Beiträge von Greenfox

    Hallo, Frank!

    Ich freue mich SEHR, dass Du nach wie vor trocken bist und es Dir gut geht.

    Was Deine Frau angeht: Lass los! Lass los und betrachte diese "gemeinsamen Pläne", von denen sie anscheinend ab und an spricht, als die gemeinsamen Pläne von ... "Freunden".
    Denn mehr wird es auf keinen Fall mehr werden.

    Bei meiner Trennung (ist natürlich etwas völlig anderes, aber ich habe kein besseres Beispiel zur Hand) hatte ich zu Anfang auch noch gedacht, es wäre vielleicht noch etwas zu löten. Wir müssten nur vernünftig miteinander reden. Aber dann merkte ich, dass viel zu viel kaputt gegangen ist - auf beiden Seiten. Und alleine die Scherben auf meiner Seite reichten für mich aus, um loszulassen. Und NATÜRLICH sehne ich mich auch nach Liebe und Harmonie ... aber mir ist auch klar: mit DER Frau nie und nimmer mehr. Also muss ich versuchen. Aus unserem "Verhältnis" um der Kinder willen das Beste zu machen ...

    Gruß
    Greenfox

    Klar, nicht jede Gruppe passt zu einem. Dann sollte man nicht den Sand in den Kopf stecken und sich (nach Möglichkeit) eine andere suchen. Oder es gibt andere "Gründe", warum man die Gruppe nicht mehr besucht.
    Mein großer Rückfall damals begann damit, dass meine SHG ihren Sitz wechselte und ich hätte ziemlich weit hätte fahren müssen. Also dachte ich "Schade drum, aber was soll's - ich bin ja schon über 1,5 Jahre trocken und jetzt schaffe ich es auch alleine!"
    Ungefähr 4 Monate habe ich es auch geschafft ...

    Der Rückfall hat dann 4 Jahre gedauert :(

    Hallo, Sutton, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin männlich, 55, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun seit einigen Jahren trocken.

    Auch ich habe mich auf Arbeit geoutet und sehr viel Rückhalt erfahren. Allerdings haben meine Kollegen nur von EINEM Rückfall (meinem letzten) erfahren - weil ich mich aus dem nicht mehr alleine befreien konnte und daher erneut in eine Langzeittherapie gehen wollte. Deshalb habe ich von meinem Rückfall und meinem Plan (hatte schon einen Termin in der Klinik) erzählt.

    Von daher ist es, glaube ich im Vergleich zu Dir doch etwas anders. Denn Du schreibst ja

    Aufgrund verschiedener Therapien und Entgiftungen hatte ich natürlich einiges an Fehlzeiten.

    Bei meinem Chef und meinen Kollegen kam das natürlich nicht so gut an und mir kommt es so vor, als wäre da inzwischen eine Grenze überschritten.

    Du darfst Eines nicht vergessen: Sie haben (höchstwahrscheinlich) keine Erfahrung mit Suchterkrankungen und gehen von dem Motto aus: "Der/die soll sich mal nicht so haben und einfach mal am Riemen reissen!"
    Ich gehe ja nun schon seit einigen Jahren in Krankenhäuser auf die Entgiftungsstationen und erzähle den Leuten dort von Selbsthilfegruppen und wozu die gut sind. Und auch von meinen Erfahrungen frührer, den Sprüchen wie "Lass doch das Glas/die Flasche stehen! Trink einfach (Ha!) weniger!"
    Wenn das so einfach wäre, gäbe es keine SuchtKRANKHEIT, keine Entgiftungsstationen, keine Therapeuten, dann gäbe es die ganze Problematik überhaupt nicht!
    Und NATÜRLICH können sie es nicht nachvollziehen, dass manch einer mehrere Anläufe braucht, um trocken zu werden, während andere es beim ersten Versuch schaffen - und wieder andere nie.
    Wie heisst es so schön: Wer nie seine Kekse im Bette aß, weiß nicht, wie Krümel pieken! ;)

    Wenn Du Dir das Knie am Tisch rammelst, stöhnen alle kollektiv auf und halten sich ihr Knie - aber wenn Du Entzugserscheinungen oder Saufdruck hast, kann Dich nur ein andere Süchtiger verstehen.

