Beiträge von Greenfox

    also, eigentlich wollte ich mich in Deinen Thread nicht einbringen. Ich bin Alkoholiker, kein Co-Abhängiger und mir fehlt sicher die Erfahrung im Bereich Co-Abhängigkeit.

    Sorry, Gerchla, aber wir Alki's haben durchaus auch Erfahrungen mit der Co-Abhängigkeit. Schließlich haben wir ja unsere Umgebung oft genug manipuliert ... Und wenn man ausgestiegen ist aus der Sucht, dann kann man durchaus bestimmte Dinge einschätzen.
    Nicht umsonst schreibst Du ja auch sehr richtig

    Ich sage nur: glaube einem nassen Alkoholiker KEIN Wort! Für seine große Liebe und einzige Liebe, den Alkohol, lügt er wie gedruckt!

    Wobei das natürlich auch im Einzelfall ... schließlich habe ich ja auch mal die Wahrheit gesagt, als ich um Hilfe bat, um auszusteigen ...

    Hallo, Peter!

    Erst mal HERZLICH WILLKOMEN hier bei uns im Forum :welcome:

    Zu Deiner Frage, wie bzw. wo Du Hilfe finden kannst: guck doch mal hier: Ich will mit dem Trinken aufhören. Was tun? Wer hilft mir?
    Da findest Du schon mal ein paar Tipps.
    Ansonsten kann ich Dir nur raten, hier richtig rumzustöbern und die verschiedenen "Geschichten" und Erfahrungen der Anderen zu lesen.
    DEN Tipp gibt es nicht, das wäre zu einfach.
    Wichtig ist jedoch, dass Du schon mal für Dich selbst erkannt hast, dass Du a) ein gewaltiges Problem hast und b) etwas ändern willst.

    Mein Tipp ist: Geh einfach mal zu einer Suchtberatung (und lass Dich nicht durch das Wort Suchtberatung abschrecken). Dort können Dir am Besten die Möglichkeiten - auf Dich bzw. die örtlichen Gegebenheiten zugeschnitten - aufgezeigt werden.
    Tja, und dann kommt auch schon der nächste Schritt ...

    Gruß
    Greenfox

    Hi, Vergissmeinnicht,

    ich muss LiS Recht geben: Festhalten und Loslassen sind zwei unterschiedliche Sachen.

    Jemanden halten und ihm/ihr helfen kann man doch nur, wenn der-/diejenige es zulässt und man es KANN! Ansonsten geht man, wenn man nicht loslässt, selber mit unter - und dann??

    Ich weiss, es ist schwierig und kann auch eine Schei..-Situation sein.

    Ja, da ich diese wohl tiefliegenden Depressionen nicht erkannt habe. Nicht direkt Vorwürfe, aber durch diesen Bericht doch einiges an zutreffenden Punkten nicht gesehen und verstanden hab anders zu handeln.

    Du bist nicht für ihn und sein Handeln verantwortlich - und eine ausgebildete Psychologin bist Du meines Wissens auch nicht (zumindest hast nix derartiges erwähnt). Wie also hättest Du erkennen sollen/können, dass bzw. ob er Depressionen hat/haben könnte? Und/oder, ob diese Depressionen (wenn er denn welche hat) Ursache oder Auswirkungen des Alkohols sind - säuft er, weil er Depressionen hat oder hat er Depressionen, weil er säuft??

    Kümmere Dich jetzt erstmal um Dich!! Und wenn es DIR (wieder) gut/besser geht, kannst Du ihm ja gegebenenfalls signalisieren, dass Du ihm beistehst, wenn er sich helfen lassen will.

