Beiträge von Greenfox

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun schon einige Jahre trocken.

    Und Gerchla hat es ja schon geschrieben: Uns geht es hier nicht um konfessionelle oder gendermäßige Ausrichtung, sondern darum, MENSCHEN bei ihrem Umgang mit ihrer Sucht Alkohol und hoffentlich ihrem Ausstieg zu unterstützen durch Austausch.

    Warst Du schon mal bei einer Suchtberatung? Die Gespräche dort sind anonym und kostenlos. Vielleicht kriegst Du ja auch dort schon neue Denkanstöße.
    Ansonsten kann ich Dir auch unsere Linksammlung empfehlen.

    Lies Dich hier in Ruhe durch, stöbere - und stelle Deine Fragen!

    Gruß
    Greenfox

    Der Korrektheit wegen: Die Anonymen Alkoholiker haben keinerlei konfessionelle Ausrichtung. Aber Spiritualität ist ein wichtiger Baustein im AA-Programm.

    Ich (als orthodoxer Atheist) habe sie als sehr christlich "angehaucht" erlebt. Aber ist auch eigentlich wurscht - in ihrem Gelassenheitsspruch habe ich das "Gott gebe mir ..." durch "Ich wünsche mir ..." ersetzt - und schon hat es für mich gepasst.

    Auch wenn es etwas blasphemisch klingen mag, "Gott" durch "Ich" zu ersetzen" ;D

    Ja, solche "Motivationsgruppen" zählen eigentlich nicht direkt zu den SHG, sondern mehr zu den Vorbereitungsgruppen auf eine Therapie. Dann ist mir Einiges klar.
    Selbsthilfegruppen gibt es in den unterschiedlichsten Ausrichtungen: Monolog-, Dialog-Gruppen, angeleitete Gruppen, reine Betroffenengruppen, Gruppen mit konfessioneller Ausrichtung, Gruppen ohne Konfession, etc - und dann noch diverse Mischformen. Die AA gehören zu den Monolog-Gruppen mit konfessioneller Ausrichtung, wobei die Konfession bei denen aber eine untergeordnete Rolle spielt (jedenfalls bei den Gruppen, die ich kennengelernt habe).

    Ich kann Dir nur empfehlen, auch mal in unsere Linksammlung zu schauen - dort findest Du viele nützliche weiterführende Links zu verschiedene Themen. In puncto Suche nach einer SHG schau doch zum Beispiel mal hier oder hier.

    Vielleicht findest Du ja da etwas Passendes für Dich.

    Und bei der SHG dort sieht es auch nicht besser aus, was die Wartezeiten angeht.

    :o Hä? Was ist das denn für eine SHG?
    Sorry, dass ich so blöd nachfrage, aber soetwas habe ich in den Jahren meiner Arbeit in der Suchthilfe noch nicht gehört, dass es bei Selbsthilfegruppen WARTEZEITEN gibt! Bei manchen Gruppen sollte man sich vorher anmelden, aber bei den meisten geht man hin und gut ist - bzw. man schaut, ob sie gut für einen ist.
    Oder meinst Du etwas anderes??

    Bin gerade etwas rat- und sprachlos nixweiss0

    Hallo, Matthias!

    Sehr gute Entscheidung, jetzt "Nägel mit Köpfen" machen zu wollen 44.
    Und wie Rekonvaleszent schon schrieb: die Arbeit ist jetzt erst einmal das kleinere Problem, um das Du Dich kümmern musst. Jetzt konzentriere Dich auf die kommende Therapie.
    Informiere Dich, besuch schon mal ein, zwei SHG, sprich mit den Leuten dort und in der Suchtberatung, was Dich dort erwartet ...

    Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur sagen: Es lohnt sich, den Weg in Angriff zu nehmen!

    Gruß
    Greenfox

    Auch ich freue mich (für Dich), dass es so gut läuft 44.


    Ich bin noch da und ich bin bei Tag 19 der Abstinenz.

    Es läuft ziemlich gut bei mir. Das erstaunt mich sehr, ich hatte mir das viel schwerer vorgestellt.

