Beiträge von Greenfox

    Wenn ich dann nach x Jahren geheilt bin, sagt mir das ein Arzt oder ich mir selbst und muss ich das dann ausprobieren? nixweiss0

    Müssen musst Du nicht, dürfen darfst Du ;D.

    1. Da ich momentan ja auf nichts verzichte, mir also nichts fehlt, brauche ich es nicht auszuprobieren.
    Und schon gar nicht "lernen" ...
    2. Da ich mich ja wohl am besten kenne und weiss, wir meine letzten Tests ausgegangen sind, werde ich den Teufel tun,
    es nochmal auszuprobieren! Siehe Albert Einstein:

    Zitat

    Die Definition von Wahnsinn ist,
    immer wieder das Gleiche zu tun und andere Ergebnisse zu erwarten.

    Ausserdem will ich cool sein 8)


    Drogen und Alkohol sind was für Anfänger.
    Wer wirklich cool ist, zieht sich die Realität rein.
    (Irgendwo auf Facebook)

    Apropos Albert Einstein: Lernen ist Erfahrung. Alles andere ist einfach nur Information.

    Nun, für mich kann ich sagen, dass ich relativ schnell keine Verzichtsgedanken mehr hatte - also das Gefühl auf etwas verzichten zu müssen.
    Ich habe in meiner ersten Trockenphase, die ca. 21 Monate dauerte, etwas anders gemacht als nach meiner letzten Entgiftung: Ich habe mich nach der Langzeit einfach nur noch in der SHG mit dem Thema beschäftigt (weil ich es da musste), und als ich die dann nach ca. 1,5 Jahren nicht mehr besuchte, habe ich gar keinen Gedanken mehr daran verschwendet. Und nach 3 Monaten war ich dann wieder richtig drauf ;(

    Und nach meiner (hoffentlich) letzten Entgiftung bin ich zunächst 2x/Woche zur Gruppe und zusätzlich 1x/Woche zum Einzelgespräch beim Psychologen - weil ICH es so wollte, weil ich mich nicht stabil fühlte. Okay, ich habe dann irgendwann reduziert - mich aber immer weiter mit dem Thema beschäftigt: habe mich in meiner SHG/meinem SH-Verein engagiert, später dann mit den Krankenhausvorstellungen begonnen (die ich nun auch schon ein paar Jahre mache), treibe mich u.a. hier im Forum rum und, und, und ...
    Hört sich jetzt mehr an, als es ist. Aber für mich ist es mit ein Grund, warum ich mich heute stabil fühle, keinerlei Verzichtsgedanken ...

    Aber es ist auch der Grund, warum ich solche Gedanken


    Aber etwas für immer und ewig auszuschließen, weil man es noch nie konnte und von vornherein auszuschließen, es erlernen zu können, ist für mich nicht nachvollziehbar.

    für gefährlich halte - in Bezug auf Alkoholkonsum. In Bezug auch andere Drogen wie LSD oder so würden man ja auch nicht auf sowas kommen - oder, Bassmann?

    Gruß
    Greenfox


    Ich mag völlig falsch liegen. Aber genau in dieser Einstellung siehe ich die Begründung dafür, dass jemand nach zig Jahren Abstinenz wieder der Sucht verfällt. Er fühlt sich sicher, ist es aber nicht, weil er nie daran gearbeitet hat, etwas anderes als ein unkontrollierter Trinker zu sein. Und für den bleibt dann m.E.wirklich nur die Erkenntnis, dass er mit Alkohol nicht umgeben kann und deshalb alles dafür tun muss, diesem Stoff lebenslang konsequent aus dem Weg zu gehen.

    Ich kann nicht verstehen, wie man das verstehen kann nixweiss0

    Zitat

    Er fühlt sich sicher, ist es aber nicht, weil er nie daran gearbeitet hat, etwas anderes als ein unkontrollierter Trinker zu sein.

    Ich glaube, diese verquere Logik (?) verstehe ich nur mit 3,8 im Turm ...

    Hi, fran53!

    Herzlich Willkommen hier im Forum!
    Ein guter Weg - sich erstmal Hilfe suchen.


    Den Entzug selber habe ich mir eigentlich schlimmer vorgestellt, ausser dass ich
    die ersten zwei Nächte ziemlich schlecht geschlafen habe, weil ich innerlich unruhig war.
    ...
    Trotzdem: ich weiss nicht, ich bin etwas enttäuscht, ich habe mir eigentlich mehr erwartet vom Verzicht auf Alkohol

    In Bezug auf den Entzug kann ich Dir nur sagen: Sei froh, dass es so leicht abgelaufen ist! Zumal, da kalter Entzug zu Hause dehr hässlich ausgehen KANN. Meine ersten zwei Entzüge waren auch ziemlich easy - habe eben nicht getrunken.
    Aber der Dritte (und hoffentlich letzte) ... schwitz. :help: Da ging es mir ziemlich dreckig. Und mir ging es - in Bezug auf andere -noch gut! Beim Entzug.