    Gruß
    Greenfox

    Hochinteressantes Thema. Deshalb freue ich mich, dass es demnächst (im Oktober) bei uns in "meinem" Selbsthilfeverein einen Vortrag zu diesem Thema "Doppeldiagnose" (also Alkohol/Sucht und Depression) gibt. Wir konnten da einen hochkarätigen Redner überreden ;)

    Ich finde es auch immer wieder schwierig zu entscheiden, was zuerst da war: die Sucht oder die Depression. Andersherum: säuft man, weil man Depressionen hat oder hat man Depressionen, weil man säuft?
    Bei mir (und vielen anderen, die ich kennengelernt habe) war Letzteres der Fall. Mit dem Ausstieg aus dem Suff haben sich bei mir die Depressionen in Wohlgefallen aufgelöst.

    Aber ich denke auch, dass es bei Vielen komplizierter ist. Deshalb bin ich schon auf den Vortrag gespannt ...
    Sollten hier Berliner unterwegs sein und Interesse haben, schreibt mir einfach ne PM!

    Gruß
    Greenfox


    Ich habe immer das Gefühl, dass es mir im Vergleich zu vielen anderen ziemlich leicht gefallen ist, meine Abstinenz zu halten. Sie zu erreichen ist ein bzw. war ein anderes Thema, da habe ich alle Phasen erfolglos durchgemacht (kontrolliertes Trinken etc.). Aber als es dann "Klick" gemacht hat, wusste ich, dass ich nie mehr trinken will. So weit so sehr gut.

    Aber seit dem habe ich immer die Angst vor einem Rückfall im Kopf, mal mehr, mal weniger.

    Und wieder etwas, das mir sehr bekannt vorkommt ... Als ich etwa 1,5-2 Jahre trocken war, musste ich es in meiner Gruppe ansprechen, da es mich beschäftigt hat: dass ich regelrecht soetwas wie Angst hatte, dass es mir nun so leicht fallen sollte, trocken zu bleiben - warum ging es denn früher nicht, wann kommt der "große Hammer"?

    Bei mir kam der "große Hammer" etwa ein halbes Jahr später in Form von plötzlichem Saufdruck - in einer Situation, in der ich es nieeeee gedacht hätte: Wetter schön, kein Stress, alles okay ... Das ich diese Situation schwitz. ohne zur Flasche zu greifen (ich war eigentlich schon auf dem Weg, mir eine Öke zu holen) überstanden habe und "artig" geblieben bin, schreibe ich irgendwie meiner "Konditionierung" durch die regelmäßigen Gruppenbesuche zu. Dadurch kam das kleine Männeken mit dem Notfallplan doch noch zu meinem Gehirn und der Ratio durch ...

    Und einige Zeit (ca. 1 Jahr) später sprach noch jemand dieses komische Gefühl (Warum geht es jetzt so leicht - und früher gar nicht?) in der Gruppe an ...

    Ich denke, es ist in Ordnung, wenn man es anspricht. Wenn man dann hört, dass es auch anderen so gegangen ist, kann man es viel leichter akzeptieren und sich darüber freuen, dass es einem diesmal und momentan so leicht fällt, trocken zu bleiben.
    Und trotzdem - so wie Du es auch geschrieben hast, Gerchla - nicht leichtsinnig zu werden!

    Gruß
    Greenfox

    Hi, Vergissmeinnicht!

    Schön, dass Du Dich entschlossen hast, mal zu der Gruppe zu gehen. Ich denke schon, es hilft nicht nur Betroffenen, sich mit "Leidensgenossen" mal direkt auszutauschen.

    Und was das hier

    Unser Freundeskreis freut sich schon auf seinen Fall, ganz unten und allein zu sein. Hat mich echt geschockt, aber ich hab auch darüber nachgedacht. Es muss ja so kommen, damit er aufwacht, ...

    angeht, kann ich aus eigener Erfahrung und vielen Gesprächen nur sagen, dass die meisten Betroffene erstmal ordentlich einen vor die Mütze brauchen, ihren persönlichen "Tiefpunkt" erreichen müssen, um aufzuwachen und sich aufzuraffen, um etwas zu ändern. Wobei dieser "Tiefpunkt" bei jedem unterschiedlich aussieht. Bei dem Einen reicht es schon, wenn ihm auf einmal sein gesamtes Umfeld die Meinung geigt und/oder sich von ihm abwendet und der Andere muss wirklich erst "ganz unten", in der Gosse ankommen, nachdem er Job, Familie, Führerschein und/oder Wohnung verloren hat. Tja, und manche hören den Knall überhaupt nicht bzw. er weckt sie nicht ;(
    Vorher hat es doch funktioniert - bzw. wir haben uns eingeredet, dass es funktioniert. Und nicht wahrhaben wollen, dass eigentlich schon lange nix mehr geht.

