Beiträge von Greenfox

    Woher dann dieses Verlangen kommt wieder in unregelmäßigen Abständen zu trinken , kann ich nicht sagen. Tja ich bin eben ein Alkoholiker.

    Ach, Du Armer. Du tust mir ja so leid. Du bist Alkoholiker. Tja, da kann man eben nichts machen ...

    Bullshit! Ich bin - wie Etlliche andere hier - ebenfalls Alkoholiker! Und wir haben unseren Arsch in Bewegung gesetzt und etwas gegen unsere Sucht unternommen!!
    Und wenn man einen Rückfall hat, dann steht man wieder auf und kämft weiter!

    Nur Weicheier bleiben liegen und heulen dann so laut wie Du hier rum: "Ach, ich bin Alkoholiker und deswegen kann ich es ja gar nicht schaffen!"

    Sorry, aber wenn Du hier mal ein wenig die Geschichten der Menschen durchliest, dann wirst Du sehen, dass hier die Wenigsten das Glück hatten, gleich auf Anhieb vom Alkohol wegzukommen.
    Ich selbst brauchte auch 4 Entgiftungen - aber ich habe die Entgiftungen nicht gesammelt wie Trophäen, ich habe nicht aufgegeben. Mittlerweile bin ich über 12 Jahre trocken.

    Ich bin eben Alkoholiker - eine wunderbare Ausrede, um sich aufzugeben, sich selbst zu bemitleiden und weiterzusaufen.

    Hallo, Naturmädchen!

    Herzlich Willkommen hier bei uns im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: m, 57, Alkoholiker, nach mehreren Anläufen nun seit 12 Jahren trocken und in der Suchtselbsthilfe unterwegs ...

    Mir tut es leid für ihn ,dass er sich so verändert hat...

    Ehrlich gesagt, mir tut es leid, dass es Dir für ihn leid tut - und nicht für Dich!
    Orangina und Susanne haben Dir ja schon etwas dazu geschrieben - dem kann ich kaum etwas hinzufügen ...

    Du wirst ihn weder mit Zuckerbrot noch mit Peitsche "überzeugen" können, dass es zuviel ist, was er trinkt. Auf den Trichter muss er schon selber kommen. Und dann muss er auch noch selber etwas ändern WOLLEN.
    Auch da könntest Du ihm eine Pistole an den Kopf halten: Er würde Dir das Blaue vom Himmel versprechen (oder was auch immer Du hören willst) - und dann eben heimlich unheimlich trinken.

    Ich habe noch niemanden in meinem Freundes und Bekanntenkreis gesagt dass ich Alkoholikerin bin.

    Ist das wichtig?
    Reicht es nicht ,wenn ich das für mich alleine weiß?

    Ich persönlich halte es schon für wichtig und gehöre zu denen, die mit diesem Thema sehr offen, um nicht zu sagen: aggressiv umgehen.
    Ich habe es nicht nur meiner Familie und meinen Freunden gesagt, sondern auch meinen Kollegen.

    Aber das ist natürlich Jedem selbst überlassen und auch bei Jedem eine andere Situation (z.Bsp. bezüglich der Kollegen).
    Für mich ist es aber reiner Selbstzweck, Selbstschutz: Ich brauche mir keine unterschiedlichen Lügen/Ausreden einfallen lassen, warum ich denn nun auf einmal nicht mehr trinke. Obwohl ich doch sonst immer als Erster eingeladen habe, als Letzter gegangen bin, immer mitgetrunken habe - und das nicht zu knapp. Ich brauche mir keine Ausreden einfallen lassen, warum ich zu manchen Feiern gehe und zu manchen Feiern nicht oder warum ich von Feiern ohne Verabschiedung verschwinde ...

    Ich habe es diesem Kreis erklärt.
    Und bei Uneingeweihten - nun, ich binde es nicht JEDEM gleich auf die Nase. Aber wenn Jemand mein NEIN zu einem Glas Alkohol mehr als 2x nicht akzeptieren will, dann sage ich ihm, dass ich trockener Alkoholiker bin - und frage ihn, ob er mich nun nochmal unbedingt zu einem Glas überreden will?! Hat bis jetzt Keiner getan ...

    Achso, noch was:

    Zitat

    Reicht es nicht ,wenn ich das für mich alleine weiß?

