Beiträge von Greenfox

    Hallo, schlaflos!

    Auch von mir ein ganz herzliches WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Auch ich bin Alkoholiker. Und auch wenn ich, wie Gerchla, nun schon einige Jahre trocken bin, kann ich mich noch gut an diese erste Zeit erinnern :o
    Ich finde es gut, dass Du für Dich erkannt hast, dass es (allerhöchste) Zeit ist, etwas zu ändern und Dich "auf den Weg" gemacht hast 44.

    Ja, leider braucht es manchmal einen ziemlich großen Knall, damit wir wach werden :-[ Wir sprechen davon, dass jeder Betroffene erst seinen persönlichen Tiefpunkt erleben muss, um selbst zu der Einsicht zu gelangen, dass er Hilfe braucht und sie annehmen muss. Denn Hilfe ist da - und wurde meist schon vorher angeboten. Aber zumindest ich habe diese Hilfsangebote zumeist als persönliche Angriffe auf mich betrachtet. Denn man wollte mir ja "meinen Liebling" wegnehmen ...

    Gut, dass Du bei Deiner Hausärztin warst - ich hoffe, sie beobachtet Dich regelmäßig? Denn so ein kalter Entzug KANN nicht ungefährlich sein.

    Ansonsten empfehle ich, auch mal in unsere Linksammlung reinzuschauen - da findest Du viele nützliche Hinweise und Links, die Dir u.a. auch bei der Suche nach einer Suchtberatungsstelle oder (noch besser/wichtiger) nach SHG in Deiner/Eurer Nähe helfen können.

    Ansonsten wünsche ich Dir viel Kraft und Erfolg! Und wenn Du Fragen hast - immer raus damit!

    Gruß
    Greenfox

    ich will einfach mich nochmal wohlfühlen wenn ich mal feiern geh oder an Silvester oder einfach mal das Wochenende abklingen lassen will 3 vier Bier trinken und nicht damit jetzt Leben muessen nie mehr den auch nur anzugucken wie dumm und ignorant waere das denn obwohl .Ich Leute die das nicht im Griff haben verstehe aber die die es nicht lassen können sind es selber schuld

    Sorry, wenn ich dieses Ohne-Punkt-und-Komma-Gestammel vielleicht falsch interpretiere - aber Du willst einfach nur weitertrinken, ohne bei einer Pause gleich Entzugserscheinungen zu bekommen - alles andere wäre in Deinen Augen dumm und ignorant.
    Habe ich das richtig interpretiert? >:(

    Ich bitte um Entschuldigung - eigentlich wollte ich mich hier nicht zu Wort melden, aber mir kommt dieses Gestammel vor, als wenn jemand in der Kneipe vor mir steht und mir mit voller Absicht ins Gesicht rülpst :wall:
    In meinen Augen bist Du zwar Betroffener - aber nicht in den Deinen, Angehöriger bist Du nicht und interessiert schon gleich gar nicht ...

    nixweiss0

    Habe echt überlegt, ob ich diesen Post absende. Aber immer nur political correctness ... dann redet ja keiner mehr Klartext. Und dies ist meine Meinung: Wir Betroffenen hier im Forum - und auch die Angehörigen - haben es nicht verdient, so verhohnepiepelt zu werden. Wie gesagt - meine Meinung.

    An Heiligabend und Silvester habe ich jedoch Wein getrunken - in Maßen (in Gesellschaft hatte ich ja aber nie wirklich ein Problem). In den Momenten hat es mir nichts gemacht

    Ist doch alles gar nicht so schlimm - Du hast ja nur in Maßen und nicht in Massen getrunken. Und ausgemacht hat es Dir in den Momenten auch nichts - warum machst Du Dir also Sorgen? Ist doch alles ganz easy. Na, und dass Du bestimmt erst Ostern einen Termin bei dem Therapeuten einen Termin bekommst, tja, kann man halt nix machen.
    Dann kannst Du ja beim nächsten schönen Abend mit der Familie wieder ein Glas Wein geniessen ... oder zwei. Und wenn keine Familie da ist - Du bist doch auch Familie, oder?

    Ironie-Modus aus!