    Wichtig ist, dass Du Dich um Dich selbst kümmerst und Dich psychisch nicht mit runterziehen lässt!

    Gruß
    Greenfox

    PS: Wenn es Dir recht ist, würde ich diesen Thread in den Bereich "Angehörige" verschieben - passt m.E. thematisch dort besser hin.

    Hallo, Vergissmeinnicht!

    Ich muss Betty und LiS zustimmen: Ich denke nicht, dass Du "doof" bist. Eher hilflos nixweiss0

    Schon lieb und süß das er sich dann doch sorgt, dennoch hab ich ihm den Umschlag mit seinem Geld wieder zurück gegeben und ihm klar gemacht, dass es mir langt und ich mich nicht weiter wie Dreck behandeln lasse und bin gegangen.

    Die beste Grenze ist ein Cut. 44.
    Ich hoffe für Dich, dass Du nicht wieder "umfällst" ...

    Schon lieb und süß das er sich dann doch sorgt ...

    :(

    Und den Rat von Betty, vielleicht mal zu einer Angehörigen-SHG zu gehen, finde ich super!

    Aber als Angehöriger der Betroffenen-Fraktion habe ich zwar gelesen, aber mich zurückgehalten und gedacht, hier sind ja genug Angehörige der Angehörigen-Fraktion ...

    Gruß
    Greenfox


    Ich wusste ohne jeden Zweifel, wenn ich das anfange, ist eine Grenze überschritten - alles zu spät, der Zug nimmt Fahrt auf und rauscht ungebremst in den Abgrund.

    Also habe ich die Notbremse gezogen. ... Ich bin nach der Entlassung gleich wieder zur Beratung und auch zur Gruppe, die mich aufgefangen hat.

    :hpbrthdy: 44.

    Liebe Morgenrot,

    Du hast alles richtig gemacht. Okay - fast :-\

    Dieses verflixte "eine Glas" >:( .

    Ich freue mich riesig für Dich, dass Du es geschafft hast, die Reißleine zu ziehen :blumen:
    Bei mir hat es damals 4 Jahre gedauert ;(

    Fehler sind dazu da, dass man aus ihnen lernt! Krone gerade rücken, Mundwinkel nach oben - und weitermachen :D

    Alles Liebe

    Greenfox

    Wie ich weiter oben schon geschrieben habe hatte ich vor ca. 1 Monat wesentlich länger als 3 tag absolut nichts getrunken und absolut nichts gemerkt. Also kein Schwitzen, Zittern, etc.
    Daher kann ich noch immer nicht richtig verstehen warum für mich in dem Fall eine ärztlich e Begleitung nötig sein soll. Wenn ich das richtig verstehe kann ja nach ca 3 Tagen nichts körperlich gefährliches mehr geschehen.

    Ich persönlich war bei meiner letzten Entgiftung sehr, sehr froh, dass ich in einer Klinik war - wie übrigens auch bei den Entgiftungen davor (da waren sie allerdings ein "Kinderspiel").