    Du würdest Dich wundern, wieviele Leute bei einem Outing sagen würden "Na endlich - ich/wir habe/n es schon lange gewusst!"

    Frag mal die Anderen hier ...


    Abstinenz kann ich mir nicht vorstellen, nach meiner ersten erfolgreichen Entgiftung (dazu schreibe ich dann noch was wenn ich auf 2017 eingehe) war ich 9 Monate trocken, aber nicht zufrieden. Ich wollte erst „glücklich“ schreiben, erschien mir dann im Kontext aber unpassend. Aber ich war unzufrieden. Ich hatte immer im Kopf, dass da etwas ist, was ich nicht darf/kann, was aber Millionen Menschen um mich herum können.

    ...
    Ich werde damit nicht warm, wer schon mal in einer Entgiftung war, weiß sicher, dass man da mit solchen Gruppen immer Zwangsbeglückt wird.

    ...

    Sei mir nicht sauer - aber ich kann und darf auch Alkohol trinken. Zu jeder Tages und Nachtzeit. Verbietet mir niemand. Aber: Ich WILL nicht. Ich MÖCHTE nicht. Und es fehlt mir in keinster Weise.

    Und da ich es auch nicht im ersten Anlauf geschafft habe, war ich insgesamt 4 Mal in einer Entgiftung - worauf ich, im Gegensatz zu einigen Typen dort, NICHT stolz war. Und ich habe auch die von Dir angesprochene "Zwangsbeglückung" - einschließlich angetrunkener Vorsteller >:( - erlebt.

    Und genau wegen diesen grausigen Erlebnissen bin ich später im Rahmen meiner Tätigkeit in der Suchtselbsthilfe regelmäßig in Krankenhäuser gegangen, um die Patienten dort "zwangszubeglücken".
    Ich habe dort natürlich mich und meinen Werdegang sowie meine Gruppe bzw. meinen Verein vorgestellt - aber das hat so ca. 10 Minuten in Anspruch genommen. Und dann bin ich zu meinem (für mich) Hauptthema gekommen: Was ist überhaupt eine Selbsthilfegruppe? Wofür ist sie da? Was kann/soll sie bewirken? Wie läuft es da so ab? Soetwas eben.
    Und ich habe immer wieder gemerkt, wie die Leute dann doch aus ihrer Lethargie aufwachten, zuhörten und, wenn auch nicht in der offiziellen Zeit, aber dann doch danach Fragen stellten. Und oft in meiner Gruppe zum Schnuppern vorbeischauten. Und es sind auch etliche "hängengeblieben". Wegen mir, wie sie sagten. Okay, "Fangprämien" gibt's aber nicht ;)

    Übrigens: Die "offizielle" Zeit für solche Vorstellungen betrug eigentlich immer 30 Minuten - ich bin aber selten weniger als 1 Stunde dort gewesen, da es IMMER Fragen und Gespräche gab. Also dürfte es ja nicht ganz so langweilig gewesen sein ...

    Tja, soweit dazu.


    Ich würde mal sagen, Dein letzter Satz ist ja genau das, was ich selbst geschrieben habe.

    Oops - ich hatte nach dem Schreiben gemerkt, dass ich Deinen Post etwas in den falschen Hals bekommen habe und meine Antwort etwas abgeändert, aber ansonsten gelassen, um gerade für die Angehörigen die verzweifelte Situation der Betroffenen zu verdeutlichen. Sorry, diesen Halbsatz habe ich übersehen, sonst hätte ich ihn auch etwas geändert - denn es stimmt: genau das hast Du geschrieben!

    Hallo, Hermann, und HERZLICH WILLKOMMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Kurz zu mir: Ich bin 57, Alkoholiker, nach mehreren Anläufen nun seit etwas über 12 Jahren trocken (und glücklich und zufrieden damit) und seit etlichen Jahren auch in der Suchtselbsthilfe aktiv.

    Vor etwa 10 Jahren habe ich dem Alköhol abgeschworen.

    Darf ich fragen, inwiefern Du dem Alkohol "abgeschworen" hast? Einfach nur so, weil es Dir zuviel wurde? Oder weil Du erkannt hattest, dass Du ein Alkoholproblem hast oder gar schon Alkoholiker bist/sein könntest?

