Beiträge von Greenfox

    Da kann ich Britt nur zustimmen.

    Schrei...b es Dir ruhig von der Seele - das tut gut. Auch wenn ich Alkoholiker bin, aber in vielen, vielen Gesprächen auch mit Angehörigen - und da kannst Du Dich auch hier im Forum um"hören" - erleichtert es schonmal ungemein, seine Sorgen und Probleme Menschen nicht irgendwelchen Menschen zu erzählen, sondern Menschen, die wissen, wovon Du redest, die diese Sorgen nachvollziehen können!
    Du kannst für ihn überhaupt nichts tun - außer NICHTS! Wenn er mal wieder besoffen ist - brich das Gespräch ab, ignorier ihn! Wenn er Dir wieder vorheult, dass Du der einzige Mensch bist, der ihm helfen könne, sag ihm "FALSCH - der einzige Mensch, der Dir helfen könnte, bist DU!". Und brich das Gespräch ab. Lass ihn in seinem eigenen Saft schmoren - bis er sich ernsthaft und selbst um Hilfe bemüht. Dann kannst Du ihm zur Seite stehen, wenn Du es dann noch kannst und willst. Zur Seite, begleitend - nicht schiebenderweise hinter ihm.

    Ansonsten kannst Du Dich effektiv nur um Dich selbst kümmern - denn dass es DIR besch...eiden, schlecht geht, das kann man (ich) mehr als deutlich lesen.

    Im Übrigen frage ich mich - was ist das für eine merkwürdig einseitige Beziehung? Du reibst Dich auf mit Deinen Sorgen - und ihn interssiert das bzw. Du interessierst ihn einen Schietdreck. Hauptsache, er kann jemanden im Suff volllabern und ggf. die Schuld für's Saufen geben.
    WAS HÄLT DICH??

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN :welcome:

    Kurz zu mir: m, 56, Alkoholiker, nach mehreren Anläufen nun seit einigen Jahren trocken.

    Eigentlich kann ich mich Rekonvaleszent nur anschließen - bis jetzt alles richtig gemacht (Hauptsache, Du gehst auch zur SHG und beläst es nicht bei dem Vorhaben).
    Und was die Fach- und Sachliteratur anbelangt, haben wir HIER mal eine kleine Auswahl zusammengestellt. Da findest Du auch das von ihm vorgeschlagene Buch "Alk" (habe ich auch schon ein paar Mal gelesen).

    Und dass Du momentan scheinbar überall Alkohol siehst, ist anscheinend normal. Ging mir damals genauso. War sozusagen "hypersensibel". Auf einer Dampferfahrt mit meiner SHG habe ich sogar registriert, wieviel Bier eine wildfremde (!!) Person in dieser Zeit getrunken hat. Oder mir fiel extrem auf, wieviel Alkohol sich in den Einkaufskörben der anderen Menschen befand ... Nicht, dass ich dann "traurig" war, keinen Alk mehr trinken zu "können" - es fiel mir eben einfach nur auf.
    Das hat sich mittlerweile gelegt - aber manchmal registriere ich es schon noch ...

    Wenn Du Fragen hast - raus damit!
    Wenn Du Probleme hast - auch raus damit!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Luisa, und HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Ein wenig fühle ich mich überfordert, denn was soll ich Dir sagen, was Du nicht eigentlich schon weisst??
    8 Flaschen Wein/Tag entsprechen alleine schon ungefähr 2 Flaschen Schnaps/Tag - guckst Du HIER.

    Und bei den Symptomen, die Du beschreibst, ist es allerhöchste Eisenbahn und auch wenn ich kein Arzt bin, so ist es doch nicht mehr 5 vor 12, sondern m.E. 1 vor 12. Da hilft bei Gesprächen mit ihm oder mit seinen Eltern auch nicht, dass Du niemanden "belasten" willst - da hilft nur Klartext!

    Und Selbstschutz - sprich, dass Du Dich selbst schützt und nicht selbst in diese "Spielchen" mit einbeziehen und damit kaputt machen lässt!