    Meine ersten Entgiftungen waren sowas von easy - kein Zittern, schwitzen o.ä.. Ich habe eben einfach nix getrunken. Im Übrigen ist es mir da in der Klinik wirklich einfach gefallen. Aber meine letzte Entgiftung war heftig - nee, danke, will ich nicht noch mal.
    Und in meinen Gesprächen mit anderen Patienten - sowohl damals als auch heute (bei meinen Klinikvorstellungen) habe ich genug Leute kennengelernt, bei denen schon die erste Entgiftung ziemlich hart war.
    Es hat schon seinen Grund, warum vor einem kalten Entzug gewarnt wird. Es muss ja nix passieren. Aber wenn ... dann richtig :o

    Ich möchte nur nochmal eins klarstellen: Auch wenn es hier vielleicht etwas schulmeisterlich rüberkommt - es ist nicht so gemeint. Ich/wir wollen einfach nur versuchen, dass Andere nicht meine/unsere "Fehler" nachmachen. Fehler, die ich/wir gemacht haben, weil wir es teilweise nicht besser wussten.

    Gruß
    Greenfox

    Sowohl als auch.
    Das Beste wäre aber, Du gehst zu Deinem Hausarzt, schenkst ihm "reinen Wein" ;) ein und lässt Dir eine Einweisung in ein Krankenhaus zur Entgiftung geben. Die Entgiftung dauert je nach Krankenhaus im Normalfall 7-10 Tage.
    Zum Einen dauert es oft/meist sehr lange, bis man einen Termin bei einem Psychologen bekommt. Und zum Anderen ist es sinnvoll, dass der Hausarzt Bescheid weiß: eben wegen eventueller Parallel-Medikationen.

    Und auch bei eventuell notwendig werdenden OPs (keine Angst: nicht wegen dem Alk, sondern was man sonst noch haben kann ;) ) sollten die Ärzte Bescheid wissen, da Narkosemittel bei einer Alkoholgewöhnung anders dosiert werden müssen. Schließlich hat ja niemand Lust, mitten in der OP aufzuwachen ...
    Und wenn man weg vom Alkohol will/ist, ist es ja auch kontraproduktiv, wenn man aus Unkenntnis alkoholhaltige Medikamente gespritzt/verschrieben bekommt.

    Eine andere Möglichkeit ist natürlich erst mal der Weg zur Suchtberatung - da kannst Du auch jede Menge Fragen stellen.

    Und noch etwas ist ganz wichtig: Das Du die Fragen beim Arzt/der Suchtberatung ehrlich beantwortest - auch wenn es vielleicht "weh tut". Und sei auch ehrlich zu Dir selbst!
    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass ich mir damals selbst die Taschen vollgelogen habe: 10 Bier getrunken - aber bei irgendwelchen Selbsttests nur 5 angegeben. Und diese Tests dann als "Schrott/Blödsinn" abgetan, wenn trotz des Selbstbeschisses als Ergebnis rauskam, dass ich "stark gefährdet" oder so bin ... Wenn Du magst, kannst Du ja mal hier reinschauen.


    Jetzt machst du mir wirklich ganz schön Angst!
    Es ist nicht so das ich unheimlich starke Sachen trinke. Wenn dann trinke ich ja "nur" Bier.

    Ich will Dir keine Angst machen - nur verdeutlichen, dass bei einem kalten Entzug Gefahren bestehen. Und das ist hier im Forum auch mehrfach und eindringlich deutlich gemacht worden (nicht unbedingt nur in Deinem Thread).
    Wie ich schon schriebste - es ist Deine Entscheidung ...

    Und diese "Argumentation" >:(, dass man ja keine/kaum "harte" Sachen trinke ...
    6 Bier a 0,5 Liter a 5 % Alkohol entsprechen 150 g reinem Alkohol - oder 0,4 Liter Schnaps a 37%!

    Guten Morgen!

    Ich gehe aber jetzt trotzdem mal davon aus, dass es ohne medizinische Hilfe möglich ist (zumindest ärztlicher Aufsicht zwecks Delirium und Tod).

    Wenn Du meinst, dass unsere Warnungen hier und auch allgemein (einfach mal googlen) grundlos sind und für Dich nicht zutreffen ... Deine Entscheidung.
    Ich persönlich war bei meiner letzten Entgiftung sehr, sehr froh, dass ich in einer Klinik war - wie übrigens auch bei den Entgiftungen davor (da waren sie allerdings ein "Kinderspiel"). Und ein Gruppenfreund hat auch trotz Warnungen kalt entzogen und ist am 4.Tag mit einem Krampfanfall auf der Straße zusammengebrochen ...
    Also pass auf Dich auf und achte auf Dich!