    Besuchst Du eigentlich eine SHG?

    Ich wünsche Dir jedenfalls erstmal ein schönes Wochenende und uns allen hier einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Sie hat mich sehr viel gefragt, warum weshalb (du hast ja gar nicht so viel getrunken usw).

    DAS habe ich damals auch öfters etwas ungläubig zu hören bekommen. Ich musste den Leuten dann erklären, dass sie mich ja meist nur kurz und zu "besonderen Anlässen" gesehen/getroffen haben, bei denen ich mich zusammen gerissen habe in dem Bewusstsein, mich anschließend auffüllen zu können ...
    Naja. Und von Einem, der es damals von mir nicht glauben konnte, habe ICH dann Jahre später erfahren, dass auch ER damals schon Alkoholiker war :-\ ... und immernoch säuft :-[

    Habe Urlaub gebucht für meinen Mann und mich; am Dienstag geht es nach Teneriffa. Und da ich es nicht mehr erleben möchte, dass er bekotzt auf der Liege am Pool liegt, werde ich alleine fliegen.

    nixweiss0

    Warum sparst Du dann nicht Geld und buchst nur Urlaub für Dich?? Und er kann seinen Urlaub selber buchen (Balkonien ist am billigsten - bleibt mehr für Bier/Wein übrig) ...

    Nur noch ein kleiner Tipp von mir: Bei den heutigen Telefonen kann man auch bestimmte Nummern blockieren! Denn: Warum willst Du Dir immer wieder seine lächerlichen Vorwürfe bzw Selbstbeweihräucherungen antun??

    Gruß
    Greenfox

    Ja, auch solche Träume gibt es ... Ein Gruppenfreund träumte Mal, dass er unbedingt trinken wollte - aber überall, wo er hin kann, hatte kurz vorher jemand den letzten Suff weggekauft bzw weggeworfen. Er ist dann ganz verzweifelt aufgewacht und war verständlicherweise doppelt glücklich, dass es nur ein Traum war schwitz.

    Bezugnehmend auf Deine Schwiegermutter möchte ich nur eine Warnung abgeben: Es wäre für Dich nicht gut, wenn sie STÄNDIG in Deiner Gruppe wäre, da Du dann nicht mehr unbedingt frei von der Leber weg von Deinen Problemen sprechen könntest - vor allem, wenn sie auch nur im Entferntesten mit Deiner Familie zu tun haben ...
    Von daher sollten nach meinem Verständnis Betroffene und Angehörige nicht ständig in derselben Gruppe sein. Wie gesagt: nicht STÄNDIG.
    Soll aber nur ein Denkanstoß sein.

    Gruß
    Greenfox

    Ich bin traurig zu lesen, dass sich absolut NICHTS geändert hat ;(

    Dass Dein Mann sich nicht ändert ... okay. Aber dass sich auch bei Dir sich nichts getan hat - schade.

    Sorry, aber mir schoß sofort die Frage durch den Kopf: Warum hat sie sich nicht schon längst von dem Typen getrennt??

    Und jetzt komm nicht mit Deinen Krankheiten - die sind schlimm genug, dass ich nicht glaube, dass Dein Mann sich in irgendeiner Weise um Dich kümmert. Das bedeutet, alleine würdest Du ruhiger, besser leben - zumal Dir bestimmt auch Hilfe im Haushalt zusteht, oder?

    Warst Du schon mal bei einer Suchtberatung? Die ist nämlich auch für Angehörige da - nicht nur für die Betroffenen. Hast Du sonst schon mal mit anderen Menschen (SHG, Anwalt o.ä.) über Deine Situation konkret gesprochen?

    Von diesem "anderen Mann", den Du "kennengelernt" hast, mal abgesehen - bedeutet dies, dass Du jetzt endlich etwas ändern wirst in Deinem Leben, zu DEINEN Gunsten, etwas FÜR DICH tun?
    Oder ist er nur ein reales Weinkissen, wo Du Dich beklagen kannst, wie schlecht doch die Welt ist, weil sie sich nicht für Dich ändert?

    Wer nicht handelt, wird behandelt.
    Das gilt für Betroffene wie für Angehörige.

