Beiträge von Greenfox

    Beneidenswert.

    Für mich nicht - ich vermisse NICHTS und fühle mich wohl, ohne Alkohol trinken zu können/dürfen/müssen/wollen ...

    Aber was ist mit den Abhängigen, die keine Abstinenzentscheidung treffen können ? Soll man denen gar nicht helfen, DAS ist doch die Frage.

    Zuerst einmal muss man denen helfen, die Hilfe wollen! Wir wollen ja wohl kaum einer Oma über die Straße helfen - obwohl sie gar nicht rüber will ...
    Und nicht jedem gelingt der Ausstieg so leicht und kann dann vor allem bei Lust und Laune auch noch (weiter/ab und an) Alkohol trinken wie Bassmann.

    Und dann frage ich mich, wieso KANN jemand keine Abstinenzentscheidung treffen??? Doch nur, weil sein WILLE nur auf den Konsum von Alkohol gerichtet ist! Ich rede jetzt nicht von denen, die aufhören wollen und dann (hoffentlich nur erstmal) nicht können ...

    Und bestimmt gibt es Menschen, die bei ihrem Ausstieg medikamentöse Unterstützung (z.Bsp. Baclofen) brauchen. Aber ohne den Willen, sich auf den "Schwierigen Weg" zu begeben, etwas ändern zu wollen ... nixweiss0

    Hallo, Marc!

    Auch von mir ein "Herzliches Willkommen" hier bei uns im Forum!

    So so, Du suchst also keine Hilfe ... nur bei der Suchtberatung ;) Ist im Übrigen ein guter Schritt.
    Allerdings hast Du es schon selbst erkannt - wichtig ist hier Ehrlichkeit (vor allem sich selbst gegenüber).

    Ich fuerchte mich vor mir selber, denn ich beruflich bedingt sehr redegewandt und aeusserst geuebt darin, vor Publikum zu sprechen und mich selber zu verkaufen. Es faellt mir sehr schwer, das Heft aus der Hand zu geben und ich bin ein begnadeter Selbstbetrueger. Mit anderen Worten fuerchte ich mich davor es nicht auf die Reihe zu kriegen mit dem ehrlich sein am Beratungsgespraech und mich selber und die Beraterin hinters Licht zu fuehren. Ich mache mir nun eine Liste mit Punkten, welche ich NICHT bringen werde - naemlich alles was ich glaube im Griff zu haben.

    Allerdings finde es gut, dass Du Dir eine Liste von Punkten/Sachen machen willst, die Dir langsam, aber sicher entgleiten. Okay, Du nennst es etwas anders ...

    Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg bei diesem Termin. Erfolg deshalb, weil es schon Selbstüberwindung kostet - hinzugehen und die Fakten auf den Tisch zu packen.

    Und - ich wünsche uns allen einen guten Austausch!

    Bis demnächst

    Greenfox

    Seine Erlebnisse im Kosovo können durchaus auch der/ein Auslöser für die Alkoholsucht gewesen sein. Bei mir war es zwar nicht gerade Krieg, aber auch nicht gerade sehr schöne Ereignisse, die zu einer kräftigen PTBS geführt haben und die mit eine Rolle für meine "Flucht" in den Alkohol gespielt haben.

    Nur: Etwas gegen seine Depressionen und seine Alkoholabhängigkeit kann/muss nur ER etwas unternehmen - nicht Du!

    Natürlich ist es möglich, dass er wieder der "Alte" wird bzw. so ähnlich. Aber das funktioniert nicht von alleine!! Dafür muss ER etwas unternehmen.

    DU bist gar nicht in der Lage, ihn zu "ändern". Zum Einen kann solche ein Kurswechsel nur von innen kommen und zum Anderen hast Du viel zu viel eigene Probleme - du musst an Dich selbst und Deine Kinder denken ...

    Du kannst ihm nur helfen, indem Du für ihn aus der Distanz (Selbstschutz!!) da bist, wenn er an sich arbeitet, wenn er externe Hilfe annimmt.
    Aber nicht, indem Du ihn aufnimmst und Dich niedermachen lässt, ihm hilfst, seine Sauf--Eskapaden zu vertuschen (Co-Abhängigkeit).