    Und wenn Du es so durchziehen willst, dann setz Dir mal selber die Frist von 4 Wochen und schau, ob Du das schaffst, in der Zeit keinen Alkohol zu trinken - ohne Wenn und Aber und "nur einen wönzigen Schlock". Dann wirst Du ja sehen, was passiert und wie es Dir dabei geht.

    Gruß
    Greenfox

    Wenn ich das so lese und es mich betreffen würde, hätte ich arge Bauchschmerzen ...

    Grundsätzlich würde ich dem Jobcenter keine Einwilligung unterzeichnen, in der ich Beratungsstellen von deren Schweigepflicht entbinden - jedenfalls nicht, wenn das keine restriktiven Maßnahmen (etwa Kürzungen des Leistungsbezuges ...) nach sich zieht.

    Ich bin damals von meiner Behörde aufgefordert worden, von meinen Ärzten die Gründe für verschiedene Krankschreibungen der vergangenen 5 Jahre einzureichen. Sehr traurig, aber ich musste die Personalstelle meiner POLIZEI-Behörde :o an den § 203 StGB erinnern ...

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Mittäter(in) und auch von mir ein "Herzlich Willkommen!" hier im Forum.

    Man, ich war doch gestern hier ... und jetzt ist Vieles, was ich zu sagen hätte, schon gesagt ;)

    Ich würde es so gern in den Griff bekommen, aber komme immer wieder in Situationen wo mir etwas angeboten wird und ich nicht nein sagen kann.

    Du kannst - aber Du willst nicht! Bevor Du gleich protestierst - überleg erstmal. Es zwingt Dich niemand mit vorgehaltener Waffe, ein Angebot anzunehmen. Wenn Du wirklich wolltest, kannst Du jederzeit ablehnen.

    Was mich wirklich stört ist Folgendes: ich weiß ganz genau das ich meine Zeit besser nutzen kann als zu trinken, ich weiß wieviel angenehmer ich dann schlafe, wie ausgeruhter ich den nächsten Tag bin und wie toll ich mich den nächsten Tag fühle.
    ABER - dann ist es abends und ich lasse mich dazu hinreisen ein Bier zu trinken, dann werden es 2.... immer wieder soweit bis man einen Rausch spürt.
    Aber wofür das Ganze? Immer wenn ich einmal anfange gibt es kein Ende. Zumindest will ich ein bisschen beschwipst sein.
    Das kann ich aber unter der Woche eigentlich für mich selbst nicht durchgehen lassen. Es hängt doch so viel daran und das ist mir auch bewusst, aber in dem Moment total egal.

    Das nennt man KONTROLLVERLUST und ist typisch für eine Abhängigkeit. Für ebenso typisch halte ich es, dass Du begeistert jeden Strohhalm von angeblich erfolgreichen Rezepten für "kontrolliertes" Trinken greifst ... Natürlich kann man sich nicht vorstellen, komplett auf Alkohol zu verzichten - das geht doch gar nicht. Aber wenn man es immer wieder versucht und immer wieder auf die Fresse fliegt ...
    Mir ging es wie Betty:


    Ich habe ... aufgehört zu trinken. Ich persönlich habe es allerdings trotz mehrerer Versuche nicht hinbekommen, dosiert und kontrolliert zu trinken. Wenn ich trank, dann trank ich. ... Für mich hieß es also. Entweder - oder. Ich habe mich für "ohne Alkohol" entschieden. 44. 44. 44.

    Ich würde es immer wieder tun. Ich bin stolz auf mich.