    Du fragst, ob Deine Hintertür offen sein könnte?? Du stehst auf freiem Feld! Und betrügst Dich selbst von Hacke bis Nacke! Du solltest Dir vielleicht nochmal einige von unseren Geschichten hier durchlesen - dann würde Dir vielleicht einiges von dem Selbstbetrug, den Du da beschrieben hast, bekannt vorkommen ...

    Wach auf - und geh zu einer Selbsthilfegruppe und/oder Suchtberatung!

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich bin Alkoholiker und nun schon über 10 Jahre trocken. Und ich habe mich damals schwer getan, es mir einzugestehen - denn schließlich sind "Alkoholiker" ja die Penner vor den Supermärkten/Bahnhöfen, die da alles vollmüllen, vollpissen und die Leute anpöbeln. Ergo kann ICH ja keiner sein, denn ich habe ein zu Hause, eine Familie, gehe arbeiten ...

    Es gibt ja im Netz so Tests (die hab ich früher öfter gemacht...), und wenn du magst, kannst du ja mal einen machen, zum Beispiel von Kenn-dein-Limit, und die Fragen ehrlich beantworten. Vielleicht hilft dir das Ergebnis, noch klarer zu sehen, wo du stehst, so zwischen riskantem Konsum und Abhängigkeit.

    Das ist ein sehr guter Tipp. Aber den entscheidenden Passus überliest man leicht: "und die Fragen ehrlich beantworten". EHRLICH! Und zwar ehrlich DIR selbst gegenüber - den niemand sonst wird das Ergebnis dieses Testes bzw. dieser Tests zu sehen bekommen. Und doch habe ICH (und wie ich mittlerweile weiss, auch viele andere) diese Tests gemacht und für Humbug befunden - denn egal, wie sehr wir "beschissen" und unseren Konsum nach unten "korrigiert" haben, immer wieder kam als Ergebnis mindestens "gefährdet" heraus ...
    Es hat damals eine Weile gedauert, bis ich erkannte, dass ich tatsächlich Alkoholiker bin, Hilfe brauche und auch annehmen muss. Ich musste erst wieder ehrlich zu mir selbst werden - und mir eingestehen, dass ich eben nicht nur "mein Feierabendbierchen" trinke - sondern mindestens 10-12 mit Kompott :o
    Und DANN konnte ich dieses "Problem angehen. Hat zwar nicht auf Anhieb geklappt - aber es hat geklappt.

    In diesem Sinne wünsche ich Dir ein erfolgreiches Neues Jahr!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Sylvia, und auch Dir ein gesundes Neues Jahr!

    Als selbst Betroffener stellen sich bei mir die Nackenhaare beim Lesen Deines letzten Posts als Alarmzeichen auf!

    Du hast recht: Dein Mann bemüht sich - ich kenne das noch von mir damals. Und wer das nicht durchgemacht hat, weiß nicht, was für ein harter Kampf das ist und wie beschissen es Deinem Mann (höchstwahrscheinlich - ich stecke ja nicht in ihm drin und vermute nur) geht! Denn einerseits sagt ihm die Sucht ständig: "Ach, komm - ein Bierchen geht schon, was soll sie schon dagegen haben!?" Und andererseits will er Dich nicht enttäuschen.
    Aber solange das Ganze totgeschwiegen wird und nichts für seine Seele getan wird, für sein Selbstbewusstsein, kann es jederzeit zum "Vulkanausbruch" kommen.

    Er glaubt, er schafft es allein - das haben wir (Betroffenen) alle mehr oder weniger eine Zeit lang geglaubt - bis wir gemerkt haben, dass es nicht funktioniert und wir Hilfe brauchen, annehmen müssen.
    Und Du belässt ihn in diesem Glauben und lässt ihn allein:

    Im Moment kommt das Thema gar nicht zur Sprache, ich denke er glaubt immer noch, das er es alleine schaffen kann. Schau mer mal.

    Du darfst ihm ruhig sagen, dass Du seine Bemühungen bemerkst - und gutheisst. Ihn ein wenig loben - und damit stärken. Ist natürlich keine Garantie, aber ...
    Oder Du lässt es, wartest ab, bis der Druck bei ihm zu groß wird und sagst dann "Ich hab's doch gewusst!" ...

    Klingt vielleicht ein wenig hart. Aber nicht nur gegenüber Betroffenen gegenüber sollte man Klartext reden.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Na, das nenne ich mal einen guten Start ins Neue Jahr 44.

