Beiträge von Greenfox

    Hi, keeper!

    Ich hoffe, Du kannst das hier noch lesen, da Du Dich ja entschieden hast, einen (nebenbei bemerkt lebensgefährlichen) kalten Entzug durchzuziehen.

    Ja, Entgiftungen alleine helfen nicht wirklich weiter, man muss auch danach weiter etwas für sich tun. Man muss etwas ändern wollen und sich u.U. Hilfe suchen und auch annehmen.

    Solltest Du den Entzug halbwegs überstehen, dann solltest Du Dich entscheiden, ob Du einfach nur so weitermachen willst wie bisher

    Du kommst da raus, völligst motiviert und ein paar Monate spätere bricht wieder alles ein....

    - oder endlich Hilfe annehmen und etwas ändern willst.

    Gruß
    Greenfox

    Hi, keeper!

    Auch von mir erstmal ein Herzliches Willkommen!

    Ja, Entgiftungen alleine helfen nicht wirklich weiter, man muss auch danach weiter etwas für sich tun. Man muss etwas ändern wollen und sich u.U. Hilfe suchen und auch annehmen.

    Du fragst nach einer "richtig guten" Selbsthilfegruppe in Darmstadt. Als Berliner kann ich Dir da keine Auskunft geben, aber vielleicht guckst Du mal hier:

    Ich finde es gut, dass Du Dir eine Gruppe suchen möchtest. Dort kannst Du Dir nicht nur Tipps und Anregungen für Deine aktuelle Situation und den Ausstieg holen, sondern auch weitergehende Tipps. Zum Beispiel, welche Arten von Therapien es gibt und was da eigentlich abgeht und passiert.

    Und ganz wichtig auch: dort kannst Du mit den Leuten persönlich ins Gespräch kommen. Ergänzend dazu kannst Du Dich hier auch im Forum belesen, an den Erfahrungen der Anderen partizipieren und mit uns austauschen.

    Und jetzt am Wochenende hast Du ja Zeit dazu ;)

    Auf einen guiten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Wow, na das sind mal gute Nachrichten! :sun:

    Glückwunsch :blumen3:

    Wie ist es Dir denn in dem Jahr so ergangen? Vielleicht könntest Du ja mal kurz für die, die erst ganz am Anfang stehen oder erst noch in der Findungsphase sind, im Bereich Selbsthilfe/Therapie berichten? Auch oder gerade über Deine Erfahrung mit SHG ...

    Wenn jemand, der schon ein paar Jahre (wie ich) trocken ist, über SHG schreibt, dann wird das scheinbar hier anders gelesen/gewertet, als wenn jemand noch "frisch" berichtet.

    Hoffe, man liest sich ...

    Gruß
    Greenfox

    Als Ergänzung zu Gerd: es gibt auch Kliniken/Therapien, wo neben dem Alkoholproblem auch gleichzeitig/parallel Depressionen/PTBS angegangen werden. Frage mal hierzu auch bei einer Suchtberatungsstelle nach.

    Ich habe heute im KH angerufen weil ich einen KW zu ihr schicken wollte. Meine Mutter weigert sich aber strikt ins KH zu fahren.

    Verstehe ich das jetzt richtig: Der Krankenwagen war bei Deiner Mutter, aber sie weigert sich, mitzufahren?!

    Wenn dem so ist, da haben aber die Rettungs-Sanis sie aber gesehen. Und wenn sie sich weigert, was willst Du machen ...

    Deine Mutter ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Du musst auf DICH achten - und darauf, dass du LEBST ... und Du nicht selber kaputt gehst.

    Klingt hart - ist aber so.

    Vielleicht komme ich ja wärmer rüber, wenn ich die Heizung anmache ;)

    So - Spaß beiseite, ist schließlich ein ernstes Thema.

    Aber, Tina, auch das muss ab und an mal sein ...

    Deine Mutter ist erwachsen und für sich selbst verantwortlich. Du musst auf DICH achten - und darauf, dass du LEBST.
    Auch auf die Gefahr hin, dass es wieder "gefühlskalt" rüber kommt: Du kannst ihr nicht helfen, solange sie sich nicht helfen lassen will. Lass sie wissen, dass Du für sie da bist, wenn sie Hilfe (und damit meine ich nicht beim saubermachen, kochen oder so!!) annimmt. Aber ansonsten musst Du Dich um DICH und DEIN Leben kümmern, damit es auch ein LEBEN ist und Du nicht selber kaputt gehst. Vielleicht schaust Du ja mal hier rein ...