    Gruß
    Greenfox


    Heute mit spitzer Zunge, wenn es notwendig ist, aber meist mit einer vernünftigen
    Argumentation erreiche ich viel mehr.
    ...
    Wir haben festgestellt, das dieses miteinander Reden beiden hilft die
    Vergangenheit zu bewältigen.

    Ja - das Wort kann eine mächtige Waffe und ein großartiges Werkzeug sein!

    Danke für's teilen! :blumen:

    Ich bin es Till der schreibt und Rebecca sitzt neben mir.

    Hallo, Ihr zwei Beiden. Es wäre vielleicht praktischer, wenn jeder von Euch unter seinem eigenen Nick schreiben würde. Ich weiß ja nicht, wie es Euch geht, aber für mich hat es so ein kleines "Geschmäckle", wenn es heisst "sie/er ist der Meinung" und nicht "ich bin der Meinung" ... Man kann Menschen ziemlich schnell etwas in den Mund legen ... Ist nur so ein Gefühl von mir ...

    Ansonsten schön, dass Du etwas mehr von Dir erzählt hast.

    Zu Deinen Fragen kann ich Dir nur (stark vereinfacht) sagen, wie es MIR ging, bzw. wie ich die Sache angegangen bin:

    Meine ersten Versuche sahen so aus, dass ich in die Entgiftung ging und dann einfach nur den Alkohol weggelassen habe. Also nichts weiter gemacht habe. Und da kam dann der Gedanke, etwas trinken wollen/zu können ziemlich schnell wieder. Meist so nach ein paar Wochen. Wobei ich das nicht als "Druck" bezeichnen würde, da ich dem ja relativ schnell nachgegeben habe.
    Dann habe ich mir gesagt, dass das so wohl nicht reicht, habe mir nach meiner letzten Entgiftung diverse SHG angeschaut und mich dann für 2 Gruppen entschieden. Außerdem hatte ich dann noch einen Therapeuten, so dass ich 3x in der Woche etwas für mich getan habe. Als ich mich dann stabiler fühlte, habe ich die therapeutischen Sitzungen reduziert, später ganz gekanzelt. Und irgendwann habe ich auch eine der beiden Gruppen aufgegeben - schließlich hatte ich ja noch ein Familien- und Arbeitsleben. Allerdings musste ich hier die Münze entscheiden lassen, da mir beide Gruppen mittlerweile ans Herz gewachsen waren.
    Später dann bin ich selbst in Krankenhäuser/Entgiftungsstationen gegangen, um mit den Patienten dort zu sprechen und ihnen einen/meinen Weg aus der Sucht zu zeigen und ein wenig darüber zu erzählen, was überhaupt SHG sind, was dort passiert und wozu sie gut sind/sein können etc.

    Es gibt Menschen, die sagen, dass sie vom Alkohol weg wollen und dann nie wieder darüber sprechen wollen. So ähnlich dachte ich auch mal. Es hat nicht funktioniert. Ich beschäftige mich immer wieder - mehr oder weniger direkt oder indirekt - damit und "vergesse" somit nicht wieder, dass ich ein Alkohol"problem" habe.

    Du schreibst, dass Du auch unter Depressionen leidest. Die Erfahrungen zeigen, dass diese wenn schon nicht verschwinden, so sich doch leichter behandeln lassen, wenn der Alkohol/andere Suchtmittel weggelassen werden. Es ist also nicht verkehrt, dass Du das Thema Alkohol angehst.

    Auch mein Psychiater kennt die komplette Problematik, doch ich habe ihm verschwiegen das ich wieder Rückfälle hatte und werde es ihm in ein Paar tagen offenbaren.

    Das ist sehr wichtig! Denn Du widersprichst Dir hier selbst: er kennt nämlich NICHT die KOMPLETTE Problematik!
    Du musst anfangen, ehrlich zu sein - nicht nur den Ärzten gegenüber, sondern auch Dir selbst gegenüber! Denn wem nutzt es, wenn Du Dir selbst die Hucke volllügst?? (Das ist jetzt allgemein gemeint und nicht auf etwas Spezielles bezogen!!)

