Beiträge von Greenfox

    Als ich Deinen Bericht über das nur noch zu besonderen Anlässen trinken (mit der Korrektur des Heimlichtrinkens) gelesen habe musste ich lächeln. Eigentlich sind die nassen Alkoholiker sooo austauschbar.

    Eigentlich sollte es ja wehtun, aber ... Wenn ich meine eigene Geschichte mit der von anderen Betroffenen vergleiche - sowohl hier als auch von denen, die ich in meiner SHG oder bei meinen Krankenhausvorstellungen/Infoabenden in Entgiftungsstationen höre -, dann entdecke ich immer wieder Ähnlichkeiten, Parallelen. So zum Beispiel dieses "nur zu besonderen Anlässen" und gleichzeitig heimlich trinken. Wobei es mit der Zeit unheimlich heimlich wird - nur ich merkte nicht, das es fast jeder gemerkt hat ...
    Oder das Verstecken :o Ich habe, als ich schon ein paar Jahre trocken war, mal das Aufräumen unseres Kellers in Angriff genommen. Und vorsichtshalber meine Frau vorgewarnt ... Tatsächlich bin ich auf Verstecke von (leeren) Flaschen gestossen, die ich zwischenzeitlich vergessen hatte :-\

    Hallo, Patricia und HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Kurz zumir: Ich bin m, 55, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun etwas über 10 Jahre trocken.

    Also erstmal Glückwunsch, dass Du Dir eingestehst, ein (gewaltiges) Problem zu haben 44. Das verdrängen und verleugnen schon mal sehr Viele. Und sich dann auch noch einzugestehen, Hilfe zu benötigen RESPEKT.

    Und das meine ich nicht abwertend, ironisch oder sonstwie negativ, sondern vollkommen ehrlich! Denn aus eigener Erfahrung und auch aus meiner "Arbeit" in der Suchthilfe weiß ich, wie schwer diese Erkenntnis fällt. Und das auch noch zu Weihnachten.

    Mein Rat wäre, nach den Feiertagen zu Deinem Hausarzt zu gehen und diesem reinen Wein ;) einzuschenken. Und/oder zu einer Suchtberatung (die Gespräche dort sind anonym und kostenlos). Dort würde ich dann das weitere Vorgehen wegen einer Entgiftung - dem ersten (bzw. zweiten) Schritt - absprechen. Denn das, was Du damals bei Deiner Schwangerschaft gemacht hast - das abrupte Aufhören - nennt man "kalten Entzug" und kann kreuzgefährlich sein!

    Ansonsten empfehle ich Dir auch, Dich über unsere Linksammlung weitere Informationen einzuholen. Auch im Faden "Ich will mit dem Trinken aufhören. Was tun? Wer hilft mir?" findest Du ein paar Infos ...

    Und ich halte es für wichtig und richtig, wenn Du mit Deinem Mann sprichst - sag ihm das, was Du uns hier schon geschrieben hast: Das Du es nicht mehr steuern kannst, Hilfe brauchst UND WILLST!
    Solltest Du es nicht in Worte fassen können, dann sag ihm nur, dass Du ihm etwas zeigen möchtest - und zeig ihm Deinen Beitrag hier. Denn der spricht Bände ...

    Ich wünsche Dir jedenfalls ganz viel Kraft für den weiteren Weg! Wenn Du Fragen hast - stell sie! Raus damit!

    Du bist auf dem richtigen Weg - und wenn man stolpert, kann man wieder aufstehen. Nur wer liegenbleibt, hat verloren.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Bine, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Zunächst möchte ich mich erstmal kurz vorstellen: Ich bin m, 55, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun schon seit einigen Jahren trocken.

    Gut, dass Du Dir Gedanken über Deinen Konsum machst.

    Ich kann es auch zeitweise sein lassen mit dem Alkohol (ausschließlich Wein), aber ich will weg davon.
    ...
    Ich fürchte, dass ich ihn und alles was mir Lieb ist, verliere ...und dann komplett abzurutschen.
    Habe solche Angst davor - mehr vor dem Verlust, als vor dem Abrutschen!

    Vielleicht sollte ich konkrete Fragen an euch formulieren:
    Was kann ich tun um aufzuhören?

    Ich möchte hier mal nur auf zwei, drei Dinge eingehen:

    Denk nicht "Ich trinke ja nur Wein", denk "Ich trinke Alkohol". Denn in dem Thread "Ich will mit dem Trinken aufhören. Was tun? Wer hilft mir?" findest Du nicht nur Tipps zu Deiner Frage, sondern auch mal aufgezeigt, wie leicht man sich täuschen kann mit dem "NUR Wein" ...

