Beiträge von Greenfox

    Eins muss ich glaub ich mal noch ausdrücklich erwähnen: bei dem Freund handelt es sich um eine platonischen "Freund" (die deutsche Sprache, Freund & Freund schwitz.)-wäre das eine Beziehung gewesen :o wäre das vermutlich sehr schnell eskaliert und auseinandergegangen.

    ??? Das kam/kommt aber - zumindest bei mir - absolut nicht so an ... denn sonst hätte ich die HG ja nicht angesprochen/gesehen.

    Herzlich Willkommen hier im Forum, Biene67 :welcome:

    Auch wenn Du schon eine Weile still mitliest, möchte ich mich kurz vorstellen:

    Ich bin m, 56, Alkoholiker und nun schon einige Jahre trocken.

    Schön, dass Du Dich entschlossen hast, "aufzumucken" und etwas für DEINE Persönlichkeit und DEIN Selbstbewusstsein zu tun.

    Ich wünsche Dir einen guten Austausch hier. Und - wenn Du Fragen hast: raus damit!

    Gruß
    Greenfox

    Nachdem ich aufgehört hatte zu trinken war ich beim Hausarzt, der sowohl die relevanten Blutwerte überprüft hat als auch ein Ultraschall gemacht hat, aber ich frage mich leider immer mal wieder: Wie sicher ist das denn?

    Ich denke mal, in der heutigen Zeit ist das schon ziemlich genau - die gesamten Methoden haben sich seit 1873 erheblich verbessert (Letzteres ist ironisch gemeint!).
    Abgesehen davon lasse ich meine gesamten Blutwerte regelmäßig überprüfen.

    Eines sollte Dir aber schon klar sein: Nur weil man aufgehört hat mit dem Saufen, ist man nun nicht plötzlich mit einer absoluten Gesundheit gesegnet! Man ist immernoch nur ein Mensch, der auch an nicht alkoholbedingt an den verschiedensten Krankheiten erkranken kann!
    Gute oder schlechte Blutwerte sagen nicht zwingend etwas darüber aus, ob jemand trinkt. Es gibt aktive Alkoholiker mit Leberwerten wie bei einem Kind - und jahrelang Trockene mit nicht so guten Werten.

    Mir ist bewusst, dass ich mich schnell reinsteigere aber mir schnüren diese Gedanken so dermaßen den Hals zu und nehmen mir so viel Lebensfreude, dass ich überlege, ob ich nicht weiterführende Untersuchungen durchführen lasse.

    Wenn Du der Meinung bist, weiterführende Untersuchungen machen lassen zu müssen, weil Dich das beruhigt - dann mach das. Aber mach Dich nicht selbst kirre.

    Zu den Ausführungen von Wolfsfrau und Biene67 (Herzlich Willkommen hier im Forum übrigens ;) ) fiel mir spontan noch etwas aus meiner beruflichen C:-) Sicht ein:

    die verschiedenen Erscheinungsformen häuslicher Gewalt: es ist nicht immer physische Gewalt in den Beziehungen - viel häufiger ist es die psychische Gewalt.
    Auch wenn jetzt vielleicht von Dir (oder irgendjemand anderem) hier der Aufschrei kommt: "Aber da steht doch kein Wort von Gewalt in ihrer Schilderung!?!"
    Doch - ich lese es. Und wenn ihr mal hier schaut ...
    Vielleicht bin ich aber auch nur beruflich vorbelastet/sensibilisiert - und frage lieber einmal zuviel nach.

    Genau das ist mir heute früh auch durch den Kopf gegangen, als ich es las. Musste aber los zur Arbeit ...
    Erinnert mich ein wenig an meine Schulzeit vor über 40 Jahren: Ooops, Hausaufgabe vergessen und nächste Stunde muss ich es vorlegen - nu aber schnell ...

    Da ich nun schon einige Jahre trocken bin, gehöre ich ja nicht zur Zielgruppe.

