Beiträge von Greenfox

    Hallo und HERZLICH WILLKOMMEN hier Im Forum!

    Flasche - oder ich (wir).
    Deshalb meine Frage - ist dies ein richtiger Schritt?

    Ohne pauschalisieren zu wollen wirst Du aber bei fast allen immer die gleichen Antworten erhalten, nämlich: Du kannst einem Alkoholiker, der nicht von selbst zum Trinken aufhören WILL, nicht helfen. Und ich kann das von meiner Seite (als Alkoholiker) genau so bestätigen. Deshalb musst du auf Dich selbst schauen.

    Als ebenfalls Angehöriger der Alkoholiker-Fraktion kann ich Gerchla nur bestätigen, dass er zumindest mir die Antwort vorweggenommen hat.
    Du kannst Deinem Vater nicht gegen seinen Willen helfen. Du kannst nur Dich selbst schützen.
    Das Einzige ist: Biete ihm Hilfe an für den Zeitpunkt, dass er Hilfe will.

    Und auch Deine Mutter ist - so traurig das auch ist - für sich selbst verantwortlich. Und wenn sie ihn nicht verlassen will ...

    Guck doch auch mal hier rein ...

    Gruß
    Greenfox

    :heartBalloon: :hpbrthdy:

    In den folge Monaten wurde ich dann ein Teil dieser Gemeinschaft, feiert Weihnachten so" gut wie noch nie", gingen Bowlen oder auch mal zum Essen.

    Hätte ich mir früher auch nie träumen lassen, dass das gehen könnte - feiern ohne Alkohol. Schon gar nicht Silvester!
    Mittlerweile habe ich 7 alkoholfreie Silvester hinter mir und kann bestätigen: Man kann sehr gut alkoholfrei feiern! Und sogar lustig sein 8)

    Und auch das kann ich ich sehr, sehr gut nachvollziehen:

    Endlich Menschen die mich verstehen, nicht lachen oder abfallende gestikulieren.

    Auch das ein Grund, warum ich Befürworter von SHG bin ...

    Noch mal: 44. 44.

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, LiS,

    wollte nur kurz kundtun, dass ich mich auf weitere Logbucheinträge freue!

    für mich klingt das eher nach Missbrauch und nicht nach Abhängigkeit, zumal du ja geschrieben hast, du hast nie am morgen oder unter Tag getrunken.

    Zum Einen denke ich, dass, wenn jemand für sich erkannt und/oder entschieden hat, dass er/sie abhängig von etwas ist und sein Leben dementsprechend (zum Besseren) ändern will - dann sollte man es ihm/ihr nicht ausreden wollen!
    Und zum Anderen bin ich der Meinung, dass dieses "nie am Morgen oder unter Tag" absolut kein Zeichen für eine Nicht-Abhängigkeit ist! Es gibt viele Menschen, die morgens und/oder über Tag nicht trinken (sei es, weil sie noch arbeiten gehen oder aus anderen Gründen) und trotzdem abhängig sind. Man denke u.a. auch an die "Quartalstrinker", die tage-, wochen-, monatelang keinen Tropfen anrühren ...

    LiS, ich finde es gut und völlig in Ordnung, wenn Du Dich als abhängig/süchtig siehst - und demenstprechend Deinen Kurs geändert hast.
    Besser, als den Kurs trotz sichtbarer Sturmfront und löchrigen Schiff nicht zu ändern und drauf zu und mitten durch segeln zu wollen, in der Hoffnung, dass es schon irgendwie vielleicht eventuell und unter günstigsten Umständen gut gehen könnte ...

    Halt Deinen Kurs - ich wünsch Dir immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel und stets eine günstige Brise!

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Lucia!

    Herzlich Willkommen hier im Forum :welcome:

    Mit dem erzählen: mach Dir keinen Stress! Wenn Du etwas schreiben willst, dann mach's. Und wenn nicht, dann hast Du ja hier auch jede Menge zu lesen.

    Besonders empfehle ich Dir unsere Linksammlung und auch den Link Ich will mit dem Trinken aufhören. Was tun? Wer hilft mir?

    Und wenn Du nicht (mehr) lesen möchtest, empfehle ich Dir auch einen Besuch bei der Suchtberatung in Deiner Nähe. In einem Gespräch kann man vieles besser klären als hier. Und die Menschen dort kennen sich mit der "Materie" aus und behandeln solche Gespräche vertraulich.

