Beiträge von Greenfox

    Oh ja, da gebe ich Dir vollkommen recht und genau deswegen darf man auch Niemandem zum "Probieren" raten !!!

    Ich glaube, hier hat auch niemand direkt zum Probieren geraten.

    Und mit Frust meinte ich eigentlich nicht, "aus Frust trinken". Sondern ich meinte den Frust, der sich entwickelt, wenn man "kontrolliert" trinkt, sich selbst Grenzen setzt - und doch eigentlich mehr trinken "will".
    Ist doch ätzend, wenn einem der Verstand sagt "Es ist genug!", der Bauch aber schreit "Ich will mehr!":

    "Zwei Seelen wohnen, ach!, in meiner Brust: die eine will sich von der andern trennen ..." (Goethe, Faust I)

    ...ich hab das mit dem "Reset-Knopf" auch nicht so verstanden, alles Erlebte und Dagewesene zu vergessen, sonder ganz einfach das Zurückfinden zu einem verantwortungsbewusstem Umgang...

    Genau so habe ich es auch gemeint.


    Um zu guter Letzt auf den Vergleich mit dem Sex einzugehen: Süchtig zu rauchen oder zu saufen ist nicht der Höhepunkt, sondern die allmähliche Nivellierung jeglicher Lustgefühle.
    Jedem Sex zu entsagen, weil man meint -aus welchen Gründen auch immer- sich den Höhepunkt versagen zu müssen, kann m.E. aber auch nicht die Lösung sein.
    Wer in der Askese seine Befriedigung findet, der soll asketisch leben. Denn dann tut ihm die Askese gut. Andere müssen Lösungen finden, die für sie adäquater sind.

    Tja - so ist das nunmal mit Beispielen: für gewöhnlich hinken sie.
    Aber man kann Beispiele falsch verstehen WOLLEN. Sorry, katro/Bassmann - aber bei Dir habe ich dieses Gefühl, dass Du dieses Beispiel/Synonym (oder wie auch immer man das bezeichnen will) bewusst falsch verstehen willst. Aber wenn Du willst, kann ich Dir noch mal versuchen zu erläutern, was damit gemeint ist ...
    Von seinem Suchtmittel nur nippen/naschen dürfen und dann aufhören müssen ist eben ähnlich wie ein koitus interuptus ...
    Und da auch das "hinkt" ... lasse ich es lieber sein.

    Um noch mal auf das "Zurückfinden zu einem verantwortungsbewussten Umgang" zurückzukehren:
    Wollte ich dies versuchen, wäre es eine tickende Zeitbombe: Immer nur nippen, nur ein Glas - das würde nur eine gewisse Zeit gut gehen. Irgend wann würde der Frust, sich ständig bremsen zu müssen, die Gier nach mehr überhand nehmen. Und dann: Bummm ...

    Okay, nun kann ja jemand einwenden: "Und was ist, wenn sich gar keine Gier, kein Frust entwickeln? Dann kann man doch ..."
    Meine persönliche Erfahrung hat gezeigt, dass sich bei früheren Versuchen dieser Art sehr wohl die Gier entwickelt hat. Und es nun noch einmal zu versuchen in der Hoffnung, dass ES diesmal nicht passiert ...

    Wahnsinn ist, immer das Gleiche tun und andere Ergebnisse erwarten. (Albert Einstein)

    Gruß
    Greenfox

    Hi, Lusches,

    schön, dass Du Deinen Reset-Knopf gefunden hast.

    Du kennst ja meine Geschichte im Großen und Ganzen.

    Ich habe diese Frage, diesen Thread bewusst hier im öffentlichen Bereich gestellt/eröffnet. Denn es gibt bestimmt viele "da Draussen" 8), die die Hoffnung haben, dass es solch einen "Knopf" gibt.
    Und ich möchte solche Fragen/Diskussionen wieder etwas mehr in den öffentlichen Bereich schieben ...