    Ich hatte einen Gruppenfreund, dem wurde sein Alkoholkonsum zuviel und beeinträchtigte schon sein Familienleben und sein Geschäft. Also sagte er sich, dass er mal für ein Jahr auf Alkohol verzichten würde. Das klappte auch (bei ihm - bei mir hätte das nie gefunzt :o ) und aus einem Jahr wurden 12 Jahre. Und eines Tages, im Urlaub, nippte er mal am Wein seiner Frau - weil ihm danach war. Am nächsten Tag bestellte er sich ein Glas. Am Tag darauf eine Flasche. Und am darauffolgenden Tag kaufte er vorsorglich - falls es im Restaurant diesen Wein nicht geben sollte) - schon mal 2 Flaschen. Die dann auch getrunken wurden. Und so war er innerhalb einer Woche wieder auf dem Level von früher ... und ganz schnell darüber hinaus. (Es geht übrigens nicht immer so schnell - bei mir hat es ca. 4 Wochen gedauert, bis ich mein altes Level erreicht habe.)
    Wir lernten uns dann auf der Entgiftungsstation kennen, wo ich erzählte, was Selbsthilfegruppen sind, wozu sie da sind und was da abgeht.
    Ihm ist erst jetzt, durch diesen Rückfall bewusst geworden, dass er Alkoholiker ist und es die Sucht ist, die ihn beherrscht.

    Vorher hat er sich nie einen Kopf darum gemacht, keinen Gedanken daran verschwendet - denn er hat ja 12 Jahre keinen Alkohol getrunken. Und es ist ihm nicht mal schwer gefallen. Über irgendwelche "Gefahren" o.ä. hat er nicht mal im Entferntesten nachgedacht ...

    Das ist der Hintergrund, warum mich interessiert, warum Du damals aufgehört hast, zu trinken.

    Gruß
    Greenfox


    bin zur Zeit nicht trocken, trinke immer erst ab 17:00, aber es ist trotzdem schon wieder zu präsent in meinem Leben.

    Hallo, Micha!

    Du schreibst, dass Du "immer erst ab 17 Uhr" trinkst, es aber "schon wieder zu präsent" in Deinem Leben ist.
    Mich würde mal interessieren, wo Du überhaupt hinmöchtest? Was willst Du eigentlich erreichen? Dass es nicht mehr so "präsent" ist, also mehr so "nebenher"?
    Oder willst Du eventuell doch zur Abstinenz gelangen?

    Du möchtest Dich austauschen - worüber? Wie man abstinent wird und auch bleibt? Oder wie man kontrolliert trinkt? Oder etwas ganz anderes? Es wäre schön, wenn Du mal etwas zu Deinem Ziel verlauten lassen würdest. Denn nur so können wir unsere entsprechenden Erfahrungen teilen.

    Ich persönlich präferiere die Abstinenz - denn Kontrolliertes Trinken fand ich dann doch zu anstrengend.
    Und mittlerweile bin ich über 12 Jahre trocken und vermisse nicht das Geringste.

    Gruß
    Greenfox

    Als ich mich damals um einen Platz bemüht habe und immer wieder nur gehört habe "Frühestens in einem halben Jahr ..." wurde ich zunehmend verzweifelter und meine Suizidgedanken häuften sich.
    Zum Glück nixweiss0 habe ich genug Suizide gesehen und wollte das niemanden von meinen Angehörigen und Kollegen antun.

    Und 2 Wochen, bevor ich dann endlich in die Klinik einrücken konnte, hatte ich dann einen Nervenzusammenbruch - und der war echt nicht schön. Weder für mich noch für meine Familie.

    Aber vielleicht hast Du ja Recht, Susanne: Sollen sich die ganzen Alkis einfach umbringen - dann ist Ruhe im Karton!

    Vielleicht aber auch nur für die Betroffenen.

    Gehe mal in die Seite Vorstellungen Spalte 4 Hallo Ich bin der Neue

    nixweiss0 Besser wäre es, Du verlinkst den entsprechenden Beitrag, denn "Geh doch mal zu 'Google, Seite 2.398.795.888,28 Absatz 3 Version 4' " könnte zu Irritationen führen.
    Ich finde in der von Dir angegebenen "Spalte" (?) z.Bsp. keinen Thread mit der Überschrift "Ich bin der Neue" ...


