Beiträge von Greenfox

    Hallo, Helga!

    Schön, dass Du wieder da bist. Auch wenn die letzten Tage nicht gerade gut waren - ich finde es sehr gut, dass Du auch darüber schreibst! Zum Einen wegen

    Zitat

    Hab nach kaltem Entzug ein schweres Delier gehabt ... und mich einweisen lassen . Hab am gleichen Tag einen sehr schweren Krampfanfall bekommen bei dem ich mit einem Bein im Grab gestanden hab und auf der Intensivstation gelegen hab

    Das finde ich wichtig für alle, die ans Aufhören denken: Ein "kalter Entzug" kann lebensgefährlich sein!! Macht einen Entzug lieber in einem Krankenhaus!
    Das hat nicht nur den Vorteil, dass man unter ärztlicher Kontrolle ist, sondern auch noch Menschen, die das gleiche Problem haben. Und auch, wenn bei einem selbst der Entzug nicht so schlimm abläuft wie bei Dir, liebe Helga, aber man kann sehen, wie es sein könnte...

    Ich wünsche Dir, dass Du die 2. Chance nutzen kannst: Nimm jede Hilfe an, die Dir geboten wird - die Haltegruppe, eine Selbsthilfegruppe, das Angebot der Station, eventuell eine (Langzeit-)Therapie ...

    Und dazu wünsche ich Dir ganz, ganz viel Kraft!

    Greenfox

    Natürlich finde ich auch Präventionsarbeit sehr, sehr wichtig und nur das Verteuern von Alkohol etc. alleine bringt auch nichts. Aber es ist doch erschreckend, wie einfach man an das Zeug kommt - für einen Spottpreis.
    Ich möchte jetzt niemandem auf die Füsse treten, aber wenn auch Hartz IV ausreicht, um sich täglich volllaufen zu lassen ...

    Da spielen eine ganze Menge Komponenten mit rein. Und ja natürlich entscheidet jeder selbst, ob er Alkohol trinken will - zumindest zu Anfang. Später sieht es in meinen Augen dann schon etwas anders aus - wenn die SUCHT regiert...

    Zitat

    Hauptursache ist für den Sucht-Experten Gaßmann der niedrige Preis: Deutschland sei eines der wenigen Länder, wo man sich für den Gegenwert eines Taschengeldes tottrinken könne. Auch drei weitere Punkte machen es seiner Ansicht nach den Süchtigen leicht: Alkohol sei an Kiosken und Tankstellen rund um die Uhr verfügbar. Hersteller dürften für Alkohol werben. Und der Jugendschutz stehe oft nur auf dem Papier.

    Sehen meine SHG-Freunde und ich genauso.

    Zitat

    Sucht ist schlecht (Nicht nur die negativen körperlichen Auswirkungen, sondern die Sucht als mit Zwängen einhergehende Abhängigkeit).

    44.
    Das kann ich absolut unterschreiben!
    Nur ist für mich dieses "Das will ich nie wieder haben/durchmachen!" nur das Motto, der Zweck und noch keine Sicherheitstechnik (guter Vergleich übrigens) - weder aktiv noch passiv. Alles, was ich selbst unternehme, um nicht rückfällig zu werden - also der Besuch von SHG, Vorstellungen in Krankenhäusern, Beteiligung an verschiedenen Foren, Herausnehmen aus Situationen, die ich für bedenklich erachte etc. sind für mich aktive Sicherheitstechnik. Und die passive ist für mich meine Telefonliste von Gruppenfreunden, die ich anrufen kann, wenn es mir sch...lecht geht, mein "Notfall-Koffer": was tue ich bzw. kann ich tun, wenn es eng wird. Und auch das Abstinenzgedächtnis zählt für mich zur passiven Sicherheitstechnik ("Wenn ich wieder anfange zu trinken, dann mache ich mir alles kaputt, was ich mir mühsam wieder aufgebaut habe!").