    Keine Ahnung, ob ich zu tief im Alk-Sumpf gesteckt habe oder nicht - ich weiss nur, dass KT bei mir nicht funktioniert hat und so was von in die Hose gegangen ist ...
    Und "merkwürdiger Weise" höre ich das von ALLEN aus meiner Gruppe und bei vielen Gesprächen immer wieder ...

    Auf Grund dieser meiner eigenen Erfahrung und dem Ergebnis vieler Gespräche bin ich persönlich der Überzeugung: KT funktioniert nur bei Menschen, die nicht süchtig sind ...

    Hallo, Simone, und HERZLICH WILLKOMMEN hier im Forum!
    Als ich Deine Vorstellung las, habe ich leichte Beklemmungen bekommen. Aber zum Glück kam dann diese Stelle:

    Am Wochenende habe ich mich endgültig von ihm getrennt (es war ein ständiges off-on, ich weiß nicht ob das jemand kennt) weil es gar nicht mehr geht.

    Oh ja - ich kenne das zur Genüge. Nur leider beruflich C:-) Diese Mischung "Alkoholiker + Depressive" ist wie Nitroglyzerin. Allerdings ist der/die Leidtragende der depressive Part.

    Ich hoffe nun das er bald hier auszieht, ich kann ihm eh nicht helfen.

    Von daher kann ich Dir nur dringendst raten, ihn rauszuschmeissen - sofort. Und nicht wieder reinzulassen!
    Ich glaube, Du hast selbst genug Probleme mit Deinen Depressionen und Deinen Kindern (womit ich Deine Kinder nicht als Problem bezeichnen will - aber sie machen nun mal welche ...).
    Also bürde Dir nicht auch noch seine Probleme auf, von wegen


    möchte mich noch beraten lassen, was er für Möglichkeiten hat wenn er aus seiner Sucht raus kommen möchte, obwohl ich weiß das er es nicht will - vielleicht bin ich dann beruhigter...

    Sorry, wenn ich vielleicht ein wenig direkt bin - aber ich habe solche "Beziehungen" in meiner beruflichen Zeit zur Genüge gesehen ...

    Ich wünsche Dir viel Erfolg und uns hier einen guten Austausch!

    Gruß
    Greenfox

    Jetzt bin ich aber doch etwas ... :o
    Meine geliebte Leberwurst ... also muss/müsste man doch überall genau nachschauen.

    Auch wenn ich bisher noch nie bewusst wahrgenommen habe, dass in Streichwurst Alkohol sein soll (werde morgen mal nachschauen), werde ich diese nun nach über 7 Jahren Trockenheit nicht plötzlich vom Speiseplan streichen.
    Zwar stellt das dann eine Aufweichung meines Prinzips, keinen Alkohol bewusst zu mir zu nehmen, dar. Aber ... man kann auch übertreiben.

    Für eine Übertreibung halte ich in diesem Fall auch (trotz löblicher Absicht) die Argumentation der Verkäuferin, dass Kinder nicht so früh an Alkohol gewöhnt werden sollen.
    In der Beziehung finde ich die Unmassen von Zucker in Lebensmitteln, die für Kleinst- und Kleinkinder bestimmt sind, für viel bedenklicher ...

    Männo, man wird ja schon ganz paranoid ... überall lauern Schadstoffe, Allergene, Zucker, Alkohol ...

    Na, das hört sich doch ganz gut an :)
    Und dass die Leute (egal, ob nun Deine Oma, Schwester, Onkel Herbert, der Postbote ...) einen gerade trocken gewordenen Alkoholiker erst mal misstrauisch beäugen, kann man wohl kaum verübeln. Schließlich haben wir ja vorher immer das Blaue vom Himmel versprochen und/oder uns benommen wie die Axt im Walde oder wie Hancock ...

    Zerstörtes Vertrauen kann man nur sehr schwer wieder aufbauen ...

