Hallo, Robert!
Nachdem ich Deine Vorstellung gelesen und mir danach Deine Internetseite angeschaut habe, weiss ich nicht so recht, was ich dazu sagen/schreiben soll.
Also versuche ich es mal mit dem, wie ich es empfinde:
Es kommt mir so vor, als wäre ich im Mittelalter und der Bader steht auf dem Marktplatz, um mit großem Geschrei und Hokus-Pokus sein WUNDERMITTEL zu verkaufen.
Da hat es jemand geschafft, mal ein Jahr weniger zu trinken. Bravo!
Aber sich dann hinzustellen, einen großen Scheinwerfer auf sich zu richten und zu schreien: „Ich habe DIE Methode entdeckt, mit der Alkoholiker GEHEILT werden können! Nun kommt alle und bezahlt mir viel Geld, damit ich Euch an meiner Erleuchtung teilhaftig werden lassen kann!“
hat in meinen Augen und für mein Gefühl doch arg viel mit Scharlatanerie zu tun.
Du kannst/willst auf Deiner Website ja nicht mal ansatzweise erklären, um was es geht.
„Deswegen erlaubt die Methode die Zufuhr von beliebig viel Alkohol ausdrücklich bei Einhaltung nur einer einzigen wichtigen Regel. Drei Statt Dry © bewirkt im Verlaufe eine halben Jahres eine nachhaltige und tiefgreifende Änderung des Trinkverhaltens und des Körpergefühls. Der Betroffene lässt im Verlaufe weniger Monate seine Sucht hinter sich.“
Aha. Ich zitiere: „die Zufuhr von beliebig viel Alkohol ... bewirkt im Verlaufe eine halben Jahres eine nachhaltige und tiefgreifende Änderung des Trinkverhaltens und des Körpergefühls.“
Und dieses kleine Geheimrezept „ausdrücklich bei Einhaltung nur einer einzigen wichtigen Regel“ willst Du Dir teuer bezahlen lassen („In der Arbeit mit einzelnen Klienten berechne ich in der Regel 60,-€ je Zeitstunde, in der Arbeit mit Gruppen (bzw. für Seminare) 100,-€ je Zeitstunde. Für eine beratende Begleitung per Email berechne ich 60€/Monat oder 150€/Quartal“).
In meinen Augen bist Du ein Schwindler und/oder Blender! Jeder hat seinen eigenen Weg aus der Sucht – wenn er ihn denn findet und auch konsequent schafft. Die Einen sind der Meinung, dass sie nur in der Abstinenz den „wahren“ Weg sehen. Andere sehen dies nicht so und schaffen es, „kontrolliert“ zu trinken (katro, ich weiss momentan nicht, wie ich Deinen Weg richtig benennen soll).
es geht mir ähnlich wie dir. Auch ich bin in Bezug auf den Ausstieg aus der Alkoholsucht sowohl gedanklich als auch im Umgang mit der Droge einen Weg gegangen, der mit dem üblichen, d.h., dem von der klassischen Suchthilfe propagierten Weg nicht übereinstimmt. Auch ich habe in Bezug auf meine Person die Erfahrung gemacht, dass der Alkoholismus nicht nur stoppbar und danach wie ein Damoklesschwert als ständig vorhandenes Rückfallrisiko über einem schwebt, sondern heilbar ist.
Aber ich glaube nicht, dass hier irgend einer – auch die nicht, die schon ein paar JAHRE trocken sind – seinen Weg als den einzig wahren darstellen würde.
Weißt Du, wir teilen hier anderen Betroffenen und Angehörigen unsere Erfahrungen mit, wie wir den Weg aus der Sucht gefunden haben oder ihn noch suchen, weil wir wissen, wie verdammt schwer er ist. Und wir tun dies kostenlos!! Aber auf keinen Fall umsonst!
Bei meinem Email-Account verbuche ich solche Marktschreier unter SPAM.
Soviel zu meinen Empfindungen zu Deinem Beitrag …
Sorry, wenn ich zu deutlich geworden bin und Dir dabei auf den Schlips getreten bin. Aber dies war diesmal auch meine Absicht.
es geht mir ähnlich wie dir. Auch ich bin in Bezug auf den Ausstieg aus der Alkoholsucht sowohl gedanklich als auch im Umgang mit der Droge einen Weg gegangen, der mit dem üblichen, d.h., dem von der klassischen Suchthilfe propagierten Weg nicht übereinstimmt. Auch ich habe in Bezug auf meine Person die Erfahrung gemacht, dass der Alkoholismus nicht nur stoppbar und danach wie ein Damoklesschwert als ständig vorhandenes Rückfallrisiko über einem schwebt, sondern heilbar ist.