    Gruß
    Greenfox

    Tyffie, auch wenn ich mittlerweile etwas über 7 Jahre trocken (und sehr zufrieden damit!!) bin:

    Ich kann mich noch sehr, sehr gut an die Verfassung, die Gefühlslage erinnern, in der Du Dich befindest:

    wieso bekomm ich das nicht in Griff ? :sorry:

    Und dann kam der nächste Schritt:

    Es gibt Auswege und das Leben ohne Alk ist nicht unerträglich. Jetzt denkst und spürst Du eine Ausweglosigkeit, aber wenn Du einen ersten Schritt wagst, Dir Hilfe zu holen, wirst Du sehr bald spüren wie toll es ist, nüchtern zu sein und zu bleiben. Jeder Tag ist ein Geschenk und nach ein paar Tagen geht es Dir so gut wie lange nicht mehr. Ich bin jetzt 6 Wochen trocken und bin stolz darauf. Ohne den Weg zur Entgiftung und vor allem den Weg zur Suchtberatungsstelle hätte ich es nie geschafft. Wir brauchen die Hilfe, glaube mir und es ist überhaupt nichts Peinliches oder Schlimmes daran. Die Leute dort kennen unser Problem.

    44. Yepp, so ist es! Klar war die erste Zeit nicht unbedingt leicht. Aber relativ schnell habe ich wieder zunehmend die schönen Seiten des Lebens gesehen! Und daran habe ich mich dann "berauscht", an diesen ganzen kleinen schönen Sachen, die ich wieder bewusst und klar gesehen/gehört/geschmeckt/gerochen/erlebt habe ...
    Na klar ist das Leben nicht eitel Sonnenschein - aber ich habe auch gemerkt, dass man mit einem KLAREN Kopf (fast) alles meistern kann. Und das, was nicht geht, kann man besser hinnehmen, akzeptieren ...

    Ich habe mit den AAs habe ich nicht unbedingt viel am Hut, aber deren Gelassenheits-Spruch finde ich super und habe ihn für mich (als orthodoxen Atheisten) umgebaut:

    Ich wünsche mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
    und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

    Nun es klappt nicht immer - aber hey: Tel Aviv ... Sellerie ... ach nee: c'est la vie
    Oder wie heisst es in der Werbung? Nicht immer - aber immer öfter!

    Wenn Du in die Klinik gehst, dann sprich auf jeden Fall das Thema Alkohol an bzw. mache den Alkohol zum Thema!

    In die Mutter Kind Klinik gehe ich wegen Depression und PTBS (Posttrauma)

    Ich denke, da greift bei Dir Eins ins Andere.


    Einmal machte ich mir im Rausch sogar, um mich von der Ausweglosigkeit und Sinnlosigkeit meines Lebens selbst vollends und handfest zu überzeugen, eine Auflistung aller meine Probleme! ... An einem der folgenden Tage fiel mir dann einmal diese Liste in nüchterner Verfassung in die Hände, jedoch stellte ich erstaunt fest, dass ich sie auf einmal mit anderen Augen betrachtete als im Rausch. Ich sah auf einmal, dass es nicht EIN EINZIGER unbezwingbarer Problemberg ist, sondern vielmehr eben genau das was ich in der Hand hatte: Eine Liste. Bestehend aus einzelnen Punkten. Mancher dieser Punkte eher klein, anderer Groß - doch jeder einzelne dieser Punkte lässt sich, für sich gesehen, konstruktiv angehen.

    Yepp - sehe ich genauso 44. Stein für Stein trägt man Berge ab!

    Gruß
    Greenfox

    Liebe Tina, ein vernünftiger Entzug steht natürlich am Anfang. Aber das A und O ist immer wieder: der eigene Wille! Wenn jemand nicht WILL, dann nutzt alles nix, dann können sich die besten Therapeuten abstrampeln, wie sie wollen.
    Was aber auch nicht heisst, das es nicht auf Anhieb nicht klappen kann, auch wenn man will ... Ich hab auch mehrere Anläufe gebraucht.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Tina!

    Erst mal Herzlich Willkommen hier bei uns im Forum.

    Ja, was kannst Du als Angehörige machen?

    In diesem konkreten Fall:
    Wohnst Du weit weg? Wenn nicht, dann geh vorbei und schau nach ihr. Und wenn es ihr schlecht geht, ruf einen Krankenwagen - egal, ob sie will oder nicht.
    Und wenn Du weit weg von ihr wohnst, kannst Du auch bei der dortigen Polizei anrufen und ihnen schildern, dass es Deiner Mutter schlecht geht und Du Dir Sorgen machst, dass etwas passiert sein könnte (entspricht ja, so wie ich Dich verstanden habe, auch den Tatsachen). Dann fahren die bei Deiner Mutter vorbei und schauen nach dem Rechten. Übrigens: wenn Du weisst, dass ein Nachbar oder irgendwer einen Schlüssel von ihr hat, dann sag es - sonst wird u.U. die Tür "etwas" in Mitleidenschaft gezogen. Notfalls rufen die dann auch einen Krankenwagen. Das nennt sich "Verdacht Unglücksfall in Wohnung" und die Polizei ist verpflichtet, dem nachzugehen (bin selber Polizist).
    Und das würde ich schnellst möglich machen, denn hier könnte wirklich eine akute Gefahr für Deine Mutter vorliegen!

    Aber in Bezug auf den Alkohol kannst Du allgemein nix machen. Wenn Deine Mutter nicht selber will ;(

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir ein "Herzliches Willkommen" und ein "Hut ab", dass Du Dich so weit geöffnet hast!