    Aber Du bist Dir selbst noch nicht im Klaren über Dich und Dein Verhältnis zum Alkohol. Du hast Angst davor, Dir einzugestehen, dass Du abhängig sein könntest/bist:


    Wenn man kontrolliert trinken könnte dann wäre das wirklich perfekt.
    Ob ich eine Alkoholikerin bin und in welchem Maße kann ich nicht richtig sagen. Ich meine auch das hängt arg von der Definition ab.
    Was ist wenn ich unter der Woche gar nichts trinken würde und nur am Wochenende? Dann würde ich sicher auch in das Raster eines Alkoholikers fallen.
    Mein Problem ist auch irgendwie dass es mit an meinem Partner hängt. Wenn wir trinken dann reden wir zusammen, sind zusammen, lachen zusammen. Wenn er weiter trinken würde und ich nicht, dann fehlt das irgendwie. Ich würde irgendwie auch meine Beziehung verändern (wir sind 10 Jahre zusammen).

    Du suchst nach Möglichkeiten/Begründungen, warum es auf Dich nicht zutreffen kann, dass Du abhängig sein könntest/bist.

    Ich kann alles was Du hier so schreibst wunderbar nachvollziehen.

    Geht mir genauso! Warum? Weil ich mich noch gut daran erinnern kann, wie ich mich gewunden habe.
    Ich erinnere mich aber auch daran, wie ich zu der harten und schmerzhaften Erkenntnis gekommen bin, dass ich eben doch abhängig bin und einen Schnitt machen MUSS.
    Heute frage ich mich manchmal, was gewesen wäre, wenn ich früher zu der Erkenntnis gekommen wäre ...
    Meine Antwort darauf: Hätte, hätte, Fahrradkette ...
    Ich bin wie ich bin - und es ist gekommen, wie es gekommen ist.

    DIR wünsche ich jedenfalls alles Gute - und einen guten, fruchtbaren Austausch hier!

    Gruß
    Greenfox

    Seit knapp 7 Wochen alkfrei und anscheinend inzwischen auf die richtige Menge Antidepressiva eingestellt, habe ich heute den 4. richtig guten Tag hintereinander.

    44. :blumen:

    Mein schlechtes Gewissen meinem Arbeitgeber gegenüber kann mich mal :P. Ich erlaube mir jetzt, mir die Zeit zu nehmen, die ich brauche.

    Wieso "schlechtes Gewissen"? Weil Du etwas für Dich tust und somit Deine Arbeitskraft wieder herstellen willst? Nee, nee - ist schon richtig so!

    Gruß
    Greenfox

    Ich sehe das nicht als kalten Entzug, da ich ja zum Glück arzneiliche Hilfsmittel habe.

    Oh, Du scheinst Arzt zu sein, da Du Dich selbst diagnostizieren und medikamentieren kannst.
    Benzo's sind kein TicTac!
    Ich hab auch mehrere (4) Entgiftungen durchgemacht, bevor ich dann endlich anschließend weiter etwas für mich gemacht habe. Die ersten waren "easy" - im Gegensatz zu meiner letzten, wo ich froh war, unter ärztlicher Aufsicht in einer Klinik zu sein.

    soweit ich weiß ist die 'kritische Phase' nach 48 Stunden noch nicht unbedingt vorbei...

    Einer aus meiner Gruppe hat an seinem 4. Tag mitten auf der Straße einen Krampfanfall bekommen - soviel zu Deiner persönlichen Erfahrung! Es kann gut gehen (was ich Dir wirklich wünsche!!) - aber auch mächtig in die Hose!

    Werde heute auch einen Selbsthilfegruppe aufsuchen, hab da etwas recherchiert, was in meiner Umgebung geht.

    DAS wiederum finde ich sehr gut! 44.
    Ich hoffe allerdings, Du hast Dir mehrere Gruppen rausgesucht - falls die heute Dir nicht zusagt ...

    Ich wünsche Dir Kraft, Erfolg - und einen schönen Tag (ohne Entzugserscheinungen und einer guten Gruppenerfahrung)!

    Gruß
    Greenfox