Erstmal DANKE für das Update.
Meine Gedanken, die mir durch den Kopf gingen, als ich dieses hier las:
Nach meinem Entschluss mit dem Alkohol auszusetzen im April`22, kam wieder ein Wochenende an dem ich mal ein paar Bierchen trinken wollte. Ich weiß nicht mehr aus welchem Anlass aber was ich weiß ist, daß ich seitdem wieder voll drin bin mit meinen 5 Bier am Abend und am Wochenende sind es auch ein paar mehr. Als ich dann nach unserem Winterurlaub und täglich mehr wie 5 Bier (War ja Urlaub :o ) wieder zu Hause war, hatte ich einen Ruhepuls der kaum unter 100 kam und einen Blutdruck von teilweise 170:109.
klemme ich mir mal..
Ich finde es ja schön, dass Du das so locker siehst
Ich habe dann vor drei Wochen wieder nach dem Buch von Alan Carr aufgehört, von heute auf morgen und ganz locker keinen Alkohol zu konsumieren. Ich möchte jetzt nicht wieder anfangen weil es mir total gut geht ... aber was ich immer noch nicht verstehe ist, das man das Gehirn nach einiger Zeit Abstinenz nicht wieder "resetten" und auf "0" setzen kann. Könnte man das mit Hypnose nicht hinbekommen?
und auch so ganz locker wieder aufhören kannst.
Wohin es Einen aber bringt, wenn man auf A.C. hört und sich einredet, dass es ja nur eine Kopfsache ist, hast Du auch gesehen.
Wenn es nämlich wirklich so einfach wäre und eine reine Willens-/Kopfsache wäre, um mit einem Suchtmittel aufzuhören, dann würden die ganzen Kliniken reihenweise schließen und es auch so gut wie nie zu irgendwelchen Rückfällen kommen.
Oder nur bei Idioten wie mir.
Natürlich gibt es Menschen, denen diese Methode hilft. Genauso, wie es Menschen gibt, bei denen es ausreicht, dass sie daran GLAUBEN, gesund zu werden. Aber hierbei kommt es auf die Krankheit und da wiederum auf das Stadium bzw. die Schwere an.
Und es hilft beileibe nicht immer.
Bei meinen Gesprächen in den Krankenhäusern, SHG und Treffen der Sucht-Selbsthilfe-Tagungen habe ich bisher noch nicht EINEN Menschen getroffen, der nach dieser Methode jahrelang trocken/clean geworden ist oder tatsächlich in der Lage war, kontrolliert nur sehr mäßig zu trinken.
Da ist mir nur hier im Forum einer begegnet. Thats it.
ICH habe für mich festgestellt (und auch, dass die meisten anderen Betroffenen dies für sich letztendlich so fanden), dass es einfacher und kräftesparender ist, sich einzugestehen: "Ja, der Alkohol hat die Oberhand über mein Leben und bestimmt, wo es lang geht, sobald er nur die kleinste Chance bekommt. Also gebe ich ihm keine Chance mehr. Gar keine. Punkt."
Und noch einfacher wird es, wenn man darauf verzichtet, auseinanderklabüsern zu wollen, ob man nun physisch oder "nur" psychisch oder physisch und psychisch abhängig ist. Wenn man es mathematisch auf den kleinsten gemeinsamen Nenner bringt, dann steht da: "man ist ... abhängig" - und die Punkt kann man ruhig streichen.
Egal, mach wie denkst Du.
Wollte nur meine Gedanken dazu mal dalassen.
Und vorschlagen, Dir vielleicht doch eine Strategie für die Zukunft zu überlegen. Falls Du länger als eine Schwangerschaftsperiode überstehen willst.
Gruß
Greenfox