    Und was hast Du erwartet? Aufhören zu trinken = alles sofort chic? Aus meiner Erfahrung kann ich Dir sagen: Dem ist mitnichten so! Das ist ein Prozeß - ein wenig Geduld muss man schon haben. Und ob dann alles GUT wird ... zumindest kann man Probleme mit klarem Kopf besser handeln.

    Vielleicht geht mir der Alk doch noch mehr ab, als ich wahrhaben möchte.

    Vermutlich: Ja.

    Gruß
    Greenfox

    Bassmann, Du bist - soweit ich sehen kann - die Ausnahme von der Regel. Du hast Dir gesagt "Ich will nicht süchtig sein!" und - schwupps - hat es auch funktioniert. Das sei Dir von ganzem Herzen gegönnt!!

    Und Gedichte, Lieder spiegeln nicht unbedingt Tatsachen wider - sondern Erlebnisse, Erfahrungen, Gefühle (und auch Wünsche, Hoffnungen etc - aber nicht in diesem, meinem Fall).
    Ich habe nur versucht auszudrücken, wie es mir ging. Es muss nicht jedem gefallen/zusagen ...

    Um mal bei den Bildern/Metaphern zu bleiben (die alle irgendwo subjektiv und somit ventuell auch fehlerbehaftet sind):

    Für mich ist die Abstinenz der Landweg zu einem selbstbestimmten, meist zufriedenen Leben. Ich habe mich für den Landweg entschieden, weil man hier zwar auch ausrutschen/straucheln/fehltreten kann - aber auch immer wieder aufstehen und weitergehen kann.
    Und andere wählen den Seeweg mit all seinen Stürmen und Gefahren. Man kann durch Stürme seeehr weit abgetrieben werden, Schiffbruch erleiden, wenn das Schiff untergeht, muss man verdammt gut schwimmen können ...
    Und wieder andere versuchen zu fliegen ...

    Wie gesagt - dieses Bild hatte ICH im Kopf als dieser Vergleich mit dem Nichtschwimmer (der mir übrigens bekannt vorkommt nixweiss0 katro?) kam.

    Hallo und Herzlich Willkommen hier im Forum :welcome:
    Ausserdem Gratulation zu dem Entschluß, die Sauferei zu beenden!

    Du schreibst


    In den letzten sieben Jahren war ich trocken und merke, dass ich wieder richtig nass werde bzw. bin.
    Wenn ich trinke, dann richtig. 2Flaschen Wein und 5 Bier, das eine Woche lang. Dann 3 Tage im Bett.

    Magst Du vielleicht mal schreiben, seit wann Du wieder "drauf" bist, was der Anlass war und wie Du wieder dazu gekommen bist? Ich meine damit, dass es ja vermutlich einen "Grund" gab, das erste Glas zu trinken und wie ging es dann weiter ... schleichend? Oder gleich wieder voll drauf?

    Ich kann Dir nur raten, das Thema auch tatsächlich bei Deinem Psychiater anzusprechen! Der Termin beim Blauen Kreuz - ist das eine Beratungsstelle oder eine SHG vom BK?

    Was ist, wenn sie sagt, dass eine Langzeittherapie für mich in frage kommt, wegen Quartal- bzw. Problemtrinken? Kann ich das meinem Partner zumuten?

    Was ist wichtiger/besser/angenehmer - Deinem Partner zuzumuten ( ??? ), dass Du eine Langzeit machst und wieder klar wirst? Oder weitersaufen und dem Partner DAS zuzumuten?

    Okay, viele Fragen, die Du im Endeffekt nur Dir selbst beantworten kannst. Hier bekommst Du Tipps, Anregungen und Erfahrungen ... schließlich sind hier viele "Spezialisten" in Sachen Alkohol und Ausstieg unterwegs :D

    Gruß
    Greenfox

    Ist ja ulkig - in 1,5 Stunden habe ich auch einen Gerichtstermin. Allerdings beruflich bedingt C:-) Ich weiss zwar nicht, was ich da soll (kann eh nix sagen) - aber was soll's 8)
    Egal - ich drück Dir alle Daumen, die ich habe, dass es zu Deiner Zufriedenheit ausgeht!

    Wetterlage: angenehme 16°C, leichter Dauerregen nach dem nächtlichen Gewitter - man kann wieder atmen :D

    Gemütslage: weiss ich noch nicht so genau - würde sagen: normal mit steigendere Tendenz

    Yepp - bei uns wird auch oft über Sachen gesprochen, die nichts mit Alk zu tun haben - zumindest auf den ersten Blick.
    Denn oft verschafft doch Frust dem Teufelchen die "Gelegenheit", für einen wönzigen Schlock zu plädieren. Und Frust in seinen verschiedenen Formen kann bei Ärger mit Behörden, dem Arbeitgeber, dem Auto etc auftreten.
    Also entweder berichten andere Mitglieder ihre Erfahrungen mit diesen Behörden, Problemen und/oder geben Tipps - eventuell auch aus der eigenen beruflichen Sicht.
    So wird Frust vermieden/beseitigt - und die Flasche wieder ein Stück weiter weggeschoben.