    Gruß
    Greenfox

    Guten Morgen und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum!

    Betty hat es ja schon angedeutet: Ich wüsste da was C:-)

    Es gibt mehrere Möglichkeiten:

    1. Er wohnt bei Dir, ist aber nicht dort gemeldet: Schmeiß ihn raus! Sofort! Wenn er nicht gehen will - ruf die Polizei (Hausfriedensbruch).

    2. Er wohnt bei Dir und ist auch dort gemeldet, steht aber nicht im Mietvertrag: Geh zur Meldestelle/Bürgeramt, melde ihn ab - und schmeiß ihn raus! Wenn er nicht gehen will - ruf die Polizei (Hausfriedensbruch).

    3. Er wohnt bei Dir, ist auch dort gemeldet und steht auch im Mietvertrag - oder die Situation wie in 1.-2., nur dass er Dich nach dem Rausschmiss verbal/körperlich angreift und/oder belästigt: Geh zu dem für Dich zuständigen Familiengericht (hier hilft Dir der Kollege Google oder die Polzei/das Bürgeramt), schildere die Situation inklusive der vergangenen Bedrohungen/Beleidigungen, dass er von der Polizei schon rausgeworfen wurde etc (und auch, dass es hier auch um das Wohl Deines Kindes geht!!) und erwirke eine Einstweilige Verfügung, dass er sich Dir, dem Kind, der Wohnung nicht nähern und/oder Kontakt aufnehmen darf.
    Wenn er dann gegen diese Verfügung verstösst, stellt dass - unabhängig von eventuellen weiteren Straftaten wie Beleidigung, Bedrohung, Körperverletzung ... was weiss ich - eine Straftat gegen das Gewaltschutzgesetz dar. Und da kann die Polizei wieder tätig werden.

    Und dann: Zieh es durch! Denn das

    Ich war aber so blind vor liebe, das ich ihn immer wieder zu mir gelassen habe.

    habe ich beruflich leider immer wieder erlebt - und bindet uns/der Polizei dann die Hände >:( ;(

    Gruß
    Greenfox

    Auch von mir alles Gute für die Entgiftung.

    Und da Du ja schon mal einige Zeit clean/trocken warst, fängst Du ja nicht komplett bei Null an. Einige Erfahrungen hast Du ja schon sammeln "dürfen" - sowohl am Boden als auch beim aufrappeln und clean sein.

    Hattest Du damals eine SHG besucht - oder versucht, alles alleine auf die Reihe zu kriegen?

    Meld Dich mal, wenn Du aus der Entgiftung bist.

    Gruß
    Greenfox

    Na, hoffentlich geht das gut - mit so einem kalten Entzug ist nicht zu spaßen! Und (fast) jeder Arzt wird Dir den Rat geben, weiter zu trinken bis zum Entzug im Krankenhaus.
    Klingt zwar Schei..e, ist aber irgendwo doch gesünder, als nen Krampfanfall o.ä. zu kriegen ... :-[

    Pass auf Dich auf! Und zur Not: trink nen Schluck, damit Du zum Arzt kommst! (Ist jetzt ernst gemeint von mir!!)

    Willkommen hier im Forum!

    Ich kann mich nur meinen Vorredner anschließen: Lass Dich nicht auf einen kalten Entzug ein! Auch wenn Du "nur" 2 Wochen getrunken hast.
    Wie lange warst Du denn davor trocken, wie lang Deine Trinkpause?
    Geh zum Arzt und lass Dich für einen Entzug einweisen!

    Und mach Dir Gedanken, wie Du danach weitermachen willst.
    Hast Du eine SHG besucht (und diese dann möglicherweise schleifen/ganz sein lassen)?
    Wenn Du bisher keine besucht hast - dann such Dir jetzt eine. Nimm alle Hilfe in Anspruch, die Du kriegen kannst!

    Ich hab früher auch gedacht, dass ich es schon alleine schaffe - Pustekuchen ...

    Gruß
    Greenfox

    Hi, Andain/Natalie - und auch von mir ein HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Das Verhalten Deines Mannes, dass Du hier beschreibst, ist das typische Verhalten eines Alkoholikers, der (noch) nicht bereit ist, etwas zu ändern. Er mag zwar erkannt haben, dass er Alkoholiker ist - aber den logischen Folgeschritt will er nicht gehen.

