Beiträge von Greenfox

    Hallo, Phobie, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55, Alkoholiker und nun schon seit einigen Jahren trocken.

    Und als Alkoholiker habe ich eine sehr schlechte Nachricht für Dich: Das, was Dein Freund Dir da erzählt von wegen seinen Bemühungen um einen Platz in einer Klinik oder dass er mit dem Trinken aufhören will oder ... das sind Ammenmärchen, um Dich zu "beruhigen" vielmehr ruhig zu stellen, damit Du ihm nicht weiter "auf den Sack gehst" und er in Ruhe weiter trinken kann.

    Zudem kommt, das er mir gleichermaßen aber gesagt hat, das er sich für nix und niemanden ändern wird und er nur probieren will, weniger zu trinken aber es keinesfalls ganz bleiben lassen will.

    Er ist in der Sucht gefangen und noch lange nicht an dem Punkt angelangt, wo er selbst wirklich da raus will. Und nur dann könntest Du ihn unterstützen.
    Momentan kannst Du Dich nur um Dich und Dein Wohl kümmern. Und dazu gehört: Lass ihn alleine, lass ihn fallen - auch wenn es sich hart anhört.
    Aber er reisst Dich mit in seinen Abgrund!

    Schau mal hier in unsere Linksammlung, lies Dir die hier die Berichte der anderen Angehörigen, aber auch Betroffenen durch, geh zu einer Suchtberatung - Du wirst überall dasselbe erfahren:

    DU kannst Deinem Freund nicht helfen - nur Dir selber!

    Gruß
    Greenfox

    bin deswegen auch schon 2 Wochen nicht bei Eltern gewesen, da es dort immer Alk gibt und ich mich dieser Versuchung noch nicht stellen möchte. Denke bin da noch nicht soweit...

    Sehr gute Vorsichtsmaßnahme 44.

    Unterm Strich, scheine ich einer der Glückspilze zu sein, die mit nem kalten Entzug soweit sehr gut klarkommen...

    Ich wünsche Dir sehr, dass es bei diesem einen Versuch bleibt. Sollte es aber zu einem Rückfall/Rückschlag kommen, lass Dich nicht entmutigen - aber geh dann bitte nicht davon aus, dass es mit einem kalten Entzug wieder so harmlos verläuft.
    Wie gesagt: diese Warnung ist nur rein prophylaktisch!


    Gruß
    Greenfox

    Herzlich Willkommen hier im Forum :welcome: Und Glückwunsch zu Deinem zweiten 1. Geburtstag ;)

    Ich bin m, 55, Alkoholiker, nach mehreren Anläufen nun seit einigen Jahren trocken und auch schon ein paar Jährchen in der Suchtselbsthilfe aktiv.

    Ich freue mich, mehr von Dir zu lesen und wünsche uns einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Zunächst einmal HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun schon einige Jahre trocken. Außerdem bin ich auch schon einige Jahre in der Suchtselbsthilfe aktiv, d.h., ich habe bis vor Kurzem etliche Jahre eine SHG geleitet/moderiert und gehe in Entgiftungsstationen und mache dort Info-Abende/Veranstaltungen ...

    Tja. Bevor jetzt die Ratschläge kommen - geht zu einer Suchtberatung, geht zu den AA....usw
    ...
    Was meint ihr?

    Zumindest Du scheinst Dich ja schon mit dem Thema auseinandergesetzt zu haben. Dann frage ich mich, welche Antwort Du jetzt erwartest??

    Außer der einen, einzig möglichen: Du kannst Dich nur um Dich selbst und Dein Wohl kümmern! Sowohl Dein Vater als auch Deine Mutter und Dein Bruder müssen sich um sich selbst und ihr eigenes Leben kümmern!
    Deine Mutter will keine Hilfe, wie Du schreibst ... Und Dein Bruder muss sich selbst bewegen.

    :sorry: wenn es hart klingt - aber etwas Anderes wirst Du nicht tun können.

    :tml: dass ICH Dir keine andere Antwort geben kann. Zumindest weiß ich keine andere.