    Aber eigentlich ist es doch völlig egal, wer was als welche Sicherheitstechnik oder Zierrat ansieht/bezeichnet - Hauptsache ist doch, dem Teufel Alkohol einen Tritt in den Allerwertesten zu verpassen, ihm zu zeigen, wo der Hammer hängt und zu sagen "ICH bestimme über mein Leben - nicht Du!"

    Also: Kopf hoch, Brust raus, Bauch rein - und ran an die Buletten!

    Herzlichen Glückwunsch zum 70. ;)

    Ich finde es auch gut, dass hier so ein Abend im Restaurant nicht verteufelt wird... Nur "muss" ich meine Meinung dazu sagen: ICH hätte es mir nicht angetan, bis zum Schluß zu bleiben - nachdem mir schon gesagt wurde, ich wäre nicht mehr so "spritzig" - und die alkoholisierten Leute (auch wenn es meine Freunde sind) auch noch mit meinem Auto nach Hause gefahren.
    MIR wäre das a) unangenehm und b) zu heiss.
    Zu Beginn meiner Trockenheit habe ich soetwas auch mal gemacht - entgegen aller Ratschläge meiner Gruppenfreunde.

    Zitat

    ... überkam mich Zuhause ein ganz tolles Gefühl über meine Nüchternheit

    Ich war einfach nur froh, zu Hause zu sein und nüchtern geblieben zu sein - denn irgendetwas flüsterte mir immer zu "Nur ein wönziger Schlock ..." Und es war mir unangenehm, so lange warten zu müssen, bis die anderen denn mal endlich nach Hause wollten - schließlich hatte ich ja zugesagt, den Chauffeur zu spielen ... Und dann dieses "dusselige" Gequatsche - und das Schlimme: Ich war früher auch so :o
    Auf jeden Fall war mir das eine Lehre - wenn ich zu einer Feierlichkeit/Fete gehe, habe ich immer den Rücken frei und kann beim allerersten Anzeichen, dass es mir unangenehm wird, gehen.

    Ich freue mich für Dich, wenn Du es so gut wegstecken kannst - zum Glück sind wir alle verschieden. Aber meine Erfahrung war eine andere - demzufolge sieh mir bitte meine "warnenden" Worte nach. Nach 6 Jahren Trockenheit gehe ich zwar mit vielem lockerer um - aber den Rücken halte ich mir immer frei. Ich möchte, dass nur ICH entscheide, wann ich eine Feierlichkeit verlasse - und keine Rücksicht auf irgendjemanden nehmen "müssen". Selbst meine Frau weiss: Wenn ich sage, dass ich gehen will, weil es mir zu viel wird - sie kann gerne bleiben, muss dann aber zusehen, wie sie nach Hause kommt.

    Okay, erstmal genug gelabert.
    Auf zum nächsten "Runden"!

    Greenfox

    Auch von mir ein herzliches WILLKOMMEN hier im Forum.

    Zu all den hier schon gegebenen Ratschlägen möchte ich auch noch ein bißchen Senf dazu geben:

    Dieses Forum hier mag Dir ja dabei helfen können, etwas zu ändern, aber das alleine wird nicht reichen.
    So ist ein Doc schon der richtige Ansprechpartner für einen Entzug - wie LiS schon schrieb, kann ein "kalter" Entzug gründlich in die Hose gehen. Auch bei mir waren die Entzugsprobleme äußerst gering - bis auf den letzten Entzug! Da ging es mir richtig sch...lecht.

    Auch eine Selbsthilfegruppe kann ich Dir nur wärmstens empfehlen. Wenn ich Deine Beiträge so lese, dürfte die Sprache kein Problem sein. Und wenn doch, in den Großstädten (??, kann eigentlich nur von Berlin sprechen) gibt es oft auch Gruppen, in denen die Sprache nur für Deutsche ein Problem wäre ;)
    Sich mit Gleichgesinnten, also gleichermassen Betroffenen zu unterhalten, kann unheimlich viel Auftrieb geben - hat es mir jedenfalls (daher bin ich auch ein großer Verfechter von Selbsthilfegruppen).
    Mit der Gruppe und/oder dem Doc kann man auch bequatschen, ob und wenn ja welche Therapie für einen selbst sinnig wäre ...

