Beiträge von Greenfox

    ich wurde dafür persönlich angegriffen, und zwar mehrfach und mir wurde "gefälligst" aufgetragen, eine bestimmte meinung zu haben.

    Ich persönlich akzeptiere auch andere Meinungen, mit denen ich nicht unbedingt übereinstimmen muss. Was ich aber gar nicht mag, ist eine herabwürdigende Wortwahl, mit welcher Menschen als "sabbernde pawlow'sche Hunde" u.ä. bezeichnet werden.
    (Für das "gefälligst" habe ich mich übrigens entschuldigt, weil ich es als ebenfalls unangemessen empfinde - auch wenn es mir so "rausgerutscht" ist!)
    Wenn man schlechte Erfahrungen gemacht hat, kann man diese durchaus auch benennen - ohne einfach zu verallgemeinern!

    Stimmt - Du hast mich provoziert. Vor allem mit dieser Aussage:

    Zitat

    ich habe eine ganz eigene meinung zu der ganzen nachsorge, die mich unglaublich umtreibt. damit meine ich kliniken, die unsäglichen sekten- und religiösen-selbsthilfegruppen und das ganze kroppzeug, dass da noch mit dran hängt und den betroffenen, die einen weg suchen, die kontrolle, die sie vorher durch den alkohol verloren hatten, nunmehr durch die sogenannte nachsorge abnehmen durch rigides verhalten und strikte vorstellungen, gegen die man nicht rebellieren darf.


    Mit dieser Pauschalisierung von SHG und Titulierung als "Kroppzeug" ...


    zu nähe-distanz gehört auch, menschen entweder zu verachten oder in den himmel zu heben. auch hier gibt es keine mitte.

    Da Du Dich selbst anscheinend auch so einseitig betrachtest/siehst, solltest Du mal an Deinem Selbstbild arbeiten. Wenn Du Dich als "über allen" oder "unter allen" stehend siehst, dann kommt es zu einer solchen Sichtweise. ???


    ich habe eine ganz eigene meinung zu der ganzen nachsorge, die mich unglaublich umtreibt. damit meine ich kliniken, die unsäglichen sekten- und religiösen-selbsthilfegruppen und das ganze kroppzeug, dass da noch mit dran hängt und den betroffenen, die einen weg suchen, die kontrolle, die sie vorher durch den alkohol verloren hatten, nunmehr durch die sogenannte nachsorge abnehmen durch rigides verhalten und strikte vorstellungen, gegen die man nicht rebellieren darf.

    Starker Tobak! Ich finde es absolut unfair, derart über Selbsthilfegruppe so zu sprechen und sie als "Kroppzeug" zu bezeichnen >:(
    Wenn eine solche Gruppe von einer kirchlichen Organisation gegründet wird, ist es doch wohl normal/logisch, wenn dort auch religiöse Werte "hochgehalten" werden. Und wem es nicht passt, der muss diese Gruppe ja nicht besuchen. Denn - wenn man nicht gerade auf dem Lande wohnt, hat man zumindest in den Städten eine ziemliche Auswahl an den verschiedensten Arten von Gruppen. Übrigens auch eine ganze Menge, die nicht religiös sind!

    Ich möchte Dir nicht absprechen, schlechte Erfahrungen gemacht zu haben. Aber diese schlechten Erfahrungen derart zu verallgemeinern finde ich ungeheuerlich und einen Schlag ins Gesicht all derer, die sich bemühen, a) selbst von ihrer Sucht wegzukommen bzw. zu bleiben und b) anderen Menschen von ihren Erfahrungen berichten und ihnen Wege aufzeigen wollen, wie sie von ihrer Sucht loskommen können!

    Nur weil ich bisher nur sehr gute Erfahrungen mit Selbsthilfegruppen gemacht habe und daher für diese plädiere, lasse ich mich hier nicht als "Kroppzeug" titulieren!

    Im Übrigen bin ich "orthodoxer Atheist" und kann mit der Art und Weise der AA's nichts anfangen - aber sie helfen offensichtlich sehr vielen Menschen und mit einigen ihrer Sprüche (bzw. denen, die ihnen zugeschrieben werden) kann ich mich identifizieren.
    Ich akzeptiere, dass es andere Formen von SHG als der "meinen" gibt. Es gibt für mich gute Gründe, warum ich mich für meine Gruppe entschieden habe!
    Und ich akzeptiere, dass es auch andere Wege als über die SHG gibt, seine Sucht in den Griff zu kriegen. Und es darf doch wohl gestattet sein, dass ich diesen Wegen trotzdem skeptisch gegenüberstehe!

    Sprich gefälligst von der miesen Selbsthilfegruppe und nicht von den miesen SHG bzw. davon, das alle SHG mies sind!


    aus der shg bin ich mit der begründung rausgeflogen, meine einstellung würde nicht zum konzept passen. ich dachte, es würde reichen, nicht zu trinken. ich wußte nicht,daß man seine persönlichkeit aufgeben muß.

    Aua, das ist aber ganz schön starker Tobak (nicht von Dir!) >:(
    Was ist das denn für eine SHG?? (rethorische Frage!)


    hatte ende januar 2014 eine lzt für 8 wochen genehmigt, da war ich aber schon 7 monate trocken und habe den sinn nicht verstanden. nach knapp 3 wochen abgebrochen. trotzdem nicht getrunken.

    trinke einfach keinen alkohol, so einfach ist das

    44. Wenn es so einfach ist (für Dich), dann freue ich mich (für Dich) :D

    trinke seither nicht ohne rückfall.

