Beiträge von Greenfox

    niemand würde einem Nichtraucher ungefragt eine Zigarette anbieten… Und das ist der unterschied… Auf jeder Feier zur Begrüßung gibt es ein Glas Sekt oder ein Bier… Zu jedem guten Essen gibt es Alkohol…

    Ich würde vorschlagen, Du machst mal die Augen auf und schaust Dich RICHTIG um:

    - Auf jeder Feier zur Begrüßung gibt es auch alkoholfreie Getränke wie Wasser und Säfte.
    - Zu jedem guten Essen kann man durchaus auch problemlos alkoholfreie Getränke nehmen/bestellen.

    Und dann analysiere mal, wie viele Menschen - außer Dir - sich wirklich auf den Alkohol stürzen bzw. wie viele sich an alkoholfreie Alternativen halten.
    Es zwingt Dich NIEMAND, die alkoholischen Getränke zu nehmen - DU WILLST sie nehmen. Also beschwer Dich nicht!

    Herzlich Willkommen hier im Forum :welcome: und auch zur "Keule der Wahrheit" 8)

    Erst mal kurz zu mir: Ich bin m, noch 56, Alkoholiker und nach mehreren Anläufen nun seit fast 12 Jahren trocken.


    Mittlerweile ist es jedoch so, dass ich mir nicht vorstellen könnte, abends etwas anderes als Bier oder Wein oder Sekt zu trinken. Mir schmeckt nichts anderes. Mich verlockt auch nichts anderes. An sich würde ich es nicht als Problem ansehen… Allerdings bemerke ich, dass ich mittlerweile regelmäßig ein Glas zu viel trinke.
    ... um ehrlich zu sein, ist es aktuell so, dass ich täglich eine Flasche Sekt trinke (also nach 18:00 Uhr 4 Gläser Sekt). Bei feiern oder geselligen Anlässen natürlich mehr!

    Dann gehe ich mal kurz darauf ein:

    Alles klar: Du trinkst also aktuell also mindestens eine Drittel Flasche Schnaps - TÄGLICH.


    Für mich gehört zur Geselligkeit der Alkohol.
    ...
    Wenn ich nun daran denke, dass ich süchtig bin und wenn ich aufhören würde, NIE wieder ein Glas Alkohol trinken dürfte, dann versetzt mich das in ein Gefühl absoluter Ablehnung. Das kann ich mir so auf gar keinen Fall vorstellen!

    Noch (NOCH) redest Du es Dir schön, weil Du ja "nur" Sekt/Wein trinkst - aber auch das ist Alkohol.

    Ich empfehle Dir, Dich mal in unserer Linksammlung und/oder Literatur-Ecke umzuschauen. Dort erhältst Du viele weiterführende nützliche Informationen zum Thema Alkohol und Abhängigkeit.
    Und wenn die Dich beängstigen sollten - dann solltest Du mal ERNSTHAFT darüber nachdenken, ob Du nicht etwas an Deiner Einstellung ändern solltest.
    Dir und Deiner Familie zuliebe.

    Gruß
    Greenfox

    Ich habe aber einfach innerlich das Gefühl, dass es bei mir irgendwie anders ist. Ich hab mich noch nie so gut gefühlt, wirklich nicht, auch psychisch nicht. Ich habe jetzt nicht wirklich an das Ereignis morgen gedacht, auch nicht in freudiger Erwartung daran, es findet halt einfach statt. Ich hatte jetzt nicht Gedanken wie beispielsweise, dass ich es noch durchhalte, weil es ja am Freitag endlich wieder Alkohol gibt.

    Wow - das, was Du da schilderst, ist ja so VÖLLIG anders, als es bei mir war. Oder bei den anderen, mit denen ich mich im Laufe der Jahre unterhalten habe.
    Könnte es wirklich sein, das Du die EINE Person unter Millionen bist, bei der es so völlig anders läuft??


    Ironie-Modus aus


    Ich hoffe es trotzdem. Sehr! FÜR DICH!

    Und wenn man 6 Jahre+ trocken ist, erhält man 0% - habe mich damals erkundigt, als ich davon erfahren habe. Eine BU hätte ich auf Grund meines Berufs sowieso nicht mehr bekommen, die KV kann (und will) ich auch nicht mehr wechseln) ...
    Um also auf 30 bzw. 50% zu kommen, müsste ich wieder saufen - zumindest zeitweise. Und das ist es mir nicht wert.

    Hallo, Stiklein, und nachträglich HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Ich bin m, 56, Alkoholiker, nach mehreren Anläufen nun seit fast 12 Jahren trocken auch schon einige Jahre in der Suchtselbsthilfe ein wenig unterwegs.

