Beiträge von Greenfox

    In meinen Augen hat jeder, der irgendwie reduziert/kontrolliert/reguliert trinken will, nur einen einzigen Entschluß gefasst (der auch schon in meinem vorherigen Halbsatz steht):
    Ich will weitertrinken!

    Und ich sage das, weil ich - Verfluchte Axt nochmal! - diesen Selbstbeschiß selber ausprobiert habe!

    Und weil ich - trotz vorheriger Langzeittherapie und knapp 2jähriger Trockenheit - dann "merkwürdiger Weise" - vor der Entscheidung stand: Brücke (und da noch die Wahl: "von der" oder "unter der") oder "endlich Nägel mit Köpfen" = Trockenheit!

    Und weil es genügend andere Menschen - auch hier im Forum - genau so oder ähnlich bzw. schlimmer auch erlebt haben!

    Darum macht mich auch so ein Ätherischer Mist wie "Du musst nur die Sucht aus Deinem Kopf verbannen ..." irgendwo wütend. Gaanz schlechtes Gras, Leute!

    Ich bin kein staubtrockener Alkoholiker - ich bin nüchterner Alkoholiker.
    Ich bin nicht völlig abgehoben - ich stehe sehr wohl auf dem Boden der Tatsachen (sehe sie jedes Mal bei meinen Krankenhausvorstellungen). Ausserdem bin ich erst 7 Jahre trocken ...
    Ich bin kein Moralapostel - hab's ja schließlich selber mal ausprobiert ...

    Und ich weiss, dass Abstinenz nicht leicht zu erreichen ist - und eine zufriedene Trockenheit/Nüchternheit gleich garnicht.
    Aber die sollte für Unsereinen das Ziel sein! Und auf dem Weg dorthin kann und sollte jeder jede Hilfe in Anspruch nehmen, die er kriegen kann: Selbsthilfegruppen, Internetforen, Baclofen, Therapien, what ever ...

    Das Einzige, was hilft, sind m.E. "Nägel mit Köpfen" und kein Wischi-waschi. Und es gibt nicht nur eine Sorte Nägel - aber auch viel wischi-waschi. Überlegt Euch also gut, was ihr wirklich wollt (weitert trinken oder eben nicht), und dann sucht Euch den passenden Nagel!

    So, jetzt fehlt nur noch Eines: AMEN! ;)

    Ich hoffe aber, meine Intention ist rübergekommen ...
    Und: Ja, ich weiss, dass Vergleiche hinken ...

    Warum aber eine trockene Alkoholikerin mit augenscheinlicher Klinik- und Therapiegeschichte von sich selber als "Ex-Alkoholikerin" spricht, erschließt sich mir nicht im geringsten ...

    Weil sie keine "echte" (trockene) Alkoholikerin ist. Bei den Drehbuchautoren bin ich mir manchmal relativ sicher, dass sie welche sind (weil so gut) bzw. dass sie keine sind und wie Blinde von Farben reden. Und auch wenn sie gut sind - es wird doch viel versucht, unsere Krankheit in der Öffentlichkeit zu verharmlosen ... eben Ex-Alkoholiker...

    Hi, Carina!

    Ennasu hat schon Recht: die Sucht kommt nicht von jetzt auf gleich - sie entwickelt sich.


    ... und am samstag mittag hatte ich schon das gefühl ich brauch alkohol. ... In letzter zeit habe ich mein alkoholkosum nicht mehr unter kontrolle und trinke zu viel, meist bis zum kotzen. Meine clique hat mir auch schon öfters gesagt, dass ich meinen alkoholkonsum einschränken sollte und die haben die tage danach michts mehr mit mir gemacht. ich habe mir jedes mal geschworen nächstes wochenende nicht mehr zu trinken, hab es aber trotzdem getan.

    Bin ich alkoholsüchtig oder kann ich bald an einer krankheit erkranken?

    Was ist denn "Sucht"? Kontrollverlust!
    Und was wäre, wenn wir hier sagen würden "Nein, Du bist noch nicht abhängig?"?? Kräftig weiter machen?
    Oder "Ja, Du bist eindeutig schon abhängig!"?? Aufhören?

    Wie Ennasu schon schrieb, kann man das nicht ferndiagnostizieren. Ich finde es aber schon mal bemerkenswert, dass Dir die Meinung Deiner Clique nicht ganz am Ar...m vorbei geht und Du Dir Gedanken machst! 44.
    Probier doch einfach ( 8) ) mal, 2 Monate nix, Nullkommanull zu trinken. Und streich Dir jeden Tag ohne im Kalender an bzw. GRÜN = nix getrunken, ROT = etwas (egal wieviel) getrunken. Und beobachte Dich selbst dabei, wie es Dir geht, wie Du Dich dabei fühlst ...