    Dieses Verhalten kenne ich nicht nur von mir :-[, sondern auch von den Erzählungen vieler Menschen, sei es in meiner SHG oder im Krankenhaus.

    Du schreibst

    Zitat

    Ich kann und möchte meinen Mann nicht verlassen.

    Aber vielleicht solltest Du gerade DAS in Betracht ziehen! Zum Einen für Dich und Euren Sohn. Denn Du gehst sonst kaputt. Und zum Anderen auch für Deinen Mann - denn vielleicht ist gerade das dann sein persönlicher "Tiefpunkt", der Knackpunkt, der bei ihm den Schalter umlegt ... Aber nur vielleicht. Und auch nur dann, wenn Du es auch wirklich durchziehst.

    Schau doch mal, ob es bei Euch keine Angehörigen-SHG gibt, z.Bsp. hier

    LG
    Greenfox

    Hallo und auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum :welcome:

    Du hast es doch schon selbst geschrieben:

    ich will ihn untertützen wo ich kann, aber ich muss auch Grenzen aufzeigen und unter Alkohol ist er nicht ertragbar

    Was nutzt es, wenn er nüchtern der liebste und beste und netteste und ... Mensch ist, aber im Suff

    naja aufjedenfall versteht er mich nicht, er ist wütend und denkt ich bin egoistisch und helfe ihm nicht

    Zum Teil hat er Recht - du bist egoistisch, wenn Du ihm Grenzen nicht nur auzeigst, sondern sie auch noch einhältst! Und das ist verdammt noch mal auch gut so! Schau in den Spiegel und sag mir dann, wer der wichtigste Mensch ist!?

    Du kannst ihm nur helfen, wenn Du ihm auch helfen kannst - und Dich nicht selbst nur als psychisches Wrack dahinschleppst (mal überspitzt ausgedrückt)!
    Du musst egoistisch sein: denn nur so schützt Du Dich selbst und nur so kannst Du ihm helfen. Wenn er sich denn wirklich helfen lassen will.
    Dass er wütend ist und alles als Angriff auf sich selbst sieht - das gehört leider zum Krankheitsbild dazu. Ich kenne das leider aus eigener Erfahrung.
    Allerdings war es bei mir so: Als ICH begriffen hatte, was mit mir los ist und ich aussteigen und mir helfen lassen wollte, habe ich es nicht mehr als Angriffe gesehen, obwohl es nach wie vor schwierig war, die Zeit bis zur Entgiftung/Therapie durchzustehen. Also habe ich in Absprache mit meiner Frau bis dahin mein tägliches Sixpack getrunken. Das war bei weitem nicht mein Quantum, hat mich aber ruhig gehalten.

    Nun schreibst Du aber, dass Dein Freund durchaus nicht täglich trinkt, also nicht seinen Pegel hält/halten muss. Um so wichtiger finde ich daher, dass Du die gezogene Grenze (nicht bei Dir zu Hause trinken - und ihn besoffen nicht reinlassen) einhältst, konsequent einhältst!

    Vielleicht findest Du ja eine SHG für Angehörige in Deiner Nähe - schreiben ist Silber, reden ist Gold.

    Und überleg Dir, ob Du die Beziehung wirklich weiter aufrechterhalten willst und kannst! Das hört sich jetzt vielleicht krass an, aber ... wem ist geholfen, wenn DU kaputt gehst?
    Das, was Du da mit dem Rausschmiss im Ausland geschildert hast, ist schon eine krasse Nummer. Zum Einen hätten da die Meisten schon einen Schlußstrich gezogen. Und zum Anderen kann es (wenn nicht schon geschehen) in körperliche Gewalt ausarten ... Auch das kenne ich aus eigener beruflicher Erfahrung :-\

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Christian!
    Auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN hier im Forum!

    Wir hatten hier auch eine kurze Diskussion, wie man diesen Prozess als Aussenstehender "beschleunigen" kann oder Einfluss nehmen. Leider haben wir da keine Ergebnisse.

