Beiträge von Greenfox

    Nee, es ist bei dem einen Mal geblieben. Er ist danach trocken geblieben, hatte zwar noch einen kurzen Rückfall - aber zum Glück ohne Krampfanfall.
    Aber wie Du ja selbst erleben "durftest": die kommen ohne jede Vorankündigung, urplötzlich. Man hat keinerlei Vorwarnung.

    Das ist ja auch einer der Gründe, warum wir immer wieder vor einem kalten Entzug warnen!!

    Die von Dir beschriebenen Symptome kenne ich (zum Glück) nicht - auch wenn ich viele Jahre gesoffen habe und nun schon etliche Jahre trocken bin.

    Zunächst wollte ich Dir empfehlen, doch mal einen Arzt aufzusuchen, anstatt auf diesem Wege "herumzudoktern" - okay, hast Du gemacht. Der (Eine?) hat nichts feststellen können. Also machst Du eine Trinkpause, in der irrigen Hoffnung, das Problem würde verschwinden - tat es aber nicht. Auf das Nervengift Alkohol verzichten möchtest Du auch nicht. nixweiss0

    Weisst Du, was ich den Fahrradfahrern manchmal hinterherrufe, die wie die Geisteskranken im Dunkeln dunkel gekleidet ohne Licht bei Rot über die Kreuzung düsen? "Ich wünsche Dir einen fröhlichen Unfalltod!"

    Wenn Du das Komasaufen am Wochenende

    gehe ca. 2-3x im Monat mit Freunden feiern und wir trinken dann meisten ziemlich viel bis hin zum vollrausch.

    dem Leben vorziehst - nur zu. Ich glaube, daher kommt auch Dein Nick: Völligegal

    Sorry für meine vielleicht harschen Worte - aber ich versteh es nicht (mehr). Vielleicht habe ich mich schon zu lange während meiner Arbeit in der Suchtselbsthilfe in den Entgiftungsstationen rumgetrieben ...
    Vielleicht solltest Du da mal "spaßeshalber" hingehen und Dir das Elend dort anschauen - ist wie ein kleiner Blick in eine mögliche Zukunft ...

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, britt!

    Den Betreff des Threads habe ich geändert - allerdings nicht die einzelnen Überschriften.

    Ergänzend zu meinem Post von heute früh möchte ich noch auf meine Ausführungen in einem fast gleichnamigen Thread von mir zu diesem Thema verweisen: guckt ihr hier
    Denn Zufriedenheit in der Trockenheit/Abstinenz und im Leben sind für mich zwei vollkommen unterschiedliche Paar Schuhe - Sandalen und Stiefel ... oder so ;)


    Hallo schlaflos,

    das sind für mich immer die schönsten Momente hier im Forum. Wenn sich jemand, der schon länger nicht mehr geschrieben hat wieder meldet und verkündet, dass er seinen Weg konsequent weiter gegangen ist und dass er/sie nach wie vor nichts trinkt. Noch schöner, wenn ich dann noch lese, dass diesem Menschen sehr gut dabei oder damit geht. So wie das bei Dir ja ganz offensichtlich der Fall ist!

    Da kann ich nur sagen: herzlichen Glückwunsch! Du hast schon ordentlich was geschafft und (ich schrieb es früher schon mal) ich glaube Du bist auf einem sehr guten Weg.

    Dem kann ich mich nur vollumfänglich anschliessen!! :heartBalloon:

    schlaflos, ich hoffe, dass Du bald Deinen Nick ändern kannst, da Du wieder wesentlich besser schlafen kannst. Wenn sogar schon Deine/Eure Maus die Veränderungen so wahr nimmt ...

    Ich finde es jedenfalls toll :blumen: :sun:
    und hoffe, dass es so weiter geht!

    Gruß
    Greenfox

    Dem stimme ich nicht zu. Denn ich kann zwar zufrieden trocken sein, aber dennoch kein zufriedenes Leben führen.