    Hier findest Du Menschen, die Dir zuhören und die auch ihre Erfahrungen mit dem Alkohol gemacht haben - entweder als selbst Betroffene (so wie ich) oder als Angehörige.

    Mein Vater ist in meinen Augen ein Schwächling. Er hat es nicht geschaft, mich und meinen Bruder vor unserer Mutter zu schützen. Stattdessen ist er meistens nicht da. Ein Alkoholproblem hat er nicht.

    Hast Du mal mit ihm über das Thema gesprochen? Vielleicht hat er auch einfach nur irgendwann aufgegeben, resigniert?

    Egal, lies Dich hier durch, "kotz" Dich aus - und guck auch mal in unsere Linksammlung. Da gibt es auch noch Tipps und Hinweise auf andere gute, informative Seiten wie diese hier.

    Ich wünsche Dir und uns einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Zunächst einmal "Herzlich Willkommen" hier bei uns im Forum :welcome:

    So ein Kitchen-Safe ist vielleicht eine coole Idee - habe ich nicht gehört (ich meine, dass jemand auf diese Idee zur Prävention gekommen wäre).
    Aber wie wäre es, wenn Du das eigentliche Problem angehst? "Du und Dein Verhältnis zum Alkohol"
    Denn sowas erinnert mich an Bücher/Filme, wo man den "Werwolf" kurz vor Vollmond ein-/angeschlossen hat, damit er nicht ...

    Ich kann Dir nur raten, Dich mal mit "Profis" zusammenzusetzen und zu beraten: Suchtberatungsstelle, Selbsthilfegruppen, Psychologen etc.

    Dabei musst Du Dich aber mit dem größten Problem auseinandersetzen - mit Dir selbst!

    Einen sehr, sehr wichtigen Schritt hast Du ja schon mal gemacht: Du hast für Dich selbst erkannt, dass Du ein Problem hast.
    Jetzt musst Du nur noch den Mut für den nächsten Schritt haben - und diesen dann auch tun!

    Zunächst einmal wünsche ich Dir und uns einen guten Austausch.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Tyffie!

    Zum Einen hoffe ich, dass es sich bei der Mutter-Kind-Klinik um einen Entzug/Therapie in Bezug auf den Alkohol handelt.

    Zum Anderen halte ich (und nicht nur ich) einen kalten Entzug - egal ob selbst gewollt oder von jemandem "verordnet" gesundheitlich für sehr bedenklich (guck mal unter dem Thema "kalter Entzug") ... Das solltest Du mal mit Deinem Partner besprechen. Vielleicht weiss er gar nicht, dass so ein kalter Entzug u.U. lebensgefährlich sein kann.
    Ich habe es damals mit meiner Frau so abgesprochen, dass ich - bevor ich zum Entzug in die Klinik bin (Termin stand schon fest, waren "nur" noch 6 Wochen :-\ ) - bis dahin ein Sixpack Bier pro Abend ganz offiziell zu Hause trinken durfte. Das war zwar deutlich unter meinem sonst üblichen Level, verhinderte aber, dass ich zu starke Entzugserscheinungen bekam. Und ich war halbwegs leidlich/zu ertragen. So konnte ich die Zeit bis zum Antritt in der Klinik gut überbrücken (da bin ich dann übrigens mit Nullkommanix angetreten). Und - es hat mir den Druck genommen, heimlich trinken zu "müssen" ...

    Gruß
    Greenfox

    Hallo Waldkatze!

    Herzlich Wollkommen hier im Forum :welcome:

    Wenn Du jetzt alle größeren "Situationen" hinter Dir hast, kannst Du ja voll durchstarten ... Zum Bsp. die SHG wieder regelmäßig besuchen und (vielleicht) mal über eine Form Langzeittherapie (ambulant, teilstationär, stationär ...) nachzudenken.

    Auf einen guten Austausch und viel Spaß beim Stöbern hier ...

    Gruß
    Greenfox


    Letztendlich ist das Problem aber m.E. ein völlig anderes. Alkohol ist ein Stoff, den der Körper nur in geringen Dosen ohne gesundheitliche Einbußen wegstecken kann. Sobald ich also so viel trinke, dass ich diese Dosis überschreite, habe ich ein Problem. Und zwar unabhängig davon, ob ich süchtig bin oder nicht.

    Und je früher ich dieses Problem löse, desto besser -und wahrscheinlich auch weniger aufwändig- für mich.

    Ich wiederhole mich zwar nur ungern, aber:

    Dick und fett unterstrichen, rot umrandet, unterschrieben! 44.

    Ein Problem ist ein Problem und bedarf einer Lösung!

    Und das bezieht sich jetzt nicht auf die Äußerung von Sani, sondern ist von mir allgemein gemeint.

    LG
    Greenfox

    Habe gerade mal wieder Noah Gordon's "Die Erben des Medicus" beim Wickel.
    Ich finde die Bücher von N. Gordon lesen sich so schon leicht und sind doch so tief ...

    Im Übrigen spielt hier auch ein trockener Alkoholiker eine wichtige (Neben-)Rolle.