    Früher hatte ich auch diese Hoffnung. Mittlerweile habe ich diese Hoffnung nicht mehr und - ich schriebste es ja auch schon - ich persönlich glaube nicht, dass es für Abhängige/Süchtige einen solchen "Knopf" gibt.

    Warum ich diese Hoffnung nicht mehr habe? Warum soll ich auf etwas hoffen, was ich nicht mehr will und auch nicht mehr brauche?? nixweiss0
    Und der Glauben (und das als Atheist ;) ) resultiert aus meinen Erfahrungen. Ich würde ja lieber "wissen" schreiben - aber so anmaßend bin ich nun doch nicht ...

    Schön, mal wieder von Dir zu lesen, Lusches :D

    Das es Menschen gibt, die es auch ohne Entgiftung, Therapie und dem ganzen Programm vom Alk wegzukommen (also solche "Freischaffenen Künstler" wie Dich) - das steht für mich nicht zur Debatte. Davor ziehe ich den Hut, denn bei mir und vielen anderen hat es so nicht funktioniert.

    Aber wie ist das bei Dir? Trinkst Du wieder "normal"? Oder hast Du es mal probiert, wieder "normal" zu trinken - und wenn ja, hat es funktioniert oder nicht?

    DAS meinte ich mit "Reset-Knopf". Nicht, ob jemand aus der Sucht/Abhängigkeit ausbrechen konnte.

    Gruß
    Greenfox

    Sex darfst du haben, aber nur ohne Höhepunkt.

    laugh2 :lach: Kurz und knackig. Aber so ist es. Zumindest wäre es so bei MIR.

    Und da ich es ausprobiert habe (ich meine das "kontrollierte" Trinken ;) ) und es nicht funktioniert hat - im Gegenteil, es war einfach nur anstrengend und dann habe ich der Einfachheit halber die "Kontrolle" nach und nach weggelassen - weiss ich, dass es nix für mich ist.
    Und ich kann es mir einfach nicht vorstellen, dass irgend jemand (der abhängig ist!) nach Jahren der Trockenheit wieder auf Dauer "normal" trinken könnte.
    Das funktioniert vielleicht kurzfristig - dann wird es strong.
    Ich und viele andere (eigentlich alle, die es ausprobiert haben), die ich gesprochen habe, waren nach kurzer Zeit wieder auf dem alten Level und schnell darüber hinaus.
    Meine Schlußfolgerung für mich: Warum sollte ich es also nochmal versuchen?!?
    Auch wenn mir jemand beweisen würde, dass es bei 90% geht - es wären mir 10% zuviel an Unsicherheit ...

    Habe gerade in einem alten Thread "Konstruktiver Streit bzgl. Suchtgedächtnis und Abstinenzentscheidung" geschmökert (Vollmitglieder können hier noch mal reinschauen, da er im internen Bereich stattfand).
    Und in „Gesprächen“ mit Freeway tauchte auch das Thema „Rest-Knopf“ auf.

    Leider ist der User „katro“ nicht mehr hier im Forum. Und auch wenn ich beim Lesen seiner Beiträge des Öfteren mit Pinguin übereinstimmte

    >:D katro............. Du machst mich (manchmal) waaaaaaaaaaaaaaahnsinnig!!!
    Grrrr......

    so haben diese mich doch immer zum Nachdenken über meine eigene Position, meine Meinung zu diesem Thema "angestiftet".

    katro vertrat folgende Meinung:

    Um jetzt auf diesen "Reset-Knopf", den es ja nach katro's Meinung geben könnte/soll, zurückzukommen:

    Ich - und auch viele in meiner SHG - sind der Meinung, dass es diesen nicht gibt.
    Entweder ist man nicht abhängig/süchtig - dann kann man vielleicht auch wieder zu einem "normalen" (was auch immer das heisst) Umgang mit dem Alkohol zurückfinden.
    Oder man ist abhängig/süchtig - dann hilft meiner/unserer Erfahrung/Meinung im Endeffekt nur die Abstinenz. Denn "Sucht" bedeutet doch "Kontrollverlust" - ich kann meinen Umgang mit dem Alkohol (oder irgendeinem anderen Suchtmittel) nicht auf Dauer kontrollieren.

