Beiträge von Greenfox

    Auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum! Schön, dass Du hergefunden hast.

    Auch ich kann Dir nur empfehlen, Dir mal eine Selbsthilfegruppe in Deiner Nähe zu suchen und einfach mal hinzugehen. Alleine im (persönlichen) Gespräch mit Menschen dort bekommt man zum Einen das Gefühl, mit seinen Problemen rund um den Alkohol (egal ob psychisch oder beruflich oder ...) alleine zu sein. Okay, das sieht man auch hier im Forum, aber persönliche Gespräche sind doch etwas anderes.
    Und man bekommt direkte Tipps und Antworten auf seine Fragen.
    Sorry, aber ich bin nunmal ein großer Verfechter von SHG (https://alkoholforum.de//index.php?topic=229.0)

    Ansonsten kann ich Land-in-Sicht nur beipflichten:

    Zitat

    Egal ob Selbsthilfegruppe, Hausarzt oder Suchtberatung (ich verfolge für mich alle drei Punkte im ´Paket´) - in alle dem hat man absolut freie Wahl und kann sich immer auch an eine andere entsprechende Stelle wenden sollte man sich beim jeweiligen nicht gut aufgehoben fühlen. Freie Arztwahl und auch das Angebot an Beratung und SHG ist meist schon in Kleinstädten zahlreich. Telefonbuch und Internet haben mir bei der Suche immer sehr geholfen.

    Nochmals ein herzliches Willkommen hier und Alles Gute!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Iris!

    Auch von mir ein "Welcome back" :welcome:
    Schade, es hat mich betrübt zu lesen, dass Du doch wieder etwas getrunken hast. Aber jetzt heisst es: Brust raus, Bauch rein, Kopf hoch - weiter geht's!
    Lass Dich nicht unterkriegen! Frei nach dem Motto: Jetzt erst recht!

    Die anfängliche Euphorie am Beginn der Trockenheit sollte man nutzen, um sich über alle möglichen Hilfen zu informieren und auf alle möglichen, aber auch unmöglichen Situationen mental vorzubereiten. Zum Beispiel: Eine Feier steht an: Gehe ich überhaupt hin? Wenn ja, was sage ich bzw. wie reagiere ich, wenn mir Alkohol angeboten wird? Kann ich mich zurückziehen/komme ich alleine nach Hause, wenn es mir zu viel wird? In welchen Situationen habe ich meist zum Alkohol gegriffen und wie kann ich solche Situationen vermeiden bzw. mich daraus befreien/zurückziehen? Und, und, und ...

    Okay, das ist meine persönliche Meinung/Einstellung/Erfahrung - aber mir hat es geholfen.

    Zitat

    als erstes hoffe ich, es ist o.k., dass ich wieder da bin?

    Aber sowas von ok :heartBalloon:

    Zitat

    Erster Vorsatz - HEUTE kein Alk.

    44. Sehr gut! 44.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Sanja!

    Auch von mir ein ganz herzliches :welcome:
    Schön, dass Du nicht nur hier her, sondern auch den Mut gefunden hast, Dein Problem zu (be)schreiben.

    Manchmal hilft es, sich die Sorgen, Probleme, Nöte von der Seele zu schreiben. Aber manchmal sollte es auch ein wenig mehr sein - sprich, Gespräche mit lebendigen Menschen (meine damit: von Angesicht zu Angesicht).
    Deine Probleme hören sich ja ziemlich massiv an. Hast Du schon mal mit Deinem Mann darüber gesprochen? Muss mich von meinem Gefühl her Manfred anschliessen:

    Zitat

    Du schreibst von dem tollen Vater und Mann, klingst aber wie eine alleinerziehende Mutter. Liegt die Hauptlast bei dir und habt ihr keine Aufgabenteilung, wie das heutzutage in einer Beziehung sein sollte?


    Oder hast Du mal daran gedacht, mit einem Psychologen darüber zu sprechen?? Habe meine skeptische Haltung dieser Berufsgruppe gegenüber auf Grund eigener Erfahrung etwas revidieren müssen/dürfen :)

    Auf jeden Fall noch mal ein HERZLICH WILLKOMMEN und alles Gute!

    Gruß
    Greenfox

    Also, ob es nun wirklich Entzugserscheinungen sind, kann ich nicht sagen.
    Allerdings hört es sich so an :-\ - trotz der eigentlich unauffälligen Menge.

    Zitat

    Und ich will eigentlich auch wie bisher regelmäßig ganz auf Alkohol verzichten.