    Ich bin zufrieden trocken: Ich bin zufrieden, weil ich trocken bin, nicht mehr trinken MUSS, mein Leben wieder lebst weitestgehend bestimmen kann. Ich bin zufrieden, weil ich ohne den Suff die meisten meiner Probleme mit klarem Kopf wesentlich besser - und vor allem erfolgsorientierter! - angehen kann.
    Aber ich bin (nicht unbedingt) zufrieden, weil trotzdem ich abstinent lebe, meine Gesundheit eben nicht so rosig ist, weil auf Arbeit auch nicht alles so läuft, wie ich es mir vorstelle, weil ich meine ehemals so heiß geliebte Ex am Liebsten zum Mond schiessen würde, weil ... es trotzdem Läuse gibt, die mir über die Leber laufen.

    Und das hat nicht nur etwas mit "Lebensführung" zu tun.

    Bei mir läuft momentan gesundheitlich und mit meiner Ex "nicht alles rund" - um es mal milde auszudrücken. Ich habe etliche Probleme. Schiet am Boom - ich bin trotzdem zufrieden trocken! Obwohl ich kein zufriedenes Leben führe!

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich schließe mich mal Gerchla an und fasse mich kurz: Ich bin m, fast 56, Alkoholiker, nach mehreren Anläufen nun schon etliche Jahre trocken.


    Mein Name ist Flo, ohne h,...

    LG Floh


    nixweiss0

    Egal ... ;)

    Auf einen guten Austausch.

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir erstmal ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun schon einige Jahre trocken und in der Suchtselbsthilfe aktiv.

    Ich kann mich Reko nur anschließen: auch ich empfehle Dir einen Besuch bei einer Suchtberatungsstelle und/oder einer SHG. Die Suchtberatungsstellen sind kostenlos und arbeiten anonym. Sie können Dich auch bei der Suche nach SHG unterstützen - hingehen musst Du schon selber. Und da brauchst Du keine Angst zu haben - ich habe noch von keiner gehört, die beisst ;)

    Aber ich denke, gerade eine SHG könnte Dir helfen, denn dort kannst Du mit realen Menschen in direktem Kontakt sprechen, die Deine Probleme kennen und mehr oder weniger selbst durchgemacht haben.

    Ich hoffe auf Hilfe, bzw. jemand der mit mir redet und auf einen Austausch

    Natürlich ist es nicht unbedingt einfach, ein erstes Mal über seine Probleme zu REDEN (nicht anonym zu schreiben). Aber im Laufe der Jahre habe ich schon einige "Schränke" sitzen sehen, die anfangs nur rumdrucksten, nicht wussten, was sie wie sagen sollten - und auf einmal sprudelte es nur so. Und dann saßen sie mit Tränen in den Augen da und waren erleichtert, dass sie es endlich mal rausgelassen hatte - und das Problem dann angehen konnten.

    ick hab nen tüchtiges Alkoholproblem. Trinken ist nicht täglich, aber ab und an und immer öfter und dann bis zur Bewusstlossigkeit. ... Nicht trinken ist kein wirkliches Problem für mich ... Das mit dem alleine leben habe ich zumindest schon ziemlich gut hinbekommen ... Dad Ganze, Saufen bis zur Intensivstation geht nun schon seit knapp 25 Jahren.

    Widersprüche über Widersprüche. Du haust Dir selbst die Taschen voll und redest Dir Deine Probleme schön ... von wegen "Das mit dem alleine leben habe ich zumindest schon ziemlich gut hinbekommen" Glaubst Du das selber?? Du lebst notgedrungen alleine! Weil Du im Suff alle vergrault hast! Okay - hast Du gewissermaßen "hinbekommen" :(

    Schau doch mal in unsere Linksammlung - da findest Du viele informative und weiterführende Links, die Dir auch bei der Suche nach einer Suchtberatungsstelle helfen können.

    Viel Erfolg und auf einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Ach ja - und ich würde Dich eher auf Süd-Schweden verorten als hierher in den Berliner Raum ... Wer hat denn nun recht ??? (Vermutlich keiner)

    Hallo, Eintagsfliege!

    Als Alkoholiker, der jetzt schon einige Zeit trocken ist, habe ich mir vor einiger Zeit mal Gedanken über dieses Thema gemacht und sie hier aufgeschrieben.
    Vielleicht hilft es Dir ja ein wenig bei Deinen Überlegungen ...