    Was mir allerdings in Deiner Schilderung überhaupt nicht gefallen hat, ist, wie miserabel Du Deinen Hund behandelst ;)

    ... bin ich ... zu meiner Mutter, die ja auch einen Hund hat. (Wir gehen einmal die Woche gassi)

    8) ;D

    Als ich 'nen Hund hatte, bin ich mit dem mehrmals täglich ...

    Sorry, aber das konnte ich mir jetzt nicht verkneifen - die Formulierung hat mich förmlich angesprungen ::)

    Wäre schön, so ab und an mal eine "Wasserstandsmeldung" von Dir zu lesen.

    Gruß
    Greenfox

    Und so traurig es ist: Es gibt Menschen, die auf schlechte Jobs angewiesen sind. Einfach weil sie nichts gelernt haben, oder andere Defizite haben. Oder Studenten, die sich ihr Studium so finanzieren. Es gibt viele Gründe.

    Am Traurigsten ist, dass diese Gründe schamlos ausgenutzt werden - nicht nur bei Amazon. Ich denke da auch an Altenpfleger/innen, Krankenschwestern/-pfleger etc., die eine wichtige und schwere Arbeit machen und grottenschlecht bezahlt werden ...

    Sonntag, Montag, Dienstag und heute...............also hat mein Gartenzaun gerade mal 3 Latten, bis morgen früh, dann sind es 4

    Ach, daher kommt der Spruch von den "alle Latten am Zaun haben" ;D

    Ist aber kein schlechtes Bild - ich wünsche Dir (und allen anderen!), dass der Zaun irgendwann schlupfdicht ist!

    Gruß
    Greenfox

    Dem kann ich mich nur 100%ig anschließen - selbst dem

    Wenn Du jetzt aber denkst, dass sind ja gute Motive, da fällt das Aufhören dann ja ganz leicht. Weit gefehlt. Jahrelang habe ich es trotz guter Gründe nicht geschafft.

    ;(

    Man muss nicht erst alles verlieren, um aufzuhören bzw. neu anzufangen - wenn man schon vorher erkannt hat, dass etwas gewaltig schief läuft.
    Aber manche müssen erst alles verlieren, um das zu erkennen. Und manchen ist es dann aber auch egal, haben sich aufgegeben ...

    Gruß
    Greenfox

    Hi!
    Dein Name ist Programm: Ich sehe nur "?" vor mir, wenn ich Deine Posts lese ...

    Muss ich erst alles verlieren um damit WIRKLICH aufzuhören?

    Nöö - MÜSSEN musst Du nicht! Aber Du scheinst erst vor einem Riesen-Scherbenhaufen stehen zu WOLLEN ... nixweiss0

    Irgendwie verstehe ich Deine Fragen nicht wirklich, irgendwie habe ich das Gefühl, Du willst nur eine Bestätigung für Deine LMAA-Stimmung ...

    Entweder willst Du so weitermachen wie bisher - oder Du willst die Reissleine ziehen und Nägel mit Köpfen machen. Aber dann müsstest DU Dich bewegen, müsstetst DU etwas ändern! Hier im Forum findest Du schon mal eine Menge Anregungen - z.Bsp. hier oder in unserer Linksammlung

    Sei nicht sauer, wenn ich etwas deutlich werde ...

    Gruß
    Greenfox

    Auch ich muss mich als Amazon-Kunde outen. Ich bestellen immer wieder mal dort, aber auch über andere Portale. Nach 9/10/12 Stunden Dienst habe ich oft keine Lust mehr, mich noch irgendwohin zu fahren.
    Natürlich habe ich die Berichte über Amazon gesehen ...

    Dazu müsste ich ihr das ganze Dilemma natürlich beichten ... Wie habt ihr die Alkoholsucht euren Freunden/Verwandten gesagt? Wie haben sie reagiert?

    Als ich mich geoutet habe, waren meine Leute froh, dass ich es endlich selbst eingesehen habe. Sie haben es schon eine ganze Weile "gewusst"!