    Einfach nur so für Dich, nicht für irgend jemanden, nur für Dich ...

    Gruß
    Greenfox

    Heute möchte ich mal ein Thema in eigener Sache anschneiden: Krankenhausvorstellungen

    Ich habe ja schon ein paar Mal erwähnt, dass ich regelmäßig in Krankenhäuser gehe - eigentlich, um meine Selbsthilfegruppe, meinen Verein vorzustellen.
    Und das tue ich hauptsächlich in dem Krankenhaus, wo ich selbst 3 Mal zur Entgiftung war. Nun habe ich in dieser Zeit ja auch diverse Vorstellungen "mitgemacht" - von Top bis Flop.
    Unabhängig davon, dass ich "zwar" den Verein/die Gruppe vorstelle, aber hauptsächlich Selbsthilfegruppen im Allgemeinen vorstelle (Was ist das überhaupt? Was passiert da? Was wird da mit einem gemacht? etc.) und auch gute Resonanzen erhalte, möchte ich doch hier mal die Frage in den Raum werfen:
    Was erwartet Ihr eigentlich von so einer Vorstellung einer Selbsthilfegruppe? Bzw. würdet Ihr erwarten, wenn ihr bei einer Entgiftung sein würdet/müsstet?

    Ich erhoffe mir für mich ein paar Anregungen. Und vielleicht "outet" sich ja noch jemand ;)

    Und um Euch vielleicht ein paar "Gedanken-Brocken", etwas zum Einhaken zu geben, möchte ich hier auch mal etwas einfügen, was ich eigentlich für unser Vereins-Magazin geschrieben habe:

    So, nun bin ich auf Eure Vorschläge/Meinungen gespannt

    Hallo, Kasperin, und Herzlich Willkommen hier im Forum!


    Ich kenne die Gefahren alle aber sobald ich ein Glas irgendwas in der Hand halte ist es, als würde ein anderer das Steuer lenken und ich kann mich dagegen kaum noch wehren.
    Manchmal wünschte ich mir, dass mir jemand daraus hilft aber dann bin ich doch wieder zu feige, um Hilfe zu bitten.
    Ich habe schon so oft versucht einfach aufzuhören aber am Ende sitze ich wieder mit einer Flasche Wein und einer Schachtel Zigaretten in fröhlicher Gesellschaft und denke mir; morgen kannst du ja immer noch aufhören….

    Dir geht es nicht gut, mit der Trinkerei - warum also nicht HEUTE damit aufhören? Ist es wirklich Feigheit, keine Hilfe zu suchen und anzunehmen - oder vielleicht doch die Angst vor Veränderung?

    Aber ich habe mich heute NM durch diverse Beiträge gelesen und mich direkt verstanden gefühlt.

    Ja, hier haben alle mehr oder weniger das Gleiche durch wie Du. Jeder hat einen anderen Weg genommen - und doch ähneln sie sich.
    Und das Ziel ist bei uns allen, denke ich, dasselbe: Wir wollen wieder selbst unser Leben bestimmen - und es nicht mehr durch den Alkohol bestimmen lassen!

    Ich wünsche Dir und uns einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    So, jetzt habe ich gerade den hier schon mehrfach vorgestellten/empfohlenen/zitierten Borowiak ("ALK: Fast ein medizinisches Sachbuch") beim Wickel (Papier-Exemplar).
    Es ist wohltuend, über ein so ernstes Thema einfach und verständlich (!) informiert zu werden - und dabei auch noch lachen zu können.

    Ich habe da auch ein paar Formulierungen gefunden, die ich z.Bsp. für meine Krankenhausvorstellungen verwenden kann:

    Zitat

    „Die meisten Menschen wissen zwar, was Schmerzen sind; fast jeder hatte schon mal welche, und deswegen grimassieren wir solidarisch, wenn einer lang hinschlägt oder mit seinem künstlichen Darmausgang gegen den Türpfosten knallt. Entzugserscheinungen kennen aber nur Profis, daher wird kaum jemand solidarisch mit Ihnen grimassieren, wenn Sie einen entzugsbedingten Körperkasper kriegen, sich winden und/oder schlotternd übergeben. Entzug ist ein einsames Geschäft.“

    Also schließe ich mich den anderen an - und kann das Buch nur empfehlen! Unterhaltsam präsentierte Informationen/Fakten.