    Ein Problem habe ich noch und möchte/muss es hier ansprechen:

    Dazu kommt jetzt noch, da ich eine Zeit lang arbeitslos war durch meine Erkrankungen jetzt die Möglichkeit hätte in einen Job als Gefahrengutfahrer zu kommen wo ich gut verdienen könnte.
    Die Zusage von der Firma habe ich schon, ich muss nur noch den ADR Schein 7 machen für Gefahrgut und radioaktive Stoffe.

    Nicht, dass ich Dir nicht einen gut bezahlten Job gönnen würde. Aber wenn ich höre, dass jemand mit (zur Zeit noch akuten) Alkohol- und psychischen Problemen Gefahrgut durch die Gegend fahren will :o schwitz. Sei mir bitte nicht böse - aber da habe ich in meinem Job schon zu viel Schlimmes gesehen (das teilweise auch "Schuld" an meinem Problem ist ;( ) ...

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Sorra, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Vorab kurz zu mir: Ich bin männlich, 55, Alkoholiker, und nach mehreren Anläufen nun schon einige Jahre trocken. Außerdem bin ich ebenfalls seit einigen Jahren in der klassischen Selbsthilfe aktiv, d.h., ich gehe in Krankenhäuser/Entgiftungsstationen, habe über 7 Jahre eine SHG moderiert.

    Da ich mich natürlich nicht nur mit den Betroffenen, sondern auch mit Angehörigen unterhalte, kann ich Dich und Deine Situation ganz gut verstehen und auch nachvollziehen.
    Aaaaber ... ich kenne natürlich auch die andere Seite, sozusagen die "dunkle Seite der Macht".

    Und von daher kann ich Dir sagen, dass Deine Idee

    ihn regelmäßig dezent mit Nachrichten zu bombardieren, die Infos über Anlaufplätze beinhalten

    vermutlich auf Gegenwehr stossen wird. Denn dies stellt einen massiven Angriff auf ihn dar. ICH hätte damals entweder mit absolutem Rückzug (hätte mich also überhaupt nicht mehr bei der betreffenden Person gemeldet) oder mit Gegenangriff reagiert. Denn wie kann es jemand wagen, meine Integrität in Frage zu stellen und mich entmündigen zu wollen!!?!! Was bildet sich diese Person überhaupt ein??

    Ich hoffe, Du verstehst, was ich damit meine! Dein Bruder ist für sich selbst und sein Handeln selbst verantwortlich! Nur er selbst entscheidet, ob er in seinem Leben etwas ändern möchte (also aufhören WILL, zu trinken) und dann, ob er bereit ist, Hilfe anzunehmen.
    NIEMAND anderes kann ihm diese Entscheidung abnehmen! Im Gegenteil. Ich kenne Menschen, die sind dazu verdonnert worden, eine Entwöhnungsbehandlung/Langzeittherapie zu machen (gegen ihren Willen). Viele Betroffene, die WOLLEN, müssen lange Wartezeiten auf freie Plätze in Kauf nehmen. Und drei Mal darfst Du raten, was 98% dieser Leute taten, nachdem diese LZT abgeschlossen war ...

    Das Einzige, was Du tun kannst, ist auf DICH zu achten!

    Tu' Dir Gutes! Wichtig ist, dass Du über DEINE THEMEN sprechen kannst. :blumen2:

    Du kannst Deinem Bruder signalisieren, dass Du für ihn da bist, wenn er denn Hilfe WILL, ernsthaft will - aber ansonsten achte auf DICH!
    Das mag hart klingen. Aber wir Alkoholiker haben leider die Gabe, andere Menschen (auch die, die wir eigentlich lieben) mit uns in den Abgrund zu reissen - solange wir uns nicht selbst von diesem Abgrund entfernen wollen.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und uns allen hier einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox


    Greenfox

    Die Idee ist an sich gut, nur werden meine Geschwister da nicht mitspielen. Ich muss die Tage mal mit meiner Mutter darüber reden.
    Danke für den Tipp. :)

    Was haben Deine Geschwister damit zu tun?? Sind sie der Vormund Deiner/Eurer Mutter?
    Genau: Sprich mit Deiner Mutter darüber - wenn SIE nicht will, dann ist das leider so.