    In "meiner" Gruppe hatten wir bereits mehrfach Studis zu Gast, die sich anstatt aus solch "krude zusammengewürfelten Fragen" (muss Dietmar leider recht geben) ein Bild machen wollten, sondern sich lieber mit uns persönlich unterhalten und ausgetauscht haben ...
    Und oft hatten sie hinterher mehr Anregungen für ihrer weitere (Studien-)Arbeit.

    Vielleicht auch beide mal anschauen und dann sehen, was besser passt? ???

    Ich denke, das wird die beste Entscheidung sein.

    Zum Einen sind solche Gruppen kein MUSS, d.h., einmal hingegangen, darf man kein Treffen mehr verpassen, sondern ein KANN, ein Angebot.
    Und zum Anderen - man kann sich nur wirklich entscheiden, wenn man alle Alternativen KENNT, sprich: die Gruppen auch besucht/ausprobiert hat.

    Und wer weiß: Vielleicht sind ja beide etwas für Dich, so dass Du sie abwechselnd besuchen willst nixweiss0

    Und bei Dir ist es ja irgendwie ähnlich wie bei einem Betroffenen, der eine Gruppe sucht - da heisst es nur ausprobieren, testen, die richtige finden.
    Und ICH zum Beispiel habe mich damals, nachdem ich mir 2 Wochen lang jeden Tag eine andere Gruppe angeschaut habe, zunächst für 2 Gruppen entschieden.
    Ist natürlich etwas anderes als bei Dir, aber ähnlich.

    Aber ich denke, Du machst das schon :)

    Hallo, Zeka, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 56, Alkoholiker und nun schon seit einigen Jahren trocken.

    Deine Idee, an Deinem künftigen Wohnort eine SHG für Alkoholiker-Kinder zu besuchen, kann ich nur begrüßen 44.
    Die Erlebnisse, die Du schilderst, sind schon ziemlich heftig. Und daran sieht man Mal wieder sehr deutlich, dass nicht nur wir Betroffenen dringend Hilfe brauchen, sondern auch die Angehörigen. Und dass die Kinder - die ja die hilflosesten Angehörigen sind! - viel mehr mitkriegen als uns manchmal lieb ist.

    Ich finde es jedenfalls gut, dass Du Dich traust und hier öffnest 44.

    Ich wünsche Dir viel Kraft und hier einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Was soll man sagen - Du bist eben einzigartig ;) ;D

    Aber mal im Ernst: Ich habe bisher (außer Dir hier) noch niemanden getroffen, der es geschafft hat, sich aus der Sucht zu lösen, nur weil er erkannt hat, dass ihm diese nicht guttut (mal sehr grob vereinfacht ausgedrückt).
    Aber ganz alleine scheinst Du ja doch nicht zu sein, denn Belinda Stern beschreibt in ihrem Buch "Denn sie wissen nicht, was sie tun: Mein Leben als "nasse" Alkoholikerin: neun Jahre, vier Monate und zwölf Tage", dass sie es mit Allan Carr's Methode "Easyway" geschafft habe.

    Und trotzdem kann ICH es immer noch nicht nachvollziehen :sorry: Aber es muss/scheint ja bei einigen Menschen zu funktionieren - also ran an die Buletten 44.

    Auf die nächsten zufrieden trockenen Jahre :clap: :blumen:

    Gruß
    Greenfox

    Nach dem ich Deinen Post durchgelesen habe, freue ich mich über die "Entwarnung".

    Geht mir genauso 44.

    Meine Erfahrung: Oft hilft es, bei Suchtdruck einfach aktiv zu werden - telefonieren, etwas (WASSER!) trinken ... oder hier im Forum schreiben. Meist "halten" solche Anfälle nicht sehr lannge an. Laut Experten so 10-15 Minuten, und wenn man die überstanden hat ...

    Hallo, Hunky!

