Beiträge von Greenfox

    Auch ich freue mich, mal wieder von Dir zu hören.

    Vor allem aber freue ich mich, dass Du es durchgezogen und nun eine neue, EIGENE Wohnung hast :blumen:

    Und ich kann mich nur Ira Jean und Gerchla anschließen: Na klar ist es hart, nach 25 Jahren so einen Schnitt zu machen. Aber es wird noch härter, wenn Du weich wirst ( ;) schönes Wortspiel)!
    Auch wenn er total abstürzen sollte - Du kannst es nicht verhindern - das kann nur er selbst!

    Erhol Dich erstmal und lebe Dein Leben / lebe Dein Leben!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Denim, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum.

    Kurz zu mir: Ich bin Mitte 50, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken und in der Selbsthilfe aktiv.

    Wie soll denn das Jobcenter von Deiner Sucht erfahren? Doch nur, wenn DU es erzählst - oder auf Grund von Suff den Job (oder Dein Leben/Deine Gesundheit) verlierst. Also hast nur Du allein es in der Hand.
    Abgesehen davon: Zu einer Entziehungskur kann Dich niemand zwingen. Es kann Dich niemand gegen Deinen Willen zwingen, etwas für Dich und Deine Gesundheit zu tun. Man wird Dir dann höchstens die Bezüge kürzen, weil Du bestimmte Auflagen nicht erfüllst.

    Ich habe panische Angst davor zu einen Entzug gezwungen zu werden. Das würde das aus für mein Leben bedeuten.

    Da frage ich mich doch, warum Du so eine panische Angst hast, dass das Jobcenter von Deiner Sucht erfährt - weil Du Dich sonst unter Umständen vom Geld für den Suff verabschieden müsstest??

    Und solltest Du Dich vom Alkohol trennen WOLLEN - dann wird es Einiges in Deinem Leben durcheinander werfen. Denn "Wasch mich, aber mach mich nicht nass" funktioniert nicht.

    Ich hoffe für Dich, dass Du weisst, was Du willst und in welche Richtung Dein Leben gehen soll. In die Richtung, die DU bestimmst - oder in die Richtung, die der Alkohol bestimmt.

    Gruß
    Greenfox

    Auch ich ziehe meinen Hut 44.

    Eigentlich kann ich mich Gerchla anschließen, möchte aber noch kurz etwas zu der Familie sagen.

    Leider macht mir auch seine Familie starken Druck und meint, wenn ich gehe ist ihm sowieso alles egal und dann würde er nie aufhören und ich könne ihn doch nicht einfach verlassen sondern wir müssten alle gemeinsam auf ihn einreden.

    Abgesehen davon, dass "gemeinsames auf ihn einreden" nur Widerstand hervorruft/verstärkt, haben sie noch nicht begriffen, was Sucht heisst und was Co-Abhängigkeit.

    Du bist schon einen wesentlichen Schritt weiter. Du hast Dich informiert, Dir externen Rat geholt und von Profis (uns Alkoholikern) erfahren, dass keine Hilfe die beste Hilfe ist.
    Was nicht heissen soll, dass Du (oder die Familie) ihn unbedingt für immer komplett abschreiben muss/t. Wenn er sich ernsthaft bemüht, kannst Du bzw. die Familie ihn gern unterstützen - auf dem Weg AUS der Sucht, nicht IN der/die Sucht.

    Lass Dich also weder von ihm noch seiner Familie breitquatschen - kümmere Dich um Dich und DEIN Leben. :blumen:

    Gruß
    Greenfox

    Zu dem Thema mit dem Rauswerfen muss ich halt sagen, dass ein Rechtsanwalt, den ich zu dem Thema fragte meinte, dass ich im Trennungsjahr hier keine Chance hätte, wenn er nicht mag und wenn er nach dem Jahr nicht in die Scheidung einwilligt kann sich das auch noch hinziehen.

    Verstehe nicht ganz, was Du damit meinst?!? Mit einer Einstweiligen Verfügung MUSS er raus. Und "Häusliche Gewalt" ist nicht nur physische Gewalt (also Schlagen etc) - sondern auch psychische Gewalt. Es kann doch nicht sein, dass das Opfer mit dem Täter zusammenleben MUSS, nur weil der Täter nicht raus WILL. Vielleicht solltest Du Dir mal einen richtigen Anwalt suchen ( :sorry: ).