    Angst braucht man nicht zu haben. Man sollte es als Chance/Neubeginn betrachten ...
    Auch wenn es vielleicht komisch klingt: Ich bin HEUTE dankbar, dass ich damals "aufgeflogen" bin. Und bin froh, dass es so passiert ist - ohne dass etwas passiert ist ... Denn ohne dem hätte ich weitergesoffen - und wer weiß, wie es mir heute gehen würde nixweiss0

    Guck doch mal hier rein ...

    Hallo, Apfelbiene - äh, Dirk :D

    Zunächst einmal "Herzlich Willkommen!" hier im Forum :welcome:

    Ja, Gastronomie und Alkohol - diese Konstellation für die dort Tätigen schon tückisch sein. Ich habe schon mehrere Menschen kennengelernt, die in der Gastronomie gearbeitet haben und sich entweder ein neues Betätigungsfeld suchen mussten oder irgendwie damit klarkommen mussten (Winzer mit eigenem Weingut nixweiss0).

    Aber ich erschrecke immer wieder welche Tricks man anwendet um an "Stoff" zu kommen.

    Ja, da kann sich so mancher Logistikexperte in der freien Wirtschaft so einiges abgucken ;D / ;(

    Was mich noch interessieren würde:

    Mittlerweile, nach einem klärenden Gespräch (Offenbarung) mit meinem Chef und einer fetten Abmahnung

    Was war zuerst da - die Abmahnung oder die Offenbarung? Ich hoffe, nicht in der von Dir geschriebenen Reihenfolge ...

    Ich finde es super, dass Du schon "auf dem Weg" in die Langzeit bist. Ja, leider sind oft die Wartezeiten ziemlich lang.

    Ich wünsche Dir und uns einen guten Austausch! Und Dir ganz alleine Standhaftigkeit und Erfolg!

    Gruß
    Greenfox

    Hi!

    Schön, dass Du "wieder da" bist - weniger schön, dass Du für Dich noch nicht weitergekommen bist.

    Zu meinen Erfahrungen mit Selbsthilfegruppen könnte ich als absoluter Befürworter viel schreiben. Oder Du liest einfach hier selbst nach. Oder hier ...

    Noch mal: :welcome: back

    Gruß
    Greenfox

    Eigentlich wollte ich ja nicht, aber ...

    Ich bin selber von der "trinkenden Fraktion" und kann Dir nur sagen:
    Du hilfst ihm nicht, von dem Zeug wegzukommen! Im Gegenteil - Du setzt keine Grenzen und wenn, hältst Du sie nicht ein. Und damit unterstütztDu ihn beim Saufen!
    Vielleicht guckst Du ja auch mal hier

    In jedem Deiner Posts bringst Du Beispiele dafür, dass ihm saufen und seine Drogen wichtiger sind als alles/jeder andere ...

    Na, dann lass ihn doch saufen, kiffen, drücken, sniefen, kotzen, in seinem Dreck liegen und sich selbst fertig machen.
    Wenn es Dir zu schwer fällt - mach es auch, mit ihm gemeinsam. Dann könnt ihr gemeinsam untergehen ...

    er hat noch eine Schwester, die kümmert sich aber nicht, im Gegenteil, sie überspielt das alles.

    Sicher, dass sie sich nicht nur selber schützt und daher abgrenzt?

    Und nein, ich ziehe vorerst nicht wieder mit ihm zusammen, ...


    ???

    In seinen "klaren und nüchternen" Momenten, ist er kein schlechter Mensch ...

    Die Betonung liegt auf "Momente". Momente sind kurze Augenblicke - und was ist mit dem groooooooßen Rest der Zeit??

    Ich stehe auch nicht auf Schmerzen, ich mache mir Sorgen und versuche zu helfen, weil ich weiß, er stirbt jeden Tag ein bißchen mehr.

    Und Du stirbst mit ihm ... denn

    ... der Alkohol und die Drogen sind in seinem Leben wohl stärker und wichtiger ...

    So, nun habe ich aber genug auf Dir rumgehackt und hoffe, Du nimmst mir meine deutlichen Worte nicht krumm ...
    Ich denke aber, Du weisst, was ich meine.

    Gruß
    Greenfox

    PS: Jetzt war das Lesen übrigens sehr viel leichter :) 44.

    Sorry, habe gerade in Deinem Post in MacIntoshs Thread gelesen, dass ihr gar nicht mehr zusammen wohnt und Du nur überlegst, wieder mit ihm zusammenzuziehen?!?

    Das habe ich aus den Posts hier nicht herauslesen können.
    Dann muss ich meine Antwort leicht revidieren:

    "Schmeiss ihn raus - aus Deinem Leben!"

    Denn DAS, was Du hier beschreibst, hat in meinen Augen nichts mit "Liebe" zu tun!