    Ansonsten empfehle ich Dir auch unsere Linksammlung - hier findest Du viele weiterführende Links mit Tipps und Hinweisen. U.a. auf Suchtberatungsstellen.
    Denn das würde ich Dir empfehlen - Dich mit jemanden dort zu unterhalten. Ein direktes Gespräch kann manchmal hilfreicher sein als so ein Forum wie unseres - und dort ist es anonym (und kostenlos).

    Und "Verlust" und "Abrutschen" gehen oft Hand-in-Hand.
    Hast Du schon mal überlegt, mit Deinem Partner über Deine Gedanken/Überlegungen, die Du hier dargelegt hast, zu sprechen? Das würde ihm zeigen, welche Gefühle Du für ihn hegst (denn dass so ein Gespräch Überwindung kostet, sollte ihm hoffentlich klar sein) und dass Du etwas ändern möchtest. Und mit Unterstützung geht das natürlich leichter.

    Es gibt ein geflügeltes Wort: "Die Sucht bekämpfen kann nur der Süchtige allein - doch alleine schafft er es nicht."
    Und da liegt m.E. eine Menge Wahrheit drin - auch wenn es Menschen gibt, die es alleine geschafft haben. Die überwältigende Mehrheit der Leute, die ICH kenne, haben es nur MIT Unterstützung geschafft.

    Aber: Sie haben es geschafft! Also - nicht verzagen, wenn es nicht auf Anhieb klappen sollte.

    Ich wünsche Dir viel Kraft, ein friedvolles Weihnachtsfest und einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Ich möchte mich meinen Vorschreibern anschließen und Euch - äh - UNS allen möglichst stressfreie, zumindest stressarme und besinnliche Feiertage sowie einen guten, gesunden Rutsch in ein erfolgreiches Neues Jahr wünschen!

    Mögen sich Eure Wünsche und Pläne verwirklichen: sei es, den Schritt in die Abstinenz zu schaffen, sie zu stabilisieren, zu halten oder sei es, dass der Partner/die Partnerin dies schafft oder sei es, dass man die Trennung halbwegs problemlos über die Bühne bringt und nun wieder Ruhe ins Leben einkehrt ... oder etwas ganz anderes.

    Ich Wünsche Dir Zeit
    Verfasser unbekannt

    Ich wünsche Dir nicht alle möglichen Gaben,
    ich wünsche Dir nur, was die meisten nicht haben.
    Ich wünsche Dir Zeit, Dich zu freun und zu lachen,
    und wenn Du sie nützt, kannst du was draus machen

    Ich wünsche Dir Zeit für Dein Tun und Dein Denken,
    nicht nur für dich selbst, sondern auch zum Verschenken.
    Ich wünsche dir Zeit, nicht zum Hasten und Rennen,
    sondern die Zeit zum Zufriedensein können

    Ich wünsche Dir Zeit, nicht nur so zum Vertreiben.
    Ich wünsche, sie möge Dir übrig bleiben,
    als Zeit für das Staunen und Zeit für Vertraun
    anstatt nach der Zeit auf die Uhr zu schaun.

    Ich wünsche Dir Zeit, nach den Sternen zu greifen,
    und Zeit, um zu wachsen, das heißt um zu reifen.
    Ich wünsche Dir Zeit, neu zu hoffen, zu lieben,
    es hat keinen Sinn diese Zeit zu verschieben.

    Ich wünsche dir Zeit zu dir selber zu finden
    jeden Tag jede Stunde als Glück zu empfinden,
    ich wünsche Dir Zeit, auch um Schuld zu vergeben
    ich wünsche Dir:

    ZEIT HABEN ZU LEBEN

    Gruß
    Greenfox :snowmanDance:

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55, Berliner (also aus D :D ), Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun seit einigen Jahren trocken.

    Zunächst einmal Glückwunsch zu Deinem Entschluss, etwas in Deinem Leben ändern zu wollen.
    Und Dir dabei Hilfe zu suchen und diese auch anzunehmen ist dabei nicht die schlechteste Idee - im Gegenteil!

    Wenn Du hier mal die Geschichten der Betroffenen duchstöberst, sind es nicht allzuviele, die es alleine geschafft haben.

    Ich empfehle Dir auch unsere Linksammlung - hier findest Du viele nützliche, weiterführende Links. Auch für Dich in Österreich sollte etwas dabei sein.

    Und wenn Du Fragen hast - immer raus damit! Dafür sind wir da.

    Ich wünsche Dir viel Kraft, viel Erfolg und einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Das ist ein Problem, was MICH betrifft. Ich will ihn damit nicht belasten.

    Soso - Du meinst, es belastet ihn noch nicht?
    Natürlich bist Du für Dein Leben selbst verantwortlich - das ist richtig. Aber meinst Du nicht, dass Dein Tun nicht auch Aussenwirkungen hat, auf Deinen Partner und andere?