    Darf ich fragen, wie alt Deine Kinder sind?
    Im Übrigen musst Du Dich von der Vorstellung, für SEIN Leben - oder Suizid - verantwortlich zu sein. Das ist typisches co-abhängiges Denken. Und auch genau das, was Alkoholiker mit ihren Manipulationen erreichen wollen - Unterstützung, Rückendeckung für ihr Verhalten.
    Und ich weiss als Alkoholiker, wovon ich rede. Nur weil ich nun schon ein paar Jahre trocken bin, heisst das nicht, dass ich mein Verhalten vergessen habe ...

    Ich wünsche Dir jedenfalls viel Kraft!
    Greenfox

    Hallo, Saskia und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Da Du ja schon seit längerem hier mitliest - was soll ich (Alkoholiker, seit einigen Jahren trocken) Dir da noch groß sagen?? nixweiss0


    Ich würde ihn so gern rausschmeißen (wir wohnen in meinem Haus), aber dann kommen immer die Horrorszenarien:
    1. (hatten wir schon) " Ich muss nicht gehen, ich bleib einfach und dann zeig ich Dir mal was richtig saufen ist".
    2. (hatten wir auch schon): "Dann bring ich mich halt um" - und verschwand für einen Tag, danach war ich wieder "friedlich"
    3. Er stürzt komplett ab und meine Kinder und ich müssen für das ganze aufkommen.

    zu 1. Wenn es Dein Haus ist: Offiziell die Trennung aussprechen (und beim Finanzamt anzeigen - guckst Du hier), ihn beim Bürgeramt abmelden - und wenn er nicht gehen will, Polizei holen und rausschmeissen lassen (bin selber bei der Truppe C:-) ).
    zu 2. Hört sich hart an, aber: Lass ihn! Es ist SEIN Leben. Die Wenigsten machen ihre "Drohung" wahr. Meistens briungen sie sich nur auf Raten mit dem Alk um.
    zu 3. Warum müsst Ihr für ihn aufkommen? Er ist erwachsen, somit selbstverantwortlich!

    Hat gut getan, mal das "Unaussprechliche" wenigstens auszuschreiben...

    Glaube ich Dir! Aber hast Du auch mal an eine Suchtberatung gedacht? Die sind auch für Angehörige da. Oder eine SHG für Angehörige - dort findest Du Menschen, denen es ebenso geht/ging wie Dir und die Dir unmittelbaren Rat und Tipps geben können.

    Versuche, DEIN Leben wieder auf die Reihe und wieder lebenswert zu kriegen. Und wenn es nur OHNE ihn geht - dann soll es eben so sein.
    Wie heisst es so treffend: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
    Und der "Schrecken" geht ziemlich schnell vorbei.

    Gruß
    Greenfox

    vielleicht war die Sprachwahl hier im Forum unangebracht. Im Umgang mit anderen, trockenen Alkoholikern ist diese diese Art zu kommunizieren usus

    Es war nicht nur "vielleicht" daneben! Ich weiß nicht, aus welcher Gosse Du kommst, aber "Usus" ist ein solcher Ton beileibe nicht - wie Du vielleicht aus der Reaktion der trockenen Alkoholiker hier im Forum (die übrigens aus ganz D kommen!) bemerkt haben dürftest. Okay, abgehakt.

    Auch ich habe damals für mich gelernt, dass die SHG für mich sehr wichtig sind: man merkt, dass man mit seinen Problemen nicht alleine ist, bekommt Tipps, Ratschläge und auch praktische Hilfe - und ich konnte mich anfangs immer freuen, seit dem letzten Gruppentreffen nicht getrunken zu haben.
    Und seitdem bin ich ein großer Verfechter von SHG.

    Möge Deine trockene Phase andauern!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Cougar, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Erstmal vorneweg: Ironie ist oft ganz gut und manchmal auch angebracht. Allerdings sollte man mwissen, wann und wo welche Sprüche angebracht sind. Wenn ich meine (langjährigen) Gruppenfreunde mal als "Saufnasen" bezeichne, mag das angehen. Wenn ich das aber abziehe, wenn ich als völlig "Neuer" in einen Raum komme - dann kann es mal passieren, dass es übel bis sehr übel aufgenommen wird >:( . Oder wie würde es Dir gefallen, von einem Wildfremden mit "Na, Du Hosenscheisser!" begrüßt zu werden?? nixweiss0
    In Deinem zarten Alter von 52 Jahren sollte man wissen, was das Wort "RESPEKT" bedeutet!