    Nachdem Du hier schon einige gute Tipps (z.Bsp. alkoholfreie Wohnung, Gespräche mit der Familie) bekommen hast, möchte ich Dir auch noch zwei unserer Seiten ans Herz legen, wo Du ebenfalls noch viele weitere und wertvolle Hinweise findest: dies sind zum Einen "Ich will mit dem Trinken aufhören. Was tun? Wer hilft mir?" und zum Anderen unsere Linksammlung.

    Gerade in der Linksammlung findest Du Hinweise auf die nächste Suchtberatung und/oder Selbsthilfegruppe, die gerade für Neuausteiger wie Dich ganz wichtige Ansprechpartner sind/sein können - nach dem Hausarzt. Denn bei aller Nützlichkeit und Informativität des Internets ersetzt doch nichts das Gespräch mit einem echten Menschen - finde ich.

    Und uns hast Du nebenbei ja auch noch. Also: Wenn Du Fragen hast - raus damit!

    Ansonsten findest Du gerade hier im Vorstellungsbereich viele verschiedenste Geschichten von Betroffenen (Manchmal auch aus der Sicht der Angehörigen erzählt). Wie gesagt: verschiedenste Geschichten. Und doch ähnlich ...

    Ich wünsche Dir jedenfalls einen guten Start ins Neue Jahr/Leben!

    Gruß
    Greenfox

    So gesehen würde unsere Abstinenz zwangsläufig auch unseren Ausschluss vom gemeinsamen Genuss bzw. von all dem Symbolismus bedeuten, der diesem zugedichtet wird.

    Das würde voraussetzen, dass Ihr Euch lediglich zu Wein-/Whisky- o.ä Verkostungen bzw. Gruppenbesäufnissen treffen würdet. Meine Erfahrung nach über 10jähriger Abstinenz aber ist, dass NIEMAND ausgeschlossen wurde - weder ich als trockener Alkoholiker noch der/die Genusstrinker. Ich habe mich nur bei dem Besuch von Treffen zunächst aus Eigenschutzgründen zurückgehalten und dies auch so kommuniziert.
    Nur Anderen, die wie ich ein problematisches Alkoholkonsumverhalten hatten und noch haben, wurden ... sagen wir mal, "beäugt" und sind dann nach einer Weile "aus freiem Entschluss" nicht mehr gekommen. Aber woran das wohl lag nixweiss0 ;)

    Ich weiß nicht, ob das eine gute Idee ist. Aber schaden kann es doch auch nicht, oder?

    ICH halte es für eine gute Idee. Ich würde Dir aber vorschlagen (falls Du nicht selbst auf die Idee gekommen bist), eine Kopie des Briefes zu behalten. Einfach, um später entweder einen Nachweis zu haben oder um ihm (oder auch den Kindern) mal zu zeigen, was mal war und wie es sich entwickelt hat ...

    Ich wünsche auch Dir und Deinen Kindern einen guten Rutsch in ein gutes Neues Jahr - und einen erfolgreichen Neuanfang!

    Gruß
    Greenfox

    Erstmal 44. dafür, dass Du es durchziehst.
    Zu Deinem Entzug möchte ich Dir aber nur dringend raten - da Du ihn ja "kalt" und ohne ärztliche Begleitung machst -, viel (alkoholfreies ;) ) zu trinken und möglichst nicht alleine zu bleiben. Zumindest sollte jemand regelmäßig nach Dir schauen, denn so ein Krampfanfall kommt, wenn, dann völlig ohne jede Vorwarnung!
    Wie gesagt: Soetwas KANN passieren, muss aber nicht, Das Tückische dabei ist, dass es nicht vorhersehbar ist, wen es wann betrifft. Es ist also nur ein gut gemeinter Rat.

    Ansonsten wünsche ich Dir (und natürlich allen Anderen auch) einen guten und gesunden Rutsch ins Neue Jahr!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Peter!

    Dieser Nickname zeugt von äußerst wenig Respekt: ich gehe jetzt mal aus, Dir selbst gegenüber. Hast Du schon mal etwas von "selbsterfüllenden Prophezeihungen" gehört? Wenn Du Dich selbst selbst schon als ein Stück Scheiße siehst - wie willst Du Dich dann aus dieser erheben?
    Abgesehen davon, dass ich nicht gerne mit solcher kommuniziere ...