    Verzichte doch mal 2 Wochen - wenn es dann immer noch so sein sollte nixweiss0

    Zitat

    zu deiner langen Trockenheit


    Lange ist relativ - früher wäre mir diese Zeit uneeendlich lange vorgekommen. Aus heutiger Sicht ist die Zeit aber schnell vergangen. Aaaber - ich habe vor, noch ein paar Jahre vom Staat meine Pension zu kassieren, nur habe ich bis dahin noch ne Weile ;) Also heisst es, weiterhin wachsam sein und am Thema bleiben: das dieser kleine Satansbraten namens Alkohol nicht schläft oder sich für immer vertreiben lässt, musste ich ja am eigenen Leib erfahren.

    Aber du wirst sehen: Wenn man erst einmal ein kleines Weilchen geschafft hat und man die Welt wieder mit klaren Augen und bewusst erlebt, dann macht es auch wieder Spaß, sie zu entdecken und die großen und kleinen Schönheiten zu sehen und geniessen und, und, und ... die Zeit vergeht dann wie im Fluge (abgesehen vielleicht von einzelnen Tagen, die aber auch dazu gehören).
    In meiner SHG habe ich nach ca. 1,5 Jahren Trockenheit mal gesagt, dass es mir Angst macht, dass alles so problemlos läuft. Warum ging es denn dann früher nicht? Naja, irgend einer muss es gehört haben - einige Zeit später kam dann der Hammer in Form von Saufdruck. Zum Glück hat er mich zwar getroffen, aber ich hatte "einen Helm auf" und mir ist nix passiert ...

    Gruß
    Greenfox

    Da gebe ich Dir Recht, LiS!
    Übrigens hat der Punkt mit dem "viel Trinken" (alkoholfreies! ;) ) auch noch einen anderen Aspekt: wenn man viel getrunken hat, kann sich der Körper nicht auf die "Ausrede" des Durstes berufen, um nach dem Alkohol zu verlangen. In den ersten zwei Jahren meiner Trockenheit hatte ich immer, heute nur noch meistens, eine Flasche Wasser bei mir und habe, sobald sich ein leichtes Gefühl von Durst meldete, etwas getrunken. Und damit hatte ich, wenn ich z.Bsp. bei schönem Wetter an einem Biergarten vorbeikam, maximal den Gedanken: "Manchmal war's auch schön!" und gut war's. Ich kam aber nicht in die Verlegenheit, mir zu sagen "Ich habe Durst, ich trinke jetzt ein (?) Bier."
    Und auch in den anderen Punkten stimme ich mit Dir völlig überein.

    Gruß und Allen ein schönes Wochenende

    Greenfox

    Auch von mir ein herzliches WILLKOMMEN :heartBalloon:

    Übrigens habe ich, bevor ich hier "beigetreten" bin, mich auch erst mal lesender Weise eine Weile umgeschaut.
    Und wie katro schon in seiner Eingangsbegrüßung sagte: es gibt nicht nur EINEN Weg in die Trockenheit.
    Jeder hat seinen eigenen Weg. Nur leider sehen manche nur ihren Weg als den einzig wahren ...
    Vielleicht ist es für diese Menschen aber auch nur eine Art Selbstschutz. Ich habe mir auf meinem Weg in die Trockenheit, die nun schon 6 Jahre andauert, alle möglichen Meinungen und - vor allem - Erfahrungen in meiner Selbsthilfegruppe, aber auch in Foren etc., angehört und das für mich Passende herausgesucht und angeeignet.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg auf Deinem Weg und dass Du hier viele nützliche Tipps bekommst bzw. Dich hier "wohl fühlst"!

    Gruß
    Greenfox

    Achja - Mallorca 8) Würd ich auch gerne mal wieder hin...
    Da habe ich auch schon schöne Fotos gemacht (Formentor, Port de Soller, Cuevas del Hams in Porto Cristo ...)
    Schon zu meiner "nassen" Zeit konnte ich nicht verstehen, wie nach Malle nur zum Saufen fahren kann - das ist eine so schöne Insel und hat so viel abwechslungsreiche Landschaft zu bieten. Nicht nur schöne Strände, auch meine geliebten Berge ...

    Dieses Jahr ist bei mir leider nur "Balkonien" drin ;(

    Hallo, Without und herzlich willkommen!

    Ja, als Angehörige/r hat man es nicht leicht. Aber ich hoffe, das Lesen in diesem Forum hilft Dir, wenigstens einige Fragen in Bezug auf Deine Schwester bzw. ihr Verhalten zu klären. Und - hier kannst Du auch Deine Fragen loswerden!

    Zitat

    Wenn jemand sich aber auf "Raten tot trinkt" schauen alle weg und man selbst als Angehöriger weiss nicht mehr was man noch tun kann. Gibt es irgendetwas - irgendjemand der einem noch hilft (wenn selbst das Krankenhaus die Person mit knapp 4 Promille wieder gehen lässt)?