    Ich habe diesen "Reset-Knopf" auch bei mir gesucht. Mein "normaler" Umgang mit dem Alk ging ungefähr 2 Monate gut. Aber dann ... ;(
    Und DIESE Erfahrung haben auch alle die in meiner SHG gemacht, die der Meinung waren, es gäbe diesen Knopf, die dachten "Ach, jetzt bin ich schon so und so lange trocken, jetzt kann ja nix mehr passieren."

    Okay, ich bin nunmal zugegebener Maßen ein Verfechter der Abstinenz ::)

    Also ich kann das nicht. Sobald ich ein Glas Bier trinke, dann steigt eine riesengroße Gier in mir auf. Die größte und schlimmste Begierde, dich ich überhaupt in meinem Leben kenne. Um jeden Preis muss ich dann ganz, ganz, ganz viel trinken... Darum habe ich auch nie Sehnsucht nach EINEM EINZIGEN Glas. Unter drei Bier fange ich gar nicht erst an. Also lieber gar nichts trinken oder ganz, ganz viel. Und das wird auch immer so bleiben. Habe schließlich viele, viele Jahre erfolglos den Mittelweg probiert.

    Aber wie denkt IHR darüber?

    Hi, Barry!

    Zum Thema "alkoholfreies Bier" haben wir ja schon einige Diskussionen/Meinungen gehabt, u.a. hier

    Nun bist Du ja schon 4 Monate trocken :D 44.
    Wie sehen denn Deine Erfahrungen jetzt mit diesem angeblich alkoholfreien Bier aus?

    nun holte ich mir ein alkoholfreies bier um mich irgendwie zu beruhigen, ich trank es auf aber im hintergedanken träumte ich eher an den rausch um mich endlich zu beruhigen...

    DAS ist nämlich der Grund, warum ICH die Finger von dem Zeugs lasse - die Angst, dass ich den "Traum" dann wahr mache und doch zu "echtem" Bier greife ...

    Gruß
    Greenfox

    Zur Zeit lese ich zum zweiten Mal das Buch von Daniel Schreiber "Nüchtern".
    Schon beim ersten Mal hätte ich einen ganzen Block Post-it verbrauchen können ...
    Auch diesmal finde ich immer wieder Sachen, wo ich einfach nur sage "Genau - so ist es! So war es bei mir auch!"
    Und man merkt, dass der Mensch Journalist ist - so gut, wie er viele Sachen ausdrückt, auf den Punkt bringt.

    Das hier zum Beispiel:

    Zitat

    Man kann viel erreichen, auch wenn man zu viel trinkt. Obwohl wir es alle besser wissen sollten, assoziieren wir Alkoholkranke immer noch mit dem klassischen Bild vom Straßentrinker oder vom Alkoholiker, der sich seit Jahrzehnten von Entzugsklinik zu Entzugsklinik, von Rückfall zu Rückfall hangelt, dem Alkoholiker also, der gerne in deutschen Talkshows sitzt.
    Beide machen jedoch nur einen geringen Prozentsatz der Trinkbevölkerung aus. Funktionierende Alkoholkranke gibt es überall – in Anwaltskanzleien und Redaktionen, in Lehrerzimmern und auf dem Bau, in Friseurläden, an Supermarktkassen, in Architekturbüros und im Bundestag. Sie ziehen Familien groß, sitzen beim Elternabend und im Kino neben Ihnen, machen wie Sie Wochenendausflüge, tanzen auf den Hochzeiten Ihrer Freunde.
    Die Wahrheit ist, dass man sogar erstaunlich viel erreichen kann, auch wenn man übermäßig trinkt. Man konstruiert sich wirksame Fassaden eines scheinbar produktiven Lebens. Fassaden, hinter denen man sich versteckt und die man wie ein Alibi vor sich herträgt. Dann beißt man die Zähne zusammen und kommt einfach irgendwie durch. Und wenn ein Anflug von Erleichterung in Sicht ist, greift man zu dem, was dem Gefühl, tatsächlich am Leben zu sein, am nächsten kommt – dem Glas.