    Greenfox
    Das verstehe ich jetzt nicht:

    Das Dilemma seh und versteh ich wohl - und ich habe mich auch etwas missverständlich ausgedrückt.
    Mir geht es hauptsächlich darum, dass jemand, der hier ankommt, eine bestimmte Meinung zu seinem Konsum hat. Und durch die Diskussion hier verändert sich diese Meinung, die Sichtweise - aber genau diese wichtige Erkenntnis, DAS und WIE dies passiert ist, wird dann an einem Ort geschrieben, den nur "Eingeweihte" betreten dürfen. Und die, für die es eigentlich wirklich wichtig wäre, können nur die ursprüngliche Meinung lesen.

    Ich hoffe, ich konnte jetzt rüberbringen, was ich meinte. Das, was persönlich ist, gehört in den geschützten Bereich - richtig.
    Sollte ich Jemanden - also nicht nur Dir, AmSee13 - zu nahe getreten sein, dann möchte ich mich ganz herzlich dafür entschuldigen!!

    Gruß
    Greenfox

    Das ist leider keine Neuigkeit - und leider auch keine Seltenheit. Wenn die (geringen) Kapazitäten ausgeschöpft sind, dann sind sie halt ausgeschöpft.

    Zitat

    Ja, das Problem kenne ich auch, es treibt auch alle Angehörigen zum Wahnsinn.

    Sorry, aber dann überleg Dir mal, was in den Betroffenen vorgeht, die sich hilfesuchend an die Kliniken wenden und abgewiesen werden!! Und auf die die Frage, was sie denn solange machen sollen, bis ein Platz frei wird, die Antwort erhalten: "Weitertrinken!"

    Und diese Antwort ist nicht mal böse oder sarkastisch, sondern vollkommen ernst gemeint, da ein kalter Entzug tödlich enden kann ...

    Ich selbst bin schon des Öfteren mit Gruppenfreunden, die einen Rückfall hatten, von einem Krankenhaus ins andere gefahren und habe versucht, sie unterzubringen - oft genug erfolglos.

    Sorry - ich weiß, wie schlimm diese Situation für die Angehörigen ist. Aber für die Betroffenen (zumindest für die, die raus WOLLEN aus dem Hamsterrad der Sucht) ist sie genauso schlimm ...
    Dafür möchte ich nur um ein wenig Verständnis werben.


    Ich weiß nicht, ob du meine Vorstellung im internen Bereich schon gelesen hast, so, wie du mir hier schreibst, wirkt das nicht so auf mich.

    Das ist das Problem, was ich schon mal ansprach, wenn man zum fast identischen Thema in zwei verschiedenen Bereichen schreibt - vor allem, wenn der eine Bereich öffentlich ist und der andere nicht.
    Und gerade für die Gäste wäre es ja wohl interessant zu erfahren, dass und wie und warum sich die Sicht eines Menschen ändert/ändern kann ...

    Jetzt heute Abend bin ich total platt. Mein Mann sagte auch ich sehe müde aus. ...

    Hast Du mit Deinem Mann auch darüber geredet, wie es Dir geht? Im Allgemeinen und in diesem Moment im Besonderen?
    Oder frisst Du alles in Dich hinein und versuchst, es ganz alleine hinzukriegen?

    Letzteres wird höchstwahrscheinlich irgendwann in einer Katastrophe enden - in der Form, dass Du es nicht alleine hinkriegen wirst und irgendwann "platzen" wirst, d.h., zusammenbrechen und/oder doch zur Flasche greifen wirst.
    Denn irgendwann ist nun mal das Fass voll - also hilft es, den Druck gleich rauszunehmen.

    So ist MEINE Erfahrung.

    Hallo, jbob!

    22 Wochen 44. Dass Du Dich gut und stabil fühlst und auch weiter am Ball bleiben möchtest - noch besser!

    In meiner Tätigkeit in der Suchtselbsthilfe und den vielen, vielen Gesprächen habe ich schon mitbekommen, dass solche Beziehungen, die in Entzugs-/Entwöhnungskliniken entstehen, nur selten auf Dauer halten (bislang habe ich nur ein einziges Paar kennengelernt, die nun schon seit etlichen Jahren zusammen und auch zusammen sowohl trocken als auch clean sind).

