nicht nein zu sagen.

    Du musst von dem "und ich hatte den Mut nicht, nein zu sagen" zum "und ich hatte den Mut, nicht nein zu sagen" kommen. DARAN musst Du auch arbeiten.

    Ich, als trockener Alki sehe das so: Du hast überhaupt keine Veranlassung, ihm Dein Verhalten erklären zu müssen.

    Und ich, als ebenfalls trockener Alki, sehe es genauso. Abgesehen davon: Den Meisten, die es schaffen trocken zu werden, braucht man es auch nicht mehr zu erklären! Mit nüchternem Kopp habe ich/haben wir selbst gesehen, was wir unseren Angehörigen mit unserem Verhalten angetan haben :-[

    ich trinke zwar höchstens mal am Wochenende Wein. Wenn ich ehrlich bin, muss ich zugeben, dass es ab und an auch schon mal zuviel ist und ich nicht mehr weiß, wie z.B. der Film im Fernsehen ausgegangen ist.
    Auch gab es in den vergangenen Jahren, nie länger wie eine Woche, in der ich keinen Wein getrunken habe.

    Das, was Du da schilderst - und vor dem auch Dietmar warnt - haben wir bei uns in der Gruppe mal als "abhängig durch (Co-)Abhängigkeit" bezeichnet.
    Damit meinten wir (völlig unwissenschaftlich und nur aus unserem Bauch heraus), dass Menschen, die andere abhängige Menschen betreuen, selbst in die Gefahr einer Abhängigkeit geraten.
    Und zu den "abhängigen Menschen" zählten wir auch "von anderen Menschen abhängige Menschen" - also schwer kranke Angehörige zum Beispiel. Denn in unserer Gruppe waren Etliche, die ihre kranken Eltern/-teile betreuten - und die auf Grund dieser immensen körperlichen und seelischen Belastung selbst in die Such gerutscht sind:

    Erst trinkt man, um sich zu erleichtern. Dann um die Probleme weicher zu sehen. Dann, weil einem die Probleme über den Kopf wachsen, und schließlich, weil man alles ohne trinken nicht mehr aushalten kann …

    Und genauso bzw. ähnlich sehen wir es bei Co-Abhängigen: Was hat er/sie wieder angestellt, das ich gerade biegen muss? Hat er/sie sich mal wieder verletzt, dass ich ihn/sie pflegen muss? Keine Hilfe im Haushalt/bei anderen Problemen - man muss alles allein bewältigen. Und, und, und ...

    Auch aus diesem Grund raten wir immer wieder: Achte auf DICH! Sieh zu, dass es DIR gut geht! Er/sie ist selbst für sein/ihr Handeln verantwortlich - lass Dich nicht in den Strudel hineinziehen!

    Ich hoffe, ich habe es halbwegs deutlich rübergebracht, was wir meinen schwitz. ;)
    Von daher finde ich es gut, dass Du selbst auf Dich und DEIN Verhältnis zum Alkohol achten möchtest 44.

    Gruß
    Greenfox

    Kann es sein, dass Quartalstrinker noch weniger einsehen, dass sie süchtig sind?

    Kann sein, dass es bei ihnen länger dauert - schließlich trinken sie ja immer eine zeitlang keinen Tropfen. So schilderten es jedenfalls die Betroffenen in meiner Gruppe und auch anderen Gesprächen.

    Andererseits dauerte ihre Trinkerkarierre ähnlich lange wie die von Pegeltrinkern wie mir.

    Hallo, Vanillasky!

    Schön, mal wieder von Dir zu lesen.

    Leider ist das, was Du schreibst, nicht so wirklich schön. Und damit miene ich jetzt nicht, dass Du jetzt eine Woche nichts getrunken hast.
    Sondern vielmehr das, was Du über Deinen Mann schreibst - den/einen Hinderungsgrund dafür (so wie ich es lese), dass Du nicht schon länger trocken bist.

    Ich merke aber auch, dass es mich stark macht es ohne ihn zu schaffen.

    Warum machst Du es denn dann nicht? Warum ziehst Du nicht die Konsequenz?? nixweiss0

    Wenn mich jemand permanent vergiften will, dann trenne ich mich doch von demjenigen. Und Dein Mann bietet Dir permanent Gift (sprich: Alkohol) an.

    Ich weiss: als Außenstehender hat man leicht und gut reden.


    „sauf dich doch tot“. … Unglaublich finde ich auch, dass er mir ständig Alkohol anbietet. ... dass er sogar möchte, dass ich dieses Problem habe. Er ist mir dann überlegen.

