Beiträge von Greenfox

    Hallo, Rosaline, und :welcome: hier im Forum.

    Ich hoffe, Du findest hier über den Austausch mit anderen Angehörigen, aber auch Betroffenen (wie mich) Rat und Hilfe.
    Oft hilft es ja auch, einfach mal nur seine Sorgen und Nöte rauszulassen. Um so besser, wenn dann noch etwas ruzmkommt, das einem hilft (praktisch oder auch "nur" seelisch).

    In diesem Sinne:
    Auf einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Vivi, auch von mir ein Herzliches Willkommen im Club - äh, Forum :) :welcome:

    Im Dezember ist die Therapie - unter voller Ausnutzung (1,5 Jahre) - zu Ende. Mir hat es dort sehr gut gefallen, viel gebracht und auch einiges aus einem anderen Blickwinkel sehen lassen. Mir geht es gut....manchmal denke ich zu schnell, zu gut....aber ich bin seit Feb. 2013 trocken!

    Das habe ich in meiner SHG auch mal angesprochen, dass es mir fast ein wenig Angst macht, wie leicht und einfach das geht. Damals war ich knapp 1,5 Jahre trocken.
    Und ca. 3 Monate später hat der Suchtteufel zugeschlagen - in einer vollkommen harmlosen Situation. Ich war mit meinen Kindern zum Kindergeburtstag in einem Indoor-Spielplatz und stand draussen, um eine zu rauchen. Wetter schön, alles schön, kein Stress, kein nix. Und plötzlich - aus heiterem Himmel - kam das Grosse Zittern über mich (im wahrsten Sinne des Wortes) und der Suchtteufel schrie: "Ich brauch was - aber kein Bier! Was Richtiges!"
    Und es wäre mir an der Örtlichkeit absolut nicht schwer gefallen, mir ein Rohr zu besorgen (großes Einkaufszentrum) :-\
    Ich habe mich auch schon fast in Bewegung gesetzt, aber irgendwie kam doch noch die Vernunft durch: Ich habe mein Handy rausgeholt und die Telefonliste meiner Gruppenfreunde (wie die mir hätten helfen sollen ist mir heute noch ein Rätsel) - aber bevor ich anrufen konnte, war der "Anfall" genau so schnell verschwunden, wie er gekommen war - puuh.
    Ich bin dann erst mal wieder rein und habe einen halben Liter WASSER auf ex ...
    Zum Glück war das mein einziges derartiges Erlebnis (darf es ruhig auch bleiben). Aber seither weiss ich, dass es jederzeit passieren kann und man wachsam bleiben muss.

    Ansonsten: freu Dich, dass es Dir so leicht fällt! Und hoffe und tue alles dafür, dass es so bleibt

    Gruß
    Greenfox

    Mal unabhängig von Griechenland und so:

    ... das foto das ich gewählt habe ist der ... sonnenaufgang auf kreta,ich habe ihn an unsererm letzten urlaubstag gemacht. mir geht es weiterhin gut,kein verlangen nach alkohol 44. 44.

    Es geht auf- und vorwärts! 44. Bist Du immer noch "traurig"?? Oder willst Du Deinen Nick nicht Deinem Avatar anpassen? In "aufgehende Sonne", "Morgensonne" oder so? nixweiss0

    Ja, das finde ich ein sehr wichtiges Thema, dass einen auch als selbst Betroffenen ziemlich schnell betreffen kann.
    In meiner Gruppe gibt es eine Frau, deren beide Söhne ebenfalls betroffen sind. Alle drei haben Langzeittherapien hinter sich und alle drei wohnen räumlich eng beieinander (haben alle eigene Wohnungen im selben Haus).
    Allerdings ist einer der Söhne ziemlich schnell wieder rückfällig geworden - und das nicht nur kurzzeitig.
    Und in dieser Situation war sie natürlich nicht nur äußerst stark gefordert, sondern auch irgendwann überfordert :-[

    Es sagt sich so leicht: Sag ihr/ihm, dass Du Hilfe gibst, wenn sie gewünscht/gewollt ist, aber ansonsten zieh Dich von dem-/derjenigen zurück, lass ihn/sie machen. Es mag noch so richtig und wichtig sein (ich persönlich stimme mit diesem Rat völlig überein!): Wenn es sich "nur" um Freunde oder Bekannte handelt, dann mag das ja auch ok und relativ leicht machbar sein. Aber wenn es sich um enge Familienangehörige handelt ... Nicht umsonst nennt man das Ganze ja Co-Abhängigkeit.

