Beiträge von Greenfox

    Hör auf dein Herz und deinen Bauch. (Verstand nicht ganz ausschalten. Wobei das ist bei verliebt recht schwer.

    Wie sagte meine Omma immer: "Liebe macht blind. Taub war man schon vorher - und stumm wird man erst hinterher."

    Wohl wahr ;(
    Aber auch DAS kann jeden treffen, unabhängig davon ob er gesund oder krank, süchtig oder nicht ist.

    Wenn ich an das Wort "Alkoholiker" denke, stelle ich mir jemanden vor, der auf der Couch liegt und betrunken ist, arbeitsunfähig und keine soziale Kontakte hat.

    Oh nein, dass ist nur ein Erscheinungsbild. Es gibt sehr viele, die ständig "unter Strom" stehen (müssen) und/um richtig arbeiten zu können.

    Ich kenne jemanden, der war Kraftfahrer :o und brauchte seinen "Spiegel" von ca. 1,8 o/oo. Wenn er den hatte, ist er absolut nicht aufgefallen - gelaufen, gefahren, gesprochen wie "ein junger Gott". Aber wehe, er hatte weniger (!) ...
    Aufgefallen ist es nur, weil er bei einer der vielen Polizeikontrollen an einen trockenen Alkoholiker "geraten" ist (irgendwie ist bei uns Trockenen die Nase in dieser Beziehung empfindlicher nixweiss0 ).


    Diese Vorstellung, die ich da aber in meinem Kopf hat, passt nicht mit dem Mann zusammen, den ich gerade kennen lerne. Denn in meinen Augen steht er mit beiden Beinen im Leben.
    Irgendwie passt da nicht das Wort "Alkoholiker" rein. Versteht ihr, wie ich das meine?

    Dieses Kopfkino, diese "Vorverurteilung" hat er (niemand) verdient. Ist aber irgendwie verständlich ... Gib ihm eine Chance!
    Denn: Du kannst Dir nicht vorstellen, wie schwer es ist/sein kann, zunächst einmal zu erkennen/erkennen zu müssen, dass man abhängig zu sein. Dann die nächste Stufe: den Absprung zu wagen und in Angriff zu nehmen. Und - er ist immerhin schon 4 Monate+ trocken!

    Sorry - ich kenne ihn nicht und kann auch Deine Sorgen verstehen. Aber ich kann Dich nur bitten, A) mit ihm zu sprechen und B) ihm eine Chance zu geben.
    Aus Deiner Sicht ist er erst 4 Monate trocken - aus seiner Sicht sind es schon 4 Monate!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, tyffie, und ein Herzlich Willkommen hier im Forum :welcome:

    Momentan kann ich leider nicht mehr schreiben, weil ... ich könnte mich nur den Vorschreibern anschließen.

    Du schreibst, dass Du schon mehrere Therapien gemacht hast. Warum hast Du die gemacht? Besser gefragt: für wen oder was?
    Für Deine Familie, für Deinen Job - oder für Dich?

    Gruß
    Greenfox

    Mal ne Frage: Geht Dein Freund/Bekannter in eine Selbsthilfegruppe? Vielleicht gehst Du mal mit? Nur zuhören.

    In meiner Gruppe ist auch gerade eine junge Frau, deren Freund kommt auch desöfteren mit. Und er sagt, dass es ihm völlig neue Sichtweisen gezeigt hat. Aber auch uns gibt es etwas, wenn er aus seiner Sicht als Angehöriger erzählt (seit er gemerkt hat, dass wir uns nicht zu saufen treffen, ist er aufgetaut ;) ;D ).

    Genau das Richtige bei diesen Sauna-Temperaturen hier: eine schöne kalte Suppe. Ist ein russisches Rezept und nennt sich Okroschka.

    Seeehr lecker, leicht und - vor allem - ERFRISCHEND und doch sättigend 44.

    Hab ich eigentlich gestern schon vorbereitet - und hole sie jetzt aus dem Kühlschrank ;D

    Hallo, Äffchen, und Herzlich Willkommen!

    Warum solltest Du naiv sein, weil Du weiter Kontakt mit ihm hast und haben willst?
    Ich finde es gut und stark von ihm, dass er Dir reines Wasser ;) eingeschenkt hat. Und dass er "nur" (??) 4 Monate trocken ist, ist in meinen Augen schon eine Leistung. Ich bin heute etwas über 7 Jahre trocken - war also auch mal nur 4 Monate weg von dem Zeug.
    Und wenn man dann jemanden hat, der Einem zur Seite steht und die Schmetterlinge fliegen - ich denke, dass kann ungeheure Kraft geben!
    Andererseits finde ich es gut, dass Du Dich nicht blind in die Beziehung stürzen willst.
    Ehrlichkeit gegen Ehrlichkeit: kannst ihm ja z.Bsp. sagen "Fängst Du wieder an, bin ich weg!" Wobei man das auch nicht so allgemein sagen kann. Bei mir auf Arbeit gibt es die sogenannte "Einzelfallentscheidung" ... hoffe, Du verstehst, was ich meine.