    Aus eigener Erfahrung kann ich Dir nur raten: Rede mit ihm! An dem Spruch "Geteiltes Leid ist halbes Leid" ist was dran. Und wenn Du wirklich etwas ändern willst (wovon ich jetzt mal ausgehe), dann funktioniert das MIT Hilfe wesentlich besser als im Alleingang. Kannste glauben :)

    Gruß
    Greenfox

    "Meine" SHG finde ich auch nicht starr. Bei uns ist es unwichtig, ob man Alpha-, Beta- oder sonstwas für ein Trinker ist - wir sind alles Alkoholiker und wollen trocken werden bzw. bleiben. Punkt!
    Völlig unwichtig, ob oder wo man sich bei Jellinek oder Professor Wichtig findet und ob man an ein "höheres Wesen" glaubt oder an das Spaghetti-Monster ...

    Tja, wie habe ich konsumiert? Zunächst, um mich nach Stress "runterzuholen" und/oder zu belohnen. Aber auch in Gesellschaft kräftig zugelangt. Und dann, um schlimme Erlebnisse wegzudrücken. Und irgendwann, weil es Montag, Dienstag, Mittwoch ... war.
    Meine Geschichte kannst Du bei Interesse ja hier nachlesen.

    Hallo, Peter, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich bin m, 55, und ebenfalls seit 5/2008 trockener Alkoholiker.
    Im Jellinek-Modell habe ich mich nicht wirklich wiedergefunden, denn es gibt m.E. jede Menge Zwischentöne. Ich habe jedenfalls gesoffen. Der Alkohol hat mich und mein Leben bestimmt. Zu viel und zu lange.
    Jetzt bin ich wieder mein eigener Herr :D

    Ich wünsche Dir und uns einen guten Austausch!
    Viel spaß beim Stöbern und Lesen!

    Gruß
    Greenfox

    Während solcher Momente erscheint mir immer alles ganz richtig. Am nächsten Tag check ich erstmal Handy und Facebook.

    Dazu empfehle ich Dir den Faden Die exzellenten Vorzüge der Abstinenz!

    Ein daraus für mich immer wieder passendes und zutreffendes Zitat:


    Für mich ganz wichtig, sich am anderen Tag an alles erinnern können, was am Abend vorher gewesen ist.
    ...
    Ganz schlimm fand ich es auch, ... am anderen Tag nicht mehr zu wissen, worüber wir gesprochen haben. Dieses Schamgefühl und diese Unsicherheit nicht mehr zu haben, ist für mich einer der ganz großen Gewinne.

    Hallo, Mia und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55, Alkoholiker und seit einiger Zeit trocken.

    ... mich mit etwas auseinander zu setzen, das es in meiner Vorstellung eigentlich nicht gab.

    Das kenne ich nur zu gut, dieses Gefühl "Das betrifft MICH doch nicht! ICH hab alles im Griff!"
    Aber - dem war nicht so. Und da Du hier schreibst, siehst Du auch die (An)Zeichen ... auch wenn Du sie vielleicht noch nicht wirklich wahr haben willst.
    Stimmt - 2-3 Flaschen pro Woche hört sich nicht viel an. Ist aber knapp eine halbe Flasche jeden Tag ???

    Jedenfalls hast Du den ersten Schritt getan, indem Du Dich kritisch mit Deinem Konsum auseinandersetzt.
    Vielleicht gehst Du mal zu einer Suchtberatung und lässt Dich dort (anonym und kostenlos) beraten. Oder liest Dir hier unsere Geschichten durch - und stellst Deine Fragen.
    Außerdem empfehle ich Dir auch unsere Linksammlung - dort findest Du noch viele weiterführende und interessante Links.

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir für die weiteren Schritte - egal in welche Richtung - viel Kraft!

    Gruß
    Greenfox

    Und deshalb sind für uns Betroffene, wenn wir denn aussteigen wollen, Selbsthilfegruppen so wichtig - weil nur ein Betroffener "diesen Unsinn" verstehen kann.
    Oder besser: "nachvollziehen" ;)

    Ich muss hinzufügen: "... wenn wir denn aussteigen wollen und über unsere Probleme reden wollen ..." - denn es gibt hier ja auch Einige, die es alleine geschafft haben und nichts/wenig von SHG halten (was ich akzeptiere/n muss).

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier in diesem unserem Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55, Alkoholiker, seit etwas über 10 Jahren trocken ...

    ... und stehe gerade auf dem Schlauch: Was heisst "FB"?? Fortbildung?

    Der AKüFi hat wieder zugeschlagen nixweiss0

    Trotzdem: Ich wünsche Dir hier einen guten Austausch :D

    Gruß
    Greenfox