Beiträge von Greenfox

    Ich darf garnicht an die Konsequenz denken, wenn er weiter trinkt. Umgezogen bin ich zu oft.

    Warum musst eigentlich DU ans umziehen denken?? Wohnst Du bei ihm?
    Allerdings solltest Du Dein weiteres Leben nicht von dem Umziehen-WOLLEN abhängig machen.

    Gruß
    Greenfox

    (Und nicht jeden Satz als einzelnen Post senden ...)

    Hallo, Alexander!

    Erst einmal HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.

    Hast Du hier schon mal ein wenig gestöbert und gelesen? Besonders hier im Angehörigen-Bereich, aber auch in den Vorstellungen wirst Du viele Berichte von Angehörigen finden, denen es ähnlich wie Dir ergeht bzw. erging.
    Und auch Dir können wir nur dasselbe sagen:

    Aus eigener Erfahrung (als selbst betroffener Alkoholiker) weiß ich, dass nur der Betroffene selbst etwas gegen seine Sucht unternehmen kann - wenn er es denn WILL. Als Angehöriger kannst Du Dir den Mund fusselig reden und/oder wie Rumpelstilzchen im Dreieck tanzen - das bewirkt höchstens Widerspruch, Abkapselung, "Jetzt-erst-recht"-Mentalität und wird als persönlicher Angriff empfunden.
    Tut mir leid für Dich und alle betroffenen Angehörigen dieser Welt - aber wenn es funktionierende Methoden gäbe, einen Alkoholiker zur Reduktion oder kompletten Abstinenz zu ÜBERREDEN ... dann wäre dieses Forum und sämtliche Entzugs- und Entwöhnungskliniken entbehrlich.

    Du kannst nur Eines tun: auf Dich selbst achten und ihn nicht unterstützen! Also ihm kein Geld leihen, wenn er seins mal wieder versoffen hat. Klingt hart, ist aber leider das Einzige.

    Trotzdem wünsche ich Dir viel Kraft und einen guten Austausch hier!

    Gruß
    Greenfox

    Erst einmal HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin 55, Alkoholiker, seit einigen Jahren trocken und in der Selbsthilfe aktiv.

    So klar, das Du alkoholkrank bist, ist es nicht - hier sind neben Angehörigen auch Menschen, die noch nicht so genau wissen, wo sie stehen.

    Du schreibst, Du warst ein "paar Jahre" trocken. Warst Du nur trocken, hast also nur den Alkohol weggelassen oder hast Du auch noch etwas anderes gemacht - SHG, Betreuung anderer, Foren o.ä.?
    Lebst Du alleine, hast Du Arbeit und/oder Hobbys? Dein Post liest sich irgendwie trostlos - Du lässt Dich hängen/treiben. Wie gesagt: es liest sich für mich so.

    Was treibst Du so - was treibt Dich an?

    Gruß
    Greenfox

    Hall, Siegfried Drachentöter :D

    Willkommen als aktiver Forumsel :welcome: und auch von mir Herzlichen Glückwunsch zu 8 Jahren ohne Alkohol!

    Mich würde auch interessieren, was Dir an der zufriedenen Abstinenz fehlt bzw. was Dich noch stört.


    Wäre es besser wenn ich meine Geschichte von Anfang an aufschreibe?
    ( Natürlich nicht ab meiner Zeugung )
    Damit Hintergründe, die ich selbst nicht erkennen kann für andere
    zu ersehen sind

    Falls der Zeitpunkt Deiner Zeugung nicht ein bißchen spät ist ;) ... Scherz beiseite - wenn Du magst, na klar. Manchmal hilft ein Blick von außen. Aber wirklich nur, wenn Du magst!
    Vielleicht klärt sich ja dann auch, warum Du nach 3 Jahren erneut in eine ambulante Therapie gegangen bist.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Britt!

    Wenn Du Dir Deine Posts mal richtig durchliest - woher sollte ich wissen oder ahnen, dass Du ebenfalls Polizistin bist? Ich habe keine funktionierende Glaskugel zu Hause.
    Von daher wollte ich Dich also nicht belehren - aber die Wenigsten wissen wirklich, was in so einer Dienstschicht abgeht. Es hätte also auch genügt, wenn Du nur kurz geschrieben hättest, dass wir Kollegen sind. Punkt.

    Zu Deiner Frage:
    Ich weiß nicht wie andere Kollegen privat sind. Ich weiß, dass ich schon immer - also auch schon bevor ich vor etwas über 35 Jahren bei der Polizei anfing - nicht der Einfachste war. Vielleicht nicht immer nur "Schwarz-Weiss-"-Denke, aber wenn ich eine Überzeugung hatte, habe ich diese auch vertreten. Bis ich die Überzeugung auf Grund geänderter Erfahrungen, Erkenntnisse geändert habe. Ich bemühe mich um Objektivität - ob es mir gelingt nixweiss0

    Auch von mkir ein HERZLICHES WILLKOMMEN im aktiven Forum :welcome:

    Zunächst einmal: Du bist nicht von der Polizei angeklagt worden, sondern die MUSSTE die Anzeige aufnehmen - wegen gefährlicher Körperverletzung. Schwere Körperverletzung wäre weit schlimmer. Und bestimmt bist Du auch dazu gehört worden, wie es dazu gekommen ist.