    Aber mal kurz zu mir: Ich bin 55, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun schon seit einigen Jahren trocken.

    Was mir allerdings schwer fällt, ohne alkohol überhaupt noch lebensfreude zu haben. Dann ist alles einfach nur Grau und ich habe keine Motivation überhaupt irgendwas zu tun.

    Aus eigener Erfahrung kann ich Dir sagen: Andersherum wird ein Schuh draus! MIT dem Alkohol war alles nur ein Einerlei und ich habe alles nur wie in Watte gepackt mitbekommen. Jetzt bin ich frei und kann mein Leben selbst bestimmen - nicht der Leben bestimmt mein Alkohol.
    Abgesehen davon sagte mal ein (wie ich finde) kluger Mensch in den Tiefen des Internets:

    "Alkohol und Drogen sind etwas für Weicheier - nur die Harten ziehen sich die Realität rein!"

    Egal, lies Dich ein, informier Dich - wenn Du Fragen hast, frag!

    Ich habe nur eine ganz persönliche Bitte: ändere bitte Deinen Nickname - denn mit Fäkalien kommuniziere ICH nicht gerne!

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir ein ganz herzliches WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun seit einigen Jahren trocken.

    Du schreibst:

    Mir fehlt der Mut mit einem Arzt oder Selbsthilfegruppe zu sprechen.

    Abgesehen davon, dass Gerchla da schon einiges zu schrieb, fielen mir sofort die Worte eines anderen Forum-"Neulings" ein:

    Auch habe ich mich erst gewehrt in eine Selbsthilfegruppe zu gehen. Bin dann mal hin um danach zu berichten das so eine Gruppe einfach nichts für mich ist...Tja was soll ich sagen bei dem einen mal ist es nicht gebliebenen. „Meine Gruppe“ ist mittlerweile für mich so wichtig geworden das ich mich jedesmal darauf freue.

    Ich hätte niemals gedacht das gerade auch Frauen Probleme mit Alkohol haben.
    Egal welches Alter, Herkunft oder sozialer Schicht.

    Egal. Schau doch auch mal in unsere Linksammlung oder in den Thread "Ich will mit dem Trinken aufhören. Was tun? Wer hilft mir?" Da findest Du eine Menge nützlicher Informationen, wo Du Dich durchlesen kannst ...

    ... und wenn Du Fragen hast - raus damit! Einfach fragen!

    Jede große Reise fängt mit einem ersten Schritt an - und Du hast Deinen ersten Schritt mit Deinem Outing, Deiner Anmeldung hier getan. Du allein bestimmst, wohin die Reise geht - vorwärts oder zurück.

    Auf jeden Fall wünsche ich Dir viel Kraft und Erfolg!

    Gruß
    Greenfox


    ...wir konnten friedlich streiten. Hört sich vielleicht komisch an, war aber so.
    Ich fühlte mich stark und ernst genommen. Ohne Schuldgefühle und schlechtes Gewissen.
    Könnt ihr verstehen wie ich das meine?

    Ja ... früher kam oft ein "Ach, Du bist ja besoffen!" und dann waren Deine Argumente, egal ob und wie stichhaltig sie waren, vom Tisch und die Diskussion beendet.
    Und dieses Totschlags-Argument gibt es jetzt nicht mehr - man ist nicht mehr angreifbar. Und das ist wunderbar.

    Vor allem: Man kann sich am nächsten Tag noch an die KOMPLETTE Diskussion erinnern - nicht nur an Bruchstücke ;) ;D


    Du solltest Dir darüber im Klaren sein, dass Du NUR für Dich zum Trinken aufhören möchtest. Mach es für DICH und für sonst niemanden. Du musst für Dich die wichtigste Person in Deinem Leben sein. Und was sich jetzt so egoistisch anhört ist eigentlich genau das Gegenteil.

    Zu diesem Gedanken nur eine kleine Ergänzung meinerseits:

    Wenn Du mit dem Trinken nicht für Dich, sondern für jemand anderen aufhörst (egal, ob das nun der Partner/die Partnerin oder der Arbeitgeber ist) - was wäre, wenn er/sie sich dann doch in jemand anderen verliebt oder die Firma auch ohne Deine Mitarbeit Pleite geht (soll's ja geben)?? Was dann? Wären das echte Gründe, wieder zu saufen und wieder in das Loch zu stürzen?