    Wenn man zu viel trinkt, ist man zudem gegen warnende Stimmen gewappnet. Man hat immer genug Probleme. Es gibt immer genug Anlässe, die das nächste Glas notwendig erscheinen lassen. Und man hat stets eine Argumentation parat, die beweist, dass man überhaupt kein Problem hat – wobei man meistens übersieht, dass man gar nicht so viel Argumentationsaufwand betreiben müsste, wenn man das Problem nicht hätte. Nicht jeder, der zu viel trinkt, ist automatisch abhängig, aber wenn er weiterhin zu viel trinkt, wird er es in jedem Fall werden. Beim einen geschieht das innerhalb von ein paar Jahren, beim anderen zieht sich dieser Prozess über Jahrzehnte hin. Alkoholismus ist wie eine Lotterie. Viele Menschen beginnen irgendwann von allein, ihr Trinken zu regulieren. Doch für viele von uns ist Alkohol ein beständiger Begleiter in unserem Leben, ein Begleiter, mit dem wir uns so lange nicht auseinandersetzen, bis wir es wirklich müssen. Manche Menschen entwickeln sich früh, manche im mittleren oder auch erst im hohen Alter zu Alkoholikern. Manche glauben, dass sie damit alt werden können. Manche bekommen psychische und emotionale Störungen und verstoßen nach und nach die Menschen aus ihrem Leben, die ihnen nahestehen. Manche erkranken an Krebs oder leiden an Leberschäden und Herz-Kreislauf-Störungen. Manche sterben daran. Manche nehmen sich irgendwann das Leben. Andere haben mehr Glück.
    Wenn man noch trinkt und wenn man Angst hat, zu viel zu trinken, denkt man – vielleicht auch ohne es sich wirklich einzugestehen – viel darüber nach, wo die magische Grenze zwischen schlechter Gewohnheit und Krankheit verläuft. Doch bei welchem Glas oder zu welchem Zeitpunkt genau man diese unsichtbare Grenze überschreitet, ist so schwer zu beantworten wie die Frage, welche Erdbeere, welche Haselnuss oder welcher Pollen irgendwann eine Allergie auslöst.

    Die Herausstellungen (Fettschrift) sind von mir - quasi mein Textmarker. Und den bräuchte ich fast ständig bei diesem Buch ...
    Ich habe es übrigens nicht nur in Papierform - auch als Ebook.

    Das Buch hatten wir ja schon mal hier vorgestellt.

    Aber falls jetzt jemand auf den Geschmack gekommen ist:

    Autor: Daniel Schreiber
    Titel: Nüchtern: Über das Trinken und das Glück
    Verlag: Hanser Berlin (25. August 2014)
    ISBN-10: 3446246509
    ISBN-13: 978-3446246508
    160 Seiten

    Wollte es mir eigentlich mal antun - habe mir dann aber doch immer etwas Besseres angeschaut.
    Also habe ich Letztens mal in die Mediathek reingeschaut und 2 Sendungen probiert. Aber nach jeweils 10 Minuten war ich froh, dass man den Schwachsinn wegklicken konnte.

    Wer es nicht geschaut hat, hat nix verpasst! Den Blödsinn hätte man höchstens mit 3,8 im Turm ertragen können - eben "Sauf-TV" ...