    Gruß
    Greenfox

    Erst mal finde ich es sehr schön, dass man hier in diesem Forum überhaupt über dieses Thema reden darf und dass es keinen Maulkorb gibt oder man mit Verachtung gestraft wird, wenn dieses böse KT erwähnt. Das ist wirklcih sehr schön.

    Es bringt doch auch nichts, den Sand in den Kopf zu stecken und das Thema zu ignorieren.


    Also, folglich sollte auch ein bereits trockener Alkoholiker nicht mal ansatzweise einen Gedanken daran verschwenden, dass KT für ihn vielleicht doch eine Alternative wäre.

    ABER, darum geht es ja gar nicht. So glaube ich jedenfalls. KT richtet sich meiner Meinung nach an all jene, die noch nicht zur Erkenntnis gekommen sind, dass sie süchtig sind, dass sie bereits "echte" Alkoholiker sind. Es richtet sich an jene, die bei sich ein Problem feststellen, die in jedem Fall bereits Alkoholmissbrauch betreiben, die auch etwas ändern möchten, sich aber bei bestem Willen nicht vorstellen können, für immer auf Alkohol zu verzichten. Was unbestritten die beste aller Lösungen wäre.

    Yepp. Und TROTZDEM halte ich davon absolut nix.

    Nicht nur auf Grund meiner eigenen Erfahrungen. ...

    Aber wenn ich das jetzt ausführe, zerschiesst das Walters Thread ...


    deine Beschreibung trifft auf mich in einigen Punkten zu 100%.
    zB "nüchtern ist es ja ganz nett, aber halt trotzdem nicht das "wahre Leben"." trifft für mich so vollkommen zu was meine momentane Gefühlslage ist.

    "Alkohol und Drogen sind etwas für Weicheier - nur die Harten ziehen sich die Realität rein!"

    hat irgendein (wie ich finde) kluger Mensch in den Tiefen des Internets mal geschrieben.


    Zu Dir möchte ich im übertragenen Sinne sagen: Erst wenn Du akzeptierst, dass die Alkoholsucht Deines Mannes stärker ist als Du, dass Du vor seiner Sucht kapitulieren musst, dass Du Dir absolut im Klaren sein musst, dass Du keine Kontrolle über seine Sucht hast und niemals haben wirst, dann hast Du eine Chance wieder in Dein eigenes Leben zurück zu finden. Und dann kannst und wirst Du die richtigen Entscheidungen für Dich treffen können.

    Gerchla hat mal wieder den Nagel auf den Kopf getroffen.

    Erst wenn Du genug von "Knüppel-uff-den-Kopp" hast, holst Du Dir "Balsam-für-die-Seele" ...

    Auch von mir ein herzliches WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Als Alkoholiker, der nach mehreren Anläufen nun schon seit einigen Jahren trocken ist, kann ich es nur begrüßen, wenn Du Dir frühzeitig Gedanken um Deinen Alkoholkonsum machst.

    Da ich von dem von Dietmar vorgeschlagenen "Kontrollierten Trinken" auf Grund meiner eigenen Erfahrungen absolut nichts halte ( :sorry: ), kann ich Dir echt nur raten, mal 3-4 Monate keinen Alkohol zu trinken - und es auch "durchzuziehen", auch wenn es Dir anfangs schwerfallen sollte. Solltest Du die Zeit nicht durchstehen - dann solltest Du dringend Maßnahmen ergreifen.
    Unabhängig davon kannst Du diese auch jetzt schon ergreifen: zur Suchtberatung gehen, eine SHG besuchen und Dich mit den Menschen dort austauschen (ist etwas direkter als in einem Internetforum, auch wenn es unseres ist ;) ), in unserer Linksammlung stöbern, ...

    ... und Dich hier austauschen.

    Gruß
    Greenfox

    Ist schon eine Weile her - aber ja klar.
    Als es mir (im Traum) klar wurde, was ich da gerade veranstalte, bin ich im Bett hochgeschossen ... und brauchte erst mal eine Weile, um festzustellen, dass es zum Glück nur ein Traum war schwitz. Meine Frau war dann übrigens auch wach - mein Schreckensruf war wohl doch nicht nur im Traum ;D

    Es gibt eigentlich keinen Grund, ihn nicht zu verlassen. Wir haben ein Haus zusammen, aber das kann man alles regeln, ich habe ein eigenes gutes Einkommen und bin erfolgreich in meinem Job. Mein Kind ist morgens versorgt, wenn ich arbeite, also es gibt wirklich nichts, was mich daran hindern sollte.