    Ich bin ganz froh darüber, dass ich mich selbst nicht in einer solchen Situation befinde.
    Meine Frau will übrigens selbst heute noch nicht über dieses Thema reden - weder mit mir noch mit sonst jemandem. Und ich bin nun schon seit ein paar Jahren trocken. Ich habe ihr schon zu Beginn meiner Trockenheit geraten, doch auch selbst einmal eine SHG für Angehörige zu besuchen. Denn wenn ich daran denke, was ich in meiner nassen Zeit so angestellt habe ;( Bin zwar NIE gewalttätig gewesen/geworden - aber trotzdem ...

    :heartBalloon: Glückwunsch zum Neustart!

    Wie heisst es in meiner SHG immer (wieder mal): Bange machen gilt nicht - weitermachen!

    Ja, Rückschläge gibt es leider immer mal wieder. Vor allem zu Beginn.

    Aber vor allem freue ich mich, dass Du eine SHG gefunden hast, bei der Du Dich anscheinend wohl und aufgehoben fühlst!
    Auch ich bin der Meinung, dass es ohne SHG nicht geht (bei mir). Zumindest aber fällt es einem in einer Gemeinschaft leichter.

    Da ich mit den AA nicht sorecht Klarkam musste eine neue Gruppe her.

    Meine Meinung - nur weil man mit der einen SHG nicht klar kam (wobei man das "AA" durch jede x-beliebige SHG ersetzen kann), sollte man nicht die Flinte ins Korn werfen und überhaupt keine SHG mehr aufsuchen.
    Es ist wie mit den Frauen: Wenn man die Richtige gefunden hat ... ;D

    Gruß
    Greenfox


    Tag 1 ohne liegt hinter mir.
    War gestern Abend ziemlich mies drauf, wahrscheinlich weil der Rotwein fehlte!
    Hab auch recht unruhig geschlafen, aber sonst geht's mir gut.

    Der Anfang ist geschafft! Das mit der schlechten Laune und dem schlechten Schlaf kann durchaus daran liegen, dass Du Deinem Körper nicht das gewohnte "Leckerli" gegeben hast.
    Es beunruhigt mich nur etwas, dass Du anscheinend einen "kalten Entzug" durchziehen willst :-\ Denn wenn Du schreibst "Tag 1", dann gehe ich davon aus, dass Du täglich getrunken hast, also kein Quartals-Trinker bist!?
    Und zum Thema "kalter Entzug" haben hier schon Einige ihre Erfahrungen geschrieben. Und die können ziemlich heftig sein ...

    Also - bei allen guten Wünschen: Pass auf Dich auf!

    LG
    Greenfox

    Zitat

    Die Zielgruppe des Essener Projekts sind nach Seilers Worten langjährige Alkoholiker, die den Großteil des Tages auf der Straße verbringen und anders kaum erreicht werden können. Wichtig sei, dass ihnen auch weitergehende Hilfen angeboten würden.

    Mag ja alles richtig sein und auch ich finde es wichtig, auch diesen Menschen Hilfe anzubieten, um sie eventuell "zurückzuholen", ihnen Hilfe zur Selbsthilfe anzubieten. Trotzdem halte ich dies nicht für den richtigen Weg. Aber in Ermangelung besserer Vorschläge halte ich mich lieber zurück ...

    Hallo, Erfurt!
    Herzlich Willkommen hier im Forum :welcome:

    Ansonsten könnte ich meinen Post hier nur mit Zitaten bestreiten ;D

    Zunächst einmal:

    Ich weiß, im Vergleich zu den meisten hier habe ich ein absolutes Bagatellproblemchen.

    Es ist doch völlig unwichtig, wie groß oder klein die Probleme der anderen sind - Deins ist für Dich sehr groß!! Und Du nimmst es ernst und es Dich mit! Also mach Dich nicht selber runter.
    Und genau deshalb kann ich mich auch nur ennasu bzw. hope anschließen:

    Ich kann dir nur raten, deinen Partner doch drauf anzusprechen, auch wenn es dir schwer fällt. Sag ihm, dass du dir Sorgen um ihn machst.
    Und dass du die Flaschen sehr wohl bemerkst.
    Besser rechtzeitig drüber reden damit ihm klar wird dass er sonst Gefahr läuft noch mal in die Abhängigkeit rein zu rutschen.