    Egal, wie man zu ihnen steht, ob Einem die Art und Weise der AA gefallen oder nicht - ich finde es aber wert, dass diese Organisation dieser Tage bereits 80 Jahre alt wird.
    Mir persönlich sagen sie nicht so zu - ich mag mehr den Dialog, keine Rituale (auch wenn diese durchaus ihren Sinn haben können).
    Aber als ich sie im Rahmen meiner ersten Langzeittherapie besuchen musste (in der Nähe befanden sich keine anderen SHG), habe ich nicht nur Unbehagen gefühlt - das waren alles Menschen, die die gleichen Probleme hatten wie ich! Die sich auch erst wieder ans Licht kämpfen mussten! Und die es (nur ?) mit Hilfe der Gemeinschaft geschafft habe!

    Wir habe hier in Deutschland die relativ komfortable Situation, dass wir hier zig verschiedene Selbsthilfegruppen der unterschiedlichsten Coleur haben, unter denen man (mehr oder weniger - je nach dem, ob man in der Stadt oder auf dem Land wohnt) wählen kann.
    Und vielen Menschen sagen die AA weltweit zu - und helfen ihnen. Ich denke mal, nicht umsonst ist es die weltweit größte SHG.

    Auch wenn es nicht mein "Ding" ist - meinen Respekt und meinen Glückwunsch (stellvertretend für ALLE, die sich um Abhängige kümmern) :hpbrthdy:

    Hallo und "Herzlich Willkommen hier im Forum"!

    Ja, auch wenn man es manchmal nicht wahr haben will: Unsere Umwelt sieht es doch (und eher als wir), dass man ein Problem ohne Alkohol hat ;(

    Wenn Du etwas ändern möchtest - es ist nie zu spät. Und dafür, dass es funktionieren kann, hast Du hier etliche Beispiele.
    Bei mir zum Beispiel funktioniert es - nach einigen Anläufen nun schon seit 7 Jahren. Ich bin zufriedener trockener Alkoholiker.
    Mir persönlich hat der regelmäßige Besuch meiner Selbsthilfegruppe sehr geholfen.

    Aber - das ist mein Weg. Hast Du denn schon eine Vorstellung, wie Du Dein Problem angehen willst?

    Etwas irritiert mich aber:

    ... leider trinke ich sogar, während ich hier schreibe... Sobald ich zuhause bin und runtergekommen bin, verlier ich die lust zu trinken.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Nisade, und "Herzlich Willkommen hier im Forum!" :welcome:

    Hier gibt es Angehörige, die Dir mit ihren eigenen Erfahrungen vielleicht Ratschläge geben können.
    Allerdings bist Du meines Erachtens schon auf dem einzig richtigen Weg: Du bist dabei, Dich von ihm zu trennen!

    Ich sage: Richtig so - bring Dich und die Kinder aus der "Gefahrenzone", bevor ihr auch kaputt geht.
    Hast Du schon mal in unsere Linksammlung reingeschaut? Da gibt es auch einige Links, in denen Angehörige Rat finden (z.Bsp. hier), aber auch Beratungsstellen etc.

    Und dass seine Eltern Dich als Buhmann hinstellen ... lass es nicht an Dich ran: Du schützt nur Dich und die Kinder!

    Lies Dich erst mal hier in Ruhe ein!

    Auf einen guten Austauch

    Greenfox

    Ich bin bisher nur einmal bei einem "Ehemaligen-Treffen" gewesen und fand es eher nicht so mein Ding: von meinen Therapeuten und auch den Mitpatienten war nur die Hälfte da. Wobei es bei den Mitpatienten nichts zu heissen hat - ich bin ja seitdem auch nicht mehr da gewesen und trotzdem noch trocken ...
    Ich weiss auch nicht ... nee, ist nicht so meins nixweiss0

    Um so schöner für die, die's schön finden ;D

    Habe folgenden Link mal auch in die Linksammlung eingepflegt:
    https://www.kenn-dein-limit.de/alkohol/alkoholabhaengigkeit/