    Nimm alle Hilfe an, die Du kriegen kannst - den Anfang hast Du schon mal gemacht.

    Gruß und alles Gute!
    Greenfox

    Wegen alkoholfreiem Bier haben wir in meiner SHG auch öfter Diskussionen. Gott (oder wem auch immer) sei Dank, dass es bei uns keine Fanatiker gibt, denn es gibt etliche, die gerne ab und zu mal eines trinken. Ich gehöre nicht dazu, weil es mir nicht schmeckt (ist eben kein echtes Bier ;)) und mir ausserdem zu "heiss" ist. Da ich mich kenne, kann ich nicht garantieren, dass ich dann nicht doch Verlangen nach einem "echten" Bier bekomme. Also lasse ich es sein.

    Wohl dem, der es trinken kann, ohne sich in Gefahr zu geraten - und/oder es rechtzeitig merkt, wenn doch ...

    Gruß an alle
    Greenfox

    Hi, Mandalay!
    Schön, mal wieder von Dir zu hören.
    Ich kann Dich nur darin bekräftigen, Dir (professionelle) Hilfe zu suchen - erstmal eine Entgiftung im Krankenhaus und anschließend eine Therapie. Vielleicht suchst Du Dir auch schon mal eine Selbsthilfegruppe - dann kannst Du nämlich den Jungs und Mädels dort "Löcher in den Bauch" fragen: Was Therapien gibt es? Was passiert dort? Welche Erfahrungen wurden mit welcher Therapie gemacht? etc

    Dann lässt Du Dich vielleicht nicht ganz so "blind auf ein schwarzes Loch" ein ...

    Achso - Du wolltest Dich ja nach ner Therapie erkundigen... Hat es geklappt? Und was kam raus?

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Blume!

    Auch von mir ein Herzliches Willkommen hier im Forum und 44. dafür, dass Du Dir Hilfe suchst.
    Dein Problem liegt darin, dass Du versuchen musst, Dich um Dich selbst zu kümmern. Denn sonst gehst Du selbst ein (wie schon ennasu sehr richtig schrieb).

    Dein Freund muss erst selber zu der Einsicht kommen, dass er ein Problem ohne Alkohol hat. Er muss etwas tun WOLLEN und Hilfe annehmen.
    Nur der Süchtige alleine kann sich aus der Sucht befreien - aber alleine schafft er es nicht!
    Du musst Dir eins klar machen: Der wichtigste Mensch auf der Welt bist DU! Und wenn er Dich mit seinem Verhalten in den Abgrund zu reissen droht - lass ihn los!
    Du kannst ihm ja mal klar und deutlich sagen, dass Du ihm gerne hilfst, wenn er sich helfen lassen will - ansonsten ist alles sein Problem! Du kannst nicht die Verantwortung für sein Handeln übernehmen.
    Alles hat seine Konsequenzen - etwas tun, oder auch etwas nicht tun.

    Und wie LiS schon schrieb - in der Linksammlung findest Du bestimmt auch für Dich noch einige hilfreiche Seiten.

    Jedenfalls wünsche ich Dir ganz viel Kraft!
    Greenfox

    Hallo, Sandmann!

    Es würde mich mal interessieren, ob Du in der von Dir besuchten SHG inzwischen "Fuss gefasst" hast und es nun zu "Deiner" Gruppe geworden ist. Wie sind Deine Erfahrungen bis jetzt?

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir ein Herzliches Willkommen hier im Forum :heartBalloon:

    Ich hoffe, Du findest hier den Input und den Austausch, den Du erwartest. Ich finde es hier ergänzend zu meiner Selbsthilfegruppe sehr informativ und ... ääh ... erfrischend (mir fällt gerade kein vernünftiges Wort ein).

    In diesem Sinne

    Viel Kraft und Erfolg bei Deinem Neuanfang!