    Hast Du aber nur für Dich aufgehört, dann bleibst Du auch bei solchen "Katastrophen" trocken, meisterst sie und lebst weiter.
    Ich war 6 Jahre trocken, als meine Frau sich von mir trennte - und eine Welt für mich zusammenbrach. Aber ich habe keinen Tropfen angerührt und mich nicht zugesoffen.
    Es war für mich nicht mal eine Option - weil ICH nicht wieder zurück in die Hölle Sucht wollte bzw. will!

    War nur so ein zusätzliche Gedanke, der mir beim Lesen durch den Kopf ging ...

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Nicole!

    Leider kann ich mich Gerchla nur vollinhaltlich anschließen ;(

    Versuch doch mal (ich weiß, es ist illusorisch) Deine Texte völlig unvoreingenommen zu lesen und sowohl SEINE Beteuerungen ("Ich höre auf! Am 27.12. rufe ich an." etc) als auch DEINE [An]Drohungen ("Ich werde Dich verlassen und nehme das Kind mit!", "Ich schmeisse Dich raus!") einzuordnen. Es sind bis jetzt BEIDES nur LEERES Gerede!

    Wenn Du wirklich etwas ändern willst - und ich glaube, es wird Zeit -, dann mach Nägel mit Köpfen und zieh Deine Ankündigungen durch! Zum Wohle Deines Kindes als auch zu dem Deinigen - damit Ihr endlich mal zur Ruhe kommt! Geh zum Familiengericht bzw. zu einem Anwalt und setz ihn per Einstweiliger Verfügung vor die Tür (schließlich hast Du für das Kind zu sorgen: also kann ER sehen, wo er unterkommt - das Kindeswohl geht vor!).

    Ich glaube auch nicht, dass Du Dir einen Magen-Darm-Virus/Infekt/Irgendwas eingefangen hast. Höchstwahrscheinlich war es einfach "nur" Stress.

    Oder Du regst Dich ab und sagst Dir: "So schlimm ist das alles nicht - die 20-30 Jahre halte ich auch noch aus!"
    Aber dann jammere nicht weiter rum.
    Sorry - ist vielleicht etwas drastisch ausgedrückt. Aber wie lange willst Du noch warten? nixweiss0

    Hey - und mit Gerchla und mir schreiben Dir welche, die das Ganze live auf der anderen Seite erlebt haben ... wir kennen also die "dunkle Seite der Macht" ...

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Sanny, auch von mir ein ganz herzliches WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich bin m, 55, Alkoholiker und nun schon einige Jahre trocken.

    Da ich ein großer Verfechter von SHG bin, musste ich über Deine Schilderung

    Am Anfang ist es mir sehr schwer gefallen mich mit anderen über meine Sucht auszutauschen.
    Auch habe ich mich erst gewehrt in eine Selbsthilfegruppe zu gehen. Bin dann mal hin um danach zu berichten das so eine Gruppe einfach nichts für mich ist...Tja was soll ich sagen bei dem einen mal ist es nicht gebliebenen. „Meine Gruppe“ ist mittlerweile für mich so wichtig geworden das ich mich jedesmal darauf freue.

    schmunzeln. Abgesehen davon, dass Du anscheinend das Glück hattest, gleich und sofort "die richtige" Gruppe erwischt zu haben - es ist schon erleichternd, festzustellen, nicht alleine mit seinen Problemen zu sein, oder?!? Und sich seine Probleme auch mal von der Seele sprechen zu können ...

    Ich wünsche Dir jedenfalls einen guten Austausch hier bei uns!

    Gruß
    Greenfox

    Mein Partner und meine Familie sind mit dem Thema wohl nicht so vertraut. Ich teile mich Ihnen schon mit, aber das mit dem kalten Entzug und den Entzugserscheinungen bis zum Schock wussten sie bisher nichts.

    Woher sollten sie sich auch mit dieser Materie auskennen? Ich habe mich auch erst mit meinem Ausstieg damit beschäftigt.
    Und meine Kenntnisse über Krebs, Multiple Skleros o.ä. befinden sich momentan auf dem Stand "Hörensagen" - bis es mich oder jemanden in meiner Umgebung betrifft ... DANN beschäftige ich mich intensiver damit.