    Hier mal ein kurzer Auszug (ICH habe mich jedenfalls wiedererkannt):
    [quote]Verdrängen löst das Alkoholproblem nicht

    Kennen Sie Gedanken wie: »Das ist nicht schlimm. Ich könnte jederzeit aufhören, Alkohol zu trinken, wenn ich wollte.«? Es dauert oft lange, bis Menschen sich ihre Alkoholprobleme eingestehen und sich zu einer Änderung ihres Trinkverhaltens entschließen. Auf Tage mit guten Vorsätzen folgen solche, an denen der übermäßige Alkoholkonsum das Leben nicht besonders behindert. Die Entspannung durch den Alkohol oder der Spaß an der feuchtfröhlichen Runde scheinen dann den Kater am »Morgen danach« aufzuwiegen.

    Möglich auch, dass andere Probleme - wie z. B. Arbeitslosigkeit oder Trennung - das Alkoholproblem vorübergehend in den Hintergrund drängen. Doch es dauert nicht lange, bis erneut deutlich wird, dass der Alkohol die bestehenden Probleme mit verursacht hat. Und es wird immer klarer, dass die eigene Lebenssituation nur verbessert werden kann, wenn es gelingt, auf Dauer weniger Alkohol zu trinken bzw. alkoholfrei zu leben.

    Wie komme ich vom Alkohol weg?
    Sollte ich fachliche Hilfe annehmen?

    Viele Alkoholabhängige versuchen zunächst, ihr Alkoholproblem auf eigene Faust zu lösen. Untersuchungen zeigen, dass dies einem Teil der Betroffenen auch gelingt. Hier finden Sie dazu viele nützliche Tipps. Wenn Sie dabei durch Ihre Familie oder andere Ihnen nahestehende Menschen unterstützt werden, kann das eine große Hilfe sein. Außerdem wichtig: Die persönliche Erkenntnis, das Sich-Eingestehen und die Motivation, sein Alkoholproblem lösen zu wollen.

    Gelingt es allerdings nicht, die Alkoholabhängigkeit auf eigene Faust zu bekämpfen, fällt es ihnen - anders als bei vielen anderen gesundheitlichen Problemen - vielleicht sehr schwer, sich fachliche Hilfe zu holen. Oft befinden sich Alkoholabhängige innerlich im Widerstreit, ob sie Hilfe annehmen sollen oder nicht. Geht es Ihnen auch so? Finden Sie sich in folgenden Gedanken wieder?
    •»So schlimm ist das bei mir noch nicht.« - »Aber irgendwie interessiert es mich doch, wie ich das Problem mit dem Alkohol angehen kann.«
    •»Wenn man wirklich will, schafft man es auch allein.« - »Aber schließlich gehe ich mit anderen Problemen auch zum Fachmann.«
    •»Ich will mit Außenstehenden nicht über meine persönlichen Probleme sprechen.« - »Aber ich habe es schon mehrmals allein versucht, und es hat nicht geklappt.«
    •»Wenn es mir erst im Beruf/in der Partnerschaft wieder besser geht, schaffe ich das auch noch.« - »Ich muss es meiner Familie/meinem Arbeitgeber zuliebe tun.«

    Möglicherweise wollen Sie nicht mit dem Bild eines Alkoholabhängigen in Verbindung gebracht werden. Aber: Die bestehenden Hilfsangebote richten sich nicht nur an Schwerabhängige. Auch wer eine beginnende Alkoholabhängigkeit abwenden möchte, findet Unterstützung. Das ambulante Therapieangebot ist vielfältig und kann flexibel genutzt werden.[/quote]

    Na, das sind doch mal gute Nachrichten! Schön, wieder von Dir zu hören, Barry, und dann auch noch, dass Du nach wie vor trocken und "am Ball" bist! :blumen3: :heartBalloon:

    Auch wenn Euphorie etwas sehr Schönes sein kann ...


    Da hast Du vollkommen Recht. Aber trotzdem würde ich hier das Wörtchen "zu" weglassen ...