    Vielleicht brauche ich einfach noch etwas Zeit und Mutmachung, um diesen doch einschneidenden Schritt zu wagen.

    Sorry, aber ich frage mich immer wieder - sowohl hier im Forum als auch in meinem Beruf als C:-) -, wieviel "Knüppel-auf-den-Kopp" die Leute oft brauchen, bis sie aufwachen und aktiv werden und sich von solchem Seelen-Ballast trennen ...
    nixweiss0

    Nun brauchst Du/Ihr sogar schon eine Mutter-Kind-Kur, damit ihr mal Luft holen und ein klein wenig entspannen könnt ...

    Ich kann Gerchla nur zustimmen - auch bei mir ist es nach jeder Pause/Entgiftung mehr geworden.
    Und meine Kinder haben wesentlich mehr mitbekommen, als mir lieb war ;(

    Auch von mir ein herzliches WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich bin nach mehreren Anläufen nun im elften Jahr meiner Trockenheit, nach Langzeittherapie und SHG. Anders als Rekonvaleszent bin ich seit meiner letzten Entgiftung meiner SHG "treu", sie gibt mir viel Kraft und ich habe sie 7 Jahre selbst geleitet (hätte ich mir früher auch nie träumen lassen). Außerdem gehe ich seit Jahren in Krankenhäuser auf Entgiftungsstationen und mache dort Info-Abende.

    Wenn ich Dich richtig verstanden habe, hast Du die letzten 3 Jahre ... wie soll man es ausdrücken ... "im eigenen Saft geschmort"? Also keine SHG o.ä.?
    Wow. Wie gesagt, ich habe mehrere Anläufe gebraucht, weil ich dachte, ich würde es alleine schaffen. Bei MIR hat es nicht funktioniert ...

    Nochmals: Willkommen! Ich wünsche uns einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Und auch hier wird geraten vorher einen Arzt aufzusuchen... schade, ich hatte mein Letztes alkoholisches Getränk am Mttwoch. Und ich seh es irgendwie nicht ein nur deswegen heute und morgen wieder zur Flasche zu greifen.

    :lach: Yepp - der war gut!
    Natürlich muss man nicht die Zeit wieder zurückdrehen und nochmal von vorne anfangen, wenn es bis da-/hierhin schon so gut geklappt hat.

    Und zu den Entzugserscheinungen: Das sind ALLES Möglichkeiten, die auftreten KÖNNEN - nicht müssen. Mich hat zum Glück kein Delirium Tremens, kein Krampfanfall erwischt. Dafür kenne ich Gruppenfreunde und habe Patienten auf Entgiftungsstationen kennengelernt, die kannten das Trockenkotzen, das mich z.Bsp. ziemlich oft und heftig erwischt hat, überhaupt nicht.
    Ich habe selbst auch Entgiftungen gemacht (das waren die ersten beiden), da hatte ich außer etwas Unruhe und einen leichten Tatterig garnix.
    Das ist bei jedem unterschiedlich - und das meist auch noch von Mal zu Mal.

    Und was das Problem mit dem automatischen Ausloggen angeht - das kannst Du umgehen, indem Du beim Einloggen den Haken in das Kästchen "Immer eingeloggt bleiben" setzt.
    Ist leider ein technisches Problem.

    Gruß
    Greenfox

    Vielen Dank für die Begrüßung, die herzlichen Worte und die auch zum Teil nur leicht versteckte Kritik. ;)

    ICH sehe hier eigentlich keine Kritik - es sind nur unsere eigenen (z.T. leidvollen) Erfahrungen.

    Danke.

    Das kann ich mir sehr gut vorstellen. Und hoffe, dass es bei mir nicht soweit kommt.