    Für Menschen, die kein Alkoholproblem haben, mögen solche Getränke ja eine gute Alternative sein. Für solche wie mich halte ICH sie aber für gefährlich, zumindest aber für problematisch - denn sie sprechen über den Geschmack unser (Sucht-)Gedächtnis an. Und das kann dann durchaus plötzlich sagen "Verarsch mich doch nicht - gib mir jetzt den richtigen Stoff!!"

    Ich bin zwar kein Arzt, habe es aber selbst so erlebt. Und in vielen Gesprächen mit anderen Betroffenen wurde mir dies so bestätigt ...

    Gruß
    Greenfox

    Bei so einer Erfahrung :o , die Du da beschreibst, kann ich sogar verstehen, dass Du eine Abneigung gegen SHG hast/hattest. In "meiner" Gruppe habe ich immer darauf hingewiesen, dass sich jeder äußern KANN, aber keiner MUSS. Und, dass jeder auch auf/in sich hören soll und rechtzeitig Bescheid geben muss, wenn einem Zwischen-/Nachfragen auf die Nerven gehen. Es "zu viel" wird. Oder von vornherein sagen "Ich bin der/die XY und möchte erstmal nur zuhören."

    Natürlich kann man auch von vornherein bei der Auswahl der SHG schon schauen, ob es überhaupt zu Zwischen-/Nachfragen kommen kann oder nicht: es gibt nämlich sogenannte Monolog-Gruppen, wo nur einer über sich spricht. Und der Nächste spricht auch nur über sich. Ein Beispiel hierfür sind die AA.

    Und wenn Du eine bescheidene SHG erwischt (weil sie Dir nicht zusagt) - dann auch Dir eine andere! Wenn Dir ein Restaurant nicht gefällt, dann gehst Du doch auch nicht nie wieder in ein Restaurant, sondern suchst Dir ein anderes aus.

    Ich drücke Dir jedenfalls die Daumen, dass Dir die Gruppe morgen besser gefällt und Du Dich dort wohl(er) fühlst!

    Gruß
    Greenfox

    Ich bin völlig bei Gerchla und Ty.
    Abgesehen davon weiß ich ja nicht, was das für eine SHG das ist, die Du da gefunden hast - aber in den SHG, die ich kenne, wird keiner gezwungen, etwas zu sagen. Man kann auch einfach erst mal nur dasitzen und zuhören. Und wenn man dann bereit ist, kann man sich öffnen und etwas von sich erzählen.
    Und wenn es in dieser Gruppe anders sein sollte (man also etwas erzählen MUSS) - dann such Dir eine andere. Ich kann Dir aber versprechen, dass sich die Gruppen nicht bei Dir melden werden - Du musst schon selbst aktiv werden.

    "Die Definition von Wahnsinn ist, immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten."
    Albert Einstein

    Es waren nur die 1-2 Bier. Und auf Feiern mal 1 oder 2 Schnäpse.

    Ooops - erst waren es nur 1-2 Bier, jetzt kommen schon "mal" 1-2 Schnäpse dazu ...

    Weißt Du, woran mich das erinnert? An meinen "Findungsprozeß" (vorweg: Ich musste damals zu unserem betrieblichen Psychologischen Dienst, weil meine Blutwerte auffällig geworden sind - nicht ich):

    OK – hingehen musste ich, war ja eine Weisung. Aber ich dachte: „Was wollen die von mir – nur weil ich nach Feierabend mein Bierchen trinke?“ Nach einer Weile und etlichen Gesprächen dachte ich: „Was wollen die von mir – nur weil ich nach Feierabend meine 2-3 Bierchen trinke?“ Und wieder später: „… - nur weil ich meine 6-7 Bierchen und bei Feiern auch mehr trinke?“
    Jedenfalls, nach einer Weile dämmerte mir, dass ich tatsächlich ein Problem mit/ohne Alkohol haben könnte. Und irgendwann kam mir die Erkenntnis, dass ich tatsächlich Alkoholiker bin. Bis ich es aussprechen konnte, hat es dann aber noch eine Weile gedauert. Und schließlich wollte ich „das Problem“ aktiv angehen.