    Es ist also kein böser Wille, dass die Menschen sich nicht so gut damit auskennen wie wir "Profis". Schon alleine deswegen ist es gut, mit ihnen zu sprechen. Und so ganz nebenbei führst Du selbst die Thematik auch noch mal vor Augen ;)

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Anni_mei, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55, Alkoholiker und nun seit etwas über 10 Jahren trocken.

    Und auch wenn Du es nicht wahr haben willst:

    Natürlich bekam ich nur das zu hören was ich schon wusste ,,nur wenn der Süchtige es selbst will kann ihm geholfen werden“, doch mit dieser Antwort kann ich mich nicht zufrieden geben.

    dies entspricht den Tatsachen! Davor kannst Du noch so sehr Deine Augen und Ohren verschliessen!
    Ich kenne Betroffene, die wurden u.a. gerichtlich zu einer Entziehungskur verdonnert - okay, haben sie durchgezogen. Aber nur, um nach Abschluß sofort ersteinmal wieder etwas trinken zu gehen.
    Es funktioniert einfach nicht mit Zwang von außen! Nur der eigene Wunsch lässt den Betroffenen Hilfe annehmen.
    Vorher habe ich z.Bsp. alle Angebote als ANGRIFF auf mich angesehen.

    Die beste Hilfe besteht darin, NICHT zu helfen!

    Du lässt Dich von Deiner Mutter sehenden Auges mit in den Abgrund ziehen! Du bist nicht für ihr Leben verantwortlich, nur für Deines!

    Vermutlich sind dies alles Dinge, die Du schon oft gehört hast und die Du einfach nicht hören WILLST. Aber vielleicht solltest Du mal darüber nachdenken, WARUM Dir jeder das Gleiche sagt?
    Vielleicht, weil es stimmt?

    Auf jeden Fall sagt es niemand, weil er DIR schaden will - wir kennen Dich ja nicht. Aber wir haben so unsere Erfahrungen ...

    Gruß
    Greenfox

    44.

    Auch wenn ich mich bezüglich des Enzugs Dietmar anschließen muss - gut gemacht.
    Wenn Dein Stiefvater Dir von einer ambulanten Therapie abrät, musst Du ja zumindest mit ihm über Dein Problem gesprochen haben. Sehr gut! Hast Du auch mit Deinem Partner gesprochen?
    Du schreibst, Du willst ihm zeigen, wie ernst es Dir ist. Aber wenn er nicht weiss, was Du gerade warum machst, würde das ja verpuffen. Und außerdem kannst Du jede Unterstützung kriegen, die Du bekommen kannst. Auch sollte er wissen, was mit Dir ist, wenn Dein Entzug kippt - sowohl in die eine wie auch die andere Richtung.

    Ich möchte Dir nur kurz erzählen, wie ich meine Zeit bis zu meiner letzten Entgiftung/Therapie überstanden habe: Ich hatte einen Termin vereinbart, der aber noch ein paar Wochen (4 Wochen) hin lag. Um nicht in einen kalten Entzug zu steigen, habe ich mit meiner Frau vereinbart, dass ich pro Tag eine gewisse Menge (3 Liter Bier) trinken "darf". Das war zwar weit unter meiner sonst gewohnten Dosis, half mir aber, nicht zu stark in den Entzug zu geraten und so die Zeit bis zum Termin zu überstehen.
    Auch Ärzte raten ihren Patienten, bis zum Termin der Aufnahme weiterzutrinken, eben um nicht in den kalten Entzug zu geraten. Denn dieser KANN tödlich verlaufen. Und so ein Krampfanfall kommt so schnell und plötzlich - ohne jedes Anzeichen, ohne jede Vorwarnung. Ein Gruppenfreund von mir kann davon berichten :o und er hat Glück gehabt, dass gerade jemand zur Stelle war.
    Das soll keine Angstmacherei sei - um Himmels Willen. Aber bestimmt kennst Du das Lied von Klaus Lage "1000 Mal berührt ..."

    Darum mein Rat (bzw. meine Nachfrage), ob Du auch mit Deinem Partner gesprochen hast.

    Und ich drück Dir ganz fest die Daumen, dass es (schnell) mit der LZT klappt!

    Gruß
    Greenfox