    Für einen Aussenstehenden mag es vielleicht so aussehen, als würden alle wegschauen - nur: Sich von der Sucht lösen kann nur der Süchtige alleine –doch alleine schafft er es nicht!
    Erst, wenn der-/diejenige Hilfe annehmen WILL, kann geholfen werden... das ist das Problem.
    Und die Sache mit dem Krankenhaus und den 4 Promille: Ein Nicht-Abhängiger wäre bei einem solchen Wert vermutlich schon tot - für manche Abhängige ist dies aber ein "Normal-Wert" (naja, fast). Das heisst, es bestand anscheinend keine akute Gefährdung.
    Ich glaube Dir gerne, dass man das als Nicht-Betroffener nur sehr schwer verstehen kann.

    Vielleicht findest Du ja hier http://www.a-connect.de/hilfea.php auch ein paar Tipps/Antworten ...

    Gruß
    Greenfox

    - Angreifbarkeit
    - Hilflosigkeit
    - Depressionen
    - hoher Kraftaufwand für Logistik (wo besorge ich den "Stoff", wo verstecke ich ihn, wo werde ich das Leergut los, wie verberge ich meine "Fahne" vor den Kollegen etc.)

    Zu den schon angeführten Punkten möchte ich noch

    Annahme von professioneller Hilfe

    hinzufügen.
    Das fängt alleine schon bei der Entgiftung in einem Krankenhaus an. Hier kann ich dem Hinweis von Land-in-Sicht nur zustimmen. Bei meinem letzten Entzug war ich froh, dass ich in einer Klinik war - es ging mir absolut nicht prickelnd :-\

    Und ich bin der Meinung, dass man auch nach der Entgiftung Hilfe in Anspruch nehmen sollte. Wenn man schon keine Langzeittherapie machen möchte (entweder überhaupt oder noch nicht), dann macht eine Selbsthilfegruppe (SHG) viel Sinn (ich bin aus eigener Erfahrung davon absolut überzeugt). Zu den Gründen, die (aus meiner Sicht) für SHGs sprechen, habe ich schon mal hier https://alkoholforum.de//index.php?topic=229.0 gepostet.

    Auch die Inanspruchnahme eines (Psycho)Therapeuten KANN sehr hilfreich sein. Ich war damals gegenüber dieser Berufsgruppe ziemlich skeptisch (um es mal gelinde auszudrücken ;) ). Aber ich wollte alle Hilfe in Anspruch nehmen, die ich kriegen konnte - und wurde positiv überrascht. Einer der Gründe, warum ich gesoffen habe, war eine "posttraumatische Belastungsstörung" (PTBS). Und mein Therapeut hat die doch tatsächlich in den Griff bekommen. Ich kann heute wieder über das Thema sprechen, lesen oder Filme sehen, ohne nervlich zusammenzubrechen und den Drang zu verspüren, mich "zulöten" zu müssen ... bowdown

    Guten Morgen!

    Mit den Rückfällen sehe ich es ähnlich wie katro:
    Ja - Rückfälle gehören (leider) zur Sucht mehr oder weniger dazu. Aber man sollte alles erdenklich Mögliche tun, damit es nicht zu einem solchen kommt!
    Manche (zu denen ich leider nicht gehöre) schaffen es auf Anhieb, ihre Sucht in den Griff zu bekommen. Andere (so wie ich :( ) "brauch(t)en" einen oder auch mehrere Rückfälle, um es endlich zu schaffen. Und wieder andere benutzen die Aussage, dass Alkoholismus eine Rückfallerkrankung ist - Rückfälle also "dazugehören" - als Ausrede für ihre Rückfälle. Eigentlich haben sie ja keine Rückfälle - sie legen nur Trinkpausen ein ... Letztere "Kategorie" sehe ich des Öfteren, wenn ich meine SHG im Krankenhaus vorstelle.

    katro schrieb:

    Zitat

    Am Beginn meines Weges, der mich aus der Abhängigkeit von einem Suchtmittel führen soll, hoffe ich, dass das Ergebnis meiner Mühen wert ist. Sobald ich jedoch erfahren/erlebt habe, dass meine Entscheidung, dem Suchtmittel den Rücken zu kehren, gut und richtig war, wird aus Hoffnung Gewissheit. ...
    Ich finde deshalb, dass man Rückfälle nicht auf die leichte Schulter nehmen und alles daran setzen sollte, sie zu vermeiden. Wem das nicht gelingt, sollte zumindest nicht einfach darüber hinweggehen, sondern aus ihnen so viel wie möglich lernen, damit er im Vorfeld eines neuen Rückfalls anders handeln kann.

    Das trifft es - wie ich finde - auf den Punkt 44.