    Ansonsten stimme ich Gerchla zu:

    Ich habe in den vergangenen Jahren schon viel hier gelesen ...

    Du schreibst, dass Du hier schon recht intensiv mitgelesen hast. Darf ich fragen, was Du aus dem Gelesenen für Rückschlüsse gezogen hast? Eigentlich müsstest Du ja recht genau wissen, was Du zu tun hast, wenn Du etwas an Deiner Situation ändern möchtest.

    Sorry, aber mir schoß sofort die Frage durch den Kopf: Warum hat sie sich nicht schon längst von dem Typen getrennt??

    Und jetzt komm nicht mit Deinen Krankheiten - die sind schlimm genug, dass ich nicht glaube, dass Dein Mann sich in irgendeiner Weise um Dich kümmert. Das bedeutet, alleine würdest Du ruhiger, besser leben - zumal Dir bestimmt auch Hilfe im Haushalt zusteht, oder?

    Warst Du schon mal bei einer Suchtberatung? Die ist nämlich auch für Angehörige da - nicht nur für die Betroffenen. Hast Du sonst schon mal mit anderen Menschen (SHG, Anwalt o.ä.) über Deine Situation konkret gesprochen?

    Das wäre jedenfalls mein erster und eindriglichster Rat für Dich.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Steffen!

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Mitte 50, Alkoholiker, seit einigen Jahren trocken und in der Selbsthilfe aktiv.

    Ich kann mich vollinhaltlich Gerchla anschließen:


    Dann kommt jetzt die eigentliche Arbeit. Nämlich die psychische Abhängigkeit zu überwinden die dafür Verantwortlich ist, dass wir Alkoholiker so gerne rückfällig werden.

    Hast Du einen Plan? Was tust Du außer nichts mehr zu trinken? Gehst Du wieder zur Suchtberatung? Denkst Du über eine Threapie nach? Wie schaut's mit einer realen Selbsthilfegruppe aus?

    Meine Erfahrung ist, dass "nur" nichts mehr trinken bei weitem nicht ausreicht. Das reicht für eine Trinkpause, jedoch nicht für eine dauerhafte Abstinenz.

    Genau das ging mir auch durch den Kopf ...

    Wenn Du magst, kannst Du ja ein paar Zeilen dazu schreiben. Andersherum: Wenn Du Fragen hast - raus damit!

    Gruß
    Greenfox

    Ein Gruppenfreund bekommt Baclofen - und es geht ihm sehr gut damit.

    Er ist trocken - wegen dem Baclofen. Vorher hatte er immer wieder so starken Suchtdruck, dass es ihn überwältigt hat. Jetzt hat er keinen Suchtdruck mehr, trinkt nix - und ist happy.

    Hallo, Thomas, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich bin 55, Alkoholiker und nach ein paar Anläufen seit einigen Jahren trocken und in der Selbsthilfe aktiv.

    Das, was Du beschreibst mit dem einen Glas Sekt, dann eine Weile nichts und dann der (bescheuerte) Gedanke "Das eine Glas hat ja nicht geschadet, ich konnte ja wieder aufhören - also kann ich mir ja mal wieder eins gönnen!" kenne ich. Allerdings war es bei mir Bier und es ging dann doch ziemlich schnell, bis ich wieder auf dem alten Level war - und kurz danach darüber hinaus ...

    Schon mal daran gedacht, Deiner Frau reinen "Wein" einzuschenken und mit ihr gemeinsam zu einer Suchtberatung zu gehen? Denn wenn ich es richtig gelesen habe, weiß sie um Deine Sucht-Vorgeschichte.
    Denn bevor es wieder "richtig losgeht" - und das wird es erfahrungsgemäß - solltest Du sie mit ins Boot nehmen und die Reissleine ziehen. Meine Meinung.

    Gruß
    Greenfox


    Muss ich mir sorgen um eine körperliche Abhängigkeit machen oder habe ich die schon?

    Habe echt Angst.

    Wenn Du solche Angst hast - warum lässt Du das Zeug nicht einfach mal für ... 8 Wochen komplett weg? Wenn Du das ohne Probleme schaffst und danach nur noch ab und an mal ein Glas geniessen kannst (ohne dass es mehr werden) ...

    Irgendwie verstehe ich nicht so wirklich, was Du meinst mit "diesem Beruf" nixweiss0 Da müsstest Du schon mal deutlicher werden.
    Falls Du MEINEN Beruf - Polizist - meinst: Warum glauben die Leute immer, Polizisten seien Exoten oder Aliens oder so völlig anders als alle Anderen? >:(
    Wir sind Menschen wie alle anderen auch. Und da gibt es auch bei "uns" die unterschiedlichsten Leute.