    So ähnlich ging es mir auch. Als ich dann ca. 1 Jahr trocken war, habe ich es auch in meiner Gruppe angesprochen, dass es mir sogar ein wenig "Angst" macht, dass es so einfach war ... Einerseits war ich natürlich froh darum, aber andererseits: Warum hat es früher nie funktioniert?? Egal - nimm es hin und freu Dich darüber!

    Was das Thema Alkohol in Soßen und Co. angeht, habe ich meine Gedanken schon einmal hier ausführlich dargelegt: Ich bin da voll bei Rekonvaleszent - nicht der enthaltene Alkohol ist das Gefährliche, sondern der GESCHMACK. Der kann triggern. In meiner SHG ist ein Gruppenfreund, den hat einEis mit Rum-Aroma dazu "verleitet", sich richtigen Rum zu holen ... Bei mir war es das alkoholfreie Bier ... Andererseits kenne ich auch Gruppenfreunde, die können gefahrlos alkoholfreies Bier trinken - wie gesagt -es KANN triggern ...

    Auf jeden Fall ist es schön zu lesen, dass Du auf einem guten Weg bist und Du Dich dabei auch noch wohl fühlst.
    Eine reale SHG kann ich Dir nur empfehlen (jetzt weisst Du ja, wo der Raum ist ;) ). Und das hat nicht nur etwas damit zu tun, dass man seine Worte nicht immer und ewig im Internet gespeichert haben möchte, sondern mit dem sofortigen und direkten Feedback. Ich habe gesehen und auch persönlich erlebt, wie gut es tun und aufbauend es sein kann, wenn man direkt getröstet wird, wenn es einem Scheiße geht bzw. wenn man einen großen Erfolg errungen hat. Oder wenn man auch einfach nur mal reden kann - dass ist etwas völlig anderes als irgendwo im Internet zu schreiben.
    Allerdings wichtig: Finde die für Dich richtige Gruppe, wo Du Dich wohl fühlst! Warum? Darum

    Möge es weiter so gut laufen!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Risu!

    Auch von mir ein (verspätetes) WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Schön, dass Du Dich entschlossen hast, etwas zu unternehmen und gestartet bist. Wie heisst es doch so schön: Jede große Reise beginnt mit dem ersten Schritt!

    Wie geht es Dir jetzt? Warst Du bei der SHG, die Du Dir ausgeguckt hast? Hat die Traute gereicht, um auch hineinzugehen - oder hast Du ersteinmal nur von außen geschaut (wärst nicht die Erste, die sich nicht hineintraut)?

    Erzähl uns von Deinen Erfahrungen, egal ob sie gut oder schlecht sind - Du wirst sehen, es ist Dir danach leichter.

    Ich wünsche Dir jedenfalls für die Anfangszeit viel Kraft, Durchhaltevermögen, Unterstützung durch Deinen Lebensgefährten - und hier einen guten Austausch.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Ramses, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin 55, Alkoholiker und nun schon einige Jahre trocken.

    Glückwunsch zu 3 Jahren ohne Alk 44.

    Auch mich würde interessieren, inwiefern Du die Achtsamkeit vernachlässigst/vernachlässigt hast. Bei mir war es früher mal so, dass ich die Gruppenbesuche habe schleifen lassen und später dann die Gruppe gar nicht mehr besucht habe, da diese ihren Sitz etwas von meinem Wohnort weg verlagert hatte. Und ich war ja schließlich schon 1,5 Jahre trocken - also der King, kann es alleine schaffen. Wozu sollte ich mir dann eine andere Gruppe suchen?? Tja, das ging bei mir ca. 4-5 Monate gut und hat mir dann einen 4jährigen Rückfall beschert :-\ Und mächtig viel Kraft, da wieder raus und dahin zukommen, wo ich heute stehe.

    Deshalb finde ich es super, wenn Du auf Warnungen (von außen oder auch aus dem Hinterstübchen) reagierst und Gegenmaßnahmen ergreifst, damit die Flasche nicht wieder näher rückt 44. 44.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Holden!