    Diesen Satz müsstest du bitte mal meiner Mutter persönlich sagen. ;D

    Druck doch den Thread aus und zeig ihn ihr. Ich als (trockener) Alkoholiker kann Gerchlas Satz übrigens auch "unterschreiben".

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Till, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Schön, dass Du beschlossen hast, etwas gegen Deine Sucht zu unternehmen und schön, dass Du hergefunden hast.
    Nun, das mit dem "kalten Entzug" sehe ich :o Hoffe nur, dass es nicht ins Auge geht ...

    Kurz zu mir: Ich bin männlich, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nunmehr seit über 10 Jahren trocken.

    Du schreibst, dass Du wegen Deiner Depressionen in Behandlung bist. Ich vermute mal, von dem Alkohol"problem" hast Du dem Therapeuten bislang noch nix erzählt. Oder sollte ich falsch liegen. Auf jeden Fall solltest Du es schnellstens tun, wenn Du es noch nicht getan hast. Denn nur so kann Dir wirklich geholfen werden.
    Und was hast DU vor? Wie willst DU gegen Deine Alkoholsucht vorgehen? Hast Du Dir überhaupt schon Gedanken gemacht, was Du möchtest, welches Ziel Du hast: komplette Abstinenz? Kontrolliertes Trinken? Reduziertes Trinken?
    Hast Du schon mal daran gedacht, eine reale SHG (auf)zu suchen? Mit realen Menschen, die die Problematik Alkohol nur zu gut kennen, zu sprechen und Dir Ratschläge und Tipps zu holen?

    Deine Freundin Rebecca kann Dir allenfalls helfen, Dich unterstützen - arbeiten musst Du alleine!
    Und genau wie Du alleine an und für Dich arbeiten musst, muss sie für sich selbst tätig werden, für sich selbst sprechen. Nicht über/durch Dich oder jemanden.
    So sehr ich befürworte, dass Betroffene und Angehörige gelegentlich dieselbe Gruppe besuchen (egal, ob diese real oder virtuell ist) und über ihre Probleme sprechen - hauptsächlich sollten sie jeder eine eigene Gruppe besuchen. Denn (mal überspitzt gesagt): Wie soll man über ein Problem reden, wenn es neben einem sitzt?

    Egal: Es ist gut, dass Du Dich in Bewegung gesetzt hast. Die Richtung bestimmst Du.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und uns allen einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Ich kann mir vorstellen, dass Du angespannt wie ein Flitzebogen bist, bis die Kinder wieder gesund und munter zu Hause sind. Aber: Du hast alles in Deiner Macht stehende getan!

    ... die Kinder wissen Bescheid, seine Eltern, die Freunde vor Ort in Frankreich. Er kam heute morgen an und roch auch nicht nach Alkohol. Die Kleine hat ihm direkt das Messgerät hingehalten.

    Wenn ihm DAS nicht wehtut ... Bei mir war es damals der Satz meiner Tochter "Will nicht mit Papa kuscheln - der stinkt und ist besoffen." Aua.
    Und trotzdem hat es noch eine Zeit gebraucht, bis ich endlich Nägel mit Köpfen gemacht habe :-[

    nach sooo viel lesen , überlegen und planen kommt es für mich nur so in Frage: stationär - alles raus , hoffe auf baclofen zur Unterstützung. Danach will ich nichts mehr mit dem Thema zu tun haben . ... Ich möchte nichts mehr davon hören und mein Leben neu beginnen. ... ich sage bewusst : nur noch 6 Tage Alkohol ... ich freue mich ehrlich gesagt auf Freitag und ein neues Leben

    Wie soll es denn ein "neues" Leben geben/werden, wenn Du Dir schon jetzt etwas vormachst, die rosarote Brille aufsetzt, die Ohrstöpsel reinschraubst und sämtliche Erfahrungen Anderer in den Wind schiesst??
    Wenn Dein Rezept, Dein Weg funktionieren würde - und glaubst Du nicht, dass schon Viele vor Dir auf diese Idee gekommen sind? - meinst Du, es würde dieses Forum geben? Es würden sich so viele Menschen quälen, um von dem Zeug wegzukommen.

    Ich wünsche Dir alles Glück der Welt, dass es funktionieren möge. Aber, um es mit Goethes Faust zu sagen: "Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube."