    Ach ja, ich vergass: Ich bin selbst Alkoholiker - und nach mehreren Anläufen nun schon ein paar Jahre trocken.

    Gruß
    Greenfox

    Gefunden habe ich nur eine SHG in der Nähe. Ganz nah!!! Ich frage mich, ob ich nicht etwas weiter was finden sollte. Vielleicht findest du das dumm oder so. Meine Angst ist, dass ich dort auf einen Bekannten stossen könnte.

    Wovor hast Du Angst? Dass der imaginäre Bekannte aus denselben Gründen wie Du zur SHG geht? Dann ist sie berechtigt ;)
    Und diese Befürchtungen, dass die SHG "zu nah" ist, habe ich schon oft gehört.

    Aber stell Dir vor, Du müsstest ein Stunde bis zur Gruppe fahren - wie hoch bzw. niedrig!! - wäre Deine Hemmschwelle zu sagen

    "Ach nöö, HEUTE
    - habe ich keine Lust
    - bin ich von der Arbeit zu müde
    - ist das Wetter zu schlecht
    - heute ist sooo schönes Wetter
    - habe ich schlechte Laune
    - ...
    und deswegen gehe ich nicht hin."

    Und schon überwiegen die Tage, wo Du NICHT hingehst ... :(

    Gerade in der Anfangszeit halte ICH SHG für sehr wichtig. Warum, das habe ich mal HIER aufgeschrieben. Wenn man dann schon längere Zeit trocken ist und stabil ... aber das muss jeder für sich selbst entscheiden. Du merkst, ich bin Fan von SHG. Allerdings muss man schon die für sich passende finden und sich dort wohl fühlen.

    Ich lese in der Suchtfibel (Dein Vorschlag!).

    Ein wenig zuviel der Ehre - die Lesevorschläge sind nicht allein von mir. Ich habe sie nur zusammengetragen.
    Aber die Suchtfibel ist schon gut, da hast Du schon recht.

    Und für das Gruppentreffen morgen: Ich war schon in vielen Gruppen - und habe noch keine einzige erlebt, bei der Neuankömmlinge gebissen wurden ;) ;D
    Vorträge musste auch keiner halten, sondern sich nur kurz vorstellen, damit die Anderen wissen, wie sie Dich anreden sollen. Und dann kann man erstmal zuhören und sich das Ganze anschauen.
    Zumindest habe ich es bisher überall so erlebt.
    Also: Nur Mut!

    Genau wie wir Betroffenen/Alkoholiker an unseren ganz persönlichen Tiefpunkt ankommen müssen, um zu akzeptieren, dass es so nicht mehr weitergeht und wir dann auch Hilfe akzeptieren - genau so müssen es wohl auch die Angehörigen. Und so lange jammern sie eben vor sich hin, wie schlimm doch alles ist - aber noch überwiegen die Punkte auf der "Bleiben"-Seite. So wie wir wussten, dass wir uns mit dem Saufen zu Grunde richten, aber die Punkte auf der "Weitersaufen"-Seite im Gegensatz zu der "Aufhören-und-Hilfesuchen"-Seite überwogen ...

    Und Steinbock ist noch in der Findungs-Phase ...

    Natürlich mache ich mir die Mühe und lese hier, sonst hätte ich mich wohl nicht angemeldet. Und ja es ist wahrscheinlich so das es noch nicht schlimm genug ist, denn wenn es so wäre würde ich wohl eher nicht in einem forum lesen, sondern andere hilfe in Anspruch nehmen. Ich habe mit nichten ausgeschlossen mir wenn für mich der Punkt erreicht ist eine SHG oder Anwaltliche Hilfe in Anspruch zu nehmen...

    Bin auch Trekkie - allerdings liebe ich mehr die Classics (Cptn. Kirk & Co.).

    Also hast Du Deinen Ausstieg gleich mit einem "kalten Entzug" gestartet :o
    Gut, dass nix schief gegangen ist.

    Ich konnte mit keinem darüber sprechen. Meinem Mann habe ich es dann doch zugegeben , dass ich eine Alkoholikerin geworden bin. Er glaubt , dass ich übertreibe. Aber ich sehe es anders.

    Ja, Menschen, die nicht selbst in der Sucht stecken, unterschätzen es oft. Von daher finde ich es gut, dass Du Dich nicht hast beirren lassen und den Entzug (auch wenn ein kalter Entzug nicht gerade der beste Start ist) durchgezogen hast 44.
    Als ich mich damals meinen Freunden gegenüber geoutet habe, haben auch etliche es nicht verstanden. Aber die haben mich nie zu Hause erlebt - im Gegensatz zu meiner damaligen Frau.

    Es freut mich auch sehr zu lesen, dass Du Dir mittlerweile vorstellen kannst, eine SHG zu suchen und diese auch zu besuchen. Aus meiner persönlichen Erfahrung kann ich nur sagen, dass mir die persönlichen Gespräche in der Gruppe mit Menschen, die dieselben Probleme wie ich haben/hatten sehr viel Kraft gegeben haben. Und nach meiner Meinung sind sie auch der Grund, warum ich bis heute trocken geblieben bin - trotz einiger haariger, rückfallgefährdender Situationen in den Jahren.
    Aber das ist MEINE Meinung, meine Erfahrung.

    Und das Thema "Zigaretten" - geh es erst an, wenn DU der Meinung bist, stark und stabil genug dafür zu sein. Manche schaffen es mit "einem Abwasch". Mir wäre es zu stressig, zu viel gewesen. Ich habe mich erst mal auf das Wichtigste, den Alkohol, konzentriert.
    Und seit ca. 2 Jahren bin ich nun auch die Zigaretten los.

    Nichts überhasten, nicht alles auf einmal - immer Schritt für Schritt!

    Hallo, Seven (Trekkie??) und HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Dass es Dir schwer fällt zu schreiben ist nicht schlimm. Auch da stehst Du nicht alleine da.
    Kurz zu mir: Ich bin m, 56, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun schon einige Jahre trocken und auch in der Suchtselbsthilfe aktiv.

    66 Tage sind doch schon mal eine Hausnummer :blumen:

    Darf ich fragen, wie Du es bis hierhin geschafft/gemacht hast? Warst Du in einem Krankenhaus zur Entgiftung oder hast Du es alleine zu Hause durchgezogen - also einen sogenannten "kalten Entzug" gemacht?
    Hast Du Dich vorher informiert, was auf Dich zukommt? Wie willst Du jetzt weitermachen?
    Hast Du schon eine Selbsthilfegruppe (SHG) für Dich gefunden bzw. Dich überhaupt schon einmal mit dem Thema SHG befasst?
    Welche Pläne hast Du, um weiterhin trocken zu bleiben - und dass diese Trockenheit mal eine selbstverständliche, zufriedene Trockenheit wird?
    Und wie willst Du Rückfälle vermeiden? Denn unser "Freund" ist nachtragend und hinterhältig ...

    Ich denke, das waren mehr als genug Fragen. Betrachte sie aber nicht als Plan zum Abarbeiten, sondern als Anregung, wenn Du schreiben willst. Du MUSST sie nicht beantworten - und schon gar nicht auf einmal! Wichtiger ist, dass Du DEINE FRAGEN stellst, die Dir auf der Seele brennen!

    Nichts überhasten, nicht alles auf einmal - immer Schritt für Schritt!

    Gruß
    Greenfox

    Ich glaube um eine SHG komm ich wohl nicht herum wenn ich das so rauslese. Da muss ich wohl meinem Schweinehund den Kampf ansagen.

    Wieso "kommst Du nicht drum herum"?? Eine SHG ist KEIN MUSS - sie ist ein HILFSANGEBOT. Und das kann man annehmen oder auch nicht.

    Und das mit dem inneren Schweinehund:
    Zum Einen musst Du da nicht "öffentlich" (in der Gruppe) eingestehen, ein Problem mit Alkohol zu haben bzw. Alkoholiker zu sein (und glaub mir, DEN Schweinehund sollte man Schweinebestie nennen!) - sondern "nur", ein Problem mit einem Alkoholiker zu haben.
    Und zum Anderen - was meinst Du, warum die anderen Leutchen dort sind?!?


    ehrlich gesagt habe ich mich zwischenzeitig wieder aus dem Forum gelöscht, in der Hoffnung ich könne es doch alleine schaffen. Nun habe ich mich wieder angemeldet, weil mir der Erfahrungsaustausch fehlt.

    Schön, dass Du Dich entschlossen hast, doch hier weiter zu lesen und zu schreiben. Ich habe mir mal erlaubt, Deine Beiträge zusammenzuführen. Auch wenn es schön wäre, wenn Du Dich mal offiziell vorstellen würdest ...

    Inzwischen bin ich schon 37 Tage nüchtern, es fühlt sich an wie ein ganz anderes Leben mit den blöden Stimmen in meinem Kopf, die mich zum trinken überreden möchten. Es ist belastend, aber ein schöner neuer Lebensabschnitt.

    44. :blumen:

    Es würde mich sehr freuen, wenn wir in Kontakt treten könnten. So gut kenne ich mich hier im Forum auch nicht aus, werde mich gleich auf die Suche machen wie man private Nachrichten verschickt. Ansonsten würde mir einfallen, Notfalls E-Mail-Adressen auszutauschen.

    Das funktioniert nur für freigeschaltete Vollmitglieder. Und um freigeschaltet zu werden, müssten wir schon wissen, mit wem wir es zu tun haben - womit wir wieder beim Kennenlernen und einer Vorstellung wären ...

    Mit dem "anders" meine ich, dass der-/diejenige z. Bsp. eben etwas mehr auf sich und seine Bedürfnisse fokussiert sein kann - so, wie Du es schon in etwa beschrieben hast.
    Ich habe u.a. früher nie NEIN sagen können, habe immer alles für Alle gemacht - und mich dadurch natürlich übernommen. Und zum runterkommen, belohnen habe ich dann den Alkohol benutzt.
    Heute schaue ich, ob ich etwas wirklich tun will/kann, sage auch öfter mal nein, wenn ich der Meinung bin, dass es mir nicht gut tun würde.

    Oder er/sie übernimmt wieder Aufgaben, die vorher der/die Partner/in erfüllt hat, da er/sie alkoholbedingt nicht mehr wahrnehmen konnte - z.Bsp. die Familienfinanzen. Und damit kommen manche Angehörige wiedrum dann nicht klar fühlen sich plötzlich entmündigt. "Aber vorher war ich gut genug dafür!" Das hat aber damit überhaupt nichts zu tun und ist auch nicht so gemeint - der/die Betroffene will einfach nur wieder selbst Verantwortung übernehmen. Und nimmt sie damit dem/der Angehörigen weg ...

    Oder man geht plötzlich auf Kuschel-Kurs - im wahrsten Sinne des Wortes - da ja meist vorher auf Grund des Alkohols mehr auf Distanz gegangen wurde.

    Oder ... etwas anderes.

    Auf jeden Fall habe ich die Erfahrung gemacht, dass die meisten Menschen sich und ihre Umgebung bewusster wahrnehmen, klarer, anders - da der Schleier des Rausches fehlt.
    Und nicht immer finden die Angehörigen die entsprechende Reaktion gut.

    Nicht immer - aber immer öfter ;) :D

    Hallo, Antje, und HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 56, Alkoholiker und nun schon ein paar Jahre trocken.

    Es ist schön, dass Dein Mann etwas für sich - und damit auch für Euch tut. Aber natürlich braucht nicht nur er als Betroffener Betreuung, sondern auch Du als Angehörige.
    Denn: er wird nicht mehr der "Alte" werden, er wird sich verändern - denn zum Einen wird er von der LZT trocken zurückkommen (Möge diese Trockenheit seeeehr lange, nach Möglichkeit immer anhalten!), aber dadurch auch zum Anderen psychisch verändert.

    Aber natürlich hast Du nicht nur auch das Recht auf (ich nenne es mal so) Betreuung, sondern benötigst sie sogar: Du hast zig Fragen, fühlst Dich einsam momentan.

    Und hier sind wir - die Profis: sowohl Betroffene als auch Angehörige, die Du mit Fragen löchern kannst. Also raus damit ...

    Sorry, aber ich muss in die Küche (meine Tochter wedelt mit der weißen Fahne, äh, Handtuch) ;)

    Gruß
    Greenfox

    Erstaunlich finde ich das er noch nicht Mal wirklich besoffen ist er geht noch relativ gerade und redet Recht normal wenn man ihn nicht kennt käme man nie darauf das er schon so viel intus hat.

    Das deutet schon auf eine ziemlich starke Gewöhnung hin. Das heisst, dass er wohl schon ziemlich lange trinkt. Denn ein Mensch ohne eine derartige Gewöhnung an Alkohol läge schon längst in der Ecke und schnarchte vor sich hin, salopp gesagt.

    Und das ist ja das "Problem" bei uns Alkoholikern: Wir sind den Alkohol schon so gewöhnt, dass man es uns nicht (unbedingt sofort) anmerkt und wir uns so relativ leicht durchmogeln können.
    Es gibt Berufskraftfahrer (!!), die erst bei einer Routinekontrolle mit über 3 o/oo aufgeflogen sind :o

    Irgendwann schlägt das dann aber um und der Körper braucht nicht immer mehr, sondern dann reicht schon relativ wenig, um zu kollabieren. (Ich bin kein Arzt oder Wissenschaftler, also versuche ich es verständlich und kurz zu erklären). Das sind dann nicht mehr die "funktionierenden" Alkoholiker, sondern die Wracks aus den Parks und vor den supermärkten/Bahnhöfen etc., die das Bild, die Assoziation vom "typischen" Alkoholiker in unseren Köpfen prägen. Und diese Assoziationen verhindern oft genug, dass sich Betroffene selbst als Alkoholiker erkennen und Hilfe suchen - denn soooo schlimm geht's ja nun doch noch nicht, schließlich hat man ja Wohnung, Familie, Arbeit. Noch.

    Du schreibst, dass Du Dich "finanziell erst besser aufstellen" musst, um einen besseren "Verhandlungsspielraum" zu haben.
    ICH finde, Du solltest Dir schnellstmöglich Beratung und Hilfe bei einer Suchtberatung holen - schon alleine im Interesse der Kinder, aber natürlich auch in Deinem eigenen Interesse.
    Diese Suchtberatungen sind kostenlos und anonym - und nicht nur für die Betroffenen da,, sondern auch für hilfesuchende Angehörige.

    Dort kann man Dir Möglichkeiten und Wege, wawas Du machen kannst. Und man kann Dir die Adressen (im IDEALFALL mehrere) von SHG für Angehörige geben, wo Du Dich mit anderen Angehörigen direkt austauschen kannst, die die gleichen/ähnlichen Probleme haben/hatten - und vielleicht auch entsprechende Lösungen für sich schon gefunden haben. Dann kann man sich diese Lösungen anschauen/anhören und entscheiden, ob sie eventuell auch etwas für sich selbst wären.

    Es rattert im Kopf nur welchen Weg genau ist noch nicht sicher.

    Ich hoffe, Du findest Deinen Weg!

    Gruß
    Greenfox

    Das Problem der Hemmschwelle/Selbstüberwindung kennen sehr viele Menschen. Was meinst Du, wie lange ICH überlegt habe, eine SHG zu besuchen. Wir haben vor den Räumlichkeiten unserer SHG Menschen "beobachtet", die des Öfteren immer zur Zeit unserer Treffen langsam vorbeiliefen - bis sie dann eines Tages dann doch den Mut aufbrachten und hereinkamen.
    Im Nachhinein betrachtet war das natürlich "lächerlich" (meine ich absolut nicht abwertend!): zum Einen kannten die/wir Anderen diese Hemmschwelle auch - ebenso wie seine/meine Probleme. Denn sie/wir waren ja aus denselben Gründen dort.

    Und das anwaltliche Hilfe kostspielig ist, ist bekannt. Deshalb sprach ich ja auch die Beratungsstelle bzw. SHG an - und damit Menschen, die eventuell diese Situation schon durchhaben und somit Tipps geben können ...

    Aber nun meine Frage... Ist es in Zukunft möglich auf einer Feier ein paar Bierchen zu trinken und sich unter Kontrolle zu halten?

    Das ist die Mutter aller Fragen aller Alkoholiker dieser Welt.
    Und wenn man diese mit "JA" beantworten könnte, gäbe es keine Alkoholiker.

    Sorry.

    ich mag Bier und zwar so sehr, das ich es jeden Abend konsumiert habe. Es waren ungefähr 4-5 Flaschen am Tag...

    Schau doch mal HIER: das ist täglich eine halbe Flasche Schnaps

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich habe mal Deine Vorstellung vom Thread Massaras abgetrennt - denn auch wenn sich Euer Schicksal ähnelt, ist es doch ihr Faden ...

    Auch wenn Du schon viele Beiträge gelesen hast, möchte ich kurz etwas zu mir schreiben: Ich bin m, 56, Alkoholiker - und nun schon einige Jahre trocken.

    Er sieht das ganze gar nicht so, wenn man ihn darauf anspricht streitet er natürlich alles ab, Hilfe bräuchte er nicht und alle wären doof die das behaupten.

    Selbstverständlich hat Dein Mann kein Problem mit Alkohol! Hatte ich auch nicht. Nur OHNE Alkohol ...

    Das große Problem daran ist nur, das zu erkennen - und dann auch noch zu akzeptieren - und dann auch noch etwas dagegen zu unternehmen, unternehmen zu wollen.
    3 Dinge auf einmal bzw. nacheinander :o

    Ich kann Dir echt nur empfehlen, mal eine Suchtberatungsstelle aufzusuchen. Nicht nur um mit jemandem zu reden, sondern auch um Dir Rat in Bezug auf das Haus zu holen. Denn ich vermute, dass Du nicht die/der Einzige bist mit einem ähnlichen Problem. Ansonsten bleibt nur anwaltliche Hilfe ...

    Unabhängig davon wünsche ich Dir viel Kraft und hier einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Schau einfach mal HIER rein: auch wenn es "nur" Bier ist, entspricht die Menge doch einer Flasche Schnaps.
    Und das ist definitiv zu viel!

    Ich als trockener Alkoholiker kann Dir nur dringend raten, Dich an eine Suchtberatungsstelle zu wenden und Dir Hilfe zu suchen/holen. Hilfe in Form von Rat und Tipps, welche Möglichkeiten Du hast. Aber auch in Form von Gesprächen, bei denen Du auch mal Dein Herz ausschütten kannst.
    Und sprich mit Deinem Mann: setz ihm Grenzen mit eindeutigen Konsequenzen, die Du dann aber auch einhalten solltest. Damit meine ich nicht, dass Du ihn unbedingt vor die Tür setzen sollst. Aber Du musst vor allem an DICH denken - denn sonst zieht SEINE Sucht Dich auch noch mit runter.
    Er ist für seine Sucht verantwortlich - nicht Du.

    Natürlich ist es für den Betroffenen einfacher, etwas gegen seine Sucht zu unternehmen, wenn er Hilfe hat - wenn er/sie denn will und annimmt. Genauso wichtig ist aber auch die Gesundheit der Angehörigen (in diesem Fall: Deine). Und hier geht es nicht um ihn, sondern um DICH ...

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin m, 56, Alkoholiker und nun schon einige Jahre trocken.

    Du schreibst

    Zitat

    Eigentlich trinkt er nur Bier momentan sind wir bei täglich mindestens 8 meistens 10

    Nun, wenn Du mal HIER schaust wirst Du sehen, dass er "eigentlich" jeden Tag mindestens eine Flasche Schnaps trinkt ...
    Gut, dass Du nicht mehr "blind" bist ...


    Ich wünsche Dir einen guten Austausch - hier findest Du die "wahren Profis".

    Gruß
    Greenfox