    Auch wenn es sich vielleicht paradox für Dich anhört, aber mein Rat lautet: Trinke bis dahin! Wenn's geht, halbwegs kontrolliert, aber trinke! Denn ein kalter Entzug KANN tödlich enden.

    Ich bin selbst Alkoholiker - und auch wenn ich nun schon ein paar Jahre trocken bin, kann ich mich doch noch verdammt gut an die Zeit vor meiner letzten Entgiftung erinnern ...
    Damals hatte ich schonmal eine Langzeit hinter mir, war fast 2 Jahre trocken - und hatte dann aber einen Rückfall, der 4 Jahre dauerte ;(
    Ich habe dann einen Termin in einer Klinik für einen neue LZT gemacht - allerdings erst 3 Monate später. Nun wollte ich mich aber bis dahin nicht weiter so abschießen wie bisher, weil ich irgendwo Angst hatte, dass ich den Termin dann nicht mehr erlebe.
    Also habe ich mit meiner damalige Frau verabredet, dass ich jeden Tag 6 Flaschen Bier trinke und mich ansonsten von allen Festivitäten etc fernhalte. Das war zwar eigentlich unter meinem üblichen Quantum, half mir aber, die Tage durchzustehen, ohne mich abzuschießen und ohne Enzugserscheinungen. UND: ich konnte bis zum Termin arbeiten gehen - die Arbeit gab mir zusätzlichen Halt.

    Warum es allerdings für eine ENTGIFTUNG derart lange Wartezeiten gibt ... oder soll es doch eine Entwöhnung, eine Art mehrwöchige Langzeittherapie werden?? Denn für eine ENtgiftung muss man bei uns in Berlin ja schon lange warten - ca. 6 Wochen. Aber mehr als 3 Monate???

    Ich wünsche Dir jedenfalls Kraft, gaaaanz viel Kraft!

    Gruß
    Greenfox

    Einen weiteren Punkt an so einer Gruppe finde ich, dass man erkennen kann, das es bestimmte Punkte gibt, die man nicht ändern kann, weil das schon fast alle probiert haben und jede(r() damit gescheitert ist.

    Das wäre schön, wenn DAS so funktionieren würde ...

    Du kannst es immer wieder und überall lesen, dass das eben leider nicht ganz so funzt - da fallen mir auf Anhieb einige Sachen ein: kontrolliertes Trinken z.Bsp..
    Oder eben an das gerade erwähnte

    der ganze vergebliche Kraftaufwand, den Angehörigen zum Aufhören zu bewegen

    Das Wichtigste ist wirklich der eigene Umgang mit dem Problem - entweder mit der Sucht oder mit dem Süchtigen.
    Ich vergleiche es immer mit einem sogenannten "Grabbeltisch": alle packen ihre eigenen Erfahrungen und Problemlösungen auf den Tisch und man selbst nimmt sich das, was man meint, dass es für einen am Besten passt. Und wenn es funzt (oder auch nicht), kann man später diese seine eigene Erfahrung selbst auf den Grabbeltisch für die Nächsten packen.

    Die Art und Weise, wie ICH mit meiner Sucht umgegangen bin, ist nicht für jeden das Richtige. Aber ich erzähle immer, was ich wie und warum gemacht habe. Und wer meint, es auch so - oder eben leicht abgewandelt - machen zu wollen, der macht es eben so. Und macht somit seine eigenen Erfahrungen. Vielleicht überzeugen ja auch nur die Begründungen, warum man etwas macht und bringen denjenigen dann auf eigene Ideen.

    Wenn es in einer Selbsthilfegruppe heisst, man MUSS etwas so oder so machen - dann ist da m.E. schon der Wurm drin.
    Ansonsten habe ich hier auch schon einmal meine Gedanken zu dem Thema SHG allgemein aufgeschrieben.

    Hallo, Viktoria!