    Von daher sei mir bitte nicht böse, wenn ich Dich zwar zu Deinem Entschluß, Dich vom Alkohol zu verabschieden, beglückwünsche - aber Deinen momentanen Entusiasmus (aus eigener Erfahrung) mächtig bremsen möchte.

    ich frage mich nicht mehr ob ich ein Alkoholproblem habe, da ich für mich gemerkt habe, dass ich es nicht bin

    :lach: Wie kommst Du jetzt auf das schmale Brett? nixweiss0 Weil Du es gerade mal geschafft hast, 2 Wochen ohne Alkohol auszukommen? Und deswegen meinst Du, Du hast kein Alkoholproblem, bist nicht abhängig?

    Weisst Du, wieviele Menschen ich auf den Entgiftungsstationen getroffen habe, die ebenfalls dieser irrigen Meinung waren? Und dann meinten, naja, EIN Glas Bier/Wein kann ihnen ja dann wohl nicht schaden - und die dann ziemlich schnell wieder auf ihrem alten Trinklevel und darüber hinaus waren?
    Mich übrigens eingeschlossen!


    Ich war am Wochenende (Freitag) in einer Wirtschaft und habe dort einfach genüsslich einen Burger gegessen und eine Zitronenlimonade getrunken - gut ich dachte mir "Boah 3,50 € für ne Sprite, ein Bier würde auch 3,50 € kosten" aber es war jetzt kein Bierdrang, sondern einfach nur den Preisen geschuldet.
    Am Samstag dann war ich mit meiner Freundin bei ihrer Schwester. 3 Frauen saßen um mich rum und haben den ganzen Abend über Wein getrunken während ich bei meinem Wasser und meiner Cola geblieben bin ...
    Am Sonntag dann war ich in einer richtigen urigen bayerischen Wirtschaft und Tada, auch hier gab es kein Bier, obwohl das zum Hirschgulasch mit Blaukraut und Semmelknödel echt super gepasst hätte. Es gab Wasser und Sprite, auch nicht weiter schlimm.

    Die ersten zwei Wochen sind also fast geschafft und am Freitag findet meine Weinprobe statt. Danach kann ich euch dann erzählen wie ich mich fühle und ob ich dann wieder einen Drang habe jeden Abend etwas zu trinken, nur weil ich einmal Alkohol getrunken habe.

    Du spielst mit dem Feuer! Und bis jetzt konntest Du Dich zurückhalten, weil Du Dich auf Dein Ziel freust: Freitag, Weinprobe, SAUFEN!

    Glaub mir: Du wirst arge Probleme haben, nach der Weinprobe aufzuhören bzw Dich überhaupt zurückzuhalten.
    Ich weiß, man soll nicht von sich auf andere schließen. Aber ich habe schon zu viele (Lebens-)Geschichten gehört - und auch hier gelesen ...

    Good luck!

    Gruß
    Greenfox

    Hat jemand vielleicht Ahnung davon den Account zu löschen?

    Wenn Du wirklich weiter vor Deinen Problemen weglaufen und Dein Profil löschen willst, dann gehe oben in der Leiste auf Dein "Profil" und dort auf den Reiter "Aktionen" - "Benutzerkonto löschen" und folgen den dortigen Anweisungen ...

    Aus eigener Erfahrung kann ich Dir aber nur mit auf den Weg geben: Immer nur weglaufen hilft nicht - die Probleme können nicht nur schwimmen (man kann sie also nicht ersäufen), sie sind auch schneller wie Du und holen Dich locker IMMER wieder ein!

    Ich halte die Frage nach dem "Warum" für sehr wichtig - alleine schon, um präventiv nicht wieder in dieselben Fallen zu tappen, dieselben Fehler zu machen.

    Aus Fehlern lernt man. Heisst es.

    Nur für ein Gruppenmitglied war die Frage nach dem Warum unwichtig. Er meinte, es würde ihm nichts bringen, er könne ohnehin nichts mehr daran ändern. Er sei abhängig geworden, weil er schlicht und einfach zu viel soff (und schlief ein…)

    Wenn ich immer wieder gegen Wände renne und mich verletze - sollte ich dann nicht die Augen aufmachen oder langsamer laufen oder … herausfinden, WARUM ich immer wieder gegen die Wände renne?

    Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, wie tief man buddelt.


    Und derzeit hab ich das Gefühl… .. dass ich es eh nicht brauche.
    ... ich hab gar keinen Bedarf...

    Vielleicht hast Du ja gar kein Problem?


    Vielleicht kannst Du ja doch ...


    ... zumindest ab und an mal ein Gläschen ...


    ... oder zwei oder drei ...


    Sorry - aber weißt Du, wie oft ich DAS schon gehört habe in den Jahren meiner Arbeit in der Suchtselbsthilfe?
    Und vor allem: Weisst Du, woher ich es noch kenne? VON MIR!
    Ich war auch mal der Meinung, ich brauch das nicht, ich habe keinen Bedarf. Im Gegensatz zu Dir hatte ich allerdings da wenigstens mal SHG ausprobiert - bin dann nur "abgehoben" und war der Meinung, ich schaffe es alleine.