    Trotzdem ist es gut, dass Du mittlerweile ein halbes Jahr trocken bist. Manchmal kann so ein Schock wie bei Dir schon "erweckend" sein ...
    Auch ich habe mehrere Anläufe gebraucht, um heute auf einige Jahre der Trockenheit - ich kann für mich sagen: der zufriedenen Trockenheit - zurückblicken zu können.

    Bist Du "einfach nur so" trocken oder besuchst Du SHG?

    Gruß
    Greenfox

    Falls Du auf Helgoland wohnst (schönes Beispiel von Greenfox ;D ) ist das natürlich etwas schwieriger.

    ;D Das Beispiel Helgoland habe ich gewählt, weil ein ehemaliger Gruppenfreund immer um seinen Geburtstag herum dort Urlaub gemacht hat (um dem Trubel zu entgehen). Und in dieser Zeit hat er immer die dortige Gruppe besucht (Gruß im Namen von Andreas dorthin falls jemand von dort hier dabei ist wikende091 ) ...

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55. selbst Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.

    Deine Geschichte ist leider nicht neu :-[ Und wenn Du dich hier mal durchliest, gerade hier bei den "Angehörigen", wirst Du sehen, dass es immer wieder auf EINEN Rat (auch/gerade von uns Betroffenen!!) hinausläuft:

    Kümmere Dich um DICH und DEIN Wohl - wie sich auch Dein Vater um sich selbst kümmern muss/sollte. Ihr könnt Deiner Mutter nicht helfen, solange sie es nicht selbst will - und sie gegen ihren Willen ändern schon gar nicht!Entzieht ihr jegliche Unterstützung, wenn sie mal wieder alkoholisiert ist - keine Hilfe ist die beste Hilfe.

    Dass Sie Euch die Schuld für ihr eigenes Verhalten gibt, ist typisch. Da ist sie nicht die Erste und beileibe nicht die Einzige.

    Schau doch mal in unsere Linksammlung. Da findest Du auch viele weiterführende Informationen, z.Bsp. hier und hier.

    Übrigens: Zwangseinweisung würde nur temporär in dem Fall einer akuten Selbst-/Fremdgefährdung klappen. Und eben nur temporär.

    Gruß
    Greenfox

    Du warst also vor Urzeiten mal in Behandlung - jetzt nicht mehr. Und weil Du kein Selbstwertgefühl hast, säufst Du.

    Sei mir nicht böse, aber Du badest in einem ziemlich großen Meer aus Selbstmitleid und erwartest, dass Andere (denen Du aber irgendwie nicht vertraust) Dich da rausziehen.
    Nur - DAS wird nicht passieren! Wir können Dir nur den sprichwörtlichen Tritt in den Hintern verpassen, damit Du Dich selbst in Bewegung setzt. UND wir können Dir Tipps für mögliche Richtungen dieser Bewegung geben.
    Aktiv werden musst und kannst nur Du alleine!

    Hier im Forum kannst Du die Geschichten von vielen Menschen lesen, denen es ähnlich besch...eiden wie Dir ging - und die trotzdem selbst gehandelt haben.
    Ich kann Dir die Lektüre nur empfehlen.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Belinda, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55, ("nur") Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.

    Wenn ich Deine Schilderung richtig interpretiere, war bei Dir die Depression zuerst da und Du setzt den Alkohol als "Medizin" ein - richtig?
    Bist Du deswegen in Behandlung? Und hast dort mal das Problem Alkohol angesprochen?

    Oder bist Du auch nicht in Behandlung wegen "Ich vertraue Menschen nicht durch schlechte Erfahrungen... "?
    Das wäre schlecht, denn das wird zu einer Spirale, aus der Du ohne professionelle Hilfe nicht (im besten Falle: schlecht) herauskommst.

    Hast Du es schon mal mit einer SHG (egal ob Depri- oder Alkohol-Gruppe) versucht?

    [quote='Belinda','https://alkoholforum.de/forum/index.php?thread/&postID=27207#post27207']Ich schäme mich und mir ist es peinlich

    Herzlich Willkommen hier im Forum, oz :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, Mitte 50, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun schon einige Jahre trocken.

    Als Erstes möchte ich Dir dringend raten, Deinen Hausarzt aufzusuchen und mit ihm (EHRLICH) über dieses Thema zu sprechen. Der kann Dich dann durchchecken und eventuell medikamentös unterstützen.

    Ansonsten erstmal Respekt, dass Du es alleine angegangen bist! Okay, dass es gefährlich sein kann weiss man erst, wenn es Einen erwischt oder wenn man sich informiert. Von daher kann man Dir keinen Vorwurf machen.