    ...

    Immer schön aufmerksam bleiben und nicht zu euphorisch sein! Denn das kann einen unvorsichtig machen.
    Aber natürlich darf und soll man sich über das Erreichte freuen - zu Recht! Ich denke, Du weisst, was ich damit meine!

    Im Übrigen habe ich, als ich etwas über ein Jahr trocken war, in meiner Gruppe angesprochen, dass mir das etwas Angst macht - warum ging es so leicht? Und früher hat es absolut nicht geklappt? Egal - und ca. 3 Monate später saß plötzlich dieser kleine Teufel auf meiner Schulter und wollte mich partout dazu überreden, dass ich mir wieder eine Flasche einhelfe. Und fast hätte er es auch geschafft schwitz.

    Auf das Erreichte darfst Du natürlich stolz sein 44.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo und "Herzlich Willkommen"!

    Hatte schon gestern Deinen Beitrag gelesen - aber da ich zu diesem Thema nicht wirklich etwas sagen kann, dachte ich, es wird einer der anderen Angehörigen hier Dich begrüßen.

    Als selbst Betroffener kann ich Dir nur sagen: DU kannst an der Sauferei Deiner "Schwiegermutter" nichts ändern. Du kannst höchstens auf Deinen Freund einwirken, dass er seiner Mutter nicht auch noch den Stoff besorgt. Kümmert Euch um Euch selbst und lasst Euch nicht in den Sumpf hineinziehen!

    Gruß
    Greenfox

    Erst Mal "Herzlich Willkommen hier im Forum!"

    Schön, dass Du den Weg zu uns gefunden hast.
    Beim Lesen Deines Postings hat sich mir aber eine Frage aufgetan:

    Willst Du Tipps, wie man mit dem Trinken aufhört/aufhören kann? Oder Tipps zum Abnehmen?

    Es ist gut, dass Du eine Selbsthilfegruppe aufgesucht hast. Es ist weniger gut, dass Du anscheinend von einer Gruppe auf alle schliesst - denn sonst hättest Du Dir noch mindestens ein - zwei andere Gruppen angeschaut. Vielleicht mal Dialoggruppen?
    Ansonsten: auch in Selbsthilfegruppen kriegt man nicht sofort den ultimativen Tipp.

    Hast Du eigentlich schon mal hier reingeschaut? Hier gibt es z.Bsp. in der Linksammlung viele Tipps (auch für Selbsthilfegruppen, oder Suchtberatungen), aber auch gleich in dem obersten Thema Ich will mit dem Trinken aufhören. Was tun? Wer hilft mir?(nicht umsonst haben wir es da oben angepinnt!) sind viele Infos verpackt.
    Und hier kannst Du im Dialog von unseren Erfahrungen profitieren, daran teilhaben - und von Deinen eigenen berichten!

    Nur noch mal kurz zu der AA-Gruppe, von der Du berichet hast: Die AA's sind nunmal Monolog-Gruppen - das heisst, man geht generell nicht auf die anderen ein. Und zu den Themen der Einzelnen kann ich Dir nur sagen: auch wenn sie auf den ersten Blick nichts mit dem Thema Alkohol zu tun haben: Diese Sachen können sehr wohl Druck aufbauen, die die Menschen zum Alkohol greifen lässt. Stell Dir doch mal den Druck vor, den diese Mutter auf ihre Tochter aufgebaut hat - und um dem gewachsen zu sein, hat sie dann eben zum "Seelentröster und Aufputschmittel" gegriffen ...

    DU solltest mal für Dich selbst herausfinden, warum DU trinkst/getrunken hast: Langeweile? Frust? Druck im Job? oder, oder ...

    Oh man - nun sollten es zwei Willkommens-Sätze werden - und nun das ;)

    Hoffe nur, ich habe Dich jetzt nicht in die Flucht getrieben ...

    Gruß
    Greenfox