    Und noch einen Rat möchte ich Dir geben: Wenn Du mit Deinem Partner sprichst, dann sag ihm (so Du es denn meinst), dass Du ihm zwar helfen wirst, wenn er sich helfen lässt, Dich aber nicht von ihm runterziehen/kaputtmachen lässt. Du hast es selbst miterlebt, weisst, wie es war. Willst Du es wirklich nochmal mitmachen?

    ja warum tue ich mir das an? nixweiss0 weil ich ihn liebe.

    Reicht das, um ihm in den Abgrund zu folgen?? Du musst auch an Dich denken und ihm Konsequenzen nicht nur androhen!

    Vielleicht hilft Dir ja auch dieser Link ein wenig: http://www.a-connect.de/hilfea.php

    LG
    Greenfox

    Hallo, Bianka!
    Herzlich Willkommen hier im Forum und Herzlichen Glückwunsch zu Deinem Entschluß, "Nägel mit Köpfen" zu machen :heartBalloon:

    Ich suche hier Rat..... Wie habt ihr es geschafft, dauerhaft abstinent zu bleiben?

    Nun, ICH habe mir Hilfe in Form von einem Therapeuten sowie einer Selbsthilfegruppe gesucht. Und ich hatte Glück: mein Therapeut war kein noch aktiver selbst Betroffener ??? Oh man, das ist wirklich kontraproduktiv (der berühmte Griff ins Klo :-\) ...
    Ich weiss ja nicht, wo Du wohnst (ländliche Gegend, Großstadt), aber vielleicht solltest Du Dir einen anderen Therapeuten suchen.
    Und ansonsten schwöre ich auf Grund meiner Erfahrungen auf Selbsthilfegruppen (https://alkoholforum.de//index.php?topic=229.0). Hast Du Dich schon mal bei Dir in der Umgebung nach Gruppen umgeschaut? Und vielleicht mal bei der einen oder anderen vorbeigeschaut? Wenn Du eine SHG erwischst, die Dir partout nicht zusagt, dann schau Dir andere an.

    Gruß
    Greenfox

    Ich hab dem Penner einen Euro gegeben und gesagt. Hier, kauf dir was zu essen. Klar wusste ich dass der davon Alk kauft, aber der braucht das doch, weil er sonst verreckt. Und anders konnt ich ihm nicht helfen, und erst recht nicht von der Sucht befreien. Aber ich hab sein Spiel mitgespielt damit er seinen Rest Würde bewahren konnte, den ihm diese Frau auch nicht gegönnt hat.

    Man diesen Menschen auch etwas Essbares geben statt Geld. So hat man ihm auch geholfen, aber seiner Sucht nicht Vorschub geleistet, sich also nicht co-abhängig verhalten.

    Und ich halte absolut nix davon, solche Leute mit Alkohol zu "entlohnen". Billige Arbeitskräfte, die für 3 Bier alles tun und die man so schön unten halten kann.
    Für diese Leute ist es oft ein Teufelskreis: irgendwann wer-weiss-warum auf der Straße gelandet (vielleicht schon wegen Suff), dann Alkohol als "Tröster", vernünftig bezahlte Arbeit kriegt man aber nicht, wenn man auf der Straße lebt und säuft ...

    Wenn man Meinungen austauscht, geht man also auch auf die Meinungen der anderen ein, um seine eigene dar-/klarzustellen. Und da es nicht nur eine Meinung gibt bzw. nicht alle Meinungen in dieselbe Richtungen gehen, gibt es also auch mal Gegenwind. Der kann auch mal kräftig ausfallen.

    Wenn man keinen Gegenwind haben möchte, schreibe man ein Buch ... da widerspricht einem keiner. Okay - hinterher, die Kritiker, die einen für würdig befunden haben, gelesen zu werden ...

    Ich stimme LiS in Bezug auf den "Eiertanz" vollkommen zu.
    MEINE Eindrücke sind:
    Auch ich hatte oft das Gefühl, dass der Barfußtänzer manchmal nur sich selbst lesen wollte - Gedankensprünge innerhalb seiner Postings, für mich absolut unklare Aussagen/Fragen ("Was will er damit sagen/fragen?").
    Sorry - aber für mich hatte es manchmal Ähnlichkeit mit den "tiefschürfenden" Gesprächen am Stammtisch ... nixweiss0
    Mit einem ernsthaften Befassen hatte es wenig Ähnlichkeit ...
    Ich hatte Schwierigkeiten, ihm zu antworten, wusste nicht, wie ich die Antworten formulieren sollte, ohne eventuell verletzend, großspurig ... zu werden - und habe es daher meist sein gelassen. schwitz.