    Und Deiner Mutter kannst Du auch zutrauen, dass sie als "Ehemalige"/Trockene/nicht mehr Trinkende weiss, was in Dir vorgeht.
    An Deiner Stelle würde ich auch nach aussen hin "Nägel mit Köpfen" machen. MICH hat es damals erleichert und vielen Leuten auch den Wind aus den Segeln geklaut. Und ich brauchte mir dann keine Ausreden einfallen lassen, warum ich plötzlich nicht mehr getrunken habe ...

    Und wegen dem Tremor/Händezittern - sicher, dass es nicht einfach "nur" Entzugserscheinungen sind?? Bei mir war das jedenfalls eins der ersten und ziemlich gheftigen Erscheinungen - Kaffeetasse musste ich mit beiden Händen halten, sonst hätte ich mir den heissen Kaffee über's Hemd geschüttet. Ein Bier - und ich konnte einen Faden ins Nadelöhr einfädeln (damit war aber nach dem dritten dann auch wieder Schluß :-\ ) ...

    Gruß
    Greenfox

    Hallo, Pingu!
    Auch von mir :blumen: für Tag 6
    Gestern habe ich mich hier ausgeklinkt, bevor Du geschrieben hast und vorhin erst wieder rein ...

    Im Gegensatz zu anderen, die den Alkohol oft als Einschlafhilfe einsetzen, habe ich den Alkohol immer gerne als Wachmacher missbraucht.

    Unabhängig davon, dass ich nun schon ein Weilchen trocken bin und daher nicht aus praktischen Gründen nachfrage, aber ... Wie geht das denn??? Wenn ich mal ich mal bei Freunden war, im Urlaub oder so und mal morgens schon das erste Bier getrunken habe - also, dann kamen ja immer wieder neue Biere dazu und ich lief wie schaumgebremst. Also von Wachmacher keine Spur, im Gegenteil!

    Mach Dir ein schönes Wochenende und verwöhn Dich/lass Dich verwöhnen!

    Gruß
    Greenfox

    Zunächst einmal auch von mir ein HERZLICHES WILLKOMMEN!


    Noch vor 3 Monaten habe ich mir die Frage gestellt, was zuerst da war. Der Alkohol oder die Depression. Im Grunde spielt es keine Rolle, weil beides zusammenhängt. Auch ich habe versucht, eine Therapie wegen der Depressionen zu bekommen und die Antwort erhalten, dass ich nicht therapiert werde, weil ich einen Alkoholhintergrund habe und mit diesem Thema beginnen muss.

    Auch in meiner SHG sind mehrere Menschen, die "so nebenher" unter Depressionen leiden bzw. litten.
    Und hierbei rede ich nicht von depressiven Verstimmungen, die die meisten Menschen ab und an haben.
    Diese Leute haben auch davon berichtet, dass sich ihre Depressionen stark gemildert haben bzw. sogar ganz verschwunden sind, nachdem sie sich um ihr Alkoholproblem gekümmert haben und trocken sind.
    Natürlich muss man erst mal schauen, was zuerst da war. Aber nicht nur die Ärzte, sondern auch die Betroffenen in meiner Gruppe sagen, dass man zuerst das Problem Alkohol angehen sollte. Denn nur mit einem klaren Kopf kann man auch die anderen Baustellen beackern. Geht nun mal nicht, wenn man sich zudröhnt und/oder abschießt.

    Ich habe auch mal gedacht, dass ich Depressionen habe. Mag sein. Aber ich habe festgestellt, dass die bei mir alkoholbedingt waren (Depri, weil ich doch wieder gesoffen habe, also die Depri weggespült, das Mistvieh kann aber schwimmen und kam gestärkt zurück, also ... Kreislauf).

    Nur Eins will ich noch ganz klar sagen: Auch wenn man es schafft, vom Alkohol wegzukommen, heißt das noch lange nicht, dass alle anderen Probleme (zum Beispiel die Depression) damit auch erledigt sind!! Wenn es so ist - schön! Wenn nicht, kann man die anderen aber klar und überlegt(er) angehen.
    Mit klarem Kopf klappt's vielleicht auch mit der Nachbarin ;) oder dem Job.

    Gruß
    Greenfox