    Aber meistens können wir durchaus privat und dienstlich sehr gut trennen. Wobei viele dienstliche Probleme durchaus auch das Privatleben belasten. Dazu gehören z.Bsp. Dienstzeiten, ignorante Vorgesetzte und Politiker, zunehmend respektloser und aggressiver werdende "Bürger", die meinen, sich an keine Regeln/Gesetze halten zu müssen (auf Kosten der Anderen)...
    Und dann die Psyche. Ich habe lange mit vielen Erlebnissen zu kämpfen gehabt, die mir arge psychische Probleme bereitet haben und mit ein Grund für meine Sauferei waren ... Ich habe Dinge gesehen und erlebt, die man nicht sehen möchte - aber leider nicht einfach so vergessen oder beiseite schieben kann. Aber dafür gab es ja ein "Allheilmittel" ... :-[

    Ich hoffe, ich habe diese Frage beantwortet - denn nocheinmal werde ich es nicht tun.

    Hallo, Hopeful, und HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.

    Wie bei uns Betroffenen/Alkoholikern muss es auch von den Co-Abhängigen (Eltern, Kindern, Geschwistern, Freunden ...) kommen, dass sie etwas an ihrem Verhalten und der Beziehung zu dem/der Betroffenen ändern WOLLEN und, wenn sie dies nicht aus eigener Kraft können, Hilfe suchen bzw. diese annehmen.
    Denn wenn sie es nicht WOLLEN, dann kann man als Aussenstehender (und auch Familienmitglieder können dann "aussenstehend" sein) mit Engelszungen und sachlichen Argumenten reden, bis man schwarz wird ... Das habe ich leider nur zu oft auch beruflich C:-) oft genug erlebt.

    Aber hier im Forum gibt es etliche Angehörige, die Dir da praktische Tipps geben bzw. von ihren Erfahrungen berichten können.
    Ansonsten empfehle ich Dir auch unsere Linksammlung - dort findest Du viele nützliche weiterführende Links, wie z.Bsp. diesen oder diesen.

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir und uns einen guten Austausch und Dir vor allem viele gute, nützliche Tipps und Anregungen!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Lilly!

    Schade, mit solch traurigen Nachrichten wieder von Dir zu hören.


    Ich glaube, dass ich jetzt gerade erst annähernd begreife, was Alkoholismus bedeutet.
    ...
    Schwer das zu begreifen. Und schrecklich zu sehen wie ein Mensch so abstürzt.
    Bin traurig

    Ja, das ist hart, aber real. Und wie Libelle schon schrieb: Wenn die ehemals gemeinsame Wohnung dann weg ist, dann ist auch das gemeinsame Leben weg. Dann darf Dich um Deinetwillen nicht mehr interessieren, ob bzw. was er macht. Denn ab dann steht DEIN Leben ganz oben, in der Mitte und ganz unten auf der Agenda!
    Denn dann kannst Du anfangen, zu LEBEN!

    Ich drück Dir die Daumen :sun:

    Gruß
    Greenfox

    Ich wäre ja mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn ich das garantieren würde ...

    Mal was anderes: Ich bin seit über 35 Jahren Polizist. Als ich mich vor nunmehr 16 Jahren geoutet habe, hat das meiner Reputation nicht geschadet. Im Gegenteil: meine Kollegen fanden es stark, dass ich so offen bin und aktiv werde. Und als ich rückfällig wurde und ankündigte, eine erneute Therapie machen zu wollen, um wieder trocken zu werden, bekam ich jede Menge Unterstützung. Heute kommen Kollegen, mit denen ich relativ wenig zu tun habe/hatte, zu mir und fragen um Rat.
    Eine Gruppenfreundin arbeitete beim Auswärtigen Amt, in einer ziemlich hohen Position als stellvertretende Botschafterin. Klar fiel es ihr auch schwer und fühlte sich, als hätte sie ein großes "A" wie Alkoholiker auf die Stirn tätowiert - und hat sich doch getraut. Sie hat sich geoutet und etwas für sich getan. Seit 4 Jahren arbeitet sie wieder - als stellvertretende Botschafterin.

    Du machst jetzt Nägel mit Köpfen. Willst Du auch weiter auf Eiern tanzen?

    Ich werde wohl (so ist es geplant) eine schwere Geschichte erzählen. Nebennieren-Karzinom oder was ähnliches wo alle nur "ooohh" sagen und keine weiteren Fragen stellen...

    Hmm - ich will ja nicht von mir auf andere schließen, aber ich ICH das so machen würde: Erst gesoffen und gelogen ("Kann nicht kommen, weil etwas dazwischen gekommen ist", "...es mir nicht gut geht" ...) - jetzt trocken und munter weitergelogen ...

    ICH würde dafür plädieren, so weit wie möglich die Wahrheit zu sagen - dann kann man sich auch nicht verheddern (Wem habe ich was erzählt). Man muss ja nicht gleich sagen, dass man Alkoholiker ist, eine Therapie gemacht hat, jetzt trocken ist und das auch bleiben will (das ist nämlich meine Variante). Man kann ja z.Bsp. etwas von "Alkohol-Intoleranz" erzählen und dass Du Alkohol nicht mehr verträgst und ihn deshalb nicht mehr trinken darfst.
    Ist das gelogen? Nöö.