    Sprich mit ihm - über Deine Ängste und Sorgen. Aber auch über seine Probleme (in Bezug auf Alkohol bzw. die Trockenheit). Und informiere Dich natürlich hier und anderswo (z.Bsp. hier).

    Das hilft Euch beiden. Und warum soll nix aus Eurer Beziehung werden?

    Ich wünsch Dir/Euch jedenfalls alles Gute!!

    Greenfox

    Hi, Marc "Canadian", und nochmals "Willkommen"!

    Da kann ich mich Bassmann nur anschließen.
    Wobei ich mich frage, ob Du mit

    Wenn da nicht 2-3mal im Jahr diese Abstürtze wären :-/

    wirklich ehrlich zu Dir selbst bist nixweiss0
    Denn wenn das wirklich nur 2-3 Mal im Jahr passiert ... ist es zwar auch nicht schön, aber bestimmt nicht der Grund, warum Du Dir solche Gedanken über Dein Trinkverhalten machst.

    Ich will Dir auf keinen Fall zu nahe treten, aber:
    Ich habe früher auch nur mein Feierabendbierchen getrunken. Bis ich mir dann irgendwann eingestanden habe, dass "das Bierchen" eher 6-8 plus "Kompott" war - Tendenz steigend :-[
    Und bei Selbsttests aus der Zeitung oder dem Internet, die ich nur Interesse halber und nur für mich mal gemacht habe, waren es aber auch nur 2-3 ... und trotzdem lautete das Ergebnis immer mindestens "bedenklicher Alkoholkonsum" :-\

    Irgendwie komplet mit Alkohol aufhören ist auch nicht einfach oder? Nicht will ich es nicht könnte, sondern weil dann alle blöd fragen wiso....?

    Aha, Du säufst also nur, weil die Anderen sonst blöd fragen - eigentlich willst Du gar nicht!? Bist Du eine Marionette? Der Anderen? Oder des Alkohols?
    Sorry, wenn ich vielleicht "hart" rüberkomme, aber Selbstbetrug hilft nix - das habe ich aus eigener Erfahrung lernen müssen.

    Okay, hoffe, Dich jetzt nicht vergrault zu haben. Möchte Dich nur animieren, ehrlich zu Dir selbst zu sein. Und wenn es wirklich nur 2-3 Mal im Jahr passiert, dann ist doch "gut" ...

    Gruß
    Greenfox

    bei einer hab ich ganz grosse hoffnungen

    Auch wenn ich schriebste, dass Du die Hoffnung nicht aufgeben sollst:

    Man sollte diese speziellen Hoffnungen, Erwartungen an Jemanden oder Etwas nicht zu hoch ansetzen - dann kann man auch nicht enttäuscht werden.
    "Oh, die ist super, das wird bestimmt was!" oder "Hört sich ganz gut an, mal schauen!"

    Sollte jetzt aber keine Schwarzmalerei sein. Lieber wenig erwarten - und sich freuen, wenn's mehr wird. Und wenn's nur wenig ist - mehr hab ich ja nicht erwartet. Gelle?

    So, ich mach mich jetzt auf zur Arbeit - ich wünsch Dir einen schönen Tag!

    Greenfox

    Hi, Canadian!
    Ich möchte mich Betty anschließen und Dich hier bei uns Willkommen heissen wikende091
    Wenn Du magst, kannst Du Dich ja in einem eigenen Vorstellungsthread (kannst Du hier machen) vorstellen und Deine Sorgen, Nöte, Fragen rauslassen ... Weil, hier ist Sani die "Hauptperson" - dort wärst/bist Du es. Ist also nicht böse gemeint

    Wir freuen uns immer über einen guten Austausch!

    Nochmal :welcome:

    Gruß
    Greenfox

    Ola, Vita!

    Schön, wieder von Dir zu lesen. Vor allem, dass Du aktiv geworden bist (Tagesklinik) 44.

    Um aus dem Teufelskreis auszubrechen, muss man auch ein paar Dinge lernen. So z.Bsp. "Nein-Sagen" - sich also beispielsweise nicht mit Arbeit zuschütten lassen und diese auch annehmen, weil man denkt, dass es die anderen von einem erwarten.
    Oder auch seine Befindlichkeit zu äußern, nach aussen zu transportieren.
    Wenn es Dir also auf den Keks geht (verständlicherweise), dass man in der Motivationsgruppe auf Grund von schier endlosen Vorstellungen nicht zum eigentlichen Thema kommt - dann sag es! Sag, dass Vorstellung zwar gut und richtig ist, aber auf ein vernünftiges Maß beschränkt werden sollte, um endlich "arbeiten" zu können.
    Es ist eine Sache, etwas auszuhalten, eine andere, die Situation zu ändern. Beides Sachen, die man lernen kann.