    Dieses "keine Ergebnisse" heisst eigentlich, dass es dafür keine Möglichkeit gibt. Franz hat schon vollkommen Recht, wenn er schreibt, dass der-/diejenige von alleine auf den Trichter kommt. Auch ich gehöre zu der ehemals trinkenden Fraktion - und auch bei mir haben Drohungen etc nicht geholfen. Im Gegenteil, ich habe alles als persönlichen Angriff gewertet. Obwohl man mir ja eigentlich helfen wollte.

    Ich kann der Anregung, dass Du mal in eine SHG für Angehörige oder eine Suchtberatungsstelle besuchst, nur zustimmen.
    Und - auch wenn sie das alleinige Sorgerecht hat - kannst Du als Vater Dir auch Rat beim Jugendamt holen. Diesen (drastischen) Schritt würde ich aber erst zum Schluß gehen.

    Gruß
    Greenfox

    Mir ist gerade nur mal so eingefallen, dass ich mit vielen Begriffen auch nichts anfangen kann, sie aber trotzdem benutze - eben weil sie allgemein benutzt werden. Ein Abteilungsleiter kann ja auch nicht unbedingt eine Abteilung leiten. Oder der Zitronenfalter ...

    Für meine eigene Definition kann ich ja andere Begriffe, die m.E. besser zutreffen - nehmen: Knalltüte, Zitronenflatter ...
    Nur: mit diesen Begriffen können eben die Anderen nicht unbedingt etwas anfangen.

    Das ist ja gerade das "Problem", dass man keine Glaskugel hat, um heute schon zu sehen, wo man in 10 Jahren steht. Abgesehen davon, ob man so etwas überhaupt wirklich wissen will.
    Klar wäre ein früherer Ausstieg (oder gar kein Einstieg) besser gewesen. Aber so bin ich zu dem geworden, der ich heute bin.
    Ich habe meine (manchmal auch schmerzvollen) Erfahrungen gemacht, meine Schlüsse daraus gezogen - und hoffe, die alten Fehler nicht zu wiederholen ...

    Natürlich muss es in SHG auch die Gelegenheit geben, über Dinge, die im ersten Anschein nix mit Alkohol zu tun haben, reden können. Und in "meiner" kann man das wunderbar.

    Ich schreiben bewusst "im ersten Augenschein", da meist im zweiten dann sehr wohl das Thema zum Vorschein kommen kann.
    Wenn jemand Ärger mit dem Amt, Probleme mit der/dem Partner/in hat, Streß auf Arbeit ... Auch hier sollte es mit dem Deibel zugehen, wenn aus der Gruppe noch niemand das eine oder andere Problem schon mal hatte und gelöst hat.
    Und wir wissen doch alle, dass die meisten den Alkohol als Problemlöser benutzt haben - und schon ist wieder der Bogen zum Suff gespannt. Und auch, wenn jemand aus dem Urlaub kommt, hat er/sie viel zu erzählen. Und natürlich kann man ihm/ihr Gelegenheit geben, davon zu erzählen. Natürlich muss man auch erst einmal abwägen, ob auch die Mehrheit der Gruppe dafür ist und nicht noch jemand ein Problem unter den Nägeln brennt, was er/sie loswerden will/muss.

    Wenn Du schon eine Verschwörung witterst ("private Treffen","geheime Abmachungen") - hast Du es denn mal angesprochen? Oder bist wieder einfach abgehauen?

    Ich muss aber auch sagen, wenn es denn wirklich so abläuft in Deiner SHG - dann such Dir eine Andere.

    Wie kann ein solcher Gedanke (Was soll schon passieren - nun bin ich ja schon x Jahre trocken.) bei einem Menschen entstehen, der für sich akzeptiert hat, dass er mit Alkohol nicht umgehen kann?
    Wie kann ein solcher Gedanke bei einem Menschen entstehen, der für sich akzeptiert hat, an einer chronischen unheilbaren Krankheit zu leiden?
    Wie kann ein solcher Gedanke bei einem Menschen entstehen, der in einer zufriedenen Abstinenz lebt?

    Das ist eine Frage, die mir bisher niemand beantworten konnte ...

    Dann definiere das doch so, wie Du meinst, dass es für Dich richtig ist.

    Ansonsten ist es doch einfacher, z.Bsp. "trocken" statt "abstinent lebend", "staubtrocken" statt "verbissener Dogmatiker" oder "nass" statt "saufend" zu schreiben. Zumindest sehe ich kein Problem darin, dass es jeder nach seiner Fasson beschreibt ...