    Ihr denkt jetzt bestimmt, warum trennt sie sich nicht? Die Antwort lautet, Kinder, Haus, Angst…

    "Kinder, Haus, Angst" ... Die Alternative ist Scham, Wut, "ständiges" Besoffensein, ruinierte Gesundheit, Abstürze, Verlust von Freunden, Arbeit etc., Vernachlässigung Deiner selbst.

    Wie willst Du im Dschumm für Deine Kinder dasein? Wie willst Du Dich im Glimmer um "Haus und Hof" kümmern? Wie willst Du mit solchen ständigen Demütigungen weiterleben?

    Ich wünsche Dir trotzdem/natürlich auch ein schönes, trockenes Pfingstwochenende :sun:

    Greenfox

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin 55, Alkoholiker, seit 10 Jahren trocken und in der Selbsthilfe aktiv.

    Wie Du an dem Beitrag von Schneehibiskus siehst, bist Du mit Deinem Problem beileibe nicht allein.

    Solltest Du weitergehende Hilfe als den Austausch hier im Forum suchen, empfehle ich Dir u.a. unsere Linksammlung.

    Ansonsten wünsche ich Dir einen guten Austausch - und viel Kraft!

    Gruß
    Greenfox

    Schon zu Zeiten des Medicus wurden Wundermittel angeboten, die gleichzeitig Wunden und Krankheiten heilten, vor Schwangerschaft schützten und zum erhofften Kindersegen verhalfen ...

    Hallo und Willkommen hier im Forum!

    Hast Du selbst ein Problem mit (bzw. ohne) Alkohol, dass Du Dich damit beschäftigst? Und was soll so ein "Alco-Blocker" bewirken? Ich bin selbst Alkoholiker und seit 10 Jahren trocken - aber davon habe ich noch nix gehört.
    Habe mal kurz gegoogelt und Seiten in so einem schlechten Deutsch gefunden, dass ich schon alleine deswegen abraten würde ...

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin männlich, 55, Alkoholiker und seit 10 Jahren trocken.

    Dass Du ein komisches Gefühl hast, weil er sich weiterentwickelt, Du aber (auf Grund der bisher mit ihm gemachten Erfahrungen) vorerst noch misstrauisch bist und dem Frieden nicht ganz traust - das ist ganz normal.

    Das Vertrauen, das wir im Laufe der Zeit bei unseren Angehörigen zerstört haben, kann man einfach nicht in 2-3 Tagen wieder reparieren.
    Meine damalige Frau war auch die ersten 1-2 Jahre immer leicht misstrauisch, wenn ich "noch mal schnell" etwas einkaufen/besorgen musste - waren das doch immer meine Gelegenheiten, bei denen ich Nachschub geholt habe.

    [quote='Fairytaile Love','https://alkoholforum.de/forum/index.php?thread/&postID=26917#post26917']Und im Moment hab ich keinen zum Reden um meinen Seelenscheiß abzuladen

    Ich kann Dir nur raten, jetzt erstmal für Dich zu sorgen - versuche, ihn und seine Äußerungen loszulassen, aus Deinem Kopf zu kriegen. Denn das macht Dich nur kaputt.
    Blockier ihn, ignorier ihn, triff Dich mit Freunden, geh in die Therme/Kosmetik/Kino/Fallschirmspringen (weiss ja nicht, was Du so magst) - lenk Dich ab, tu DIR was Gutes.

    Und bevor jetzt ein Aufschrei kommt: Dieses Blockieren/Ignorieren soll ja nur temporär, also zeitweilig sein - bis es DIR wieder gut geht, bis DU emotional wieder stabil bist. Denn dass es Dir momentan nicht gut geht, kann ich mir vorstellen. Man kann es aber auch hier lesen ...

    Kümmere Dich um DICH! Und das seine Reaktion "normal" :( ist, siehst Du daran, dass wir (Betroffenen!) das vorausgesehen haben.


    Und das mit den Zitaten:
    Wenn Du im Schreibmodus bist, siehst Du doch die verherigen Posts. Und rechts über dem jeweiligen Post ist ein Button: "Zitat einfügen"
    Wenn Du den anklickst, wird der GANZE Beitrag in den, den Du gerade schreibst eingefügt (da, wo gerade der Cursor ist). Nun brauchst Du nur noch alles, was Du aus dem Beitrag nicht zitieren wolltest, herauslöschen. Musst nur aufpassen, dass Du nicht auch die eckigen Klammern [quote ...] bzw. [/quote] löschst.
    Und auch oben in der Symbolleiste befindet sich ein Button "Zitate einfügen" - direkt über dem Smiley 44. Wenn Du den benutzt, wird nur zitiert - ohne Angabe des Autors.
    Einfach ausprobieren :)