    Sorry, aber ich hoffe, Du kennst den Spruch "Die Hoffnung stirbt zuletzt"?

    Ich weiß, dass ich den Alkohol vermissen werde... zumindest eine sehr lange Zeit...

    Es gibt auch sogenannte "sich selbsterfüllende Prophezeihungen" ... keine guten Voraussetzungen, um ein Vorhaben anzugehen.

    Ich hatte mein letztes Bier Bier Mittwoch Und trinke seit dem Abends die selbe Menge an alkoholfreiem, darf ich so weitermachen oder sollte ich eher komplett auf Getränke mit dem Namen Bier verzichten? Oder wäre das für einen nicht ganz zu kaltem Entzug sinnvoll?
    Falls euch die Frage dumm vorkommt... tut mir leid, ist mein erstes Mal, ich übe noch.

    MEINE Erfahrung mit dem alkoholfreien Bier, mit welchem ich mich selbst "trockenlegen" wollte, war, dass mir nach einer Weile etwas - nämlich die Wirkung - fehlte. Und dann kamen natürlich die Gedanken "Wozu soll ich dann die Plörre trinken?!?" und bin wieder auf "richtiges" Bier umgestiegen.
    Und das ist auch der Grund, warum ich auch heute, in meinem 11. Trockenjahr, wohlweislich die Finger von alkoholfreien Bier lasse - weil ich wieder auf den Geschmack nach richtigen Bier kommen könnte. Und das Risiko ist mir meine Freiheit nicht wert!

    Im Übrigen: Es gibt keine dummen Fragen!

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir in ganz herzliches WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin 55 Jahre jung, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun schon einige Jahre trocken. Und ich bin nun auch schon ein paar Jahre in der Suchtselbsthilfe tätig, gehe in Krankenhäuser auf die Entgiftungsstationen zu Info-Abenden und habe bis vor Kurzem etliche Jahre lang eine SHG geleitet/moderiert.

    Von daher kann ich Deinen Entschluß, mit dem Trinken aufzuhören, nur begrüßen und Dich dazu beglückwünschen, Deinen Wunsch, "zu bestimmten Anlässen in geringen Mengen" wieder/weiter trinken zu können verstehen.

    Auch ich habe damals nach meiner ersten "Trockenlegung" - ich war ca. anderthalb Jahre trocken - versucht, "zu bestimmten Anlässen in geringen Mengen" zu trinken.
    Die bestimmten Anlässe wurden sehr schnell immer häufiger - bis sie täglich waren. Und die geringen Mengen stiegen proportional zu den Anlässen. Das heisst, ich war sehr schnell wieder auf meinem alten Level angelangt ... und darüber hinaus :-[
    Es hat mich dann 4 Jahre harten Kampf (hauptsächlich mit mir selbst, aber auch mit der Krankenkasse etc, um eine erneute Therapie zu bekommen) gekostet, um da wieder raus zu kommen.
    Aber: Da bin ich!

    Und ich kann Dir sagen, dass ich den Alkohol nicht vermisse - nicht ein klitzekleines bißchen. Ich verzichte auch auf nichts! Ich bin einfach FREI!

    Okay, aber es ist und bleibt DEINE Entscheidung. Hier im Forum kannst Du unsere Geschichten lesen und Dir von unseren Erfahrungen nehmen, wenn Du magst. Oder eben Deine eigenen machen.

    Ich empfehle Dir aber trotzdem noch unsere Linksammlung - hier findest Du viele nützliche und weiterführende Links und Informationen, sowohl über Alkoholismus als auch Suchtberatungen, SHGs, Erfahrungsberichte etc.

    Gruß
    Greenfox

    Erstmal DANKE für's erzählen! 44.

    Also das ist wirklich mal eine völlig andere Herangehensweise - habe ich so noch nicht gehört. Zumindest nicht in Zusammenhang mit dem Alkohol-Ausstieg. Ansonsten habe ich natürlich schon von der Konfrontations-Strategie gehört ...
    Aber wenn es hilft ???

    Ich muss das erstmal sacken lassen.
    Aber wie heisst es so schön: Viele Wege führen nach Rom.