    Klar, aber es ist ja offensichtlich, dass Alkoholkonsum möglichst vermieden oder drastisch reduziert werden sollten, und die Einstellung "Alk ist etwas schönes, auf das ich nun mit Disziplin und Kontrolle verzichten will/muss" ist da definitiv weniger hilfreich als die Einstellung "Alk ist etwas blödes, ich bin froh, dass ich das nicht mehr tun mus".

    Ich halte es eher mit "Ich brauche keinen Alkohol. Er tut mir nicht gut - und warum sollte ich mir selbst etwas Schlechtes antun."


    es gibt doch sicher "Roßnaturen", denen auch relativ hoher Konsum kaum was ausmacht in Bezug auf die Befindlichkeit, während sensiblere Personen deutlich heftiger an Katerproblemen leiden. ... Wie schaffefn das andere Leute? Wie geht es einem nach einem halben Kasten Bier am Tag und einer Flasche Schnaps am Tag drauf? Bekommen körperlich abhängige Trinker neben dem Entzug nicht auch Hammer Kater? Das körperliche Befinden muss doch absolut desolat sein. Wie erträgt man das?


    Ich finde die Vorstellung für mich selber, solche Mengen zu konsumieren (durchaus nicht freiwillig sondern als Sucht, das ist schon klar), und damit noch halbwegs normal im Job funktionieren zu können, halt undenkbar, und auch, nicht relativ schnell dann auch was dagegen zu tun, weil das Befinden bei mir halt so dermaßen in Mitleidenschaft gezogen wird. ...
    Aber wie fühlt man sich denn dann, als richtig "nasser Alki"? Stelle ich mir grauenhaft vor.. wenn ich das, was mir selber bekannt ist, entsprechend "hochrechne". Ist doch kein Leben mehr, oder? Jeden Tag ein Kampf gegen die Symptome und Folgen..

    Jeder von uns hat seine eigene Trinker-"Karriere" hingelegt - und jeder von uns hatte seinen höchstpersönlichen "Tiefpunkt", an dem er für sich erkannt hat, dass es so nicht weitergehen kann. Doch oft ist es doch (vorher) so, dass man diese Erkenntnis vor sich herschiebt, eben weil es andere Leute gibt, die noch viel mehr saufen als man selbst. "Na, sooo schlimm bin ich doch noch lange nicht!"
    Auch mich schüttelt es heute manchmal, wenn ich andere sehe, die sich mit Hochprozentigem zuschütten und trotzdem noch "geradeaus" laufen können. Und auch zu meiner nassen Zeit hat es mich deshalb oft geschüttelt - aber nicht aufgerüttelt (siehe oben). Trotzdem - ich war nicht der "bessere" Alkoholiker, nur weil ich nicht so viel Schnaps, sondern (meist) "nur" Bier getrunken habe ... Es gibt keine guten oder schlechten Alkoholiker. Die einen trinken eben heimlich - und die anderen unheimlich ;)

    Aber Mitte Februar hab ich mit meiner Freundin Urlaub und dann werde ich es angehen. Bis dahin wird ich aus Angst vor einem womöglich tödlichen Delirium doch noch meine 3-4 Biere Abends trinken.

    Bitte nimm mir meine Frage nicht krumm, aber: Kann es sein, dass Du gar nicht so große Angst vor einem Delir (oder sonstigen Entzugserscheinungen) hast, sondern vielmehr davor, dass Dir jemand bescheinigt, dass Dein Alkoholkonsum nicht mehr unbedenklich ist und Du ihn einschränken bzw. ganz sein lassen solltest??
    Und die möglicherweise gefährlichen Folgen eines "kalten" Entzuges als "Entschuldigung/Ausrede" für's Weitertrinken nutzt?

    Für mich hört es sich jedenfalls so an ... :(

    Ich kann mich Zottelchen nur anschließen - such Dir jemanden (der von Deinem Problem weiss) zum quatschen, wenn es Dir nicht gut geht. Entweder hier im Forum oder ausserhalb. Das ist ja auch das Gute an Selbsthilfegruppen (zumindest bei denen, die ich kenne), dass man die (meisten) Mitglieder auch anrufen kann und einfach nur quatschen kann. Und dann ist der "Anfall" wieder vorbei, ohne dass es zu einem "Rückfall" gekommen ist ;)

    Und um ennasu zu zitieren:

    aufstehen, Krönchen gerade rücken - weiter machen.

    Viel Kraft wünscht
    Greenfox