    Im günstigen Fall ...

    Und ansonsten kann ich nur immer wieder bekräftigen, dass die Abstinenz sehr wohl mein Ziel ist.

    Denn obwohl ich wußte, dass mir Alkohol nicht gut tut, ich damit nicht umgehen kann und auch wusste, dass mir der "Genuß" nur negative Sachen bringt (das habe ich mir alles vorher schon bewusst bewusst gemacht (klingt nur doppelt gemoppelt ;) ), dass die Sucht ... - habe ich nach dem ersten Glas weitergetrunken. Das Ergebnis ist wohl bekannt ...
    Also ist die zufriedene Abstinenz mein Ziel.
    Und entgegen anderweitigen Prophezeiungen/Unkenrufen geissele ich mich nicht tagtäglich und verbiete mir, an Alkohol zu denken. Ich lebe einfach nur bewusst - auch in Bezug auf Alkohol und möglichen Gefahren (für mich) ...

    Ich glaube, es reicht ja wohl langsam! >:(

    Was bildest Du Dir eigentlich ein?


    Und ich stelle mich auch nicht über Dich.
    Ich zeige lediglich auf:
    > dass ich einen positiven Umgang mit dem Rückfall/Vorfall gefunden habe.
    > dass Du ihn dazumal nicht gefunden hattest.

    Und was ist DAS?


    Darum denke ich, dass ich mir von so angriffslustigen und permanent Persönlichkeitsgrenzen überschreitenden Menschen wie Dir, zumal aus so einer Position heraus, nichts sagen lassen muss.
    ...
    Ich bitte Dich einfach mal darum Deine ständigen persönlichen Angriffe mir gegenüber sein zu lassen!!

    Und das ... mir verschlägt es die Sprache ...

    Es gab Zeiten, da habe ich mich gefreut, hier im Forum von Dir zu lesen.
    Aber mittlerweile ... es ist wie "Einst im Mai"

    Um es mal in abewandelter Form mit Goethe zu sagen: "LiS, mir graust's vor Dir!" ;(

    Ich würde vorschlagen, Du kommst mal wieder von Deinem hohen Ross herunter


    In Deiner Lebensgeschichte in der Vorstellung ist zu lesen dass DU nach anderthalb Jahren "ausversehen" einen Schluck Hefeweizen getrunken hast, und daraus dann ab dem nächsten Tag ein Jahrelanger Rückfall wurde.

    Ich hatte nach etwa 14Monatiger Abstinenz einen Ausrutscher der einen ganzen Abend dauerte. ...

    Eine kleine Denkaufgabe an Dich Freeway:

    1. was ist der Unterschied zwischen den beiden Lebensgeschichten?
    2. muss ich mir also von jemandem wie Dir sagen lassen was ich empfinde? (Frust, Angepisstsein,...)

    Du bist auch nur ein armes, alkoholkrankes Würstchen wie wir alle (Angehörige, Interessierte, Nicht-Abhängige mal ausgenommen) und keinen Deut besser!! Oder halten sich der Herr für einen besseren Alkoholiker als andere?
    DU hast Deinen Rückfall/Vorfall/Fehltritt/Lapsus ... nach einem Abend beenden können. Dann sei froh darum und natürlich kannst Du auch stolz erzählen, dass Du es so schnell beenden konntest, weil Du so reflektiert warst/bist. Aber schwing Dich nicht auf ein hohes Ross und bilde Dir ein, etwas Besseres zu sein!

    Natürlich wünscht sich jeder (kenne jedenfalls keinen, der nicht), dass man so einen Rückfall/Vorfall/Fehltritt/Lapsus ... möglichst schnell wieder beenden kann.
    Aber: man kann sich einen Abend mehr oder weniger die Kante geben und zur Besinnung kommen - oder nur ein Bier/Wein trinken ... und dem Trugschluß erliegen, dass man ja vielleicht doch könnte ...
    Und es gibt noch viele Zwischenstufen davon.
    So ähnlich wie Freeway ist es mir damals auch ergangen - trotz vorheriger Langzeittherapie und anderthalbjähriger Abstinenz. Und Du kannst mir glauben, ich und viele andere wären froh, wenn wir nach einem Tag die Notbremse hätten ziehen können/gezogen hätten!

    Hätte, hätte, Fahrradkette ...


    Übrigens: Ein Fehltritt ist eine Form des Rückfalls (siehe die von Dir zitierte Seite von Wikipedia) - also ist ein Fehltrit zwar ein Rückfall, ein Rückfall nicht unbedingt n nur ein Fehltritt ...