    ;) Wo soll ich mir denn hier ein Komma denken - vor oder hinter dem "nicht" ;)


    Doch was ist, wenn ich irgendwann doch wieder mit dem Allergen in Berührung komme oder kommen muss?

    Das musst Du mir jetzt mal erklären: Wer oder was sollte mich zwingen, Alkohol zu trinken??

    Ennasu's Vergleich mit einem Allergen finde ich gut! Auch, wenn er natürlich wie alle Vergleiche hinkt - wie sich ja an katro's "Argumentation" (sorry) zeigt.
    Wenn ich weiss, dass ich nach einem Glas nicht aufhören kann, dann lasse ich eben das erste Glas stehen (hört sich leichter an, als es manchem fällt) und lasse damit das Böse einfach weg.

    Auch von mir ein herzliches :welcome: hier im Forum!
    Ich finde es gut, dass Du den Mut gefunden hast, Dich zu "outen" - auch wenn es "nur" in einem/diesem Forum ist.
    Man muss ja nicht gleich jedem auf die Nase binden, dass man Alkoholiker ist bzw. ein Problem ohne Alkohol hat und deshalb nicht mehr trinken will.

    Und bezüglich Therapie und/oder "reale" SHG bin ICH der Meinung, dass man ruhig jede Hilfe annehmen sollte, die man kriegen kann und die einem gut tut (deshalb: wenn SHG, dann sich auch die "richtige" suchen!). Ich habe ja auch mal versucht, mich selbst "aus dem Sumpf" zu ziehen - ohne Gruppe, ohne Hilfe. Und das ist fürchterlich in die Hose gegangen.
    Wenn jemand ohne Hilfe vom Alk loskommt und alles "tutti paletti" läuft - schön für denjenigen.

    Also horch genau in Dich rein und frage Dich, ob Du es ohne Hilfe schaffen kannst und willst - oder ob Du Hilfe brauchst und haben willst. Du kennst Dich selbst am besten. Und Info's und Hilfestellungen findest Du hier auch jede Menge, entweder in Form vom Austausch hier oder anderweitigen Links https://alkoholforum.de//index.php?topic=238.0

    Erstmal Alles Gute und auf einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox


    Ich habe sie dafür gelobt und ihr meine Unterstützung zugesichert. Auch habe ich ihr empfohlen, Kontakt zu einer Suchtberatung oder einer Selbsthilfegruppe aufzunehmen. Und vor allem habe ich ihr die Erkenntnis mitgeteilt, dass nur sie allein das Problem lösen kann (das habe ich hier im Forum gelernt :D).

    44. Wow, super!
    Denn:

    „Sich von der Sucht lösen kann nur der Süchtige alleine –doch alleine schafft er es nicht!“

    Hallo, Speedy!

    Ja, das ist das altbekannte Problem mit uns: Wir sind die besten Schauspieler (halten uns zumindest dafür), wenn es darum geht, unseren Alkoholkonsum zu verschleiern, abzustreiten, zu vertuschen :-\ Das kenne ich noch sehr gut ...

    Aber, das gehört leider dazu ...

    Schau doch auch mal auf diese Seite http://www.a-connect.de/hilfea.php, da bekommst Du als Angehöriger eines Betroffenen auch sehr gute Tipps und Infos.

    Und sprich doch mal mit deiner Frau darüber, wenn sie nüchtern ist - vielleicht kannst du sie ja dazu bringen, mal zu einer Suchtberatung zu gehen.

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir ein herzliches :welcome: hier im Forum.

    Schön, dass Du den Weg hierher gefunden hast.
    Ja, Du hast Recht: Den Gamma-/Quartals-Trinkern fällt es auf Grund der langen (meist kürzer werdenden) Trinkpausen wesentlich schwerer, sich einzugestehen, dass sie abhängig sind. So jedenfalls meine Erfahrungen aus der SHG. Ich selbst war (un)heimlicher Spiegeltrinker, deshalb kann ich mir diese/deine Erfahrungen nur schwer nachvollziehen/verstehen.

    Um so mehr freue ich mich auf einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, sunshiine012, erstmal :welcome: hier im Forum!

    Nun, ob Dein Vater und seine Lebensgefährtin Alkoholiker sind oder nicht (die Indizien gehen zwar in die Richtung, es könnte aber auch sein, dass sie Alkoholikerin ist und er stark co-abhängig oder ...) - Du kannst nur eines machen: Lebe Dein Leben, kümmere Dich um DICH und Deine Familie!

    Sprich ihn an (und lass Dich nicht abwimmeln), sag ihm, was Du denkst. Und wenn er blockt und Dir die Schuld gibt o.ä. - dann musst Du es so akzeptieren und ihn machen lassen. Dann musst Du Dich zu Deinem eigenen Schutz, um Dich nicht von ihm/ihnen runterziehen zu lassen, von ihm "trennen", den Kontakt abbrechen.
    http://www.a-connect.de/hilfea.php Hier findest Du auch viele Infos und Tipps.

    Viel Kraft und Alles Gute!
    Greenfox