    Greenfox

    Hallo, Mandalay, auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Club der Betroffenen ... äh, Forum :D

    Über Den Rat der Therapeutin würde ich mal intensiver nachdenken:
    Es gibt nicht nur für jeden Schluck einen "Grund" - auch dafür, warum man NICHT in eine Therapie gehen "kann".
    Auch ich dachte früher, ich kann nicht in eine stationäre Entwöhnung, weil ... ich mich um meine Tochter kümmern muss ... meine Frau so viel zu tun hat und ich sie unterstützen muss ... weil auf Arbeit so viel zu tun ist ... weil ...

    Nur, was war, wenn ich mal wieder besoffen im Bett/auf der Couch lag: Wem habe ich damit geholfen? Wie kann ich für meine Familie da sein, wenn ich meist im Glimmer bin? Wie kann ich (vernünftig) arbeiten, wenn ich ständig verkatert bin?

    Also habe ich mich dann irgendwann - in Absprache mit meiner Frau - doch für eine stationäre Therapie entschieden. Und siehe da - die Erde hat sich auch ohne mein Zutun weiter gedreht! Sicher, es war nicht einfach für meine Frau. Aber war es das vor der Therapie??
    Danach schon ...

    Sprich mit Deinem Mann darüber, wie es Dir geht, dass Du unbedingt etwas ändern willst, geht zu einer Suchtberatung ...

    Egal was - mach was. FÜR DICH! Denn wenn es Dir gut/besser geht, dann geht es auch Deiner Familie besser (Wie war's bei mir? Von "Ich will nicht mit Papa kuscheln, der ist besoffen und stinkt!" ;( zu "Papa, ich will mal was nur mit Dir unternehmen!" :clap:)

    Den ersten, wichtigsten Schritt hast Du ja schon gemacht: Dir nicht nur Gedanken über Deine Situation gemacht, sondern sogar schon für Dich erkannt, dass Du Alkoholikerin bist! Und das hat bestimmt weh getan. Nun musst Du "nur" noch weitergehen.

    Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und Mut!!

    Greenfox

    Hallo, Kunstblume!

    Mit der Abstinenz verändert sich der Mensch meist nicht nur psychisch, sondern auch körperlich. Natürlich passiert das nicht von heute auf morgen. Aber auch ich habe bei mir festgestellt, dass ich nicht mehr so aufgedunsen war, das Haar war nicht mehr so glanzlos, die Tränensäcke verschwanden ...
    Das war für mich aber nur ein angenehmer Nebeneffekt (okay, bin ja auch nur ein Mann ;)) - die Hauptsache war für mich, dass ich mich selbstbewusster und freier fühle!

    Also, freu Dich auf alle Veränderungen - die sowieso meist der Umwelt vor Dir auffallen :)

    Gruß
    Greenfox

    Zitat

    Da stand dann bei den Alkohol angaben pro Person doch tatsächlich: Bier 1.5 Liter (wenn warm eher noch mehr) plus 5 dl Wein pro kopf!

    Was mich bei solchen Angaben immer betroffen macht ist dieses PRO KOPF - also theoretisch auch Babys, Kleinkinder etc...

    Ick freu mir, dat ick nich in die Statistik falle ;D

    Na denn (auch wenn ich kein großer Fußballfan bin): Auf entspannte Spiele!

    Gruß
    Greenfox

    Glückwunsch zum 1. Monat :D

    Das mit der schlechten Laune ist m.E. normal - das Leben ist nun mal nicht nur eitel Sonnenschein. Man muss es auch mal zulassen, dass man traurig, wütend oder einfach nur schlecht gelaunt ist. Früher habe ich mich auch mit einem Bier belohnt, wenn etwas gut gelaufen ist - oder getröstet, wenn nicht. Und dann ist es nach dem einen Bier immer mehr geworden, heisst, es ist (natürlich :o) nicht bei einem geblieben.
    Lass Dich davon nicht unterkriegen - schlechte Laune haben auch Leute, die kein Problem mit/ohne Alkohol haben.

    Übrigens: Wie ist es, wenn Du bei schönem Wetter auf der Terrasse sitzt - hast Du schon ein schönes Getränk für Dich gefunden?