    Ich will Dir absolut nix unterstellen - es soll nur ein Denkanstoß sein. Es bringt nichts, sich selbst zu bescheissen ...
    Und ich habe früher diese Tests, wo man feststellen kann, ob man alkoholgefährdet ist, nur so aus Daffke für mich (und niemanden sonst!!) immer wieder mal gemacht - und dabei auch immer kräftig meine Konsum-Angaben nach unten "korrigiert". Und trotzdem kam als Ergebnis immer MINDESTENS ein "gefährdet" heraus. Ergo konnten diese Tests ja nur Humbug sein! Auf die Idee, dass ich tatsächlich Alkoholiker sein könnte, kam ich gar nicht - bzw. wollte es nicht wahr haben ...


    Ich habe schon viel hier gelesen und ein Satz - ich weiß leider nicht von wem ( Greenfox ? ) - ist bei mir besonders hängen geblieben :

    Nichts wird besser mit Alkohol !

    Auch wenn der Satz vollkommen korrekt ist - er stammt nicht von mir. Aber diese Erkenntnis werden hier vermutlich fast alle getroffen haben ...

    Dachte ich bin mit einem ehrlichen Alkoholiker zusammen, wobei ich jetzt glaube, wenn ich hier schreibe und an Gerchla's Worte denke, dass ehrlich und nasser Alkoholiker sich ausschließen!?

    Sei nicht böse - aber ich musste kurz mal bitter auflachen. Zum Glück kam dann noch der zweite Halbsatz. Kaltes Feuer gibt es - aber ehrliche (nasse!) Alkoholiker?? Wohl seltener als die "Blaue Mauritius" ...

    EINE Hilfe für Angehörige (das müssen nicht Verwandte sein!) können Selbsthilfegruppen sein, wo diese sich über ihre Erfahrungen austauschen können. Da kam gestern übrigens eine nicht uninteressante Reportage - "Mein Mann und der Alkohol - Wenn die Liebe nicht reicht".
    Da wurden auch sehr wichtige Dinge angesprochen. U.a.: Der Betroffene geht in eine Therapie und bekommt jede Menge Hilfe und Unterstützung - und der Angehörige bleibt zu Hause zurück und muss alles alleine wuppen. Meist, weil er nicht weiß, dass es mittlerweile auch Hilfen für Angehörige gibt. Und weil es immernoch ein Tabu-Thema ist.

    Ansonsten kann ich nur sagen, dass Du gut daran getan hast, ihn "links liegen" zu lassen - im Allgemeinen als auch bei Eurer Begegnung in der Stadt ...

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, mardi, und auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 55, Alkoholiker und seit einigen Jahren trocken.

    Du schreibst, dass Du lediglich abends 1-2 Bier getrunken hast und nun schon seit 4 Wochen, weil es Dich einfach nur gestört hat, ohne Probleme garnix mehr trinkst. Wenn dies so stimmt (wovon ich mal ausgehe - ICH habe früher immer auch mir selbst gegenüber von EINEM Feierabendbier gesprochen und meinte eigentlich 10 :( ), dann dürftest Du den Alkohol lediglich missbraucht (zum Entspannen) haben und nicht abhängig sein.
    Ferndiagnosen sind immer etwas schwierig, zumal ich ja auch kein Arzt bin.

    Vielleicht bin ich deshalb zu ūbervorsichtig?

    Meine Omma hat immer gesagt "LIeber vorbeugen als nach hinten fallen!"
    Zuuu vorsichtig kann man gar nicht sein. Denn wenn man erst einmal in die Abhängigkeit gerutscht ist - und die Übergänge sind fließend und geschehen vollkommen unbemerkt - dann ist es schwer, sich da wieder von zu befreien. Und ich weiß das leider sehr gut.

    Also sage ich: Alles richtig gemacht!

    Nichtsdestotrotz können Informationen zum Thema nie schaden. Also empfehle ich auch Dir unsere Linksammlung und unsere Literaturecke zum stöbern :D

    Auf einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox