Beiträge von Greenfox

    Morgen gehe ich in eine SHG nach dee arbeit. Bin schon mal gespannt was mich da erwartet und wie die menschen dort sind ;D freue mich schon drauf.. 44.

    Na, dann freue ich mich auf Deine "Vollzugsmeldung" ;) und Deinen Erfahrungsbericht.
    Ich hoffe nur, dass Du auch gelesen hast, dass nicht alles Gruppen zu einem passen: entweder von ihrer Art (Monolog-/Dialog-Gruppe) her - oder auch von den Leuten (also der "Chemie") her ... und es keine Enttäuschung war nixweiss0
    Wenn - dann eine andere SHG ausprobieren.

    HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum, Kasimir :welcome:

    Das mit der "Druckbetankung", um dann in Ruhe "offiziell" weiterzutrinken und die Beschaffungslogistik - kommt mir irgendwie bekannt vor ...

    Ich bin m, 56, Alkoholiker und nun schon einige Jahre trocken und auch in der Suchtselbsthilfe aktiv.

    Es freut mich immer wieder, wenn Menschen von sich aus ihren (manchmal nicht ganz) freiwilligen Verzicht von "zeitweilig" auf "dauerhaft" umstellen wollen.

    Leider kann ich jetzt nicht weiter auf Dich eingehen - ich bin auf Arbeit und muss wieder ran! Aber ... man sieht sich ;)

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Johann!

    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Bevor ich alles wiederhole, was meine Vorschreiber Dir schon an guten Vorschlägen unterbreitet haben und Dich damit zutexte, schließe ich mich ihnen einfach an.
    Aus eigener Erfahrung möchte ich aber diese Ausführungen Gerchlas unterstreichen:


    Die Tatsache, dass Du bisher ohne körperliche Symptome entziehen konntest ist kein Garant dafür, dass das auch beim nächsten mal problemlos funktionieren wird. Ich kenne Geschichten von Alkoholikern, die 10 mal problemlos und ohne irgendwelche körperliche Anzeichen ihr Trinkpausen eingelegt haben und beim 11. mal in der Notaufnahme landeten. Aus dem Nichts. Ich denke zwar mal, damit werde ich Dich jetzt nicht davon überzeugen können einen Entzug in einer Klinik zu machen. Sagen will ich Dir das aber trotzdem. Mir war das nämlich damals bei meinem Ausstieg auch nicht so bewusst und leider gibt es auch Fälle, wo es richtig schief geht. Im schlimmsten Fall war's das dann...

    Bei mir hat es auch nicht beim ersten Anlauf funktioniert. Ich hatte auch mehrere Entgiftungen (im Krankenhaus), die alle "easy going" abliefen - ich habe am Tag vorher einfach aufgehört zu trinken, bin mit 0,0 o/oo rein, hatte keine bzw. kaum Entzugserscheinungen. Alles schick. Die letzte Entgiftung allerdings war der Hammer schwitz. Da ging es mir echt beschissen und ich war heilfroh, dass ich im Krankenhaus war und unter ärztlicher Betreuung ...
    Einem Gruppenfreund aus meiner SHG erging es ähnlich - nur dass er kurz vor der Ankunft im Krankenhaus mit einem Krampfanfall zusammenbrach! Auch bei ihm liefen die Entziehungen vorher ganz easy!

    Egal - ich hoffe sehr, dass Du Deinen Entschluß auch in die Tat umsetzt, denn es lohnt sich.
    Es wird nicht leicht, klar. Anfangs ist es, als würde man einen riesigen Bus versuchen zu ziehen - aber wenn der erst mal rollt, dann rollt er.

    Ich wünsche Dir jedenfalls die Kraft dazu!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo greenfox, dass man immer eine wasserflasche dabei haben soll und dann trinkt wenn man suchdruck spürt oder hat ist recht gut. ;D

    Ich habe nicht "Suchtdruck" geschrieben - ich schrieb "Hauch von Durst". Denn meist kommen diese Dummen Gedanken "Jetzt ein Bier", wenn man leichten Durst hat. Also garnicht erst Durst aufkommen lassen.
    Also entweder genauer lesen - aber da entgehen einem die Untertöne. Oder endlich mal wirklich eine/mehrere SHG's besuchen und ausprobieren.
    Und nicht immer nur schreiben "Zu einer SHG will ich unbedingt gehen." :klugsch: :sorry:


    Hier ist ein kleiner Einblick meiner Liste:
    ROT - den Raum verlassen, mit jemandem sprechen, weinen (nicht unterdrücken), kuscheln, kalt duschen, Wasser ins Gesicht, Ablenken (irgendne Spielapp, hauptsache Gedanken darauf richten), Entspannungsübungen (wenn überhaupt möglich), Sport (auspowern), Tagebuch schreiben, Chilibonbons (ein Tipp meiner Suchtberaterin - soll den Körper ablenken)
    GELB - Ablenken, kochen, putzen, Sport, sich Rat suchen / telefonieren, Entspannungsübungen, Alternativgetränk (Kräuterlimo), ganz viel Wasser exen, Hobby nachgehen und sich darauf konzentrieren
    GRÜN - hier kommen die Alternativen Beschäftigungs- und Belohnungsmöglichkeiten hin :)

    ICH finde die Liste gut.
    In meiner Anfangszeit der Abstinenz hatte ich übrigens stets und ständig eine große Flasche Wasser bei mir - auf Arbeit, unterwegs, egal wo. Und wenn ich auch nur den Hauch von Durst verspürte, habe ich getrunken. Natürlich Wasser ;)
    Auf diese Weise hielt sich mein Bier-"Durst" (ich habe hauptsächlich/am liebsten Bier konsumiert) so dermaßen in Grenzen, dass ich ihn kaum bis gar nicht verspürt habe. Und auch als ich später überhaupt keinen mehr hatte - mein Wasser ist mir geblieben, schön verfeinert mit einem Spritzer Zitrone und manchmal einem Blatt Minze :D

    Das mit deer Wasserflasche war übrigens auch ein Tipp von den "alten Hasen" - hat funktioniert (zumindest bei mir) 44.

    Was heisst "Saufdruck" denn für Dich? Wie war denn das "Verlangen"?

    So wie ich es in dem anderen Thread gelesen und interpretiert habe, hattest Du Langeweile - und hast deshalb getrunken.
    Der einfache Gedanke "Ach, ein Bierchen wäre jetzt aber schön! Das vertreibt die Langeweile./Das habe ich mir zur Belohnung/als Trost verdient." hat aber mit SaufDRUCK nach meinem Verständnis und meinem persönlichen Erleben nichts, aber auch garnichts zu tun!

    Ich habe MEIN Erlebnis schon mal HIER beschrieben:


    Zu Beginn meiner Abstinenz habe ich immer wieder mal davon gehört und gedacht, das wäre dieses etwas wehmütige Gefühl, wenn man z.Bsp. bei schönem Wetter an einem Biergarten vorbeikommt und dann so bei sich denkt: "Ja, das wäre schön - jetzt gemütlich hier sitzen und ein Bier trinken und das Wetter geniessen." Und dann habe ich mir gesagt: "Nee, das (Bier) brauche ich nicht." und gut war's.
    Habe dann auch mal in meiner Gruppe angesprochen - da war ich so ungefähr 1 Jahr trocken -, dass es ich die Leichtigkeit meiner bisherigen Abstinenz etwas beängstigend finde. Warum ist es mir früher so schwer gefallen (eigentlich unmöglich war), trocken zu bleiben? Und jetzt - keine Probleme?!?

    Und dann kam für mich der "dicke Hund": Ich war ca. 1,5 Jahre trocken, ein schöner Tag, kein Stress, kein Ärger, alles chic und schön. Ich war mit meiner Familie bei einem Kindergeburtstag im A10-Center (für die, die es nicht kennen: ein großes Einkaufszentrum) und stand gerade draussen, um eine zu rauchen. Und plötzlich - aus heiterem Himmel - kriege ich das große Zittern und habe ein unbändiges Verlangen, mir die Hucke vollzusaufen :o Ich BRAUCHE! JETZT! was zu saufen!! SOFORT!! Ich bin schon fast losgelaufen ... zum Glück kam irgendwo aus den unendlichen Tiefen des Unterbewusstseins noch die Stimme meines Schutzengels und fragte "Eh Alter! Was machst Du denn jetzt für ein Scheiss? Willst Du Dir wirklich alles kaputtmachen, was Du Dir bis jetzt wieder mühsam aufgebaut hast??" Aber dieses Scheiß-Gefühl blieb. Trotzdem wollte ich doch eigentlich nicht trinken - und andererseits doch. Also habe ich mit dem letzten Funken Verstand meinen Zettel mit den Telefonnummern von meinen Gruppenfreunden und mein Handy rausgeholt, um jemanden anzurufen. Ich habe zwar heute keine Ahnung, ob es funktioniert hätte, ob mir der Angerufene hätte helfen können - jedenfalls ist dieser "Anfall" so schnell wie er gekommen ist auch wieder weggewesen ::) Puuh Ich jedenfalls wieder rein zu meiner Familie und erstmal einen halben Liter Wasser auf ex! Meine Frau hat zwar gesehen, dass irgend etwas passiert war, ich konnte ihr aber nicht wirklich begreiflich machen, was/wie es war - sie ist eben keine Betroffene.

    Und zu meiner Erleichterung war dies der erste und LETZTE Vorfall dieser Art gewesen. Noch mal brauche ich das nicht. Jedenfalls weiss ich jetzt, was für MICH Saufdruck ist.

    Dieses Trinkbedürfnis aus Langeweile ... Hast Du Alkohol zu Hause in Deiner Wohnung? Oder musst Du erst losgehen und Dir etwas besorgen?


    Die Sucht ist eine unglaubliche Macht. Solange sie dominierend über den Suchtkranken herrscht, herrscht keine Fähigkeit einer rationalen, verstandesmäßigen Einsicht. Es ist nicht so, dass ein Suchtkranker das nicht sehen „will“. Er kann es nicht!
    Das ist, als würde man zu einem Blinden tadelnd sagen: „Ja, siehst du denn nicht!“
    ...
    Als betroffener Alkoholiker schreibe ich Dir meine eigenen Erfahrungen. In meiner nassen Zeit, ohne jegliche Einsicht und ohne Erkennen, dass ich ein Gefangener meiner Sucht war, meinte ich die „Freunde“ um mich herum, die sich stets davor drückten mir ihren klaren Standpunkt zu meiner Sucht ins Gesicht zu sagen, wären meine „wahren Freunde“. Und alle die, die mir direkt, konsequent und ungeschminkt den Spiegel vorhielten, waren meine Feinde, die mir nur Böses wollten.
    Als ich meine Sucht zum Stillstand bringen konnte, erkannte ich plötzlich, wie verdreht und falsch ich eingeschätzt hatte, wer es wirklich gut, und wer es zwar nicht schlecht mit mir gemeint hatte, aber wem ich im Grunde genommen egal war.

    Um es kurz zu machen: Das sind 1:1 meine Erfahrungen und Gedanken!

    Und aus vielen Gesprächen weiß ich, nicht nur meine/Dietmars Erfahrungen. Leider ;(

    Hey Henri, so wirklich kann ich keine Antwort auf Frage 1 geben. Hoffen tue ich es, dass sie Zeit mit uns verbringen möchten, egal ob es Alkohol gibt oder nicht.

    Nach meinem "Outing" und der Ansage, dass es bei mir keinen Alkohol mehr gibt, gab es natürlich auch ein paar "Freunde", die dann nicht mehr kamen. aber ehrlich gesagt: Auf solche Sauffreunde konnte und kann ich gut verzichten - da sind mir die anderen, die wahren Freunde, viiiiiiiel lieber :D

    Was hatte ich erwartet? Ich hatte erwartet, dass nebst älteren Personen auch jüngere dabei sind, dass eifrig diskutiert wird und Lösungsansätze für den Ausstieg aus der Sucht diskutiert wird. Nichts dergleichen fand statt. Einzelne Monologe und was mich am meisten überrascht und schockiert hat, dass ich das Gefühl bekam, dass alle Teilnehmer komplett kapituliert haben und keine Lebensfreude mehr entwickeln können.

    Tja, das passiert, wenn man sich vorher nicht ein Fizzelchen schlau macht über die AA bzw. die Gruppe, die man besucht.

    Aber nun weisst Du, dass die AA Monologgruppen sind und was das bedeutet: Monologgruppe. Und leider ist es fast überall so, dass anscheinend erst ab einem gewissen Alter sich nicht nur die Einsicht einstellt, dass Alkohol ein hervorragendes Lösungsmittel ist: Es löst Familien, Ehen, Freundschaften, Arbeitsverhältnisse, Bankkonten, Leber- und Gehirnzellen auf. – Es löst nur keine Probleme. Und damit dann auch der Wille einhergeht, etwas in seinem Leben zu ändern.
    Bei den "jüngeren" Leuten bedeutet Alkohol noch (zu) oft Leben, Party, Spaß. Dass dieses dicht am Abgrund geschieht, wird im Rausch übersehen und/oder verdrängt.
    Auch in "meinem" Verein wünschen wir uns oft, dass mehr jüngere Leute kämen - denn dass es genug davon mit Alkohol- bzw. Suchtproblemen gibt, sehen ich und die anderen Krankenhausvorsteller immer wieder, wenn wir in die Krankenhäuser auf die Entgiftungsstationen gehen. Und auch von den anderen Vereinen wie Blaues Kreus etc weiß ich, dass es dort ähnlich ist. Nun, in meiner SHG ist das Durchschnittsalter ca. 60 Jahre. Das heisst, wir haben schon ein paar Jüngere, die den Durchschnitt drücken ;D Schließlich bin ich mit meinen momentan 56 Lenzen ja auch schon 11 Jahre dabei.

    Aber auch bei den Dialoggruppen gibt es Unterschiede: da gibt es von Therapeuten angeleitete Gruppen oder (wie meine) reine Betroffenengruppen. Letzteres sind Gruppen, wo Therapeuten nur dabei sind, wenn sie selbst Betroffene sind ;)

    Ich habe aber auch AA-Gruppen kennengelernt (ich habe mir auch diese angeschaut, sonst würde ich mir nicht anmaßen, mir ein eigenes Urteil bilden zu wollen), bei denen es im Anschluß (!) richtig rund ging. Da wurde dann ganz ordentlich untereinander diskutiert. Trotzdem ist das nicht mein Ding.
    Und bei den AA-Gruppen, bei denen ich war, wurde zum Schluß das von mir schon zitierte "Gelassenheitsgebet" gesprochen (welches ich für mich abgewandelt habe, da ich ja orthodoxer Atheist bin).

    Leider kenne ich keine Gruppen in der Schweiz und kann Dir somit nicht weiterhelfen.
    Aber vielleicht liest Du ja gerne? Dan empfehle ich Dir unsere Literaturecke. Einige (9) von den Büchern dort habe ich auch schon gelesen und kann sie wärmstens empfehlen.

    Gruß
    Greenfox


    Das wäre n kleiner Schritt in die Richtung. um es nicht so radikal zu machen.
    Erst so, dann vielleicht beim nächsten Treffen den Vorschlag zu machen es bei einer alkoholfreien Runde zu belassen.

    Ich möchte nur nochmal explizit auf etwas hinweisen:

    Und merkwürdiger Weise hat nie jemand eine Flasche mitgebracht nixweiss0 Bevor Du fragst: Wir hatten des Öfteren Freunde zu Besuch.

    Und ich habe nur gesagt: "Wenn Ihr unbedingt etwas Alkoholisches trinken wollt, müsst Ihr es Euch schon selbst mitbringen und Reste danach auch wieder mitnehmen - bei mir bzw. uns gibt es keinen Alkohol."
    Vielleicht lag es ja auch an dem BEILÄUFIGEN "Wenn Ihr unbedingt etwas Alkoholisches trinken wollt... ;)

    Dieses Dilemma kenne ich sehr gut - zum Einen aus eigener Erfahrung und zum Anderen aus unzähligen Erzählungen von Gruppenfreunden und anderen Betroffenen.

    Ich habe Öfteren die Erfahrung gemacht, dass ich nicht unbedingt bei einer Feier, auf der ich war, "Saufdruck", Trinkgelüste verspürte - sondern erst hinterher, wenn ich wieder zu Hause war. Wahrscheinlich auch deshalb, weil ich mich bei solchen Gelegenheiten auch früher zurückhielt, um nicht (negativ) aufzufallen und dann zu Hause "nachgefüllt" habe.

    Von daher habe ich von Anfang an auf den Ratschlag von den damals erfahrenen Gruppenfreunden (heute bin ich ein solcher :) ) gehört und habe meine Wohnung in Absprache mit meiner Frau alkoholfrei eingerichtet. Das heisst, bei mir gab es in der Wohnung keinen Alkohol. Auch nicht, um ihn Gästen anzubieten. Und das habe ich allen meinen Freunden und Bekannten auch so verklickert. Wenn sie unbedingt etwas trinken wollen: Bitte schön, dann müssen sie es sich mitbringen! Bier, Wein, Sekt - aber keinen Schnaps! Meine Wohnung, meine Regeln!

    Ich möchte doch niemandem verbieten zu trinken, jeder soll machen was er für Richtig hält.

    Richtig. Mache ICH auch nicht. Aber ich habe Regeln, die meine Wohnung, meinen Rückzugsort betreffen.
    Und die Wohnung ist aus dem Grund alkoholfrei, falls ich doch mal einen "Anfall" von Suchtdruck kriegen sollte - und dann kann ich nicht einfach nur so zugreifen, sondern muss meinen Hintern bewegen und mir irgendwie den Alk besorgen. Und das verschafft mir dann die Zeit, hoffentlich wieder zur Besinnung zu kommen und Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

    Meine Gesundheit ist mir wesentlich wichtiger als dieser vermeintliche Bestandteil von Gastfreundschaft - das Anbieten von Nervengift namens "Alkohol".

    Übrigens: Meine damalige Frau und heutige Ex trank auch nur ab und zu mal ein Gläschen und tut dies auch heute noch. Aber das hat sie dann nie zu Hause getan. Und merkwürdiger Weise hat nie jemand eine Flasche mitgebracht nixweiss0 Bevor Du fragst: Wir hatten des Öfteren Freunde zu Besuch.

    Gruß
    Greenfox

    Ich habe damals auch immer wieder mal versucht, mich selbst mit alkoholfreiem Bier zu "reduzieren". Aber da (mir) dann doch immer etwas fehlte, war ich meist gereizt (Entzug!) und bin dann spätestens nach ein paar Tagen schließlich doch wieder auf "richtiges" Bier umgestiegen.
    Natürlich nur, weil es besser schmeckt ;)

    Das ist übrigens auch der Grund, warum ich auch heute kein alkoholfreies Bier trinken würde - weil ich Angst habe, dass mir mein Gehirn, meine Psyche sagt "Da fehlt was - nimm ein Richtiges!"
    Und das ist mir zu heiss, also lasse ich es lieber.

    In Bezug auf "alkoholische Träume" brauchst Du Dir auch keinen Kopp zu machen - so lange Du froh bist, dass es nur Träume sind ;)

    Ich hatte anfangs auch einige solcher Träume.
    Da habe ich dann aber im Traum zugegriffen und getrunken - bis mir dann klar wurde, was ich da gerade tue, dass ich da gerade alles bislang Erreichte wieder zerstöre. Und dann bin ich aus dem Schlaf hochgeschossen (und habe dadurch meist auch meine damalige Frau geweckt) - und habe dann meist 1-2 Minuten gebraucht um zu kapieren, dass es zum Glück nur ein Traum war schwitz.

    Nicht nur der Körper muss die "Nachwehen" des Alkoholmissbrauchs verarbeiten - auch die Psyche. Es ist doch eine drastische Umstellung, wenn plötzlich die gewohnte Droge wegbleibt - sowohl physisch als auch psychisch.


    Wie kommt das zustande? Bin da auch einfach wissenschaftlich neugierig.

    Was ist im Hirn von dem einen anders, als im anderen?

    Wenn Du DIE Frage beantworten kannst, bekommst Du höchstwahrscheinlich einen Nobel-Preis ...

    Aber solange es Menschen gibt, die trotz hohem Alkoholkonsum NICHT abhängig sind, werden die Menschen weitersaufen und sich einreden, auch zu diesem kleinen Prozentsatz zu gehören ...