    Oh man - schwer zu lesen ... Und damit meine ich nicht, dass ab und zu ein Absatz das lesen erleichtern würde ;)

    Nein, damit meine ich, dass ich solche Frauen wie Dich leider in meiner beruflichen Laufbahn C:-) schon zur genüge kennenlernen und verarzten (teilweise im wörtlichen Sinn) musste. "Er trinkt und schlägt mich - aber ich liebe ihn doch!" ;(

    Das hat mit

    Aber ich bin eine treue Seele ...

    absolut nichts zu tun. In meinen Augen ist das Co-Abhängigkeit und (Sorry!) Masochismus pur!

    Mit deinem Rumgeeiere machst Du nicht nur Dich selbst kaputt - nein, auch Deinen Sohn!
    Auch wenn der schon 18 ist und sich ein eigenes Leben aufbauen kann - glaubst Du, es macht ihm nichts und nichts mit ihm, wenn er ständig sieht, wie Du beschimpft, erniedrigt und kaputt gemacht wirst - und das auch noch in Ordnung findest, die Fehler bei Dir suchst?!?!

    Sei mir bitte nicht böse - aber Frauen wie Dich kenne ich, wie schon gesagt, beruflich genug und habe da genug gesehen und erlebt. Und da kann ich hier nicht durch die Blume schreiben - da hilft nur Klartext!

    Wach auf, Mädel! Oder meinst Du, Du hast nicht selbst ein vernünftiges, ruhiges Leben verdient?
    Aber dafür muss man auch etwas tun: Nimm Anlauf und tritt ihm in den Hintern! Schmeiß ihn raus - aber endgültig! Und dann lass Dich nicht wieder einlullen ("Ach, ich werde mich ändern!" etc)!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Vergissmeinnicht!

    Erst mal "Herzlich Willkommen" hier im Forum!

    Die wahren Spezialisten hier sind ja eigentlich die Angehörigen. Aber nachdem ich Deinen Post gelesen habe, denke ich, Du kennst selbst die Antwort!

    Hier hilft nur ein Schnitt: schmeiss Deinen "Partner"/Anhängsel raus! Du und Dein Sohn geht selbst kaputt, wenn es so weitergeht.
    Such Dir Hilfe, vielleicht auch in einer Angehörigengruppe ...

    Aber vielleicht haben andere hier ja auch einen anderen, besseren Rat ...

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Rainer, und "Herzlich Willkommen" hier im Forum :welcome:

    Jaja - die leidige Logistik ...
    Schön, dass Du Dir Gedanken über Dich und Dein Verhältnis zum Alkohol machst.
    Und ich selbst kann Dir wirklich nur empfehlen, Dir eine Selbsthilfegruppe zu suchen. Denn Gespräche mit realen Menschen/Betroffenen/Spezialisten (und das sind wir nunmal) können m.E. ein solches Forum nicht ersetzen. Aber das hast Du ja für Dich schon erkannt.
    Ich finde es ja schön, dass Freeway meint, ich könne Dir eine Gruppe in München empfehlen - nur kenne ich mich als Berliner da unten nicht so wirklich aus ;D

    Was ich Dir nur empfehlen kann, ist, einen Blick in unsere Linksammlung zu werfen und da mal zu schnökern. Vielleicht findest Du ja auch hier etwas.

    Ich kann Dir auch nur raten, Dir nicht nur eine Gruppe anzuschauen, sondern mehrerere - denn wichtig ist, dass die "Chemie" stimmt. Wenn man natürlich auf Anhieb "die richtige" gefunden hat, erübrigt sich das natürlich.
    Und: geh zunächst einmal nicht nach dem Namen/dem Verein der Gruppe - das finde ich vollkommen unwichtig. Man soll sich wohl und aufgehoben fühlen ...
    Dem Einen liegen mehr Monolog-Gruppen (wie z.Bsp. die AA), der Anderen eher Dialog-Gruppen ...
    Ich habe mir damals 2 Wochen lang jeden Tag eine andere Gruppe angeschaut und mich dann nach Gefühl entschieden. Und da bin ich nun schon seit 7 Jahren und leite sie heute selbst (hätte ich mir damals nicht träumen lassen).

    Erst einmal wünsche ich Dir viel Erfolg und uns allen einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Aber im Endeffekt trifft es das Gleiche.

    ?? nixweiss0
    Das Gleiche? Finde ich nicht: Mittlerweile komme ich bei Frust (und den habe ich momentan leider öfter) nicht auf die Idee, zur Flasche zu greifen.
    Würde ich mich aber zu "kontrolliertem" Trinken entscheiden (zwingen), würde ich erst richtig Frust entwickeln, wenn ich nach einem Glas aufhören "muss" ...