    Was ist Dein Problem? Es ist doch Dein Ex! Und wenn Deine Familie Dir nicht glauben will - dann kann sie doch in die Kirche ihrer Wahl gehen und dort ihren eigenen Glauben pflegen ...

    Leber-/Blutwerte sind nun mal nicht DAS "Gelbe vom Ei", da hier noch eine Menge anderer Faktoren eine Rolle spielen.
    Ich kenne Alkoholiker, die haben super Leberwerte, obwohl sie saufen wie Löcher. Und meine sind bescheiden, obwohl ich seit über 11 Jahren keinen Tropfen Alkohol mehr angerührt habe.
    Es gibt eben auch andere gesundheitliche Faktoren, die das Blutbild "ruinieren" können.

    Du könntest natürlich in der Wohnung Deines Ex Überwachungskameras installieren und ihn so überführen ... oder es auch bleiben lassen und Dich nicht weiter über die Dummheit der anderen aufregen. Denn schließlich hast DU mit Deinem Ex zusammengelebt und ihn erlebt - oder war es Deine Familie?

    Einen BEWEIS in dem Sinne "schwarz auf weiss" gibt es nicht :tml:

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Tanja, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich bin m, 56, Alkoholiker und nun schon seit einigen Jahren trocken.
    Und bei meiner "Trockenlegung" waren Selbsthilfegruppen ein wichtiger Faktor für mich.

    Denn wenn ich mit jemandem über meine Probleme sprach, der selbst KEIN Alkoholproblem hatte, der konnte mich beim besten Willen einfach nicht verstehen. "Dann hör doch einfach auf!", "Trink weniger!" - toll, wenn das so einfach wäre, gäbe es keine Abhängigen.
    Aber in einer Selbsthilfegruppe haben/hatten alle dieselben bzw ähnliche Probleme und konnten mir erzählen, wie sie die gelöst haben oder wie sie damit umgegangen sind.
    Heute kann ich den Anderen von meinen Erfahrungen berichten.

    Und so ist es in ALLEN Selbsthilfegruppen - es sind alles Menschen mit den gleichen Problemen oder Schicksalen. Zum Beispiel Angehörige von Alkoholikern/Suchtmittelabhängigen.

    Auch ich kann Dir nur raten, Dir eine Angehörigen-Gruppe in Deiner Nähe zu suchen und dort mal hinzugehen.
    Alleine schon das Gefühl, nicht der Einzige mit diesem Problemen zu sein, KANN schon helfen.

    Gruß
    Greenfox


    Hallo, cherie, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 56, Alkoholiker und nun schon einige Jahre trocken.

    Dein Mann hat also schon immer getrunken und war schon 2x zu einer Entziehung ... Und zur Zeit? Trinkt er (wieder) ? Oder ist er (zur Zeit) trocken und bräuchte Deiner Meinung nach Unterstützung? Oder trinkt er wieder und DU brauchst endlich mal Unterstützung?
    Welche Erwartungen hast Du an uns und wie können wir Dir helfen?

    Immer raus mit Deinen Fragen und Problemen - wir beissen nicht! Oder nur selten ;)

    Gruß
    Greenfox

    Ich habe mal den ersten Teil Deiner Vorstellung geschlossen und meine Begrüßung daraus hierher kopiert in der Hoffnung, dass Du für eine Antwort nicht einen 3. Thread eröffnest ;)
    Du brauchst nicht immer einen neuen Thread eröffnen, sondern kannst den Button unten rechts "Antwort" nutzen - denn nur dann wird es auch ein "Gesprächsfaden" ...

    Gruß
    Greenfox

    Naja - zweieinhalb Stunden nach Deinem Post bin ich davon ausgegangen, dass Du fertig bist mit schreiben - zumal Du ja auch nicht mehr angemeldet warst ... Und warum " Du in einem völlig neuen Thread nixweiss0

    Ich schließe mal diesen Thread hier, damit nicht zwei parallel nebeneinander herlaufen ...