    Auch von mir ein ganz herzliches WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich kann Dich zu Deinem Entschluß nur beglückwünschen und ebenso wie Gerchla sagen: Du brauchst keine Angst zu haben - es hat keine Nachteile, sein Leben wieder selbst zu bestimmen ;)

    Und ich finde es super, dass Du Dich von vornherein für eine stationäre Entgiftung entschlossen hast und nicht mit einem "kalten Entzug" geliebäugelt hast. Denn das hätte schief gehen können, im Sinne von "unter Umständen äußerst ungesund".
    Es hat sich also gelohnt, hier schon mal ein wenig mitzulesen.

    Hast Du Dir schon Gedanken gemacht, wie es weitergehen soll nach der Entgiftung? Also Selbsthilfegruppe ja oder nein, eventuell schon mal geschaut, welche Gruppen in Deiner Nähe sind (außer AA), LZT ja oder nein ... oder willst Du Dir da bei der Entgiftung erstmal Anregungen holen?

    Egal wie: erstmal starten 44.

    Und dafür wünsche ich Dir alles Gute!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im "aktiven Teil" des Forums :welcome:

    Ich bin m, 55, Alkoholiker und nun schon einige Jahre trocken.

    Zunächst einmal: Es ist vollkommen in Ordnung, wenn Du nicht stets und ständig und sofort auf Posts reagierst. Lass alles sacken, überdenke es - und reagiere nur, wenn Du es für Dich als richtig empfindest.

    Und was Deinen Vater angeht: Meinst Du nicht, dass vor allem ER als trockener Alkoholiker in all den Jahren gelernt hat, was dieses Zeug mit Menschen anrichtet? Und nicht nur mit ihm angerichtet hat? Natürlich glaube auch ich, dass es ihm - wie jedem Vater - am liebsten wäre, wenn seine Kinder nicht von der/einer Krankheit betroffen werden wie man selbst. Aber das Leben ist nunmal kein Ponyhof - es KANN (nicht MUSS!!) nunmal jeden treffen.

    Ich finde es jedenfalls schonmal sehr gut, dass Du den ersten Schritt in Form der Anmeldung und der Vorstellung gemacht, gewagt hast 44.
    Alles Weitere wird sich finden.

    Gruß
    Greenfox

    Herzlich Willkommen, Camina, hier im Forum :welcome:

    Schön, dass Du Dich entschlossen hast, hier auch aktiv zu werden :D

    Trotzdem nochmal kurz zu mir: Ich bin m, 55, Alkoholiker, seit einigen Jahren trocken und ebenfalls auch außerhalb des Forums in der Selbsthilfe aktiv.

    Ich wünsche Dir und uns einen guten Austausch 44.

    Gruß
    Greenfox

    :heartBalloon:

    Meine allerherzlichsten (Glück)Wünsche!! Wie doch die Zeit vergeht! Schon ein Jahr vorbei ...

    Obwohl Du mir beinahe einen Herzinfarkt beschert hast ... einfach so zu schreiben, Du hättest 7 Bier getrunken ... und erst dann aufzulösen, dass das der Text von vor anno dunnemals war ;D

    44.

    Ich kann sagen : ich hab es ( fast) alleine geschafft und mein Plan hat funktioniert. Ich gehe sogar noch weiter: ich werde sogar wieder trinken ... bestimmt nicht in den nächsten Monaten , ... auch keinen einen Wein beim Essen oder Bier beim grillen ... keine shots mehr , niemals alleine und unter der Woche . Niemals mehr als an 2 Tagen im Monat . Diese Regeln habe ich für mich aufgestellt . Wann und ob ich sie jemals testen werde , weiß ich nicht ...

    :lach: oder doch eher :wall:

    Ich weiß es nicht nixweiss0

    Glaubst Du denn, wir sind alle mit dem Klammerbeutel gepudert? Wie oft habe ich überlegt, ob es nicht für meine Familie besser wäre, wenn ich mir nen nassen Strick nehme und mich damit erschiesse, nur weil ich es einfach nicht geschafft habe, von dem Scheißzeug wegzukommen - und dann doch noch nen Versuch und noch einen ... bis es geklappt hat und ich jetzt über 10 Jahre trocken bin. Und in dieser Zeit habe ich auch viele Menschen betreut und begleitet, die es teilweise geschafft haben, aber auch teilweise nicht geschafft haben, von dem Mistzeug wegzukommen ...
    Und da willst Du uns erzählen "Tirili und tirila - ich bin geheilt - war ganz easy"

    :sorry: Fühle mich etwas vera...lbert.