    Zum Thema "Hoffnung" habe ich übrigens ein nettes Zitat gefunden:

    "Die zweite Ehe ist der Triumph der Hoffnung über die Erfahrung." Samuel Johnson ;D

    Zitat

    Wäääh, das ist ja GRAUENHAFT!!!

    Also mir hat's geschmeckt, hab auch freiwillig das Glas meiner Schwester getrunken, wenn sie nicht wollte ...
    Naja, dafür bin ich heute Alkoholiker und meine Schwester nicht ;)

    Wobei ich damit jetzt um Himmels Willen nicht meiner Mutter den Schwarzen Peter zuschieben will!!!

    Ich wollte damit nur ausdrücken, dass manche Erwachsene in Bezug Alkohol und Kinder nicht über mögliche Konsequenzen nachdenken. Guckst Du auch hier: http://www.gutefrage.net/frage/ist-das-…ehrlich-alkohol

    Ich wünsche Euch ein Schönes Pfingst-Wochenende

    Greenfox

    Moin, Zottelchen!

    Lieber ein paar Runden mit dem Rad drehen als ein paar "Runden" drehen ...
    Und noch ist das Wetter ja sehr schön zum Radfahren - nicht zu warm, "Klärchen" lacht. Und das Teufelchen hat eins auf die Nuss bekommen - Herz, was willst Du mehr?!

    @ Pinguin

    Zitat

    Du wirst schon bald spüren, dass das Suchtteufelchen sich immer seltener meldet, denn es merkt, dass Du es nicht Ernst nimmst und nicht auf sein Betteln eingehst.


    Bei mir meldet er sich zwar auch heute noch manchmal - aber da ich aufpasse, bemerke ich ihn rechtzeitig.

    Schöne Pfingsten wünscht allen wikende091

    Greenfox

    Alkohol als Medizin wird aber leider auch heute noch nicht nur von Medizinern, sondern auch von einigen Eltern für ihre Kinder eingesetzt. Guckst Du hier: http://www.gutefrage.net/frage/ist-das-…answer125118633
    Im Übrigen kann ich mich erinnern, dass meine Schwester und ich von unserer Mutter eine ganze Weile lang jeden morgen vor der Schule ein Glas mit einem Mix aus Rotwein, Traubenzucker und 'nem rohen Ei bekommen habe. Sollte blutbildend sein ...

    Hallo, Betty!

    Schön zu hören/lesen, dass es Dir gut geht :D
    Aber:

    Zitat

    Mein Feind lässt mich in Ruhe.


    Da heisst es, auf sich aufpassen: Der Feind ist hinterhältig!
    Schön, dass Dein Partner sich von sich aus bereit erklärt hat, während Deiner Anwesenheit nix zu trinken. In meiner SHG haben wir oft die Erfahrung gemacht, dass das leider nicht selbstverständlich ist. Nur weil ich nicht mehr trinken kann/will, muss es der nichtbetroffene Partner ja nicht auch nicht mehr tun. Aber wir haben auch ab und an mal Besucher bei unseren Treffen, die sich einfach mal über das Thema schlau machen wollen (nur mal so als Tipp für Deinen Partner u.a.). Und wenn sie dann aus anderen Quellen als ihrem Partner hören, dass es nicht so einfach ist "einfach nicht mehr zu trinken", sehen sie meist (nicht immer) das Problem doch etwas anders. Man kann ja auch nicht von allen erwarten, dass sie sich mit meinem/unserem Problem auseinander setzen - auch wenn es uns und unseren Vorsatz, trocken zu bleiben, mächtig helfen würde. Aber schließlich hat jeder auch seine eigenen Probleme - warum sich also noch mit den Problemen auseinander setzen? Da gibt es viel zu viele: andere Krankheiten, Behinderungen etc. Um so schöner (für uns), wenn es der Partner/die Partnerin doch tut.

    Ein schönes Pfingstwochenende wünscht
    Greenfox

    Die Erfahrung(en) habe ich auch gemacht: Probleme kann man nicht im Alkohol ertränken - die Viecher können schwimmen >:(

    Aber auch als Medizin hat er mir immer nur kurz "geholfen" (z.Bsp. Erkältung --> Grog, Wodka mit Pfeffer u.ä.). Meist ging es mir am nächsten Tag besch...eidener. Also neue Medizin ...

    Als Entspannungsmittel (z.Bsp. nach langen, anstrengenden Autofahrten) hat er mir immer ganz gut getan. Wenn dann nicht immer dieses Verlangen nach mehr gewesen wäre ... Heute setze ich mich nach so einer Tour in Ruhe hin und geniesse statt einem Bier ein schönes, kühles GingerAle :) Und siehe da, es schmeckt (mir) und ich kann mich auch sehr gut entspannen - weil ich nicht schon wieder an die Folgen denken muss und ich mich einfach darüber freue.