    Vielleicht liest Du Dich hier erst ein wenig ein und/oder schaust mal in unsere Linksammlung - hier findest Du viele weiterführende Infos.
    Auch hier findest Du wichtige Infos ...

    Schön, dass Deine Mutter und Deine Schwester Dir helfen 44.

    Gruß
    Greenfox

    Und was die SHG angeht: Ich kann Dir nur raten, mehrere Gruppen "parallel" zu probieren. Dann hast Du etwas "zu tun" ;) und kommst nicht auf dumme Gedanken. Und warum soviel Zeit verschwenden und Dich von eventuell für Dich negativen Gruppen runterziehen lassen?!
    Ich persönlich habe damals nach meiner letzten Entgiftung 14 Tage lang jeden Tag eine andere SHG besucht (okay: ich wohne in Berlin und da ist die Auswahl groß - auf Helgoland wäre das schwierig geworden). So habe ich doch eine Menge gesehen und gehört. Einige waren für mich sofort "gestorben", andere habe ich mir dann nochmal angeschaut, bevor ich mich dann endgültig für 2 Gruppen entschieden habe. Zufälliger Weise waren die vom selben Verein - denn es war mir vollkommen unwichtig, ob sich der Verein nun BB, CC oder XY nannte. Ich wollte mich in der jeweiligen GRUPPE wohl- und aufgenommen fühlen.

    Am Liebsten würde ich innerhalb der Organisation vorschlagen, dass man eine neue Gruppe gründet, die sich vielleicht an Alkoholiker U40 richtet. Aber die kommen halt nicht. Und außerdem will ich mir in meiner jetzigen Situation auch nicht zu viel aufhalsen.

    Ich bin ja nun in meinem Verein schon seit Jahren aktiv - und dieses Thema ist in der Tat nicht neu. Scheinbar ist es für die Menschen U40 ein Problem, sich in SHG um ihr Problem zu kümmern und versuchen es lieber alleine. Meist mit wenig Erfolg.
    Und mit dem "Aufhalsen" hast Du vollkommen recht: Du kümmere Dich erstmal um Dich selbst! Wenn Du stabil trocken bist (man sagt so nach einem Jahr) kannst Du Dich gerne engagieren. Aber JETZT sollte Dir das egal und nur Du Dir wichtig sein!

    Gruß
    Greenfox

    44.
    Glück gehabt. Aber: er kann auch sehr schnell wieder steigen!

    Aber mach nicht Alles zu sehr am Gamma-GT fest: ich kenne Leute, die haben gesoffen wie Löcher - und ihr GGT war wie bei einem Baby. Und mein GGT ist momentan so hoch wie vor 14 Jahren kurz vor meiner ersten LZT - dabei trinke ich seit etwas über 10 Jahren keinen Tropfen.
    Es gibt auch noch andere Faktoren, die die Leber angreifen KÖNNEN und somit den GGT beeinflussen ...

    Bei mir ging es einfach darum: Trinken oder Nichttrinken. ... Meine Erfahrung ist schlicht, dass alles was von diesem einfachen Weg abweicht schon das Potential für einen Rückfall in sich birgt.

    Wow: Trinken birgt die Gefahr des Rückfalls in sich :o Hätte ich nicht gedacht :klugsch:

    Sorry, Laurids, aber dann bist Du anscheinend der Erste, der einfach nur so den Alkohol weggelassen hat und sonst nix in seinem Leben geändert hat.

    und wenn ich eines bei der ganzen Problematik gelernt habe , dann das man sich ganz leicht und überzeugend selbst bescheißt

    Da ich das auch weiß (von mir selbst kenne), rede ich lieber Klartext als rumzueiern oder die Leute zu pampern. Auch wenn es manchmal hart klingt - :sorry:

    Im Übrigen denke ich, dass für Dich die Hauptsache der Alkohol sein sollte. Und mit 'nem klaren Kopf kannst Du dann das Thema Ernährung angehen.

    Ich habe Kliniken kennengelernt, da wollte man den Leuten parallel zum Alkohol auch das Rauchen abgewöhnen. Auch wenn ich es (HEUTE, wo ich nicht mehr trinke und inzwischen auch nicht mehr rauche ;) ) verstehen kann, bin ich der Meinung, man sollte ein Problem nach dem anderen angehen und sich/die Patienten nicht überfordern.
    Aber vielleicht ändere ich ja meine Meinung auch, wenn mir jemand bessere Argumente liefert ...

    Gruß
    Greenfox