    Siegfried - Du nimmst mir die Gedanken aus dem Kopf ;)
    Aber genau so isses auch bei mir ...

    ... und deswegen tut es mir so leid für Britt (und jede[n] andere[n], dass sie/er immernoch kämpfen muss und nicht die relative Leichtigkeit der Abstinenz erleben kann ...

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin männlich, 55, Alkoholiker und nun schon ein paar Jahre trocken.

    Ich gehörte zu den sogenannten "Pegeltrinkern", d.h., ich habe täglich getrunken, um meinen Pegel in etwa zu halten. Dei Mann scheint zu den sogenannten "Quartalstrinkern" zu gehören - und in die kann ich mich - ehrlich gesagt - überhaupt nicht hineinversetzen. Mir fiel es immer schwer, mal 1-2 Tage nix zu trinken ...

    Aber zu Deiner Frage: Wenn ICH so eine versteckte Flasche finden würde (übrigens eine Gemeinsamkeit: habe ach so meine Geheimvorräte angelegt), dann würde ich sie offen auf den Tisch stellen und ihn darauf ansprechen. Ihm sagen, dass ich EIN Versteck gefunden habe, dass ich weiß, dass er auch heimlich trinkt, obwohl er Therapeut und AA besucht ...

    Setze ihm Grenzen - und halte sie auch ein (auch wenn es schwer fällt)! Denn sonst rutscht Du mit ihm immer weiter in die Abhängigkeit - er in die Sucht und Du in die Co-Abhängigkeit.

    Vielleicht schaust Du auch mal in unsere Linksammlung. Da haben wir viele interesssante Links zu weiterführenden Themen eingestellt, auch zu Deinem Thema.

    Zunächst einmal wünsche ich Dir viel Kraft und uns einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Ich finde es sehr schade, dass für Dich jeder Tag nach wie vor so anstrengend ist. Es zehrt an den Kräften - hoffentlich zehrt es sie nicht irgendwann ganz auf ...

    Woran liegt das? nixweiss0

    Bei mir hat sich dieser tägliche "Kampf" nach ca. einem halben Jahr zur Normalität zurückentwickelt - es war irgendwann einfach kein Kampf mehr.
    Ich bin zwar weiterhin achtsam, passe also quasi auf, wo ich hintrete ... aber ein Kampf ist es für mich schon lange nicht mehr. Ich glaube, den hätte ich auch nicht über 10 Jahre durchgehalten.

    Was läuft also bei Dir "schief", dass Du noch immer kämpfen musst ???

    Gruß
    Greenfos

    Hallo, Luzi, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum! :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55, Alkoholiker und nun schon seit einigen Jahren trocken.

    Zunächst einmal ist es gut, dass ihr Euch räumlich getrennt habt - aber das wird so nicht reichen. Aus meiner Sicht kann ICH Dir nur sagen: Nimm Deine Tochter und geh mit ihr so weit weg von ihm wie es geht!

    aber er hat auch seine guten seiten denn er ist für mich da wenn es mir schlecht geht ,er ist derjenige der mich dazu gebracht einen schritt zumachen vor dem ich immer angst hatte nähmlich meinen onkel der mir sehr schlimme dinge angetan hat in der kindheit die stirn zubieten

    Das mag sein und ist ihm auch hoch anzurechnen. Das ist der Rettungsring, den er Dir mal zugeworfen hat.
    Aber momentan ist er die Titanic, die untergeht - und Dich mit nach unten reisst!

    Das Schlimme daran ist, dass Du das auch selbst siehst - denn sonst hättest Du Dich nicht von ihm räumlich getrennt (zwar nur halbherzig, aber immerhin)! Aber Du Du machst die Augen zu und sagst Dir immer wieder: Was ich nicht sehe, ist auch nicht da! Wie ein kleines Kind.

    Und das kann letzten Endes nicht gut gehen. Nicht für Dich, nicht für Dein Kind - nicht für ihn.
    DU bist nur für Dich und Dein Kind verantwortlich - NICHT FÜR IHN! Er ist für sich selbst verantwortlich!

    Gruß
    Greenfox

    Klemm Dir Deine Tochter unter den Arm und lauf!