    Du weisst ja, wo Du uns findest.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin männlich, 55, Alkoholiker und nun schon einige Jahre trocken.

    Und da ich Spiegeltrinker war/bin und mich daher auch nie in Quartalssäufer/Epsilon-Trinker versetzen konnte (wochen-/monatelange Trinkpausen waren mir gar nicht möglich), kann ich Dir wenig zu seiner Motivation sagen.
    In den Jahren meiner Arbeit in der Selbsthilfe habe ich aber auch erfahren, dass es für diese Menschen am schwersten ist, für sich selbst ein Suchtproblem zu erkennen, eben weil sie ja längere Trinkpausen (oft sogar komplett abstinent) haben.

    Das Hauptproblem ist jetzt:
    1. Meine Mutter möchte ihn nicht rausschmeissen, weil siehe oben.
    2. Mein Mutter möchte ihm das gemeinsame Haus nicht überlassen, weil das ihre Heimat ist.

    Also sind da ZWEI Probleme: Dein Vater - und Deine Mutter (bzw. deren Helfersyndrom).
    Das erste Problem könnt Ihr nicht bearbeiten, das funktioniert nicht.
    Und nur wenn Deine Mutter einsieht, dass sie Deinem Vater am besten helfen kann, indem sie ihm NICHT MEHR HILFT - nur dann kann sie sich selbst heldfen, indem sie ihn rausschmeisst.
    Aber wie ihr das klarmachen nixweiss0

    Vielleicht haben ja andere hier im Forum dafür machbare Vorschläge.

    Ich wünsche Dir jedenfalls viel Kraft und uns hier einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Tante Dany, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin männlich, 55, Alkoholiker und seit nunmehr einigen Jahren trocken. Außerdem bin ich auch seit Jahren in der Selbsthilfe aktiv, d.h., ich habe viele, viele Gespräche mit Betroffenen, aber auch mit Angehörigen geführt.

    Von daher kann ich zwar einerseits nachvollziehen, wenn Du "ein schlechtes Gewissen" hättest, Dich komplett von Deiner Mutter zurückzuziehen. Aber andererseits hast Du eine Verantwortung Deiner kleinen Tochter gegenüber! Und DIR gegenüber!
    Dein Vater ist erwachsen und muss selbst für sich sorgen. Und wenn er dies nicht alleine kann, muss er sich Hilfe suchen bzw. Hilfe annehmen.
    Und Deine Mutter ist erst recht für sich selbst verantwortlich. Egal, ob dafür, dass sie angefangen hat zu trinken oder gegenwärtig trinkt - sie selbst. Auch wenn diese Verantwortung gerne auf andere abgeschoben wird. Ich weiß das :-[

    Und für Dich und Deine Familie (Kind, Mann??) bedeutet Hilfe, eventuell den Kontakt zu Deiner Mutter abzubrechen. Auf jeden Fall aber, Dich mit anderen betroffenen Angehörigen z.Bsp. hier im Forum auszutauschen.
    Ich möchte Dir hierfür auch unsere Linksammlung ans Herz legen - hier findest Du viele weiterführende interessante Links ... schau einfach mal rein.

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Ich finde es "gut", dass die Kinder jetzt auch offiziell Bescheid wissen. So kann er sie nicht mehr als Druckmittel benutzen ("sonst erzähl ich es den Kindern") bzw. er kann ihnen nicht mehr irgendwelchen anderen Quark erzählen. Auch wenn die jetzt erst einmal den Schock verdauen müssen.
    Auch, dass Du es den Leuten in Frankreich erzählt hast - immerhin ist es weitab von hier. Und da ist es schon gut, zusätzliche "Augen" zu haben. Soweit ich weiss, ist es in Frankreich ja auch Vorschrift, Alkoholtester im Auto mitzuführen - damit sich niemand herausreden kann, er hätte nicht gewusst, dass er schon mehr als die dort ebenfalls erlaubten 0,5 o/oo intus hat. Und wenn Du dann noch Deine Augen/verlängerten Arme dort hast, die ihm 0,0 o/oo vorgeben 44.

    Die Sicherheit der Kinder geht vor!