    ICH habe es dann noch ca. 3 Monate geschafft, bevor ich wieder umgefallen bin. Und es hat mich dann 4 JAHRE gekostet, aus diesem Loch wieder rauszukrabbeln ;(

    Womit ich allerdings nicht sagen will, dass ich das Maß aller Dinge bin!! Das ist nur MEINE bittere Erfahrung.
    Eine andere Erfahrung allerdings ist, dass ich in vielen Gesprächen erfahren habe, dass Viele andere diese und ähnliche Erfahrungen ebenfalls gemacht haben - einfach nur aus Selbstüberschätzung und Leichtsinn.
    Was man natürlich im Moment des Geschehens nie als solches erkennt, sondern immer erst hinterher - darum warne ich VORHER!


    Alter Falter! Sorry, das gehört jetzt hier nicht wirklich in diesen Baum. Und ich hab Pippi im Auge...

    Aber für Femme und alle die das lesen: es lohnt sich tatsächlich... Never give up!!!

    Gerade deshalb gehört es (u.a.) hier hin 44.

    Schön, das Deine Tochter an dieses Datum "gedacht" hat - für meine Leute war es ein Tag wie jeder andere (inzwischen eben "normal"), nur ich hab kurz gedacht "Wow" und bin zur Tagesordnung übergegangen ...

    Hallo, Hubby!

    Ich habe mich die ganze Zeit herausgehalten, aus dieser Diskussion, aus diesem Thread, weil es mir die letzten Wochen selbst nicht so besonders ging und ich in den letzten Jahren solche Diskussionen schon so oft geführt habe (allerdings mehr im realen Leben).

    Aber vielleicht stelle ich mich erstmal kurz vor: Ich bin m, noch 56, Alkoholiker, seit über 11 Jahren trocken und schon etliche Jahre in der Suchtselbsthilfe unterwegs. Unter anderem habe ich dabei auch viele Gespräche, nicht nur mit Betroffenen, sondern auch mit Angehörigen und Freunden geführt.

    Und wenn ich Deine Ausführungen hier so lese, merke ich dass Du zwar ziemlich verzweifelt bist, aber auch vollkommen ohnmächtig bist und nicht wirklich mitbekommst, was Dir die Betroffenen und Angehörigen hier zu vermitteln versuchen.
    Eines habe ich gemerkt: Wenn Angehörige zu uns in die SHG gekommen sind und uns zugehört haben, mit uns gesprochen haben - dann haben sie danach oft Vieles (natürlich nicht Alles - wir verstehen unser Handeln ja oft selber nicht) besser verstanden. Aber dazu bedarf es oft der persönlichen, der direkten Gespräche mit den Betroffenen (Alkoholikern sowie anderen Angehörigen). In solche einem Forum wie dem unseren ist alles zeitversetzt, verzögert, ohne Mimik, ohne Betonung, kommt oft anders rüber als es gemeint war.

    Apropos: Ein Therapeut meinte einmal zu mir: Die Steigerungsform von etwas "schlecht machen" ist etwas "gut meinen".

    Ich kann Dir ehrlich nur empfehlen, Dir eine SHG für Angehörige zu suchen und Dich dort auszutauschen (zusätzlich zu uns hier). Und vielleicht findest Du auch ein, zwei SHG für Betroffene, wo Du einfach mal reinhören und Dich mit den Leuten unterhalten kannst ...

    Gruß
    Greenfox

    Aber es erinnert mich vor allem an eins: Alkohol irritiert und verändert die objektive Wahrnehmung eines Menschen schon sehr, das merke ich aber erst jetzt mit einigen Monaten Nüchternheit. Als ich trank, auch wenn nicht täglich, hatte ich sehr oft das Gefühl angegriffen zu werden, alle missverstanden mich, niemand konnte mich begreifen etc...Bin da in so ein ziemlich falsches Weltbild gerutscht und doch fühlte ich mich komischerweise ziemlich überlegen zum Teil. Dauerhafter Konsum hat mich sehr verändert, werde jetzt wieder zu meinem eigentlichen ICH, langsam aber sicher, das ist gut so!

    Da stimme ich Dir zu und kann mich - trotz der mittlerweile fast 12jährigen Trockenheit - noch dran erinnern. Trotzdem muss ich mich nicht von jedem Suffkopp beleidigen lassen. Auch meine Langmut ist irgendwann am Ende angelangt.
    Und auch hier im Forum kann man für ungebührliches Verhalten verwarnt werden.

    Hallo Greenfox (bzw. echter Name: Christian, Klaus- Dieter , Paul oder Peter Und wenn Du über jemanden hinaus fliegen willst, mit deinen "Weisheiten", dann würden sich bestimmt fast Alle sehr über eine Absprache freuen.

    @Katharina:
    Wenn Du hier weiter rumpöbelst, dann fliegst DU - versprochen! Ich lasse mir nicht weiter von Dir blöd kommen! Mit der Anmeldung hier hast Du auch eine gewisse Nettiquette akzeptiert.