    Was ICH aber bis heute nicht verstehe ist, warum die Menschen immer so einen großen Wert auf die Unterscheidung "physische/körperliche" und "psychische" Abhängigkeit legen?? Auch wenn er existiert - medizinisch gesehen - was bringt es mir als Betroffenen, wenn ich mir sage, ich bin ja "nur" das Eine oder das Andere.
    Oder, um bei Deiner Frage zu bleiben: Du stehst ganz am Anfang Deines Weges (und er möge noch sehr weit führen!!) - wo ist da für Dich der Unterschied?

    Mir persönlich - bin jetzt seit etwas über 12 Jahre trocken - ist es vollkommen Latte, ob ich nun körperlich und/oder psychisch bin. ICH BIN ABHÄNGIG. Punkt. Und ich weiß genau, was passiert, wenn ich wieder das erste Glas trinke ...

    Entschuldige, jbob, jetzt bin ich etwas abgeschweift, aber die Frage bewegt mich immer wieder und immer noch. Insbesondere, wenn sie dann von Jemandem wie Dir :sorry: kommt.

    Ach, noch etwas: Schön, dass Du die Reissleine schon jetzt gezogen hast - und nicht wie viele Andere noch Jahre/Jahrzehnte gewartet hast.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Erfolg - und einen guten Austausch hier, falls Du ihn wünschst!

    Gruß
    Greenfox

    Manchmal finde ich das alles sehr mühsam aber wenn ich mich dann bei mir selbst beklage muss ich auch in mich hinein lächeln und stelle fest: Mir geht's gut. Mir geht es viel besser und das gefällt mir einfach.

    Ich kann es einfach nicht besser ausdrücken aber so fühle ich es. Vielleicht ist es auch so, dass ich jetzt erst lerne, die Dinge so richtig zu fühlen und Worte dafür zu finden für mich. Dadurch kommt mir alles manchmal auch ganz neu vor. Ich weiß nicht, ob das jemand von euch kennt.

    Ja, das ist etwas, das ich auch erst wieder lernen musste: Gefühle zulassen und auch Gefühle benennen. Denn früher habe ich die eigentlich immer nur betäubt und ertränkt - egal, ob es positive oder negative Gefühle waren.
    Ich habe alles in mich hineingefressen und, da es natürlich irgendwann zu viel wurde, mit Alkohol zugeschüttet.

    In der Therapie fragte der Therapeut immer: Wie geht es Ihnen heute? Meist lautete unsere Antwort standardmäßig: Gut! Und dann kam das Nachbohren: Was meinen Sie mit 'Gut'? Wie geht es Ihnen wirklich? Was fühlen Sie?
    Wir wurde regelrecht "gezwungen", uns mit uns selbst zu beschäftigen, in uns hineinzuhören - und es auch rauszulassen, zu äußern.
    "Nur wenn man dem Anderen sagt, dass es Einem nicht gut geht, kann er auch sein Verhalten dementsprechend ändern."

    Also gib auch dem Anderen eine Chance. Und damit auch Dir selbst.

    Hallo, Larry wikende091

    Herzlich Willkommen im sichtbaren Teil des Forums :welcome:

    Ich finde, Du hast schon eine Menge erreicht! Und wie fühlt es sich an, das auch mal rauszulassen? Sich zu artikulieren und zu sagen "Ich hatte zwar ein Problem - aber ich hatte auch den Arsch in der Hose, dieses Problem anzugehen! Und schaut Euch an, was ich geschafft habe!"


    Vielleicht - so war auch mein Gedanke - kann ich auch jemandem mit meinem Beitrag helfen.

    Nicht nur vielleicht - bestimmt sogar!

    Ich freue mich darauf, demnächst mehr von Dir zu lesen!

    Gruß
    Greenfox

    Es ist doch vollkommen egal, ob Du Dich nun als "Alkoholiker", "alkoholkrank/-unverträglich/-intolerant", "Eierkuchen", "wubdulend" oder sonstwie bezeichnest - das ist sowas von total egal.
    Hauptsache, Du weisst, was es für Dich bedeutet - und handelst entsprechend.

    Und ich finde auch sehr wichtig: Feiere Dich nicht dafür, dass Du den Ausstieg aus der Sucht geschafft hast - und vergiss darüber, dass diese immer noch in Dir schlummert!

    Und zum Thema "kontrolliert trinken" äußere ich mich nicht mehr - das ist mir viel zu anstrengend. Genau wie es mir das KT war ...

    Gruß
    Greenfox