    Hört sich jetzt vielleicht hochtrabend an ... Wie heisst es in der "Sendung mit der Maus"? Klingt komisch - ist aber so. ;D

    Gruß
    Greenfox

    Ob nun "Trigger", auslösendes Moment" oder "Pusteblume" - für jeden ist es (oft jedes Mal) etwas ander(e)s. Heute piekt etwas, dass einem gestern am Ar...m vorbeigegangen ist ...

    Und "Abhärtung"/"Konfrontation": Warum soll ich die Konfrontation suchen?? ICH gehe ihr lieber aus dem Weg.

    Wenn ich denn mal in die Kneipe gehe (z.Bsp. weil es da Billard oder Dart gibt) oder auf eine Party oder was weiss ich, dann ist das für mich in dem Moment keine Konfrontation. Denn ich gehe nur dorthin, weil ich es WILL - und jederzeit wieder gehen kann, wenn es zu einer Konfrontation wird.
    Nur - warum sollte ich weiter in meine Stammkneipe gehen, wo ich sonst nur wegen des Saufens hingegangen bin?? Um mir bei einer Selter die tiefschürfenden Gespräche anzutun? Nee, Danke.

    Hi, Sani!

    Und was soll ich sagen es hat echt gut getan mal mit jemanden so offen über alles reden zu können.

    Stimmt, es tut gut, mal mit jemand AUßENSTEHENDEN zu reden, der mich und mein Umfeld und meine Situation nicht kennt. Da kann man doch besser mal loslassen - wenn (und das war bei Dir ja anscheinend der Fall) die Chemie stimmt!

    Im Übrigen habe ich auch nach 7 Jahren Abstinenz manchmal ganz kurz die Gedanken von wegen "Jetzt ein schönes kühles Bier!"
    "Ganz kurz" deswegen, weil zwar auch der Gedanke

    trotzdem muss ich zugeben das ich doch schon ein paar mal die letzten 2 tage diesen gedanken hatte : hmm nie wieder alkohol dieser gedanke fühlt sich irgendwie komisch an. dann kommmen doch schon mal so ein paar szenen hoch wo es ja eigentlich doch ganz lustig war betrunken zu sein.

    da ist, aber sehr schnell von den anderen, nicht sehr schönen Erinnerungen überlagert wird. So kann es mir durchaus passieren, dass ich auf den kurzen und an sich schönen Gedanken "Jetzt ein schönes kühles Bier" ganz üble FlashBacks kriege :o :-\, die mir sehr deutlich zeigen, was ich nicht mehr WILL.
    Und wenn ich mir dann ein schönes, kühles GingerAle oder Zitronenwasser einpfeife, weiß ich auch, dass ich es nicht mehr BRAUCHE (das Bier) ;D

    Gruß
    Greenfox

    Hoffe, dass mein Computer nicht wieder abstürzt so wie gestern, wo ich schreiben wollte ... Betonung liegt auf "wollte" :(

    Ich halte es für mich persönlich so: ich habe meine "geschützten Räume", wohin ich mich zurückziehen kann. Und wenn ich woanders bin, dann achte ich darauf, mich jederzeit zurückziehen zu können - wenn mir danach ist, es mir "zu viel" wird.
    Dazu gehört m.E. auch, dass meine Leute wissen, dass ich mich, wenn ich mal auf einer Feier o.ä. bin, nicht unbedingt (von jedem/allgemein) verabschiede, sondern es durchaus auch sein kann, dass ich einfach verschwunden bin.

    Und was sind Trigger? Wenn ich von etwas weiss, dass es mir nicht gut tut und eventuell die Flasche zu mir schiebt - dann lasse ich es. Warum soll ich mit dem Feuer spielen, nur weil es andere von mir erwarten oder es als "normal" bezeichnet wird.
    Wenn ich es nicht weiss - in den letzten Jahren habe ich mir meine Strategien entwickelt, z.Bsp. "Rückzug".

    also wenn bei einer Veranstaltung oder sonstwas eindeutig der Alkohol im Vordergrund steht, dann verzichte ich auch gerne drauf, kein Interesse, weil was mache ich dort dann eigentlich? ???

    Sehe ich genauso. Demzufolge wissen meine Kollegen beispielsweise, dass ich an keinerlei "Ausflügen" teilnehme - werde auch gar nicht mehr gefragt, denn : Angriff ist die beste Verteidigung. Habe die Karten von Anfang an offen auf den Tisch gelegt.

    Weg der Abhärtung? Nöö!

    Gruß
    Greenfox